Medizin-Lexikon: Einträge mit "C"

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  • Cockpit-Varizen
    • Cock|pit-Varizen

    • Englischer Begriff: cockpit varices

    Corona phlebectatica.

  • Cocktail, lytischer
    • Cock|tail, lytischer

    • Synonyme: C. lytique

    • Englischer Begriff: lytic cocktail

    • Fach: Anästhesiologie

    stark sedierende Mischung aus Phenothiazinen (ursprünglich Megaphen® = Chlorpromazin u. Atosil® = Promethazin; je 25 mg) u. aus Dolantin® (Pethidin; 50 mg); geburtsh erleichtert die Eröffnung des Muttermundes bei zervikaler Dystokie. Diente, i.m. oder i.v. (als Dauertropf) verabfolgt, in höherer Dosierung zur Erzeugung des künstlichen Winterschlafs (Hibernation).

  • Cocktailparty-Syndrom
    • Cocktail|party-Syndrom

    hirnorganisches Psychosyndrom bei Hirnatrophie infolge erworbenen oder angeborenen Hydrozephalus; ist charakterisiert durch inhaltsloses (oft noch formal richtiges) stereotyp-phrasenhaftes Geschwätz.

  • Code genetischer
    • Code, genetischer

    • Englischer Begriff: genetic code

    Abbildung

    lineares Koordinationsprinzip, das von den vier verschiedenen Nucleotiden bzw. deren Basen (Basensequenzen, Basentripletts) gebildet wird. Es ist in der Kette der Desoxyribonucleinsäure (bzw. bei bestimmten Viren in der RNS-Kette) lokalisiert, in der die genetische Information (Vererbung) fixiert ist. Bei der Gen-gesteuerten Eiweißbiosynthese trifft der Code jeweils die Auswahl unter den 20 natürlichen Aminosäuren u. bestimmt deren Sequenz im Polypeptid. Der Synthesecode für die in Proteinen gebundenen (eiweißbildenden) Aminosäuren wird von 64 Einheiten, den Codons, gebildet (darunter 3 Stoppcodons für Synthesebeendigung). Die Definition des Codons erfolgt allgemein durch bestimmte Abfolgen jeweils dreier Basen (Basentripletts) der Messenger-RNS. Der Code ist degeneriert, d.h. fast alle Aminosäuren werden von zwei oder mehr Basentripletts codiert (Ausnahmen: Tryptophan u. Methionin).

  • Codecarboxylase
    • Co|de|carb|oxylase

    • Synonyme: Pyridoxal-5-phosphat

    • Englischer Begriff: codecarboxylase

    Cofaktor in mehreren Enzymsystemen.

  • Codehydrogenase I u. II
    • Co|de|hy|dr(ogen)ase I u. II

    • Englischer Begriff: codehydrogenase (I and II)

    • Fach: Enzymologie

    Nicotinamid-adenin-dinucleotid bzw. -dinucleotidphosphat.

  • Codein
    • Code|in

    • Synonyme: Kodein; Morphin-3-methyläther; Methylmorphin

    • Englischer Begriff: codeine

    Abbildung

    im Opium vorkommendes u. (halb)synthetisch herstellbares (Umwandlung von natürlichem Morphin) Alkaloid; sog. schwach wirksames Opioid. Phenanthren-Derivat (s. Formel) in Form eines weißen, bitteren Kristallpulvers. Wirkung: zentral hustendämpfend. Anw. als Antitussivum u. Analgetikum (da sein Suchtpotential relativ gering ist, gelten – wie auch für seine Salze – erleichterte BTM-Bestimmungen). NW: Atemdepression, Sedierung, Obstipation.

  • Codeincamphersulfonat

      ein Antitussivum; früher Anw. auch als Analgetikum.

    • Codeinum phosphoricum
      Codein
      • Codeinum phos|phoricum

      • Englischer Begriff: c. phosphate

      Phosphat des Codeins; mit gleicher Indikation wie Codein.

    • Codman
      • Codman

      • Biogr.: Ernest A. C., 1869–1940, Chirurg, Boston

      • C.-Tumor
        Chondroblastom... (mehr)
      • C.-Zeichen
        Unmöglichkeit aktiver Armhebung über die Waagrechte als Hinweis für Sehnenriss... (mehr)
    • Codman-Tumor
      Codman
      • C.-Tumor

      • Englischer Begriff: Codman's tumor

      Chondroblastom.

    • Codman-Zeichen
      Codman
      • C.-Zeichen

      • Englischer Begriff: C.'s sign

      Unmöglichkeit aktiver Armhebung über die Waagrechte als Hinweis für Sehnenriss des M. supraspinatus.

    • codogener Strang
      • codogener Strang

      • Fach: Genetik

      der kodierende (Code), für die Transkription genutzte DNS-Strang der Doppelhelix; s.a. Eiweißbiosynthese (dort Abb.).

    • Codon
      • Codon

      • Englischer Begriff: codon

      • Fach: Genetik

      (Crick 1963) die kleinste, funktionelle Untereinheit einer Polynucleotidkette (DNS, RNS). Sie besteht aus drei unmittelbar aufeinander folgenden u. sich nicht überlappenden Nucleotiden (als „Basentriplett“). Das C. legt bei der Eiweißbiosynthese den Einbau einer bestimmten Aminosäure in die entstehende Polypeptidkette entsprechend dem genetischen Code fest (Determinierung). Als Folge einer Punkt- oder Codonmutation kann entweder ein „missense codon“ den Einbau einer anderen Aminosäure bewirken oder ein „nonsense codon“ den weiteren Einbau verhindern (Wirkung als „stop codon“). Das an der Codonerkennungsstelle der tRNS gelegene „Anticodon“ (= „nodoc“) besteht ebenfalls aus einem Basentriplett, das „basenparallel“ (wie Schloss zu Schlüssel) zu dem für die spezifische Aminosäure typischen Basentriplett passt u. diese tRNS durch H-Brückenpaarung an dem komplementären Codon der mRNS anheftet.

    • Codonmutation
      • Fach: Genetik

      s.u. Codon.

    • Coecitas
      • Coecitas

      • Synonyme: Caesitas

      Blindheit.

    • Coecum
      • Coecum

      • Fach: Anatomie

      Caecum; s.a. Zäko...

    • Coelenterata
      • Coel|en|te|ra|ta

      • Synonyme: Zölenteraten

      eine Unterabtlg. der niederen Metazoen; mit nur einem Körperhohlraumsystem (= Coelenteron, Archenteron).

    • Coeli..., Coelo...
      • Coeli...

      • Synonyme: Coelo...

      • Etymol.: griech. koilia = Höhle

      • Englischer Begriff: cel...; coel...; coele...

      Wortteil „Bauch“, „Bauchhöhle“; z.B. coe|lia|cus (zur Bauchhöhle gehörig; z.B. Ganglion coeliacum; s.a. Zöliak...); Coeli|agra (= Bauchschmerzen); Coelio|centesis (Bauchpunktion); Coelio|schisis (Bauchspalte); Coelio|tomia (Laparotomie). S.a. Koil...

    • Coeloma
      • Coe|lom(a)

      Zölom (= die primäre Leibeshöhle).

    • Coenaesthesia
      • Coen|aes|thesia

      • Englischer Begriff: cenesthesia

      Zönästhesie.

    • Coenurosis
      • Coen|uro|sis

      • Synonyme: Coen|uria|sis; Zönurose

      • Englischer Begriff: c(o)enurosis

      unter dem klin. Bild eines Hirntumors verlaufende Helminthose durch Absiedlung u. Wachstum des Coenurus cerebralis im Gehirn.

    • Coenurus cerebralis
      • Coen|urus cere|bralis

      • Synonyme: Gehirnquese; -blasenwurm; Drehwurm

      die Finne des Bandwurms Multiceps multiceps; 3–4 cm große, wasserhelle Blase mit bis zu 500 ca. 1 mm großen Skolizes (Scolex) an der Innenwand. Parasit in Hirn u. Rückenmark einiger Säugetiere (v.a. Schafe; Manifestation als „Drehkrankheit“), selten auch des Menschen (Coenurosis).

    • Coenzym
      • Co|enzym

      • Synonyme: Koenzym; Co (Abk.)

      niedermolekulare (nichtproteinogene), dialysable organische Verbindung. Wird nur vorübergehend u. locker an ein Enzym gebunden (Co-Substrat). Dient als „Wirkgruppe“ zusätzlich zur katalytischen Wirksamkeit des Enzyms und als „Transportmetabolit“ zur Übertragung von Gruppen, Wasserstoff, Elektronen. Coenzyme sind aber auch als prosthetische Gruppe mit dem Enzymprotein (Apoenzym) zum Gesamtenzym (= Holoenzym) fest verbunden, z.B. das Flavin-, Häm-Coenzym. Einige Coenzyme werden aus Vitaminen gebildet.

      • Co I
        Nicotinamid-adenin-dinucleotid (NAD)... (mehr)
      • Co II
        Nicotinamid-adenin-dinucleotidphosphat (NADP)... (mehr)
      • CoA   Abbildung
        das in jeder lebenden Zelle vorhandene, Nucleotid-ähnliche, Coenzym der... (mehr)
      • Co B12
        das Vitamin B12 als Coenzym... (mehr)
      • Co Q
        s.u... (mehr)
    • Coenzym 1
    • Coenzym 2
    • Coenzym B12
      Coenzym
      • Co B12

      das Vitamin B12 als Coenzym.

    • Coenzym q
      Coenzym
      • Co Q

      • Englischer Begriff: coenzyme (I; II; A; Q)

      s.u. Ubichinone.

    • CoenzymA
      Coenzym
      • CoA

      • Synonyme: CoA-SH

      Abbildung

      das in jeder lebenden Zelle vorhandene, Nucleotid-ähnliche, Coenzym der Acylgruppen-Übertragung (insbes. Acetylierung) u. des Fettsäurestoffwechsels (kann Essigsäure [Acetyl-CoA] oder andere Carbonsäuren in energiereicher Bindung aufnehmen). Wird aus Adenosin-3'-5'-diphosphat und Pantethein-4'-phosphat Pantothensäure-abhängig v.a. in der Leber biosynthetisiert. Seine Aktivität beruht auf der Thiolgruppe (SH-Gruppe) des Cysteamins. Ist an zahlreichen enzymatischen Reaktionen beteiligt (Schema) durch Bildung aktivierter α-Methylgruppen u. von Thioestern am Cysteamin-SH, so v.a. an der Synthese von Citrat, Triglyceriden, Phospholipiden u. Cholesterin, am Auf- u. Abbau von Fettsäuren, an der Oxidation von Pyruvat u. α-Ketoglutarat u. der N-Acetylierung (von Cholin, Aminen); wird aus Hefe gewonnen.

    • coeruleus
      • coe|ruleus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: sky blue

      himmelblau, blau.

    • Coeruloplasmin
      • Coeru|lo|plas|min

      • Synonyme: Ferrioxidase I

      • Englischer Begriff: ceruloplasmin

      kupferhaltiges, bläuliches, als Oxidase wirksames Plasmaprotein der α2-Globulinfraktion des Blutplasmas von Säugetier u. Mensch (ca. 30 mg/dl; 96% des Cu-Gehaltes), das auch in Leber u. Niere enthalten ist. Wirkt als Kupferspeicher u. -transportprotein. Erhöhte Serumwerte werden gefunden bei schweren Infektionskrankheiten („Akute-Phase-Protein“) u. in der Schwangerschaft, erniedrigte bei Wilson-Krankheit („Coeruloplasmose“).

    • Cofaktor
      • Co|faktor

      • Synonyme: Kofaktor

      • Englischer Begriff: cofactor

      • Fach: Biochemie

      Sammelbez. für niedermolekulare Substanzen, deren Anwesenheit für enzymatische Reaktionen erforderlich ist, d.h. für Coenzyme sowie enzymatische u. anorganische (z.B. Metallionen) Komplemente.

    • Cofaktor V
      Cofaktor
      • C. V

      Faktor V (der Blutgerinnung).

    • Coferment
      • Co|ferment

      • Englischer Begriff: coferment; coenzyme

      Coenzym.

    • Coffeae carbo
      • Synonyme: Kaffeekohle

      Abbildung

      Heilpflanzenbestandteil mit nachgewiesener Wirkung bei akuter Diarrhö und leichten Entzündungen im Mund- und Rachenbereich.

    • Coffein
      • Coffe|in

      • Synonyme: Coffeinum; Koffein; 1,3,7-Trimethyl-2,6(1H,3H)-purindion; Methyltheobromin; Thein

      • Englischer Begriff: caffeine

      Abbildung

      Purinbase in Kaffeebohnen (Coffea arabica), Teeblättern (Camellia sinensis u.a.), Kolanüssen (Cola nitida u. acuminata) u. Mateblättern (Ilex paraguariensis). Wirkung: erregend auf Großhirnrinde, Atem- u. Kreislaufzentrum, bewirkt Erweiterung der Blutgefäße u. Diurese. Anw. als Psychoanaleptikum u. in Kombinationspräparaten mit Antipyretika (verstärkt deren analgetische Wirkung). NW: Bei akuter Vergiftung („Coffeinismus“) treten Unruhe, zentrale Erregung, psychische Alterationen, Tachykardie, Harndrang, Schlaflosigkeit, evtl. auch Herz- u. Kreislaufkollaps auf.

    • Coffeinismus
      • Cof|fe|inis|mus

      • Englischer Begriff: caffeinism

      akute Coffein-Vergiftung (Coffein).

    • Coffey-Operation
      • Coffey-Operation

      • Englischer Begriff: Coffey procedure

      • Biogr.: Robert Calvin C., 1869–1933, Chirurg, Portland/USA

      Ureteroenteroanastomose als Einpflanzung des Harnleiters in den Dickdarm unter Durchleitung des Harnleiters durch einen submukösen Schrägkanal der Darmwand.

    • Coffin
      • Coffin

      • Biogr.: Grange S. C., geb. 1923, amerik. Pädiater

      • C.-Lowry-Syndrom
        durch ein X-chromosomal-dominantes Gen hervorgerufenes, seltenes Dysmorphiesyndrom... (mehr)
      • C.-Siris-Syndrom
        erbliches Dysmorphiesyndrom mit Kleinwuchs, schütterem Kopfhaar u. Hypoplasie... (mehr)
    • Coffin-Lowry-Syndrom
      Coffin
      • C.-Lowry-Syndrom

      • Englischer Begriff: Coffin-Lowry syndrome

      • Biogr.: Brain L.

      durch ein X-chromosomal-dominantes Gen hervorgerufenes, seltenes Dysmorphiesyndrom mit fortschreitenden Bindegewebsschwellungen und Entwicklungsrückstand.

    • Coffin-Siris-Syndrom
      Coffin
      • C.-Siris-Syndrom

      • Englischer Begriff: C.-Siris syndrome

      erbliches Dysmorphiesyndrom mit Kleinwuchs, schütterem Kopfhaar u. Hypoplasie der Zehen- u. Fingerglieder; Entwicklungsrückstand.

    • COFS-Syndrom
      • Synonyme: Abk. für cerebrooculofacioskeletal syndrome

      • Etymol.: engl.

      autosomal-rezessiv erbliches Syndrom mit Mikrozephalie, Hirnanomalien, schwerer psychomotorischer Retardierung sowie Gesichts-, Ohr- u. Skelettanomalien.

    • Cogan-Syndrom
      • Cogan-Syndrom

      • Englischer Begriff: Cogan's syndrome

      • Biogr.: David G. C., 1908–1994, Augenarzt, Boston

      • 1)
        entzündliche Systemerkrankung unbekannter Ätiologie... (mehr)
      • 2)
        angeborene, partielle okulomotorische Apraxie, u. zwar fast stets isoliert... (mehr)
    • Cogan-Syndrom 1)
      Cogan-Syndrom
      • 1)

      entzündliche Systemerkrankung unbekannter Ätiologie. Gekennzeichnet durch plötzlich auftretende schwere, beidseitige Hörminderung und entzündliche Veränderungen der Augen: interstitielle Keratitis, Konjunktivitis, Skleritis, Episkleritis und Iritis (selten Choroiditis). In ca. 10% systemische Vaskulitis.

    • Cogan-Syndrom 2)
      Cogan-Syndrom
      • 2)

      angeborene, partielle okulomotorische Apraxie, u. zwar fast stets isoliert. Ab dem 3.–5. Lj. besteht Unfähigkeit willkürlicher (nicht jedoch unwillkürlicher) seitlicher Blick- u. Führungsbewegungen, die durch entsprechende Kopfdrehung ausgeglichen werden; ferner tritt bei Kopfdrehung eine reflekt. entgegengesetzte Ablenkung der Augen auf.

    • Cohabitatio
      • Cohabitatio

      • Synonyme: Kohabitation

      • Englischer Begriff: sexual intercourse

      Beischlaf; s.a. Koitus.

    • Cohn-Fraktionierung
      • Cohn-Fraktionierung

      • Englischer Begriff: Cohn's fractionation

      • Biogr.: Erwin J. C., 1892–1953, physiolog. Chemiker, Cambridge/USA

      mehrfach modifiziertes Verfahren (Methoden 1–12) zur schonenden Auftrennung der Plasmaproteine mit Hilfe von Äthanol bei niedriger Temp. (0–10 °C). Durch Veränderung von pH, Ionenstärke, Temperatur, Äthanol- u. Eiweißkonzentration werden Fraktionen mit folgenden z.T. therapeutisch u. analytisch verwertbaren Hauptbestandteilen erhalten: I: Fibrinogen, antihämophiles Globulin; II: γ-Globulin; III-0: β1-Lipoprotein; III-1: Isoagglutinine; III-2: Prothrombin; III-3: Plasminogen; IV-1: α- u. – etwas – β-Globuline; IV-4: α- u. β-Globuline (u. Carboxylesterhydrolasen, Hypertensinogen); V: Albumin.

    • Coiling
      • Coil|ing

      • Etymol.: engl.

      Gefäßverdrehung (oft zugleich auch Knickung), z.B. an der Arteria carotis interna.

    • Coitus
      • Co|itus

      • Englischer Begriff: coitus

      Koitus.

    • Coitus condomatus
      Coitus
      • C. condomatus

      Beischlaf mit Kondom.

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