Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Dromedartyp Fanconi
    • Dromedar|typ (Fanconi)

    • Englischer Begriff: double-peaked fever curve

    die z.B. für Poliomyelitis charakteristische zweigipflige Fieberkurve mit kurzem Schub im Initialstadium (d.h. bei Virämie) u. – nach fieberfreiem Intervall – mit erneutem Temperaturanstieg im präparalytischen Stadium.

  • Dromogramm
    • Dromo|gramm

    • Englischer Begriff: dromogram

    • Fach: Angiologie

    Blutstromgeschwindigkeitskurve, aufgezeichnet mit dem selbstregistrierenden Hämodromometer (Dromograph).

  • Dromolepsie
    • Dromo|lep|sie

    • Englischer Begriff: running fits

    Epilepsia cursiva.

  • Dromomanie
    • Dromo|manie

    • Englischer Begriff: dromomania

    Poriomanie.

  • dromotrop
    • dromo|trop

    • Englischer Begriff: dromotropic

    die Erregungsleitung im Herzen beeinflussend, u. zwar beschleunigend („positiv dromotrop“; z.B. als Sympathikuseffekt) oder verlangsamend („negativ dr.“; z.B. Vaguseffekt).

  • Dronabinol
    • Englischer Begriff: dronabinol

    synthetisches Tetrahydrocannabinol (Hauptwirkstoff aus Cannabis sativa var. indica; s.a. Cannabidiol); Anw. bei schweren Schmerzen sowie bei muskulärer Spastik, z.B. bei multipler Sklerose; allerdings keine Vorteile gegenüber gängigen Opioiden. Betäubungsmittel; bisher in Deutschland nicht als Fertigarzneimittel erhältlich.

  • Drop-Anfälle
    • Etymol.: engl. = Tropfen, Fallen

    • Englischer Begriff: drop attacks

    (Kremer) plötzliches anfallsweises Umfallen bei erhaltenem Bewusstsein als Symptom der intermittierenden Basilaris-Insuffizienz. Vermutlich Folge eines vorübergehenden Versagens des hirnstammkontrollierten Haltungstonus.

  • Drop-Arm-Sign
    • Etymol.: engl.

    kraftloses Herabfallen des passiv zum 90° gehobenen Armes bei Rotatorenmanschettenruptur.

  • Drop-finger
    • Drop-Finger

    • Etymol.: engl.

    • Fach: Chirurgie

    der bei willkürlichem Streckversuch im Endgelenk gebeugt bleibende (hängende) Finger bei endgelenknahem Riss der Streckaponeurose.

  • Droperidol
    • Droperidol

    • Englischer Begriff: droperidol

    rasch u. kurz wirksames Neuroleptikum; (Fluorbutyrophenon-Derivat, obsolet); früher Anw. anästh zur Neuroleptanalgesie, zusammen mit dem Analgetikum Fentanyl.

  • dropped beat
    • Etymol.: engl.

    • Fach: Kardiologie

    gelegentlicher Ausfall einer AV-Überleitung u. damit einzelner Kammersystolen. Ursache kann ein atrioventrikulärer Block 2. Grades (Typ Mobitz I oder II) sein.

  • Dropropizin
    • Englischer Begriff: dropropizine

    ein Antitussivum.

  • Drosera rotundifolia
    • Synonyme: Sonnentau

    Abbildung

    Heilpflanze mit nachgewiesener Wirkung bei Krampf- u. Reizhusten bzw. Wundheilungsstörungen.

  • Drosophila melanogaster
    • Droso|phila melanogas|ter

    die „Taufliege“ = Fruchtfliege [Brachycera]; gilt wegen ihrer nur 4 Chromosomen sowie ihrer raschen Vermehrung u. leichten Züchtbarkeit seit T. H. Morgan als klassisches Versuchstier in der Vererbungsforschung.

  • Drospirenon
    • Englischer Begriff: drospirenone

    Gestagen (Spironolacton-Derivat) zur Anw. in Kombination mit Östrogen als Kontrazeptivum.

  • Drosselmarke
    • Drossel|marke

    • Englischer Begriff: strangulation marks

    • Fach: Gerichtsmedizin

    fast waagerecht um den Hals verlaufende „Streifen“ als Würgemale (Strangulation). Im Ggs. zur Strangmarke nach Erhängen auch im Bereich des Nackens deutlich.

  • Drosselung
    • Englischer Begriff: clamping off

    die zeitweilige gezielte Unterdrückung der Blutströmung in einem Gefäß durch Abklemmen, Bändelung, Verödung oder mittels Zügel, Tourniquet etc.; diagnostisch, d.h. zur Beurteilung der arteriellen Blutversorgung (z.B. anhand reaktiver Hyperämie beim sog. Drosselungstest), zur Embolieprophylaxe, z.B. bei Thrombektomie, Arteriotomie, Bändelungs-Operation, Herzoperationen; wird auch angewandt, um ein blutungsfreies Operieren zu ermöglichen.

  • Drosselungshochdruck
    • Drosselungs|hoch|druck

    • Englischer Begriff: renal hypertension of the Goldblatt type

    gut- oder bösartiger Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) als Folge einer „Drosselniere“ (durchblutungsgeminderte Niere bei tierexperimenteller oder bei krankhafter Drosselung der Nierenarterie oder ihrer intrahilären Äste). Das pathogenetische Prinzip ist wahrscheinlich der Goldblatt-Mechanismus.

  • Drosselvene
    • Drossel|vene

    • 1)
      Vena jugularis... (mehr)
    • 2)
      kleinere Venen, die durch besonders angeordnete Muskulatur wie „Sperrvorrichtungen“... (mehr)
  • Drosselvene 1)
    Drosselvene
    • 1)

    • Englischer Begriff: jugular vein

    Vena jugularis.

  • Drosselvene 2)
    Drosselvene
    • 2)

    kleinere Venen, die durch besonders angeordnete Muskulatur wie „Sperrvorrichtungen“ wirken u. den Abfluss aus dem zugehör. Kapillarbett drosseln.

  • Drotrecogin alfa
    • Englischer Begriff: drotrecogin alfa

    rekombinantes humanes aktiviertes Protein C. Wirkung: antithrombotisch, antiinflammatorisch u. profibrinolytisch; Anw. bei schwerer Sepsis mit akutem Multiorganversagen; NW: Blutungen.

  • Druck
    • Synonyme: p (Abk.); P (Abk.)

    • Englischer Begriff: pressure

    • Fach: Physik

    Abbildung   Tabelle

    Zustandsgröße, definiert als Kraft pro Flächeneinheit. Einheit ist das Pascal (Newton/m2; SI-Einheiten), jedoch erfolgt auch Angabe in dyn/cm2, Bar, Torr, at, cmH2O, mm Quecksilbersäule.

  • Druck-Fluss-Diagramm

      Diagramm zur grafischen Darstellung des Urinflusses in Abhängigkeit vom Druck in der Blase, wobei ein Messkatheter entweder suprapubisch oder über die Harnröhre in die Blase eingeführt wird; Anwendung zur Diagnostik von Blasenfunktionsstörungen.

    • Druck-Volumen-Arbeit
      • Englischer Begriff: pressure-volume work

      derjenige Teil der Herzarbeit, der – neben der Beschleunigungsarbeit – als Produkt aus ausgeworfenem Volumen und dem mittleren Blutdruck (als Förderungshindernis) resultiert; s.a. Druck-Volumen-Diagramm.

    • Druck-Volumen-Diagramm
      • Englischer Begriff: pressure-volume diagram

      Abbildung

      Diagramm zur Darstellung der Beziehung zwischen Druck u. Volumen in einem elast. Hohlorgan für stationäre Zustände. Grundlegend v.a. für die Darstellung der Herz- u. der Atemmechanik (Abb.).

    • Druck, hämodynamischer
      Druck
      • D., hämo|dynamischer

      • Englischer Begriff: hemodynamic p.

      s.u. Druck, intravasaler.

    • Druck, hydrodynamischer
      Druck
      • D., hydro|dynamischer

      • Englischer Begriff: hydrodynamic p.

      der in strömender Flüssigkeit im Staupunkt eines Hindernisses herrschende D. („Staudruck“) = Differenz zwischen Gesamtdruck u. statischem Druck; entspricht der örtlichen kinet. Energie.

    • Druck, hydrostatischer
      Druck
      • D., hydro|statischer

      • Englischer Begriff: hydrostatic p.

      Abbildung

      der in ruhender Flüssigkeit allseitig ausgeübte D., z.B. als D. der Blutsäule (v.a. von der Gefäßfüllung abhängig; s.a. Blutdruck); ein wesentl. Faktor der Blutverteilung im Kreislauf.

    • Druck, intrakardialer
      Druck
      • D., intra|kardialer

      • Englischer Begriff: intracardiac p.

      der in den Herzhöhlen herrschende D.; als Vorhof-, Ventrikeldruck; s.a. Druck, kardialer.

    • Druck, intrakranialer
      Druck
      • D., intra|kranialer

      • Synonyme: intra|kranieller D.

      • Englischer Begriff: intracranial p.

      der D. innerhalb des knöchernen Schädels, Hirn-, Liquordruck.

    • Druck, intraokularer
      Druck
      • D., intra|okularer

      • Englischer Begriff: intraocular p.

      Augenbinnendruck.

    • Druck, intraösophagealer
      Druck
      • D., intra|ösophagealer

      mittels Ballonsonde im unteren Speiseröhrendrittel messbarer D.; entspricht – bei unbehinderter Druckübertragung – dem mittleren intrathorakalen D.

    • Druck, intrapleuraler
      Druck
      • D., intra|pleuraler

      • Englischer Begriff: intrapleural p.

      der im Pleuraspalt herrschende (u. durch Pleurapunktion bestimmbare) intrathorakale Druck, der beim Gesunden stets negativ (= subatmosphärisch) ist u. als dynamischer D. zwischen Ein- u. Ausatmung wechselnde Werte erreicht (bei der Inspiration etwa –15 cm, bei der Exspiration –5 cm Wassersäule); wird als statischer Druck gemessen bei angehaltenem Atem u. bei offenen Atemwegen (steigt mit zunehmender Lungendehnung; beim Phasenwechsel von der Ein- zur Ausatmung entspricht er dem elastischen Lungendruck); er sinkt bei Eröffnung des Pleuraspaltes auf Null u. erreicht positive Werte bei Ventilpneumothorax (Spannungspneumothorax).

    • Druck, intrathorakaler
      Druck
      • D., intra|thorakaler

      • Englischer Begriff: intrathoracic p.

      der Druck im Brustkorb, zwischen Lungenoberfläche u. Thoraxwandung; er wird bestimmt als intrapleuraler Druck (mit dem er praktisch identisch ist) oder – indirekt – als intraösophagealer Druck; er resultiert aus den hiluswärts gerichteten elastischen Kräften der Lunge (die wegen des luftdichten, zwischen ihr u. der Brustkorbwand befindlichen Spaltes der inspiratorischen Thoraxdehnung folgt) u. aus der Retraktionskraft des Thorax.

    • Druck, intravasaler
      Druck
      • D., intra|vasaler

      • Englischer Begriff: intravascular p.

      der D. in der Lichtung eines Blutgefäßes; s.a. Blutdruck, Venendruck; i.w.S. der hämodynamische D., der in den einzelnen Abschnitten des Gefäßsystems herrschende hydrodynamische D.; s.a. Niederdrucksystem, dort Abb. – Seine Größe wird bestimmt vom Durchfluss (Q) u. Abflusswiderstand (Δ P = Q · R). – S.a. Kapillardruck.

    • Druck, intravesikaler
      Druck
      • D., intra|vesikaler

      • Englischer Begriff: intravesical p.

      Blasendruck, Zystometrie.

    • Druck, kardialer
      Druck
      • D., kardialer

      • Englischer Begriff: (endo)cardiac p.

      der intrakardiale Druck; als „effektiver k. D.“ der transmurale Druck.

    • Druck, kolloidosmotischer
      Druck
      • D., kolloid|osmotischer

      • Englischer Begriff: colloidal osmotic p.

      der osmotische D. einer kolloidalen Lösung; er ist in biologischen Substraten als „onkotischer D.“ wegen der Größe der Kolloide, z.B. der Proteine, relativ niedrig, weist aber substratentsprechend große Differenzen auf (beträgt z.B. im Plasma 25 mm, im Interstitium 2 mm Quecksilbersäule).

    • Druck, onkotischer
      Druck
      • D., onkotischer

      • Englischer Begriff: oncotic p.

      s.u. Druck, kolloidosmotischer.

    • Druck, osmotischer
      Druck
      • D., osmotischer

      • Englischer Begriff: osmotic p.

      s.u. Druck, kolloidosmotischer.

    • Druck, transbronchialer
      Druck
      • D., trans|bronchialer

      • Englischer Begriff: transbronchial p.

      die Druckdifferenz zwischen dem intrabronchialen (im Bronchialbaum herrschenden) u. dem intrapleuralen Druck.

    • Druck, transmuraler kardialer
      Druck
      • D., trans|muraler kardialer

      • Englischer Begriff: transmural cardiac p.

      die Differenz zwischen Vorhof- oder Ventrikeldruck u. dem intrapleuralen D.

    • Druck, transpulmonaler
      Druck
      • D., trans|pulmonaler

      • Englischer Begriff: transpulmonary p.

      die Differenz zwischen intratrachealem u. intrapleuralem D.; bei Werten über 60 mm Quecksilbersäule Gefahr der arteriellen Luftembolie.

    • Druck, transthorakaler
      Druck
      • D., trans|thorakaler

      • Englischer Begriff: transthoracic p.

      die Druckdifferenz zwischen dem atmosphärischen = Außendruck u. dem intrapulmonalen D. (wichtig als Größe bei der passiven Überdruckbeatmung); s.a. Druckbeatmung.

    • Druckarthrodese
      • Druck|arthrodese

      • Synonyme: Kompressionsarthrodese

      • Englischer Begriff: compression arthrodesis

      Arthrodese durch Anfrischung u. anschließendes Aneinanderdrücken der Gelenkenden; die Anfrischungsarthrodese i.e.S.

    • Druckatrophie
      • Druck|atrophie

      • Englischer Begriff: pressure-induced atrophy

      umschriebener Gewebsschwund infolge langzeitiger örtlicher Druckeinwirkung mit resultierender Kreislaufbehinderung u. Hemmung der Gewebefunktion.

    • Druckbeatmung
      • Druck(be)atmung

      • Englischer Begriff: positive pressure (artificial) respiration

      künstliche Beatmung durch Lufteinblasung in die Lunge über einen Endotrachealtubus unter Erzeugung eines transthorakalen (vom Bronchialbaum lungenwärts u. durch die Thoraxwand auswärts gerichteten) Druckgefälles, das mittels Kompression des Atembeutels oder – maschinell – des -balgs des Narkoseapparates bzw. des Beatmungsgerätes erzeugt wird.

    • Druckbeatmung, intermittierende positive
      Druck(be)atmung
      • D., intermittierende positive

      • Synonyme: intermittent positive pressure ventilation; IPPV (Abk.); intermittent positive pressure breathing; IPPB (Abk.); intermittent positive pressure respiration; IPPR (Abk.)

      kontrollierte Atmung als D., bei der die Drucksteigerung rhythmisch erfolgt i.S. einer künstlich erzeugten Einatmung = Inspiration; bei teilweise erhaltener Spontanatmung Druckanwendung evtl. nur endinspiratorisch.

    • Druckbeatmung, positiv-endexspiratorische
      Druck(be)atmung
      • D., positiv-endexspiratorische

      PEEP.

    14659