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  • Accretio pericardii
    Accretio
    • A. peri|cardii

    • Synonyme: A. cor|dis

    • Englischer Begriff: accretion

    Verwachsung des äußeren Herzbeutelblattes mit der Umgebung als narbiges Ausheilungsstadium einer akuten Perikarditis. Von Bedeutung v.a. bei gleichzeitiger Concretio pericardii. Klinik: evtl. systolische Brustwandeinziehung u. frühdiastolischer Schleuderton.

  • accretus
    • ac|cretus

    • Etymol.: latein.

    angewachsen (Accretio).

  • Accrochage
    • Accrochage

    • Etymol.: franz. = Hängenbleiben, Anhängen

    • Englischer Begriff: accrochage

    Herzrhythmusstörung, bei der zwei voneinander unabhängige Schrittmacherzentren gleiche bzw. annähernd gleiche Frequenzen aufweisen. So können z.B. die sinusknotengesteuerten P-Wellen und die junktional getriggerten QRS-Komplexe über kürzere oder längere Strecken aneinander hängen, wenn bei AV-Dissoziation ein junktionaler Rhythmus (s.u. junktionale Region) in etwa der Sinusfrequenz entspricht.

  • ACD-Stabilisator
    • Englischer Begriff: A.C.D. solution

    gerinnungshemmende Lösung als Konservierungszusatz zu Nativblut (1+7) für Blutkonserven; enthält Acidum citricum purum 2,5%, Dextrose 2,34% u. Natrium citricum 2,16%.

  • ACE
    • ACE

  • ACE 1)
  • ACE 2)
    ACE
    • 2)

    Kurzform für ACE-Schema.

  • ACE-Inhibitoren
    • ACE-Inhibitoren

    • Synonyme: -Hemmer

    • Englischer Begriff: ACE inhibitors

    kompetitive Inhibitoren des Angiotensin-converting-Enzyms, das Angiotensin I in Angiotensin II überführt. Analoga der C-terminalen Peptidkette des Angiotensins I. Wirkst.: Vertreter sind z.B. Captopril, Enalapril, Lisinopril, Perindopril u. Ramipril. Wirkung: senken durch Vasodilatation Vor- u. Nachlast sowie durch Verminderung des Sympathikotonus die Herzfrequenz, die Herzgröße nimmt ab. Anw.: bei Hypertonie, Herzinsuffizienz, linksventrikulärer Dysfunktion u. diabetischer Nephropathie. NW: öfter Reizhusten, bei Therapiebeginn evtl. zu starke Blutdrucksenkung mit entspr. Symptomen, selten cholestatischer Ikterus, angioneurotisches Ödem.

  • ACE-Schema

      Abk. für Polychemotherapie mit den Zytostatika Adriamycin, Cyclophosphamid, Etoposid.

    • Acebutolol
      • Acebutolol

      ein kardioselektiver Betarezeptorenblocker; Klasse-II-Antiarrhythmikum (s.u. Antiarrhythmika).

    • Acecarbromal
      • Englischer Begriff: acecarbromal

      ein Sedativum; Hypnotikum (Bromureid).

    • Aceclofenac
      • Englischer Begriff: aceclofenac

      ein nichtsteroidales Antiphlogistikum.

    • Acemetacin
      • Acemetacin

      • Englischer Begriff: acemetacine

      Analgetikum u. Antirheumatikum (Glykolsäureester des Indometacins).

    • ACENDIO
      • Synonyme: Abk. für Association for Common European Nursing Diagnosis, Interventions and Outcomes

      • Etymol.: engl.

      Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine gemeinsame europäische Terminologie u. Taxonomie zur Beschreibung u. Klassifikation der Pflege in Form von Pflegediagnosen, -interventionen u. -ergebnissen zu entwickeln u. zu fördern. Zu ihren Zielen gehört es auch, Begriffe u. Kategorien, die zur Beschreibung der Pflegepraxis in Europa Anwendung finden, zu identifizieren, Pflegeterminologie zu validieren u. zu standardisieren, mit nationalen u. internationalen Organisationen in Europa, die an der Entwicklung einer gemeinsamen Pflegeterminologie beteiligt sind, zusammenzuarbeiten, die Aufnahme von Pflegeterminologie in nationale Datenbanken des Gesundheitswesens u. Informationssysteme in Europa zu fördern, einen Mindestdatenbestand für die Pflege (nursing minimum data set) zu entwickeln und die Forschung auf dem Gebiet der Pflegediagnosen, -interventionen u. -ergebnisse zu fördern.

    • Acephalus
      • Acephalus

      • Englischer Begriff: acephalus

      Fehlbildung mit nicht vorhandenem oder nur rudimentärem Kopf; meist kombiniert mit weiteren Fehlbildungen.

    • Acephalus paracephalus
      Acephalus
      • A. paracephalus

      A. mit rudimentärem Schädel ohne Hirn (Anenzephalie).

    • Acervulus cerebri
      • Acer|vulus (cerebri)

      der weißgelb-bräunliche, oft maulbeerförmige „Hirnsand“ (aus Glucoproteiden, Calcium- u. Magnesiumsalzen); v.a. in der Epiphyse (Corpus pineale) u. im Plexus choroideus. Bedeutung unbekannt.

    • Acet...
      • Acet...

      Wortteil „Essig“ (Acetum).

    • Acetabulum
      • Ace|tabulum

      • Synonyme: Azetabulum

      • 1)
        die napfförmige Vertiefung des Hüftbeins als „Pfanne“ des „Hüftgelenks“... (mehr)
      • 2)
        der Saugnapf des Bandwurmkopfes (Scolex)... (mehr)
    • Acetabulum 1)
      Acetabulum
      • 1)

      • Fach: Anatomie

      die napfförmige Vertiefung des Hüftbeins als „Pfanne“ des „Hüftgelenks“ (Articulatio coxae); s.a. Pfannen...

    • Acetabulum 2)
      Acetabulum
      • 2)

      • Englischer Begriff: acetabulum

      der Saugnapf des Bandwurmkopfes (Scolex).

    • Acetal
      • Ace|tal

      • Englischer Begriff: acetal

      Abbildung

      ein durch Kondensationsreaktion zwischen einem Alkohol u. einem Aldehyd in 2 Stufen entstehender Verbindungstyp (Halb- bzw. Vollacetal).

    • Acetaldehyd
      • Acet|aldehyd

      • Synonyme: CH3·CHO; H3C·CHO; Äthanal

      • Englischer Begriff: acetaldehyde

      brennbare Flüssigkeit mit stechendem Geruch. Metabolit im Intermediärstoffwechsel, gebildet durch Decarboxylierung von Brenztraubensäure bei der Glykolyse. MAK: 50 ml/m3 (50 ppm) bzw. 90 mg/m3.

      • A., aktiver
        A., der von Thiaminpyrophosphat-Enzymen gebildet u. übertragen wird... (mehr)
    • Acetaldehyd-Syndrom
      • Acetaldehyd-Syndrom

      • Englischer Begriff: acetaldehyde syndrome

      sekundäres Vergiftungsbild nach Verzehr der als Speisepilz geltenden Tintlinge (Coprinus atramentarius u. comatus; auch Boletus luridus) bei gleichzeitigem Alkoholgenuss (dessen Abbau gestört wird). Klinik: Vergiftungssymptome sind intensive Rötung von Gesicht u. Brustkorb, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Atem-, Pulsbeschleunigung; dabei klares Sensorium; Spontanrückbildung nach 20–24 Std. – Wahrscheinlich nicht durch Acetaldehyd, sondern durch ein toxisches Reaktionsprodukt hervorgerufen. pharm Ein entsprechender Effekt wird bei Disulfiram zur Alkoholentwöhnung genutzt.

    • Acetaldehyd, aktiver
      Acetaldehyd
      • A., aktiver

      • Englischer Begriff: activated a.

      A., der von Thiaminpyrophosphat-Enzymen gebildet u. übertragen wird.

    • Acetalphosphatide
      • Acetal|phosphatide

      • Synonyme: Plasmalogene

      • Englischer Begriff: acetal phosphatides

      Lipoide, die anstelle höherer Fettsäuren (Stearin-, Palmitinsäure) deren Aldehyde enthalten (wodurch sie eine positive Feulgen-Plasmalreaktion bieten). In Gehirn, Muskelgewebe, Leber, Blut, Spermatozoen nachgewiesen.

    • Acetaminophen
      • Acetaminophen

      • Englischer Begriff: acetaminophen

      Paracetamol.

    • Acetat
      • Ace|tat

      • Synonyme: Azetat

      • Englischer Begriff: acetate

      Salz der Essigsäure; s.a. Acetyl-Coenzym A.

    • Acetazolamid
      • Englischer Begriff: acetazolamide

      ein Carboanhydrasehemmer.

    • Acetessigsäure
      • Acet|essig|säure

      • Synonyme: CH3·COCH2·COOH

      • Englischer Begriff: acetoacetic acid

      eine natürliche, unbeständige (Zerfall in CO2 u. Aceton) β-Carbonsäure. Entsteht im Intermediärstoffwechsel aus ketoplastischen Aminosäuren u. im Fettstoffwechsel; vermehrt u.a. bei Diabetes mellitus (zusammen mit Aceton, im Präkoma auch mit β-Hydroxybuttersäure), acetonämischem Erbrechen.

    • Acetoacetat
      • Aceto|acetat

      • Englischer Begriff: acetoacetate

      Salz bzw. Anion der Acetessigsäure.

    • Acetobacter aceti
      • Aceto|bacter ace|ti

      • Englischer Begriff: Acetobacter aceti

      in Essig, vergärenden Früchten vorkommende Stäbchenbakterien.

    • Acetomorphin
      • Aceto|morphin

      • Englischer Begriff: diamorphine; acetomorphine

      Diacetylmorphin (= Heroin).

    • Aceton
      • Aceton

      • Synonyme: Azeton; Dimethylketon; Propanon; CH3·CO·CH3 = H3C·CO·CH3

      • Englischer Begriff: acetone; dimethyl ketone

      Abbildung

      das chemisch einfachste Keton; farblos, mit Wasser mischbar, flüchtig, leicht brennbar, im Luftgemisch explosibel. Wird im Intermediärstoffwechsel aus Acetoacetat gebildet u. über den Citratzyklus abgebaut. Tritt vermehrt auf z.B. bei Fasten, Hungern, Stoffwechselstörungen der Kohlenhydrate (Diabetes mellitus: „Ketosis“), acetonämischem Erbrechen, hypochlorämischem Syndrom. Vorkommen zus. mit Acetessigsäure u. β-Hydroxybuttersäure (Ketonkörper; Formel) im Harn (Acetonurie), Blut (Acetonämie; stets mit Alkalireserve < 50%) u. Atem (Obstgeruch!). Nachweis u.a. durch Legal-Probe. MAK: 1000 ml/m3 (1000 ppm) bzw. 2400 mg/m3.

    • Acetonämie
      • Aceton|ämie

      • Synonyme: Ketonämie

      • Englischer Begriff: acetonemia; ketonemia

      erhöhter Gehalt an Ketonkörpern im Blut (s.u. Aceton). S.a. acetonämisches Erbrechen.

    • acetonämisches Erbrechen
      • aceton|ämisches Erbrechen

      • Englischer Begriff: acetonemic vomiting

      wiederholtes, anfallsweises Erbrechen mit Ketonämie. Ätiol.: Vorkommen v.a. bei psychisch u. vegetativ labilen Kleinkindern, ausgelöst u.a. durch Diätfehler, Nahrungsmittelallergie, Wurmbefall, Infekt. Klinik: Nach anfänglichen Kopfschmerzen mit Appetitlosigkeit u. Übelkeit kommt es zu Acetonausscheidung in Atemluft u. Harn u. zu heftigem, meist unstillbarem Erbrechen (evtl. Hämatemesis), Apathie, vertiefter Atmung, Exsikkose; es besteht eine metabolische, mit Acetonvermehrung einhergehende Azidose infolge Überangebots u. unzureichender Verwertung des Acetyl-CoA bei gesteigerter Fettmobilisation, evtl. auch eine Hypokaliämie. Übergang in ein ketonämisches Koma ist möglich.

    • Acetonkörper
      • Aceton|körper

      • Englischer Begriff: ketone bodies

      Ketonkörper; s.a. Aceton.

    • Acetonurie
      • Aceton|urie

      • Synonyme: Ketonurie

      • Englischer Begriff: acetonuria; ketonuria

      Auftreten übernormaler Mengen von Ketonkörpern (s.u. Aceton) im Harn, z.B. bei Diabetes mellitus.

    • Acetum
      • Ace|tum

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: acetum; vinegar

      • Fach: Chemie

      „Essig“, ca. 5%ige wässrige Essigsäure-Lsg. Als Gärungsessig (vergorener Sprit) oder verdünnter Kunstessig aus konzentrierter Essigsäure (Acidum aceticum).

    • Acetyl-
      • Synonyme: CH3CO-

      der Essigsäurerest. S.a. Acetyl-Coenzym A.

    • Acetyl-Coenzym A
      • Acetyl-Coenzym A

      • Synonyme: Acetyl-CoA; H3C·CO~S·CoA

      • Englischer Begriff: acetyl-coenzyme A

      Abbildung

      die wichtigste Coenzym-A-Verbindung („A“ für Acetylierung), bei der ein Essigsäurerest (CH3CO- = Acetylgruppe) energiereich an die SH-Gruppe des Cysteamin-Anteils des Coenzyms A gebunden ist. Wird wegen des hohen Übertragungspotentials (energiereicher als ATP) auch als „aktivierte Essigsäure“ = „aktiviertes Acetat“ bezeichnet. Stellt – in Mitochondrien gebildet – im Intermediärstoffwechsel allgemein für Biosynthesen C2-Bruchstücke (als Acetylreste) zur Verfügung u. ist Ausgangsstoff für den Citratzyklus. Ist selbst Endprodukt des Stoffwechsels der Kohlenhydrate, der Amino- u. der Fettsäuren (bei β-Oxidation); s.a. Acetoacetat. Bedeutsam für die Biosynthese von Acetylcholin.

    • Acetyl-epsilon-aminocapronsäure
      • Synonyme: AεACA (Abk.)

      • Englischer Begriff: acetyl-epsilon-aminocaproic acid

      obsoleter Hemmstoff der Fibrinolyse.

    • Acetylaminonitropropoxybenzen
      • Acetyl|amino|nitro|prop|oxy|benzen

      ein Analgetikum; Anw. als Mund- u. Rachentherapeutikum.

    • Acetylcholin
      • Acetyl|cholin

      • Englischer Begriff: acetylcholine

      Abbildung

      der leicht hydrolysierbare Essigsäureester des Cholins. Ein biogenes Amin (quartäre Ammoniumbase) in Pflanzen u. Tieren u. ein enzymatisch reguliertes Gewebshormon im menschlichen Körper. Wird im präsynaptischen Teil bestimmter Nervenfasern aus Cholin u. Acetyl-CoA biosynthetisiert durch Cholinacetyltransferase; ist als Neurotransmitter wirksam an cholinergen Synapsen (des Parasympathikus u. aller präganglionären Sympathikusfasern; Abb.) u. an den motorischen Endplatten. Wird hierzu aus präsynaptischen Vesikeln durch das eintreffende Aktionspotential mittels Exozytose freigesetzt zur Reaktion mit Rezeptoren der postsynaptischen Membran (Cholinozeptoren): Es resultiert eine Änderung der Ionenpermeabilität (Ca2+, Na+, K+); bei primärer Zunahme der Leitfähigkeit von Na+ resultieren Depolarisation u. – bei Überschreitung der Membranschwelle – ein Aktionspotential = Erregung (an Ganglienzellen, glatter Darmmuskulatur, Endplatten) oder aber – bei primärer Zunahme der Kaliumionen-Permeabilität – Hyperpolarisation u. damit Hemmung (z.B. an Schrittmacherzellen des Herzens, Gefäßmuskulatur). – Wird durch Acetylcholinesterase gespalten in Cholin (wird rückresorbiert in das Neuron) u. in Essigsäure (wird hämatogen abtransportiert). Die pharmakol. Wirkung ist nicotinartig an n-Cholinozeptoren (der Ganglienzellen des Sympathikus u. Parasympathikus; der Endplatten), muscarinartig an den m-Rezeptoren der Zellen der Zielorgane des Parasympathikus. Effekte: Herzfrequenzverlangsamung (über Sinusknoten) mit Abnahme der Kontraktionskraft der Vorhöfe sowie der AV-Überleitung, Erschlaffung der Gefäßmuskulatur (Blutdruckabfall), Kontraktion glatter Muskulatur (Bronchien, Darm, Uterus; ferner Blasendetrusor u. Mm. sphincter u. dilatator pupillae; mit Miosis bzw. Nahsichteinstellung der Linse), Zunahme der Sekretion der Speichel-, Bronchial-, Darm- sowie der Schweißdrüsen; ferner – über präganglionäre Fasern des Sympathikus – NNM-Stimulierung (Adrenalin-, Noradrenalinfreisetzung). Hemmung der A.-Aktivität ist möglich z.B. durch Triethylcholin u. Diethylaminoethanol (Synthesehemmung), Botulinus-Toxin, Ca2+-Mangel bzw. Mg2+-Überschuss (Freisetzungshemmung), Curare, Hexamethonium, Atropin (Hemmung der Reaktion mit n- bzw. m-Cholinozeptoren [Letzteres als Atropin-Effekt]); durch Hemmung des natürlich freigesetzten A.; Physo- u. Neostigmin; durch Phosphorsäureester Abbaustörung. Vergiftung (meist als Autointoxikation, z.B. nach suizidaler Einnahme von Phosphorsäureestern, die als Hemmstoffe der Acetylcholinesterase wirken) äußert sich in Vagotonie mit Durchfall, Harnabgang, Speichel-, Tränenfluss („blut. Tränen“), reichlicher Bronchialschleimabsonderung, Schweißausbrüchen, Bradykardie, Miosis, Bronchialkrämpfen u. Krampfanfällen, Atemlähmung. Gegenmittel: Atropin.

    • Acetylcholinesterase
      • Acetylcholin|esterase

      • Synonyme: AChE (Abk.)

      • Englischer Begriff: acetylcholinesterase

      echte Cholinesterase; Enzym, das die Spaltung von Acetylcholin zu Cholin u. Acetat katalysiert.

    • Acetylcholinesterase-Hemmer
      • Acetylcholinesterase-Hemmer

      • Synonyme: (Cholin-)Esterasehemmer; Acetylcholinesterase-Inhibitoren; AChEI (Abk.)

      • Englischer Begriff: acetylcholinesterase inhibitors

      Substanzen, die die Wirkung der Acetylcholinesterase hemmen u. damit als „Blocker“ des Acetylcholin-Abbaus eine Acetylcholin-Anreicherung bewirken („indirekte Parasympathomimetika“). Als Typ A (Acetylcholin-ähnlich, reversibel) Verbindungen mit quartärem Stickstoff (Carbaminsäureester); z.B. Physostigmin (Eserin), Neostigmin (Prostigmin®), Rivastigmin, Donepezil, Tacrin; als Typ B (Phosphorsäureester, irreversibel wirkend) Insektizide, z.B. TEPP, Nitrostigmin (E 605®).

    • Acetylcholinomimetika
      • Acetylcholino|mimetika

      • Englischer Begriff: acetylcholinomimetics

      ältere Bez. für Parasympathomimetika.

    • Acetylcholinrezeptor-Antikörper
      • Acetylcholin|rezeptor-Antikörper

      • Englischer Begriff: acetylcholine receptor antibodies

      Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren (Cholinozeptoren); Nachweis ist ein diagnost. Kriterium der Myasthenia gravis.

    • Acetylcholinvergiftung
      • Acetylcholin|vergiftung

      s.u. Acetylcholin.

    • Acetylcystein
      • Acetylcystein

      • Englischer Begriff: (N-)acetylcysteine

      Expektorans, dessen aktiver Metabolit Cystein das zähe Bronchialsekret verflüssigt (Spaltung von Disulfidbrücken); Anw. auch als Antidot bei Paracetamol-Vergiftung.

    1890