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  • Bakterienausscheider
    • Bakterien|ausscheider

    • Englischer Begriff: bacteria excretor

    Ausscheider.

  • Bakterienchromosom
    • Bakterien|chromosom

    • Fach: Genetik

    ringförmige, lichtmikroskopisch nicht sichtbare Struktur doppelsträngiger DNS; s.a. Lineom.

  • Bakterienembolie
    • Bakterien|embolie

    • Englischer Begriff: bacterial embolism

    eine Embolie durch in die Blutbahn verschleppte Bakterien, z.B. bei Endokarditis.

  • Bakterienenzyme
    • Bakterien|enzyme

    • Englischer Begriff: bacterial enzymes

    von Bakterien gebildete, für die jeweil. Bakterienart bzw. -gruppe typische u. daher diagnostisch nutzbare Enzyme; z.T. als Endo-, Exotoxine (aggressive B.) wirksam, u.a. als Proteasen u. Lecithinasen Eiter erregender Kokken.

  • Bakterienfärbung
    • Bakterien|färbung

    • Englischer Begriff: staining of bacteria

    die färberische Darstellung der Bakterien für die mikroskopische Diagnostik; z.B. mit Methylenblau, als Neisser-, Ziehl-Neelsen-, Gram-, Fluoreszenz-, Kapsel- und Geißelfärbung.

  • Bakterienfilter
    • Bakterien|filter

    • Englischer Begriff: bacteria filter

    mikroporöses Material, mit dessen Hilfe Bakterien durch Sieb- oder Adsorptionswirkung aus Gasen oder Flüssigkeiten zurückgehalten werden können; z.B. Ganzglas-, Membran-, Siebfilter.

  • Bakterienflora
    • Bakterien|flora

    • Englischer Begriff: bacterial flora

    die dauernd oder vorübergehend als Lebensgemeinschaft einen Ort besiedelnden Bakterien („Standort-“ bzw. „Durchgangsflora“); beim Menschen als Mund-, Haut-, Darm-, Scheidenflora, die aus parasitären u. aus saprophytären Kommensalen besteht, welche als Verdauungshilfe u. als Gewebeschutz (v.a. die Hautflora) wirken.

  • Bakterienkapsel
    • Bakterien|kapsel

    • Englischer Begriff: bacterial capsule

    bei den „bekapselten“ Bakterien (z.B. Streptococcus pneumoniae, Klebsiella) die glatte Außenschicht der Wand, die aus Polysacchariden, evtl. auch aus Glutaminsäurepolypeptiden besteht. Sie ist für die Typenspezifität der Bakterien bestimmend. – s.a. Kapsel..., Bakterienantigene (dort Abb.).

  • Bakterienkern
    • Bakterien|kern

    Nucleoid.

  • Bakterienklassifikation
    • Bakterien|klassifikation

    • Englischer Begriff: classification of bacteria

    die Systematik zur Einteilung der Bakterien. Wird regelmäßig im Bergey Manual of Systematic Bacteriology veröffentlicht.

  • Bakterienkultur
    • Bakterien|kultur

    • Englischer Begriff: bacterial culture

    eine Bakterienpopulation, die sich in oder auf einem flüssigen bzw. festen Bakteriennährboden (in Reagenzglas, Petrischale, Kölbchen etc.) als Misch- oder Reinkultur vermehrt u. aus einer oder mehreren Kolonien (dort Tab.) besteht. – Auch Bez. für die entsprechenden Kultivierungsverfahren.

  • Bakterienmembran
    • Bakterien|membran

    • Englischer Begriff: bacterial membrane

    s.u. Bakterienzellwand.

  • Bakteriennährböden
    • Bakterien|nährböden

    • Englischer Begriff: bacterial culture media

    feste oder flüssige Nährböden zur Isolierung u. Kultivierung (Bakterienkultur) sowie zur Diagnostik u. Differenzierung von Bakterien u. zur Analyse des – diagnostisch nutzbaren – Nahrungsbedarfs; s.a. Anreicherungsmedium, Elektiv-, Differenzierungsnährböden.

  • bakterienpathogene Viren
  • Bakterienproteine
    • Bakterien|proteine

    • Englischer Begriff: bacterial proteins

    die für die einzelnen Bakterienarten typischen, als Bakterienantigene wirksamen Eiweißsubstanzen der Bakterien; es sind dies größtenteils Bakterienenzyme, aber auch Geißelproteine (H-Antigen), Kapselproteine (z.B. bei grampositiven A-Streptokokken; „M“-Protein-Antigen) u. Zellwandproteine (der gramneg. Bakterien; ein Protein-Lipid-Polysaccharid-Komplex; Endotoxin) sowie die Proteine der Zellmembran, der Ribosomen u. der Kernäquivalente.

  • Bakterienruhr
    • Bakterien|ruhr

    • Englischer Begriff: bacillary dysentery; shigellosis

    endemisch-epidemische, fäkal-oral durch Schmutz- u. Schmierinfektion bzw. kotkontaminierte Lebensmittel übertragbare Infektionskrankheit, hervorgerufen durch verschiedene, durch Fliegen übertragene Shigella-Arten (Shigella dysenteriae = Gruppe A, Sh. flexneri = B, Sh. boydii = C, Sh. sonnei = D). Der Nachweis der Krankheitserreger ist meldepflichtig. Klinik: nach Inkubationszeit von 1–8 Tagen akut fieberhafte, geschwürige Entzündung des Dickdarms („Diphtherie“ der Dickdarmschleimhaut) mit täglich zahlreichen Entleerungen von schleimig-eitrig-blutigen Stühlen, Tenesmen u. Körperwasserverlust (Exsikkose). Leichter, uncharakteristischer Verlauf als Magen-Darm-Katarrh (akute Gastroenteritis, bakterielle Lebensmittelinfektion, Durchfallerkrankung). Durch Exotoxine bedingte allgemeine Störung wie Fieber, Kreislaufschwäche, evtl. auch Phänomene der Beteiligung des Zentralnervensystems. Gefahr der epidemischen Ausbreitung (Kontakt- bzw. Kontaminationsinfektion). Kompl.: schwerer toxischer Verlauf mit Gefährdung des Kreislaufs v.a. durch Shigella dysenteriae. Gefahr der chronischen Ruhr u. der Ausscheider. Diagn.: bakteriell-kulturell (frisch ausgestrichene Stuhlproben) u. serologisch (Gruber-Reaktion). S.a. Amöbenruhr.

  • Bakteriensporen
    • Bakterien|sporen

    • Englischer Begriff: bacterial spores

    aus dem Bakterienkörper bei ungünstigen Lebensbedingungen entstehende Endosporen (als Sporen-Dauerform).

  • Bakterientoxin
    • Bakterientoxin

    • Englischer Begriff: bacteriotoxin

    s.u. Ekto-, Endo-, Enterotoxin; s.a. Toxin.

  • Bakterienwachstum
    • Bakterien|wachstum

    • Englischer Begriff: bacterial growth

    Abbildung

    die zahlenmäßige Vermehrung der Bakterien durch Zellteilung. Auch die Vermehrung einer Bakterienpopulation nach Überimpfen auf einen geeigneten Nährboden (Bakterienkultur). Verläuft in 5 Phasen (Abb.): Auf eine vermehrungslose lag-Phase folgen die „progressive“ u. die log-Phase (mit bis rapid gesteigerter Zunahme der Zellzahl), gefolgt von einer Phase der Verlangsamung (Verlängerung der Generationszeit infolge Nährbodenerschöpfung etc.) u. einer Ruhepause. Die jeweilige Phase ist entscheidend für die Wirkung von Bakteriostatika u. Bakteriziden.

  • Bakterienzellwand
    • Bakterien|zellwand

    • Englischer Begriff: bacterial cell wall

    die mehrschichtige Stützmembran zwischen der zytoplasmatischen Membran u. den äußeren Anhangsgebilden (Schleim, Kapsel, Geißeln, Fimbrien); ihre Grundsubstanz ist ein allseitig geschlossenes Makromolekül („Sacculus“) aus dem Mucopeptid (= Peptidoglykan) „Murein“ (fehlt bei Archäobakterien) u. aus Teichonsäuren; ihr N-Acetylglucosamin ist für die serologischen Reaktionen bedeutsam. Sie ist bei grampositiven u. -neg. Bakterien morphologisch u. chemisch unterschiedlich.

  • Bakterienzylinder
    • Bakterien|zylinder

    • Englischer Begriff: bacterial cast

    • Fach: Urologie

    Pseudozylinder aus Bakterienhaufen; im Harnsediment bei Pyelonephritis nachweisbar. – s.a. Harnzylinder.

  • Bakteriocholie
    • Bak|te|rio|cho|lie

    • Englischer Begriff: bacteri(o)cholia

    das Vorkommen von Bakterien in den Gallenwegen.

  • Bakteriocine
    • Bakterio|cine

    • Englischer Begriff: bacteriocins

    Stoffwechselprodukte von Bakterien, die nur auf gleiche oder nahe stehende Bakterienarten antibiotisch wirken; s.a. Baktericidine.

  • Bakterioklasie
    • Bakterio|kla|sie

    • Englischer Begriff: bacterioclasis

    Bakteriophagie.

  • Bakteriologie
    • Bakterio|lo|gie

    • Englischer Begriff: bacteriology

    Wissenschaft u. Lehre von den Bakterien; Teilgebiet der Mikrobiologie, das sich mit dem Erscheinungsbild der Erreger (bei Hell-, Dunkelfelduntersuchung, im „hängenden Tropfen“, bei Phasenkontrast-, Fluoreszenz-, Elektronenmikroskopie) u. mit deren Züchtbarkeit befasst sowie mit Serologie (Präzipitations-, Flockungs-, Hämagglutinations-, Agglutinationsverfahren, KBR), mit Tierversuchen, klinischen Diagnostikmethoden u.a.m.

  • Bakteriolyse
    • Bakterio|ly|se

    • Englischer Begriff: bacteriolysis

    • Fach: Immunologie

    die Auflösung von Bakterien, wie sie z.B. durch spezifische Antikörper (Bakteriolysin) in Gegenwart von Komplement oder durch bakteriolytische Myxobakterien bzw. Bakteriophagen erfolgt; s.a. Bakterien, lysogene.

  • Bakteriopexie
    • Bakterio|pe|xie

    • Englischer Begriff: bacteriopexia

    das Festhalten der in den Körper eingedrungenen Bakterien (bzw. – i.w.S. – Mikroorganismen) durch Histiozyten. – s.a. Opsonisieren.

  • Bakteriophagen
    • Bakterio|pha|gen

    • Synonyme: Phagen; bakterienpathogene Viren

    • Englischer Begriff: bacteriophages (e.g. temperate virulent)

    Abbildung

    10–150 nm große, auf Kosten lebender Bakterienzellen vegetierende Viren. Sie bestehen aus Nucleinsäure u. einer umgebenden Proteinhülle (s.a. Prophage). Ihre Vermehrung erfolgt durch Multiplikation im Innern der Bakterienzelle nach vorausgehender spezif. Adsorption an die Bakterienzellwand. Unterschieden werden DNS-Phagen (doppelsträngig als T-, λ-Phagen; einsträngig als Φ X 174-, fl-, fd-Phagen) u. RNS-Phagen (einsträngig; f2-Phagen R 17 u. M 13). Nach dem Verhalten in den Bakterien werden B. unterschieden als temperierte oder temperente Phagen (in lysogenen Bakterien, bei denen sie den lysogenen Zustand herbeiführen) u. als virulente = lytische Phagen (die sich nach Adsorption u. DNS-Injektion sehr schnell in der Bakterienzelle vermehren, aus der sie nach deren nachfolgender Lyse freigesetzt werden; Abb.). S.a. Lysotypie.

  • Bakteriophagie
    • Bakterio|phagie

    • Englischer Begriff: bacteriophagia

    (D'Hérelle 1917) Zerstörung von Bakterien durch Bakteriophagen; i.e.S. die Bakteriophagolyse (das Aufbrechen der Bakterienzellwand).

  • Bakteriospermie

      bakterielle Infektion von Spermien.

    • Bakteriostase
      • Bakteriostase

      • Englischer Begriff: bacteriostasis

      reversible Hemmung des Wachstums bzw. der Vermehrung von Bakterien durch Bakteriostatika = bakteriostatische Antiinfektiva; s.a. Bakterizidie.

    • Bakteriotoxine
      • Bakterio|toxine

      • Englischer Begriff: bacteriotoxins

      bakterielle Giftstoffe, Ekto-, Endo- u. Enterotoxine.

    • Bakteriozine
      • Bakterio|zi|ne

      • Englischer Begriff: bacteriocins

      Bakteriocine.

    • Bakterium
      • Bakterium

      • Englischer Begriff: bacterium

      s.u. Bakterien.

    • Bakteriurie
      • Bak|te|ri|urie

      • Englischer Begriff: bacteriuria

      Ausscheidung von Bakterien im Harn (krankhaft bei Keimzahlen > 105/ml) z.B. bei Zystitis, Pyelonephritis. Der Harn wird dadurch opaleszent (die Trübung nimmt beim Stehenlassen zu) u. ist evtl. von stechendem oder fadem Geruch (durch Coli-Bakterien bzw. Staphylokokken). Keimzählung u. -differenzierung durch Bakterienkultur; als Schnelltest ist der Nachweis mit Teststreifen möglich (bakterielle Nitratreduktion zu Nitrit u. nachfolgende Farbreaktion).

    • Bakterizidie
      • Bakteri|zi|die

      • Englischer Begriff: bacteri(o)cidal effect

      eine den Zelltod herbeiführende Schädigung der Bakterienzelle durch ein Bakterizid = bakterizides Antiinfektivum (z.B. Antibiotikum) oder ein Desinfektionsmittel.

    • Bakterizidine
      • Bakterizidine

      • Englischer Begriff: bactericidins

      Baktericidine.

    • Bakteroidose
      • Bak|te|ro|ido|se

      • Englischer Begriff: bacteroidosis

      Bacteroidosis.

    • BAL
      • BAL 1)
        BAL
        • 1)

        • Englischer Begriff: BAL

        Abk. für British Anti-Lewisit; Dimercaprol.

      • BAL 2)
      • balanced anesthesia
        • balanced anesthesia

        • Etymol.: engl.

        ein Narkosezustand, der charakterisiert ist durch Analgesie, Ausschaltung des Bewusstseins, Muskelrelaxation u. Stabilisierung autonomer Reflexe, wobei die jeweilige Wirkung durch die Kombination verschiedener Anästhetika erzielt wird.

      • Balanitis
        • Ba|la|ni|tis

        • Englischer Begriff: balanitis

        • Fach: Urologie

        die Entzündung der Eichel (Glans penis), fast stets mit Beteiligung des inneren Vorhautblattes (= Balanoposthitis). Klinisch als Schwellung u. Rötung (= B. simplex), aber auch oberflächliche Epitheldefekte (= B. erosiva) bis Geschwüre (B. ulcerosa) oder gar Gangrän (B. gangraenosa). Wird ausgelöst oder begünstigt durch Phimose, Veränderung der örtlichen Bakterienflora, Pilze (= B. mycotica; evtl. durch Geschlechtsverkehr übertragen), geschwächte Immunabwehr, Stoffwechselstörungen, durch mechanische oder chem. Reizung. Die chronisch-rezidivierende B. (z.B. bei Phimose, Diabetes mellitus) gilt als begünstigender Faktor eines Peniskarzinoms.

      • Balanitis aphthosa
        Balanitis
        • B. aph|tho|sa

        • Englischer Begriff: aphthous b.

        Aphthen der äußeren Geschlechtsorgane, evtl. auch zugleich der Mundschleimhaut sowie mit Hauterscheinungen (= kombinierte oder bipolare Aphthose).

      • Balanitis chronica circumscripta plasmacellularis
        Balanitis
        • B. (chro|nica circum|scrip|ta) plas|ma|cellularis

        • Englischer Begriff: plasma cell b.; Zoon's erythroplasia

        (Zoon) B. mit spiegelnd bräunlich roten, nicht erhabenen, scharf begrenzten, polyzyklischen Verhärtungen durch plasmozytäre Infiltration („Plasmocytoma penis“) bei älteren Männern; muss von der als Präkanzerose geltenden Erythroplasie Queyrat abgegrenzt werden.

      • Balanitis circinata gonorrhoica
        Balanitis
        • B. cir|ci|nata go|nor|rho|ica

        (Baermann-Jadassohn) B. mit landkartenartigen Erosionen.

      • Balanitis diabetica
        Balanitis
        • B. dia|be|ti|ca

        B. als juckendes Diabetid; häufig zusätzlich infiziert.

      • Balanitis medicamentosa toxicodermica
        Balanitis
        • B. medicamentosa toxico|dermica

        B. mit rötlichen, später nässenden Herden als fixes Arzneimittelexanthem.

      • Balanitis psoriatica
        Balanitis
        • B. psoriatica

        scharf begrenzter, entzündlich geröteter Herd. Ggf. einzige Manifestation einer Psoriasis vulgaris.

      • Balanitis syphilitica Follmann
        Balanitis
        • B. sy|phi|litica Follmann

        B. im Sekundärstadium der Syphilis; meist superinfiziert.

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