Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Diaphragma sellae 3)
    Diaphragma
    • 3) D. sellae

    • Englischer Begriff: sellar d.

    der den Türkensattel (Sella turcica) überspannende, die Hypophyse bedeckende Teil der basalen Dura mater encephali.

  • Diaphragma urogenitale 4)
    Diaphragma
    • 4) D. uro|genitale

    • Englischer Begriff: urogenital d.

    der Musculus transversus perinei profundus u. superficialis (samt bedeckenden Faszien) als der vordere Beckenbodenteil (s.a. D. pelvicum); er wird von der Harnröhre, bei Frauen auch von der Scheide durchbrochen.

  • Diaphragmapessar
    • Dia|phragma|pessar

    • Englischer Begriff: diaphragm (pessary)

    • Fach: Gynäkologie

    von einer Gummikappe überspannter Kunststoffring als Verschlusspessar zur Abdeckung der Portio uteri i.S. der Kontrazeption.

  • Diaphragmatest
    • Dia|phragma|test

    • Englischer Begriff: rat diaphragm assay

    Test zum indirekten Nachweis insulinähnlicher Aktivität anhand der im positiven Fall am Zwerchfell der Ratte auftretenden Kontraktionen.

  • diaphragmaticus
    • dia|phragmaticus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: diaphragmatic

    zum Zwerchfell (Diaphragma) gehörend.

  • Diaphragmatitis
    • Diaphragm(at)itis

    • Englischer Begriff: diaphragmatitis

    • Fach: Pathologie

    fieberhafte Entzündung (Myositis) des Zwerchfells; mit Hochstand u. Bewegungseinschränkung des Zwerchfells der erkrankten Seite, Oberbauch- u. Brustkorbschmerzen bis in die Schulter, Reizhusten; evtl. durch Pleuritis kompliziert.

  • Diaphyse
    • Dia|physe

    • Synonyme: Diaphysis

    • Englischer Begriff: diaphysis

    das die Markhöhle enthaltende Mittelstück (Corpus, „Schaft“) der langen Röhrenknochen zwischen den beiden Epiphysen. S.a. Metaphyse.

  • diaplazentar
    • dia|plazentar

    • Englischer Begriff: dia-, transplacental

    auf dem Wege über/durch die Plazenta.

  • diaplazentare Infektion
    diaplazentar
    • d. Infektion

    • Englischer Begriff: diaplacental infection

    • Fach: Pathologie

    Infektion des Embryos bzw. Feten durch Plazentapassage von Krankheitserregern aus dem mütterlichen in den kindl. Kreislauf.

  • diaplazentarer Stoffaustausch
    diaplazentar
    • d. Stoffaustausch

    • Englischer Begriff: transplacental metabolic exchange

    der St. zwischen mütterlichem u. fetalem Kreislauf unter Passage der Plazentarschranke; Blutgase u. niedermolekulare Stoffe passieren fast ungehindert, hochmolekulare dagegen nur selektiv; auf diesem Wege auch Sensibilisierung i.S. einer Allergie möglich.

  • Diarrhö
    • Diar|rhö

    • Synonyme: Diarrhöe; Diarrhoea

    • Englischer Begriff: diarrhea

    das Absetzen „ungeformten“ (zu flüssigen = unzureichend eingedickten) Stuhles häufiger als dreimal pro Tag und in vermehrter Menge, evtl. mit Schleim- (D. mucosa = D. serosa), Eiter- oder Blutbeimengung. Tritt auf als akute D. (katarrhalisch = pituitös; z.B. bei Gastroenteritis) oder als chronische D. Wird u.a. benannt nach dem Entstehungsort (Magen-, Dünndarm-, Dickdarm-D.) bzw. nach der – auch extraintestinalen – Ursache (malassimilatorische D., sekretorische D.). Ätiol.: wird ausgelöst z.B. durch schleimhautreizende Nahrungsmittel (alimentäre, irritative D.), Arzneimittel, Laxanzienabusus, Allergene, Krankheitskeime (Dysenterie, Säuglingsenteritis), entzündliche bzw. tumoröse Erkrankungen des Darmes, Enzymmangel bzw. Dysfermentie, kann aber auch Folge z.B. einer hormonell oder medikamentös bedingten Beschleunigung der Magen-, Dünn- u./oder Dickdarmpassage sein. Kompl.: In schweren Fällen (profuse = kolliquative D.) können als Folge Körperwassermangel (Dehydratation), Elektrolytverluste sowie evtl. toxische Allgemeinerscheinungen auftreten.

  • Diarrhoe, malassimilatorische
    Diarrhö
    • D., mal|assimilatorische

    D. infolge einer Maldigestion oder Malabsorption bzw. als kombinierte sowie als nicht klassifizierbare D. (z.B. bei Pankreasinsuffizienz, Gallensäuremangel, Dysbakterie; bei Glutenenteropathie, Disaccharid-Malabsorptionssyndrom, paraneoplastischen Syndromen, Endokrinopathien, ferner als Arzneimittelfolge u. bei Helminthosen; Postgastrektomie-, Zollinger-Ellison-Syndrom). Die malabsorbierten Stoffe u. deren bakteriell bedingte Spaltprodukte wirken osmotisch, Fette u. Gallensäuren zusätzlich sekretorisch. Die Stühle enthalten relativ wenig Elektrolyte.

  • Diarrhoe, seifige
    Diarrhö
    • D., seifige

    D. bei gestörter Fettverdauung, -resorption; im Stuhl vermehrter Gehalt an Kalkseifen (= Saponifikation); s.a. Steatorrhö.

  • Diarrhoe, sekretorische
    Diarrhö
    • D., sekretorische

    D. als Folge krankhaft gesteigerter Absonderung von Verdauungssäften, zu Elektrolyt- u. Wasserverlusten führend (wohingegen die Absorption der Nahrungsbestandteile ungehindert abläuft). Ursachen: Bakterien(toxine), Viren, Arzneimittel, Hormone, Gallensäuren, Schwermetalle; ferner Reizzustände durch inkomplette Dickdarmverengung, z.B. als paradoxe D. bei Rektumkarzinom; ferner bei Polypen, villösen Adenomen. Im Vordergrund stehen Folgen der Elektrolyt- u. Wasserverluste (v.a. Chlor- u. äquimolare Natriumionenmengen u. ihre osmotischen Wasseranteile; im Extremfall Cholera-ähnlich).

  • Diarrhoe, vikariierende
    Diarrhö
    • D., vikariierende

    D. als Kompensationsversuch i.S. der Wasser- bzw. Metaboliten-Elimination bei Funktionsstörung der einschlägigen Ausscheidungsorgane.

  • Diarrhoea lienterica
    Diarrhö
    • D. li|en|terica

    • Englischer Begriff: lienteric d.

    D., bei der im Stuhl unverdaute Nahrungsanteile vorkommen; nach Gastrektomie, bei Magen-Kolon-Fistel.

  • Diarrhoea membranosa
    Diarrhö
    • D. membranosa

    • Englischer Begriff: mucous d.

    Colica mucosa.

  • Diarrhoea paradoxa
    Diarrhö
    • D. para|doxa

    • Englischer Begriff: paradoxical d.

    Scheindiarrhö bei Verstopfung (Obstipation), u. zwar als Folge einer akuten Stuhlverflüssigung durch starke Darmsaftsekretion infolge der Irritation des unteren Dickdarms durch Kotballen: „D. stercoralis“ (oft mit schwerem Kollaps).

  • Diarrhoea stercoralis
    Diarrhö
    • D. stercoralis

    • Englischer Begriff: stercoral d.

    D. paradoxa.

  • Diarrhoea tropica
    Diarrhö
    • D. tropica

    • Englischer Begriff: tropical d.

    Sprue.

  • Diarthrosis
    • Diar|throsis

  • Diarthrosis 1)
  • Diarthrosis 2)
    Diarthrosis
    • 2)

    • Englischer Begriff: diarthrosis

    • Fach: Pathologie

    Arthrose (i.e.S. die D. interspinosa = Baastrup-Syndrom).

  • Diaschisis
    • Dia|schisis

    • Englischer Begriff: diaschisis

    • Fach: Neurologie

    „Schock“ einer Funktionseinheit des Zentralnervensystems; führt zu vorübergehendem Funktionsausfall des gesamten zugehörigen Neuronenkreises.

  • diaskleral
    • dia|skleral

    durch die Sklera; s.a. Diaphanoskopie.

  • Diaskopie
    • Dia|skopie

    • 1)
      Röntgendurchleuchtung... (mehr)
    • 2)
      das Wegdrücken einer entzündl... (mehr)
  • Diaskopie 1)
    Diaskopie
    • 1)

    • Englischer Begriff: diascopy; transillumination

    Röntgendurchleuchtung.

  • Diaskopie 2)
    Diaskopie
    • 2)

    • Englischer Begriff: diascopy

    • Fach: Dermatologie

    das Wegdrücken einer entzündl. Rötung mittels Glasspatel zur Darstellung der Eigenfarbe des Infiltrats.

  • Diastase
    • Dia|stase

  • Diastase 1)
    Diastase
    • 1)

    • Englischer Begriff: diastasis

    • Fach: Pathologie

    Diastasis: a) patho das Auseinanderstehen, -weichen, -klaffen von Organteilen, die natürlicherweise engen Kontakt haben; als Rektusdiastase, als D. von Gelenkenden der Knochen bzw. Knochenfragmenten, als Breitstand der Zähne (s.a. Diastema). – b) kard die Phase der Diastole der Herzventrikel unmittelbar vor der Vorhofkontraktion.

  • Diastase 2)
    Diastase
    • 2)

    • Englischer Begriff: diastase

    • Fach: Enzymologie

    Sammelbez. für die Amylasen (Hydrolasen, die – als „diastatisches Enzym“ – Kohlenhydrate aufspalten), d.h. für α-, β- u. γ-Amylasen.

  • Diastasis
    • Dia|stasis

    • Englischer Begriff: diastasis

    Diastase (1).

  • Diastema
    • Dia|stema

    • Englischer Begriff: diastema

    eine nicht durch Zahnverlust bedingte Zahnlücke.

    • D., echtes
      erbliche Lücke zwischen den oberen mittl... (mehr)
    • D., unechtes
      Lücke durch Raumüberschuss bei Agenesie der seitlichen Schneidezähne... (mehr)
  • Diastema, echtes
    Diastema
    • D., echtes

    • Synonyme: Trema

    • Englischer Begriff: true d.

    erbliche Lücke zwischen den oberen mittl. Schneidezähnen beider Gebisse, im Milchgebiss evtl. physiologisch.

  • Diastema, unechtes
    Diastema
    • D., unechtes

    • Englischer Begriff: false d.

    Lücke durch Raumüberschuss bei Agenesie der seitlichen Schneidezähne, bei nasopalatinaler Zyste etc.

  • Diastematocrania
    • Dia|stemato|crania

    • Englischer Begriff: diastematocrania

    Kranioschisis.

  • Diastematomyelie
    • Dia|stemato|mye|lie

    • Englischer Begriff: diastemato-, schizomyelia

    • Fach: Pathologie

    angeborene Rückenmarkfehlbildung mit Spaltung in zwei Stränge im BWS- oder LWS-Bereich; ferner Hautanomalien, Skoliose u. neurol. Ausfälle.

  • Diaster
    • Di|aster

    • Englischer Begriff: diaster

    • Fach: Zytologie

    die doppelte sternförmige Chromosomenanordnung während der späten Anaphase der Mitose.

  • Diastole
    • Dia|stole

    • Englischer Begriff: diastole

    • Fach: Physiologie

    das Stadium der Erschlaffung als Bewegungsphase eines muskulären Hohlorgans zwischen 2 Systolen; i.e.S. kard die D. der Herzkammern vom Beginn des erfolgten Taschenklappenschlusses der großen Herzgefäße bis zum Beginn des Segelklappenschlusses (wohingegen die Vorhofdiastole während der Kammersystole erfolgt). Abschnitte: Proto-D. (die Phase der isometrischen Erschlaffung sowie der raschen Füllung), Diastase u. Phase der Vorhofkontraktion. Die Dauer beträgt ca. 0,5–0,6 Sek.; bei Herzfrequenzerhöhung ist sie die überwiegend verkürzte Herzzyklusphase (u. zwar ohne wesentl. Rückwirkung auf die Herzfüllung).

  • Diastole, aktive
    Diastole
    • D., aktive

    • Englischer Begriff: active d.

    der Abschnitt der Diastole der Herzventrikel, in dem diese infolge Höhertretens der Ventilebene der Segelklappen eine Sogwirkung entfalten.

  • Diastole, elektrische
    Diastole
    • D., elektrische

    • Englischer Begriff: electrical d.

    im EKG die T-P-Zwischenstrecke.

  • Diastolikum
    • Dia|stolikum

    • Englischer Begriff: diastolic murmur

    • Fach: Kardiologie

    diastolisches Herzgeräusch.

  • diastolisch
    • dia|stolisch

    • Englischer Begriff: diastolic

    die Diastole (v.a. des Herzens) betreffend.

  • diastolischer Galopp
    diastolisch
    • d. Galopp

    • Englischer Begriff: d. gallop rhythm

    • Fach: Kardiologie

    s.u. Galopprhythmus.

  • diastrophisch
    • dia|stro|phisch

    • Englischer Begriff: diastrophic

    • Fach: Pathologie

    verdreht, verkrüppelt.

  • diastrophische Dysplasie
    diastrophisch
    • d. Dysplasie

    • Synonyme: d. Minderwuchs

    Lamy-Maroteaux-Syndrom (1).

  • Diät
    • Englischer Begriff: diet

    jede nach Erfahrungen u. physiologischen Erwägungen zusammengestellte, von der normalen Ernährung deutlich abweichende Kostform z.B. als Mittel zur gezielten therapeutischen (Krankenkost) oder prophylaktischen Beeinflussung des Stoffwechsels. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung unterscheidet folgende Kostformen: a) Vollkostformen (Vollkost u. leichte Vollkost); b) energiedefinierte Diäten: Reduktionskost, Diabetesdiät, purinreduzierte Kost; c) eiweiß- u. elektrolytdefinierte Diäten: Diät bei Hypertonie, Nieren- u. Leberinsuffizienz; d) Sonderdiäten: gastroenterologische Diät, diagnostische Diät. Darüber hinaus existieren zunehmend sog. alternative Kostformen.

  • Diätetik
      • 1)
        „Lehre von der vernunftgemäßen Lebensweise“ (Eubiotik), ausgerichtet... (mehr)
      • 2)
        Lehre von der Zusammensetzung der Nahrung u. der Wirkung der einzelnen... (mehr)
    • Diätetik 1)
      Diätetik
      • 1)

      „Lehre von der vernunftgemäßen Lebensweise“ (Eubiotik), ausgerichtet auf das körperlich-seelische Wohlbefinden.

    • Diätetik 2)
      Diätetik
      • 2)

      • Synonyme: Diätlehre

      • Englischer Begriff: dietetics

      Lehre von der Zusammensetzung der Nahrung u. der Wirkung der einzelnen Nahrungsmittel auf den – gestörten – Stoffwechsel.

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