Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Brachymyonie
    • Brachy|myo|nie

    • Englischer Begriff: brachystasis

    eine allgemeine, ätiologisch ungeklärte Muskelverkürzung. Manifestiert sich im 6.–7. Lj. in gebeugt fixierten Ellenbogen- u. Kniegelenken, Kyphose der gesamten WS u. in schmerzhafter Sehnensteifheit.

  • Brachyolmie
    • Brachy|olmie

    Verkürzung der Wirbelsäule (infolge Platyspondylie); z.B. als autosomal-rezessiv erbliche Skelettdysplasie.

  • Brachyösophagus
    • Brachy|öso|phagus

    • Englischer Begriff: brachyesophagus

    abnorme Kürze der Speiseröhre als angeborene Entwicklungsstörung oder – häufiger – als Folge einer entzündl. Fixierung eines Gleitbruchs. Hierbei befinden sich der Bauchabschnitt der Speiseröhre ebenso wie Teile der Magenkuppel im Thoraxraum; Klinik: Speisereflux, Erbrechen (bei freier Passage), fortschreitende örtl. Entzündung, Hämatemesis u. Melaena. S.a. Barrett-Syndrom.

  • Brachyphalangie
    • Brachy|pha|lan|gie

    • Englischer Begriff: brachyphalangia

    abnorme Kürze von Finger- bzw. Zehengliedern. – Führt zu Brachydaktylie.

  • Brachypodie
    • Brachy|po|die

    • Englischer Begriff: brachypody

    Kurzfüßigkeit bzw. -beinigkeit.

  • Brachyrrhachie
    • Brachyr|rha|chie

    abnorme Kürze der Wirbelsäule (i.e.S. infolge Brachyspondylie); v.a. beim Kleinwuchs der polytopen enchondralen Dysostosen.

  • Brachyspondylie
    • Brachy|spon|dylie

    abnorm geringe Wirbelkörperhöhe (s.a. Platyspondylie); generalisiert z.B. bei hochgradiger Osteoporose oder polytopen enchondralen Dysostosen. – s.a. Brachyrrhachie, Fischwirbel.

  • Brachysyndaktylie
    • Brachy|syn|dak|ty|lie

    • Englischer Begriff: brachysyndactyly

    • Fach: Pathologie

    Brachydaktylie mit bzw. infolge Syndaktylie.

  • Brachytelephalangie
    • Brachy|telephalangie

    • Synonyme: -daktylie Typ D

    • Englischer Begriff: brachytelephalangia

    Kürze des Fingerendgliedes; am 1. Handstrahl als „Kolbendaumen“.

  • Brachytherapie
    • Brachy|therapie

    • Englischer Begriff: brachytherapy

    Strahlentherapie, bei der sich die Strahlenquelle im oder direkt am Tumorgewebe befindet. Als intrakavitäre B. durch Einführung eines Strahlers (u.a. Iridium-192) in ein karzinomatös befallenes Hohlorgan (u.a. bei gynäkologischen Tumoren), heute meist als ferngesteuerte Afterloading-Behandlung (Nachladetechnik). Ferner als intravasale Strahlentherapie von Gefäßstenosen (mit β- und γ-Strahlern).

  • Brachyzephalie
    • Brachy|zephalie

    • Synonyme: -kephalie

    • Englischer Begriff: brachycephaly

    sog. Kurz-, Rund- oder Breitköpfigkeit mit Abflachung des Hinterkopfes. Entwicklungsmerkmal des menschl. Schädels ab dem Neolithikum („Brachyzephalisation“ = Globularisation). Als Extremform die Ultrabrachykephalie.

  • Braden-Skala
    • Braden-Skala

    Skala zur Einschätzung u. Beurteilung der Dekubitusgefährdung eines Patienten. Die Skala umfasst sechs Variablen: 1) Mobilität, im Sinne der Fähigkeit, Körperpositionen zu verändern u. zu kontrollieren; 2) Aktivität; 3) Reibungs- u. Scherkräfte; 4) sensorische Wahrnehmung, verstanden als die Fähigkeit, sinngemäß auf durch Druck hervorgerufenes Unbehagen zu reagieren; 5) Ernährung; 6) Belastung der Haut durch Feuchtigkeit.

  • Bradford-Hill-Kriterien

      tabellarisch erfasstes Fragenschema zur Prüfung eines Zusammenhangs zwischen möglicher Ursache (Umwelteinflüsse, sozioökonomische Faktoren usw.) u. Auftreten eines bestimmten Krankheitsbildes in einer bestimmten Population bzw. in einem begrenzten Gebiet.

    • Bradyakusie
      • Brady|aku|sie

      • Englischer Begriff: bradyacusia

      Schwerhörigkeit.

    • Bradyarrhythmie
      • Brady|ar|rhyth|mie

      • Englischer Begriff: bradyarrhythmia

      • Fach: Kardiologie

      langsame totale Arrhythmie (< 50/Sek.) bei Vorhofflimmern (mit erschwerter AV-Überleitung) oder -flattern (wechselnde 4:1- oder 5:1-Überleitung der Erregungen). – s.a. Bradykardie.

    • Bradyarthrie
      • Brady|ar|thrie

      • Englischer Begriff: bradyarthria

      Bradylalie.

    • Bradyästhesie
      • Bra|dy|äs|the|sie

      • Englischer Begriff: bradyesthesia

      Empfindungsstörung mit verzögerter Wahrnehmung von Berührungsreizen; s.a. Hypästhesie.

    • Bradydiadochokinese
      • Brady|dia|do|cho|ki|ne|se

      • Englischer Begriff: slow diadochokinesia

      • Fach: Neurologie

      verlangsamte Diadochokinese, v.a. bei Kleinhirnerkrankungen.

    • Bradykardie
      • Brady|kar|die

      • Englischer Begriff: bradycardia

      langsame – regelmäßige oder unregelmäß. – Herzschlagfolge (< 60/Min.) bei normo- oder heterotoper Reizbildung. Physiologisch bei der konstitutionellen Vagotonie u. bei trainierten Sportlern; krankhaft bei Störung der autonomen Reizbildung des Herzens oder bei Irritationen des autonomen Nervensystems (peripher oder – z.B. Vagotonie bei Hirndruck – zentral).

    • Bradykardie fetale
      Bradykardie
      • B., fetale

      • Fach: Geburtshilfe

      Herzaktion des Feten mit Basisfrequenz < 120/Min.

    • Bradykardie-Tachykardie-Syndrom, alternierendes
      • Brady|kardie-Tachy|kardie-Syndrom, alternierendes

      • Englischer Begriff: brady-tachycardia syndrome

      das Sick-Sinus-Syndrom.

    • Bradykinesie
      • Brady|ki|ne|sie

      • Englischer Begriff: bradykinesia

      Verlangsamung der Bewegungsabläufe als Folge organischer Hirnerkrankungen (z.B. das bradykinetische Syndrom bei Parkinsonismus) sowie bei seelischer Depression, neurotischer Fehlhaltung.

    • Bradykinin
      • Brady|ki|nin

      • Englischer Begriff: bradykinin

      ein Gewebshormon (Kinin), u. zwar ein Nonapeptid, das an glatten Muskeln eine langsame Kontraktion auslöst, das aber auch den Blutdruck senkt u. die Kapillarpermeabilität steigert. Es wird im Blutplasma aus der inaktiven Vorstufe Bradykininogen (ein α-Pseudoglobulin) gebildet durch proteolytische Enzyme (z.B. Trypsin, Schlangengift) bzw. durch aktiviertes Serum-Kallikrein.

    • Bradylalie
      • Brady|lalie

      • Synonyme: -arthrie; -glossie

      • Englischer Begriff: bradylalia; bradyglossia

      • Fach: Neurologie

      verlangsamtes Sprechtempo durch Pausen („Skandieren“) u. Langziehen der Silben; bei Läsion des Kleinhirns u. der zugeordneten Strukturen (v.a. bei multipler Sklerose); oft treten auch weitere motor. Antriebsstörungen auf.

    • Bradyphrenie
      • Brady|phre|nie

      • Englischer Begriff: bradyphrenia

      • Fach: Psychologie

      Verlangsamung der psychischen Abläufe bei hirnorganischen Prozessen, hochgradigem Myxödem.

    • Bradypnoe
      • Brady|pnoe

      • Englischer Begriff: bradypnea

      verminderte Atemfrequenz (beim Erwachsenen < 16/Min.); physiologisch im Schlaf; krankhaft zentral bedingt, als große, periodische, intermittierende Atmung.

    • Bradyteleokinese
      • Brady|te|leo|ki|ne|se

      • Englischer Begriff: bradyteleokinesis

      Verlangsamung von Zielbewegungen kurz vor Erreichen des Ziels; „Bremsungsphänomen“ bei Erkrankung des Kleinhirns (u. zugeordneter Strukturen); typisch nachweisbar z.B. beim Finger-Nase-Versuch.

    • bradytroph
      • brady|troph

      • Englischer Begriff: bradytrophic

      mit mäßiger Trophik, verlangsamtem, herabgesetztem Stoffwechsel; z.B. b. Gewebe (Gewebe mit nur geringer Kapillarversorgung u. mit Stoffaustausch v.a. durch Diffusion; z.B. Knorpel, Hornhaut, Linse, Gefäßwände).

    • Bradyurie
      • Brady|urie

      • 1)
        verlangsamte Harnentleerung bei Miktionsstörung... (mehr)
      • 2)
        verzögerte Harnbildung... (mehr)
    • Bradyurie 1)
      Bradyurie
      • 1)

      • Fach: Urologie

      verlangsamte Harnentleerung bei Miktionsstörung.

    • Bradyurie 2)
      Bradyurie
      • 2)

      • Englischer Begriff: bradyuria

      • Fach: Nephrologie

      verzögerte Harnbildung.

    • Bragard-Zeichen
      • Bragard-Zeichen

      • Englischer Begriff: Bragard's sign

      • Biogr.: Karl B., 1890–1973, Orthopäde, München

      • 1)
        Auslösbarkeit eines Ischiasschmerzes durch passive Dorsalextension im... (mehr)
      • 2)
        durch Beugung (Bragard I) bzw... (mehr)
    • Bragard-Zeichen 1)
      Bragard-Zeichen
      • 1)

      Auslösbarkeit eines Ischiasschmerzes durch passive Dorsalextension im Fuß- bzw. Großzehengrundgelenk bei gleichzeitig im Hüftgelenk gebeugten u. im Knie gestreckten Bein; z.B. bei Bandscheibenerkrankung.

    • Bragard-Zeichen 2)
      Bragard-Zeichen
      • 2)

      durch Beugung (Bragard I) bzw. zusätzl. Auswärtsdrehung des Unterschenkels nach der Verletzungsseite (B. II) gesteigerte Druckschmerzhaftigkeit am vord. Kniegelenkspalt als Zeichen einer Meniskusschädigung.

    • Braille-Schrift
      • Braille-Schrift

      • Englischer Begriff: braille

      (1829) s.u. Blindenschrift.

    • Brailsford-Bársony-Polgár-Syndrom
      • Brailsford-Bársony-Polgár-Syndrom

      • Biogr.: James Fred. Br., 1888–1961, Radiologe, Birmingham

      Ostitis condensans ilei.

    • brain mapping
      • Etymol.: engl.

      EEG-Mapping.

    • Bramann-Kallotomie
      • Bramann-Kallo|tomie

      • Fach: Neurochirurgie

      Balkenstich.

    • Branche
      • Branche

      der „Arm“ einer Schere, Klemme; s.a. geburtsh Zange.

    • Branchialbogen
    • Branchialbogennerven
    • Branchialdarm
    • branchialis
      • bran|chia|lis

      • Etymol.: latein.

      die Branchialbögen bzw. Kiemenbögen (u. -taschen) betreffend. S.a. Kiemen..., branchiogen.

    • branching enzyme
      • branching enzyme

      • Etymol.: engl.

      die α-Glucan-verzweigende Glykosyltransferase.

    • branchiogen
      • bran|chio|gen

      • Englischer Begriff: branchiogenous, -genic

      von einem Branchialbogen (= Kiemenbogen[gebilde]) bzw. einer Schlundtasche ausgehend; z.B. b. Fistel (= seitliche Halsfistel infolge Persistieren der 2. Branchialfurche und der 2. Schlundtasche), b. Karzinom (Plattenepithel- oder Basalzellkarzinom seitlich am Hals als Entartungsfolge einer branchiogenen Zyste), b. Zyste (Zyste als fortbestehender Rest einer Branchialfurche [Sinus cervicalis] bzw. Schlundtasche oder infolge eines sekundären Verschlusses einer branchiogenen Fistel; Entartung zu einem branchiogenen Karzinom kommt vor).

    • Brand
      • Englischer Begriff: gangrene

      • Fach: Pathologie

      Gangrän.

    • Brand-Cystinnachweis
      • Brand-Cys|tin|nachweis

      Reduktion des Cystins (im Harn, Kot etc.) mit NaCN-Lösung zu Cystein; flüchtige Violettfärbung mit Natriumnitroprussidlösung.

    • Brand, emphysematöser
      Brand
      • B., emphysematöser

      • Englischer Begriff: emphysematous g.

      Gasödem.

    • Brandblase
      • Brand|blase

      • Englischer Begriff: burn blister

      Blasenbildung durch seröses Exsudat zwischen Korium u. Epidermis bei Verbrennung 2. Grades; da der Papillarkörper erhalten ist, erfolgt narbenlose Heilung.

    • Brandes-Operation
      • Brandes-Operation

      • Biogr.: Max A. L. B., geb. 1881, Orthopäde, Dortmund

      • 1)
        Hallux-valgus-Korrektur durch basale 2/3-Resektion... (mehr)
      • 2)
        Voss-Hängehüfte... (mehr)
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