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  • Chorioretinitis
    • Chorio|retinitis

    • Englischer Begriff: chorioretinitis

    Abbildung

    Chorioiditis mit sekundärer Beteiligung der Netzhaut (Retina) infolge troph. Störung des von der Tunica choriocapillaris ernährten Sinnesepithels.

  • Choristie
    • Cho|ris|tie

    • Englischer Begriff: chorista

    • Fach: Pathologie

    Fehlbildung eines Gewebes infolge embryonaler Versprengung von Gewebskeimen in atypische Keimlingsbereiche; Choristom.

  • Choristoma
    • Choristom(a)

    • Synonyme: dysgenetische Geschwulst

    • Englischer Begriff: choristoma

    • Fach: Pathologie

    tumorartige Choristie infolge selbstständiger Weiterentwicklung des versprengten Gewebes in der neuen Umgebung (keine echte Geschwulstbildung!). Führt evtl. zur Bildung eines vollständigen Organs. S.a. Hamartom, Dystopie.

  • Choroid...
    • Choro|id...

    s.a. Chorioid... (Chorioidea = ältere Schreibweise für Choroidea, choroideus).

  • Choroidea
    • Cho|ro|idea

    • Synonyme: Chorioidea

    • Englischer Begriff: choroidea; choroid

    • Fach: Anatomie

    die „Aderhaut“ des Auges; der gefäß- u. pigmentreiche hintere Abschnitt der Tunica vasculosa bulbi (= Uvea). Versorgt das Pigmentepithel u. die Stäbchen-Zapfen-Schicht der Netzhaut und reicht von der Sehnervpapille bis zur Ora serrata. Die Ch besteht aus vier Schichten (von außen nach innen): 1) Lamina suprachoroidea: lockere Verschiebeschicht als Verbindung zur Sclera; 2) Lamina vasculosa: durch einen Spalt (Spatium perichoroideale) von der Lamina suprachoroidea getrennt, reich an Venengeflechten. Sie besitzt Gefäße aus den Arteriae ciliares posteriores breves. Ihre Ausläufer münden in den Circulus arteriosus der Iris ein, der von den Arteriae ciliares posteriores longae gebildet wird; 3) Lamina choroidocapillaris: pigmentfrei; mit fenestrierten Kapillaren für die Netzhauternährung; 4) Lamina basalis (Bruch-Membran, Complexus basalis): am Pigmentepithel anliegend.

  • Choroideatumoren
    • Choroidea|tumoren

    Aderhauttumoren.

  • Chotzen-Saethre-Syndrom
    • Chotzen(-Saethre)-Syndrom

    • Englischer Begriff: Chotzen's syndrome; acrocephalosyndactyly type III

    eine autosomal-dominant erbliche Form der Akrozephalosyndaktylie. Klinik: Akrobrachyzephalie (Kleinheit des Vorderhauptes), Gesichtsfehlbildungen (u.a. als Hakennase, Gesichtsasymmetrie), Fingerfehlbildungen (Brachy-, Syndaktylie; Klinodaktylie des 5. Fingers).

  • CHR
    • Synonyme: Abk. für Cercaria-Hüllen-Reaktion

    s.u. Zerkarien...

  • Christ-Siemens-Albert-Touraine-Weech-Syndrom
    • Christ-Siemens-Albert-Touraine(-Weech)-Syndrom

    • Englischer Begriff: Christ-Siemens(-Touraine) syndrome

    • Biogr.: Josef C., 1871–1948, Arzt, Wiesbaden; Hermann W. S.; Henri A. T.

    Anhidrosis hypotrichotica polydysplastica.

  • Christian-Schüller-Syndrom, Trias
    • Christian(-Schüller)-Syndrom

    • Synonyme: -Trias

    Hand-Schüller-Christian-Krankheit.

  • Christmas-Faktor
    • Englischer Begriff: Christmas factor

    • Fach: Hämatologie

    der Faktor IX der Blutgerinnung, dessen Fehlen (= Hämophilie B) 1953 bei einem Pat. mit Namen Christmas erstmals nachgewiesen wurde.

  • Christy-Thorn-Test
    • Christy-Thorn-Test

    • Englischer Begriff: Thorn test

    nicht mehr gebräuchlicher ACTH-Test.

  • Chrom
    • Synonyme: Cr (Abk.)

    • Englischer Begriff: chromium

    • Fach: Chemie

    2- bis 6-wertiges Element; OZ 24, Atomgew. 51,996; von seinen 9 Isotopen (48Cr – 56Cr) sind 49Cr, 51Cr u. 56Cr radioaktiv. Ein sehr hartes, chemisch beständiges Metall; ein Bioelement, das beim Menschen physiologisch in geringen Mengen im Serum u. Gehirn, pathologisch in Krebsgewebe (Leber, Lunge, Niere) vorkommt. Wird ebenso wie die Cr(III)-Salze kaum resorbiert; dagegen sind die Cr(VI)-Verbindungen (Chromate; Chromsäure) resorbierbar u. als solche sehr toxisch (Chromvergiftung) sowie – z.B. als Zementbestandteile – Allergie auslösend. S.a. Chromasthma, -enteropathie, -krebs, -staublunge, Chromatgeschwür, -lungenkrebs, Chromitosis.

  • Chrom-51
    • Synonyme: Radiochrom; 51Cr (Abk.)

    • Fach: Radiologie

    Chromisotop. γ-Strahler (γ, K) mit 0,323 MeV; physikalische Halbwertzeit (HWZ) 27,8 d, biolog. HWZ 110 d (krit. Organ = gesamter Körper), effektive HWZ 22 d. Fand diagnostische Anw. als 51CrCl3 (für Plasmaprotein-Untersuchung), Na251CrO4 (zur Erythrozyten-Markierung für Bestg. des Blutvolumens, der Ery-Überlebenszeit, des Blutabbaus sowie für Kreislaufuntersuchungen); 51Cr-markiertes EDTA u. Inulin verwendet für Nieren-Clearance. Therapeutische Anw. fand 51CrPO4 (Anreicherung > 90% in Leber u. Milz) bei persistierendem Milztumor.

  • Chrom-Kobalt-Legierung
    • Chrom-Kobalt-Legierung

    • Synonyme: Tammann-Legierung

    • Englischer Begriff: chrome-cobalt alloy

    korrosionsfeste, fälschlich als „Edelstahl“ bezeichnete Edellegierung. Anw. in der Dentaltechnik und für Endoprothesen (Gelenkprothesen).

  • chromaffin
    • chrom|affin

    • Synonyme: phäochrom

    • Englischer Begriff: chromaffin

    • Fach: Histologie

    mit typischer Anfärbbarkeit (= chromaffine Farbreaktion; als Bräunung) infolge Auftretens Chinhydron-artiger Oxidationsprodukte aus Catecholaminen als Reaktion auf oxidierende Agenzien wie Chromsalze, Kaliumjodat, -dichromat.

  • chromaffine Zellen
    chromaffin
    • chr. Zellen

    • Englischer Begriff: chr. cells

    die Zellen des chromaffinen Systems.

  • chromaffines System
    chromaffin
    • chr. System

    • Englischer Begriff: chr. system

    das von der Gesamtheit der chromaffinen Zellen gebildete System; diese mit chromaffinen Granula ausgestatteten – in diesen Körnchen die von ihnen gebildeten Catecholamine Adrenalin u. Noradrenalin enthaltenden – Zellen leiten sich von der Neuralleiste ab, gehören dem sympathischen Teil des vegetativen Nervensystems an u. sind auf Nebennierenmark, Glomus coccygeum, Paraganglien verteilt; s.a. gelbe Zellen. – Von diesem System gehen die chr. Tumoren (= Chromaffinome) aus (Phäochromozytom, Paragangliom, Sympathoblastom).

  • Chromaffinom
    • Chrom|affinom

    • Englischer Begriff: chromaffinoma

    chromaffiner Tumor.

  • Chromalaun
    • Chrom|alaun

    • Synonyme: Chromo-Kalium sulfuricum

    • Englischer Begriff: chrome alum

    • Fach: Chemie

    KCr(SO4)2 · 12 H2O; ein in wässriger Lsg. violettes, nach Erhitzen grünes Chromsalz; histol Fixierungszusatz, Beizmittel.

  • Chromästhesie
    • Chrom|ästhesie

    • Englischer Begriff: chromesthesia

    • Fach: Neurologie

    bei Gefühls-, Gehörs-, Geruchs- oder Berührungswahrnehmung mit ausgelöste Farbempfindung.

  • Chromasthma
    • Chrom|asthma

    • Englischer Begriff: chromium asthma

    durch Chrom(VI)-Verbindungen (z.B. Chromtrioxid, Dichromat) verursachtes Asthma bronchiale; ausgelöst durch Sensibilisierung über die Atemschleimhäute oder durch die Haut („epikutane Allergie“).

  • Chromatgeschwür
    • Chromat|geschwür

    • Englischer Begriff: chrome ulcer

    • Fach: Pathologie

    Geschwür als tiefer, scharf begrenzter u. sehr langsam abheilender Ätzschorf mit aufgeworfenem Randwall, hervorgerufen durch in kleinste Hautdefekte eindringende Chromsalze.

  • Chromatid
    • Chro|ma|tid

    • Synonyme: Chro|ma|ti|de

    • Englischer Begriff: chromatid

    • Fach: Genetik

    die funktionelle Untereinheit (Längshälfte) des Chromosoms (= „Halbchromosom“). Sie wird – nach identischer Reproduktion (nach identischer DNS-Replikation) im Interphasekern des Zellzyklus – im „Zweichromatid-Chromosom“ erkennbar zwischen Prophase u. Metaphase der Mitose, wobei diese 2 „Schwesterchromatiden“ durch das Zentromer verbunden sind, in welchem sie später getrennt werden (als „Tochterchromosomen“). Aber auch als in der Meiose erkennbare Gebilde (in der 1. Meiosephase als Chromatidentetrade [4 Chromatiden, ein Bivalent bildend]).

  • Chromatidenaberration
    • Chromatiden|aberration

    • Englischer Begriff: chromatid aberration

    s.u. Chromosomenaberration.

  • Chromatin
    • Chro|ma|tin

    • Englischer Begriff: chromatin

    • Fach: Zytologie

    das spezifisch anfärbbare Material des Zellkerns. Eine fädige Struktur (s.a. Chromonema), bestehend v.a. aus DNS u. Histonen (basisches Chromosomenprotein), die gemeinsam Nucleosomen bilden; ferner aus „internukleosomaler“ (zwischen den Nucleosomen gelegener) DNS und aus kleineren Mengen RNS u. nichtbasischer Proteine (Hertone). I.e.S. das genetische Material bzw. – unter dem molekularbiologischen Aspekt der biochemischen Organisation – dessen Arbeitsform (d.h. dekondensiert u. im Zellkern ausgebreitet; im Gegensatz zur Transportform, d.h. zu den in bestimmten Phasen des Zellzyklus mikroskopisch erkennbaren Chromosomen). S.a. Euchromatin, Heterochromatin, Barr-Körper.

  • chromatinnegativ
    • chromatin|negativ

    • Englischer Begriff: chromatin-negative

    Adjektiv zur Bez. für alle Personen, die nur ein X-Chromosom haben (z.B. männliche Individuen). S.a. Barr-Körper.

  • Chromatinstäubchen
    • Chromatin|stäubchen

    • Fach: Hämatologie

    kleinste Reste von Kernsubstanz im Erythrozyten. Vermehrt bei basophiler Tüpfelung.

  • chromatisch
    • chro|ma|tisch

    • Englischer Begriff: chromatic

    die Farbe betreffend, farbig, anfärbbar; z.B. chromat. Aberration, chromat. Adaptation, chromat. Substanz (Chromatin).

  • Chromatlunge
    • Chro|mat|lunge

    • Fach: Pulmologie

    Chromstaublunge.

  • Chromatlungenkrebs
    • Chromat(lungen)krebs

    • Englischer Begriff: lung cancer following chromate exposure

    • Fach: Pathologie

    bösartiger Lungentumor infolge meist langjähriger Chromateinwirkung auf die Bronchialschleimhaut; vorwiegend als Plattenepithelkarzinom; s.a. Chromitosis.

  • chromato...

      Wortteil „Farbe“, „Farbstoff“, „Färbung“. – s.a. chromo...

    • Chromatoblasten
      • Chro|ma|to|blasten

      • Synonyme: Chromoblasten

      • Englischer Begriff: chromoblasts

      • Fach: Zytologie

      Zellen der Ganglienleiste, aus denen Pigmentzellen (Chromatophoren) hervorgehen.

    • Chromatographie
      • Chromato|graphie

      • Englischer Begriff: chromatography

      • Fach: Labormedizin

      physikalisch-chemische Methode zur Anreicherung u. Trennung löslicher Stoffe für analytische u. präparative Zwecke. Nach der angewandten Methodik unterschieden als Dünnschicht-, Gas-, Gel-, Flüssigkeits-, Papier- u. Säulen-Ch., nach der Wahl des Trennprinzips als Affinitäts-, Adsorptions- u. Ionenaustausch-Ch. Die Anw. erfolgt z.B. zur Charakterisierung (Molekulargewicht) u. Reindarstellung von Proteinen, für Protein-Lipid-Bindungsstudien u.a.m. – Ferner kann durch chemische Kopplung funktionell intakter Stoffe (z.B. Proteine, Enzyme, Lectine, Antikörper) an eine feste Phase (z.B. Gel) deren spezifischer Reaktionspartner (z.B. Antikörper, Protein, Enzym) isoliert werden (Affinitäts-Ch.). Die optische (photometrische) Aufzeichnung der Ch. ergibt das Chromatogramm.

    • Chromatolyse
      • Chromato|lyse

      • Synonyme: Tigrolyse

      • Englischer Begriff: chromat(in)olysis

      • Fach: Pathologie

      das Schwinden der Nissl-Schollen in der Nervenzelle nach Durchtrennung des Neuriten oder infolge infektiöser u. toxischer Schädigung der Nervenzelle.

    • chromatophil
      • chrom(at)o|phil

      • Englischer Begriff: chromatophilic; chromophilic

      • Fach: Histologie

      „farbliebend“, leicht färbbar. – s.a. chromaffin, chromophob.

    • chromatophob
      • chromato|phob

      • Englischer Begriff: chromophobic

      chromophob.

    • Chromatophor
      • Chromato|phor

      • Synonyme: chromozytische Pigmentzelle; Chromatophorocytus

      • Englischer Begriff: chromatophore

      • Fach: Zytologie

      ektodermale, formveränderliche, fortsatzreiche Zelle mit schwarzen, gelben oder roten Körnern (= Melano-, Xantho- bzw. Erythrophor); als „Pigmentzellen“ im Bindegewebe des Menschen (z.B. im Stroma der Regenbogenhaut, in der Lamina suprachoroidea; s.a. Chromatoblasten).

    • Chromatophorenhormon
      • Chromato|phoren|hormon

      Melanotropin.

    • Chromatopsie
      • Chrom(at)op|sie

      • Synonyme: Farbigsehen

      • Englischer Begriff: chromatopsia

      Sehstörung, bei der alle Objekte in einem best. Farbton erscheinen, z.B. gelb (Xanthopsie), rot (Erythropsie), grün (Chloropsie), blau (Zyanopsie).

    • Chromatosis
      • Chroma|to|sis

      • Englischer Begriff: chromatosis

      • Fach: Dermatologie

      Farbveränderung der Haut („Pigmentanomalie“) infolge stärkerer Melanineinlagerung (z.B. Melanose), Melaninschwunds (z.B. Vitiligo), Hämosiderinablagerung (z.B. bei Purpura) oder durch Fremdpigmente (z.B. Arsen, Silber, Gold, Carotin).

    • Chromatoskopie
      • Chrom(at)o|skopie

      Chromodiagnostik.

    • Chromatstaublunge
      • Chromatstaublunge

      • Fach: Pulmologie

      Chromstaublunge.

    • Chromaturie
      • Chromat|urie

      • Englischer Begriff: chromaturia

      abnorme Verfärbung des Harns.

    • Chromcatgut
      • Chromcatgut

      chromgegerbtes Catgut als Nahtgut mit längerer Haltbarkeit im Gewebe (Resorptionszeit ca. 20 Tage).

    • Chromenteropathie
      • Chrom|entero|pathie

      eine meist beruflich durch Chrom(verbindungen) bedingte entzündliche bis geschwürige Magen-Darm-Erkrankung (Gastroenteropathie); u.U. auch als Chromkrebs. Klinik: neben Gelbfärbung der Zähne u. Zunge sowie Parodontose (gehäuft) v.a. Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Erbrechen; Durchfälle, später Kolitis, Leberschäden.

    • Chromhidrosis
      • Chrom(h)i|drosis

      • Synonyme: Chromokrinie

      • Englischer Begriff: chrom(h)idrosis; chromocrinia

      • Fach: Dermatologie

      Ausscheidung farbigen Schweißes, z.B. infolge vermehrten Lipofuscingehalts, nach Resorption bestimmter Stoffe oder infolge Besiedlung der Haut mit Farbstoff bildenden Mikroorganismen (z.B. durch Dermatophyten).

    • Chromitose
      • Chromitose

      • Synonyme: -sis

      bei Chromatarbeitern auftretende Speicherung der wenig oder nicht wasserlösl. Chromverbindungen als feine, schwarze Niederschläge im interstitiellen Lungengewebe. S.a. Chromstaublunge.

    • Chromkrebs
      • Chrom|krebs

      • Fach: Pathologie

      durch Einwirkung von Chrom(verbindungen) hervorgerufenes Karzinom, z.B. der Lunge (Chromatlungenkrebs).

    • Chromlunge
      • Chrom|lunge

      • Fach: Pulmologie

      Chromstaublunge.

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