Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dalton
    • Dalton

    • Biogr.: 1) A. J. D., Bethesda/Washington; 2) John D., 1766–1844, engl. Physiker u. Chemiker

  • Dalton Anomalie
    Dalton
    • D.-Anomalie

    • Synonyme: Dyschromatopsie

    • Englischer Begriff: daltonian dyschromatopsia

    • Biogr.: John D.

    die Protanomalie oder Protanopie (Rotschwäche oder -blindheit).

  • Dalton Einheit
    Dalton
    • D.-Einheit

    • Synonyme: D (Abk.)

    • Englischer Begriff: dalton (Da)

    • Biogr.: John D.

    Masseneinheit; s.u. Molekulargewicht.

  • Dalton-Gesetz der Partialdruecke
    Dalton
    • D.-Gesetz (der Partialdrücke)

    • Englischer Begriff: Dalton's law

    • Biogr.: John D.

    Im Gemisch idealer Gase ist der Gesamtdruck gleich der Summe der Partialdrücke; die Partialdrücke verhalten sich wie die Molzahlen der Gase in der Mischung. – Gilt nicht für reale Gase, da deren Moleküle Anziehungskräfte aufeinander ausüben.

  • Dalton-Komplex
    Dalton
    • D.-Komplex

    • Biogr.: A. J. D.

    der wirkliche, nur elektronenmikroskopisch fassbare Golgi-Apparat der Zelle: besteht aus geschichteten zisternenartigen Hohlräumen, die von membranhaltigen Bläschen u. Vakuolen umgeben sind; diese dienen der Aufnahme, Verarbeitung u. Speicherung von Sekreten, Glykogen, Lipiden etc. u. deren Transport in das Zellinnere.

  • Daltonismus
    • Englischer Begriff: daltonism

    Rot-Grün-Blindheit.

  • Damm
    • Englischer Begriff: perineum

    • Fach: Anatomie

    Perineum.

  • Dämmerattacke
    • Dämmer|attacke

    • Englischer Begriff: psychomotor attack

    psychomotorischer Anfall.

  • Dämmerungsamblyopie
    • Dämmerungs|ambly|opie

    • Synonyme: Dämmerasthenie

    • Englischer Begriff: twilight blindness

    • Fach: Ophthalmologie

    Hemeralopie.

  • Dämmerungsmyopie
    • Dämmerungs|my|opie

    • Englischer Begriff: nocturnal myopia

    • Fach: Ophthalmologie

    Nachtmyopie.

  • Dämmerungssehen
    • Dämmerungs|sehen

    • Englischer Begriff: scotopic vision

    Abbildung

    das Sehen bei Leuchtdichten von 10–10 bis 10–7 cd/cm2, d.h. bei Dunkeladaptation. D. ist eine Leistung überwiegend des Stäbchenapparates der Netzhaut. Im Extrem als „Nachtsehen“ mit Empfindung des spektralen Lichtes als „Dämmerungsgrau“, das wegen der relativ stärkeren Abnahme der Rot- u. Gelbhelligkeit auch als „Dämmerungsblau“ bezeichnet wird. S.a. Abb.

  • Dämmerungszustand
    • Dämmer(ungs)zustand

    • Englischer Begriff: semiconsciousness; fugue state

    stunden- bis tagelange Bewusstseinseinengung, gekennzeichnet durch Herabsetzung der Auffassungs- u. geistigen Leistungsfähigkeit bei erhaltener Orientierung u. relativ unauffälligem Verhalten („besonnener“ oder „orientierter D.“), so dass das Handeln durchaus als „durchdacht“ erscheinen kann. Oder aber als deliranter (= desorientierter) D. ein Zustand stärkerer Bewusstseinstrübung (z.B. als „exogener Reaktionstyp“ bei Infektionskrankheiten), u.U. sogar mit Übergang in Sopor u. Koma, bei dem häufig auch Automatismen auftreten u. dem Erinnerungslücken bis -losigkeit folgen. Ursachen: z.B. affektive Einflüsse, hochgradige Erschöpfung, Toxikomanie (Sucht), Epilepsie (D. vor oder nach dem Anfall bzw. als epileptisches Äquivalent; oft mit Desorientiertheit, Wesensveränderung), pathologischer Alkoholrausch, progressive Paralyse, Hypnose; Ursache des nur abortiven D. (= „Umdämmerung“, die aber auch als epileptischer Ausnahmezustand vorkommt) ist z.B. eine akute Hirnverletzung, Insolation.

  • Dämmerungszustand, organischer
    Dämmer(ungs)zustand
    • D., organischer

    Zustand i.S. des „akuten Reaktionstyps“, z.B. nach Hirnerkrankung, Vergiftung.

  • Dämmerungszustand, psychogener
    Dämmer(ungs)zustand
    • D., psychogener

    D. als Folge hohen Affektdrucks; ist delirant.

  • Dämmerungszustand, traumatischer
    Dämmer(ungs)zustand
    • D., traumatischer

    D. nach Hirnverletzung; ist „besonnen“, kurzfristig u. mit teilweiser Amnesie verbunden.

  • Dammmuskulatur
    • Damm|muskulatur

    • Englischer Begriff: perineal muscles

    die den Damm (Perineum) bildenden Muskeln: die Musculi bulbo- u. ischiocavernosus, transversus perinei superficialis u. profundus, sphincter urethrae, levator ani, coccygeus sowie sphincter ani externus.

  • Dammnaht
    • Damm|naht

    • Englischer Begriff: perineal suture

    Wundnaht zur Versorgung eines Dammrisses bzw. einer Episiotomie; meist als „versenkte D.“ durch zweischichtige Knopfnahtreihe (bei Dammriss 3. Grades zusätzlich Naht des Musculus sphincter ani).

  • Dammplastik
    • Damm|plastik

    • Englischer Begriff: perineoplasty

    • Fach: Gynäkologie

    Perineoplastik.

  • Dammriss
    • Damm|riss

    • Englischer Begriff: perineal tear

    Abbildung   Tabelle

    das Einreißen des Dammes, meist auch des vorderen Scheidendrittels. Folge einer Aufdehnung des Weichteilansatzrohres, das die Elastizität der Gewebe übersteigt; beim Durchtritt des kindlichen Kopfes oder bei der op. Entbindung (s.a. Dammruptur). Einteilung der Schweregrade nach Martius (I–III) u. nach Williams (I–IV). Prophylaxe: Episiotomie, Dammschutz. S.a. Tab., Abb.

  • Dammruptur
    • Damm|ruptur

    • Englischer Begriff: perineal rupture

    • Fach: Geburtshilfe

    der plötzlich u. ohne ankündigendes Einreißen der Kommissur erfolgende Dammriss; selten, v.a. bei Deflexionslagen.

  • Dammschnitt
    • Damm|schnitt

    • Englischer Begriff: perineotomy

    • Fach: Geburtshilfe

    Episiotomie.

  • Dammschutz
    • Damm|schutz

    • Englischer Begriff: support of the perineum

    • Fach: Geburtshilfe

    Prophylaxe des Dammrisses bei der spontanen Kopflagengeburt durch Regulierung des Durchtrittstempos durch die das Vorderhaupt bremsende u. gleichzeitig den Kopf symphysenwärts drückende linke Hand, während die re. Hand (bei abgespreiztem Daumen) das Dammgewebe u. die darunter liegende Stirn des Kindes umfasst. Der After wird dabei mit einem „Dammschutzlappen“ abgedeckt.

  • Damoiseau-Ellis-Linie
    • Damoiseau(-Ellis)-Linie

    • Englischer Begriff: Garland curve; Damoiseau-Ellis line

    • Biogr.: Louis Hyacinthe D., 1815–1890, Arzt, Paris; Calvin E.

    Abbildung

    (1842) die typisch kranial-konvexe, parabelförm. Begrenzung der Dämpfung(sfigur) eines Pleuraergusses, deren Gipfelpunkt in der mittleren Axillarlinie liegt (s.a. Abb.).

  • Dampf
    • Englischer Begriff: vapor

    • Fach: Physik

    die mit der flüssigen Phase im Gleichgewicht stehende gasförmige Phase eines Stoffes; unterliegt als reales Gas nicht den für ideale Gase geltenden Gasgesetzen. – Auch Kurzbez. für Wasserdampf, der z.B. als „gespannter D.“ (d.h. im geschlossenen Behälter über 100 °C erhitzt) zur Dampfsterilisation dient.

  • Dampfbad
    • Dampf|bad

    • Englischer Begriff: steambath

    • Fach: Physiotherapie

    Baden in einer mit Wasserdampf gesättigten Luft von 35–50 °C. Führt durch Wärmezufuhr u. durch die infolge wirkungsloser Schweißabgabe begünstigte Wärmestauung zum Anstieg der Körpertemperatur (s.a. Wärmetherapie) mit sekundärer Stoffwechselsteigerung sowie zu örtlicher Mehrdurchblutung (Hyperämie) mit viszerokutan-reflektorischer Beeinflussung innerer Organe. Anw. z.B. als russisch-türkisches oder – als den Kopf ausnehmendes – Dampfkastenbad bzw. als Teil-D. (Kopf-, Gesichtsdampfbad; s.a. Dampfdusche).

  • Dampfdesinfektion
    • Dampf|des|infektion

    • Englischer Begriff: steam disinfection

    Desinfektion im strömenden Dampf bis zu 100 °C (Dampftopf) oder im gespannten Dampf (im Dampfdrucktopf; Autoklav; s.a. Dampfsterilisation).

  • Dampfdusche
    • Dampf|dusche

    • Englischer Begriff: steam shower

    • Fach: Physiotherapie

    Anwendung von Wasserdampf (mit 1–2 atü) mittels eines speziellen Duschkopfes als örtliches Dampfbad. Anw. z.B. bei Lumbago.

  • Dampfinhalation
    • Dampf|in|halation

    • Englischer Begriff: steam inhalation

    • Fach: Physiotherapie

    das Inhalieren molekulardisperser Stoffe (z.B. Wasserdampf, ätherische Öle), die – soweit nicht in den Atemwegen durch Abkühlung kondensiert – mit der Atemluft, den Atemgasen in den Alveolen resorbiert werden.

  • Dampfkauter Wessely
    • Dampf|kauter (Wessely)

    • Englischer Begriff: steam cauter

    Gerät für feinstrahlige Dampfzuleitung zur Hornhautkaustik bei Ulcus serpens.

  • Dampfpunkt
    • Dampf|punkt

    • Englischer Begriff: steam point

    • Fach: Physik

    der Siedepunkt des Wassers als Fundamentalpunkt der internationalen Temperaturskala.

  • Dampfresistenz
    • Dampf|resistenz

    • Englischer Begriff: steam resistance

    die Widerstandsfähigkeit von Krankheitserregern gegenüber Wasserdampf; definiert als Zeitspanne des Überlebens bei Dampfeinwirkung von 100 bzw. 120 °C.

  • Dampfsterilisation
    • Dampf|sterilisation

    • Englischer Begriff: steam sterilization

    die im Autoklaven erfolgende Sterilisation mittels gespannten Dampfes (105–134 °C, 1,3–3 atü); führt zur Vernichtung auch thermoresistenter Sporen der Stufe III an Verbandstoffen, chirurgischen Instrumenten, Spritzen, Gummigegenständen etc. – S.a. Dampfdesinfektion.

  • Dämpfung
      • 1)
        die zeitliche Abnahme der Amplitude einer Schwingung oder Welle infolge... (mehr)
      • 2)
        verkürzter, leiser, hoher Klopfschall („Schenkelschall“) über luftarmen... (mehr)
      • 3)
        medikamentös (durch Sedativa, Tranquilizer, Neuroleptika, Hypnotika etc.)... (mehr)
    • Dämpfung 1)
      Dämpfung
      • 1)

      • Englischer Begriff: damping

      • Fach: Physik

      die zeitliche Abnahme der Amplitude einer Schwingung oder Welle infolge Energieverlustes, z.B. durch Ausstrahlung, Reibung, Absorption.

    • Dämpfung 2)
      Dämpfung
      • 2)

      • Englischer Begriff: percussion dullness; damping

      • Fach: Klinik

      verkürzter, leiser, hoher Klopfschall („Schenkelschall“) über luftarmen oder -leeren Organen bzw. Körperteilen; Dämpfungsfigur.

    • Dämpfung 3)
      Dämpfung
      • 3)

      • Englischer Begriff: sedation

      medikamentös (durch Sedativa, Tranquilizer, Neuroleptika, Hypnotika etc.) herbeigeführte Beruhigung einer psychischen u./oder einer motor. Unruhe.

    • Dämpfungsfigur
      • Dämpfungs|figur

      • Englischer Begriff: area of dullness

      • Fach: Klinik; klinisch

      der perkutorisch feststellbare charakteristische Bereich einer Dämpfung, z.B. als Garland-Dreieck (s.a. Damoiseau-Linie, dort Abb.), als – absolute oder relative – Herzdämpfung.

    • Dana
      • Dana

      • Biogr.: Charles L. D., 1852–1935, Neurologe, New York

    • Dana-Lichtheim-Putnam-Syndrom
      Dana
      • D.(-Lichtheim-Putnam)-Syndrom

      • Englischer Begriff: Putnam-Dana syndrome

      funikuläre Spinalerkrankung.

    • Dana-Operation
      Dana
      • D.-Operation

      • Englischer Begriff: Dana's (posterior) rhizotomy

      Durchtrennung der hinteren Spinalnervenwurzeln (Radikulotomie) nach vorangehender Laminektomie, z.B. bei unstillbaren Schmerzen.

    • Danaparoid
      • Englischer Begriff: danaparoid

      niedermolekulares Heparinoid; Anw. bei Heparin-induzierter Thrombozytopenie Typ II.

    • Danazol
      • Englischer Begriff: danazol

      schwach wirksames synthetisches Androgen, Gonadotropinhemmer. Anw. bei Endometriose u. hereditärem Quincke-Ödem.

    • Dance-Zeichen
      • Dance-Zeichen

      • Englischer Begriff: Dance's sign

      • Biogr.: Jean Bapt. H. D., 1797–1832, Pathologe, Paris

      • Fach: Chirurgie

      „Vertiefung“ im rechten Unterbauch als Zeichen der ileozäkalen Invagination.

    • Dandy
      • Dandy

      • Biogr.: Walter Edw. D., 1886–1946, Neurochirurg, Baltimore

      • D. concealed disc
        der inkomplette, nur bei Lordosierung eintretende lumbale Bandscheibenprolaps... (mehr)
      • D.-Operationen
        (mehr)
      • 1)
        teilweise bis komplette, „parapontine“ (= brückennahe) Durchtrennung... (mehr)
      • 2)
        Ventrikulo(zisterno)stomie der III... (mehr)
      • 3)
        die „geschlossene“, unter Einführung eines Operations-Ventrikuloskops... (mehr)
      • 4)
        beidseitige intradurale Durchtrennung der vorderen Spinalnervenwurzeln... (mehr)
      • D.-Walker-Syndrom
        angeborener Hydrozephalus, verursacht durch Verschluss der Foramina Luschkae... (mehr)
      • D.-Zeichen
        (mehr)
      • 1)
        heftige segmentäre Schmerzausstrahlung nach kräftigem Reflexhammerschlag... (mehr)
      • 2)
        Steigerung einer Ischialgie durch Husten, Schnäuzen, Niesen als Zeichen... (mehr)
    • Dandy concealed disc
      Dandy
      • D. concealed disc

      der inkomplette, nur bei Lordosierung eintretende lumbale Bandscheibenprolaps (bei dem Rö.- u. Op.-Befund negativ ausfallen).

    • Dandy-Operation
      Dandy
      • D.-Operationen

      • 1)
        teilweise bis komplette, „parapontine“ (= brückennahe) Durchtrennung... (mehr)
      • 2)
        Ventrikulo(zisterno)stomie der III... (mehr)
      • 3)
        die „geschlossene“, unter Einführung eines Operations-Ventrikuloskops... (mehr)
      • 4)
        beidseitige intradurale Durchtrennung der vorderen Spinalnervenwurzeln... (mehr)
    • Dandy-Operation 1)
      Dandy  >  Dandy-Operation
      • 1)

      • Englischer Begriff: parapontine trigeminal rhizotomy

      teilweise bis komplette, „parapontine“ (= brückennahe) Durchtrennung der hinteren, d.h. sensiblen Trigeminuswurzel bei Trigeminusneuralgie.

    • Dandy-Operation 2)
      Dandy  >  Dandy-Operation
      • 2)

      • Englischer Begriff: third ventricle cisternotomy

      Ventrikulo(zisterno)stomie der III. Hirnkammer mit den hirnbasalen Zisternen bei nicht kommunizierendem Hydrocephalus internus.

    • Dandy-Operation 3)
      Dandy  >  Dandy-Operation
      • 3)

      • Englischer Begriff: choroid plexus coagulation

      die „geschlossene“, unter Einführung eines Operations-Ventrikuloskops erfolgende Koagulation des Plexus choroideus des Seitenventrikels bei hypersekretorischem Hydrozephalus.

    • Dandy-Operation 4)
      Dandy  >  Dandy-Operation
      • 4)

      • Englischer Begriff: intradural anterior cervical rhizotomy

      beidseitige intradurale Durchtrennung der vorderen Spinalnervenwurzeln C1–C3 u. der spinalen Akzessoriuswurzel bei spastischem Schiefhals.

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