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  • Brucellose
    • Bru|cel|lo|se

    • Synonyme: Bruzellose; Brucellosis

    • Englischer Begriff: brucellosis; undulant fever

    Oberbegriff für die durch die verschiedenen Brucella-Biotypen verursachten, epidemiologisch nahe verwandten Erkrankungen von Menschen u. Tieren (Anthropozoonosen), d.h. die Bang-Krankheit, das Maltafieber u. die Schweinepest. Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit infiziertem Material oder durch Genuss infizierter tierischer Produkte. Klinik: Die Krankheiten sind charakterisiert durch wellenförmiges Fieber (Febris undulans, daher als Synonym), gehen mit Organmanifestationen an Milz u. Leber einher u. verlaufen abortiv oder – meist – akut bösartig, u. zwar als splenohepatonephritische, meningitische, enteritische, bronchopneumonische, rheumatisch-septische oder als Mischform. Diagn.: Serologie (Hauttests, KBR, MKR), Erregerkultur oder Tierversuch.

  • Bruch
    • Bruch 1)
      Bruch
      • 1)

      • Englischer Begriff: hernia

      Hernie (Eingeweidebruch).

    • Bruch 2)
      Bruch
      • 2)

      • Englischer Begriff: fracture

      Fraktur.

    • Bruch-Membran
      • Bruch-Membran

      • Englischer Begriff: Bruch's membrane

      • Biogr.: Karl Wilhelm L. B., 1819–1884, Anatom, Basel, Gießen

      die die Lamina choriocapillaris an das Pigmentepithel der Netzhaut fixierende Grenzschicht (mit ektodermaler Lamina vitrea u. mesodermaler L. elastica).

    • Bruchband
      • Bruch|band

      • Synonyme: Bracherium

      • Englischer Begriff: hernia truss

      mechanisches Hilfsmittel zur Bedeckung der Bruchpforte von Leistenbrüchen. Meist als elastisches Stahlband mit einer der Bruchpforte aufliegenden Pelotte u. mit einer Abstützung über dem Kreuzbein oder mit Riemenbefestigung (engl. bzw. französ. B.).

    • Brucheinklemmung
      • Bruch|einklemmung

      • Englischer Begriff: strangulated hernia; incarcerated hernia

      • Fach: Chirurgie

      die unter charakteristischer Symptomatik (Incarceratio) erfolgende Einklemmung einer Hernie (Bruchsack samt Inhalt) in der entspr. Bruchpforte. Sie wird bei Baucheingeweidebrüchen ausgelöst durch eine plötzliche Steigerung des Bauchinnendrucks, z.B. beim Husten, Pressen, u. durch das nachfolgende Austreten des Bruches durch die zu enge Bruchpforte oder aber durch eine Volumenzunahme des Inhaltes bereits ausgetretener Darmschlingen (als sog. Koteinklemmung). Kompl.: Infarzierung, Nekrose, Peritonitis, Ileus, die evtl. durch rechtzeitige Bruchreposition zu vermeiden sind (bei Misslingen bzw. Folgeerscheinungen ist die Op. aus vitaler Indikation nötig).

    • Bruchoperation
      • Bruch|operation

      • Englischer Begriff: hernia repair

      Herniotomie, -plastik.

    • Bruchpforte
      • Bruch|pforte

      • Englischer Begriff: hernial orifice

      eine angeborene oder erworbene, ringförmige oder kanalartige (durch Bruchringe begrenzte) Lücke in der Wandung einer Körperhöhle als Austrittsstelle eines Eingeweidebruches (Hernie).

    • Bruchsack
      • Bruch|sack

      • Englischer Begriff: hernial sac

      Ausstülpung einer Körperhöhlenauskleidung als typische, sackartige Hülle. Umschließt meist die durch eine Bruchpforte anlässlich einer Bruchbildung (Herniation) ausgetretenen Eingeweide. Gelegentlich auch leerer Sack, z.B. nach spontaner Reposition des Bruchinhaltes oder – z.B. als Processus vaginalis – ein Rudiment der embryonalen Entwicklung. Bei Gleitbrüchen besteht der B. z.T. aus der Wand des vorgefallenen retroperitonealen Organs. Enthält allgemein seröse Flüssigkeit, sog. Bruchwasser. Ist evtl. mit der Umgebung verwachsen (Hernia accreta) oder enthält innen Verwachsungen (die u.U. sogar zu Zystenbildung führen). Bei den inneren Eingeweidehernien die natürl. Wandung der betreffenden Peritonealtasche (Recessus).

    • Bruchspaltanästhesie
      • Bruchspalt|an|äs|the|sie

      • Englischer Begriff: local anesthesia in the fracture gap

      (Böhler) Lokalanästhesie eines Knochenbruchs durch perkutane Injektion des Betäubungsmittels in den Frakturspalt.

    • Brucin
      • Bru|cin

      • Synonyme: Dimethoxystrychnin

      • Englischer Begriff: brucine

      ein Alkaloid der Brechnuss; wirkt als Reflexkrampfgift.

    • Brücke
        • 1)
          Pons... (mehr)
        • 2)
          ein fester (zementierter) Zahnersatz, der fehlende Zähne durch den Brückenkörper... (mehr)
        • 3)
          bei Mittelohr-Operationen mit Kuppelraum- u. Gehörgangswandabtragung die... (mehr)
      • Brücke
        • Brücke

        • Biogr.: 1) Ernst W. Ritter v. B., 1819–1892, Physiologe, Königsberg, Wien; 2) H.-Gottfried v. B., geb. 1905, österreich. Chirurg

      • Brücke 1)
        Brücke
        • 1)

        • Englischer Begriff: pons

        • Fach: Anatomie

        Pons.

      • Brücke 2)
        Brücke
        • 2)

        • Englischer Begriff: bridge

        • Fach: Zahnmedizin

        ein fester (zementierter) Zahnersatz, der fehlende Zähne durch den Brückenkörper in Form u. Funktion ersetzt. Die B. wird – an den als Brückenpfeiler präparierten – natürlichen Zähnen befestigt durch Fixierelemente (= Anker; z.B. Kronen oder Gussfüllungen). Bei der abnehmbaren B. sind die Brückenanker geteilt („Doppelkrone“).

      • Brücke 3)
        Brücke
        • 3)

        • Fach: Otologie

        bei Mittelohr-Operationen mit Kuppelraum- u. Gehörgangswandabtragung die über dem Aditus ad antrum verbleibende Knochenbrücke.

      • Brücke-Cumming-Phänomen
        Brücke
        • B.-Cumming-Phänomen

        • Englischer Begriff: Brücke-Bartley phenomenon

        • Biogr.: Ernst W. Ritter von B.

        Augenleuchten.

      • Brücke-Muskel
        Brücke
        • B.-Muskel

        • Englischer Begriff: B.'s muscle

        • Biogr.: Ernst W. Ritter v. B.

        Ziliarmuskelfasern, die als Fibrae meridionales von den korneoskleralen Trabekeln (Trabecula corneoscleralia) zu den vorderen Aderhautpartien ziehen; sie sind an der Akkommodation beteiligt u. wirken als Choroideaspanner (als „Tensor choroideae“ bezeichnet).

      • Brücke-Operation
        Brücke
        • B.-Operation

        • Biogr.: H.-Gottfried v. B.

        der „osteoplastische“ Bruchpfortenverschluss unter Einwärtskippen des durch Osteotomie mobilisierten, aus dem Zusammenhang gelösten Beckenkamms (bewirkt Entspannung der Bauchmuskulatur im Unterbauch).

      • Brücken-Mittelhirn-Syndrome
        • Brücken-Mittelhirn-Syndrome

        • Englischer Begriff: pontomesencephalic syndromes

        • Fach: Neurologie

        typische Krankheitsbilder bei kombiniertem Schaden der Brücke (Pons) u. des Mesencephalons; meist als alternierende Lähmung (s.a. Brückenhaube). Es sind dies das Parinaud-, Weber-, Millard-Gubler-, Foville-, Raymond-, Brissaud-, Gasperini-, Raymond-Cestan-, Benedikt-, Avellis-Syndrom.

      • Brückenarm
      • Brückenatrophie
        • Brücken|atrophie

        • Englischer Begriff: pontine atrophy

        die sekundäre Atrophie der Brücke (Pons) bei best. Systematrophien (z.B. bei Déjerine-Thomas-Syndrom, paramedianem Pons-Syndrom, Nucleus-niger-Atrophie, Parkinsonismus).

      • Brückenfuß
        • Brücken|fuß

        • Fach: Anatomie

        der vordere („ventrale“) Teil der Brücke (Pons).

      • Brückengips
        • Brücken|gips

        • Englischer Begriff: fenestrated plaster bandage

        • Fach: Chirurgie

        Gipsverband mit einer schienen- oder bügelüberbrückten Aussparung über Wunden, Entzündungsherden.

      • Brückenhaube
        • Brücken|haube

        • Synonyme: Tegmentum pontis

        • Englischer Begriff: tegmentum of pons

        • Fach: Anatomie

        der dorsale Teil der Brücke (Pons). – Neurologie typische Ausfallssymptome (Brückenhaubensyndrome) mit alternierenden Lähmungen, d.h. mit neurologischen Ausfällen von Hirnnerven derselben Seite u. mit Ausfällen an Rumpf u. Extremitäten der Gegenseite, sind das Foville- u. das Gasperini-Syndrom (Syndrom der kaudalen Brückenhaube) sowie das Raymond-Cestan-Syndrom (Syndrom der oralen Brückenhaube). S.a. Brissaud-Syndrom, Millard-Gubler-Syndrom.

      • Brückenkallus
        • Brücken|kallus

        • Englischer Begriff: bridging callus

        • Fach: Chirurgie

        überschießender („luxurierender“) Knochenkallus als Brücke zwischen Knochenbruchbereichen benachbarter Knochen bzw. – bei Gelenkfrakturen – als paraartikuläre Spange. Verursacht Sperrerscheinungen, evtl. Nerven-, Gefäßkompression.

      • Brückenkolobom
        • Brücken|kolobom

        • Englischer Begriff: bridge coloboma

        • Fach: Ophthalmologie

        ein Regenbogen- oder Aderhautkolobom mit einer an umschriebener Stelle überbrückten Spalte.

      • Brückenlappenplastik
        • Brücken|lappen(plastik)

        • Englischer Begriff: bridge flap; bipedicle flap

        • Fach: Chirurgie

        Plastik mittels eines Haut- oder Schleimhautlappens, der primär beidseits gestielt ist (Payr) oder aber durch Vereinigung zweier einstieliger Lappen zu einem brückenart. Gebilde geformt wurde; s.a. Muffplastik, Visierlappen.

      • Brückenschenkel
      • Brückensymptome
        • Brücken|symptome

        • 1)
          Symptome oder Symptomfragmente im Intervall zwischen der Ersterkrankung... (mehr)
        • 2)
          Symptome bei Schädigung des Pons... (mehr)
      • Brückensymptome 1)
        Brückensymptome
        • 1)

        Symptome oder Symptomfragmente im Intervall zwischen der Ersterkrankung u. einem Rezidiv bzw. zwischen Unfall u. Unfallfolgen (wichtig für Zusammenhangsfrage).

      • Brückensymptome 2)
        Brückensymptome
        • 2)

        Symptome bei Schädigung des Pons.

      • Brückenwinkel
        • Brücken|winkel

        • Englischer Begriff: cerebellopontine angle

        • Fach: Anatomie

        Kleinhirnbrückenwinkel.

      • Brudzinski-Zeichen
        • Bru|dzin|ski-Zeichen

        • Englischer Begriff: Brudzinski's sign

        • Biogr.: Josef v. B., 1874–1917, Pädiater, Warschau

        • Fach: Neurologie

        Sammelbegriff für die Reflexe bei meningealer Reizung; als B.-Contralateralreflex die gleichsinnige Mitbeteiligung des anderen Beines an der passiven Beugung eines Beines im Hüft- u. Kniegelenk; als B.-Nackenzeichen die Beugung der Beine in den Hüft- u. Kniegelenken nach passiver Kopfbeugung (Folge der Dehnung der hint. Rückenmarkswurzeln); als B.-Symphysenzeichen die Beugung u. Abduktion der Beine (des Liegenden) bei Druckausübung auf die Symphyse; als B.-Wangenzeichen das Vorstrecken der Arme, evtl. mit Beugung im Ellenbogengelenk, bei Druckausübung unterhalb der Jochbögen.

      • Brugada-Brugada-Syndrom
        • Brugada(-Brugada)-Syndrom

        • Biogr.: Pedro und Josep B.; Erstbeschreibung 1991/1992

        Abbildung

        familiär gehäuft auftretender Herzstillstand ohne nachweisbare strukturelle Herzkrankheit. Diagn.: Im Ruhe-EKG treten Rechtsschenkelblock u. ST-Strecken-Hebungen auf (s. Abb). Ther.: Implantation eines Defibrillators oder Antiarrhythmika.

      • Brügger-Methode
        • Brügger-Methode

        • Biogr.: Alois B., 1920–2001; Orthopäde, Schweiz

        krankengymnastische Behandlungsmethode des sternosymphysalen Syndroms, pseudoradikulärer Krankheitsbilder u. von Insertionstendopathien auf neurophysiologischer Grundlage.

      • Bruggiser-Hernie
        • Bruggiser-Hernie

        Krönlein-Hernie.

      • Brugia malayi
        • Bru|gia malayi

        • Synonyme: Wuchereria mal.

        ein Wurm (Nematode [Filariidae]), der im Lymphsystem von Mensch u. Säugetieren parasitiert; der Erreger der malayischen Filariose (Brugiasis). Die Larven (Microfilaria malayi) treten nachts im peripheren Blut auf u. werden u.a. durch Anopheles- u. Mansonia-Arten übertragen; Vorkommen v.a. in Asien u. im pazifischen Raum. – s.a. Microfilaria (dort Abb.).

      • Bruit
        • Etymol.: franz.

        • Englischer Begriff: bruit; sound; murmur

        Geräusch.

      • Bruit de chaînon
        Bruit
        • B. de chaînon

        • Fach: Chirurgie

        „Kettengeräusch“ als Symptom bei Tendovaginitis u. – ähnlich – bei der bimanuellen Palpation über Leberzysten.

      • Bruit de diable
        Bruit
        • B. de diable

        • Englischer Begriff: venous hum

        • Fach: Kardiologie

        Nonnensausen.

      • Bruit de flot
        Bruit
        • B. de flot

        „Wogengeräusch“ durch schnellen Lagewechsel bei Hydropneumothorax.

      • Bruit de flot ascitique
        Bruit
        • B. (de flot) ascitique

        • Fach: Hepatologie

        bei der Bauchperkussion ein doppeltes akust. Phänomen, bestehend aus dem Perkussionston u. einem anschließ. Plätscherton (= B. de clapotement) als Aszites-Symptom.

      • Bruit de moulin
        Bruit
        • B. de moulin

        • Englischer Begriff: mill-wheel murmur

        „Mühlradgeräusch“, z.B. bei Pneumoperikard, Pneumohydrothorax.

      • Bruit de pot fêlé
        Bruit
        • B. de pot fêlé

        • Englischer Begriff: cracked pot sound

        das oberhalb des Schlüsselbeins über großen Kavernen hörbare Perkussions-„Geräusch des gesprungenen Topfes“; ähnlich auch am Schädel vor Nahtschluss oder bei einem Hydrozephalus im Kindesalter.

      • Brummen
        • Englischer Begriff: dry rale

        • Fach: Pulmologie

        ein trockenes Rasselgeräusch bei Einengung der Lichtung der Bronchen u. Bronchiolen durch Sekret, Schleimhautschwellung oder Spasmus.

      • Brun-Syndrom
        • Brun-Syndrom

        atypische Augentuberkulose mit rezidivierender phlyktänulöser Keratokonjunktivitis u. Iritis.

      • Brunhilde-Stamm
        • Brunhilde-Stamm

        • Englischer Begriff: Brunhilde strain

        der Prototyp des serologischen Typs I des Poliovirus hominis (benannt nach dem Versuchstier, der Schimpansin Brunhilde); der häufigste Erreger von Poliomyelitis-Epidemien u. der paralytischen Formen der Krankheit.

      • Brünings-Bronchoskop
        • Brünings-Bron|cho|skop

        • Biogr.: Wilhelm B., 1876–1958, HNO-Arzt, Jena, München

        ein Bronchoskop mit Verschlusskappe, anschraubbarem Handgriff u. schwenkbarer Beleuchtung für Autoskopie.

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