Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • dienzephales Syndrom
    dienzephal
    • d. Syndrom

    Symptomenkomplex bei Hirntumoren (vorderer Hypothalamus oder Boden des III. Ventrikels) mit Abmagerung, Diabetes insipidus, Nystagmus, Temperaturregulationsstörungen.

  • dienzephaloretinale Degeneration
    • di|enzephalo|retinale Degeneration

    • Englischer Begriff: diencephalo-retinal degeneration

    das Laurence-Moon-Biedl-Syndrom.

  • Dienzephalose
    • Di|enzephalose

    • Synonyme: Diencephalosis

    • Englischer Begriff: diencephalic dysfunction

    s.u. Zwischenhirnsyndrome.

  • Diethyl...

      international übliche Bez. für Diäthyl...

    • Diethylstilbestrol
      • Synonyme: DES (Abk.)

      • Englischer Begriff: (diethyl)stilbestrol

      Stilben-Derivat (synthetisches Östrogen) mit karzinogener Wirkung (embryotoxische Substanz): gehäuftes Auftreten von Genitalkarzinomen bei Frauen, deren Mütter in der Schwangerschaft D. erhalten hatten. pharm Abkömmling Diethylstilbestroldiphosphat (Fosfestrol) wird zur Tumortherapie eingesetzt.

    • Dietlen-Syndrom
      • Dietlen-Syndrom

      • Englischer Begriff: Dietlen's syndrome

      • Biogr.: Hans D., 1879–1955, Internist, Saarbrücken

      röntgenologische Symptomatik bei ausgedehnten (Herzbeutel-)Zwerchfellverwachsungen.

    • Dietrich-Krankheit
      • Dietrich-Krankheit

      • Englischer Begriff: Dietrich's disease

      • Biogr.: Hans D., 1891–1956, Chirurg

      aseptische Epiphyseonekrose der Mittelhandknochen (v.a. der Metakarpalköpfchen II u. III).

    • Dieuaide
      • Dieuaide

      • Fach: Kardiologie

    • Dieuaide-Schema
      Dieuaide
      • D.-Schema

      • Englischer Begriff: Dieuaide's model

      Schema zur Bestimmung der elektrischen Herzachse anhand der R-Zacken in den Ableitungen I u. III.

    • Dieuaide-Versuch
      Dieuaide
      • D.-Versuch

      • Englischer Begriff: D.'s procedure

      Seitenlagerung des Pat., die normalerweise zu nachweisbaren EKG-Veränderungen infolge Achsverlagerung führt (sie bleiben bei mediastinaler Perikardschwiele aus).

    • Dieudonné-Agar
      • Dieudonné-Agar

      • Biogr.: Adolf D., 1864–1945, Hygieniker, München

      Nährboden aus defibriniertem Rinderblut, n-Natronlauge u. verflüssigtem Nähragar (pH 7,0) zum Nachweis von Cholera-Vibrionen.

    • Dieulafoy
      • Dieulafoy

      • Biogr.: Georges D., 1839–1911, Arzt, Paris

      • D.-Pankreaskrise
        Symptome des akuten Bauches zu Beginn einer hämorrhagischen Pankreatitis... (mehr)
      • D.-Ulcus
        Ulcus ventriculi im Bereich einer abnorm weit bis zur Muscularis mucosae... (mehr)
    • Dieulafoy-Pankreaskrise
      Dieulafoy
      • D.-Pankreaskrise

      • Englischer Begriff: acute abdomen at pancreatitis onset

      Symptome des akuten Bauches zu Beginn einer hämorrhagischen Pankreatitis.

    • Dieulafoy-Ulcus
      Dieulafoy
      • D.-Ulcus

      • Synonyme: Exulceratio simplex

      • Englischer Begriff: Dieulafoy's ulcer

      Ulcus ventriculi im Bereich einer abnorm weit bis zur Muscularis mucosae verlaufenden Arterie, kann zu vital bedrohlichen arteriellen Blutungen führen.

    • different
      • dif|ferent

      • Englischer Begriff: different

      verschieden, ungleich bzw. eigentlich wirksam (z.B. diff. Elektrode; s.a. Differentialelektrode).

    • Differential...
      • Dif|ferential...

      s.a. Differenzierungs...

    • Differentialagglutinationstest
      • Differential|agglutination(stest)

      • Synonyme: DAT (Abk.)

      • Englischer Begriff: Rose-Waaler test

      selektiver Nachweis agglutinierender, nicht im Rahmen einer Antigen-Antikörper-Reaktion wirksamer Serumbestandteile, z.B. als Waaler-Rose-Test.

    • Differentialblutbild
      • Differential|blut|bild

      • Synonyme: DBB (Abk.)

      • Englischer Begriff: hemogram

      Abbildung   Tabelle

      die im speziell (meist n. Pappenheim) gefärbten Blutausstrich („Differentialausstrich“) ermittelte prozentuale Verteilung der kernhaltigen Zellen, d.h. der Leukozyten u. ggf. auch kernhaltiger Erythrozyten u. pathologischer Zellformen (Tab. u. Abb.). Dient zur qualitativen u. quant. Beurteilung des peripheren Blutes. Erfolgt durch Auszählen (Absuchen in Mäanderform) von jeweils 100 Zellen (oder eines Vielfachen); gleichzeitig Beurteilung der Erythrozytenqualität (Form, Größe, färberisches Verhalten).

    • Differentialblutsenkung
      • Differential|blut|senkung

      • Englischer Begriff: differential blood sedimentation rate

      modifizierte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, mit der auch Hämatokritvolumen, Serumgeline u. Fibrinogen quantitativ bestimmt werden.

    • Differentialdiagnose
      • Differential|diagnose

      • Synonyme: DD (Abk.)

      • Englischer Begriff: differential diagnosis

      jede bei der Differentialdiagnostik zu berücksichtigende Diagnose (Krankheit).

    • Differentialdiagnostik
      • Differential|diagnostik

      • Englischer Begriff: differential diagnosis

      Diagnostik, ausgerichtet auf die Abgrenzung u. Identifizierung einer bestimmten Krankheit innerhalb einer Gruppe symptomatisch ähnlicher (oder z.T. sogar übereinstimmender) Krankheiten, d.h. die Abgrenzung gegen „Differentialdiagnosen“.

    • Differentialelektrode
      • Differential|elektrode

      koaxiale Doppelelektrode (Hohlnadel mit isolierter Innennadel) zur Ableitung örtlicher Muskel- oder Nervenaktionspotentiale.

    • Differentialzentrifugationstest Quick
      • Differential|zentrifugations|test (Quick)

      • Englischer Begriff: differential centrifugation test

      ein Suchtest für plasmabedingte Vorphase-Störungen der Blutgerinnung anhand der Rekalzifizierungszeiten des Plasmas nach differentieller, also schwacher bzw. starker Zentrifugation (das Plasma hat einen hohen bzw. niedrigen Plättchengehalt; in letzterem Fall besteht bei einem plasmat. Gerinnungsdefekt eine erhebliche Gerinnungsverzögerung).

    • differenziert
      • Englischer Begriff: differentiated

      s.u. Differenzierung.

    • Differenzierung

        Unterscheidung, Abweichung, Abwandlung.

        • 1)
          die gemäß einem erblichen Muster („Bauplan“) erfolgende Umwandlung... (mehr)
        • 2)
          die strukturelle u. funktionelle Angleichung eines Tumorgewebes an das... (mehr)
        • 3)
          das „färberische Differenzieren“ bei der sog... (mehr)
      • Differenzierung 1)
        Differenzierung
        • 1)

        • Fach: Biologie

        die gemäß einem erblichen Muster („Bauplan“) erfolgende Umwandlung (auch Evolution) polyvalenter, d.h. in mehrfacher Richtung entwicklungsfähiger Strukturen (Zellen, Gewebe) u. potentieller Funktionen in spezialisierte Strukturen, Funktionen.

      • Differenzierung 2)
        Differenzierung
        • 2)

        • Fach: Pathologie

        die strukturelle u. funktionelle Angleichung eines Tumorgewebes an das Muttergewebe („Reifung“).

      • Differenzierung 3)
        Differenzierung
        • 3)

        • Englischer Begriff: differentiation

        • Fach: Histologie

        das „färberische Differenzieren“ bei der sog. regressiven Färbung; erfolgt durch Herauslösen überschüssigen Farbstoffes (mit Alkohol, Salzsäure etc.).

      • Differenzierungsantigene
        • Differenzierungs|anti|gene

        zu den tumorassoziierten Antigenen (Tumormarker) gehörende, für eine bestimmte Differenzierungsstufe charakteristische Oberflächenantigene von Zellen; v.a. die D. von Lymphozyten.

      • Differenzierungsgrad
        • Differenzierungs|grad

        s.u. Grading.

      • Differenzierungsnährboden
        • Differenzierungs|nähr|boden

        • Englischer Begriff: differential culture medium

        • Fach: Bakteriologie

        Nährboden zur Bestimmung einer bestimmten Erregerart (oder -variation) anhand der biochemisch ausgelösten Farbänderung der dem Nährboden zugesetzten „Indikatorsubstanzen“.

      • difficilis
        • dif|ficilis

        • Synonyme: diffizil

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: difficult

        schwierig.

      • Diffraktion
        • Dif|fraktion

        • Englischer Begriff: diffraction

        • Fach: Physik

        Beugung.

      • diffus
        • dif|fus

        • Synonyme: diffusus

        • Englischer Begriff: diffuse

        zerstreut, ausgebreitet, unscharf begrenzt.

      • Diffusion
          • 1)
            Streuung... (mehr)
          • 2)
            das auf eine gleichmäßige Verteilung (Durchmischung) im Raum gerichtete... (mehr)
          • D., behinderte
            die durch eine vollständig permeable Membran erfolgende D. (bei semipermeabler... (mehr)
          • D., einfache
            Diffusion (2) von Molekülen durch die Zellmembran bis zum Ausgleich eines... (mehr)
          • D., erleichterte
            die D. der Moleküle mit Affinität für in der Membranwand enthaltene Carrier... (mehr)
        • Diffusion 1)
          Diffusion
          • 1)

          • Fach: Optik

          Streuung.

        • Diffusion 2)
          Diffusion
          • 2)

          • Englischer Begriff: diffusion

          • Fach: Physik

          das auf eine gleichmäßige Verteilung (Durchmischung) im Raum gerichtete Sichausbreiten von Molekülen, Ionen zum Ausgleich des Konzentrationsunterschieds („Konzentrationsgradient“) zwischen konzentrationsdifferenten Kompartimenten (Raumbereichen) des gegebenen Raumes; erfolgt nach dem Fick-Gesetz.

          • D., behinderte
            die durch eine vollständig permeable Membran erfolgende D. (bei semipermeabler... (mehr)
          • D., einfache
            Diffusion (2) von Molekülen durch die Zellmembran bis zum Ausgleich eines... (mehr)
          • D., erleichterte
            die D. der Moleküle mit Affinität für in der Membranwand enthaltene Carrier... (mehr)
        • Diffusion, behinderte
          Diffusion  >  Diffusion 2)
          • D., behinderte

          • Englischer Begriff: impeded d.

          die durch eine vollständig permeable Membran erfolgende D. (bei semipermeabler Membran erfolgt Osmose), z.B. physiol die Sauerstoff-D. durch die Alveolarmembranen.

        • Diffusion, einfache
          Diffusion  >  Diffusion 2)
          • D., einfache

          • Synonyme: freie D.; passive D.

          • Englischer Begriff: free d.; passive d.

          Diffusion (2) von Molekülen durch die Zellmembran bis zum Ausgleich eines bestehenden Konzentrationsgradienten; die der hydrophoben Moleküle durch die Lipidschicht = Lipidphase der Membran (nimmt bis zu einem bestimmten Grenzwert des Verteilungskoeffizienten zu; nimmt mit zunehmendem Grad der Ionisation dieser lipidlöslichen = hydrophoben Substanzteilchen rapide ab, beschränkt sich also im Wesentlichen auf Nicht-Ionen [nicht-ionische D.]) erfolgt als D. kleiner hydrophiler Moleküle durch die Membranporen (= wässrige Phase der Membran), passierbar – entsprechend ihrer unterschiedlichen Größe – für Moleküle bestimmter Größe, woraus mit zunehmender Molekülmasse kontinuierliche Abnahme der Permeations- = Durchtrittsgeschwindigkeit resultiert; Passierbarkeit elektrisch geladener Poren selektiv begrenzt auf bestimmte Anionen bzw. Kationen. – Energiequelle dieser D. ist die Wärme- oder Brown-Molekularbewegung.

        • Diffusion, erleichterte
          Diffusion  >  Diffusion 2)
          • D., erleichterte

          • Synonyme: katalysierte D.

          • Englischer Begriff: facilitated d.

          die D. der Moleküle mit Affinität für in der Membranwand enthaltene Carrier, eine zwar behinderte, jedoch relativ schnell ablaufende D. mit Energiequelle ebenfalls in der Molekularbewegung.

        • Diffusionsatmung
          • Diffusions|atmung

          • Englischer Begriff: diffusion respiration

          die in der Lunge erfolgende Sauerstoffaufnahme in das Blut bei fehlender Ventilationsbewegung (z.B. anästh bei Anw. von Muskelrelaxanzien) als Effekt der sog. Hämoglobin-O2-Pumpe. Wirksam für maximal 10 Min. u. nur nach vorausgegangener völliger Stickstoff-Elimination aus dem Alveolarbereich durch reine Sauerstoff-Atmung bzw. -Beatmung. Die D. ist keine Atmung im eigentlichen Sinne, da keine aktive Leistung vorliegt (Thoraxexkursion).

        • Diffusionsfaktor
          • Diffusions|faktor

          • Englischer Begriff: spreading factor; diffusion f.

          enzymartige, die Ausbreitung von Keimen, Toxinen etc. im Gewebe fördernde Stoffe; v.a. Hyaluronidasen.

        • Diffusionshypoxie
          • Diffusions|hyp|oxie

          • Englischer Begriff: diffusion hypoxia

          Hypoxie durch Abfall der alveolären O2-Konzentration, bedingt durch schnelle Lachgasrückdiffusion nach Beendigung einer Allgemeinanästhesie mit Lachgasbeimischung; wird vermieden durch Beatmung mit reinem O2 in den ersten Minuten der Narkoseausleitung.

        • Diffusionskapazität
          • Diffusions|kapazität

          • Englischer Begriff: diffusing capacity; diffusion c.

          • Fach: Physiologie

          (Bohr u. Krogh) das Gasvolumen, das bei einem Druck von 760 mmHg u. 0 °C pro Minute bei Bestehen einer alveolo-kapillären Druckdifferenz von 1 mmHg aus den Lungenalveolen in das Lungenkapillarblut diffundiert in Abhängigkeit von der diffusionswirksamen Oberfläche der Alveolen u. Kapillaren. Beträgt beim gesunden, ruhenden Erwachsenen für Sauerstoff 15–20, für CO2 150–250 ml/mmHg/Min.

        • Diffusionsstörung
          • Diffusions|störung

          • Englischer Begriff: diffusing disorder

          eine zu Gasaustauschstörung (s.a. respiratorische Insuffizienz) führende Lungenfunktionsstörung infolge behinderter Sauerstoffdiffusion durch die Alveolarmembran (Alveolokapillarblock) oder infolge verkürzter Kontaktzeit zwischen Alveolarluft u. Blut (bei Einschränkung der kapillären Strombahn).

        • Diffusionstest
          • Diffusions|test

          Agar-Diffusionstest.

        • Diflorason
          • Englischer Begriff: diflorasone

          halogeniertes Glucocorticoid zur lokalen Anw.

        • Diflucortolon
          • Englischer Begriff: diflucortolone

          halogeniertes Glucocorticoid zur lokalen Anw.

        • DIG
          • Englischer Begriff: DIC

          Abk. für disseminierte intravasale Gerinnung (Verbrauchskoagulopathie).

        • Digalaktosyl-glucosylceramidose
          • Di|galaktosyl-glucosyl|ceramidose

          Fabry-Syndrom.

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