Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dehiszenz
    • De|his|zenz

    • Englischer Begriff: dehiscence

    das zu Spaltbildung führende Auseinanderweichen zweier angrenzender Strukturen, Gewebspartien infolge mechanischer Kräfte, z.B. nach Zerreißung; s.a. Wund-, Nahtdehiszenz.

  • Dehnkatheter
    • Dehn|katheter

    • Englischer Begriff: dilation catheter

    ein Katheter (z.B. filiformer K.) zur Dehnung von Hohlorganengen (z.B. Harnröhren-, Ureterstenose). Evtl. als Ballonkatheter (s.a. Angioplastie).

  • Dehnplatte
    • Dehn|platte

    • Englischer Begriff: jaw dilator

    aktives kieferorthopädisches Behandlungsgerät für einen Kiefer (mit Dehn- u. Zugschrauben); zur kippenden Bewegung von Einzelzähnen, Zahnbogenabschnitten oder zur Dehnung des Kiefers in der Gaumennaht.

  • Dehntechniken

      physiotherapeutische Mobilisationstechniken, die die Dehnfähigkeit von Muskeln, Bändern u. Sehnen verbessern. Sie werden zur Behandlung einer Hypomobilität sowie im Rahmen von Regenerationsmaßnahmen innerhalb der medizinischen Trainingstherapie eingesetzt. D. sollten Bestandteil jeder Trainingseinheit zum Muskelaufbau sein u. nach der Aufwärmphase sowie am Trainingsende durchgeführt werden, mindestens 2- bis 3-mal pro Woche über 10–15 Min. Es werden verschiedene Dehnformen unterschieden: passive therapeutische Mobilisation: Hierzu zählen manuelles Querdehnen sowie Längsdehnen (Mobilisationstechniken); dynamische Dehntechnik: Dehnung durch Wippen, Federn oder Schwingen. Durch die ruckartigen, kurzen Dehnimpulse wird eine optimale Dehnung verhindert, daher ist diese Dehnform nicht sinnvoll; passiv-statische Dehnung (Stretching): effektive Dehnmethode, wobei nach Einnehmen der Dehnstellung die Dehnung nur leicht verstärkt wird. Die Zunahme des Widerstandes macht sich dabei als „Dehngefühl“/Ziehen bemerkbar. Die Anspannung wird 15–30 Sek. gehalten u. die Dehnung 2- bis 4-mal wiederholt; Anspannungs-Entspannungs-Dehnung: besonders bei verkürzter Muskulatur geeignete, effektive Dehnmethode. Einnahme der Dehnstellung mit isometrischer Anspannung über 3–8 Sek., danach entspannen und dabei für 10 Sek. weiterdehnen. 2–4 Wiederholungen; aktiv-statisches Dehnen: Dehnstellung einnehmen und Antagonisten für 10–20 Sek. anspannen (Verstärkung der Dehnung), danach entspannen. 2–3 Wiederholungen.

    • Dehnung
      • Englischer Begriff: stretching

      Dilatation, Bougierung, Angioplastie.

    • Dehnungslagerung
      • Dehnungs|lagerung

      atemtherapeutische Maßnahme der Physiotherapie. Anw.: Behandl. von Pat. mit chronischen Atemwegserkrankungen. Ziele sind die bessere Belüftung bestimmter Lungenareale durch Sekretolyse sowie Verbesserung der Vitalkapazität u. erleichterte Atemarbeit. Dies wird erreicht durch Beseitigung atemhemmender Widerstände, Regulation des Muskeltonus u. Durchblutungsförderung.

    • Dehnungslähmung
      • Dehnungs|lähmung

      • Englischer Begriff: hyperextension paralysis

      Lähmung infolge Nerven-, Nervenplexusüberdehnung; v.a. als Geburtstrauma, Schaden durch Lagerungsfehler in Narkose.

    • Dehnungsreflex
      • Dehnungs|reflex

      • Englischer Begriff: stretch reflex

      Reflex als Reaktion auf einen Dehnungsreiz; z.B. als Muskeldehnungsreflex, Depressorreflex, als die Peristaltik anregender Reflex.

    • Dehnungsreiz
      • Dehnungs|reiz

      • Englischer Begriff: stretch stimulus

      • Fach: Physiologie

      als Reiz wirksame mechanische Dehnung eines Gewebes. Bewirkt als adäquater D. an entsprechenden Dehnungsrezeptoren ein reflexauslösendes Aktionspotential, an glatten Muskelzellen eine Kontraktion (evtl. ohne Zwischenschaltung eines Reflexbogens). Als inadäquater D. beeinträchtigt er erregbare Membranen u. wirkt bei geringer Intensität auch hier erregend (Depolarisation), führt aber als starker Reiz zu dauerhafter Zellschädigung.

    • Dehnungsrezeptoren
      • Dehnungs|re|zeptoren

      • Englischer Begriff: stretch receptors

      Mechanorezeptoren, die auf Dehnungsreiz als den ihnen adäquaten Reiz ansprechen; Vork. in Muskeln, Lunge, Magen-Darm-Trakt, Herzvorhöfen u. in den sog. vasosensiblen Zonen (s.u. Pressorezeptoren).

    • Dehydrase
      • De|hy|drase

      • Englischer Begriff: dehydrogenase

      Dehydrogenase.

    • Dehydratase
      • De|hy|dratase

      • Englischer Begriff: dehydratase

      Wasser abspaltendes Enzym; z.B. die Carbonatdehydratase.

    • Dehydratation
      • De|hy|dratation

      „Entwässerung“.

    • Dehydratation 1)
    • Dehydratation 2)
      Dehydratation
      • 2)

      • Englischer Begriff: dehydration

      Dehydration.

    • Dehydratationssyndrom
      • De|hy|dratations|syndrom

      Salzstauungssyndrom.

    • Dehydration
      • De|hy|dration

      • 1)
        Mangel an Körperwasser, d.h... (mehr)
      • D., hypertone
        D., bei der der Verlust an Wasser größer ist als der Natriumverlust (=... (mehr)
      • D., hypotone
        D., bei der der Verlust an Natrium größer ist als der an H2O... (mehr)
      • D., isotone
        D. mit gleich großem Wasser- u. Na-Verlust; z.B... (mehr)
      • 2)
        die monopolare Endothermie... (mehr)
    • Dehydration 1)
      Dehydration
      • 1)

      • Synonyme: Dehydratation

      • Englischer Begriff: dehydration

      Mangel an Körperwasser, d.h. der generelle, absolute oder relative Flüssigkeitsmangel im Extra- u. Intrazellularraum (EZR; IZR) als Folge einer Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes (s.a. Exsikkose; Darrow-Yanett-Prinzip).

      • D., hypertone
        D., bei der der Verlust an Wasser größer ist als der Natriumverlust (=... (mehr)
      • D., hypotone
        D., bei der der Verlust an Natrium größer ist als der an H2O... (mehr)
      • D., isotone
        D. mit gleich großem Wasser- u. Na-Verlust; z.B... (mehr)
    • Dehydration 2)
      Dehydration
      • 2)

      • Fach: Chirurgie

      die monopolare Endothermie.

    • Dehydration, hypertone
      Dehydration  >  Dehydration 1)
      • D., hyper|tone

      D., bei der der Verlust an Wasser größer ist als der Natriumverlust (= Zustand von „Hypersalämie“; s.a. Salzstauungssyndrom, Wassermangelexsikkose).

    • Dehydration, hypotone
      Dehydration  >  Dehydration 1)
      • D., hypo|tone

      D., bei der der Verlust an Natrium größer ist als der an H2O, Wasserintoxikation; typisch mit Verdünnungshyponatriämie.

    • Dehydration, isotone
      Dehydration  >  Dehydration 1)
      • D., iso|tone

      D. mit gleich großem Wasser- u. Na-Verlust; z.B. bei Diarrhö, Erbrechen, Blut- u. Plasmaverlusten; die Symptomatik ähnelt der beim hämorrhagischen Schock.

    • Dehydratisierung
      • De|hy|dratisierung

      „Entwässerung“.

      • 1)
        der – medikamentös-diätetisch oder durch Dialyse angestrebte – Flüssigkeitsentzug... (mehr)
      • 2)
        die Wasserabspaltung durch die intramolekular im Verhältnis 2:1 erfolgende... (mehr)
    • Dehydratisierung 1)
      Dehydratisierung
      • 1)

      der – medikamentös-diätetisch oder durch Dialyse angestrebte – Flüssigkeitsentzug, z.B. zur Kreislaufentlastung.

    • Dehydratisierung 2)
      Dehydratisierung
      • 2)

      • Englischer Begriff: dehydration; desiccation

      • Fach: Chemie

      die Wasserabspaltung durch die intramolekular im Verhältnis 2:1 erfolgende Abspaltung von Wasser- u. Sauerstoff, z.B. als Anhydridbildung aus Dicarbonsäuren. – Ferner – als Trocknung – der Entzug von Kristallwasser.

    • Dehydrierung
      • De|hy|drierung

      • Synonyme: Dehydrogen(is)ierung

      • Englischer Begriff: dehydrogenation

      die – der Oxidation verwandte – Abspaltung von Wasserstoff aus einer chemischen Verbindung mit Hilfe von Katalysatoren bzw. von Enzymen (Dehydrogenasen); z.B. beim Fettsäureabbau, beim Alkoholabbau zu Aldehyd oder Keton.

    • Dehydro...
      • De|hy|dro...

      • Fach: Chemie

      Präfix für „wasserstoffärmere“ Verbindungen.

    • Dehydrocholsäure
      • Dehydrocholsäure

      • Synonyme: 3,7,12-Triketocholansäure

      • Englischer Begriff: dehydrocholic acid

      natürl. Gallensäure (in Rindergalle); früher Anw. als Cholagogum, Choleretikum, Testsubstanz.

    • Dehydroepiandrosteron
      • Dehydro|epi|androsteron

      • Synonyme: Dehydro|iso|androsteron; DHEA (Abk.)

      • Englischer Begriff: dehydroepiandrosterone

      (Butenandt 1934) ein in der Nebennierenrinde synthetisiertes Androgen.

    • Dehydrogenase
      • De|hydrogenase

      • Englischer Begriff: dehydrogenase

      Oberbegriff für Enzyme, die zur Gruppe der Oxidoreductasen gehören und Wasserstoff übertragen. Sie spalten ihn in reversibler Reaktion von einem Stoff (dem Wasserstoff- = H-Donator) ab u. übertragen ihn meist auf Coenzyme (NAD+, NADP+, FAD) als primäre H-Akzeptoren. Von diesen wird der Wasserstoff an sekundäre Akzeptoren weitergegeben. D. sind im Allgemeinen substratspezifisch (z.B. Alkohol-D.). Der Defekt der 3β-Hydroxysteroid-D. führt zum entsprechenden Typ des adrenogenitalen Syndroms.

    • Dehydropeptidase-Hemmer
      • Englischer Begriff: dehydropeptidase inhibitor

      Enzymhemmer, der die Imipenem spaltende Dehydropeptidase I in den Tubuluszellen der Niere inhibiert. Wirkst.: Cilastin; Anw. in fixer Kombination mit Imipenem, das dadurch erst die therap. erforderliche Verweildauer im Plasma erreicht.

    • Deicher-Hanganatziu-Reaktion
      • Deicher-Hanganatziu-Reaktion

      • Englischer Begriff: Hanganatziu-Deicher test

      • Fach: Serologie

      s.u. Hanganatziu.

    • Deiters
      • Deiters

      • Biogr.: Otto Fr. C. D., 1834–1863, Anatom, Bonn

      • D.-Bündel
        Tractus vestibulospinalis... (mehr)
      • D.-Kern
        Nucleus vestibularis lateralis... (mehr)
      • D.-Zellen
        die zwischen den äußeren Hörzellen gelegenen, mit phalangenförmigen Fortsätzen... (mehr)
    • Deiters-Bündel
    • Deiters-Kern
      Deiters
      • D.-Kern

      • Englischer Begriff: Deiters' nucleus

      Nucleus vestibularis lateralis. – Hiernach benannt das D.-Syndrom (Bonnier-Sy.).

    • Deiters-Zellen
      Deiters
      • D.-Zellen

      • Englischer Begriff: D.' cells; phalangeal cells

      die zwischen den äußeren Hörzellen gelegenen, mit phalangenförmigen Fortsätzen ausgestatteten Stützzellen des Corti-Organs.

    • Déjà-vu-Erlebnis
      • Déjà-vu-Erlebnis

      • Synonyme: Déjà-entendu-Erlebnis; Déjà-vécu-Erlebnis

      • Englischer Begriff: deja vu phenomenon

      eine Bekanntheitstäuschung, d.h. eine Gedächtnistäuschung, in der eine neue Situation als bereits bekannt, d.h. als „schon gesehen“ bzw. „schon einmal gehört“ bzw. „schon einmal erlebt“ erlebt wird. Das Phänomen kommt vor u.a. im Traum, bei Erschöpfung u. – häufiger – bei Intoxikation, beginnender Psychose (Dämmerattacke), hirnorganischem Schaden, v.a. des Schläfenlappens (u.a. als epileptische Déjà-vu-Illusion infolge neuronaler Entladung in der Temporalrinde, wobei sonst normal empfundene Sinnesreize einen abnormen Bekanntheitscharakter annehmen = „gnostische Erinnerungsillusion“, z.B. als epilept. Traumillusion).

    • Dejectio
      • Dejectio

      • Synonyme: Dejektion

      • Englischer Begriff: dejection

      Ausscheidung eines Exkrementes („Dejectum“, „Dejekt“), i.e.S. die Kotausscheidung (Defäkation).

    • Déjerine
      • Déjerine

      • Biogr.: 1) Augusta D.-Klumpke, 1859–1927, Nervenärztin, Paris; 2) Joseph J. D., 1849–1917, Nervenarzt, Paris

    • Déjerine-Klumpke-Lähmung
      Déjerine
      • D.-Klumpke-Lähmung

      • Englischer Begriff: Klumpke's paralysis

      • Biogr.: Augusta D.-Klumpke

      untere Armplexuslähmung.

    • Dejerine-Neurotabes
      Déjerine
      • D.-Neurotabes

      • Synonyme: D.-Syndrom

      • Biogr.: Joseph J. D.

      nicht mehr gebräuchl. Bezeichnung für ein der Tabes dorsalis ähnliches Bild, verursacht durch Corynebacterium diphtheriae.

    • Déjerine-Phänomen
      Déjerine
      • D.-Phänomen

      • Synonyme: D.-Lichtheim-Phänomen

      • Englischer Begriff: Déjerine-Lichtheim phenomenon

      • Biogr.: Joseph J. D.; Ludwig L.

      bei der reinen = „subkortikalen“ motor. Aphasie die Fähigkeit, die Silbenzahl u. Betonung der Wörter durch Klopfzeichen wiederzugeben.

    • Dejerine-Roussy-Syndrom
      Déjerine
      • D.-Roussy-Syndrom

      • Synonyme: Thalamussyndrom; posterolaterales

      • Englischer Begriff: D.-Roussy syndrome; thalamic s.

      • Biogr.: Joseph J. D.; Gustave R.

      Seh- u. Empfindungsstörungen durch Thalamusausfälle (z.B. durch Tumoren, Infarkte, Blutungen). Es bestehen eine homonyme Hemianopsie u. – herdgegenseitig – Hyperreflexie der Sehnen- u. Periostreflexe sowie verminderte Hautsensibilität mit Hemialgie u. -hyperpathie (insbes. an Stirn, Augenhöhlen, Wangen, Fingern u. Zehen), Störung der Tiefensensibilität, evtl. begleitet von Skelettmuskelatrophie.

    • Dejerine-Sottas-Syndrom
      Déjerine
      • D.-Sottas-Syndrom

      • Englischer Begriff: D.-Sottas disease; hypertrophic neuropathy

      • Biogr.: Joseph J. D.; Jules S., 1866–1943, Neurologe, Paris

      Typ III der hereditären motorisch-sensiblen Neuropathie; wahrscheinlich autosomal-rezessiv (auch dominant?) erbliche neurale Muskelatrophie infolge Wucherung der Schwann-Zellen.

    • Dejerine-Thomas-Syndrom
      Déjerine
      • D.-Thomas-Syndrom

      • Englischer Begriff: fronto-ponto-cerebellar atrophy

      • Biogr.: Joseph J. D.; André Th.

      s.u. olivopontozerebellare Atrophie.

    • Dejerine-Zeichen
      Déjerine
      • D.-Zeichen

      • Englischer Begriff: D.'s sign

      • Biogr.: Joseph J. D.

      • Fach: Neurologie

      bei Radikulitis Verstärkung der einschlägigen Symptome durch Husten, Niesen, bei der Stuhlentleerung (beim „Pressen“).

    • Dejodinasen
      • De|jod(in)asen

      • Englischer Begriff: deiodinase

      • Fach: Enzymologie

      Dehalogenasen der Schilddrüse, Leber, Niere, Hypophyse u.a. Organe. Spezifische Enzyme für die Monodejodierung von Thyroxin u. Metaboliten in 5'-Position; führen zur Bildung von Trijodthyronin, die 5-Dejodinase führt zur Bildung von reversem Trijodthyronin. Weitere Dejodierung dieser Metaboliten zu Di-, Monojodtyrosin u. Tyrosin. Angeborener Mangel führt über die Ausscheidung der Tyrosine im Harn zu Jodmangel u. zu Schilddrüsenunterfunktion mit oder ohne Kropfbildung.

    • Deka...
      • Deka...

      • Synonyme: da- (Abk.)

      • Fach: Physik

      bei Maßeinheiten (auch im SI-System) Präfix mit der Bedeutung „Zehnfaches“. S.a. Deca...

    • Dekadenzähler
      • Dekaden|zähler

      • Englischer Begriff: decadecounter

      elektronisches, in der Nuklearmedizin genutztes Impulszählinstrument, bei dem jeweils 10 registrierte Impulse von einer nächsthöheren Zähleinheit weiter erfasst werden.

    • Dekalzifikation
      • De|kalzifikation

      • Synonyme: -fizierung

      • Englischer Begriff: decalcification

      die Entfernung von Calciumsalzen aus einer Substanz. patho die Verminderung der Mineralstoffe in Knochen u. Zähnen durch vermehrten Gewebsabbau, verminderten Anbau oder ungenügende Kalkeinlagerung, z.B. bei Osteomalazie, Osteoporose.

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