Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Donor
    • Donor

    Donator.

  • Donorstamm
    • Donor|stamm

    • Synonyme: F+-Stamm

    Bakterienstamm, der bei Konjugation mit gleichen Zellen Erbgut abzugeben vermag.

  • Donovan
    • Donovan

    • Biogr.: Charles D., 1863–1951, irischer Tropenarzt, Madras

  • Donovan-Körperchen
    Donovan
    • D.-Körperchen

    • Synonyme: Donovania granulomatis

    • Englischer Begriff: Donovan bodies

    ältere Bezeichnung für Calymmatobacterium granulomatis.

  • Donovan-Leishman-Körperchen
    Donovan
    • D.-Leishman-Körperchen

    • Englischer Begriff: Leishman-Donovan bodies

    Leishmania donovani.

  • Donovaniosis
    • Donovan(i)osis

    • Synonyme: Granuloma inguinale (tropicum); G. venereum (inguinale)

    • Englischer Begriff: donovanosis

    chronische, meist durch Geschlechtsverkehr übertragene Infektionskrankheit der äußeren Geschlechtsorgane u. des Afterbereichs. Hervorgerufen durch Calymmatobacterium granulomatis, kommt v.a. in Tropen u. Subtropen vor. Klinik: Nach der Inkubationszeit von wenigen Tagen bis zu 3 Mon. erfolgt Bildung eines trockenen oder geschwürig zerfallenden u. stark eiternden, meist schmerzlosen Knötchens an den Geschlechtsteilen mit Neigung zu Ausbreitung. Führt evtl. zu hochgradiger Verstümmelung der Geschlechtsorgane u. des Mastdarms.

  • DOOR-Syndrom
    • Etymol.: engl.

    autosomal-rezessiv (?) erbliches Krankheitsbild. Mit Innenohrschwerhörigkeit bis Taubheit (engl.: deafness), Onychodystrophie, Osteodystrophie u. geistiger Retardierung (engl.: retardation).

  • DOPA
    • Synonyme: Dopa

    • Englischer Begriff: dopa

    gängige Bez. für 3,4-Dihydroxyphenylalanin.

  • DOPA-Decarboxylase
    • Englischer Begriff: dopa decarboxylase

    ein in der Niere, Leber u. dem Nervensystem vorkommendes Enzym, das am aromatischen Kern substituierte Phenylalanin- u. Phenylserin-Derivate zu biogenen Aminen (z.B. zu Noradrenalin, Dopamin) decarboxyliert.

  • DOPA-Decarboxylase-Hemmer
    • Synonyme: DOPA-Decarboxylase-Blocker

    Hemmstoffe der DOPA-Decarboxylase, die, zusammen mit Levodopa verabreicht, dessen Abbau verzögern. Wirkst.: Carbidopa, Benserazid; Anw. zur Einsparung von Levodopa bei Parkinsonismus.

  • DOPA-oxidase
    • Englischer Begriff: dopa oxidase

    o-Diphenoloxidase.

  • Dopamin
    • Dopamin

    • Englischer Begriff: dopamine

    gängige Bezeichnung für 3,4-Dihydroxy-β-phenyläthylamin. S.a. dopaminerg, Dopase.

  • Dopamin-Agonisten
    • Synonyme: Dopaminrezeptor-Agonisten

    Substanzen mit direkter dopaminerger Wirkung auf das ZNS. Wirkst.: Bromocriptin, Budipin, Cabergolin, Lisurid, Pramipexol, Pergolid, Ropinirol. Anw.: Parkinson-Syndrom; Bromocriptin, Cabergolin u. Lisurid zusätzlich als Prolactinhemmer, Lisurid auch zur Migräneprophyl. NW: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Blutdrucksenkung, Dyskinesie, Halluzinationen.

  • Dopamin-Antagonisten
    • Synonyme: Dopamin-Rezeptorenblocker

    • Englischer Begriff: dopamine antagonists

    Substanzen mit antagonistischer Wirkung an Dopaminrezeptoren. Wirkst.: Neuroleptica (Phenothiazine, Butyrophenone), Prokinetika (Metoclopramid, Domperidon). Anw. als Antiemetika.

  • dopaminerg
    • Englischer Begriff: dopaminergic (receptors)

    durch Freisetzung des Neurotransmitters Dopamin, d.h. über Dopamin-Rezeptoren (insgesamt 5) wirksam. Vorkommen der Neurone: finden sich als Kerngruppen 1) in der Substantia nigra u. der Formatio reticularis (ihre Nervenfasern, die nigroneostriatale Bahn, enden im Neostriatum u. beeinflussen extrapyramidal-motorische Abläufe); 2) im Tegmentum (gehören zum mesolimbischen System; Fasern ziehen zu Kerngebieten des limbischen Systems bzw. als mesokortikale Bahnen zur limbischen u. präfrontalen Hirnrinde); 3) im Nucleus infundibularis des Hypothalamus (bilden mit ihren im Hypophysenstiel, am Pfortadersystem endenden Fasern das tuberoinfundibuläre System). – Die d. Wirkung kann durch Dopamin-Rezeptorenblocker (Dopamin-Antagonisten) aufgehoben werden.

  • Dopase
    • Dopase

    • Synonyme: Dopaminhydroxylase

    • Englischer Begriff: dopamine hydroxylase

    ein kupferhaltiges Enzym, das in Gegenwart von Sauerstoff u. Ascorbinsäure (u. Dicarbonsäuren als Cofaktor) aus Dopamin Noradrenalin bildet u. das auch Phenyläthylamin u. Tyramin hydroxyliert.

  • Dopexamin
    • Englischer Begriff: dopexamine

    β2- u. Dopamin-Rezeptoren stimulierendes Sympathomimetikum; Anw. zur Akutther. der schweren Herzinsuffizienz.

  • Doping
    • Doping

    • Etymol.: engl. = aufpulvern

    • Fach: Toxikologie

    das künstliche Herbeiführen einer zeitlich begrenzten Leistungssteigerung durch Anw. eines Stimulans, das über Euphorisierung, Ermüdungsbeseitigung u. Selbstgefühlsteigerung etc. wirksam wird. Anw. v.a. für die nach internationalen Regeln verbotene sportl. Leistungssteigerung finden z.B. Weckamine, Analeptika u. Kardiaka, Hormone u. Phosphorverbindungen. Die meisten dieser Stoffe sind im Harn oder im Speichel nachweisbar. Das D. birgt die Gefahr des akuten, evtl. tödl. Leistungsabfalls.

  • Doppel-J-Schiene

      flexibles Rohr, das an beiden Enden J-förmig gebogen ist. Das eine Ende liegt in der Blase, das andere im Nierenbecken; Anw. bei Harnstauung u. zur Schienung nach Verletzung im Bereich der Harnleiter.

    • Doppelalbuminämie
      • Doppel|albuminämie

      Bisalbuminämie.

    • Doppelamputation
      • Doppel|amputation

      • Englischer Begriff: double amputation

      eine – u.U. gleichzeitige – traumatische bzw. operative Amputation beidseitiger analoger Gliedmaßen(abschnitte).

    • Doppelballonkatheter
      • Doppel|ballon|katheter

      • Englischer Begriff: double balloon catheter

      Ballonkatheter mit 2 unabhängig voneinander füllbaren Ballons; s.a. Doppelballonsonde.

    • Doppelballonsonde
      • Doppel|ballon|sonde

      • Englischer Begriff: double balloon tube

      dreiläufige Sonde mit 2 unabhängig voneinander aufblasbaren Ballons am mundfernen Ende; z.B. nach Blakemore-Sengstaken (zur Kompression blutender Ösophagusvarizen), Bartelheimer (zur Gewinnung reinen Duodenalsaftes). – S.a. Doppelsonde, Ballonsonde.

    • Doppelbefruchtung
      • Doppel|befruchtung

      • Englischer Begriff: double insemination

      Superfetatio.

    • Doppelbilder
      • Doppel|bilder

      • Englischer Begriff: double images

      bei Diplopie 2 gleichzeitig wahrgenommene Bilder des Sehraumes.

    • Doppelbindung
      • Doppel|bindung

      • Englischer Begriff: double bond

      • Fach: Chemie

      von 2 Valenzen gebildete „ungesättigte“ (u. reaktionsfreudige) intramolekulare Atombindung, z.B. =C=C=, =C=NH, =C=O.

    • Doppelblindversuch
      • Doppel|blind|versuch

      • Englischer Begriff: double-blind technique

      • Fach: Pharmazie

      s.u. Blindversuch.

    • Doppelblock
      • Doppel|block

      • Englischer Begriff: double heart block

      Herzblock (Block) i.S. der Kombination eines totalen AV-Blocks oberhalb des atrioventrikulären Automatiezentrums mit einem teilweisen Block 2. Grades unterhalb dieses Zentrums.

    • Doppelbrechung
      • Doppel|brechung

      • Englischer Begriff: double refraction

      • Fach: Optik

      die von der Einfallsrichtung des Lichtes abhängige Aufspaltung eines einfallenden Lichtstrahles in 2 Strahlen durch anisotrope Kristalle der nichtkubischen Reihe (u. durch ähnliche biologische Strukturen) sowie durch Einwirkung elektrischer oder magnetischer Felder. Beide Wellen pflanzen sich mit verschiedener Geschwindigkeit u. Wellenlänge fort u. weisen bei gefärbten Körpern u.a. auch eine unterschiedl. Absorption auf.

    • Doppeldiffusion
      • Doppel|diffusion

      • Englischer Begriff: double diffusion

      die zweidimensionale Immunodiffusion.

    • Doppelempfindung
      • Doppel|empfindung

      • Englischer Begriff: concomitant sensation

      • Fach: Neurologie

      die Beantwortung eines Einzelreizes in Form zweier zeitlich u. qualitativ getrennter Empfindungen als Folge einer Sensibilitätsstörung.

    • Doppelfärbung
      • Doppel|färbung

      • Englischer Begriff: double staining

      Kombination zweier verschiedener Färbungen an einem Präparat, u. zwar nacheinander (= Sukzedanfärbung, z.B. nach Ziehl-Neelsen) oder – mit Farbmischung – gleichzeitig (= Simultanfärbung).

    • Doppelfehlbildung
      • Doppel|fehlbildung

      • Englischer Begriff: conjoined twins

      Abbildung

      embryonale Entwicklungsstörung. Verdoppelung u. unvollständige Trennung einer ursprünglich einfachen Embryonalanlage. Führt zu zwei miteinander verbundenen Embryonen („siamesische Zwillinge“); evtl. mit gemeinsamen Organanlagen.

    • Doppelflintenphänomen
      • Doppel|flinten|phänomen

      typischer sonographischer Befund als Hinweis auf Dilatation intrahepatischer Gallengänge.

    • Doppelgängererlebnis
      • Doppel|gänger|erlebnis

      Erlebnis der Wahrnehmung des eigenen Leibes in Gestalt einer zweiten Person außerhalb der eigenen; physiol. bei starker Ermüdung, ferner bei Epilepsie, Delirien, Schizophrenie, organischen Hirnerkrankungen (Temporallappen).

    • Doppelgeräusch
      • Doppel|geräusch

      • Englischer Begriff: double murmur

      durch ein kurzes freies Intervall getrenntes systolisches u. diastol. Herzgeräusch bei Herzklappenfehler. Ferner als Gefäßgeräusch, z.B. als Duroziez-D.

    • Doppelgesicht
      • Doppel|gesicht

      Diprosopus.

    • Doppelhelix
      • Doppel|helix

      • Englischer Begriff: double helix

      • Fach: Genetik

      Watson-Crick-Modell.

    • Doppelhören
      • Doppel|hören

      • Englischer Begriff: diplacusis

      Diplacusis.

    • Doppelinfektion
      • Doppel|infektion

      • Englischer Begriff: coincidental double infection

      gleichzeitige Infektion mit 2 verschiedenen Erregern.

    • Doppelinjektionsverfahren
      • Doppel|injektions|verfahren

      • Englischer Begriff: double injection arteriography

      direkte Arteriographie mit Zweitinjektion des Röntgenkontrastmittels am gleichen Ort einige Min. nach der ersten Gabe. Diese Technik begünstigt durch Ausnutzung des hyperämisierenden Effektes der Erstinjektion die Darstellung auch der kleinen Nebenäste.

    • Doppelkarzinom
      • Doppel|karzinom

      das gleichzeitige Bestehen zweier primärer Karzinome.

    • Doppelkontrastverfahren
      • Doppel|kontrast|verfahren

      • Synonyme: Bikontrastmethode

      • Englischer Begriff: double contrast radiography

      die Röntgendarstellung eines Hohlorgans oder einer Körperhöhle mit gleichzeitiger Anw. eines positiven (z.B. Jod- oder Bariumpräparat) u. negativen (Gas, Luft) Röntgenkontrastmittels. Das positive Kontrastmittel hält die Rö.-Strahlen zurück u. erscheint als dünner Belag auf der Organwand, das negative lässt die Strahlung durch u. dient der Entfaltung des Organs. Meist zur Darstellung von Magen u. Dickdarm (Magen-Darm-Passage, Kontrasteinlauf), aber auch für Ösophagus, Duodenum, Harnblase, Luftröhre u. Bronchien, Tuben u. Uterus, Gelenke (z.B. Duodenographie, Zystographie, Arthrographie, Hysterosalpingographie).

    • Doppellumentubus
      • Doppel|lumen|tubus

      • Englischer Begriff: double lumen (endotracheal) tube

      Endotrachealtubus zur seitengetrennten Belüftung beider Hauptbronchien u. zur getrennten Narkosegaszufuhr; geeignet z.B. zur selektiven Lungenchirurgie, zum Schutz vor endobronchialer Sekret- u. Keimverschleppung u. zur seitengetrennten Bronchospirometrie. Modelle z.B. n. Carlens, Bryce-Smith; ferner n. Herzer, Stürtzbecher. – S.a. Doppelmundtubus, Doppeltrachealkanüle.

    • Doppelmann
      • Doppel|mann

      • Englischer Begriff: 47XYY-man

      • Fach: Genetik

      XYY-Syndrom.

    • Doppelmundtubus
      • Doppel|mund|tubus

      • Englischer Begriff: double mouth tube

      Beatmungsrohr (s.a. Tubus) für die oropharyngeale Intubation zwecks Mund-zu-Mund-Beatmung; besteht aus 2 an einer „Mundplatte“ spiegelbildlich miteinander verbundenen Einzeltuben (davon 1 für den Mund des Spenders); z.B. der Safar-Tubus (sog. Doppel-Guedel), Orotubus.

    • Doppelniere
      • Doppel|niere

      • Synonyme: Langniere

      • Englischer Begriff: renal duplication

      Abbildung

      zweigeteilte Niere als Fehlbildung infolge inkompletter Verschmelzung (Fusionsniere) der Teile der Nierenanlage. Meist mit doppeltem Nierenbecken u. getrennten Harnleitern (evtl. Ureter fissus), wobei der des meist kleinen oberen Nierenabschnitts in der Regel tiefer u. medial von dem des unteren in die Harnblase mündet (Meyer-Weigert-Gesetz).

    • Doppelsehen
      • Doppel|sehen

      • Englischer Begriff: diplopia; double vision

      Diplopie.

    • Doppelsonde
      • Doppel|sonde

      • Englischer Begriff: double lumen tube

      „doppelläufige“ Darm- oder Magensonde, deren eine Lichtung als Instillations- u. Saugkanal dient, während die zweite in einen endnahen Ballon (Miller-Abbott-Sonde) mündet bzw. als seitlich gefensterter „Luftkanal“ zur Verhütung des Ansaugens von Schleimhaut etc. an den Saugkanal dient. – S.a. Doppelballonsonde.

    • Doppelspulenniere
      • Doppel|spulen|niere

      spezielle Bauart einer sog. künstlichen Niere zur Ultrafiltration. S.a. Kolff-Watschinger-Niere.

    14159