Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • digastricus
    • di|gast|ricus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: digastric

    zweibäuchig, z.B. Musculus digastricus.

  • Digby Leigh-Flatter-Ventil
    • Digby-Leigh-(Flatter-)Ventil

    ein „Nicht-Rückatmungsventil“ (N-R-Ventil) zur Trennung der Ein- u. Ausatemluft im halb offenen Narkose-Kreissystem.

  • Digenesis
    • Di|genesis

    • Fach: Biologie

    Generationswechsel.

  • Digerieren
    • Di|gerieren

    • Fach: Pharmazie

    Extrahieren von Wirkstoffen aus festen Arzneistoffen (v.a. Drogen) unter Anw. von Lösungsmitteln u. unter häufigem Schütteln.

  • Digestion
    • Di|ges|tion

  • Digestion 1)
    Digestion
    • 1)

    Verdauung.

  • Digestion 2)
    Digestion
    • 2)

    • Englischer Begriff: digestion

    Digerieren.

  • Digestionsmittel
    • Di|gestions|mittel

    • Synonyme: Digestivum

    • Fach: Pharmazie

    • 1)
      verdauungsfördernde, die Verdauungsdrüsen u. die Resorption der Nahrungsbestandteile... (mehr)
    • 2)
      Lösungsmittel zum Digerieren... (mehr)
  • Digestionsmittel 1)
    Digestionsmittel
    • 1)

    • Englischer Begriff: digestant; digestive

    verdauungsfördernde, die Verdauungsdrüsen u. die Resorption der Nahrungsbestandteile anregende Mittel, z.B. Bitterstoffe (Amara).

  • Digestionsmittel 2)
    Digestionsmittel
    • 2)

    Lösungsmittel zum Digerieren.

  • Digestionstrakt
    • Digestions|trakt

    • Englischer Begriff: digestive tract

    der Verdauungstrakt, Apparatus digestorius.

  • digestiv
    • digestiv

    • Englischer Begriff: digestive

    die Verdauung betreffend bzw. fördernd, durch sie hervorgerufen; digestorius.

  • digestorius
    • digestorius

    • Etymol.: latein.

    der Verdauung dienend.

  • Digilanid
    • Digilanid

    • Englischer Begriff: lanatoside

    • Fach: Pharmazie

    Lanatosid; i.w.S. Digitalis-Präparate mit den genuinen Lanatosiden A, B u. C (= Digilanide).

  • Digipurpidase
    • Digi|purpidase

    • Englischer Begriff: digipurpidase

    Hydrolase, die im frischen Digitalisblatt aus genuinen Digitalisglykosiden Glucose abspaltet (Digitoxin, Digitalis).

  • digital
    • digital

    • 1)
      Finger bzw... (mehr)
    • 2)
      mit Ziffern (oder äquivalenten Größen) arbeitend, z.B... (mehr)
  • digital 1)
    digital
    • 1)

    • Synonyme: digitalis

    Finger bzw. Zehen betreffend; mit Hilfe der Finger (z.B. digitale Kompression von Blutgefäßen zwecks Blutstillung; oder Digitalausräumung).

  • digital 2)
    digital
    • 2)

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: digital

    mit Ziffern (oder äquivalenten Größen) arbeitend, z.B. Digitalrechner oder die digitale Subtraktionsangiographie (DSA).

  • Digitalausräumung
    • Digital|aus|räumung

    • Englischer Begriff: digital evacuation

    die Entfernung von Frucht- u./oder Plazentateilen aus der Gebärmutterhöhle mit dem Zeige-(u. Mittel-)finger bei genügend eröffnetem bzw. geweitetem Zervikalkanal.

  • Digitalin
    • Englischer Begriff: digitalin

    standardisiertes Gemisch von Digitalisglykosiden; Anw. als Ziliarmuskeltonikum.

  • Digitalis
    • Digi|talis

    • Englischer Begriff: digitalis

    • Fach: Botanik

    die Gattung „Fingerhut“ [Scrophulariaceae]; s.a. Digitalisglykoside.

    • D. ferruginea
      „rostfarbener Fingerhut“; in Süd(ost)europa, Türkei... (mehr)
    • D. lanata
      „wolliger Fingerhut“; in Südosteuropa natürlich vorkommend u. kultiviert... (mehr)
    • D. lutea
      „gelber Fingerhut“; verbreitet in Europa; mit Inhaltsstoffen wie D... (mehr)
    • D. purpurea
      „purpurroter Fingerhut“; in Westeuropa natürlich vorkommend sowie... (mehr)
  • Digitalis ferruginea
    Digitalis
    • D. ferruginea

    „rostfarbener Fingerhut“; in Süd(ost)europa, Türkei.

  • Digitalis lanata
    Digitalis
    • D. lanata

    • Englischer Begriff: Grecian foxglove

    „wolliger Fingerhut“; in Südosteuropa natürlich vorkommend u. kultiviert; Samen u. Blätter enthalten die Lanatoside A–E, Digoxin, Digitoxin sowie Saponine, Cholin, Acetylcholin.

  • Digitalis lutea
    Digitalis
    • D. lutea

    • Englischer Begriff: yellow d.

    „gelber Fingerhut“; verbreitet in Europa; mit Inhaltsstoffen wie D. lanata.

  • Digitalis purpurea
    Digitalis
    • D. purpurea

    • Englischer Begriff: foxglove

    „purpurroter Fingerhut“; in Westeuropa natürlich vorkommend sowie kultiviert; enthält je nach „chemischer Rasse“ u. trocknungsbedingter enzymatischer Umwandlung der Primär- in Sekundärglykoside (Digitalisglykoside) in allen Teilen die Purpureaglykoside A u. B, Digitoxin, Gitoxin, Gitaloxin, die Saponine Digitonin, Gitonin, Tigonin u. Natigin sowie Flavone, Schleimstoffe, organ. Säuren, Cholin u. Acetylcholin; wird therapeutisch angewendet (erstmals vom engl. Arzt William Withering) z.B. als Samen, Blattdroge, Pulver; s.a. Digitalistherapie.

  • Digitalis-Antidot
    • Digitalis-Anti|dot

    • Englischer Begriff: digitalis antidote

    Fab-Fragmente von Immunglobulinen gegen Digitalis-Konjugate („Antidigoxin-Fab“) zur Ther. lebensbedrohl. Rhythmusstörungen bei Digitalisintoxikation.

  • Digitaliseffekte
    • Digitalis|effekte

    • Englischer Begriff: digitalis effects

    • Fach: Kardiologie

    s.u. Digitalistherapie; s.a. Digitalisintoxikation. – Als EKG-Effekte die bei Digitalis-Verabfolgung vor Erreichen der vollen therapeut. Wirkung auftretende muldenförm. ST-Senkung, Abflachung oder biphasische Form (präterminale Negativität) des T sowie QT-Verkürzung.

  • Digitalisglykoside
    • Englischer Begriff: digitalis glycosids

    • Fach: Pharmazie

    Tabelle

    in Digitalis-Arten vorkommende, meist herzwirksame (Digitalistherapie) Glykoside der Cardenolid-Gruppe (Tab.). Im frischen Blatt als genuine oder Primärglykoside (Purpureaglykoside u. Lanatoside), aus denen beim Trocknen durch enzymatische Abspaltung (Digipurpidase) des Glucose- u. Digitoxoserestes die Sekundärglykoside (u. Aglykone) gebildet werden. I.w.S. auch (inkorrekte) Bez. für alle Herzglykoside.

  • Digitalisglykoside 2. Ordnung
  • Digitalisierung
    • Englischer Begriff: digitalization

    Digitalistherapie.

  • Digitalisintoxikation
    • Digitalis|in|toxikation

    • Synonyme: Digitalismus

    • Englischer Begriff: digitalis poisoning

    • Fach: Kardiologie

    die Vergiftung durch Digitalis-Überdosierung bzw. das Auftreten von Nebenerscheinungen vor Erreichen der optimalen Dosis (d.h. bei relativer Überdosierung). Frühsymptome sind Inappetenz, Übelkeit; danach Erbrechen (zentral ausgelöst) u. Diarrhöen, v.a. aber Rhythmusstörungen (Bigeminie, supraventrikuläre oder polytope ventrikuläre Extrasystolen, Sinustachykardie, Bradykardie < 60/Min., sinuaurikulärer Block, Knotenrhythmus, Vorhofflattern u. -flimmern, partieller oder totaler Block, Ventrikeltachykardie u. -flimmern, elektrischer Alternans), Kopfschmerzen, Schwindel, Unruhe bis psychotischer Verwirrtheitszustand, Grün-Gelb-Sehen, Kornblumenphänomen, Flimmerskotom.

  • Digitalistherapie
    • Digitalis|therapie

    • Synonyme: Digitalisierung

    • Englischer Begriff: digitalis therapy

    • Fach: Kardiologie

    die Behandlung von Herzkranken mit Digitalispräparaten, v.a. mit Reinglykosiden (früher Folia u. Tinctura Digitalis), i.w.S. auch mit anderen Herzglykosiden; insbes. bei Herzinsuffizienz jeder Art, bei schneller, totaler Arrhythmie u. paroxysmaler, supraventrikulärer Tachykardie. Hemmt die Na+/K+-ATPase (dadurch Verstärkung des transsarkolemmalen Ca2+-Influxes u. verstärkte Aktivierung der kontraktilen Proteine), bewirkt eine Steigerung von Kraft, Grad u. Schnelligkeit der Herzkontraktion (= „positiv inotroper Effekt“) mit stärkerer systolischer Entleerung der Herzventrikel u. Abnahme der Restblutmenge sowie der Herzgröße, eine Erhöhung des O2-Verbrauchs (jedoch in geringerem Maße, als von der Zunahme der Herzarbeit her zu erwarten wäre) sowie des venösen u. enddiastolischen Ventrikeldrucks, eine Steigerung des Herzminutenvolumens, eine Verlängerung der diastolischen Pause u. eine Senkung der Frequenz (Vaguswirkung = „negativ chronotroper Effekt“).

  • Digitalistherapie, schnelle
    Digitalistherapie
    • D., schnelle

    die – statt wie üblich in 7 Tg. – in 12 bis 36 Std. oder ca. 3 Tg. (mittelschnelle D.) herbeigeführte Volldigitalisierung bei schwerer Herzinsuffizienz.

  • Digitaloide
    • Digitaloide

    • Englischer Begriff: digitalis-like substances; digitaloids

    ähnlich wie Digitalis wirkende „Herzglykoside 2. Ordnung“; sind enthalten in Strophanthus-, Adonis-, Scilla-, Convallaria-, Helleborus-Arten, in Nerium oleander etc.; Wirkst.: z.B. Strophanthin, Adonidin, Convallatoxin. Weniger korrekt auch Bez. für alle Herzglykoside (als „Digitaliskörper“).

  • Digitalose
    • Digitalose

    • Englischer Begriff: digitalose

    6-Desoxy-3-O-methyl-d-galaktose als Zuckerkomponente in Digitalisglykosiden.

  • digitatus
    • digitatus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: finger-shaped; digitate

    fingerförmig, mit fingerförmigen Fortsätzen.

  • Digiti
    • Digiti

    • Etymol.: latein.

    die Finger, Zehen; orthop s.u. Digitus.

    • D. manus
      die Finger; der Daumen (Digitus I = Pollex), Zeige- (D. II = Index), Mittel-... (mehr)
    • D. pedis
      die Zehen; bezeichnet als Hallux bzw... (mehr)
  • Digiti manus
    Digiti
    • D. manus

    • Englischer Begriff: fingers

    die Finger; der Daumen (Digitus I = Pollex), Zeige- (D. II = Index), Mittel- (D. III = D. medius), Ring- (D. IV = D. anularis) u. Kleinfinger (D. V = D. minimus); mit – den zweigliedrigen Daumen ausgenommen – allgemein 3 Gliedern (Phalangen); im 2.–5. Grundgelenk (Articulationes metacarpophalangeales) sind alle Bewegungen außer der Rotation möglich, im Daumengrundgelenk u. in den Mittel- u. Endgelenken (Articulationes interphalangeales) nur Beugung u. Streckung.

  • Digiti pedis
    Digiti
    • D. pedis

    • Englischer Begriff: toes

    die Zehen; bezeichnet als Hallux bzw. Digitus pedis II–V.

  • Digitonin
    • Digi|tonin

    • Englischer Begriff: digitonin

    • Fach: Pharmazie

    ein Saponin im Samen von Digitalis purpurea. Wirkt gewebereizend, hämolytisch; erschwert die Digitoxinresorption im Darm (Bildung schwer löslicher Additionsverbindungen).

  • Digitoxigenin
    • Digitoxigenin

    • Englischer Begriff: digitoxigenin

    • Fach: Pharmazie

    Aglykon einiger Digitalisglykoside u. anderer Herzglykoside.

  • Digitoxin
    • Digitoxin

    • Synonyme: Digitoxosid

    • Englischer Begriff: digitoxin

    meist Gitoxin-haltiges, sekundäres, durch Digipurpidase aus Blättern verschiedener Digitalis-Arten gebildetes Digitalisglykosid. Pharmakokinetik: wird im Darm fast vollständig resorbiert. Seine Wirkung tritt langsam ein, ist aber protrahiert (daher Kumulationsgefahr!). S.a. Herzglykoside.

  • Digitus
    • Digitus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: digit(us)

    Finger oder Zehe.

  • Digitus flexus
    Digitus
    • D. flexus

    • Englischer Begriff: claw toe

    Krallenzehe.

  • Digitus hippocraticus
    Digitus
    • D. hippo|craticus

    • Englischer Begriff: clubbed finger

    Trommelschlägelfinger.

  • Digitus malleus
    Digitus
    • D. malleus

    • Englischer Begriff: hammer toe

    die Hammerzehe.

  • Digitus mortuus
    Digitus
    • D. mor|tuus

    • Englischer Begriff: dead finger

    (Reil 1807) der anfallsweise „abgestorbene“ oder „tote“, extrem kalte u. schmerzhafte blasse Finger aufgrund einer Angioneuropathie.

  • Digitus recellens
    Digitus
    • D. recellens

    • Englischer Begriff: trigger finger

    schnellender Finger.

  • Digitus superductus
    Digitus
    • D. superductus

    eine extrem adduzierte, den weiter medial gelegenen Nachbarzehen aufliegende Zehe (meist die dorsal subluxierte 5. Zehe; angeboren oder erworben). – s.a. Digitus valgus.

  • Digitus valgus
    Digitus
    • D. valgus

    eine infolge Abduktionskontraktur in Richtung Fußaußenkante abweichende Zehe mit Subluxation im Grundgelenk u. evtl. mit Verlagerung unter oder über („Digitus superductus“) die Nachbarzehe; meist als Hallux valgus.

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