Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Desorganisation
    • Des|organisation

    • Englischer Begriff: disorganization

    • Fach: Pathologie

    Aufhebung der natürlichen Gewebs- oder Zellstrukturen u. ihrer Funktionen als Charakteristikum bösartiger Tumoren.

  • Desorientiertheit
    • Des|orientiertheit

    • Englischer Begriff: disorientation

    mangelhafte bis fehlende Fähigkeit, sich in Raum u./oder Zeit (räumliche, zeitliche D.) oder bezüglich der eigenen Person zu orientieren. Auftreten v.a. bei Bewusstseinstrübung, schwerer Demenz, auch bei Psychosen. Neurophysiologisches Defizit auch möglich bei Ausfall basaler neokortikaler Strukturen.

  • Desoximetason
    • Englischer Begriff: desoximetasone

    halogeniertes Glucocorticoid zur topischen Anw.

  • Desoxy-Glucose-Test
    • Synonyme: 2-Desoxy-d-Glucose-T.

    Test zur Prüfung der Vollständigkeit einer selektiven Vagotomie; gibt Aufschlüsse über die Säureproduktion des Magens; heute nicht mehr üblich.

  • Desoxy...
    • De(s)oxy...

    • Englischer Begriff: deoxy...

    • Fach: Biochemie

    Präfix „sauerstoffärmer“. Kurzzeichen: D-, d-.

  • Desoxyadenosin
    • Des|oxy|adenosin

    • Synonyme: Adenindesoxyribosid

    • Englischer Begriff: deoxyadenosine

    ein natürliches, aus Desoxyadeninnucleotiden entstehendes Nucleosid. Wird phosphorolytisch zu Ribose-1-phosphat u. Adenin gespalten.

  • Desoxyadenosylcobalamin
    • Des|oxy|adenosyl|cobal|amin

    • Englischer Begriff: 5'-deoxyadenosylcobalamin

    die Coenzymform von Vitamin B12.

  • Desoxycholsäure
    • Des|oxy|cholsäure

    • Englischer Begriff: deoxycholic acid

    • Fach: Biochemie

    eine natürliche Gallensäure.

  • Desoxycorticosteron
    • Des|oxy|cortico|steron

    Desoxycorton.

  • Desoxycorton
    • Desoxycorton

    • Synonyme: C21H30O3; 4-Pregnen-21-ol-3,20-dion; Hydroxyprogesteron; Desoxycorticosteron; DOC (Abk.)

    • Englischer Begriff: deoxycort(icoster)one

    Abbildung

    natürliches (u. synthetisches) Nebennierenrindenhormon; Mineralocorticoid mit Aldosteron-ähnlicher Wirkung. pharm obsolet, statt dessen Anw. von Fludrocortison.

  • Desoxynucleotidyl-transferase, terminale
    • Des|oxy|nucleotidyl-trans|ferase, terminale

    TdT.

  • Desoxyribonuclease
    • Des|oxy|ribo|nuclease

    • Englischer Begriff: deoxyribonuclease

    • D., neutrale
      zellstrukturgebundene Hydrolase, u.a... (mehr)
    • D., saure
      Hydrolase in Lysosomen u. Zellkernen zahlreicher Organe sowie in Blutplasma... (mehr)
  • Desoxyribonuclease, neutrale
    Desoxyribonuclease
    • D., neutrale

    • Synonyme: DN-ase I; Streptodornase

    zellstrukturgebundene Hydrolase, u.a. in Pankreas (in Zymogengranula), Leber (in Zellkern u. Mitochondrien), Niere, Blut (in Plasma u. Thrombozyten, nicht in Leukozyten). Spaltet Desoxyribonucleinsäure (DNS) in Oligonucleotide; spielt wahrscheinlich eine Rolle bei der Apoptose.

  • Desoxyribonuclease, saure
    Desoxyribonuclease
    • D., saure

    • Synonyme: DN-ase II

    Hydrolase in Lysosomen u. Zellkernen zahlreicher Organe sowie in Blutplasma, Harn, Milch u. Schlangengift. Sie spaltet DNS unter Bildung von 3'-Mononucleotiden u. Oligonucleotiden. Die Plasma-Werte sind bei Lebererkrankungen u. Leukämie erhöht.

  • Desoxyribonucleinsäure
    • Des|oxy|ribo|nuclein|säure

    • Synonyme: Thymonucleinsäure; DNS (Abk.)

    • Englischer Begriff: deoxyribonucleic acid; DNA (Abk.)

    Abbildung

    ein Grundtyp der Nucleinsäuren mit der allgemeinen Zusammensetzung (Base-[2-Desoxyribose]-Phosphorsäure)n. Polynucleotid aus zahlreichen Mononucleotiden (Nucleotid), die jeweils durch 3',5'-Desoxyribosephosphorsäurediester-Brücken miteinander verbunden sind (Formel). Enthält die Basen Adenin, Thymin, Guanin u. Cytosin u. kommt in allen chromosomenhaltigen Zellen vor, zumeist an Eiweiß gebunden („Desoxyribonucleoproteid“). Das Molekül besteht aus zwei zu einer Doppelhelix (Watson-Crick-Modell; s.a. Nucleosom, Superschraube) verdrillten Polynucleotidketten, die durch Wasserstoff-Brücken verbunden sind. Die Polynucleotidketten haben bezüglich der Basen eine komplementäre Struktur (Basenpaarung); hierbei bestimmt die Basenfolge (Sequenz) der einen Kette die Basensequenz der anderen. Die Sequenz ist wirksam als genetischer Code (Codon) für die Eiweißbiosynthese (für Struktur- und Enzymproteine) und damit funktionell für die Erbmerkmale (s.a. Gen, Transkription, Transformation, Transduktion). In Mitochondrien u. Bakterien kommt auch eine Ringform vor. In geschädigten oder abgestorbenen Zellen erfolgt der DNS-Abbau enzymatisch durch Nucleasen (Desoxyribonucleasen). Geschädigte DNS kann durch zelleigene Enzymsysteme repariert werden: Defektentfernung durch Nucleasen, Neusynthese des Segmentes durch DNS-Polymerase u. dessen Einbau durch Ligase. Der Nachweis von DNS erfolgt z.B. histol. durch Feulgen-Nuklealfärbung (rot/rotviolett), mit Methylgrün-Pyronin nach Ribonuclease-Einwirkung (Abwandlung der Pappenheim-Färbung) sowie absorptionsspektrographisch.

  • Desoxyribonucleinsäure,rekombinante
    Desoxyribonucleinsäure
    • DNS, rekombinante

    • Englischer Begriff: recombinant DNA

    Hybrid von DNS-Molekülen verschiedener Herkunft.

  • Desoxyribonucleoproteid
    • Des|oxy|ribo|nucleo|proteid

    • Englischer Begriff: deoxyribonucleoprotein

    die natürlich vorherrschende eiweißgebundene Form der Desoxyribonucleinsäure.

  • Desoxyribonucleosid
    • Des|oxy|ribo(nucleo)|sid

    • Englischer Begriff: deoxyribonucleoside

    das beim Menschen aus 2-Desoxy-d-ribose u. einer Base (Desoxy-adenosin, -guanosin, -thymidin, -cytidin) bestehende Nucleosid als Vorstufe der Desoxyribonucleinsäure bzw. der Desoxyribonucleotide.

  • Desoxyribonucleosidtriphosphate
    • Des|oxy|ribo|nucleo|sid|triphosphate

    die Triphosphat-Form der Desoxyribonucleotide; wird entspr. den Nucleosiden als dATP, dTTP, dCTP u. dGTP bezeichnet. D. bildet das Synthesematerial für die Replikation; bei der DNS-Synthese wird vom energiereichen Triphosphat ein Diphosphat abgespalten.

  • Desoxyribonucleotid
    • Des|oxy|ribo|nucleotid

    • Englischer Begriff: deoxyribonucleotide

    Mononucleotid (Nucleotid) als Teil des Polynucleotids Desoxyribonucleinsäure; 5'-Phosphorsäureester eines Desoxyribonucleosids; allgemeine Zusammensetzung: Base-[2-Desoxyribose]-Phosphorsäure.

  • Desoxyribose
    • Des|oxyribose

    • Synonyme: β-2-Desoxy-d-ribose; Thyminose

    • Englischer Begriff: β-2-deoxy-d-ribose

    Abbildung

    C5H10O4; ein Desoxyzucker des Typs Aldopentose, der – als Furanosid – ein Kohlenhydratbestandteil der Desoxyribonucleinsäure ist. Rötet fuchsinschweflige Säure (s.a. Feulgen-Nuklealreaktion).

  • Desoxyribosid
    • Des|oxy|ribosid

    • Synonyme: -ribotid

    • Englischer Begriff: deoxyriboside; deoxyribotide

    Desoxyribonucleosid, -nucleotid.

  • Desoxyuridin
    • Des|oxy|uridin

    • Englischer Begriff: deoxyuridine

    ein Nucleosid aus Uracil u. Desoxyribose; wirksam bei der Bildung von Thymidinmonosulfat.

  • Desoxyzucker
    • Des|oxy|zucker

    • Englischer Begriff: deoxy sugar

    ein Zucker (Monosaccharid), in dem eine oder mehrere OH-Gruppen durch Wasserstoff ersetzt sind, z.B. Desoxyribose.

  • Desquamatio
    • De|squa|ma|tio

    • Synonyme: Desquamation; Abschuppung

    • Englischer Begriff: desquamation

    die Abstoßung der obersten, verhornten Schichten der Haut unter Bildung von Hautschuppen. Als physiologische D. die ständige plättchenförm. Abschuppung eintrocknender Epithelzellen, die nur unter langzeitigen Verbänden erkennbar wird (= D. insensibilis). Bei bestimmten Hautkrankheiten dagegen als sichtbare, z.T. als charakteristische Schuppung mit Bildung von Hautschuppen verschiedener Farbe u. Form. Kann im Rahmen einer Polychemotherapie auftreten, als schwerste Form die Dermatitis exfoliativa.

  • Desquamatio exfoliativa
    Desquamatio
    • D. exfoliativa

    • Englischer Begriff: exfoliation

    blätterförmige D.; Exfoliatio.

  • Desquamatio furfuracea
    Desquamatio
    • D. furfuracea

    • Synonyme: D. pityriasiformis

    • Englischer Begriff: branny d.; pityriasiform d.

    kleieförmige D.

  • Desquamatio insensibilis
    Desquamatio
    • D. insensibilis

    Desquamation (allgemeine Definition).

  • Desquamatio lamellosa neonatorum
    Desquamatio
    • D. (lamellosa) neonatorum

    • Englischer Begriff: postmaturity d.

    fein- bis groblamellöse D., universell in den bd. ersten Lebensmonaten als Folge der natürlichen postnatalen Austrocknung (bei Übertragung aber bereits bei der Geburt ausgeprägt).

  • Desquamatio membranacea
    Desquamatio
    • D. membranacea

    • Englischer Begriff: membranaceous d.

    D. mit fetzenartiger Ablösung der Haut, z.B. bei Scharlach.

  • Desquamatio psoriasiformis
    Desquamatio
    • D. psoriasiformis

    • Englischer Begriff: psoriasiform d.

    plättchenförmige D., s.a. Psoriasis.

  • Desquamationskatarrh
    • De|squamations|katarrh

    • Englischer Begriff: desquamation catarrh

    Desquamationspneumonie.

  • Desquamationsphase
    • De|squamations|phase

    • Englischer Begriff: desquamation phase

    Phase des weiblichen Zyklus (allgemein vom 26. bis 30. Tag), in der die Abstoßung der Funktionalis der Gebärmutterschleimhaut (Decidua) u. nachfolgend die menstruelle Blutung erfolgen (bei Nichtbefruchtung).

  • Desquamationspneumonie
    • De|squamations|pneumonie

    • Synonyme: Desquamativpneumonie

    • Englischer Begriff: desquamative pneumonia

    Anfangsstadium der exsudativen Lungentuberkulose mit starker Makrophagenanreicherung in den Alveolen; wegen glasig-transparenten Aussehens auch als „gelatinöse Pneumonie“ bezeichnet.

  • desquamativ
    • de|squamativ

    • Englischer Begriff: desquamative

    mit Desquamation einhergehend.

  • Destillation
    • De|stil|la|ti|on

    • Englischer Begriff: distillation

    • Fach: Chemie

    Trennung u. Reinigung flüchtiger Flüssigkeiten u. Gemische durch Verdampfen im Destillierkolben u. nachfolgende Dampfkondensation im Kühler u. – evtl. fraktioniertes – Auffangen des flüssigen Destillats; im Rückstand verbleiben die festen u. schwerflüchtigen Stoffe.

  • destilliertes Wasser
    • Englischer Begriff: distilled water

    Aqua destillata.

  • destroyed lung
    • Etymol.: engl.

    durch Tuberkuloseherde weitgehend zerstörter u. funktionsloser Lungenanteil. Indikation zur operativen Entfernung eines Lungenflügels.

  • Destruktion
    • De|struktion

    • Englischer Begriff: destruction

    • Fach: Pathologie

    die Zerstörung von Geweben oder Organen durch Verletzung, Entzündung; destruktives Wachstum.

  • destruktiv
    • de|struktiv

    • Englischer Begriff: destructive

    zerstörend; Destruktion.

  • Desynchronisation
    • De|syn|chronisation

    • Englischer Begriff: desynchronization

    Störung der zeitlichen Abstimmung eines natürlichen Geschehens (Synchronisation), z.B. kard die sich als „örtliche Verspätung“ im EKG manifestierende asynchrone Erregung der Herzmuskelfasern infolge Schädigung des Reizleitungssystems mit Störung der Erregungsausbreitung: QRS verbreitert u. erniedrigt bei unverändertem „Typ“ u. konstanter QRS-Fläche. Ferner neur im EEG die Alphablockierung.

  • Deszendens
    • De|szen|dens

    das Colon descendens.

  • Deszendenten
    • De|szendenten

    • Englischer Begriff: descendants

    Nachkommen, Verwandte in absteigender Linie.

  • deszendierend
    • de|szendierend

    • Englischer Begriff: descending

    absteigend, descendens.

  • deszendierendes Syndrom
  • Deszensus
    • De|szensus

    • Englischer Begriff: descensus

    Descensus.

  • Detajmiumbitartrat
    • Englischer Begriff: detajmium bitartrate

    Antiarrhythmikum der Klasse IA.

  • Detektor
    • De|tektor

    • Englischer Begriff: detector

    Strahlendetektor.

  • Detergenzien
    • De|ter|gen|zien

    • Englischer Begriff: detergents

    • Fach: Chemie

    synthetische, grenzflächenaktive Netzmittel.

  • Determinante
    • De|ter|mi|nan|te

    • 1)
      der Teil des Antigen-Moleküls, der mit dem spezifischen Antikörper (AK)... (mehr)
    • 2)
      (Weismann) Plasmateilchen mit Wirksamkeit i.S... (mehr)
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