Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Descensus uteri
    Descensus  >  Descensus 2)
    • D. uteri

    die Gebärmuttersenkung; maximal mit Tiefstand der Portio uteri beim Pressen in Höhe des Scheideneingangs (eine darüber hinausgehende Absenkung gilt als Prolaps); erfolgt bei Schwäche u./oder Defekt des Beckenbodens oder des Aufhängeapparates des Uterus; geht häufig einher mit örtlichem „Druckgefühl nach unten“, Kreuzschmerzen, Harninkontinenz, Gebärmutterveränderungen (Elongatio colli).

  • Descensus vaginae
    Descensus  >  Descensus 2)
    • D. vaginae

    • Synonyme: Episiozele

    die in Richtung Scheideneingang erfolgende Senkung der weibl. Scheide(nwandung), u. zwar mit leistenartiger Vorwölbung der Scheidenfalten (= Columna rugarum) bis zum Vortreten der Scheidenschleimhaut in die Vulva (das Vortreten aus der Scham gilt als Scheidenprolaps). Vork. v.a. bei Zysto- u. Rektozele, nach zahlreichen Entbindungen, v.a. bei schlecht verheilter Dammnaht; ist verbunden mit „Druckgefühl nach unten“, Harninkontinenz, Beschwerden bei der Stuhlentleerung.

  • Deschamps-Nadel
    • Deschamps-Nadel

    • Englischer Begriff: Deschamps' needle

    • Biogr.: Joseph François L. D., 1740–1824, Chirurg, Paris

    vorn nach rechts oder links rundhakenförmig gebogene Nadel in Ahlenform (mit spitzennahem Öhr) als Instrument für die umstechende Gefäßunterbindung (Ligatur), aber auch für Umschlingungen (z.B. Knochenumschlingung).

  • Desensibilisierung
    • De|sensibilisierung

    Hyposensibilisierung.

  • Desfluran
    • Englischer Begriff: desflurane

    Inhalationsnarkotikum (C3H2OF6); wegen seines sehr niedrigen Verteilungskoeffizienten gut steuerbar. NW: reizt die Atemwege, besitzt sympathikoadrenerge Stimulationseigenschaften.

  • Desikkation
    • De|sik|kation

    • Englischer Begriff: desiccation

    Wasserentzug; s.a. Exsikkator, Lyophilisierung.

  • Desinfektion
    • Des|in|fektion

    • Synonyme: Entseuchung; Entkeimung

    • Englischer Begriff: disinfection

    „totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann“ (nach DAB); wird erreicht durch Verminderung der Keimzahl mit Abtötung oder Inaktivierung aller Krankheitserreger (pathogene Bakterien, Viren, Protozoen, u. zwar einschließl. der Sporen bildenden Formen); erfolgt durch chemische Mittel (Desinfektionsmittel) oder mittels physikalischer Verfahren dort, wo Sterilisation nicht möglich (z.B. Hände-, Hautdesinfektion) oder sinnvoll ist; s.a. Sanitation. Als „laufende D.“ die D. von Auswurf, Stuhl, Harn u. anderen Absonderungen am Krankenbett; ferner als Grob-, Fein-, Körper-, Sachen- (z.B. Geräte-D.), Luft-, Raum-D. (als Scheuer-, Schluss-D. usw., z.T. mit Desinfektionsapparaten u. -automaten). S.a. Asepsis.

    • D., partielle
      die gegen die vegetativen Erregerformen (nicht aber die Dauerformen) gerichtete... (mehr)
  • Desinfektion, partielle
    Desinfektion
    • D., partielle

    • Englischer Begriff: partial d.

    die gegen die vegetativen Erregerformen (nicht aber die Dauerformen) gerichtete D.; z.B. als Händedesinfektion.

  • Desinfektionsmittel
    • Desinfektionsmittel

    • Synonyme: Desinficientia

    • Englischer Begriff: disinfectants

    zur Desinfektion geeignete Mittel. V.a. chemische Stoffe: Chlor, Jod u. deren Verbindungen (z.B. Chlorkalk, Tosylchloramin, Povidon-Iod), Äthyl- u. Propylalkohol, Form- u. Glutaraldehyd, Benzoe- u. Undecylensäure, Phenolderivate (Thymol, Kresole, Chlorphenole, Hexachlorophen), Invertseifen (Benzylalkonium), Schwermetalle (Sublimat, Phenylmercuriborat, Merbromin, Silbernitrat), Chlorhexidin. I.w.S. auch physikalische Mittel (trockene oder feuchte Hitze, UV-, Kathoden- u. Röntgenstrahlen, Ultraschall, Elektrizität). Als Fein-D. entsprechende Mittel für Hände, Körper, allg. Hygiene u. Gynäkologie (s.a. Antiseptika), als Grob-D. Mittel für Wäsche, Gegenstände, Räume u. Luft (auch als Aerosol), Ausscheidungen (Harn, Stuhl, Sputum), Abortgruben.

  • Desinfestation
    • Des|in|festation

    • Englischer Begriff: disinfestation

    • Fach: Hygiene

    Vernichtung von Parasiten i.S. von Desinfektion u. Desinsektion.

  • Desinficientia
    • Des|inficientia

    • Englischer Begriff: disinfectants

    Desinfektionsmittel.

  • Desinsektion
    • Des|in|sektion

    • Englischer Begriff: disinsecti(zati)on

    • Fach: Hygiene

    die Entwesung, d.h. die Bekämpfung oder Vernichtung von Körper- u. Wohnungsungeziefer (Insekten) mit chemischen Mitteln (Desinsektionsmittel; s.a. Insektizide); z.B. Entlausung. – S.a. Schädlingsbekämpfung.

  • Desinsertion
    • Des|in|sertion

    • Englischer Begriff: disinsertion

    die unfallbedingte oder gezielte operative Ablösung einer Sehne oder Aponeurose von ihrem Ansatz- oder Ursprungspunkt, z.B. bei ischämischer Kontraktur, zur Muskel(lappen)mobilisierung bei Muskelplastik. – Auch Bez. ophth für Netzhautablösung.

  • Desintegration
    • Des|inte|gration

    • 1)
      die Zerstörung von Gewebe-, Organzusammenhängen... (mehr)
    • 2)
      Auflösung des Persönlichkeitsgefüges (z.B... (mehr)
  • Desintegration 1)
    Desintegration
    • 1)

    • Fach: Pathologie

    die Zerstörung von Gewebe-, Organzusammenhängen.

  • Desintegration 2)
    Desintegration
    • 2)

    • Englischer Begriff: disintegration

    Auflösung des Persönlichkeitsgefüges (z.B. bei Schizophrenie).

  • Desintoxikation
    • Des|in|toxikation

    • Englischer Begriff: detoxication

    Entgiftung; auch die Entwöhnung (bei Sucht); Dekorporation, Dekontamination.

  • Desinvagination
    • Des|in|vagination

    • Englischer Begriff: disinvagination

    die spontane Behebung oder chir therapeutische Beseitigung (Reposition) einer Invagination; z.B. die intraoperative manuelle D. nach Hudsenson (Behebung „von Hand“, v.a. bei ileozäkaler Darminvagination) oder die konservative D. durch Kontrasteinlauf (Einlaufreposition).

  • Desipramin
    • Englischer Begriff: desipramine

    trizyklisches Antidepressivum.

  • Desirudin
    • Englischer Begriff: desirudin

    rekombinantes Hirudin; Antikoagulans.

  • Desjardins-Punkt
    • Desjardins-Punkt

    • Englischer Begriff: Desjardins' point

    • Biogr.: Abel D., gest. 1955, Arzt, Paris

    Druckschmerzpunkt 5–7 cm rechts axillarwärts vom Nabel (über der Mündungsstelle des Ductus pancreaticus) als Symptom der Pankreatitis.

  • Deslanosid
    • Deslanosid

    • Synonyme: Digoxigenin-3-tridigitoxoglucosid; Desacetyllanatosid C

    • Englischer Begriff: deslanoside

    genuines Herzglykosid aus Digitalis lanata (Digitalisglykoside).

  • Desloratadin
    • Englischer Begriff: desloratadin

    ein Antihistaminikum (H1-Rezeptorenblocker).

  • desmal
    • des|mal

    • Englischer Begriff: desmoid

    ein Band (= Desma) bzw. Bänder betreffend, bandartig; i.w.S. bindegewebig (z.B. desmale Ossifikation).

  • Desmarres-Axiom
    • Desmarres-Axiom

    • Synonyme: D.-Gesetz

    • Englischer Begriff: Desmarres law

    • Biogr.: Louis Aug. D., 1810–1882, Augenarzt, Paris

    Die Lähmung adduzierender Augenmuskeln bewirkt eine heteronyme, die der abduzierenden eine homonyme Diplopie für nicht fixierte Objekte (d.h. jenseits der Kreuzungspunkte der Gesichtslinien bestehen ungekreuzte, diesseits gekreuzte Doppelbilder).

  • Desmeninol
    • Synonyme: (RS)-2-Hydroxy-4-(methylthio)buttersäure

    Substanz zur Aminosäuresubstitution.

  • Desmin-Filamente
    • Englischer Begriff: desmin filaments

    eine Gruppe der intermediären (= 10 nm) Filamente als Bestandteile des Muskelzellskeletts.

  • desmo...

      Wortteil „Bänder“, „Bindegewebe“, „Verband“ bzw. „fest gebunden“.

    • Desmocranium
      • Des|mo|cranium

      • Synonyme: Desmokranium

      • Englischer Begriff: desmocranium

      erste, häutige Entwicklungsstufe des menschlichen Schädels, die vor dem Chondrokranium (= Primordialkranium) gebildet wird.

    • Desmodont
      • Desm|odont

      das Periodontium.

    • Desmodynie
      • Desm|odynie

      • Englischer Begriff: desmodynia

      von einem Band (Ligament) ausgehender Schmerz.

    • desmogen
      • desmo|gen

      • Englischer Begriff: desmogenous

      von einem Band ausgehend; auf bindegewebiger Grundlage.

    • desmoid
      • desmo|id

      • Englischer Begriff: desmoid

      bindegewebs-, sehnenartig.

    • Desmoid
      • Desmoid

      • Englischer Begriff: desmoid (tumor)

      ein langsam progressiv wachsender, nicht metastasierender Bindegewebstumor (heute den Fibromatosen zugeordnet).

    • Desmoid, abdominales
      Desmoid
      • D., ab|dominales

      meist bei Frauen in der Gravidität vorkommendes D. in den muskuloaponeurotischen Faszien der Bauchwand.

    • Desmoid, extraabdominales
      Desmoid
      • D., extra|ab|dominales

      meist am Stamm, seltener an Extremitäten vorkommendes D. mit häufigen Rezidiven u. infiltrierendem Wachstum („aggressive Fibromatose“, „hochdifferenziertes, nicht metastasierendes Fibrosarkom“).

    • Desmolasen
      • Desmo|lasen

      • Englischer Begriff: desmolases

      Enzyme, die „C-C“-Bindungen organischer Verbindungen spalten. 20,22-Desmolase-Mangel führt zum Typ I des adrenogenitalen Syndroms.

    • Desmolyse
      • Desmo|lyse

      • 1)
        degenerative Erweichung u. Auflösung von Fasern der Interzellularsubstanz... (mehr)
      • 2)
        Spaltung von Bindungen; s.a... (mehr)
    • Desmolyse 1)
      Desmolyse
      • 1)

      • Fach: Pathologie

      degenerative Erweichung u. Auflösung von Fasern der Interzellularsubstanz.

    • Desmolyse 2)
      Desmolyse
      • 2)

      • Englischer Begriff: desmolysis

      • Fach: Chemie

      Spaltung von Bindungen; s.a. Desmolasen.

    • Desmopathie
      • Desmo|pathie

      • Englischer Begriff: desmopathy; ligamentous disease

      Erkrankung des Bandapparates.

    • Desmopressin
      • Desmopressin

      • Synonyme: Desamino-Cys1-D-Arginin8-Vasopressin; DDAVP (Abk.)

      • Englischer Begriff: desmopressin

      synthetisches Vasopressin-Analogon (s.a. Vasopressin); Anw. als Antidiuretikum bei Diabetes insipidus u. Enuresis nocturna sowie als Hämostyptikum.

    • Desmosin
      • Des|mosin

      • Englischer Begriff: desmosine

      ein in Elastin vorhandenes Kondensationsprodukt, das – ebenso wie Isodesmosin – die Polypeptidketten des Elastins zu einem Netzwerk verbindet.

    • Desmosom
      • Des|mo|som

      • Synonyme: Macula adhaerens; Punktdesmosom

      • Englischer Begriff: desmosome

      Abbildung

      eine elektronenmikroskopisch erkennbare Zellmembranverdichtung mit sog. Tonofilamenten entlang interzellulären Spalten von Epithelien.

    • Desmurgie
      • Desm|urgie

      • Englischer Begriff: bandaging techniques

      Verbandlehre.

    • Desobliteration
      • Des|obliteration

      • Englischer Begriff: disobliteration

      Wiederherstellung der Passierbarkeit eines innen verlegten (= obliterierten) Gefäßabschnittes durch Ausräumung des Hindernisses, d.h. durch Thromb- bzw. Embolektomie (Ausschälung der verlegenden Innenschicht samt Thrombus bzw. Embolus). Erfolgt offen (am weit eröffneten Gefäß) oder aber „halb geschlossen“ mittels spezieller Gefäßsonden (s.a. Endarteriektomie); ferner als Gegenstrom-D. von distal her bei einem proximal gelegenen Verschluss.

    • Desobliterotom
      • Des|oblitero|tom

      (Vollmar-Ullrich) Ringstripper mit schneidender innen liegender Drahtschlinge zur halb geschlossenen Thrombendarteriektomie (Endarteriektomie) im aortoiliakalen Bereich.

    • Desodorantia
      • Desodorantia

      • Englischer Begriff: deodorants

      • Fach: Pharmazie

      Mittel zur Beseitigung bzw. Überdeckung (= Desodori[si]erung) schlechter u. störender Gerüche; z.B. Chlorophyll.

    • Desogestrel
      • Englischer Begriff: desogestrel

      ein Gestagen zur Kontrazeption.

    • desolatus
      • de|solat(us)

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: desolate

      hoffnungs-, trostlos.

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