Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dandy-Walker-Syndrom
    Dandy
    • D.-Walker-Syndrom

    • Englischer Begriff: Dandy-Walker syndrome

    angeborener Hydrozephalus, verursacht durch Verschluss der Foramina Luschkae u. Magendii mit Erweiterung des IV. Ventrikels u. Cerebellum-Hypoplasie.

  • Dandy-Zeichen
    Dandy
    • D.-Zeichen

    • 1)
      heftige segmentäre Schmerzausstrahlung nach kräftigem Reflexhammerschlag... (mehr)
    • 2)
      Steigerung einer Ischialgie durch Husten, Schnäuzen, Niesen als Zeichen... (mehr)
  • Dandy-Zeichen 1)
    Dandy  >  Dandy-Zeichen
    • 1)

    • Englischer Begriff: Dandy's paravertebral sciatic pain induction

    heftige segmentäre Schmerzausstrahlung nach kräftigem Reflexhammerschlag neben die Lendenwirbelsäule (Höhe L4–S1) bei Neuralgie lumbaler Spinalnervenwurzeln oder präsakraler Nerven, v.a. bei Bandscheiben-bedingter Irritation des Nervus ischiadicus. Das von der Ausstrahlung betroffene Hautfeld (Dermatom) u. der örtl. Schmerz erlauben eine Höhendiagnose des Bandscheibenschadens.

  • Dandy-Zeichen 2)
    Dandy  >  Dandy-Zeichen
    • 2)

    • Englischer Begriff: cough-induced enhancement of sciatic pain

    Steigerung einer Ischialgie durch Husten, Schnäuzen, Niesen als Zeichen der Verursachung durch einen Bandscheibenschaden (u. nicht durch Neuritis!); diagnostisch gleichwertig sind eine segmentale Hypästhesie u. die Aufhebung oder Abschwächung des Achillessehnenreflexes.

  • Dane-Partikel
    • Dane-Partikel

    • Englischer Begriff: Dane particles

    (1970) Bez. für das Virion des Hepatitisirus B, sehr wahrscheinlich das Virus selbst; der dichtere Kern (engl.: core; Ø 28 nm) ist evtl. das Nucleocapsid u. enthält das Core- = HBc-Ag; ist immunfluoreszenzmikroskopisch im Lebergewebe nachweisbar.

  • Danielli-Davson-Modell
    • Danielli(-Davson)-Modell

    • Fach: Zytologie

    s.u. Einheitsmembran (2).

  • Daniels-Biopsie, präskalenische
    • Daniels-Biopsie, prä|skalenische

    • Fach: Pulmologie

    (1949) Biopsie der im Fettpolster vor dem Musculus scalenus anterior gelegenen Lymphknoten zur Differentialdiagnostik von Lungenkrankheiten.

  • Danlos-Syndrom
    • Danlos-Syndrom

    • Englischer Begriff: Ehlers-Danlos syndrome

    Ehlers-D.-Syndrom.

  • Dannheim-Linse
    • Dannheim-Linse

    • Englischer Begriff: Dannheim lens

    • Fach: Ophthalmologie

    eine bikonvexe Kunststofflinse zum Einsetzen in die Vorderkammer.

  • Dansomanie
    • Dan|so|manie

    • Englischer Begriff: choreomania

    • Fach: Psychologie

    veraltet für Choreomanie.

  • Dantrolen
    • Englischer Begriff: dantrolen

    direkt wirkendes Muskelrelaxans; Anw. v.a. bei maligner Hyperthermie.

  • Danysz-Phänomen
    • Danysz-Phänomen

    • Englischer Begriff: Danysz phenomenon

    • Biogr.: Jean D., 1860–1928, Pathologe, Paris

    Im Antigen-Antikörper-Äquivalenzbereich ergibt sich ein geringerer Verbrauch an Antigen (AG) bzw. Toxin bei Zusetzen des Antikörpers (AK) in kleineren Portionen im Vergleich zum Zusetzen in einer Portion. Grundlage des Phänomens ist die Tatsache, dass bei AK-Überschuss bei den ersten Zugaben AG-AK-Komplexe mit höherem Anteil an AK gebildet werden (u. daher im scheinbaren Äquivalenzbereich keine AG-Bindungsstellen mehr frei sind).

  • Daphnismus
    • Daphnismus

    • Englischer Begriff: daphnism; daphne mezereum poisoning

    Vergiftung durch Inhaltsstoffe der Beeren u. der Teile von Daphne mezereum (= Seidelbast [Thymelaeaceae]). Klinik: Brennen in Mund u. Rachen, Schluckbeschwerden, Speichelfluss, Stomatitis, Erbrechen, Koliken, Fieber, Tachykardie, Dyspnoe; nach letaler Dosis (10 Beeren) Tod im Kollaps.

  • Dapiprazol
    • Englischer Begriff: dapiprazol

    α-Sympatholytikum; lokale Anw. zur Rückbildung einer arzneimittelbedingten Pupillenerweiterung.

  • Dapson
    • Englischer Begriff: dapsone

    bakteriostatisch wirkendes Chemotherapeutikum (Hemmung der Folsäuresynthese). Anw. v.a. bei Lepra; ferner bei Blasen bildenden Dermatosen u. als „alternatives Basistherapeutikum“ bei primär chronischer Polyarthritis.

  • Darbepoetin alfa
    • Englischer Begriff: darbepoetin alfa

    gentechnisch hergestelltes Erythropoetin; Antianämikum; Anw. bei renaler Anämie.

  • Darier
    • Darier

    • Biogr.: Ferdinand Jean D., 1856–1938, Hautarzt, Paris

  • Darier-Angiome
    Darier
    • D.-Angiome

    multiple Hämangiomatose im Säuglingsalter.

  • Darier-Krankheit
    Darier
    • D.-Krankheit

    • Synonyme: (Dys-)Keratosis follicularis (vegetans)

    • Englischer Begriff: Darier's disease; keratosis follicularis

    (1889) eine unregelmäßig-dominant erbliche (androtrope), therapieresistente Verhornungsstörung der Haut (v.a. talgdrüsenreicher Bereiche); mit Bildung bräunlicher, sekundär infektiös-krustöser, bis linsengroßer, z.T. konfluierender u. wuchernder Knötchen, meist symmetrisch an Schläfen, behaarter Kopfhaut, in den Kinn-, Nasen-, Gelenkfalten, in der vorderen u. hinteren Schweißrinne; ferner mit Unterbrechung des Hautleistenmusters an den Händen u. Füßen sowie oft Nagelstörungen (Onychodystrophie). Histol. eine Dyskeratose der (peri)follikulären Epidermiszellen mit typischen glänzenden „corps ronds“ u. Spaltbildungen zwischen der Basalzellenschicht u. der übrigen Epidermis.

  • Darier-Prurigo
    Darier
    • D.-Prurigo

    • Englischer Begriff: D.'s pruritus

    Prurigo simplex chronica diffusa (als Form des endogenen Ekzems).

  • Darier-Syndrom
    Darier
    • D.-Syndrom

  • Darier-Syndrom I 1)
    Darier  >  Darier-Syndrom
    • 1) D.-Sy. I

    D.-Krankheit.

  • Darier-Syndrom II 2)
  • Darier-Zeichen
    Darier
    • D.-Zeichen

    bei kutanen Mastozytosen hervorrufbar: urtikarielle Reaktion nach Reiben der Hautveränderungen.

  • Darm
    • Englischer Begriff: intestine; gut

    vom Magenausgang bis an den After reichender Abschnitt des Verdauungstraktes. Unterteilt in Dünndarm (mit Duodenum, Jejunum, Ileum) u. Dickdarm (mit Caecum, Colon, Rectum, Canalis analis). Er ist teils beweglich (über Mesenterium bzw. Mesocolon), teils fest an der hinteren Bauchwand fixiert. Aufbau: Die Darmwand lässt einen allgemeinen Bauplan erkennen, der in den einzelnen Darmabschnitten jeweils typ. Besonderheiten aufweist. Sie besteht (von außen nach innen) aus Peritoneum (Tunica serosa u. Tela subserosa; Darmabschnitte ohne Peritonealüberzug besitzen eine Tunica adventitia), Muskulatur (Tunica muscularis) mit Stratum circulare u. Stratum longitudinale, Bindegewebsschicht (Tela submucosa) und Schleimhaut (Tunica mucosa). Diese besitzt eine dünne Muskelschicht (Lamina muscularis mucosae) u. einschichtiges hochzylindrisches Epithel mit Mikrovilli; ferner Drüsen (Glandulae intestinales, Glandulae duodenales) u. Folliculi lymphatici. Die Schleimhaut bildet z.T. Falten (Plicae circulares, semilunares, transversales). Versorgung: Die Blutversorgung wird von den Arteriae mesenterica superior und inferior und den Arteriae rectalis media u. inferior der inneren Arteria iliaca gesichert. Der Blutrückfluss erfolgt über die Pfortader (Vena portae) sowie – vom mittleren u. unteren Rectumdrittel – über die Vena iliaca u. die untere Hohlvene (Vena cava inferior).

  • Darmamöben
    • Darm|amöben

    • Englischer Begriff: intestinal amebas

    • Fach: Protozoologie

    als Parasiten bzw. Kommensalen des menschl. Darmes die Entamoeba histolytica sowie Dientamoeba fragilis, Endolimax nana, Entamoeba coli u. E. hartmanni, Jodamoeba bütschlii.

  • Darmanastomose
    • Darm|anastomose

    • Englischer Begriff: enteroanastomosis; enteroenterostomy

    die operative, möglichst „isoperistaltische“ Verbindung zwischen 2 Darmabschnitten nach Darmresektion oder aber zur Darmausschaltung sowie als ergänzender Schritt von Magen-, Speiseröhrenplastiken, z.B. als Duodenojejuno-, Ileokolo-, Ileosigmoideostomie. Ausführung als Seit-zu-Seit-, Seit-zu-End- u. End-zu-End-Anastomose (Letztere bei unterschiedlicher Weite der Lichtungen evtl. „Schräg-zu-End“). S.a. Ersatzblase, Conduit, Coffey-Operation.

  • Darmatonie
    • Darm|atonie

    • Englischer Begriff: intestinal atony

    das Fehlen oder die starke Herabsetzung des Spannungszustandes (Tonus) u. der Kontraktionsfähigkeit der Darmmuskulatur aufgrund gestörter Innervation; führt zu Weitstellung der betroffenen Abschnitte u. zur Verzögerung oder zum Stillstand der Passage. Angeboren – u. örtlich begrenzt – z.B. bei Megacolon congenitum; meist aber erworben, bei toxischer oder mechan. Schädigung (Ileus), d.h. bei Vergiftung, Verletzung, nach Operationen, unter Zytostatikatherapie (Vincristin).

  • Darmatresie
    • Darm|atresie

    • Englischer Begriff: intestinal atresia

    das angeborene Fehlen der Darmlichtung. Ätiol.: infolge mangelnder Rückbildung des zunächst (Mens I–II) stark gewucherten Darmepithels oder – seltener – sekundär nach fetalem Krankheitsprozess. Der Verschluss ist strangförmig oder membranös (die Membran evtl. mit zentraler Öffnung; Diaphragma). Meist als Dünndarm-, seltener als Dickdarmatresie; oft kombiniert mit anderen Hemmungsfehlbildungen. Klinik: führt je nach Lokalisation zu einem „hohen“ bzw. „tiefen“ Ileus. Symptome sind Erbrechen, Elektrolytstörungen u. Zeichen des Mekoniumileus. Diagn.: Nachweis u.a. durch Farber-Test, Rö.-Leeraufnahme (die ggf. typisch lokalisierte „Spiegel“ zeigt).

  • Darmbakterien
    • Darm|bakterien

    • Englischer Begriff: intestinal bacteria

    Darmflora.

  • Darmbein
    • Darm|bein

    • Englischer Begriff: iliac bone; ilium

    Os ilii.

  • Darmbilharziose
    • Darm|bilharziose

    • Englischer Begriff: intestinal bilharziasis

    Schistosomiasis intestinalis.

  • Darmblutung
    • Darm|blutung

    • Englischer Begriff: intestinal hemorrhage

    Abbildung

    örtliche oder flächenhafte Blutungen aus der Darmlichtung, die zu Blutstuhl (Hämatochezie) oder Teerstuhl (Melaena) führen oder als mikroskopisch nicht sichtbare (okkultes Blut) Blutungen auftreten (s.a. Abb). Zur Differentialdiagnostik bei Verdacht s.u. Blutung, gastrointestinale.

  • Darmbrand
    • Darm|brand

    • Englischer Begriff: gangrenous necrotic enteritis

    Gangrän bzw. Nekrose der Darmwand als Folge einer örtl. Durchblutungsstörung; i.e.S. die Enteritis necroticans.

  • Darmbucht
    • Darm|buchten

    • Englischer Begriff: anterior portal of primitive gut

    • Fach: Embryologie

    vorderes u. hinteres Ende des Primitivdarms; die D. entstehen als Folge der Abfaltungen der Keimscheibe u. gliedern den Primitivdarm in Vorder-, Hinter- u. Mitteldarm; s.a. Darmkanal.

  • Darmdekontamination
    • Darm|dekontamination, selektive

    • Synonyme: SDD (Abk.)

    • Englischer Begriff: gut decontamination

    möglichst weitgehende Beseitigung der normalen mikrobiellen (auch fakultative Krankheitserreger enthaltenden) Darmflora u./oder von fakultativen Pilzerregern (z.B. Candida). Durch oral eingenommene, nichtresorbierbare Antibiotika u./oder Antimykotika, z.B. vor einer Dickdarm-Op.. Als supportive Maßnahme bei einer Zytostatikatherapie oder bei, aus anderen Gründen, immungeschwächten Patienten.

  • Darmdivertikel
    • Darm|divertikel

    • Englischer Begriff: intestinal diverticulum

    Dünndarm-, Dickdarm-, Meckel-Divertikel, Divertikulose.

  • Darmdrehung
    • Darm|drehung

    • Englischer Begriff: embryonal rotation of intestinal tube

    • Fach: Embryologie

    die Drehung des fetalen Darmrohrs (6.–12. Wo.) in Verbindung mit dem ungleichmäßigen Längenwachstum der Darmabschnitte. Die anfangs in der Mittellinie gelegene röhrenförm. Darmanlage bildet zunächst in ihrem Mittelteil eine nabelwärts gerichtete, sagittal stehende Schleife, an deren mundfernem (aboralem) unterem Teil die Zäkumanlage entsteht. Die Schleife dreht sich um 90° (gegen Uhrzeigersinn) u. liegt dann quer. Aus ihrem vor der Zäkumanlage gelegenen Teil entstehen durch schnelles Längenwachstum die zunächst rechts im Bauch gelegenen Dünndarmschlingen; der restliche Schleifenteil u. der nachfolgende Darmrohrabschnitt, der sich langsamer u. zunächst links streckt, drehen sich mit zunehmender Länge derart, dass die Zäkumanlage u. das Querkolon über das aus dem oberen Darmrohrteil entstandene Duodenum hinweg an die Leber bzw. quer in den Oberbauchbereich gelangen; unter Entwicklung des Colon ascendens verlagert sich das jetzt entwickelte Zäkum in den re. Unterbauch unter Verdrängung der Dünndarmschlingen nach links. Der unterste Darmrohrteil (Rektumanlage bzw. Rektum) beteiligt sich nicht an den Drehungen u. verbleibt stets in der median-sagittalen Ebene. – s.a. Malrotation.

  • Darmduplikatur
    • Darm|duplikatur

    • Englischer Begriff: intestinal duplication

    rundlich zystische oder röhrenförmige (tubuläre), im hinteren Teil des Mesenteriums gelegene Doppelbildung des Darms, u. zwar mit oder ohne (s.a. Enterozyste) Verbindung mit der Darmlichtung. Ihr Aufbau entspricht typischer Darmwand, kann aber auch ortsfremde Elemente = dystope Gewebe enthalten (Gefahr der Ulzeration, Perforation). Oft mit Wirbelanomalien kombiniert.

  • Darmegel
    • Darm|egel

    • Englischer Begriff: flukes; trematodes

    im Darm schmarotzende, den Trematoden zugehörige Würmer; beim Menschen z.B. Fasciolopsis buski („Großer D.“), Heterophyes heterophyes, Metagonimus yokogawai, Echinostoma ilocanum, Gastrodiscoides hominis.

  • Darmeinklemmung
    • Darm|ein|klemmung

    • Englischer Begriff: intestinal incarceration

    die Inkarzeration (Incarceratio) eines Darmabschnitts.

  • Darmeinlauf
    • Darm|ein|lauf

    • Englischer Begriff: enema

    Reinigungsspülung des unteren oder gesamten Dickdarms. Entweder mittels eines Darmrohres vom After aus als Reinigungseinlauf, Schwenkeinlauf oder als retrograde Darmspülung, als Einlauf bei Enterostoma oder als orthograde Darmspülung durch Trinken bzw. mittels Magen- oder Dünndarmsonde. Ind.: ausgeprägte Obstipation, Darmuntersuchungen oder -operationen oder zur röntg. Darstellung des Darms als Kontrastmitteleinlauf. S.a. Klistier.

  • Darmemphysem
    • Darm|emphysem

    • Englischer Begriff: intestinal emphysema

    Gaszystenbildung in der Darmwand u. im Gekröse sowie deren Lymphsystem; entweder als Pneumatosis cystoides intestini et mesenterii oder aber im Gefolge z.B. von Darmgeschwüren, chirurgischen Darmeingriffen oder nach künstlichem Pneumoretroperitoneum. Eine evtl. Perforation führt zu Pneumoperitoneum.

  • Darmentkeimung
  • Darmentleerung
    • Darm|ent|leerung

    • Englischer Begriff: defecation; evacuation

    Defäkation.

    • D., künstliche
      intraoperative D. mittels Darmeröffnung (Enterotomie) u. Darmabsaugrohr... (mehr)
  • Darmentleerung, künstliche
    Darmentleerung
    • D., künstliche

    • Englischer Begriff: artificial d.

    intraoperative D. mittels Darmeröffnung (Enterotomie) u. Darmabsaugrohr; oder aber D. mittels Reinigungseinlauf (s.a. Darmspülung, Klistier).

  • Darmentzündung
    • Darm|ent|zündung

    • Englischer Begriff: enteritis

    Enteritis; s.a. Duodenitis, Ileitis, Jejunitis, Appendicitis, Colitis, Sigmoiditis, Proktitis.

  • Darmfistel
    • Darm|fistel

    • Englischer Begriff: intestinal fistula

    angeborene oder erworbene, äußere oder innere, von der Darmlichtung ausgehende Fistel; z.B. als Dottergangsfistel bzw. nach krankheits- oder verletzungsbedingter Darmperforation, nach Nahtinsuffizienz oder (früher) als operativ angelegte Kotfistel (als „Lippen-“ oder „Röhrenfistel“); auch entzündungsbedingt bei Enteritis regionalis (Crohn) u. Ileitis terminalis. Hierbei besteht Gefahr von Flüssigkeits- u. Elektrolytverlusten, Resorptionsstörungen (Fett, Proteine, Vitamine), Passagebehinderung, lokaler u. allg. Infektion.

  • Darmflora
    • Darm|flora

    • Englischer Begriff: intestinal flora

    • Fach: Bakteriologie

    die physiologisch im menschlichen Dickdarm vorkommenden Mikroorganismen, u. zwar v.a. Escherichia coli, Enterokokken, Bacillus acidophilus u. bifidus sowie Anaerobier der Bacteroides-Gruppe; Entgleisungen (Dysbakterie) kommen vor bei Darminfektion u. nach selektiver Darmdekontamination („Darmsterilisation“) sowie bei verschiedenen Allgemeinkrankheiten.

  • Darmgärung
    • Darm|gärung

    • Englischer Begriff: intestinal fermentation

    die natürlichen, die Darmfäulnis hemmenden bakteriellen Gärungsvorgänge im – oberen – Dickdarm zum Abbau bis dahin nicht resorbierter Kohlenhydrate. Geht einher mit Bildung von Milch- u. Essigsäure, CO2 u. H2O; s.a. Gärungsdyspepsie, s.a. Darmgase.

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