Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Bad, ansteigendes
    Bad  >  Bad 2)
    • B., ansteigendes

    • Englischer Begriff: rising temperature b.

    Bad mit allmählicher Wassertemperaturerhöhung von ca. 35 auf 40/45 °C, u. zwar als Fuß- oder Armbad n. Schwenninger-Hauffe oder als Sitz-, Halb- oder Vollbad zur Erzielung einer örtlichen u. sich reflektorisch weiter ausbreitenden (konsensuellen) Hyperämie ohne Wärmeschock sowie evtl. als Überwärmungsbad.

  • Bad, gashaltiges
    Bad  >  Bad 2)
    • B., gashaltiges

    v.a. Kohlensäurebäder; Anw. bei Durchblutungsstörungen, trophischen Störungen u. Dystrophien.

  • Bad, hydroelektrisches
    Bad  >  Bad 2)
    • B., hydro|elektrisches

    Voll- oder Teilbad unter Einleitung von Gleich- oder Wechselstrom in die Badewanne mittels Elektrode, v.a. als Anoden-, Zwei-, Vierzellen-, Stanger-Bad. Anw. v.a. bei schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates.

  • Bad, medizinisches
    Bad  >  Bad 2)
    • B., medizinisches

    • Englischer Begriff: medicated b.

    Bad unter Nutzung therapeutisch wirksamer Zusätze.

  • Bad, radioaktives
    Bad  >  Bad 2)
    • B., radio|aktives

    • Englischer Begriff: radioactive b.

    z.B. das Radiumemanationsbad (s.a. Radonquelle).

  • Badedermatitis
    • Bade|dermatitis

    • 1)
      Hautentzündung (Dermatitis) als „Badeausschlag“ bald nach Beginn einer... (mehr)
    • 2)
      Badekrätze... (mehr)
  • Badedermatitis 1)
    Badedermatitis
    • 1)

    Hautentzündung (Dermatitis) als „Badeausschlag“ bald nach Beginn einer Badekur mit Anw. v.a. saurer u. schwefelhaltiger Thermen; klingt erst nach Kurende ab.

  • Badedermatitis 2)
  • Badekrätze
    • Bade|krätze

    • Synonyme: Strandbaddermatitis

    • Fach: Dermatologie

    • 1)
      Lichtdermatitis infolge feuchtigkeitsbedingten Kontaktes mit Wiesenkräutern... (mehr)
    • 2)
      Schistosomendermatitis... (mehr)
  • Badekrätze 1)
    Badekrätze
    • 1)

    Lichtdermatitis infolge feuchtigkeitsbedingten Kontaktes mit Wiesenkräutern u. Gräsern u. nachfolgender Sonnenbestrahlung.

  • Badekrätze 2)
    Badekrätze
    • 2)

    • Englischer Begriff: swimmer's dermatitis; s.'s itch

    Schistosomendermatitis.

  • Bäderheilkunde
    • Bäderheil|kunde

    • Synonyme: -lehre

    Balneologie.

  • Badezusätze
    • Englischer Begriff: bath preparations

    Balneotherapeutica.

  • Baelz-Syndrom
    • (v.-)Baelz-Syndrom

    • Englischer Begriff: Baelz's disease

    • Biogr.: Erwin v. B., 1849–1913, Internist, Stuttgart, Tokio

    eine vermutlich infektiöse Lippenentzündung mit körnchenförmiger Anschwellung der Lippenschleimdrüsen, Speichelfluss u. – später – Geschwürbildungen.

  • Baer-Bläschen
    • (v.-)Baer-Bläschen

    • Englischer Begriff: Baer's vesicle

    • Biogr.: Karl Ernst v. B., 1792–1876, russ. Anatom

    Sekundärfollikel des Ovars (Folliculi ovarici secundarii).

  • Baer-Handgriff
    • Baer-Handgriff

    • Englischer Begriff: Baer maneuver

    • Biogr.: J. L. B., Gynäkologe, Chicago

    • Fach: Geburtshilfe

    das – bes. bei schlaffen Bauchdecken, Rektusdiastase – angewendete Herauspressen der gelösten Plazenta durch beidhändige Bauchdeckenraffung in der Mittellinie, d.h. durch passive Verkleinerung des Bauchraumes u. Stärkung der Bauchpresse ohne direkten Druck auf den Uterus. S.a. Credé-Handgriff.

  • Baeyer
    • v. Baeyer

    • Biogr.: Hans Ritter v. B., 1875–1941, Orthopäde, Heidelberg

    • B.-Feder
      am Schuh zu befestigende Metallschiene mit einem zur Schuhspitze ziehenden... (mehr)
    • B.-Operation
      schräge, subtrochantäre Femurosteotomie u. Einstellung des unteren Fragmentes... (mehr)
  • Baeyer-Feder
    Baeyer
    • B.-Feder

    • Synonyme: Fibularisfeder

    am Schuh zu befestigende Metallschiene mit einem zur Schuhspitze ziehenden Spiralfederzug als Hilfsmittel bei Spitzfuß (infolge Peroneuslähmung).

  • Baeyer-Operation
    Baeyer
    • B.-Operation

    • Synonyme: v. B.-Lorenz-Bifurkationsoperation

    • Englischer Begriff: Lorenz operation

    schräge, subtrochantäre Femurosteotomie u. Einstellung des unteren Fragmentes gegen die Hüftpfanne. Früher häufig durchgeführte Operation bei veralteter angeborener Hüftgelenkluxation.

  • Bäfverstedt-Syndrom
    • Bäfverstedt-Syndrom

    • Synonyme: Lymphadenosis cutis benigna

    • Englischer Begriff: Bäfverstedt's syndrome

    • Biogr.: Bo B., schwed. Dermatologe

    Abbildung

    vereinzelte oder zahlreiche knotige oder flächenhafte (evtl. geschwürige), bläuliche, gutartige lymphozytäre Hautinfiltrate, bestehend aus lymphoretikulärem Granulationsgewebe (s. Abb.). Auftreten nach Zeckenbiss (z.B. parallel mit Erythema chronicum migrans), nach Traumen oder Virusinfektion. S.a. Lyme-Krankheit.

  • Bag-in-Bag-System
    • Bag-in-Bag-System

    • Etymol.: engl. bag = Beutel

    • Englischer Begriff: respiratory circuit

    pneumatisches Kopplungssystem zwischen Narkoseapparat u. Beatmungsgerät.

  • Bagassosis
    • Ba|gas|so|sis

    • Englischer Begriff: bagassosis

    eine meist gewerbliche, vorwiegend gutartige Staublungenerkrankung als Folge der Einatmung des von Aktinomyzeten durchsetzten Staubs von Extraktionsrückständen des Zuckerrohrs („Bagasse“). Tritt akut auf als Bronchiolitis u. Bronchopneumonie; evtl. Übergang in eine Fibrose. Grundlage ist eine exogen allergische Alveolitis.

  • Bagatellschwelle
    • Englischer Begriff: trifle threshold

    Konzentration eines Schadstoffs, bei deren Unterschreitung umweltpolitische Maßnahmen nicht erforderlich sind; Begriff aus der Umweltmedizin, der hauptsächlich in den USA u. den Niederlanden gebraucht wird.

  • Bagdad-Beule
    • Bagdad-Beule

    Hautleishmaniose.

  • Bagolini-Lichtschweiftest
    • Bagolini-Lichtschweiftest

    • Englischer Begriff: Bagolini' s test

    Prüfung des binokularen Einfachsehens mit Hilfe von Plangläsern. Die Gläser tragen Parallelstreifungen, die für beide Augen in verschiedenen Richtungen verlaufen.

  • Bahn
    • Englischer Begriff: nerve tract

    • Fach: Anatomie

    nervales Leitungssystem, Tractus; s.a. Fibrae, Radiatio.

  • Bahnung
    • Englischer Begriff: facilitation

    • Fach: Physiologie

    Förderung von Leistungen bzw. Erregungsprozessen des Zentralnervensystems durch zusätzliche Erregungsabläufe; als räumliche B. die gegenseitige Förderung der Übertragung von Impulsen, die – über verschiedene Nervenfasern laufend – an der gleichen Nervenzelle zusammentreffen; als zeitliche B. die Förderung von Impulseffekten durch zuvor über den gleichen Neuriten zur gleichen Nervenzelle gelaufene Impulse, wobei sich an der postsynaptischen Zelle unterschwellige Impulse verschiedenen Ursprungs zeitlich addieren können.

  • Baillarger-Zeichen
    • Baillarger-Zeichen

    • Englischer Begriff: Baillarger's sign

    • Biogr.: Jules Gabriel F. B., 1809–1890, Psychiater, Paris

    • Fach: Neurologie

    Anisokorie bei progressiver Paralyse.

  • Bailliart-Index
    • Bailliart-Index

    • Englischer Begriff: Bailliart index

    • Biogr.: Paul B., 1877–1969, Augenarzt, Chicago

    das Verhältnis des (mit dem Ophthalmodynamometer gemessenen) Netzhautarteriendruckes zum peripheren diastolischen Blutdruck; normal 1:2 (= 0,5), erhöht bei Glomerulonephritis, essentiellem Hochdruck.

  • BAIN-System
    • Bain-System

    Narkose-Beatmungsgerät zur Anwendung in der Kinderanästhesie; dabei wird das Frischgas durch eine enge Röhre in den Exspirationsschlauch geführt.

  • Bainbridge-Reflex
    • Bainbridge-Reflex

    • Englischer Begriff: Bainbridge reflex

    • Biogr.: Francis Arthur B., 1876–1921, Physiologe, London

    Beschleunigung der Herzfrequenz u. Blutdruckanstieg infolge Druckerhöhung im re. Herzvorhof u. in den herznahen Venen bei ungenügendem Herzminutenvolumen; Ausdruck einer reflektorischen Vagushemmung; möglicherweise aber kein Reflex, sondern eine durch Dehnungsreize bedingte Änderung der Autorhythmie des Sinusknotens.

  • Bajonettfinger
    • Bajonett|finger

    • Englischer Begriff: bayonet finger

    Fehlhaltung der dreigliedrigen Finger i.S. einer Überstreckung im Mittelgelenk u. Beugung im Endgelenk.

  • Bajonettstellung
    • Bajonett|stellung

    • Synonyme: Fourchette|stellung; Gabelrückenstellung

    • Englischer Begriff: bayonet deformity

    Abbildung

    Fehlstellung der Hand als Folge einer sog. typischen Radiusfraktur (Colles-Fraktur) mit Dislokation: Die Hand ist derart speichenwärts verschoben, dass die Vorderarmachse nicht durch den Mittelfinger zu verlängern ist, sondern ellenseitig vorbeigeht (meist durch den Ringfinger). Daraus resultiert sowohl bei seitlicher wie auch bei Betrachtung von oben eine bajonettförmige Stellung. S.a. Abb.

  • BAK
    • Englischer Begriff: BAC

    Abk. für Blutalkohol(konzentration).

  • Baker-Zyste
    • Baker-Zyste

    • Englischer Begriff: Baker's cyst

    • Biogr.: William Morrant B., 1839–1896, Chirurg, London

    Abbildung

    Exsudations-Zyste (Hygrom) in der Kniekehle (als Folge einer Synovitis der Kniegelenke), die auch bis in die Wade absacken u. dann dort den venösen Abfluss stören kann („Pseudothrombophlebitis“).

  • Bakey
    • de Bakey

    s.u. DeBakey.

  • Bakt...

      s.a. Bact...

    • Bakteriämid
      • Bak|te|ri|ämid

      bakteriotoxisch oder metastatisch bedingte Hautveränderungen bei einer Bakteriämie.

    • Bakteriämie
      • Bakteri|ämie

      • Englischer Begriff: bacteremia

      • Fach: Pathologie

      das – zeitweilige – Kreisen von Bakterien im Blut nach deren Eindringen in die Blutbahn aus eitrig-entzündlichen Krankheitsherden. Führt je nach Zahl u. Virulenz der Erreger u. Abwehrlage des Organismus evtl. zu Folgekrankheiten. – s.a. Pyämie, Sepsis.

    • Baktericidine
      • Bakteri|cidine

      • Synonyme: Bakteriozidine

      • Englischer Begriff: bacteriocidins

      • Fach: Immunologie

      natürliche Schutzstoffe des Serums (z.B. Komplement, Antikörper), die durch Zytolyse, Phagozytosebegünstigung etc. wirken; s.a. Bakteriocine.

    • Bakterid
      • Bakte|rid

      • Englischer Begriff: bacterid

      • Fach: Dermatologie

      ein „Ausschlag“ (Exanthem) als Ausdruck einer allergisch bedingten Hautreaktion gegen Bakterien u. deren Produkte, i.e.S. das pustulöse B. (Andrews-Syndrom). S.a. Id-Reaktion.

    • bakteriell
      • bakteriell

      • Englischer Begriff: bacterial

      Bakterien betreffend, durch Bakterien verursacht; z.B. b. Ruhr (Bakterienruhr), b. Schock (Schock, septischer).

    • Bakterien
      • Bak|te|ri|en

      • Englischer Begriff: bacteria

      kleinste einzellige Mikroorganismen (Prokaryonten, niedere Protisten), die sich durch Spaltung vermehren („Spaltpilze“ = Schizomyzeten); sie sind meist frei von Chlorophyll u. Plastiden, jedoch ausgestattet mit einem Kernäquivalent (Nucleoid) anstelle des chromosomenhaltigen Kerns der Karyonten u. mit einer hochdifferenzierten Zellwand sowie mit Ribosomen, Geißeln u. Fimbrien, als „bekapselte“ B. ferner mit einer (Schleim-)Kapsel. Sie sind kugelig, stäbchenförmig oder schraubig (Kokken bzw. Spirillen). – Sie werden unterschieden nach der Art der Energiegewinnung als – obligat oder fakultativ – aerobe u. anaerobe B. (Aerobier bzw. Anaerobier); ferner als geißellose = atriche B. bzw. – nach ihrer Begeißelung – als lophotriche B. u. als peritriche B. (mit endständigem Geißelbündel bzw. Geißeln an beiden Seiten). Sie sind z.T. faden- = filamentbildend (sich kettenförmig aneinander reihend). – s.a. Bakterien..., Bakterio...; die Einteilung der Bakterienklassifikation wird im Bergey Manual of Systematic Bacteriology veröffentlicht.

      • B., hämophile
        Bakterien, welche als Zusatz zum Kulturmedium Blut benötigen... (mehr)
      • B., lysogene
        B., welche die erbliche Fähigkeit besitzen, genetisches Material temperenter... (mehr)
      • B., parasitische
        B., die als Parasiten auftreten, entweder als Kommensalen (= kommensalische... (mehr)
      • B., säurefeste
        B., die im Ektoplasma wachsartige Substanzen enthalten u. nicht mit den... (mehr)
    • Bakterien, haemophile
      Bakterien
      • B., hämo|phile

      • Englischer Begriff: hemophilic b.

      Bakterien, welche als Zusatz zum Kulturmedium Blut benötigen.

    • Bakterien, lysogene
      Bakterien
      • B., lysogene

      • Englischer Begriff: lysogenic b.

      B., welche die erbliche Fähigkeit besitzen, genetisches Material temperenter Phagen (Bakteriophagen) als sog. „Prophagen“ an ihr Genom zu binden (zu „assoziieren“), die Phagen mit zu vermehren (zu „replizieren“) u. – spontan oder induziert – unter Eigenauflösung (Lysis) freizusetzen.

    • Bakterien, parasitische
      Bakterien
      • B., parasitische

      • Englischer Begriff: parasitic b.

      B., die als Parasiten auftreten, entweder als Kommensalen (= kommensalische Saprophyten) oder aber als Krankheitserreger (pathogene B.).

    • Bakterien, saeurefeste
      Bakterien
      • B., säurefeste

      • Englischer Begriff: acid-fast b.

      B., die im Ektoplasma wachsartige Substanzen enthalten u. nicht mit den üblichen Anilin-Farbstoffen anfärbbar sind, sondern nur mit Carbolfuchsin, das sie auch bei anschließender Säure- oder Alkoholbehandlung nicht wieder abgeben („Säure-“ bzw. „Alkoholfestigkeit“), z.B. die Mycobacterien, Nocardia.

    • Bakterienagglutination
      • Bakterien|agglutination

      • Englischer Begriff: bacterial agglutination

      die auf einer Antigen-Antikörper-Reaktion basierende Zusammenballung (Agglutination) von Bakterien. Als spezifische Typen werden die H-, K-, O- u. Vi-Agglutination unterschieden (der Reaktionspartner des Antikörpers ist bei begeißelten Bakterien O- u. H-Antigen, bei unbegeißelten nur das O-Antigen; bezüglich der anderen Typen K- u. Vi-Antigen). Die Reaktion ist wichtig für die Identifizierung von Bakterienstämmen, z.B. der Gattung Salmonella, mit Hilfe des bekannten Antiserums; s.a. Gruber-Reaktion, Bakterienantigen.

    • Bakterienantagonismen
      • Bakterien|antagonismen

      s.u. Antibiose, Bakterienflora.

    • Bakterienantigen
      • Bakterien|antigen

      • Englischer Begriff: bacterial antigen

      Abbildung

      Erregersubstanzen mit Antigeneigenschaft. Meist Polysaccharide (der Kapsel-Substanz), die die Bildung spezifischer Antikörper auslösen (s.a. Bakterienagglutination). Von Bedeutung sind v.a. die Kapselantigene A, B, L, O, K, M, T0 der gramnegativen Bakterien (s. Abb.). S.a. Bakterienproteine.

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