Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Bilirubinkalkstein
    • Bilirubin(kalk)stein

    • Englischer Begriff: bilirubin concrement

    • Fach: Pathologie

    schwarzbrauner, harter, oft geschichteter Gallenstein aus (v.a. Calcium- u. Magnesium-)Bilirubinat u. „Kalk“; ist auf dem Röntgenbild proportional zum Mineralgehalt zunehmend überweichteildicht (= schattengebend).

  • Bilirubinkonjugation
    • Bilirubin|konjugation

    • Englischer Begriff: bilirubin conjugation

    die enzymatisch (v.a. durch Transferasen) gesteuerte, in den Mikrosomen des Leberparenchyms stattfindende Paarung des schwer löslichen indirekten = primären Bilirubins zu Bilirubinglucuroniden bzw. zu Bilirubinsulfat. Sie ist gestört u.a. bei „angeborenen Enzymopathien mit nichthämolytischer Hyperbilirubinämie“, d.h. beim Crigler-Najjar-, Meulengracht-Gilbert-Syndrom.

  • Bilirubinoide
    • Bi|li|ru|bi|no|ide

    • Englischer Begriff: bilirubinoids

    Gallenfarbstoffe, die wie das Bilirubin aus 4 kettenförmig angeordneten Pyrrolkernen bestehen: Bilane, Biliene, Bilitriene (zweikernig sind dagegen die Gallenfarbstoffe Propent- u. Pentdyopent).

  • Bilirubinose
    • Bi|li|ru|bi|no|se

    • Englischer Begriff: bilirubinosis

    die Ablagerung von Bilirubin in Körpergeweben; s.a. Kernikterus.

  • Bilirubinsulfat
    • Bilirubin|sulfat

    • Englischer Begriff: bilirubin sulfate

    das Produkt der Bilirubinkonjugation mit Schwefelsäure.

  • Bilirubinurie
    • Bilirubin|urie

    • Englischer Begriff: bilirubinuria

    die Ausscheidung von – allgemein nur – direktem Bilirubin im Harn (normal ca. 70 μg/kg Körpergew. in 24 Std.). Sie ist erhöht (bierbrauner Harn, mit gelbem Schaum beim Schütteln) bei Bilirubin-Serumwerten > 2 mg/dl, z.B. bei Verschlussikterus, Virushepatitis, bei tox. Leberschaden (als Frühsymptom). – Im Harn ferner Spuren dekonjugierten Bilirubins aus dem Dickdarm.

  • Bilis
    • Bi|lis

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: bile

    Galle. S.a. pharm Fel.

  • Bilitriene
    • Bili|tri|ene

    • Englischer Begriff: bilitrienes

    offenkettige, blaugrüne Bilirubinoide, z.B. Biliverdin.

  • Biliverdin
    • Bili|ver|din

    • Englischer Begriff: biliverdin

    ein natürliches, blaugrünes Bilitrien (ein Dehydrobilirubin) der Galle; eine Vorstufe des Bilirubins beim Hämoglobinabbau. Pathologisch (bis 2 mg/dl) im Serum vorkommend bei Galleausscheidungsstörung, Leberzirrhose, Hepatitis; ferner im Stuhl des Neugeborenen (von Darmbaktn. nicht reduzierbar) u. als Kunstprodukt bei Gallenfarbstoffproben. Nachweis z.B. mittels Gmelin-Probe, Photometrie; die Diazoprobe ist negativ.

  • Billings-Methode
    • Billings-Methode

    • Englischer Begriff: cervical mucus method

    die „Ovulationsmethode“ der Konzeptionsverhütung.

  • Billroth
    • Billroth

    • Biogr.: Christian-Theodor B., 1829–1894, Chirurg, Zürich, Wien

    Schüler von B. von Langenbeck; Begründer der modernen Bauchchirurgie. Er entwickelte u.a. zwei Magenoperationsformen, die noch heute am häufigsten angewendet werden. B. gehört ferner zu den Pionieren der Kehlkopf- u. Kropfchirurgie. Auf ihn geht auch der Begriff Streptococcus zurück.

  • Billroth-Jammerecke
    Billroth
    • B.-Jammerecke

    der nahttechnisch kritische Treffpunkt der Magenstumpfnaht mit der Anastomosennaht bei den Magenresektionen n. Billroth (mit partiellem Verschluss des Stumpfes in der Resektionslinie). Sicherung durch Kappeler-Naht.

  • Billroth-Operation
    Billroth
    • B.-Operation

    • Englischer Begriff: Billroth's operation

    Abbildung

    operative Teilentfernung des Magens. Je nachdem, welche Anteile reseziert werden und wie die gastrointestinale Passage wiederhergestellt wird, unterscheidet man zwei Formen (s. Abb.). Billroth I: (1881) Magenresektion mit Antrum-Pylorus-Resektion u. End-zu-End-Anastomose zwischen Magenstumpf u. Duodenum nach Teilverschluss des Magens in der Resektionslinie von der kleinen Kurvatur her, d.h. als Gastroduodenostomia terminoterminalis oralis partialis inferior. Modifikationen u.a. nach Haberer, Kocher, Mayo, Pauchet, Schoemaker. Billroth II: (1885) Magenresektion mit Entfernung des Pylorus u. des präpylorischen Magenanteils unter Blindverschluss des Magen- u. des Duodenalstumpfes, gefolgt von der End-zu-Seit-Vereinigung des Magens mit der antekolisch herangezogenen oberen Jejunumschlinge (= Gastrojejunostomia laterolateralis antecolica anterior) oder mit der retrokolisch hochgezogenen ersten Jejunumschlinge. Komplikationen: Ulcus pepticum jejuni, Anastomosenulkus, Dumping-Syndrom, Syndrom der zuführenden Schlinge (als Blindsack-Syndrom). Modifikationen u.a. nach Braun, Finsterer, Guleke, Hacker, Hofmeister, Krönlein, Mikulicz, Polya-Reichel, Roux.

  • Billroth-Syndrom
  • bilobaris
    • biloba|ris

    • Synonyme: -tus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: bilobate; bilobular

    zweilappig, zweigelappt.

  • Bilobektomie
    • Bi|lob|ek|tomie

    • Englischer Begriff: bilobectomy

    • Fach: Chirurgie

    die op. Entfernung zweier Organlappen, i.e.S. zweier Lungenlappen (s.a. Lobektomie) in einer Sitzung.

  • bilocularis
    • bi|lo|cu|la|ris

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: bilocular

    zweikammerig, z.B. Cor biloculare.

  • Bilsenkraut
    • Bilsen|kraut

    • Englischer Begriff: henbane

    Hyoscyamus niger.

  • bimanuell
    • bi|ma|nu|ell

    • Englischer Begriff: bimanual

    beidhändig.

  • Bimastoidlinie Fischgold-Metzger
    • Bi|mas|to|id|linie

    • Synonyme: Fischgold-Metzger-Linie

    • Englischer Begriff: Fischgold's bimastoid line

    Verbindungslinie zwischen den Warzenfortsatzspitzen. Dient auf der a.p. Aufnahme des Hinterhaupt-Nacken-Übergangs als Parameter zur Beurteilung der Stellung des Dens axis. Dieser liegt physiolog. unterhalb der B., nicht aber z.B. bei der Basilarimpression.

  • Bimatoprost
    • Englischer Begriff: bimatoprost

    Prostaglandin-Derivat; Anw. als Glaukommittel zur lokalen Ther.

  • bimaxillar
    • bi|maxillar

    • Englischer Begriff: bimaxillary

    den Ober- u. Unterkiefer betreffend.

  • BImSch
  • Bimssteinlunge
    • Bims|stein|lunge

    • Englischer Begriff: calcinosis of lungs

    metastatische Verkalkungen im Lungeninterstitium (v.a. Alveolarwände) bei verschiedenen Formen der Hyperkalziämie.

  • binär
    • bi|när

    • Englischer Begriff: binary

    aus 2 Teilen bestehend; z.B. chem b. Moleküle (aus 2 Elementen bestehend), zool, botan b. Nomenklatur (Linné 1735; die systematische Benennung jeweils mit einem Gattungs- u. Artnamen).

  • binaural
    • bin|au|ral

    • Englischer Begriff: binaural

    mit beiden Ohren, beidohrig.

    • b. Verschmelzung
      die V. der beidseitigen, frequenz- u. intensitätsgleichen (= diotischen)... (mehr)
  • binaurales Verschmelzung
    binaural
    • b. Verschmelzung

    • Englischer Begriff: b. fusion

    die V. der beidseitigen, frequenz- u. intensitätsgleichen (= diotischen) oder -verschiedenen (= dichotischen) Hörempfindung; Richtungshören.

  • Bindearm
    • Binde|arm

    • Englischer Begriff: superior cerebellar peduncle

    • Fach: Anatomie

    Pedunculus cerebellaris superior.

  • Bindearmsyndrom
    • Bindearm|syndrom

    • Fach: Neurologie

    halbseitige Choreoathetose (evtl. mit Tremor) infolge einer Schädigung des Bindearms; die Symptome gleichseitig bei Herden unterhalb der Bindearmkreuzung, kontralateral bei höher gelegener Schädigung (u. evtl. mit homolateraler Okulomotoriuslähmung kombiniert, Benedikt-Syndrom).

  • Bindegewebe
    • Binde|gewebe

    • Synonyme: Textus connectivus

    • Englischer Begriff: connective tissue

    das aus Bindegewebszellen u. aus Interzellularsubstanz bestehende Gewebe als Grundtyp der Körpergewebe mit Ursprung im Mesoderm; u. zwar als Füllgewebe organfreier Räume, als Hüllgewebe (in Organkapseln), Gleitgewebe, Leitgewebe organeigener Gefäße u. Nerven, Gerüstgewebe der Organe (Stroma), als Speichergewebe (Fettgewebe) sowie als Muttergewebe der Stützgewebe (Knochen-, Knorpelgewebe); s.a. Kollagen. Wird prinzipiell – nach Anteil u. Anordnung seiner Zellen u. der Interzellularsubstanz – unterschieden als ungeformtes u. als geformtes B.; s.a. Bindegewebs...

  • Bindegewebe, areoläres
    Bindegewebe
    • B., areo|läres

    • Englischer Begriff: areolar c. t.

    faseriges B., dessen elastische Fasern (mit Verzweigungen) ein netzartiges Geflecht mit großen Fenstern bilden; in gefensterten Membranen, z.B. im Omentum.

  • Bindegewebe, elastisches
    Bindegewebe
    • B., elastisches

    • Englischer Begriff: elastic c. t.

    faseriges B., v.a. elastische Fasern enthaltend; als parallelfaseriges B. in elastischen Bändern (z.B. Ligamentum flavum); in Netzform z.B. in der Lamina elastica interna von Arterien, elast. Knorpel.

  • Bindegewebe, embryonales
    Bindegewebe
    • B., embryonales

    • Englischer Begriff: embryonic c. t.

    das Mesenchym; s.a. B., gallertiges.

  • Bindegewebe, faseriges
    Bindegewebe
    • B., faseriges

    • Synonyme: fibrilläres B.

    • Englischer Begriff: fibrous c. t.

    ungeformtes B.; in drei Formen vorkommend, u. zwar als lockeres = interstitielles B., als straffes B. u. als areoläres B.

  • Bindegewebe, gallertiges
    Bindegewebe
    • B., gallertiges

    embryonales B. mit Fasern als Typus des ungeformten B. Die Zellen bilden ein sternförmiges Raumgitter innerhalb einer gelartigen Grundsubstanz; z.B. als Wharton-Sulze der Nabelschnur.

  • Bindegewebe, interstitielles
    Bindegewebe
    • B., interstitielles

    • Synonyme: lockeres B.

    • Englischer Begriff: interstitial c. t.

    faserarmes, aber zellreiches ungeformtes B., gefäßreich. Zwischen seinen – v.a. kollagenen – Fasern verschiedene Arten der Bindegewebszellen.

  • Bindegewebe, kollagenes
    Bindegewebe
    • B., kollagenes

    • Englischer Begriff: collagenous c. t.

    faseriges, v.a. kollagene Fasern enthaltendes B.

  • Bindegewebe, parallelfaseriges
    Bindegewebe
    • B., parallelfaseriges

    geformtes faseriges B. mit parallel angeordneten Fasern; mit kollagenen Fasern in Sehnen, straffen Bändern, Faszien, mit elastischen Fasern v.a. in elastischen Bändern.

  • Bindegewebe, retikuläres
    Bindegewebe
    • B., retikuläres

    • Englischer Begriff: reticular c. t.

    Typ des ungeformten B., ähnlich dem embryonalen; besteht aus Retikulumzellen u. den ihnen angelagerten retikulären oder Gitterfasern in rel. eiweißreicher Interzellularsubstanz; z.B. im Knochenmark.

  • Bindegewebe, straffes
    Bindegewebe
    • B., straffes

    faserreiches, aber zellarmes faseriges B., einen straffen Filz bildend, z.B. in der Dura, Sklera; s.a. B., parallelfaseriges.

  • Bindegewebe, zelliges
    Bindegewebe
    • B., zelliges

    • Englischer Begriff: cellular c. t.

    klin. Bez. für faserarmes, gallertiges oder retikuläres B., z.B. als „aktives B.“ (Hueck, H. Siegmund) innerhalb u. außerhalb der Organe, in welchem Fibrozyten u. amorphe Grundsubstanz vorherrschen, die in ständiger Wechselbeziehung stehen u. mit den Kapillaren u. vegetativen Nervenfasern synergistisch das primäre Regulationszentrum u. Milieu für die Aktivität der spezifischen Organzellen bilden.

  • Bindegewebsfasern
    • Bindegewebs|fasern

    • Englischer Begriff: connective tissue fibers

    Sammelbez. für kollagene u. elastische Fasern sowie retikuläre = Gitterfasern.

  • Bindegewebsfibrille
    • Bindegewebs|fibrille

    • Englischer Begriff: collagen fibril

    lichtmikroskopisch noch erkennbares Bauelement einer kollagenen Faser.

  • Bindegewebsknochen
    • Bindegewebs|knochen

    • Synonyme: Belegknochen

    Knochen, die aus der endesmalen Ossifikation (Knochenbildung aus embryonalem Mesenchym) hervorgehen; z.B. die Schädeldachknochen, die meisten Gesichtsknochen, die Schuppe u. das Tympanum des Schläfenbeins, Teile des Schlüsselbeins.

  • Bindegewebskrankheit
    • Bindegewebs|krankheit

    • Englischer Begriff: connective tissue disease

    Kollagenose.

  • Bindegewebsmassage
    • Bindegewebs|massage

    • Englischer Begriff: connective tissue massage

    eine Reflexzonenmassage mit tangentialem, lang- oder kurz-„anhakend“ ziehendem Durchstreichen der Haut u. Unterhaut ohne wesentl. Druckwirkung der massierenden Fingerkuppe auf tiefere Gewebe. Sie erfolgt in den etwa den Head-Zonen entsprechenden u. segmental bestimmten inneren Organen zugeordneten Zonen, u. zwar v.a. bei Hautverhaftungen mit tieferen Geweben, bei Funktionsstörungen innerer Organe u. bei Durchblutungsstörungen.

  • Bindegewebsnävus
    • Bindegewebs|nävus

    mesodermale Fehlbildung.

    • B. lumbosakraler
      lumbosakral flach erhabene, hautfarbene bis weißliche pflastersteinartige... (mehr)
  • Bindegewebsnävus, lumbosakraler
    Bindegewebsnävus
    • B. lumbosakraler

    • Synonyme: Pflastersteinnävus

    lumbosakral flach erhabene, hautfarbene bis weißliche pflastersteinartige Platten u. Knoten, oft Teilsymptom bei Adenoma sebaceum oder Pringle-Bourneville-Syndrom.

  • Bindegewebsschwäche
    • Bindegewebs|schwäche

    eine konstitutionsbedingte Minderwertigkeit der Stützgewebe; eine Diathese, die zu typischen Schäden prädisponiert, z.B. zu Krampfaderbildung, Hämorrhoiden, Hernien, Ptosen innerer Organe, Senk-Spreiz-Fuß, Arthrosen.

  • Bindegewebszelle
    • Bindegewebs|zelle

    • Englischer Begriff: connective tissue cell

    i.e.S. der Fibrozyt (-blast); i.w.S. alle im Bindegewebe vorkommenden Zellen; s.a. retikulohistiozytäres System.

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