Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Blasenstein
    • Blasen|stein

    • Englischer Begriff: urinary calculus; bladder stone

    Abbildung

    Harnstein im Harnblaseninneren. Formen: als primärer B. ein in der Harnblase, z.B. in einem Blasendivertikel, entstandenes Konkrement. Als sekundärer B. aus den oberen Harnwegen stammend. Klinik: schmerzhafter Harndrang, v.a. nach der Miktion, Dys- u. Pollakisurie, (Bewegungs-)Hämaturie.

  • Blasensteinschnitt
    • Blasen|stein|schnitt

    • Englischer Begriff: cystolithectomy

    bereits im Altertum vom Damm aus (in „Steinschnittlage“) praktizierter Blasenschnitt zur Entfernung eines – „von Hand“ gegen den Damm gepressten – Blasensteins.

  • Blasentamponade
    • Blasen|tamponade

    • Englischer Begriff: vesical tamponade

    die massive Auffüllung der Harnblase mit Blut(gerinnseln) bei Blasenblutung (z.B. bei ungenügender Eiswasserspülbehandlung nach Prostatektomie). Klinik: schmerzhafter Harndrang, Kollaps, „akuter Bauch“. Erfordert transurethrales Absaugen, Blutstillung (Koagulation), evtl. offene Ausräumung.

  • Blasentenesmus
    • Blasen|tenesmus

    • Englischer Begriff: vesical tenesmus

    schmerzhafter Harndrang.

  • Blasentraining
    • Blasen|training

    • Englischer Begriff: bladder cycling

    das Einüben des spontanen Wasserlassens (Miktion) beim Querschnittsgelähmten durch Trinkenlassen dosierter Flüssigkeitsmengen u. Öffnen des abgeklemmten Blasenkatheters in einem bestimmten zeitl. Rhythmus mit dem Ziel einer zunehmenden Tonisierung der Blasenmuskulatur durch den Dehnungsreiz des Blasenharns u. damit einer Spontanentleerung in immer größeren Abständen; s.a. Tidaldrainage.

  • Blasentuberkulose
    • Blasen|tuberkulose

    • Englischer Begriff: tuberculosis of the bladder

    tuberkulöse Harnblasenentzündung (Zystitis) mit Mikrohämaturie als Teilgeschehen einer Urogenitaltuberkulose, d.h. meist als eine von der Niere aus erfolgende sekundäre Organ-Tbk; beginnt häufig an den Harnleitermündungen u. führt zur Entwicklung einer Schrumpfblase. Im Harn sind Tbk-Erreger (Mykobakterien) nachweisbar.

  • Blasentumor
    • Blasen|tumor

    • 1)
      Geschwulst der Harnblasenwand... (mehr)
    • 2)
      Harnblasenüberfüllung mit Hochstand des Blasengrundes („hohe Blase“)... (mehr)
  • Blasentumor 1)
    Blasentumor
    • 1)

    • Englischer Begriff: vesical tumor

    Geschwulst der Harnblasenwand. Einteilung: histopathologische Klassifik. der epithelialen Harnblasengeschwülste: Blasenpapillom, Urothelkarzinom (überwiegend; mit unterschiedlichem Differenzierungsgrad; Blasenkarzinom), Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome, undifferenzierte Karzinome (die drei Letzten sehr selten). Klinik: Erstes u. häufigstes Symptom ist das Harnbluten (intermittierend, makroskopisch u. mikroskopisch), meistens schmerzlos, ohne andere Beschwerden; bei massiver Blutung infolge Koagelbildung Harnabflussbehinderung, Folge Schmerzen, Harnsperre (Blasentamponade), Peritonealreiz, Schock. Bei Sekundärinfektion: Dysurie u. Pollakisurie. Bei infiltrierender, perivesikaler Ausbreitung suprapubische Schmerzen. Bei Harnleiterobstruktion Nierenschmerzen (Niereninsuffizienz); bei gleichzeitiger Infektion septische Niere (Urosepsis) möglich. Diagn.: Zysto-Urethroskopie; diagnostische Exzision, besonders aus der Tumorbasis; Urographie mit Aufnahme nach Miktion (Restharn), Zystographie (Tumorgröße, Reflux), Stufenzystogramm (Infiltrationstiefe), Sonographie, Lymphangiographie, evtl. Beckenangiographie; Zytodiagnostik des Urins (Screening) zur Überwachung gefährdeter Berufsgruppen. Ther.: je nach Art des Tumors: operativ (transurethrale Resektion oder Laserbehandl., Blasenresektion, totale Zystektomie mit Kombination einer supravesikalen Harnableitung); Chemotherapie (lokal oder systemisch); Bestrahlung.

  • Blasentumor 2)
    Blasentumor
    • 2)

    • Englischer Begriff: „high“ urinary bladder

    Harnblasenüberfüllung mit Hochstand des Blasengrundes („hohe Blase“).

  • Blasenvarizen
    • Blasen|varizen

    • Englischer Begriff: vesical varicosis

    • Fach: Urologie

    variköse Venenerweiterungen („Blasenhämorrhoiden“) im Blasenhals bei Prostataadenom.

  • Blasenvorfall
    • Blasen|vorfall

    • Englischer Begriff: cystocele

    • Fach: Gynäkologie

    Zystozele.

  • Blasenwurm
    • Blasen|wurm

    • Englischer Begriff: bladder worm

    • Fach: Parasitologie

    Echinococcus, Cysticercus, Coenurus.

  • Blasenzentrum
    • Blasen|zentrum

    • Englischer Begriff: vesical center; vesicospinal center

    Bez. der beiden die Harnblasenentleerung steuernden Struktureinheiten des Zentralnervensystems; als supraspinales B. außer Teilen des Pons, des Mittelhirns u. Hypothalamus v.a. die parazentralen motor. Großhirnrindenfelder Area 4 u. 6 bds. als Zentrum für die willkürliche Miktion. Als spinales B. Bereiche im Lenden- u. Sakralteil des Rückenmarks (Th12–L3 als Ursprungsort des sympathischen Nervus hypogastricus für die Schließmuskulatur; S2–S4 als Ursprung der parasympathischen Nervi pelvici für den Detrusor).

  • Blässe
    • Englischer Begriff: pallor; paleness

    Fehlen des normalen Hautkolorits infolge Mangeldurchblutung, Anämie oder Pigmentmangels.

  • Blässe-Hyperthermie-Syndrom
    • Blässe-Hyper|thermie-Syndrom

    • Englischer Begriff: infantile pallor-hyperthermia syndrome

    • Fach: Pädiatrie

    (Ombrédanne) s.u. Hyperpyrexie.

  • Blässe, periorale
    Blässe
    • B., peri|orale

    das Mund-Kinn-Dreieck als Scharlach-Symptom.

  • Blastem
    • Blas|tem

    • Englischer Begriff: blastema

    • Fach: Histologie

    indifferentes Bildungsgewebe (Mesenchymverdichtung) als Ausgangssubstrat u. Regenerationsquelle differenzierten Gewebes; z.B. das nephro|gene B. („nephrogener Strang“) als B. eines Teils der Urnierenanlage.

  • Blastenleukämie
    • Blas|ten|leuk|ämie

    • Englischer Begriff: blast cell leukemia

    • Fach: Hämatologie

    akute Leukämie mit gehäuftem Auftreten der Leukozytenvorstufen („Blasten“).

  • Blastenschub
    • Blas|ten|schub

    • Synonyme: Blastenkrise

    • Englischer Begriff: blast crisis; CML-BC

    Myeloblastenschub (terminaler).

  • Blasto...
    • Blas|to...

    Wortteil „Spross“, „Keim“, „Blastula“.

  • Blastoderm
    • Blas|to|derm

    • Englischer Begriff: blastoderm

    • Fach: Embryologie

    epithelartig angeordnete Furchungszellen, die die Blastula umgeben.

  • Blastogenese
    • Blas|to|genese

    • 1)
      die Keimesentwicklung; beim Menschen die Entwicklung ab der erfolgten... (mehr)
    • 2)
      Vermehrung durch Knospung (s.a... (mehr)
  • Blastogenese 1)
    Blastogenese
    • 1)

    • Fach: Embryologie

    die Keimesentwicklung; beim Menschen die Entwicklung ab der erfolgten Befruchtung der Eizelle bis zum 1. Herzschlag (vgl. Blastopathie).

  • Blastogenese 2)
    Blastogenese
    • 2)

    • Englischer Begriff: blastogenesis

    • Fach: Bakteriologie, Virologie

    Vermehrung durch Knospung (s.a. Budding).

  • Blastoma
    • Blas|tom(a)

    • Fach: Pathologie

    • 1)
      echte Geschwulst (Neoplasma); als autochthones B. von körpereigenem Gewebe... (mehr)
    • 2)
      Bez... (mehr)
  • Blastoma 1)
    Blastom(a)
    • 1)

    • Englischer Begriff: blastoma; blastocytoma

    echte Geschwulst (Neoplasma); als auto|chthones B. von körpereigenem Gewebe, als hetero|chthones (= teratogenes) B. von einem Zweitorganismus (Parasit; vgl. Doppelfehlbildung) ausgehend. – Als dys|ontogenetisches B. ein auf dem Boden einer lokalen Entwicklungsstörung sich entwickelndes B.

  • Blastoma 2)
    Blastom(a)
    • 2)

    Bez. für wenig bzw. entdifferenzierten malignen Tumor.

  • blastomatös
    • blas|to|m(at)ös

    • Englischer Begriff: blastomatous

    mit Merkmalen des Blastoms, ein Blastom betreffend.

  • Blastomatose
    • Blas|to|ma|to|se

    • Englischer Begriff: blastomatosis

    • Fach: Pathologie

    Krankheit mit Bildung zahlreicher echter Tumoren.

  • Blastomeren
    • Blas|to|me|ren

    • Englischer Begriff: blastomeres

    • Fach: Embryologie

    die durch Furchung des befruchteten Eies entstandenen Zellen (Einz.: Blastomer). – Sie sind im Experiment in andere Keimbezirke oder einen anderen Keimling verpflanzbar (= Blastomerentranslokation, -transplantation).

  • Blastomyces
    • Blas|to|my|ces

    • Englischer Begriff: Blastomyces

    eine Pilzgattung, die teils den anaskosporogenen Hefen, teils den Fungi imperfecti zugerechnet wird. Ihre Arten bilden wenig regelmäßige Konidien oder segmentierte Myzelien in der Myzelphase bzw. vielfach sprossende Zellen in der Hefephase. – B. (= Paracoccidioides) brasiliensis, B. dermatitidis: Erreger der Süd- bzw. Nordamerikanischen Blastomykose.

  • Blastomycosis
    • Blas|to|my|co|sis

    • Englischer Begriff: blastomycosis

    Blastomykose.

    • B. queloidana
      im Amazonasgebiet vorkommende, durch Glenosporella loboi s. amazonica... (mehr)
  • Blastomycosis queloidana
    Blastomycosis
    • B. que|lo|ida|na

    • Synonyme: Lôbo-Krankh.

    • Englischer Begriff: keloidal b.; Lôbo's disease

    im Amazonasgebiet vorkommende, durch Glenosporella loboi s. amazonica hervorgerufene Pilzerkrankung der Haut, u. zwar als chronische, therapieresistente Hautmykose mit derben, knollenförm., subkutanen Knoten (Granulomen) vom Typ des Pseudokeloids; evtl. auch eiternde Fisteln.

  • Blastomykose
    • Blasto|mykose

    Erkrankung durch Hefen oder hefeart. Organismen, deren Sprossformen im Gewebe nachweisbar sind („Sprossformmykosen“). Pilzinfektion, die zu den Systemmykosen gehört. Es werden verschieden Formen unterschieden: B., Nordamerikanische; ferner Südamerikanische B. (Parakokzidioidomykose), Europäische B. (Kryptokokkose) u. – inkorrekt – die Chromomykose (Blastomycosis nigra).

  • Blastomykose, Nordamerikanische
    Blastomykose
    • B., Nordamerikanische

    • Synonyme: Gilchrist(-Rixford)-Krankheit; Zymonematose

    • Englischer Begriff: North American blastomycosis; Gilchrist's disease

    chronische, v.a. in den USA u. Kanada (aber auch in Afrika) vorkommende Infektionskrankheit nach Einatmen von Blastomyces dermatitidis. Klinik: beginnt als Lungenblastomykose, d.h. als schleichende Bronchopneumonie (mit unregelmäßigem Fieber, später auch eitrigem, blutdurchzogenem Auswurf, Abmagerung, Kachexie). Darauf folgt – als systemische B. – eine durch hämatogene Aussaat bedingte Erkr. der Haut sowie verschiedener Organe (Leber, Milz, Knochen, Niere, Prostata u. Gehirn). An der Haut treten Papeln (z.B. pustulös) mit randständigen miliaren Abszessen auf und – durch sekundäre bakterielle Infektion bedingt – eitrige Geschwüre. Deren Heilung erfolgt unter Bildung atrophischer Narben.

  • Blastopathie
    • Blas|to|pa|thie

    • Englischer Begriff: blastopathia

    eine tief greifende Entwicklungsstörung der Leibesfrucht (s.a. Kyematopathie) infolge Störung der Blastogenese.

  • Blastophore
    • Blas|to|pho|re

    • Englischer Begriff: blastophore

    das bei der Umwandlung (Reifung) der Spermide zum Spermium abgestreifte Zytoplasma.

  • Blastoporus
    • Blas|to|po|rus

    • Englischer Begriff: blastopore

    • Fach: Embryologie

    die Öffnung des Urdarmes nach außen im Gastrulastadium; der Ort der Ekto-Entoderm-Grenze.

  • Blastospore
    • Blas|to|spore

    • Englischer Begriff: blastospore

    • Fach: Mykologie

    eine asexuelle, durch Knospung aus vegetativen Hyphen entstandene Spore (im Ggs. zur sexuellen Askospore).

  • Blastozyste
    • Blas|to|zy|ste

    • Synonyme: Keimblase; Morula vesicularis

    • Englischer Begriff: blastocyst

    Abbildung

    aus der Morula entstandener doppelwandiger, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum. Die äußere Wand bilden Zellen des Trophoblasten, dem innen der Embryoblast anliegt. S.a. Keim (Abb.).

  • Blastozystenkultur

      extrauterine Züchtung mehrerer in vitro befruchteter Eizellen bis zum Blastozystenstadium auf einem speziellen Nährboden; Maßnahme zum selektiven Blastozystentranfer.

    • Blastozystentransfer

        sas Einbringen einer im Reagenzglas befruchteten und bis zum Blastozystenstadium gezüchteten Eizelle in den weiblichen Uterus, wobei diese wegen ihrer morphologischen Qualität von mehreren (dem demselben Paar entstammenden) in vitro gezüchteten Blastozysten ausgewählt wurde; in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz (ESchG) bisher nicht gestattet; s.a. In-vitro-Fertilisation.

      • Blastula
        • Blas|tu|la

        • Englischer Begriff: blastula

        • Fach: Embryologie

        Hohlkugel, die bei Säugern während der frühen Keimentwicklung aus der Morula hervorgeht. Ein einschichtiges Epithel (Blastoderm) umgibt einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum (Blastozöl). Beim Menschen entspricht der B. die Blastozyste.

      • Blättchentest
        • Blättchentest

        Abbildung

        Agar-Diffusionstest zur orientierenden Bestimmung der Antibiotika-Resistenz von Krankheitserregern (s.a. Antibiogramm). Ausgewertet werden Hemmhofbildungen, die sich um Antibiotika-getränkte Filterpapierblättchen in einer Bakterienkultur aus infektiösem Patientenmaterial bilden. Analog auch Nachweis bzw. Prüfung von Immunkörpern, Vitaminen etc.

      • Blattern
        • Blatter(n)

        • Englischer Begriff: smallpox; variola

        Pocke(n); Variola.

      • Blau-Anomalie
        • Blau-An|oma|lie

        „Gelb-Blau-Schwäche“ als Typ der Farbenfehlsichtigkeit (anomale Trichromasie).

      • Blau-Gelb-Blindheit
        • Blau-Gelb-Blindheit

        • Englischer Begriff: blue-yellow blindness

        die „Tritanopie“ als Form der Farbenfehlsichtigkeit (s.a. Trichromasie).

      • Blaublindheit
        • Blau|blind|heit

        • Englischer Begriff: Tritanopie; blue-blindness

        • Fach: Ophthalmologie

        Form der partiellen Farbblindheit. Blaue Farbe wird nicht wahrgenommen; Verwechslung von Blau mit Grün, Rot mit Orange, Hellgelb mit Weiß, Grüngelb mit Grau bzw. Violett. S.a. Farbenfehlsichtigkeit, Trichromasie, Tritanomalie (Blauschwäche).

      • Blaue-Windeln-Syndrom
        • Blaue-Windeln-Syndrom

        • Englischer Begriff: blue diaper syndrome

        eine familiäre Hyperkalziämie mit Nephrokalzinose, Hyperphosphaturie u. krankheitstypischer Indikanurie infolge einer angeborenen Resorptionsstörung für Tryptophan („Tryptophan-Malabsorptionssyndrom“); das nicht im Darm resorbierte Tryptophan wird von Darmbakterien zu Indol(verbindungen) umgewandelt, die – nach Resorption durch die Darmschleimhaut – in der Leber zu Indikan umgesetzt werden, das als solches im Urin ausgeschieden wird (u. zu Blaufärbung der Windeln führt).

      • blauer Fleck
        • Englischer Begriff: black and blue mark

        • Fach: Dermatologie

        Sugillation, Suffusion, Hämatom; s.a. blauer Naevus.

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