Medizin-Lexikon: Einträge mit "A"

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  • Arteriae intercostales posteriores
    Arteria
    • Aa. in|ter|cos|ta|les posteriores

    • Englischer Begriff: intercostal arteries

    die hinteren Ursprünge der Zwischenrippen-A.; segmentale Äste der Brustaorta für die Interkostalräume III–XI; versorgen auch Rückenhaut u. -muskeln, das Rückenmark (durch die Zwischenwirbellöcher); die ersten bd. Interkostalräume werden versorgt durch die A. intercostalis suprema, einen Ast des Truncus costocervicalis. – s.a. A. musculophrenica, A. thoracica int.

  • Arteriae interlobares renis
    Arteria
    • Aa. inter|lo|ba|res renis

    • Englischer Begriff: interlobar arteries (of kidney)

    interaktive Abbildung

    Äste der Nierenarterie (A. renalis) für die Nierensegmente; zwischen den Pyramiden zur Rinden-Mark-Grenze (dort als Aa. arcuatae); geben rindenwärts die Aa. interlobulares, markwärts die Arteriolae rectae ab.

  • Arteriae interlobulares hepatis
    Arteria
    • Aa. inter|lo|bu|la|res (he|pa|tis)

    • Englischer Begriff: interlobular arteries of liver

    die die Pfortaderästchen begleitenden Zwischenläppchenäste der A. hepatica in den Portalfeldern der Leber.

  • Arteriae interlobulares renis
    Arteria
    • Aa. interlobulares re|nis

    • Englischer Begriff: interlobular arteries of kidney

    die radiär in die Nierenrinde aufsteigenden Äste der Aa. arcuatae; liefern die Vasa afferentia der Glomerula; s.a. Aa. renis.

  • Arteriae jejunales
    Arteria
    • Aa. je|ju|na|les

    • Englischer Begriff: jejunal arteries

    Leerdarm-A.; Äste der A. mesenterica superior für das Jejunum (in dessen Mesenterium, darin durch Arkaden verbunden).

  • Arteriae lenticulostriatae
    Arteria
    • Aa. len|ti|cu|lo|stria|tae

    Ästchen der Aa. cerebri anterior u. media entlang der Insel für innere u. äußere Kapsel, Thalamus, Nucleus caudatus, Pallidum u. Balkenknie, vordere Kommissur, vordere Infundibulumhälfte u. Foramen-Monroi-Bereich.

  • Arteriae lumbales
    Arteria
    • Aa. lum|ba|les

    • Englischer Begriff: lumbar arteries

    Lenden-A.; beidseits 4 Äste der Bauchaorta; unter dem Grenzstrang des Sympathikus in die Mm. psoas major u. quadratus lumborum; versorgen auch die seitlichen Bauchmuskeln, die Rückenmuskeln, die Rückenhaut (analog den Aa. intercostales), das untere Rückenmark.

  • Arteriae pancreaticoduodenales inferiores
    Arteria
    • Aa. pancreatico|duo|denales inferiores

    • Englischer Begriff: pancreaticoduodenal arteries

    hinter dem Pankreas abgehende Äste der A. mesenterica sup., retroperitoneal zwischen Pankreaskopf u. aufsteigendem Duodenum; Äste an beide Organe; diese anastomosieren mit Ästchen der Aa. supraduodenales superiores, den Aa. pd. superiores aus der A. mesenterica sup. für die Vorderseite der bd. Organe (Anastomosen ferner zu den anderen Pankreas-A.).

  • Arteriae perforantes
    Arteria
    • Aa. per|fo|ran|tes

    • Englischer Begriff: perforating arteries

    drei starke Äste der A. profunda femoris, die unter Abgabe von Muskelästen die Adduktoren durchdringen u. dorsal um das Femur (Vasa nutricia) zu den Unterschenkelbeugern des Oberschenkels ziehen.

  • Arteriae phrenicae superiores
    Arteria
    • Aa. phrenicae superiores

    kleine Äste aus der Brustaorta für hintere-mittlere Zwerchfellbereiche.

  • Arteriae retroduodenales
    Arteria
    • Aa. retro|duo|denales

    • Englischer Begriff: retroduodenal arteries

    Ästchen der A. gastroduodenalis an die Rückfläche von Duodenum sowie – über dem Ductus hepaticus comm. – an den Pankreaskopf.

  • Arteriae sacrales laterales
    Arteria
    • Aa. sa|cra|les laterales

    • Englischer Begriff: lateral sacral arteries; median sacral a.

    seitliche Kreuzbein-A.; beidseits paarige Äste der A. iliaca interna in der Kreuzbeinhöhlung zur Steißbeinspitze; laterale Äste gehen an Plexus sacralis, Mm. piriformis u. levator ani; Spinaläste – durch vordere Kreuzbeinlöcher – in den Kreuzbeinkanal, aus dem dann Verzweigungsäste durch die hinteren Kreuzbeinlöcher an die tiefen Rückenmuskeln u. zum Gluteus maximus ziehen; Anastomosen zur A. sacralis mediana (dünne Fortsetzung der Aorta über dem 5. LWK zum Steißbein), deren Äste zum Glomus coccygeum u. an den Mastdarm ziehen u. die paarige A. lumbalis ima u. segmentale Kreuz- u. Steißbein-A. bilden.

  • Arteriae sigmoideae
    Arteria
    • Aa. sig|mo|ideae

    • Englischer Begriff: sigmoid arteries

    Äste der A. mesenterica inferior für das Colon sigmoideum; bilden im Mesocolon sigmoideum Arkaden; s.a. Sudeck-Punkt.

  • Arteriae supraduodenales superiores
    Arteria
    • Aa. su|pra|duo|de|na|les superiores

    • Englischer Begriff: superior supraduodenal arteries

    s.u. Aa. pancreaticoduodenales.

  • Arteriae vesicales superiores
    Arteria
    • Aa. vesicales superiores

    die nicht verödeten Anfangsteile der Nabelarterien (A. umbilicalis); ziehen zum Blasenscheitel u. -körper.

  • Arterialisation
    • Arterialisation

    • Englischer Begriff: arterialization

    • Fach: Physiologie

    die Umwandlung des sauerstoffarmen „venösen“ Blutes während der Lungenpassage (oder im Oxygenator) in sauerstoffreicheres (maximal 20–22 Vol.-%), heller rotes „arterielles“ Blut (Oxyhämoglobin); s.a. arteriovenös.

  • Arterie
    • Arterie

    • Englischer Begriff: artery

    Arteria.

  • Arteriektasie
    • Arteri|ektasie

    • Englischer Begriff: arteriectasia; arterial vasodilation

    nicht fest umgrenzte (= diffuse) Ausweitung einer Arterie (im Gegensatz zur umschriebenen des Aneurysmas).

  • arteriell
    • ar|te|ri|ell

    • Englischer Begriff: arterial

    auf Arterien bezüglich.

  • arterielle Verschlusskrankheit
    arteriell
    • a. Verschlusskrankheit

    • Englischer Begriff: a. occlusive disease; a. obstructive disease

    s.u. Verschlusskrankheit.

  • arterieller Schenkel des Kreislaufs
    arteriell
    • a. Schenkel des Kreislaufs

    • Englischer Begriff: a. branch of circulation

    die Abschnitte des Kreislaufsystems, die sauerstoffreiches (= arterialisiertes) Blut führen: die Lungenkapillaren, -venolen u. -venen, die li. Herzhälfte, die Aorta u. die nachfolgenden Arterien, Arteriolen u. Kapillaren.

  • Arterienanomalien
    • Arterien|anomalien

    angeborene Gefäßfehlbildungen, v.a. die Aortenisthmusstenose, seltener die Persistenz der phylogenetisch bedeutsamen fetalen Arteria ischiadica mit Defekten der infrarenalen Aorta, der Becken- u. Gliedmaßenarterien.

  • Arterienersatz
    • Arterien|ersatz

    • Englischer Begriff: arterial graft

    s.u. Gefäßprothese.

  • Arteriengeräusch
    • Arterien|geräusch

    • Englischer Begriff: arterial murmur

    Gefäßgeräusch über einer peripheren Arterie bei deren Verengung (Stenose), Aneurysma.

  • Arterienkompressionstest
    • Arterien|kompressions|test

    Allen-Test.

  • Arterienverkalkung
    • Arterien|verkalkung

    • Englischer Begriff: arterial calcification

    Arteriosklerose.

  • Arterienverschluss
    • Arterien|verschluss

    Unterbrechung des arteriellen Blutstromes durch Verlegung des Lumens (Embolie, Thrombose), stenosierende Wandveränderungen (Arteriosklerose, Arteriitis, Endangiitis obliterans, intramurales Hämatom bei Aneurysma dissecans oder Trauma, zystische Adventitiadegeneration) oder Kompression von außen (Tumor, Knochenfragmente oder Hämatome nach Trauma). Wegen völlig unterschiedlicher Symptomatologie, Therapie u. Prognose wird klinisch zwischen akutem A. u. chronischer arterieller Verschlusskrankheit unterschieden. Die beiden klinischen Begriffe beziehen sich weniger auf das morphologische Substrat als vielmehr darauf, ob das Krankheitsbild abrupt, buchstäblich innerhalb von Minuten, auftritt oder ob es sich vielmehr allmählich progredient manifestiert.

  • Arterienverschluss, akuter
    Arterienverschluss
    • A., akuter

    • Englischer Begriff: acute arterial occlusion

    Abbildung

    I.w.S. gehören hierher auch der akute Myokardinfarkt, die ischämische zerebrale Apoplexie, der akute Mesenterialarterienverschluss u. die Lungenembolie. I.e.S. wird darunter aber der akute Verschluss der Extremitätenarterien verstanden (Abb.). Ätiol.: bei ca. 60–70% Embolie u. bei ca. 20% eine Thrombose (meist bei Arteriosklerose); bei ca. 10–20% lässt sich nicht zwischen Thrombose u. Embolie differenzieren; seltenere Ursachen sind dissezierendes Aortenaneurysma, Trauma, Arteriospasmus, Phlegmasia caerulea dolens. Klinik u. Ther.: plötzlich beginnender, heftiger Schmerz („peitschenhiebartig“), Abblassen u. Kälte der betroffenen Extremität; zusätzlicher Sensibilitätsverlust u. Lähmungen kennzeichnen das komplette Ischämiesyndrom (Fontaine), das zur Erhaltung von Extremität u. Leben eine prompte Therapie innerhalb weniger Stunden erfordert (bei suprainguinalem Verschluss immer Operation [Embolektomie, Bypass], bei infrainguinalem Verschluss alternativ auch PTA oder sonstige Kathetertechniken). Spannungsblasen u. ischämische Muskelrigidität zeigen beginnenden, irreversiblen Gewebetod an, bei dem therapeutisch neben der Gefäßrekonstruktion auch die primäre Amputation in Betracht gezogen werden muss. Bei weiterhin ausbleibender Therapie oder bei verspäteter Gefäßrekonstruktion resultieren Gangrän, Flüssigkeits- u. Elektrolytentgleisung, Nierenversagen u. Schock (Crush-Syndrom, Tourniquet-Schock). Nur bei inkomplettem Ischämiesyndrom – also bei Fehlen einer unmittelbaren Bedrohung der Extremität durch Gewebsnekrose – ist eine konservative Therapie vertretbar (Antikoagulation, Fibrinolyse, Tieflagerung, vasoaktive Medikamente). S..a. die „6 P“ nach Pratt.

  • Arteriitis
    • Ar|te|ri|itis

    • Englischer Begriff: arter(i)itis

    Entzündung einzelner bis aller Schichten der Arterienwand (d.h. End-, Mes-, Peri- bzw. Panarteriitis); z.B. bei Sepsis, lokaler Eiterung, Tbk, Syphilis (im Stadium III; vorwiegend als Mesarteriitis), Fleckfieber (Endarteriitis), allergisch-hyperergischem Prozess (z.B. A. rheumatica), Kollagenosen (Periarteriitis nodosa), als Endangiitis obliterans, arterielle Verschlusskrankheit. Akut oder chronisch (Letztere – als A. deformans – meist i.S. der Arteriosklerose).

    • A. temporalis   Abbildung
      vermutlich allergisch-hyperergische A. der äußeren Kopf-, v.a... (mehr)
  • Arteriitis temporalis
    Arteriitis
    • A. temporalis

    • Synonyme: A. cranialis; A. giganto|cellularis; A. granulomatosa; Riesenzellarteriitis; Horton-Syndrom

    • Englischer Begriff: temporal a.; cranial a.; giant-cell a.

    Abbildung

    vermutlich allergisch-hyperergische A. der äußeren Kopf-, v.a. der Schläfenarterien (Abb.), aber auch der Arteria centralis retinae (Erblindungsgefahr!), Arteria subclavia etc. Mit Zerstörung der Media durch riesenzellreiche Granulationen. Klinik: Müdigkeit, migräneartige Kopfschmerzen, subfebrile Temperaturen, Beschleunigung der Blutsenkung, evtl. auch rheumatische Polymyalgie. Gefäße sind tastbar verhärtet, druckempfindlich, evtl. pulslos. Beginnt meist erst ab dem 7. Ljz.

  • arterio-arterielle Gegenpulsation
  • Arteriogramm
    • Arterio|gramm

    • 1)
      Röntgenbild(serie) als Resultat der Arteriographie... (mehr)
    • 2)
      Sphygmogramm... (mehr)
  • Arteriogramm 1)
    Arteriogramm
    • 1)

    • Englischer Begriff: arteriogram

    Röntgenbild(serie) als Resultat der Arteriographie.

  • Arteriogramm 2)
  • Arteriographie
    • Arterio|graphie

    • Englischer Begriff: arteriography

    Abbildung

    gezielte Röntgenkontrastdarstellung von Arterien u. deren Ästen (s.a. Angiographie) nach Einbringung eines röntgenpositiven, wasserlösl. Röntgenkontrastmittels. Die Kontrastmittelgabe erfolgt durch Arterienpunktion oder Arterienkatheterismus (Seldinger-Technik; evtl. mit Druckspritze). Die Aufnahmen (Arteriogramme) werden möglichst in Serientechnik angefertigt, evtl. unter Miterfassung der venösen oder der Parenchymphase. Als selektive bzw. super|selektive A. die Darstellung einer bestimmten Arterie unter Einführung eines Spezialkatheters in das betreffende Gefäß (an Bauchgefäßen in Gefäßäste höherer Ordnung). S.a. Nieren-, Hirn-, Karotisangiographie, Aortographie, DSA (Subtraktionsmethode).

  • arteriohepatische Dysplasie
    • arterio|hepatische Dys|plasie

    Alagille-Syndrom.

  • Arteriola
    • Arter|iola

    • Synonyme: -iole

    • Englischer Begriff: arteriola; arteriole

    Abbildung

    das kleinste arterielle Blutgefäß (Abb.). Spaltet sich im Endgebiet in Kapillaren auf. Wandaufbau aus Endothel, Gitterfaserhäutchen u. glatten Muskelzellen. Steuerung v.a. durch den Sympathikus.

  • Arteriola glomerularis afferens
    Arteriola
    • A. glomerularis afferens

    • Synonyme: Vas afferens

    • Englischer Begriff: afferent glomerular a.

    die der Arteria interlobularis entstammende zuführende Arteriole des Nierenglomerulus; s.a. Arteriae renis.

  • Arteriola glomerularis efferens
    Arteriola
    • A. glomerularis efferens

    • Synonyme: Vas efferens

    • Englischer Begriff: efferent glomerular a.

    die mit der A. gl. afferens das Wundernetz des Glomerulus bildende, aus dem Glomerulus abgehende Arteriole.

  • Arteriolae rectae
    Arteriola
    • Arteriolae rectae

    • Synonyme: Vasa recta

    von den Arteriae arcuatae der Niere (s.u. Arteria renalis) abgehende bzw. aus den Arteriolae glomerulares efferentes hervorgehende, in das Nierenmark verlaufende Arteriolen.

  • Arteriolitis
    • Arterio|litis

    • Englischer Begriff: arteriolitis

    Entzündung der Arteriolenwand.

  • Arteriolosklerose
    • Arteriolo|sklerose

    • Englischer Begriff: arteriolosclerosis

    zu Einengung der Gefäßlichtung führende Veränderungen der Arteriolenwand (Hyalinose, kollagen-elastische Intimaverdickung, Mediafibrose) im Rahmen der Arteriosklerose; z.B. in entsprechenden Herzkranz-, Netzhaut-, Nierengefäßen (Nephrosklerose).

  • arteriomesenterialer Duodenalverschluss
    • Synonyme: Arteria-mesenterica-superior-Kompressionssyndrom

    • Englischer Begriff: arteriomesenteric duodenal occlusion

    Kompression des horizontalen bis aufsteigenden Teils des Zwölffingerdarms an der Kreuzungsstelle mit dem Stiel der oberen Mesenterialgefäße; z.B. bei Magenatonie, bei Abknickung der Gekrösewurzel (z.B. bei Mesenterium commune). Klinik: intermittierender hoch sitzender Ileus oder aber chronische Koprostase mit Erbrechen, Leibschmerzen. Erfordert operative Korrektur.

  • Arteriopathia
    • Arterio|pathia

    • Synonyme: -pathie

    • Englischer Begriff: arteriopathy

    Arterienerkrankung, i.e.S. als ein nichtentzündliches Geschehen (= Arteriose).

  • Arteriopathia calcificans infantum
    Arteriopathia
    • A. calcificans infantum

    im Säuglingsalter auftretende idiopathische Mediasklerose der größeren Arterien mit auch die Tunica elastica interna einbeziehender Verkalkung. Beteiligung der Herzkranzgefäße führt zu Infarktsymptomatik u. Kardiomegalie; die Prognose ist schlecht.

  • Arteriopathia pulmonalis
    Arteriopathia
    • A. pulmonalis

    • Synonyme: Bredt-Krankheit

    • Englischer Begriff: pulmonary a.

    eine rheumatische oder allergische Erkrankung der mittleren bis kleinen arteriellen Lungengefäße mit nachfolgendem Cor pulmonale.

  • Arteriorrhaphie
    • Arterio(r)rhaphie

    • Englischer Begriff: arteriorrhaphy

    Arteriennaht, s.a. Gefäßnaht; s.a. Endoaneurysmorrhaphie.

  • Arteriosclerosis
    • Arterio|sclerosis

    • Synonyme: -sklerose; Arterienverkalkung

    • Englischer Begriff: arteriosclerosis

    häufigste Systemerkrankung der Arterien (s.a. Arteriolosklerose), u. zwar als chronisch fortschreitende Degeneration (Atheromatose) mit produktiven Veränderungen der Gefäßwand (Atherosklerose). Führt zu Wandverhärtungen u. -deformierungen mit Elastizitätsverlust u. Verengung der Gefäßlichtung (durch arteriosklerotische Plaques, sekundäre Thrombosen). Ätiol. u. Pathogen.: Als bedeutsam gelten neben konstitutionellen u. Alternsfaktoren (Physiosklerose) u.a. die Lebensweise (z.B. lipidreiche Ernährung), toxische Einflüsse (Nicotin), Hypertonie, Stoffwechselleiden (z.B. Diabetes mellitus) u. chronische, z.B. rheumatische Entzündungen. Untersuchungen deuten auf einen Zusammenhang zwischen einer Infektion durch Chlamydia pneumoniae u. der Entstehung einer A. hin. Der Verdacht stützt sich auf den hohen Antikörpertiter gegen diesen Erreger bei der Mehrzahl der Herzinfarktpatienten u. auf den direkten Nachweis von Chlamydien in atheromatösen Plaques. Nach der Response-to-Injury-Theorie steht am Beginn einer A. ein Endotheldefekt, der normalerweise abheilt, bei besonderer Stärke der verursachenden Noxen jedoch zu einem Entgleisen des Stoffwechsels der Intima u. damit zum dauerhaften Durchbruch der Endothelbarriere führt. Die Theorie wurde neuerdings modifiziert in dem Sinn, dass ein Defekt nicht zwingend vorhanden sein muss u. schon eine „Aktivierung“ des Endothels ausreicht, um den nachfolgenden Sklerosierungsprozess in Gang zu setzen. Formen: Als besondere Formen gelten die zentrale A. mit typischer (u. oft alleiniger) Lokalisation in der Aorta (Aortensklerose) u. deren großen Ästen (evtl. thorakal oder abdominal betont) sowie Verläufe, bei denen einzelne Organe oder Organsysteme im Vordergrund stehen (z.B. als Koronar-, Zerebralarterien-, Nephrosklerose) oder aber v.a. die Extremitäten betroffen sind („Gänsegurgelarterien“ bei der Mönckeberg-Sklerose). Klinik: Die Gefäßeinengungen bis -verschlüsse (A. obliterans) der Arterien führen zu vielfältiger allgemeiner u. organspezifischer Symptomatik wie Abmagerung, geistige u. körperliche Leistungsschwäche bzw. Infarkte u. Malazien (v.a. an Gehirn u. Herzmuskel), Gangrän der Gliedmaßen, atrophische Schrumpfung (z.B. Schrumpfniere), Diapedeseblutung u./oder Gefäßeinrisse (Apoplexia cerebri), Aneurysmen, Embolien.

  • Arteriosklerosemittel

      Wirkstoffe, die arteriosklerotischen Gefäßveränderungen vorbeugen sollen; Wirkst.: v.a. Knoblauchextrakt bzw. -öl, Mistel u. Weißdorn; außerdem Lipidsenker (z.B. Fibrate).

    • Arteriospasmus
      • Arterio|spasmus

      • Englischer Begriff: arteriospasm; arterial spasm

      Engstellung arterieller Gefäße durch Gefäßwandverkrampfung infolge Wirkung der Vasomotoren oder durch direkte Reizung der Wandmuskulatur der Arterien u. v.a. der Arteriolen; typisch z.B. bei Raynaud-Krankheit, Embolie, Subarachnoidalblutung, Trauma oder durch Wirkung von Secale, Nicotin, Adrenalin (u. anderer Sympathomimetika).

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