Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dimension 1)
    Dimension
    • 1)

    • Englischer Begriff: dimension

    die Ausmaße eines Körpers, definierbar durch seine Länge, Breite, Höhe; in der Geometrie die Anzahl der zur Darstellung von Punktmannigfaltigkeiten notwendigen Parameter (Strecken bzw. Vektoren, Koordinaten): Linien u. Kurven sind ein-, Flächen zwei-, der Raum dreidimensional.

  • Dimension 2)
    Dimension
    • 2)

    • Fach: Physik

    das aus Grundgrößenarten gebildete Potenzprodukt (ohne Zahlenfaktor), z.B. als D. der Kraft das Produkt aus Masse und Beschleunigung = Masse mal Länge mal Zeit–2.

  • Dimer
    • Di|mer

    • Englischer Begriff: dimer

    • Fach: Chemie

    Verbindung aus 2 gleichartigen Molekülen; s.a. Dimerie.

  • Dimercaprol
    • Dimercaprol

    • Synonyme: 2,3-Dimercaptopropan-1-ol; British antilewisite; BAL (Abk.)

    • Englischer Begriff: dimercaprol; (British) antilewisite

    Komplexbildner (Chelatbildner). Anw. (i.m. in öliger Lösung) als Gegenmittel (Antidot) bei Schwermetallvergiftungen, z.B. bei Arsen-, Quecksilber-, Gold-, Chromvergiftung (nicht aber bei Silber-, Blei-, Thallium-, Eisenvergiftung). Abbau in der Leber. NW: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Anstieg von Blutdruck u. Herzfrequenz, Darmkoliken, Temperatursteigerung bei Kindern.

  • Dimerie
    • Dimerie

    • Englischer Begriff: dimerism

    • Fach: Genetik

    die Abhängigkeit von 2 Allelenpaaren; s.a. Polymerie.

  • Dimethylacetamid
    • Di|methyl|acet|amid

    • Synonyme: DMAC (Abk.); CH3–CO–N(CH3)2

    • Englischer Begriff: dimethylacetamide

    • Fach: Pharmazie

    Dimethylamid der Essigsäure. Begünstigt die Hautpenetration von Pharmaka, wirkt in hohen Dosen halluzinogen (ähnlich wie LSD).

  • Dimethylallyltransferase
    • Di|methyl|allyl|trans|ferase

    • Englischer Begriff: dimethylallyl transferase

    ein an der Biosynthese u.a. des Cholesterins beteiligtes Enzym.

  • Dimethylaminoazobenzol
    • p-Dimethyl|amino|azo|benzol

    • Synonyme: DAB (Abk.)

    • Englischer Begriff: butter yellow; p-dimethylaminoazobenzene

    der karzinogene Monoazofarbstoff „Buttergelb“. Anw. als Indikator in der Azidimetrie (pH 2,9–4,0; Farbumschlag rot/gelb), z.B. im Töpfer-Reagens für Salzsäurebestg. im Magensaft.

  • Dimethylaminophenol
    • Dimethyl|aminophenol

    • Synonyme: 4-DMAP (Abk.)

    • Englischer Begriff: 4-dimethylaminophenol

    Antidot bei Vergiftung durch Cyanide, Blausäure u. Schwefelwasserstoffe.

  • Dimethylketon
    • Dimethyl|keton

    • Englischer Begriff: dimethylketone

    das Aceton.

  • Dimethylnitrosamin
    • Dimethyl|nitros|amin

    • Synonyme: (CH3)2N–NO

    • Englischer Begriff: dimethylnitrosamine

    eine Substanz, die durch Alkylierung karzinogen wirkt u. Hepatome, aber auch Lebernekrosen hervorruft.

  • Dimethylsulfoxid
    • Dimethylsulfoxid

    • Synonyme: DMSO (Abk.); (CH3)2SO

    • Englischer Begriff: dimethyl sulfoxide; DMSO

    topisches Antiphlogistikum; Resorptionsbeschleuniger zur Einschleusung von Externa in die Haut. NW: ruft unangenehmen Knoblauch-Geruch des Atems hervor.

  • Dimethylthetin-homocystein-methyltransferase
    • Di|methyl|thetin-homo|cystein-methyl|transferase

    Enzym in der Leber, das vom intermediär auftretenden Methylgruppendonator Dimethylthetin eine Methylgruppe auf l-Homocystein überträgt (Bildung von l-Methionin, l-Methylthioglykolat).

  • Dimethyltryptamin
    • N,N-Dimethyl|trypt|amin

    • Synonyme: DMT (Abk.)

    • Englischer Begriff: N,N-dimethyltryptamine (DMT)

    Substanz aus Samenhülsen von Piptadenia-Species (Leguminosae); ein 3–4 Std. wirkendes Halluzinogen (wird geraucht oder injiziert). Ruft Farbvisionen, Bewegungsdrang, Bluthochdruck u. Athetosen hervor.

  • Dimeticon
    • Englischer Begriff: dimeticon

    ein Entschäumer; Anw. bei Meteorismus u. in Hautschutzmitteln.

  • Dimetinden
    • Englischer Begriff: dimetindene

    ein H1-Rezeptorenblocker; Antihistaminikum.

  • Dimitry-Operation
    • Dimitry-Operation

    intrakapsuläre Linsenextraktion mittels Sauglöffel („Erysiphak“) bei Katarakt (Cataracta).

  • Dimmer-Keratitis
    • Dimmer-Keratitis

    • Englischer Begriff: (Dimmer's) keratitis nummularis

    • Biogr.: Friedrich D., 1855–1926, Augenarzt, Graz

    hochinfektiöse Keratitis nummularis mit Bildung zahlreicher, wie aus Kreidetupfen zusammengesetzter subepithelialer Infiltrate 1–2 Wochen nach akuter Konjunktivitis. Gleichzeitig schmerzhafte Lymphknotenschwellung vor dem Ohr.

  • Dimorphie
    • Di|morphie

    • Synonyme: Dimorphismus

    • Englischer Begriff: dimorphism

    • Fach: Biologie

    das gleichzeitige oder sukzedane Auftreten zweier verschiedener Formen derselben Art. S.a. Morphe.

  • Dinoprost
    • Englischer Begriff: dinoprost

    Prostaglandin F2α; Anw. als Wehenmittel.

  • Dinoproston
    • Englischer Begriff: dinoprostone

    Prostaglandin E2; Anw. als Wehenmittel.

  • Dioctophyma renale
    • Di|octo|phyma renale

    • Synonyme: Ascaris canis

    der „Nieren-“, „Riesenpalisadenwurm“ [Nematodes; Dioctophymatidae]; ein bei Fleischfressern vorkommender Parasit, der u.a. die Nieren befällt (Eier im Harn nachweisbar). Entwickelt sich in 2 Zwischenwirten, darunter in Süßwasserfischen. Verzehr rohen Fisches kann zu Befall des Menschen führen (Nierenparenchymzerstörung, Hämat- u. Proteinurie, Abmagerung).

  • Dioden-Laser

      Laser-System (Wellenlänge 980 nm) mit optimaler Absorption in allen Geweben; ersetzt die meisten der in der Medizin (v.a. Tumorresektion) verwendeten thermischen Laser; s.a. Laser.

    • Diogenes-Syndrom
      • Englischer Begriff: Diogenes syndrome

      Symptomenkomplex körperlicher Vernachlässigung bei älteren Menschen (z.B. mangelnde Ernährung, Körperpflege).

    • Dioptrie
      • Di|op|trie

      • Synonyme: Brechkrafteinheit; dpt (Abk.); dptr (Abk.); D (Abk.); BKE (Abk.)

      • Englischer Begriff: diopter

      Maßeinheit für die brechende Kraft optischer Systeme, u. zwar der Kehrwert der in Metern gemessenen Brennweite (D = 1/f). – Zur Kennzeichnung von Konvex- u. Konkavgläsern wird dem Symbol ein Plus- bzw. Minuszeichen vorangesetzt.

    • Dioptrometrie
      • Di|op|t(r)o|metrie

      • Englischer Begriff: dioptometry

      Optometrie.

    • Diorchitrema
      • Di|orchi|trema

      ein ostasiatischer Darmegel [Trematodes; Heterophyidae] mit Entwicklung in 2 Zwischenwirten (Schnecken, dann Fische). Beim Menschen führt Massenbefall zu uncharakteristischen Darmbeschwerden.

    • Diosmin
      • Englischer Begriff: diosmin

      ein venentonisierendes Mittel.

    • diotisch
      • di|otisch

      • Englischer Begriff: binaural

      beidohrig, binaural.

    • Dioxid
      • Di|oxid

      • Synonyme: Dioxyd

      • Englischer Begriff: dioxide

      chemische Verbindung, bestehend aus einem Metall- oder Nichtmetallatom u. aus 2 Sauerstoffatomen, z.B. CO2.

    • Dioxine
      • Di|oxin(e)

      • Englischer Begriff: dioxin(s)

      Abbildung

      heterozyklische Verbindungen mit zwei Sauerstoffatomen; i.e.S. Kurzbezeichnung für polychlorierte Dibenzodioxine = PCDD, die (ebenso wie die – chem. und toxikologisch nahe verwandten – polychlorierten Dibenzofurane = PCDF) als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsvorgängen (z.B. Müllverbrennung bei zu niedriger Temperatur) u. bei techn. Verarbeitung chlorierter aromatischer Verbindungen (u.a. 2,4,5-Trichlorphenol) entstehen können; z.B. als Verunreinigungen bei der Herstellung bestimmter Unkrautvertilgungs- u. Desinfektionsmittel (v.a. bei Überhitzung). Die Toxizität der D. ist sehr unterschiedlich; als giftigstes gilt das 2,3,7,8-Tetrachlordibenzoparadioxin (TCDD), das Hautschäden (Chlorakne) mit Übelkeit, Schwindelgefühl sowie Leberschäden verursacht. Die LD50 beträgt für Meerschweinchen (als TCDD-empfindlichstem Versuchstier) 0,5 μg/kg. Im Tierversuch – mit kleinsten chronischen Gaben – sind z.B. Organschäden, Leberkarzinom u. Fehlbildungen bis Tod der Leibesfrucht erzeugbar. Das TCDD ist kaum wasserlöslich u. haftet daher im Erdreich (außer bei Ausschwemmung durch organ. Lösungsmittel). Durch Verbrennung bei hoher Temperatur mit Sauerstoffüberschuss kann das TCDD zerstört werden (Entgiftung von Rückständen).

    • Dioxopromethazin
      • Englischer Begriff: dioxopromethazine

      ein Antihistaminikum (Phenothiazin).

    • Dioxy...
      • Dioxy...

      s.u. Dihydroxy...

    • Dioxyaceton
      • Dioxyaceton

      Dihydroxyaceton.

    • Dioxyd
      • Di|oxyd

      • Englischer Begriff: dioxide

      Dioxid.

    • Dioxygenasen
      • Di|oxy|genasen

      • Englischer Begriff: dioxygenases

      Oxygenasen.

    • DIP

        Abk. für distales Interphalangeal-Gelenk.

      • Dip
        • Etymol.: engl. = tauchen

        Wortteil „Absinken“, „Abnahme“. Kardiologie early diastolic dip, Dip-Phänomen. Geburtshilfe Absinken der Herzfrequenz (Dezeleration der kindlichen Herztöne) bei gleichzeitiger Veränderung des Typus der Wehen als Phänomen bei der Kardiotokographie.

      • DIP-Gelenk

          distales Interphalangealgelenk (Fingergrund-, Zehengrundgelenk).

        • Dip-Phänomen
          • Englischer Begriff: dip phenomenon

          • Fach: Kardiologie

          das vorübergehende Absinken der Erregbarkeitsschwelle der Myokardfasern während der Refraktärphase; s.a. Dip.

        • Dipeptid
          • Di|peptid

          • Englischer Begriff: dipeptide

          Peptid aus 2 Aminosäuren.

        • Dipeptidasen
          • Di|peptidasen

          • Englischer Begriff: dipeptidases

          lokal in der Dünndarmmukosa enthaltene Hydrolasen, die Dipeptide in die entsprechenden Aminosäuren spalten (z.B. Prolinase).

        • Dipetalonema
          • Di|petalo|nema

          • Fach: Helminthologie

          Acanthocheilonema.

        • Diphallus
          • Di|phallus

          • Synonyme: Diphallie

          • Englischer Begriff: bifid penis; diphallus

          Doppelbildung des Penis u. der Harnröhre, vollständig („D. bifidus“) oder nur im Eichelbereich („D. glandularis“). Häufig kombiniert mit Hypospadie, Spaltung des Hodensackes, Fehlbildungen des Afters, Mastdarms oder der Blase.

        • diphasisch
          • di|phasisch

          • Englischer Begriff: diphasic

          biphasisch.

        • Diphenhydramin
          • Englischer Begriff: diphenhydramine

          ein H1-Rezeptorenblocker; Anw. als Antihistaminikum, Antiemetikum u. Sedativum.

        • Diphenyl
          • Di|phenyl

          • Englischer Begriff: diphenyl

          C6H5–C6H5; eine Substanz in Steinkohlenteer; Anw. zum Schutz von Zitrusfrüchten gegen Pilzschäden (Schalen zum Genuss ungeeignet).

        • Diphenylaminreaktion
          • Diphenyl|amin|reaktion

          • Englischer Begriff: diphenylamine test

          Reaktion unter Verwendung von Diphenylamin = (C6H5)2NH, u. zwar zum Nitratnachweis, u.a. für Nahschussbeweis, zum DNS-Nachweis (Dische-Reaktion).

        • Diphenylarsinchlorid
          • Diphenyl|arsin|chlorid

          • Synonyme: (C6H5)2AsCl; Clark I; Adamsit

          • Englischer Begriff: diphenylchlorarsine

          ein Blaukreuz-Kampfstoff. Reizt in Dampfform die Augen sowie Schleimhäute der oberen Luftwege u. führt evtl. zu Lungenödem.

        • Diphenylarsincyanid
          • Diphenyl|arsin|cyanid

          • Synonyme: (C6H5)2AsCN; Clark II

          • Englischer Begriff: diphenylcyanoarsine

          ein Blaukreuz-Kampfstoff. Entfaltet starke Reizwirkung an den Augen, im Nasen- u. Rachenbereich.

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