Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Betazelle 1)
    Betazelle
    • 1)

    • Englischer Begriff: beta cell

    • Fach: Histologie

    B-Zellen.

  • Betazelle 2)
    Betazelle
    • 2)

    künstliches Pankreas.

  • Betelkauen
    • Betel|kauen

    • Englischer Begriff: betel nut chewing

    in Südostasien verbreiteter Genuss von Betelbissen, hergestellt aus Samen der Betelnuss [Semen Arecae], Kalk u. Pflanzenextrakten; die in der Nuss enthaltenen parasympathomimet. Alkaloide wirken stimmungsanregend. Chronischer Gebrauch führt zu tiefschwarzer Mund- u. Zahnverfärbung, Gebissschäden, evtl. zu Betelnuss-Tumoren (Fibrom, Sarkom, Karzinom), Speicheldrüsenzysten.

  • Bethanechol
    • Englischer Begriff: bethanechol

    ein direktes Parasympathomimetikum; Anw. als Mittel gegen Blasenatonie.

  • Bethesda-Ballerup-Gruppe
    • Fach: Bakteriologie

    Citrobacter.

  • Betreuung

      das seit dem 1. 1. 1992 gültige Betreuungsgesetz löste das Vormundschafts- (mit Entmündigung) u. Pflegschaftsrecht (mit Pflegschaft) für Erwachsene ab. Ein Volljähriger kann aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung auf Bestellung des Vormundschaftsgerichts einen Betreuer erhalten, wenn er seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen kann. Auch ein Angehöriger kann als Betreuer eingesetzt werden. Die B. steht erst an letzter Stelle der Hilfen, wenn ambulante u. rehabilitierende Maßnahmen nicht mehr helfen. Der Betreuer ist verpflichtet, den Hilfsbedürftigen im erforderlichen Umfang persönlich zu betreuen, er hat den Wünschen zu entsprechen, soweit dies dem Wohl des Hilfsbedürftigen nicht zuwiderläuft u. dem Betreuer zuzumuten ist. Er darf nur für Aufgabenkreise bestellt werden, in denen die B. unbedingt notwendig ist. Die Geschäftsfähigkeit bleibt von der Bestellung der Betreuung, die nur für Aufgabenkreise (Aufenthaltsbestimmungsrecht, Zuführung zur ärztlichen Behandlung, Vermögenssorge usw.) eingerichtet wird, unberührt. Zur Beratung u. zur Gewinnung geeigneter Betreuer haben die Städte u. Gemeinden Betreuungsbehörden einzurichten.

    • Betriebsarzt
      • Be|triebs|arzt

      • Englischer Begriff: occupational physician

      Werksarzt.

    • Betriebsmedizin
      • Betriebs|medizin

      medizinischer Bereich, der sich mit der Prävention u. Erkennung von durch das Arbeitsgeschehen verursachten Erkrankungen sowie Maßnahmen zur Unfallverhütung befasst. Ärzte können nach entsprechender Weiterbildung diese Zusatzbezeichnung erwerben.

    • Betriebsunfall
      • Betriebs|unfall

      Arbeitsunfall. Die Behandlung erfolgt unter Beachtung der berufsgenossenschaftlichen Richtlinien.

    • Bett
    • Bettnässen
      • Bett|nässen

      • Englischer Begriff: bed wetting

      Enuresis.

    • Betulae folium
      • Synonyme: Birkenblätter

      Abbildung

      Blätter der Hängebirke (= Gewöhnliche Birke) oder Moorbirke (= Behaarte Birke), die als Heilpflanzenbestandteil nachgewiesene Wirkung bei Harnwegsinfektionen u. Nierengrieß haben u. unterstützend bei rheumatischen Beschwerden wirken.

    • Betz-Riesenzellen
      • Betz-Riesenzellen

      • Englischer Begriff: Betz cells

      • Biogr.: Wladimir A. B., 1834–1894, russ. Anatom

      die größten Pyramidenzellen des Neocortex (in Schicht V); Axone dieser Zellen z.T. als Fasern des Tractus corticospinalis.

    • Beugekontraktur
      • Beuge|kontraktur

      • Englischer Begriff: flexion contracture

      die Teil- bis Vollversteifung eines Gelenkes in Beugestellung z.B. als Folgezustand einer langzeitigen Inaktivität bzw. Hypertonie (spastische B.) der Muskulatur. Zunächst nur als Streckhemmung, d.h. mit Restbeugevermögen. – s.a. Kontraktur.

    • Beuger
      • Beuger

      • Englischer Begriff: flexors

      • Fach: Anatomie

      Musculi flexores.

    • Beugereaktion
      • Beuge|reaktion

      • Englischer Begriff: flexion reaction; flexor response

      • Fach: Neurologie

      eine bei passiver Zehen- u. Fußbeugung auftretende reaktive Beugung des Unter- u. Oberschenkels (= kinetische B.) mit anschließender Streckhemmung (= statische B.). Sie tritt infolge Störung der Tonusverteilung bei Klein-, Stamm-, Schläfen- oder Stirnhirnerkrankung auf. Analog auch als atonisches Einknicken am Arm. – s.a. Streck-, Stützreaktion.

    • Beugereflex
      • Beuge|reflex

      • Synonyme: Beuger|syn|ergie

      • Englischer Begriff: flexor reflex; flexor synergism

      endo- oder exogen ausgelöster Fremdreflex als tonische Muskelkontraktion der Beuger einer oder mehrerer Extremitäten, evtl. kombiniert mit einer Streckreaktion der Gegenseite. Ein phylogenetisch alter Abwehr- bzw. Fluchtreflex, z.B. als Kernig-Zeichen oder als Bauchdeckenspannung mit Beugung der Beine bei Peritonitis; als pathologisch enthemmter B. bei Pyramidenbahnschädigung u. als Massen-B. (spinale Automatismen) sowie als z.B. Babinski-, Oppenheim-, Gordon-Reflex.

    • Beugesehnenreflex
      • Beuge|sehnen|reflex

      • Englischer Begriff: flexor tendon reflex

      • Fach: Neurologie

      Fingerbeugung bei Beklopfen der Beugesehnen am Handgelenk als ein Eigenreflex (Muskeldehnungsreflex) über die Rückenmarksegmente C8 u. Th1.

    • Beugung
        • 1)
          Flexion... (mehr)
        • 2)
          die durch ein im Strahlengang befindliches Hindernis (z.B... (mehr)
      • Beugung 1)
        Beugung
        • 1)

        • Englischer Begriff: flexion; flection

        • Fach: Physiologie

        Flexion.

      • Beugung 2)
        Beugung
        • 2)

        • Englischer Begriff: diffraction

        • Fach: Physik

        die durch ein im Strahlengang befindliches Hindernis (z.B. Spalt, Gitter) bedingte Abweichung einer Wellenbewegung im homogenen Medium von der geradlinigen Ausbreitung. – s.a. Interferenz (1).

      • Beulenpest
        • Beulen|pest

        • Englischer Begriff: bubonic plague

        Bubonenpest.

      • Beutelblase
        • Beutel|blase

        • Englischer Begriff: atonic bladder

        die bei neuro-myogener Atonie durch Elastizitätsverlust ausgeweitete Harnblase; dabei besteht eine paradoxe Ischurie.

      • Beuteltampon
        • Beutel|tampon

        mit Tamponade-Material ausgestopfter Gazebeutel, z.B. für Mikulicz-Tamponade.

      • Bevel
        • Englischer Begriff: corneal bevel

        • Fach: Optik

        der abgerundete Randbereich der Korneallinse.

      • Bevölkerungspyramide

          grafische Darstellung der altersmäßigen Zusammensetzung der Bevölkerung eines Landes. Auf der Ordinate ist das Alter in Jahren, auf der Abszisse der Anteil in % der Bevölkerung aufgetragen. Der Bevölkerungsaufbau nähert sich in allen Industrieländern einem tonnenförmigen Aufbau, d.h., der prozentuale Anteil der älteren Bevölkerungsmitglieder nimmt zu. Die Ursache liegt in einer sinkenden Säuglings- u. Erwachsenensterblichkeit bei gleichzeitigem Rückgang der Fertilität, wobei der häufig gebrauchte und negativ belegte Begriff der „Überalterung“ der Tatsache nicht Rechnung trägt, dass eine geringe frühe Säuglingssterblichkeit u. eine maximal lange Lebenserwartung jedes geborenen Mitglieds einer Population Ziele aller human orientierten medizinischen u. gesundheitspolitischen Aktivitäten sind.

        • Bewahrung
          • Fach: Hygiene

          Isolierung oder Asylierung von Erkrankten, Kontaktpersonen, Ausscheidern etc. als Schutzmaßnahme für die gesunde Bevölkerung; Quarantäne.

        • Beweglichkeit
          • Englischer Begriff: mobility

          Mobilität, Motilität.

        • Bewegung
          • Bewegung

          • 1)
            die Lageänderung der Gliedmaßen(teile) oder des Körpers im Raum über die... (mehr)
          • 2)
            Augenbewegungen... (mehr)
        • Bewegung 1)
          Bewegung
          • 1)

          • Englischer Begriff: movement

          • Fach: Physiologie

          die Lageänderung der Gliedmaßen(teile) oder des Körpers im Raum über die Zeit (s.a. Sensomotorik); als passive B. durch Wirkungen von außen (z.B. bei Bewegungsübung); als aktive B. infolge Aktivierung von motorischen Nervenzellen (Motoneuronen), u. zwar willkürlich gemäß einem im Gyrus praecentralis entworfenen Bewegungs- = Innervationsmuster (s.a. Willkürmotorik). Als unwillkürliche aktive B. (d.h. ohne Auslösung im motorischen Kortex) ist sie entweder eine reflektorische B. (erfolgt durch reizbedingte Aktivierung von Reflexmustern des Rückenmarks oder höherer zentral nervöser Abschnitte) oder eine automatische B. (B. als krankhafter Automatismus stereotyper Art; s.a. Bewegungsstereotypie). – Der Bewegungsablauf ist bei koordinierter B. gekennzeichnet durch geregeltes Zusammenspiel (Synergie) von Agonisten u. Antagonisten, bei unkoordinierter B. durch Störung dieser Synergie u. dann z.B. choreatisch (s.a. Chorea), choreiform, ataktisch (Ataxie), athetotisch (Athetose).

        • Bewegung 2)
          Bewegung
          • 2)

          • Fach: Ophthalmologie

          Augenbewegungen.

        • Bewegungsapparat
          • Bewegungs|apparat

          • Englischer Begriff: musculoskeletal system; locomotor apparatus

          • Fach: Anatomie

          interaktive Abbildung   interaktive Abbildung

          Sammelbegriff für Knochen, Gelenke, Bänder (= passiver B.) u. Skelettmuskeln (= aktiver B.); heute als Bewegungsorgane zusammengefasst.

        • Bewegungsarmut
          • Bewegungs|armut

          • Fach: Neurologie

          Hypokinese.

        • Bewegungsbad
          • Bewegungs|bad

          • Englischer Begriff: kinotherapeutic bath

          Methode der aktiven physikalischen Therapie, bei welcher der Patient gemeinsam mit dem Therapeuten gymnastische Übungen im Wasser durchführt. Ziel ist die Erhaltung oder Wiedererlangung der Steh- u. Gehfähigkeit. Wegen der Kreislaufbelastung ist das B. bei allen Formen der Herzinsuffizienz, respiratorischer Insuffizienz u. nach frischen Thrombosen kontraindiziert.

        • Bewegungsbestrahlung
          • Bewegungs|bestrahlung

          • Englischer Begriff: moving-field therapy

          Form der Röntgen-, Gamma- u. Elektronen-Teletherapie, bei der die Strahlenquelle oder der Patient so bewegt werden, dass sich der genau lokalisierte Krankheitsherd während der gesamten Bestrahlungszeit, die Teile des rel. großen Einstrahlfeldes aber nur vorübergehend im Strahlenkegel befinden. So wird eine geringere Oberflächenbelastung erzielt. S.a. Rotations-, Pendel- oder Konvergenz-Bestrahlung.

        • Bewegungsdrang
          • Bewegungs|drang

          • Englischer Begriff: agitation

          • Fach: Psychologie

          eine ungerichtete motor. Unruhe, v.a. bei Katatonie, agitierter Melancholie, Dämmerzustand, Fieberdelir, organ. Hirnkrankheit.; s.a. Akathisie.

        • Bewegungsempfindung
          • Bewegungs|empfindung

          • Englischer Begriff: kinesthesia

          • Fach: Physiologie

          im Gehirn erfolgende Verarbeitung der im Zusammenhang mit Bewegungen gleichzeitig oder isoliert erfolgenden Erregungen der Rezeptoren des Bewegungssinnes, des Vestibularapparates u. der Haut (Propriorezeptoren) zu einer einzigen Empfindung. Auch Bez. für das Bewusstwerden der Abläufe (Bewegungswahrnehmung). S.a. Beschleunigungsempfindung.

        • Bewegungskette
          • Bewegungs|kette

          • Fach: Anatomie

          (Benninghoff) Kombination mehrerer hintereinander geschalteter Gelenke einschließlich der zugehörigen mehrgelenkigen Muskeln als motorische Funktionseinheit für komplexe Bewegungsabläufe, die durch ein koordiniertes Zusammenwirken von Funktionssystemen der Hirnrinde, des Kleinhirns u. des Rückenmarks einschließlich der zugehörigen Leitungsbahnen (s.a. Bewegung) ermöglicht werden.

        • Bewegungskrankheit
          • Bewegungs|krankheit

          • Englischer Begriff: motion sickness

          Kinetose.

        • Bewegungslehre, funktionelle
          • Synonyme: FBL (Abk.)

          physiotherapeutische Methode, die durch mobilisierende Massage, widerlagernde Mobilisation u. hubfreie bzw. hubarme Mobilisation eine Ökonomisierung tägl. Bewegungsabläufe u. Schmerzfreiheit erzielen will. Die FBL wird bei Schmerzen u. funktionellen Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule sowie der großen Gelenke eingesetzt. Nach der Begründerin Klein-Vogelbach gibt es einen theoretischen Idealkörperbau für Statik u. Konstitution, der allerdings in der Praxis nicht erreicht wird. Die bestehenden Abweichungen führen zu veränderten Bewegungsabläufen u. evtl. auch zu Schmerzen. Vor Beginn der Behandlung wird ein umfassender „funktioneller Status“ erstellt, wobei die Abweichungen vom Ideal für jedes Gelenk sowie aktuelle Beschwerden erfasst werden. Darauf aufbauend wird bei allen Übungen versucht, Bewegungsabläufe mit Hilfe provozierter Gleichgewichtsreaktionen u. reaktiver Übungen zu ökonomisieren.

        • Bewegungsmangelkrankheiten
          • Bewegungs|mangel|krankheiten

          • Synonyme: Hypomotilitätstörungen

          • Englischer Begriff: hypokinetic diseases

          Krankheiten, bei welchen Bewegungsmangel einen wesentlichen pathogenetischen Faktor darstellt; v.a. Kreislaufregulationsstörungen, vegetative Dystonien, Haltungsfehler u. -schäden des Skelettsystems sowie des zugehörigen Bandapparates u. der Muskulatur, vorzeitige funktionelle Organschwäche, i.w.S. auch die Fettleibigkeit.

        • Bewegungsmuster
          • Bewegungs|muster

          • Fach: Physiologie

          s.u. Bewegung; s.a. Willkürmotorik; s.a. Reflexmuster.

        • Bewegungsnachbild
          • Bewegungs|nachbild

          • Englischer Begriff: moving afterimage

          die nach längerer Beobachtung einer gleichförm. Bewegung eintretende Wahrnehmung einer scheinbaren, der ursprünglichen Richtung entgegengesetzten Bewegung; s.a. Nachbild.

        • Bewegungsorgane
          • Bewegungs|organe

          Bewegungsapparat.

        • Bewegungsreflex
          • Bewegungs|reflex

          • Englischer Begriff: movement-induced postural reflex

          ein durch Änderung der Kopfhaltung auslösbarer Stellreflex (Labyrinthreflex); z.B. bei großhirnbedingter Halbseitenlähmung die Daueranspannung der gelähmten gleichseitigen Extremitätenmuskeln als Reaktion auf eine Kopfdrehung.

        • Bewegungssegment
          • Bewegungs|segment

          • Englischer Begriff: vertebral motor segment

          Abbildung

          (Junghanns) die für die Bewegungsvorgänge zwischen zwei Wirbeln zuständige Funktionseinheit der Wirbelsäule (Abb.). Besteht aus der Bandscheibe, den Wirbelgelenken, Bändern u. Zwischenwirbellöchern. Hinzugerechnet werden bisweilen auch die bewegenden Muskeln (einschl. des zugehörigen Neuromers). S.a. Bandscheibendegeneration.

        • Bewegungssinn
          • Bewegungs|sinn

          • Synonyme: Kinästhesie

          • Englischer Begriff: kinesthesia

          eine Empfindungsqualität der Tiefensensibilität für Ausmaß, Geschwindigkeit u. Richtung aktiver u. passiver Änderungen der Gelenkwinkel. Reize werden vermittelt über Propriozeptoren in Gelenken u. Muskeln; Erregungsleitung v.a. über Hinterstrangbahnen u. das anterolaterale System über Thalamuskerne zur Großhirnrinde. Störungen haben Ataxie zur Folge. Die Prüfung (quantitative Messung) des B. erfolgt mit dem Kinästhesiometer (meist Bestimmung der kleinsten noch wahrgenommenen Muskelbewegung bzw. Gelenkstellungsänderung) u. durch Wiederholenlassen einer willkürlichen Bewegung unter Leitung nur des Muskelsinns.

        • Bewegungssperre
          • Bewegungs|sperre

          • 1)
            Gelenksperre, Arthrodese u. -rise, Sperrsteife... (mehr)
          • 2)
            regungsloses (= akinetisches) Erstarren als Symptom der Katatonie... (mehr)
        • Bewegungssperre 1)
        • Bewegungssperre 2)
          Bewegungssperre
          • 2)

          • Fach: Psychiatrie

          regungsloses (= akinetisches) Erstarren als Symptom der Katatonie.

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