Medizin-Lexikon: Einträge mit "B"

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  • Bandwurmmittel
    • Bandwurmmittel

    • Synonyme: Tänizide

    • Englischer Begriff: teni(a)cides

    • Fach: Pharmazie

    gegen Zestoden (insbes. Tänien) angewandte Stoffe; Wirkst.: z.B. Niclosamid, Praziquantel, Mebandazol. Die Anw. erfolgt meist als „Bandwurmkur“, d.h. nach leichter Diät (u. Darmentleerung) mit dem Ziel der Wurmabtreibung.

  • Bang
    • Bang

    • Biogr.: Bernhard Laurits Frederik B., 1848–1932, Arzt u. Tierarzt, Kopenhagen

  • Bang-Bazillus
  • Bang-Krankheit
    Bang
    • B.-Krankheit

    • Englischer Begriff: Bang's disease

    durch Infektion mit Brucella abortus bedingtes „seuchenhaften Verkalben“ beim Rind (Abortus B.); auf den Menschen übertagbar (Febris undulans B.).

  • Bankart-Läsion
    • Bankart-Läsion

    • Synonyme: B.-Impression

    • Englischer Begriff: Bankart's lesion

    • Biogr.: Arthur Sydney Bl. B., 1879–1951, Chirurg, London

    Abriss des Labrum glenoidale inferius mit Abflachung des unteren vorderen Pfannenrandes bei der traumatischen Schulterluxation (nach vorn); begünstigt – zusammen mit der Hill-Sachs-Läsion – die habituelle Schulterluxation.

  • Bannayan-Riley-Ruvalcaba-Syndrom
    • Bannayan-Riley-Ruvalcaba-Syndrom

    Makrozephalie u. mesodermale Hamartome (Hämangiome, Lipome, Lymphangiome). Autosomal-dominant erblich (variable Expressivität?/allele Mutationen?).

  • Bannister-Krankheit
    • Bannister-Krankheit

    • Englischer Begriff: Bannister's disease

    • Biogr.: Henry Martyn B., 1844–1920, Neurologe, Chicago

    Angioödem.

  • Bannwarth-Syndrom
    • Bannwarth-Syndrom

    • Englischer Begriff: Lyme disease; tick borne disease

    (1941) die neurologische Symptomatik bei Lyme-Krankheit.

  • Banti-Syndrom
    • Banti-Syndrom

    • Englischer Begriff: Banti's syndrome

    • Biogr.: Guido B., 1852–1925, Pathologe, Florenz

    das Krankheitsbild bei einer mit Milz- u. Lebervergrößerung (= Spleno-, Hepatomegalie) einhergehenden primären u. sekundären Milzerkrankung (Banti-Krankheit bzw. B.-Syndrom i.e.S.); im 1. Stadium Milzveränderungen i.S. der Fibroadenie („B.-Milz“) u. eine Panzytopenie, im 2., dem Übergangsstadium, durch die Milzerkrankung bedingte („splenopathische“) Knochenmarkhemmung sowie Subikterus u. Urobilinurie, im 3., dem aszitischen Stadium, eine Leberzirrhose mit Aszites („B.-Zirrhose“) u. fortschreitende Kachexie. S.a. Pseudo-Banti-Syndrom.

  • BÄO
  • BAO
    • Synonyme: Abk. für basal acid output

    • Etymol.: engl.

    bei der fraktionierten Bestimmung der Azidität des Magensaftes die Säuresekretion(swerte; mval/l/h) vor der Stimulation.

  • Bar
    • Synonyme: b (Abk.)

    • Englischer Begriff: bar

    Einheit des Druckes (dort Tab.).

  • Baragnosis
    • Bar|agno|sis

    • Englischer Begriff: baragnosia

    • Fach: Neurologie

    Abarognosis.

  • Baranästhesie
    • Bar|an|äs|the|sie

    • Englischer Begriff: baranesthesia

    • Fach: Neurologie

    Verlust der Barästhesie.

  • Bárány
    • Bárány

    • Biogr.: Robert B., 1876–1936, Otologe, Wien, Uppsala; 1914 Nobelpreis für Medizin

  • Bárány-Drehstarkreizprüfung
    Bárány
    • B.-Dreh|starkreiz|prüfung

    • Englischer Begriff: Barany's rotatory vestibular function test

    • Fach: Otologie, Neurologie

    die gezielte Prüfung der Funktion der Bogengänge des „vorangehenden“ (d.h. der Drehrichtung entgegengesetzten) Labyrinths durch Drehprüfung i.S. eines gleichmäßigen Drehens des Probanden (bei vorgeneigtem Kopf) auf dem speziellen Drehstuhl; die Drehung führt bei gesundem Vestibularapparat zu Nachnystagmus (20–50 Sek.) entgegen der Drehrichtung, Fallneigung, Gangabweichung u. Vorbeizeigen in Drehrichtung; bei Labyrinthschädigung tritt verkürzter Nystagmus auf, bei bds. Ausfall keine, bei zentraler Vestibularisschädigung abnorme Reaktion.

  • Barány-Kalorisation
    Bárány
    • B.-Kalorisation

    • Englischer Begriff: B.'s caloric test

    (1905) die Starkform der kalorischen Prüfung des Vestibularapparates.

  • Barány-Simulationspruefung
    Bárány
    • B.-Simulationsprüfung

    • Englischer Begriff: B.'s simulation test

    • Fach: Otologie

    Nachweis einer vorgetäuschten beidseitigen Schwerhörigkeit (Taubheit) anhand des unwillkürlich lauteren Sprechens nach Ausschalten der Lautstärkekontrolle für die eigene Stimme mittels zweier B.-Lärmtrommeln (ein Läutwerk mit in den äußeren Gehörgang einzuführender Olive) oder durch sonstige Vertäubungsgeräusche.

  • Barány-Syndrom
    Bárány
    • B.-Syndrom

    • Synonyme: Hemicrania cerebellaris

    • Englischer Begriff: B.'s syndrome

    bei einem nichteitrigen Prozess in der hinteren Schädelgrube gleichseitiger Hinterkopfschmerz mit gleichseitiger Schwerhörigkeit, Ohrensausen u. Gleichgewichtsstörungen.

  • Barány-Zeichen
    Bárány
    • B.-Zeichen

    • Englischer Begriff: B.'s sign

    • Fach: Otologie

    bei Schallempfindungsschwerhörigkeit das längere Hören einer auf den Kopf des Probanden aufgesetzten Stimmgabel durch den Untersucher (dessen Ohr über einen Schlauch mit dem Testohr verbunden ist).

  • Barány-Zeigeversuch
    Bárány
    • B.-Zeigeversuch

    • Englischer Begriff: B.'s pointing test

    • Fach: Neurologie

    Test zur Erfassung von „Abweichtendenzen“; der Untersuchte hebt u. senkt bei geschlossenen Augen die vorgestreckten Arme, die nach jeder Bewegung in die horizontale Ausgangslage zu bringen sind (Berühren des entgegengehaltenen Zeigefingers des Untersuchers). „Vorbeizeigen“ spricht für Labyrinthausfall, Kleinhirnläsion, Stirnhirn- u. Schläfenlappenprozess.

  • Barästhesie
    • Bar|äs|thesie

    • Englischer Begriff: baresthesia

    • Fach: Physiologie

    der auf der Leistung von Druckrezeptoren basierende Hautsinn für die Wahrnehmung von Druckänderungen. S.a. Barognosis.

  • Barba
    • Bar|ba

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: beard

    Bart.

  • Barba virilis
    Barba
    • B. vi|ri|lis

    • Englischer Begriff: hirsutism of the face

    Hirsutismus des Gesichts (männl. Bartdichte bei der Frau) als Teilerscheinung eines suprarenalen oder gonadotropen Virilismus, z.B. bei Achard-Thiers-, Gordan-Overstreet-Syndrom.

  • Barbitale
    • Barbitale

    • Englischer Begriff: barbitals

    • Fach: Pharmazie

    Barbiturate.

  • Barbiturate
    • Barbiturate

    • Synonyme: Barbitale

    • Englischer Begriff: barbiturates

    • Fach: Pharmazie

    Abbildung

    durch Substitution am C5-Atom hypnotisch u. sedativ wirksame Derivate der Barbitursäure (Formel). Pharmakodynamik/-kinetik: Die Wirkung nimmt mit der Kettenlänge des Substituenten zu u. ist noch stärker (aber kürzer) bei Ersatz des H an einem der N-Atome durch eine Methyl- u. Phenylgruppe oder bei Umwandlung der C=O- in eine C=S-Gruppe („Thiobarbiturat“) am C2. Die Ausscheidung erfolgt langsam, die Entgiftung der restlichen Mengen v.a. durch die Leber (evtl. tagelange Wirksamkeit, Kumulationsgefahr). Wirkung: B. wirken auf den Hirnstamm i.S. der Beeinflussung der physiologischen Schlafbereitschaft. Anw. früher als „Ein-“ u. „Durchschlafmittel“ (s.a. Barbituratnarkose), Phenobarbital als Antiepileptikum. NW: u.a. Sedierung, Atemdepression, Sehstörungen, kognitive Störungen.

  • Barbituratnarkose
    • Barbiturat|narkose

    • Englischer Begriff: barbiturate-induced anesthesia

    • Fach: Anästhesiologie

    Narkose durch Verabfolgung von Barbituraten, u. zwar als Basis- (i.v.; Klysma), Lang- (i.v. Dauertropf), Kurz- (evtl. Ultrakurz- mit Thiobarbituraten i.v.) oder aber als kombinierte Narkose (Basisnarkose mit anschließender Langnarkose).

  • Barbituratsucht
    • Barbiturat|sucht

    • Englischer Begriff: barbiturate addiction

    • Fach: Psychologie

    Abhängigkeit vom Barbiturattyp. Ein chronischer Schlafmittelmissbrauch mit paralyseartigen Zuständen ähnlich denen des chronischen Alkoholismus bzw. leichten Morphinismus. Bei zu plötzlichem Entzug treten evtl. epileptiforme Anfälle auf.

  • Barbituratvergiftung
    • Barbiturat|vergiftung

    • Englischer Begriff: barbiturate poisoning

    • Fach: Toxikologie

    Vergiftung durch Schlafmittel der Barbituratreihe; die akute Form mit Symptomen in Abhängigkeit von Dosis u. bereits erfolgter Resorption beginnt mit einem Rauschstadium u. geht über in Somnolenz, Sopor, Koma (Areflexie); es kommt zu Atemdepression bis -stillstand, Kreislaufschwäche bis -versagen (mit Untertemperatur u. Abnahme der Nierenleistung bis zur Anurie).

  • Barbitursäure
    • Bar|bi|tur|säure

    • Synonyme: Acidum barbituricum

    • Englischer Begriff: barbituric acid

    • Fach: Chemie

    N,N'-Malonylharnstoff, 4-Hydroxyuracil; ein wenig lösliches Kristallpulver, das als Ausgangssubstanz der Barbiturate u. als Laborchemikalie dient.

  • Barbotage
    • Barbotage

    • Englischer Begriff: barbotage

    • Fach: Anästhesiologie

    das wiederholte, die Vermischung u. Ausbreitung des Anästhetikums fördernde Ansaugen des Liquors während der Einleitung der Spinalanästhesie.

  • Barcroft-Haldane-Methode
    • Bar|croft-Haldane-Methode

    • Biogr.: Sir Joseph B., 1872–1947, Physiologe, Cambridge; John Scott H.

    eine quantitative Bestimmung des an Hämoglobin gebundenen Sauerstoffs; es wird das Volumen des durch Kaliumferricyanid-Lsg. ausgetriebenen Sauerstoffs mittels Differentialmanometers (Haldane-Barcroft-Apparat) gemessen.

  • Bard-Pic-Syndrom
    • Bard-Pic-Syndrom

    • Englischer Begriff: Bard-Pic syndrome

    • Biogr.: Louis B., 1857–1930, Arzt, Lyon; Adrien P.

    durch ein Karzinom des Pankreaskopfes verursachte Symptome: Verschlussikterus mit Gallenblasenhydrops, Kachexie, Dyspepsie, leichter Diabetes mellitus. S.a. Courvoisier-Zeichen.

  • Bardenheuer
    • Bardenheuer

    • Biogr.: Bernhard B., 1839–1913, Chirurg, Köln

    • B.-Extension
      ein U-förmig u. über die Frakturstelle weg angelegter Heftpflasterzug... (mehr)
    • B.-Methode
      Umschlagen u. Einnähen des angefrischten Nervenstumpfes in einen seitlich... (mehr)
    • B.-Ravitch-Methode
      Hemipelvektomie (mit Beckenamputation in der Symphyse u. im Sakroiliakalgelenk)... (mehr)
    • B.-Schnitt
      Bogenschnitt in der Umschlagfalte der weiblichen Brust zur Freilegung... (mehr)
  • Bardenheuer-Extension
    Bardenheuer
    • B.-Extension

    • Englischer Begriff: Bardenheuer's extension

    ein U-förmig u. über die Frakturstelle weg angelegter Heftpflasterzug mit eingesetztem Spreizbrettchen, das als Angriffspunkt für Zuggewichte dient; heute nicht mehr angewandt.

  • Bardenheuer-Methode
    Bardenheuer
    • B.-Methode

    Umschlagen u. Einnähen des angefrischten Nervenstumpfes in einen seitlich angelegten Einschnitt des Nervs als Vorbeugemaßnahme gegen die Entwicklung eines Amputationsneuroms.

  • Bardenheuer-Ravitch-Methode
    Bardenheuer
    • B.-Ravitch-Methode

    Hemipelvektomie (mit Beckenamputation in der Symphyse u. im Sakroiliakalgelenk).

  • Bardenheuer-Schnitt
    Bardenheuer
    • B.-Schnitt

    Bogenschnitt in der Umschlagfalte der weiblichen Brust zur Freilegung eines hinter der Brustdrüse gelegenen, durch Mastitis bedingten Abszesses.

  • Bardet-Biedl-Syndrom
    • Bardet-Biedl-Syndrom

    das Laurence-Moon-Biedl-Bardet-Syndrom.

  • Bärentatzen
    • Englischer Begriff: bear tracks

    angeborene, gutartige Pigmentierungen der Netzhautperipherie, bedingt durch eine Hyperplasie bzw. Hypertrophie des retinalen Pigmentepithels; kein Krankheitswert.

  • Bärentraubenblätter
    • Bären|trauben|blätter

    • Englischer Begriff: bearberry leaves

    • Fach: Pharmazie

    Folia Uvae ursi.

  • Barium
    • Ba|ri|um

    • Synonyme: Ba (Abk.)

    ein Calcium-ähnliches, 2-wertiges Erdalkalimetall. Atomgew. 137,34, OZ 56. Es gibt 7 Isotope (130Ba–138Ba). B. ist als Ba2+ in Form lösl. Salze sehr giftig (s.u. Bariumvergiftung); MAK: 0,5 mg/m3.

  • Barium sulfuratum
    Barium
    • B. sul|fu|ra|tum

    • Synonyme: Bariumsulfid; BaS (Abk.)

    • Englischer Begriff: barium sulfide

    für den Menschen giftige Barium-Verbindung, die in Wasser zersetzlich ist. Wird als Fellenthaarungs- und Pflanzenschutzmittel verwendet.

  • Barium sulfuricum
    Barium
    • B. sulfuricum

    • Synonyme: Bariumsulfat

    • Englischer Begriff: barium sulfate; synthetic baryta

    unlösliche u. daher ungiftige Barium-Verbindung. Wird als B. s. purissimum zur Herstellung von Bariumbrei verwendet. S.a. Barytosis.

  • Bariumbrei
    • Barium|brei

    • Englischer Begriff: barium meal

    • Fach: Radiologie

    dickflüssiges Kontrastmittel aus Barium sulfuricum purissimum u. Wasser zur Darstellung des Verdauungstraktes. Anw. v.a. durch orale Einnahme, evtl. mit gewohnten Nahrungsmitteln vermischt (z.B. mit Grießbrei als „Rieder-Mahlzeit“). Ist mit speziellen Zusätzen auch für Einläufe geeignet.

  • Bariumkalk
    • Barium|kalk

    • Englischer Begriff: barium-hydroxide lime

    • Fach: Anästhesiologie

    ein 1 + 4-Gemisch von Barium- u. Calciumhydroxyd als Atemkalk (evtl. versetzt mit Farbindikator). Zeichnet sich gegenüber Natronkalk aus durch geringere Wärmefreisetzung u. Schleimhautreizung sowie durch größeren Absorptionseffekt.

  • Bariumstaublunge
    • Barium|staub|lunge

    • Fach: Pulmologie

    Barytosis pulmonum.

  • Bariumvergiftung
    • Barium|vergiftung

    • Englischer Begriff: barium poisoning

    akute Vergiftung meist infolge Verwechslung des unlöslichen Barium sulfuricum (ungiftig) mit – giftigen – löslichen Bariumsalzen. Klinik: Schwindel, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfall, Extrasystolie, Kammerflimmern, Blutdruckabfall.

  • Barkan-Membran
    • Barkan-Membran

    • Englischer Begriff: Barkan's membrane

    persistierendes mesodermales Gewebe im Kammerwinkel bei kongenitalem Glaukom.

  • Barker-Nadel
    • Barker-Nadel

    • Englischer Begriff: Barker spinal needle

    eine Stilett-armierte Lumbalpunktionsnadel.

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