Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Blepharon
    • Ble|pha|ron

    • Englischer Begriff: blepharon; eyelid

    Lid.

  • Blepharophimosis
    • Ble|pha|ro|phi|mo|sis

    • Englischer Begriff: blepharophimosis

    abnorme Kürze der Lidspalte, u. zwar dominant erblich (u. mit Mikrophthalmie, Blepharoptose u. anderen Fehlbildungen) oder erworben (z.B. bei narbiger Lidplattenschrumpfung nach chron. Blepharitis, bei Trachom, als senile B. evtl. mit En- u. Ektropium).

    • B., senile
      B. durch Erschlaffung der Fascia tarsoorbitalis u. des Lides sowie durch... (mehr)
  • Blepharophimosis, senile
    Blepharophimosis
    • B., senile

    • Englischer Begriff: senile b.

    B. durch Erschlaffung der Fascia tarsoorbitalis u. des Lides sowie durch Medialverziehung des seitlichen Lidwinkels durch den Musculus orbicularis.

  • Blepharophryoplastik
    • Blephar|ophry(o)|plastik

    der operative Lidrand- u. Wimpernersatz durch Verpflanzung eines Augenbrauenstreifens.

  • Blepharoplast
    • Ble|pha|ro|plast

    • Englischer Begriff: blepharoplast

    • Fach: Protozoologie

    Basalkörperchen, an dem die Geißel ansetzt (z.B. bei Trypanosomen im infektiösen Stadium). – s.a. Kinetoplast.

  • Blepharoplegie
    • Blepharo|ple|gie

    • Englischer Begriff: blepharoplegia

    „Lidlähmung“ durch Ausfall a) des Musculus orbicularis oculi, d.h. bei Fazialisparese (d.h. als Lidschlussdefekt; evtl. mit Keratitis e lagophthalmo) oder b) des M. levator palpebrae, d.h. bei Okulomotoriusparese (mit Blepharoptosis).

  • Blepharoptosis
    • Blepharo|pto|sis

    • Englischer Begriff: blepharoptosis

    Ptosis des Oberlides; s.a. Blepharoplegie.

  • Blepharorrhaphie
    • Blepharor|rha|phie

    • Englischer Begriff: blepharorrhaphy

    • Fach: Ophthalmologie

    Tarsorrhaphie.

  • Blepharospasmus
    • Blepharo|spas|mus

    • Englischer Begriff: blepharospasm

    der Lidkrampf; u. zwar als Blepharotonus oder Blepharoklonus (Letzterer evtl. als Blinzeltic = B. nictitans).

  • Blepharospasmus, reflektorischer
    Blepharospasmus
    • B., re|flek|torischer

    • Englischer Begriff: b. due to adjacent process

    B. als Symptom verschiedener Augenerkrankungen sowie bei Zahn-, Siebbeinzellenerkrankung, durch Fremdkörper- oder überstarken Lichtreiz.

  • Blepharospasmus, sympathischer
    Blepharospasmus
    • B., sym|pa|thischer

    • Synonyme: essentieller B.

    • Englischer Begriff: essential b.

    z.B. als B. im Alter, bei Neurasthenie.

  • Blepharospasmus, symptomatischer
    Blepharospasmus
    • B., sym|ptomatischer

    • Englischer Begriff: symptomatic b.

    B. bei Erkrankungen des Zentralnervensystems, z.B. postenzephalitisch, bei Fazialisirritation, Axenfeld-Schürenberg-Syndrom; s.a. Chvostek-Zeichen.

  • Blepharostat
    • Blepharo|stat

    • Englischer Begriff: blepharostat

    • Fach: Ophthalmologie

    Lidhalter.

  • Blepharostenose
    • Blepharo|stenose

    • Englischer Begriff: blepharostenosis

    • Fach: Ophthalmologie

    Blepharophimosis.

  • Blepharosymphysis
    • Blepharo|symphysis

    • Synonyme: -synechie

    • Englischer Begriff: blepharosynechia

    • Fach: Ophthalmologie

    Symblepharon.

  • Blepharotonus
    • Blepharo|tonus

    • Englischer Begriff: tonic blepharospasm

    der tonische Lidkrampf (Blepharospasmus), u.U. als lang anhaltender Lidschluss; bei Reizzuständen des Auges, Irritation des Nervus trigeminus oder N. opticus, nach Enzephalitis.

  • Blessig-Iwanow-Zysten
    • Blessig-Iwanow-Zysten

    • Englischer Begriff: Blessig-Iwanow cysts

    gehäuft im höheren Lebensalter auftretende Zysten in der peripheren Netzhaut ohne Krankheitswert.

  • Bleuler
    • Bleuler

    • Biogr.: Eugen G., 1857–1939, Psychiater, Zürich

  • Bleuler-Krankheit
    Bleuler
    • B.-Krankheit

    veraltet für Schizophrenie.

  • Bleuler-Psychosyndrom
    Bleuler
    • B.-Psycho|syndrom

    (1916) veraltete Bez. für organisches Psychosyndrom (s.a. Korsakow-Syndrom).

  • Blickbewegung
    • Blick|bewegung

    • Englischer Begriff: ocular motility

    die willkürliche oder unwillkürl. Abweichung der Sehlinien von der Primärstellung allein durch Augenbewegungen, d.h. durch Abduktion, Adduktion, Senkung, Hebung (max. bis 70°, 50°, 60° bzw. 20°).

  • Blickfeld
    • Blick|feld

    • Englischer Begriff: visual field; field of vision

    Abbildung

    der allein durch Blickbewegungen in Verbindung mit der Scharfeinstellung (d.h. durch Projektion der Objekte auf die Makula) optisch erfassbare Teil des Raumes. Unterschieden als maximales (mittels Perimeter bestimmbares) B. u. als Gebrauchs-B. (oder Umfang bei Blickbewegungen bis ca. 20°). Das binokulare (beidäugige) B. besteht aus den bd. monokularen Blickfeldern u. deren Überlagerungsbereich (überdeckendes B.), von dem jedoch nur ein Teil („gemeinsames B.“) binokulares Einfachsehen zulässt (s. Abb.). S. a. Horopter, Gesichtsfeld, Blickzentren.

  • Blickkrampf
    • Blick|krampf

    • Synonyme: Schauanfall

    • Englischer Begriff: gaze spasm; oculogyric crisis

    • Fach: Neurologie

    die zwanghaft erlebte, anfallsartige, rhythmische, oft tonisch-klonische, u.U. lang anhaltende Dauerbewegung der Augen, u. zwar als okulogyrer B. (v.a. nach schräg oben) oder aber starrer Geradeausblick. Tritt auf bei Schäden oder Reizzuständen der mesenzephalen Blickzentren bzw. der nahe gelegenen schlafsteuernden Zentren, z.B. nach Enzephalitis, u. als Komplikation der Behandlung mit Neuroleptika.

  • Blicklähmung
    • Blick|lähmung

    • Englischer Begriff: gaze palsy

    die gleichmäß. Bewegungseinschränkung beider Augen für bestimmte Blickrichtungen infolge einer Schädigung der Blickzentren oder der supranukleären Bahnen des Gesichtssinnes.

  • Blicklähmung, assoziierte
    Blicklähmung
    • B., assoziierte

    • Synonyme: konjugierte B.

    • Englischer Begriff: associated g. p.

    B. als Einschränkung gleichsinniger, v.a. seitlicher Blickbewegungen, wobei aber keine Doppelbilder auftreten. Sie ist kombiniert mit einer assoziierten Augenabweichung u. tritt z.B. bei Erkrankungen im Pons- u. Vierhügelgebiet auf (Blickzentrum); s.a. Ophthalmoplegia.

  • Blicklähmung, dissoziierte
    Blicklähmung
    • B., dis|soziierte

    • Englischer Begriff: dissociated g. p.

    B. als Einschränkung gegensinniger Augenbewegungen, u. zwar als Divergenz-, Konvergenz- u. als dissoziierte Vertikallähmung, u. stets mit Doppelbildern. S.a. Parinaud-Ophthalmoplegie.

  • Blicklähmung, konjugierte
    Blicklähmung
    • B., konjugierte

    • Englischer Begriff: conjugated g. p.

    assoziierte B.

  • Blicklinie
    • Blick|linie

    • Englischer Begriff: visual line

    Verbindungslinie zwischen Blickpunkt, Augendrehpunkt u. Fovea centralis.

  • Blickrichtungsnystagmus
    • Blick|richtungs|nystagmus

    • Englischer Begriff: deviation nystagmus

    beim Blick nach der Seite bzw. nach oben/unten regelmäßig auftretender Spontannystagmus (als Rechts-, Links-, Vertikalnystagmus [nach oben oder unten]) als Zeichen einer zentralen Vestibularisstörung. – s.a. Einstellungsnystagmus.

  • Blickzentrum
    • Blick|zentrum

    • Englischer Begriff: center of gaze; visual center

    Abschnitte des Zentralnervensystems für die Lenkung der Blickbewegungen. In der mittleren Stirnwindung hinten das „Spähzentrum“ für die willkürlichen assoziierten Augenbewegungen („Kommandobewegungen“); im Kalkarinabereich (Area striata) des Hinterhauptlappens das optomotorische B. für die reflektorischen Blickbewegungen (für Führungs-, Folgebewegungen sowie Fusionsbewegungen; für Konvergenz, Fusion, Blinzelreflex). Subkortikal, nahe dem Abduzenskern (pontines B.) u. im Vierhügelgebiet (mesenzephales B.; nahe Hirnnervenkern III u. IV) das Zentrum für seitliche bzw. vertikale Bewegungen; in der Hörrinde das akustische B. für Blickbewegungen auf Hörreize; ferner ein Koordinationszentrum im Kleinhirn u. ein Konvergenzzentrum im Bereich des Perlia-Kerns (Teilkern des Okulomotoriuskerns). Alle Zentren sind untereinander und mit anderen Hirnrindenzentren u. mit den Augenmuskelkernen verbunden.

  • Blind-loop-Syndrom
    • Blind-Loop-Syndrom

    • Etymol.: engl.

    Blindsack-Syndrom.

  • Blindbiopsie
    • Blind|biopsie

    • Englischer Begriff: blind biopsy

    Entnahme des Biopsiematerials ohne direkte, endoskop. oder röntgenolog. Sichtkontrolle.

  • Blinddarm
    • Blind|darm

    • Englischer Begriff: blind gut; cecum

    Caecum (volkstümlich aber der Wurmfortsatz, Appendix vermiformis).

  • Blinddarmentzündung
    • Blinddarm|entzündung

    Typhlitis (volkstümlich aber die Appendicitis).

  • Blindendatresie
    • Blind|end|atre|sie

    • Englischer Begriff: dead-end atresia

    • Fach: Pathologie

    Atresie am Blindende eines Hohlorganes (als Darmatresie allgemein auch mit Mesenteriumdefekt kombiniert).

  • Blindenhilfe
    • Blinden|hilfe

    die dem Blinden nach dem Schwerbehindertengesetz zustehenden Hilfen. Blind ist danach derjenige, dessen Restsehkraft auf dem besseren Auge nicht mehr als 0,02 (1/50) beträgt. Der Blinde erhält einen Schwerbehindertenausweis u. hat Anspruch auf kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit Begleitperson. Weitere Hilfen stehen dem Betroffenen über die Sozialhilfe zu u. hängen vom jeweiligen Grad der Behinderung ab.

  • Blindenschrift
    • Blinden|schrift

    • Englischer Begriff: braille

    als Braille-B. eine Schrift, deren Buchstaben aus 1–5 zu ertastenden Punkten in 6-Punkte-Anordnung bestehen.

  • blinder Fleck
    • Englischer Begriff: blind spot

    der Bereich des Discus nervi optici, der einer Gesichtsfeldlücke (Skotom) 12–18° schläfenseits des Fixierpunktes entspricht u. bedingt ist durch das Fehlen der Sinneszellen im Discus nervi optici. Bei beidäugigem Sehen wird die Sehfeldlücke im Allg. durch korrespondierende Bildanteile (s.a. Blickfeld) ausgefüllt. Der Nachweis erfolgt durch den Mariotte-Versuch.

  • blinder Fleck des Vestibularapparates
    blinder Fleck
    • b. F. des Vestibularapparates

    Ausfall des räuml. Lagegefühls in einer bestimmten Kopfhaltung, in der sich die Reize der 3 Bogengänge gegenseitig aufheben.

  • Blindheit
    • Englischer Begriff: blindness

    die angeborene oder erworbene hochgradige Minderung des Sehvermögens, i.e.S. der völlige (beidäugige) Sehverlust (Amaurose).

  • Blindheit, funktionelle
    Blindheit
    • B., funktionelle

    • Synonyme: psychogene B.

    • Englischer Begriff: functional b.

    Sehverlust ohne objektiven Augenbefund, z.B. nach Commotio cerebri, schwerem Schock, bei neurologisch-psychiatrischer Affektion einschl. „Hysterie“. – s.a. Rindenblindheit, optische Agnosie.

  • Blindheit, praktische
    Blindheit
    • B., praktische

    • Englischer Begriff: legal b.

    dauerhafte Herabsetzung der zentralen Sehschärfe am besseren Auge auf 1/50 oder weniger bzw. Vorliegen einer anderen (in der Schwere vergleichbaren), nicht nur vorübergehenden Sehstörung.

  • Blindsack-Syndrom
    • Blindsack-Syndrom

    • Englischer Begriff: blind-loop syndrome

    Beschwerdenkomplex als Folge einer chronischen Stauung des Darminhaltes (Chymusstagnation) im blinden Ende einer zur Seit-zu-Seit-Darmanastomose herangezogenen Darmschlinge (z.B. bei Jejunoileostomie) oder aber in einem Darmdivertikel; u. zwar Verdauungsstörungen, Schleimhautreizungen (einschl. Geschwürsbildung), Völle- u. Druckgefühl, Durchfälle u. (latente) megalozytäre Anämie, Letztere infolge erhöhten Vitamin-B12-Verbrauchs durch die Darmflora u. durch Resorptionsstörung. – s.a. Blindverschluss.

  • Blindverschluss
    • Blind|verschluss

    • Fach: Chirurgie

    operativer Verschluss eines Hohlorgans unter Bildung einer „Sackgasse“, z.B. als B. des Darmes bei Resektion mit nachfolgender Seit-zu-Seit-Anastomose oder insbes. der typ. Duodenalverschluss bei der originalen Billroth-Op. II; hierbei muss durch entsprechende Operationstechniken (Braun-Fußpunktanastomose) der Entwicklung eines Blindsack-Syndroms vorgebeugt werden.

  • Blindverschluss, angeborener multipler
    Blindverschluss
    • B., angeborener multipler

    • Synonyme: Weyers-Syndrom

    • Fach: Pathologie

    ein Komplex multipler Atresien des Verdauungstraktes.

  • Blindversuch
    • Blind|versuch

    • Englischer Begriff: blind test; (simple/double) blind study

    • Fach: Pharmazie

    Wirkungsprüfung, bei der die Versuchsperson (= einfacher B.) bzw. auch der Arzt u. Versuchshelfer (= Doppel-B.) nicht erfahren, ob das verabreichte Präparat echt oder ein Placebo ist. Dient v.a. der Ausschaltung rein psychischer Komponenten (Suggestionswirkungen) bei der Arzneimittelprüfung. Bedarf der unbedingten Einwilligung des Patienten u. der Absicherung ärztl. Maßnahmen bei eventuellen unerwünschten Nebenwirkungen.

  • Blinzelkrampf
    • Blinzel|krampf

    • Englischer Begriff: winking spasm

    Blepharoklonus.

  • Blinzelreflex
    • Blinzel|reflex

    • Englischer Begriff: wink reflex; lid reflex

    Hornhautreflex (2).

  • Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe
    • Blitz(-Nick-Salaam)-Krämpfe

    • Synonyme: BNS-Krämpfe (Abk.)

    • Englischer Begriff: nodding spasms; salaam convulsions; infantile spasms; jackknife seizures

    eine oft mit fortschreitendem geist. Verfall kombinierte generalisierte Epilepsie-Manifestation beim Kleinkind. Ätiol.: Manifestation im 3.–8. Monat überwiegend symptomatisch; häufig durch perinatale Schädigung. Jungen sind häufiger betroffen. Klinik: Typisch ist ein blitzartiges Zusammenfahren des Körpers mit Nachvornschleudern der Arme u. Beine (Blitzkrampf), als Vorbeugen des Rumpfes (Propulsiv-Petit-Mal), als Kopfneigung u. Zusammenführen der Arme vor dem Brustkorb (Salaam-Krampf) oder als nickende Kopfbewegung (Nick-Krampf).

  • Blitzfigur
    • Blitz|figur

    • 1)
      baumartig verzweigte („Dendrit“) braunrötl... (mehr)
    • 2)
      Blitzfigur-ähnliche Gruppen von Mikrothrombosen nach fehlerhaft intraarteriell... (mehr)
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