Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Blutdruckmessung
    • Blutdruck|messung

    • Englischer Begriff: blood pressure measurement; hemodynamometry

    Abbildung

    als direkte Bl. („blutige“) die Bestimmung des Blutdrucks mittels eines in ein geeignetes Blutgefäß eingeführten u. an ein – z.B. elektronisches – Manometer angeschlossenen Gefäßkatheters. Die indirekte Bl. erfolgt mit dem Blutdruckapparat (nach Riva-Rocci = RR), einem Messgerät mit aufblasbarer u. an ein Manometer angeschlossener Gummimanschette (evtl. mit eingebautem Mikrophon bei semiautomatischen Systemen). Der systolische u. der diastol. Druckwert werden hierbei auskultatorisch ermittelt (Auskultation, Korotkow-Ton) oder aber mittels Ultraschall-Doppler-Methode bzw. oszillatorisch, d.h. aus den Manometerpulsationen oder palpatorisch durch Tasten des Pulses. Der bei der auskultator. Ermittlung abgelesene Wert ist Mittelwert aus Staudruck u. dem gegen die Gefäßwand wirkenden „Lateraldruck“. Angabe der Werte erfolgt gemäß dem SI-System in Kilopascal (oder in mmHg; 1 mmHg = 133 Pa).

  • Blutdrucksenkung
    • Blutdruck|senkung

    • Englischer Begriff: lowering of blood pressure

    Absenken des erhöhten arteriellen Blutdrucks medikamentös (Antihypertensiva) oder mittels kontrollierter Hypotension.

  • Blutdruckzügler
    • Blutdruck|zügler

    • Englischer Begriff: blood-pressure depressors

    die i.S. einer Blutdrucksenkung wirksamen Nerven, d.h. der Nervus depressor u. die Karotissinusnerven. Als Rezeptoren u. Auslöser fungieren Pressorezeptoren im Aortenbogen bzw. im Karotissinus. Durchtrennung der B. führt zum Entzügelungshochdruck.

  • Blutegeltherapie
    • Blut|egel|therapie

    • Englischer Begriff: leech therapy; leeching

    das Ansetzen von Blutegeln (Hirudo medicinalis) zu therapeutischen Zwecken; neben der lokalen Ausleitung von Blut u. Gewebeflüssigkeit bzw. der Auflösung von Blutgerinnseln sezernieren die Blutegel das Antikoagulans Hirudin, den Proteasehemmer Eglin, den Plasminhemmer Bdellin sowie Hementin und Orgelase (beide hyperämisierend); Anwendung 1) in der Naturheilkunde als ausleitendes Verfahren zur lokalen Behandlung von Thrombophlebitiden, postthrombotischem Syndrom, Furunkeln, Arthrosen u. Epicondylitis, Augenerkrankungen, früher auch bei Orchitis etc., 2) in der modernen Hand- und Schönheitsschirurgie zur Abschwellung und bei Wundheilungsstörungen.

  • Bluteindickung
    • Blut|eindickung

    • Englischer Begriff: hemoconcentration

    die Verminderung des Wassergehaltes des Blutes (Anhydrämie) als Folge eines Verlustes von Körperwasser durch Schwitzen, anhaltendes Erbrechen, Durchfall, massive Wundsekretion bei Verbrennung (mit Pseudopolyglobulie), aber auch infolge Vermehrung der korpuskulären Elemente des Blutes (Polyglobulie, -zythämie).

  • Bluteiweißstoffe
    • Blut|eiweiß|stoffe

    Plasmaproteine.

  • blutende Mamma
    • Englischer Begriff: bleeding mamma

    • Fach: Gynäkologie

    Entleerung von Blut oder bluthaltiger Flüssigkeit aus der Brustdrüse bei – evtl. noch nicht tastbarem – Papillom oder Mammakarzinom, seltener bei Mastopathie.

  • Blutentnahme
    • Blut|entnahme

    • Englischer Begriff: taking of blood samples

    die Gewinnung von Probandenblut mittels Saugpipette nach Hauteinstich oder -schnitt mit einer Einweglanzette (an Fingerbeere, Ohrläppchen; beim Säugling an Ferse, Großzehe) bzw. – in größeren Mengen – mittels Injektionsspritze oder Venüle nach Venenpunktion (allgemein aus der Vena cubitalis, beim Säugling u. Kleinkind evtl. aus der Schläfen-, Jugular- oder Nabelvene). Die Ausführung durch den Arzt oder eine ausgebildete Hilfskraft (unter Haftung des Arztes) ist gebunden an die Einwilligung des Patienten bzw. des Vormundes (Ausnahme ist die vom Richter, Staatsanwalt oder Hilfsbeamten angeordnete u. nur von einem approbierten Arzt auszuführende Bl.).

  • Bluter
    • Bluter

    • Englischer Begriff: bleeder; hemophiliac

    eine von einer hämorrhagischen Diathese, i.e.S. von der Hämophilie („Bluterkrankheit“) betroffene Person; s.a. Blutergelenk.

  • Bluterbrechen
    • Blut|erbrechen

    • Englischer Begriff: blood vomiting

    Hämatemesis.

  • Blutergelenk
    • Bluter|gelenk

    • Englischer Begriff: bleeder's joint; hemophilic joint

    chronisches Gelenkleiden des Bluters, charakterisiert durch degenerative Knochendefekte (Usuren) u. Ablagerung von Hämosiderin als Folge wiederholter Gelenkblutungen; im fortgeschr. Stad. mit Deformierungen und Bewegungseinschränkungen; s.a. Hämarthros.

  • Bluterguss
    • Blut|erguss

    • Englischer Begriff: hematoma

    • Fach: Pathologie

    Hämatom.

  • Blutersatzflüssigkeit
    • Blutersatz(flüssigkeit)

    • Englischer Begriff: blood substitute

    1) wässrige Lösung anorganischer oder organ. Stoffe (physiologische NaCl-, Ringer-, Tyrode-Lsg. bzw. Polyvinylpyrrolidon, Dextran etc.) zur Anw. als Volumenersatzmittel bei Hypovolämie; meist als Dauertropfinfusion verabfolgt. S.a. Bluttransfusion, 2) Lösungen mit Sauerstoff-transportierenden Eigenschaften wie zellfreie Hämoglobinlösungen u. Perfluorcarbone.

  • Blutfaktoren
    • Blut|faktoren

    • Englischer Begriff: blood factors

    die unabhängigen oder einem Blutgruppensystem zugehörigen erblichen serologischen Eigenschaften des Blutes; z.B. bestimmte Antigene, die Serumgruppen. – s.a. Faktor I usw. als Faktoren der Blutgerinnung.

  • Blutfarbstoff
    • Blut|farbstoff

    • Englischer Begriff: blood pigment

    das Hämoglobin.

  • Blutfleck
    • Blut|fleck

    • 1)
      Hämatom, Petechie, Sugillation, Suffusion, Vibices, Purpura („Blutfleckenkrankheit“)... (mehr)
    • 2)
      Blutspur... (mehr)
  • Blutfleck 1)
    Blutfleck
    • 1)

    • Englischer Begriff: blood spot

    • Fach: Dermatologie

    Hämatom, Petechie, Sugillation, Suffusion, Vibices, Purpura („Blutfleckenkrankheit“), Bayard-Ekchymosen, Paltauf-Fleck.

  • Blutfleck 2)
    Blutfleck
    • 2)

    • Englischer Begriff: blood stain

    • Fach: Gerichtsmedizin

    Blutspur.

  • Blutformel
    • Blut|formel

    • Englischer Begriff: total blood type

    die Gesamtheit der serologischen Merkmale der Erythrozyten (AB0-Blutgruppen, Rh-System usw.) u. des Blutserums.

  • Blutgasanalyse
    • Blut|gas|analyse

    • Englischer Begriff: blood gas analysis

    die – volumetrische, manometr., photoelektr., potentiometr. oder polarograph. – Bestimmung der im arteriellen oder venösen Blut vorhandenen Gase (deren Gehalt, Spannung, evtl. auch Sättigung), u. zwar – je nach Bedarf – die Bestg. des Sauerstoffs u. Kohlendioxids, evtl. auch des Stickstoffs, in bes. Fällen auch des Kohlenmonoxids, der Blausäure etc.; z.B. im Rahmen der Lungenfunktionsprüfung, bei der Narkoseüberwachung, anlässlich des Herzkatheterismus, bei respiratorischer Insuffizienz. S.a. Astrup-, Barcroft-Haldane-Methode, Scholander-Analyse, van-Slyke-Apparatur, Henderson-Hasselbalch-Gleichung.

  • Blutgefäße
    • Blut|gefäße

    • Englischer Begriff: blood vessels

    • Fach: Anatomie

    Arteria, Vena, Arteriola, Venula, Vas capillare, Endstrombahn, Rete mirabile; s.a. Gefäßsystem, Glomerulus, Angio..., Hämangio...

  • Blutgerinnsel
    • Blut|gerinnsel

    • Englischer Begriff: blood clot

    Masse geronnenen Blutes (nach erfolgter Retraktion). Ein Fibrinnetz mit reichlich Erythrozyten sowie mit Leuko- u. Thrombozyten. S.a. Blutgerinnung, Thrombus, Cruor, Clot.

  • Blutgerinnung
    • Blut|gerinnung

    • Englischer Begriff: blood coagulation; blood clotting

    Abbildung

    das Erstarren des flüssigen Blutes als physiologischer Schutzmechanismus gegen Blutverluste, d.h. als Mechanismus der Blutstillung bei Verletzung (u. gleichzeitig als Faktor der Wundheilung u. Infektionsabwehr). Ein komplexer u. in Phasen ablaufender Vorgang (Schema), der zur Bildung von unlöslichem Fibrin aus dem im Blutplasma vorhandenen Fibrinogen führt (s.a. Blutgerinnsel) u. der – in Zusammenwirken mit Calciumionen – vom Thrombin katalysiert wird. An dem Geschehen sind ca. 30 Faktoren beteiligt, darunter die Blutgerinnungsfaktoren des Blutplasmas (Faktor I bis XIII; in aktivierter Form gekennzeichnet durch den Zusatz „a“, z.B. XIIa) u. zahlreiche, mit arabischen Ziffern nummerierte Thrombozytenfaktoren (dort Tab.; s.a. Thrombozytenaggregation), die in einem inneren u. einem – schneller wirksamen – äußeren (Intrinsic- bzw. Extrinsic-)System am Zustandekommen der Gerinnsel zusammenwirken. Im Wesentlichen erfolgt eine Umsetzung von Proenzymen zu Enzymen. Die durch katalytische Wirkung des Thrombins entstehenden Fibrinmonomere werden durch Autopolymerisation zu netzbildenden Fibrinfäden, die durch den Faktor XIIIa stabilisiert werden. Eine Hemmung der Gerinnung durch Störung von Einzelphasen, durch Produktionsbeeinflussung oder durch Abbau von Gerinnungsfaktoren bzw. -komplexen ist die Grundlage der Minuskoagulopathien, der Gerinnungsstörungen im engeren Sinne (s.u. Koagulopathien, Verbrauchskoagulopathie). Dieses Prinzip wird therapeutisch bzw. prophylaktisch genutzt durch Verabfolgung von Antikoagulanzien sowie bei Labortesten (z.B. durch Citrat, EDTA, Heparin).

  • Blutgerinnungszeit
    • Blut|gerinnungs|zeit

    • Englischer Begriff: coagulation time; clotting time

    Zeitspanne zwischen der Blutentnahme u. dem spontanen Eintritt der Blutgerinnung (d.h. der Bildung festen Fibrins). Die globale, nicht auf einzelne Faktoren gerichtete Bestimmung (in Kapillar- oder Venenblut) erfolgt z.B. nach Bürker, Lee-White.

  • Blutgeschwulst
    • Blut|geschwulst

    • Fach: Pathologie

    Hämangiom, Angiom; i.w.S. auch das Hämatom.

  • Blutgifte
    • Blut|gifte

    • Englischer Begriff: hemotoxins

    Substanzen mit Wirksamkeit in Richtung einer Hämoglobinveränderung (z.B. Kohlenmonoxid, Methämoglobinbildner, Nitroverbindungen, Blei, Arsen), Hämolyse (Schlangengift, Chinin, Saponine) oder Blutgerinnungs- bzw. Blutbildungsstörung (Benzol, Toxine).

  • Blutgruppen
    • Blut|gruppen

    • Englischer Begriff: blood groups; blood types

    • Fach: Serologie

    die die „Blutgruppenindividualität“ jedes Menschen prägenden, von Alter, Geschlecht u. Umwelt unabhängigen erblichen Merkmale, die durch Makromoleküle mit spezifisch antigenen Eigenschaften (Blutgruppenantigene) repräsentiert werden, welche in Körperzellen u. somit auch in Blutzellen nachweisbar sind (Nerven-, Knorpel- u. Plazentazellen sowie Glaskörper ausgenommen), wie auch in den Körperflüssigkeiten (s.a. Sekretor). Sie werden als „Zellgruppeneigenschaften“ nach den Mendel-Gesetzen vererbt u. gehören als Einzelmerkmale (Blutgruppe i.w.S.) z.T. bestimmten Systemen an. Biochemisch handelt es sich bei den „Blutgruppensubstanzen“ meist um kohlenhydratreiche Glykoproteine; diese bestehen aus einem verzweigtkettigen Polysaccharid, u. zwar einem Heterosaccharid aus Fucose, Galaktose u. aus Acetylglucosamin u. Galaktosamin sowie aus einem über N-Acetylgalaktosamin daran gebundenen Polypeptid. Der Träger der immunologischen Spezifität dieser an die Zelloberfläche gebundenen Substanzen ist die „N-terminale“ u. jeweils besondere Gruppierung der Polysaccharidkette. Das Zusammentreffen mit korrespondierenden, natürlich im Serum von Personen anderer Blutgruppenzugehörigkeit vorhandenen Normalantikörpern oder mit Blutgruppenantikörpern als Produkt einer Sensibilisierung führt zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion (die auch im Rahmen der Blutgruppenbestimmung praktisch genutzt wird). – Als Einzelmerkmale von klinischem Interesse ersten Ranges sind die Blutgruppen des AB0-Blutgruppensystems (dort Tab.). – Weitere Gruppen bzw. Systeme s.u. Duffy-, Kell-Cellano-, Kidd-, Lewis-, Lutheran-, MNSs-, P-, Rhesus-System. Als private B. gibt es ferner Merkmale durch Individualantigene. – Die Bestimmung der B. (einschl. Untergruppen, Faktoren, Plasmaeigenschaften) erfolgt mit Hilfe von Testseren u. von Testerythrozyten, u. zwar meist als Agglutinationsmethode (in physiologischer Kochsalz-Lsg.); Coombs-Test, Kreuzprobe, Antikörpersuchtest.

  • Blutgruppenantigen
    • Blut|gruppen|antigen

    • Englischer Begriff: blood-group antigen

    s.u. Blutgruppe.

  • Blutgruppenantikörper
    • Blut|gruppen|antikörper

    • Englischer Begriff: blood-group antibodies

    Immunglobuline, die in Verbindung mit dem jeweils spezifischen Blutgruppenantigen zur Agglutination (vgl. Geldrollenagglutination, Hübener-Friedenreich-Phänomen) bzw. Präzipitation führen. Sie kommen vor als komplette (= agglutinierende) AK, u. zwar meist als 19-S-Eiweißkörper (= IgM) sowie als inkomplette (= konglutinierende) AK (meist 7-S-Proteine = IgG); s.a. Isoantikörper, Isohämagglutinin, Isohämolysin, Blutgruppe.

  • Blutgruppenbestimmung
    • Blut|gruppen|bestimmung

    • Englischer Begriff: blood grouping

    s.u. Blutgruppen; s.a. AB0-Blutgruppensystem (dort Abb.).

  • Blutgruppengutachten
    • Blut|gruppen|gutachten

    • Englischer Begriff: blood-group expert opinion

    umfassende Bestimmung der Blutgruppen z.B. für den Vaterschaftsausschluss bzw. zur Identitätsprüfung u. in der Zwillingsdiagnostik.

  • Blutgruppeninkompatibilität
    • Blutgruppen|in|kompatibilität

    • Englischer Begriff: blood-group incompatibility

    Unverträglichkeit von Blutgruppen; AB0-, Rhesusinkompatibilität.

  • Blutgruppensubstanzen
    • Blutgruppen|substanzen

    • Englischer Begriff: blood-group substances

    die das materielle Substrat der Blutgruppen darstellenden makromolekularen Substanzen, die die spezifische A-, B-, H- u. Le-Aktivität zeigen u. deren Aufbau enzymatisch unter direkter Kontrolle von Genen erfolgt. Für die Praxis wichtig v.a. die aus Schweine- bzw. Pferdemagenmukosa hergestellten A- u. B-Substanzen, die genutzt werden zur Reduzierung der Anti-A-, Anti-B-Substanzen bzw. Anti-A- u. Anti-B-Titer in Blutkonserven, zum Nachweis von Isoantikörpern im Agglutinationshemmungstest, zur Stimulierung von Anti-A u. Anti-B.

  • Blutgruppensystem
    • Blutgruppen|system

    AB0-Blutgruppensystem, i.w.S. auch andere Systeme (s.u. Blutgruppen).

  • Blutharnen
    • Blut|harnen

    Hämaturie; s.a. Hämoglobinurie.

  • Bluthochdruck
    • Blut|hochdruck

    • Englischer Begriff: high blood pressure

    die arterielle Hypertonie.

  • Bluthusten
    • Blut|husten

    Hämoptoe, Hämoptysis.

  • blutig
    • Englischer Begriff: bloody

    hämorrhagisch.

  • blutiger Schweiss
    blutig
    • bl. Schweiß

    • Englischer Begriff: b. sweat

    Hämhidrosis.

  • Blutinseln
    • Blut|inseln

    • Fach: Embryologie

    s.u. Blutbildung.

  • Blutkapillare
    • Blut|kapillare

    • Englischer Begriff: capillary

    Vas capillare; s.a. Kapillar...

  • Blutkonserve
    • Blut|konserve

    • Englischer Begriff: stored blood (for transfusion)

    Tabelle

    unter aseptischen Bedingungen von gesunden Blutspendern (s.a. Tab.) gewonnenes u. in einem Spezialgefäß (Kunststoffbeutel) aufbewahrtes Blut für Transfusionszwecke. Hergestellt als Vollblutkonserve (flüssiges Blut mit Zusatz eines Stabilisators, z.B. ACD; s.a. Frischblutkonserve) oder als Spezialkonserve, d.h. als bes. Blutderivat. Die Haltbarkeit variiert je nach Herstellung u. Lagerungsart; die Haltbarkeit der Erythrozyten beträgt etwa 3 Wo. (bei ADP-Zusatz ca. 2 Mon., bei Tiefkühlung unter Glycerinschutz mehrere Mon.), die des Plasmas im flüssigen Zustand 6–12 Mon., nach Gefriertrocknung 10 J., Plasmaproteinlösung ist 3–5 J. haltbar.

  • Blutkörperchen
    • Blut|körperchen

    • Englischer Begriff: blood corpuscle

    die Erythro-, Leuko- u. Thrombozyten (= rote bzw. weiße B. bzw. Blutplättchen) einschl. ihrer Vorstufen u. pathologischen Formen.

  • Blutkörperchenschatten
    • Blut|körperchen|schatten

    • Englischer Begriff: ghost

    ausgelaugter, hämoglobinfreier Erythrozyt, z.B. im Harnsediment, nach Hämolyse.

  • Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
    • Blut(körperchen)senkungs|geschwindigkeit

    • Synonyme: -reaktion; „Senkung“; BSG (Abk.); BKS (Abk.); BSR (Abk.)

    • Englischer Begriff: erythrocyte sedimentation rate; ESR (Abk.)

    Bestimmung der Absinkgeschwindigkeit der Blutkörperchen in einer ungerinnbar gemachten Blutprobe (allgemein in Citratblut, einem 1+4- = 1:5-Gemisch aus Natriumcitrat u. frisch entnommenem Blut), u. zwar anhand der durch Agglomeration bedingten Sedimentationsgeschwindigkeit der Erythrozyten. Sie erfolgt meist nach der Westergren-Methode, wobei anhand der Graduierung der kleinlumigen, senkrecht aufgestellten, 200 mm langen speziellen Glasröhrchen der 1- u. 2-Std.-Wert in mm abgelesen werden. Normalwerte: beim Mann 3–8 bzw. 5–18 mm, bei der Frau 6–11 bzw. 6–20 mm. Höhere Werte (BSG-Beschleunigung) werden gefunden bei Dys- u. Paraproteinämie, d.h. bei z.B. entzündlich bedingter Zunahme der sog. grobdispersen Globuline, der Akute-Phase-Proteine (u. relativer Verminderung der – feindispersen – Albumine) u. bei qualitativen u. quant. Veränderungen der Erythrozyten. Verminderte Werte z.B. bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen, Polyglobulien.

  • Blutkörperchenvolumen
    • Blutkörperchen|volumen

    • Englischer Begriff: corpuscular volume

    Erythrozytenvolumen.

  • Blutkörperchenzylinder
    • Blutkörperchen|zylinder

    • Englischer Begriff: blood cell cast

    • Fach: Urologie

    Erythro-, Leukozytenzylinder.

  • Blutkrankheit
    • Blut|krankheit

    Hämopathie.

  • Blutkrebs
    • Blut|krebs

    i.e.S. Leukämie.

  • Blutkreislauf
    • Blut|kreislauf

    Abbildung

    der Blutumlauf (Blutzirkulation; s.a. Blutströmung) bzw. das dazu dienende kardiovaskuläre System als Transportsystem (mit den Blutgefäßen als Transportwegen), in dem das Blut (Transportmittel) vom Herzen (Pumpe) in einem Kreislauf bewegt wird (geschlossenes System; Abb.). Wichtigste Aufgaben: Versorgung der Körperzellen mit den erforderlichen Stoffen, Abtransport der Stoffwechselprodukte der Zellen (wobei Letzterer auch indirekt über die interstitielle Flüssigkeit erfolgt) u. der Wärmetransport. Unterschieden

    • 1)
      als Körperkreislauf mit dem linken Ventrikel als Pumpe, nachgeschaltet... (mehr)
    • 2)
      als Lungenkreislauf mit dem rechten Ventrikel als Pumpe, der das venöse... (mehr)
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