Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

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  • Dosisäquivalent
    • Dosis|äquivalent

    • Synonyme: Äquivalentdosis; Dq (Abk.)

    • Englischer Begriff: equivalent dose

    in der Dosimetrie des Strahlenschutzes diejenige Röntgenstrahlen-Energiedosis, die (als Parameter für das Strahlenrisiko) aus der Dosis der jeweils angewendeten Strahlenart resultiert. Wird ermittelt als Produkt aus Energiedosis u. dem dimensionslosen Bewertungsfaktor q. Der Faktor beträgt für Beta-, Gamma-, Röntgenstrahlen = 1, für schnelle Neutronen u. Protonen bis 10 MeV u. für α-Teilchen = 10. Maßeinheit ist das Sievert (Sv = 100 rem). S.a. RBW.

  • Dosiseinheiten
    • Dosis|einheiten

    • Englischer Begriff: dose units

    die Maßeinheiten für die Dosen ionisierender Strahlung. Z.B. für die Energiedosis das Gray (Gy), für die Energiedosisleistung das Gy/sec, für das Flächendosisprodukt C · m2 · kg–1 (C = Coulomb), für die Äquivalentdosis das J/kg (J = Joule). Ferner für die Aktivität radioaktiver Substanzen das Becquerel (Bq).

  • Dosisleistung
    • Dosis|leistung

    • Englischer Begriff: dose rate

    • Fach: Radiologie

    die Energie- oder Ionendosis pro Zeiteinheit bzw. der Differentialquotient der Dosis nach der Zeit (bei zeitlich konstanter D. der Quotient aus Dosis u. Zeit).

  • Dosisleistungskonstante
    • Dosis|leistungs|konstante

    Quotient aus Standardenergiedosisleistung u. der Aktivität (DIN 6814, Teil 4); Einheit: Gym2s–1Bq–1. Die D. ersetzt die spezif. Gammastrahlenkonstante Γ.

  • Dosisrate
    • Dosis|rate

    • Fach: Radiologie

    die Einzeldosis bei fraktionierter Bestrahlung; auch die Dosisleistung.

  • Dost-Gesetz
    • Dost-Gesetz

    Abbildung

    „Gesetz von den korrespondierenden Flächen“, welches besagt, dass die planimetrisch ermittelten Flächen unter den Blutspiegel-Zeitkurven bei den verschiedenen Applikationsarten des Arzneimittels proportional zu den resorbierten Arzneistoffmengen (Dost-Prinzip) sind. Es eignet sich zur Bestimmung der enteralen Resorptionsquote eines Pharmakons; dieses wird zunächst i.v. u. nach seiner vollständigen Ausscheidung anschließend in gleicher Dosis per os verabfolgt, wobei in beiden Fällen der zeitl. Konzentrationsablauf im Blut gemessen wird; die resorbierte Menge in % der Dosis ist dann

  • Dosulepin
    • Englischer Begriff: dosulepin

    ein trizyklisches Antidepressivum.

  • Dotter
    • Synonyme: Vitellus

    • Englischer Begriff: yolk

    • Fach: Embryologie

    der aus Eiweißkörpern, Kohlenhydraten, Neutralfetten, Lipoiden u. Lipochromen bestehende Speicherstoff in der Eizelle für den Aufbau des Embryos. Er nimmt bei den sehr dotterarmen bis mäßig dotterreichen Eiern (z.B. der Säuger) an der Furchung der Eizelle teil (u. ist vom restlichen Plasma nicht scharf getrennt); die Teilungsanregung erfolgt durch mütterliche Genprodukte.

  • Dotter-Technik
    • Dotter-Technik

    • Englischer Begriff: Dotter's technique

    • Biogr.: Charles D., amerik. Radiologe

    (1964) Weitung von verschlossenen oder eingeengten (stenosierten) Arterien mit Kathetern mit aufsteigenden Durchmessern mittels Seldinger-Technik ohne Verwendung eines Ballons (im Ggs. zur Angioplastie nach Grüntzig).

  • Dottergang
    • Dotter|gang

    • Englischer Begriff: yolk stalk

    • Fach: Embryologie

    Ductus omphaloentericus.

  • Dottersackkreislauf
    • Dotter|sack|kreislauf

    • Englischer Begriff: yolk sac circulation

    • Fach: Embryologie

    der geschlossene Blutkreislauf zwischen dem Dottersack (der bei dotterreichen Eiern durch Umhüllung des Dotters durch die Splanchnopleura entsteht) u. dem Embryo. Die Venen, die aus mesodermalen Blutinseln des Dottersacks entstehen, wachsen als Vena omphalomesenterica dextra bzw. sinistra auf den Embryo zu, bis zum Anschluss an den Herzschlauch, die Arteriae omphalomesentericae dringen von der Aorta her in die Splanchnopleura ein, unter Bildung eines Kapillarnetzes, das sich mit den netzartigen Blutinseln vereinigt.

  • Dottersacktumor
    • Dotter|sack|tumor

    • Englischer Begriff: yolk sac tumor

    nicht-seminomatöser Keimzelltumor (Hodentumoren)

  • double outlet
    • Etymol.: engl. = doppelter Auslass

    • Fach: Kardiologie

    seltene Positionsanomalie der bd. großen, dem Herzen entspringenden Schlagadern. Als Folge einer Rotationsanomalie, d.h. Umkehr (Inversion) der Drehung des embryonalen Herzbulbus.

  • double outlet left ventricle
    double outlet
    • d. o. left ventricle

    • Synonyme: DOLV (Abk.)

    Ursprung von Aorta u. Pulmonalisstamm aus der li. Kammer, evtl. kombiniert mit einer Trikuspidalatresie.

  • double outlet right ventricle
    double outlet
    • d. o. right ventricle

    • Synonyme: DORV (Abk.)

    Herzfehlbildung mit Ursprung der Aorta u. des Truncus pulmonalis aus der re. Kammer, meist als Extremfall der Fallot-Tetralogie mit oder ohne Mitralatresie, u. mit Ventrikelseptumdefekt u. Links-rechts-Shunt.

  • Doudoroff-Abbauweg
    • Doudoroff-Abbauweg

    der phosphorolytische (Phosphorolyse) Kohlenhydratabbau durch bakterielle Enzyme, i.e.S. der Abbau von Saccharose zu Glucosemonophosphat u. Fructose.

  • Douglas
    • Douglas

    • Biogr.: 1) Beverly D., 1891–1975, Chirurg, Nashville; 2) James D., 1675–1742, Anatom u. Chirurg, London; 3) John C. D., 1777–1850, Arzt, Dublin

  • Douglas-Abszess
    Douglas
    • D.-Abszess

    • Englischer Begriff: Douglas abscess

    • Biogr.: James D.

    ein im hinteren D.-Raum vorkommender abgesackter Abszess. Ist vom hinteren Scheidengewölbe bzw. Mastdarm aus als fluktuierender Tumor tastbar. Vorkommen z.B. bei Adnexprozessen, (Peri-)Typhlitis.

  • Douglas-Falte
    Douglas
    • D.-Falte

    • Synonyme: D.-Ligament

    • Englischer Begriff: D. fold

    • Biogr.: James D.

    Plica rectouterina.

  • Douglas-Hernie
    Douglas
    • D.-Hernie

    • Synonyme: Douglasozele; Enterocele vaginalis posterior

    • Englischer Begriff: hernia in pouch of D

    • Biogr.: James D.

    • Fach: Gynäkologie

    Eingeweidebruch infolge Herniation von Baucheingeweiden in den hinteren D.-Raum; führt zu ballonartiger, evtl. bis zum Scheideneingang reichender Vorwölbung der hinteren-oberen Scheidenwand; ist evtl. kombiniert mit einer Rektozele; geht stets mit Gebärmuttersenkung (Descensus) einher.

  • Douglas-Lavage
    Douglas
    • D.-Lavage

    • Biogr.: James D.

    diagnostische Spülung des D.-Raumes mittels D.-Punktion z.B. zur Gewinnung von Zellen zur Zytodiagnostik oder von Mikroorganismen.

  • Douglas-Linie
    Douglas
    • D.-Linie

    • Englischer Begriff: D. line

    • Biogr.: James D.

    Linea semicircularis.

  • Douglas-Plastik
    Douglas
    • D.-Plastik

    • Synonyme: D.-Siebplastik

    • Englischer Begriff: D.' graft

    • Biogr.: Beverly D.

    die Transplantation eines „durchlöcherten“ Vollhautlappens, der unter Belassen einzelner Hautinseln im Entnahmefeld gebildet wurde (diese begünstigen die Epidermisregeneration im Entnahmebereich); heute nicht mehr üblich.

  • Douglas-Punktion
    Douglas
    • D.-Punktion

    • Englischer Begriff: culdocentesis

    • Biogr.: James D.

    Punktion des hinteren D.-Raumes, v.a. von der Scheide aus (bei „Hufeisenabszess“ aber auch durch die Bauchdecken) u. stets nur nach Blasenkatheterismus u. möglichst in Laparotomie-Bereitschaft; z.B. zur Entnahme von Peritonealflüssigkeit für die Zytodiagnostik, zur Bestätigung einer Blutung oder vor Inzision eines D.-Abszesses.

  • Douglas-Raum
    Douglas
    • D.-Raum

    • Synonyme: „Douglas“

    • Englischer Begriff: D. pouch

    • Biogr.: James D.

    i.e.S. der hintere D.-Raum, d.h. die Excavatio rectouterina. – Ferner als „seitlicher D.-Raum“ der Recessus pararectalis u. als „vorderer D.-Raum“ die Excavatio vesicouterina.

  • Douglas-Selbstentwicklung
    Douglas
    • D.-Selbstentwicklung

    • Synonyme: D.-Wendung

    • Englischer Begriff: D.' spontaneous evolution

    • Biogr.: John C. D.

    • Fach: Geburtshilfe

    (1819) eine Spontanwendung bei verschleppter Querlage mit oder ohne Armvorfall. Zunächst erfolgt unter extremer Ausziehung des Halses die Geburt der vorderen Schulter, dann das Tiefertreten der unteren Kindesteile durch die hintere Beckenhälfte vorbei an den oberen Teilen u. unter einer sich steißwärts verschiebenden Abknickung der Wirbelsäule. Es folgt, nach der bereits geborenen Schulter, die Geburt des Steißes, der hinteren Schulter u. des Kopfes. S.a. Conduplicatio corpore.

  • Douglaso...
    • Douglas(o)...

    Wortteil „Douglas-Raum“; z.B. Douglasoskopie (Kuldoskopie), Douglaso|tomie (hintere Kolpotomie), Douglaso|zele (Douglas-Hernie).

  • Dourmashkin-Sonde
    • Dourmashkin-Sonde

    • Englischer Begriff: Dourmashkin's probe

    Harnleiter-Ballonkatheter für Harnleiterdehnung.

  • Dow-Zeichen
    • Dow-Zeichen

    • Englischer Begriff: Dow's sign

    • Fach: Angiologie

    kugelige Vorwölbungen („Blow-out“) oberflächlicher Beinvenen im Stehen als Zeichen einer Insuffizienz der Venae perforantes.

  • Down-Staging
  • Down-Syndrom
    • Down-Syndrom

    • Synonyme: Trisomie 21; Mongolismus

    • Englischer Begriff: Down's syndrome

    • Biogr.: John Langdon H. D., 1828–1896, Arzt, London

    Tabelle

    ein Trisomie-Syndrom mit geistiger Behinderung unterschiedlichen Ausmaßes u. einer Reihe körperlicher Merkmale (sog. Dysmorphiezeichen; Tab.). Ätiol.: zumeist klass. Trisomie, d.h. dreifaches Chromosom 21 in Folge einer Non-Disjunction (selten als Translokationtrisomie) mit der Folge einer extra- und intrauterinen Fehlbildung der Gewebe und Organe. Auftreten korreliert mit dem Alter der Mutter; Häufigkeit ca. 1 : 700 Lebendgeborene. Höhere Wahrscheinlichkeit für Erkrankung an Leukämien. Diagn.: Bei Verdachtsdiagnose muss die Trisomie (dort genet. Erläuterung) des Chromosoms 21 durch Chromosomenanalyse nachgewiesen werden. Klinik u. Ther.: Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Die bestehenden Behinderungen, so die – v.a. aktive – Sprachstörung (auch bedingt durch hohen Gaumen, große Zunge u. Zahnfehlstellungen), lassen sich durch gezielte Maßnahmen beeinflussen (Sprachtherapie, kieferorthopäd. Regulierung; bei extremer Makroglossie evtl. operative Korrektur); intensive Krankengymnastik (bei Muskelhypotonie, Bindegewebsschwäche, evtl. Bewegungsstörungen) ist erforderlich. Bei Erziehung u. Frühförderung in der Familie (sonst Gefahr des Deprivationssyndroms) resultiert eine gute soziale Eingliederungsfähigkeit. Hilfsbedürftigkeit durch geistige Behinderung bleibt in der Regel bestehen. Die Infektanfälligkeit (v.a. obere Luftwege) bei verminderter humoraler u. zellulärer Immunität erfordert häufig rechtzeitige Anw. von Antibiotika, evtl. Substitution von Immunglobulinen. Bei angeborenen Herzfehlern u. evtl. Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt ist entsprechende fachl. Betreuung nötig.

  • Downbeat-Nystagmus

      nach unten schlagender, nicht unterdrückbarer Nystagmus mit Oszillopsien u. Gangataxie; kommt bei Schädigungen im Bereich des Hirnstammes vor.

    • Downey-Zellen
      • Downey-Zellen

      • Synonyme: monozytoide Z.; Pfeiffer-Drüsenfieber-Z.

      • Englischer Begriff: Downey cells

      • Biogr.: Hal D., 1877–1959, Minneapolis

      Abbildung

      bei Mononucleosis infectiosa vorkommende atypische mononukleäre, lymphomonozytäre Blutzellen (polymorph, gelappt, mit chromatinreichem, oft randständigem Kern).

    • Downhill-Varizen
      • Downhill-Varizen

      • Englischer Begriff: Downhill's esophageal varices

      kompressionsbedingte Ösophagusvarizen im oberen Drittel des Organs; z.B. bei Tumoren im Mediastinum.

    • Doxapram
      • Englischer Begriff: doxapram

      ein Analeptikum; Anw. zur Ther. von Atemstörungen.

    • Doxazosin
      • Englischer Begriff: doxazocin

      Alpharezeptorenblocker (Chinazolin-Derivat) mit relativ langer Plasmahalbwertszeit. Anw. als Antihypertensivum u. bei benigner Prostatahyperplasie.

    • Doxepin
      • Englischer Begriff: doxepine

      stark sedierendes trizyklisches Antidepressivum.

    • Doxorubicin
      • Synonyme: Adriamycin; ADR (Abk.); ADM (Abk.)

      • Englischer Begriff: doxorubicin; adriamycin

      zu den Antibiotika gehörendes Zytostatikum (Anthracycline). NW: u.a. Kardiotoxizität, Knochenmarktoxizität (Myelosuppression), Alopezie, Nausea, Erbrechen, Stomatitis.

    • Doxycyclin
      • Englischer Begriff: doxycycline

      teilsynthetisches Tetracyclin-Derivat (Tetracycline) mit bakteriostatischer Wirkung auf alle Penicillin-sensiblen Erreger, zahlreiche gramnegative Bakterien, Chlamydien, Leptospiren, Mykoplasmen u. Rickettsien; in hoher Dosierung auch gegen Amöben wirksam.

    • Doxylamin
      • Englischer Begriff: doxylamine

      Antihistaminikum mit stark sedierender Wirkung; Anw. v.a. als Schlafmittel.

    • Doyne-Okklusor
      • Doyne-Okklusor

      • Biogr.: Robert W. D., 1857–1916, Augenarzt, Oxford

      Abdeckschale zur Schielbehandlung.

    • DPG
      • Synonyme: Abk. für Diphosphoglycerat

      Diphosphoglycerinsäure.

    • dpt
      • Synonyme: dptr

      • Englischer Begriff: diopter

      Abk. für Dioptrie.

    • DPT-Impfstoff
      • Englischer Begriff: DPT-vaccine

      Kombinations-Impfstoff gegen Diphtherie–Pertussis–Tetanus.

    • DR
      • Synonyme: Dr

      Region im HLA-System.

    • Dr-Antigene
    • Drabkin-Lösung
      • Drabkin-Lösung

      • Englischer Begriff: Drabkin's solution

      Kaliumferricyanid, Kaliumcyanid u. Bicarbonat enthaltende Lösung für die Hämiglobincyanid-Methode.

    • Drachenwurm
      • Englischer Begriff: Guinea worm; dragon worm

      Dracunculus medinensis.

    • Dracontiasis
      • Dracontiasis

      • Synonyme: Dracunculosis

      • Englischer Begriff: dracontiasis

      Drakontiase.

    • Dracunculus
      • Dracunculus

      eine Fadenwurmgattung [Nematodes; Dracunculidae] mit lippenloser, Papillen-eingefasster Mundöffnung. Reife (= adulte) Würmer kommen als Gewebsparasiten bei Wirbeltieren vor.

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