Medizin-Lexikon: Einträge mit "D"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Duke-Methode
    • Duke-Methode

    • Englischer Begriff: Duke's (bleeding time) test

    • Biogr.: William W. D., 1883–1949, Pathologe, Kansas City

    (1912) Bestimmung der primären Blutungszeit (normal 2–5 Min.) durch Absaugen des nach einem Einstich (ca. 4 mm) am Ohrläppchen austretenden Blutes mittels Fließpapier (ohne Wundrandberührung) bis zum Blutungsstillstand.

  • Dukes-Klassifikation
    • Dukes-Klassifikation

    • Englischer Begriff: Dukes classification

    • Biogr.: C. E. D., engl. Pathologe

    Klassifikation der Dickdarmkarzinome. Dukes A: auf die Darmwand beschränkt; Dukes B: Übergreifen des Tumorgewebes auf das Mesenterium; Dukes C (C1, C2): Befall der regionären Lymphknoten; Dukes D: Fernmetastasen. S.a. Darmkarzinom

  • Duktographie
    • Dukto|graphie

    • Englischer Begriff: ductography

    Galaktographie.

  • Duktulusatmung
    • Duktulus|atmung

    • Englischer Begriff: respiratory distress syndrome of newborn

    die bei den ersten Atemzügen unreifer Neugeborener erfolgende Aufblähung der Ductus alveolares, die zu rascher Volumenzunahme der Lunge führt, jedoch die Entfaltung der Lungenalveolen verhindert (u. zum Tod durch Asphyxie führt).

  • Duktus
    • Duktus

    • Englischer Begriff: duct

    Ductus.

  • Dulcamara stipites
    • Synonyme: Bittersüßstengel; Solanum dulcamara

    Abbildung

    Heilpflanze mit nachgewiesener antiphlogistischer, antiallergischer u. antimykotischer Wirkung; adjuvant bei chronischen Ekzemen. Die grünen, unreifen Beeren enthalten hohe Konzentrationen an giftigen Steroidalkaloiden.

  • Dulcin
    • Dulcin

    • Englischer Begriff: dulcin; p-ethoxyphenylurea

    • Fach: Diätetik

    p-Äthoxyphenylharnstoff; ein „kalorienfreier“ synthet. Süßstoff; wirkt in höheren Mengen hämolytisch, im Tierversuch kanzerogen (unterliegt dem Süßstoffgesetz).

  • Dulcit
    • Dulcit

    • Englischer Begriff: dulcitol

    • Fach: Biochemie

    Galaktit.

  • dUMP
    • Englischer Begriff: deoxyuridine monophosphate

    Abk. für Desoxyuridinmonophosphat.

  • Dumpingsyndrom
    • Dumping|syndrom

    • Etymol.: engl. dump = „hinplumpsen“, entleeren, anhäufen

    ein Postgastrektomiesyndrom nach Magen-(Ösophagus-)Darmanastomose mit Magen-Darm-Kreislauf-Symptomatik, die sich mehr oder minder bald nach Nahrungsaufnahme manifestiert. Einteilung: Unterschieden werden das Frühdumping, verursacht durch rasche Entleerung des Speisebreis in den proximalen Dünndarm, Auftreten sofort bis innerhalb 1 Std. postprandial, und das Spätdumping, verursacht durch rasche Kohlenhydratresorption mit nachfolgender Hyperglykämie u. gegenregulatorischer Hypoglykämie, Auftreten 1–3 Std. postprandial. Klinik: Völlegefühl, Oberbauchschmerzen, Stuhldrang u. gesteigerte Darmperistaltik, Hypoglykämie, Schwächezustand, Gesichtsblässe, Tachykardie, Blutdruckanstieg. Ther.: konservativ durch diätetische Umstellung, operativ z.B. durch Umwandlungsoperation von Billroth II in Billroth I oder Dünndarmzwischenschaltung.

  • Dunbar-Syndrom
    • Dunbar-Syndrom

    Darmischämie infolge Kompression des Truncus coeliacus durch den Zwerchfellansatzteil.

  • Duncan-Mechanismus
    • Duncan-Mechanismus

    • Englischer Begriff: Duncan's mechanism

    • Biogr.: James Matthew D., 1826–1890, Frauenarzt, Edinburgh, London

    • Fach: Geburtshilfe

    „exzentrischer Lösungsmodus“ der am Tubenwinkel haftenden Plazenta. Die Plazentalösung beginnt am unteren Pol, der zuerst in die Scheide geboren wird, so dass die Lösungsblutung frühzeitig von außen sichtbar wird („dirty Duncan“). – Ein anderer Modus ist der Mechanismus mit Lösungsbeginn am Oberrand (s.a. Schultze-Modus).

  • Dunkeladaptation
    • Dunkel|adap(ta)tion

    • Englischer Begriff: dark adaptation

    s.u. Adaptation des Auges.

  • Dunkelfeldmikroskopie
    • Dunkel|feld|mikroskopie

    • Englischer Begriff: dark-field microscopy

    Auf- oder Durchlichtmikroskopie, bei der durch eine spezielle Beleuchtung (z.B. mittels Dunkelfeldkondensor) nur die vom Objekt gebeugten Lichtstrahlen in das Objektiv fallen, wodurch die Objekte hell vor dunklem Hintergrund erscheinen. Geeignet für kleine Objekte im nativen, feuchten Deckglaspräparat, bes. zum Treponema-pallidum-Nachweis.

  • Dunkelnystagmus
    • Dunkel|nystagmus

    • Englischer Begriff: darkness tremor; miner's nystagmus

    Pendelnystagmus bei Kleinkindern, die in dunklen Wohnungen vernachlässigt aufwachsen; führt zu Kopfwackeln (Spasmus nutans). – Ferner das Augenzittern der Bergleute.

  • Dunkelprobe Seidel
    • Dunkel|probe (Seidel)

    • Englischer Begriff: darkroom test

    Glaukom-Provokation durch 1-stündigen Aufenthalt im Dunkelraum; die durch Pupillenerweiterung bedingte Verdickung der Irisperipherie bewirkt Einengung des Kammerwinkels, Behinderung des Kammerwasserabflusses u. Steigerung des Augenbinnendrucks (Anstieg > 10 mmHg gilt als pathologisch).

  • Dunlap-Rieth-Hopkins-Methode
    • Dunlap(-Rieth-Hopkins)-Methode

    • Englischer Begriff: Dunlap's kyphosis correction

    (1950) auf eine Wachstumshemmung (i.S. des Hueter-Volkmann-Gesetzes) abzielende konvexseitige operative Verklammerung mehrerer Wirbelkörper bei der Adoleszentenkyphose.

  • Dünndarm
    • Dünn|darm

    • Synonyme: Intestinum tenue

    • Englischer Begriff: small intestine

    Abbildung

    3–5 m langer, gewundener Teil des Darms. Reicht vom Pylorus des Magens bis zum Caecum. Besteht aus Zwölffingerdarm (Duodenum), Leerdarm (Jejunum) u. Krummdarm (Ileum). Aufbau: Der D. besteht aus fünf Wandschichten. Die Tunica mucosa (Schleimhaut) setzt sich zusammen aus Epithelium mucosae als einschichtigem Säulenepithel (zwei Zellarten: Saumzellen u. Becherzellen), Lamina propria mucosae aus retikulärem Bindegewebe u. Lamina muscularis mucosae mit glatten Muskelzellen. Die Tela submucosa besteht lockerem Bindegewebe, Gefäßen, Nerven u. Ganglien des Plexus submucosus (Meißner-Plexus). Gegenüber vom Ansatz des Mesenteriums liegen im Ileum Ansammlungen von lymphatischen Knötchen (Follikel), die als Noduli (Folliculi) lymphoidei aggregati (Peyer-Plaques) bezeichnet werden. Die Tunica muscularis besteht aus glatten Muskelzellen mit Stratum circulare u. Stratum longitudinale; zwischen diesen Schichten liegt der Plexus myentericus (Auerbach-Plexus). Die Tunica adventitia bekleidet die extraperitoneal gelegenen Abschnitte, die Tunica serosa besteht aus Lamina propria serosae mit lockerem Bindegewebe u. Mesothel aus Peritonealepithel (s. Abb.). Funktion: dient der Bildung enzymhaltiger Verdauungssekrete, der Resorption u. Weiterleitung der aufgeschlossenen Nahrungsstoffe auf dem Venen- u. Lymphweg sowie der Weiterleitung der unverdauten Nahrung in Richtung Dickdarm.

  • Dünndarm-Ersatzmagen
    • Englischer Begriff: jejunal substitute stomach

    Ersatzmagen aus Dünndarm-, v.a. Jejunumschlingen.

  • Dünndarmatresie
    • Dünndarm|atresie

    • Englischer Begriff: small intestinal atresia

    • Fach: Pathologie

    angeborener Lichtungsmangel des Dünndarms infolge Ausbleibens der Rekanalisation des embryonal aus der Darmanlage entstandenen Epithelstrangs; v.a. im unteren Ileum, am Abgang des Ductus omphaloentericus, als Jejunal-, Duodenalatresie. Klinik: weiße (Mekonium-freie), trockene, massearme „Hungerstühle“, fötides „Erbrechen im Strahl“ (bei hohem Verschluss Galle- bzw. Mekonium-haltig), Austrocknung (Exsikkose), weicher Bauch ohne Darmgeräusche („stilles Abdomen“); bei tiefem Verschlusssitz verzögerte Manifestation, und zwar mit anfänglichem Meteorismus, Hyperperistaltik u. „Dünndarmspiegeln“.

  • Dünndarmausschaltung
    • Dünndarm|ausschaltung

    • Englischer Begriff: small intestinal bypass

    Ileumausschaltung.

  • Dünndarmblase
    • Dünndarm|blase

    • Englischer Begriff: enterocystoplasty

    • Fach: Urologie

    Ersatzblase bzw. operativ vergrößerte Harnblase als Resultat einer Plastik, bei der ein aus der Darmkontinuität ausgeschalteter Dünndarmteil als gestieltes Transplantat zwischen die Harnleiter u. die Harnröhre zwischengeschaltet bzw. mit einer zu kleinen Harnblase oder einem postoperativen Harnblasenrest vereinigt wird. Mögliche postoperative Komplikationen: hyperchlorämische Azidose, aszendierender Harnwegsinfekt, Reflux, Ureterstenose. S.a. Bricker-Blase; Dickdarmblase.

  • Dünndarmdivertikel
    • Dünndarm|divertikel

    • Englischer Begriff: small intestinal diverticulum

    Divertikel im Dünndarmbereich; als echtes D. z.B. ein Meckel-Divertikel; als unechtes Divertikel Gebilde infolge einer Herniation von Dünndarmschleimhaut u. ihrer Submukosa durch Lücken der Darmwandmuskulatur an Durchtrittsstellen der aus dem Mesenterium kommenden Darmgefäße. Verursacht meist nur bei Divertikulitis Beschwerden (z.B. Schmerzen in der Nabelgegend, evtl. Koliken).

  • Dünndarmfistel
    • Dünndarm|fistel

    • Englischer Begriff: fistula of small intestine

    Darmfistel des Dünndarmbereichs, u. zwar als innere oder äußere Duodenal-, Jejunum- oder Ileumfistel; z.B. bei Crohn-Krankheit, als Folge eines Tumors, einer Geschwürperforation, nach Darmverletzung oder nach op. Darmeingriffen (Insuffizienzfistel).

    • D., künstliche
      operativ angelegte D.; als Ernährungsfistel oder – als tiefe Ileostomie... (mehr)
  • Dünndarmfistel, künstliche
    Dünndarmfistel
    • D., künstliche

    operativ angelegte D.; als Ernährungsfistel oder – als tiefe Ileostomie – eine Entlastungsfistel.

  • Dünndarmgeschwür
    • Dünndarm|geschwür

    • Englischer Begriff: ulcer of small intestine

    Darmgeschwür des Dünndarmbereichs, u. zwar als peptisches Ulcus duodeni bzw. als Ulcus pepticum jejuni („Anastomosenulkus“) oder aber als Geschwür im Rahmen des Zollinger-Ellison-Syndroms, bei Enteritis regionalis, Colitis ulcerosa, Darm-Tbk oder Bauchtyphus; auch als Folge der Einwirkung konzentrierten Kaliumchlorids.

  • Dünndarmileus
    • Dünndarm|ileus

    • Englischer Begriff: ileus of small intestine

    Ileus.

  • Dünndarmneoplasmen
    • Dünndarm|neo|plasmen

    • Englischer Begriff: neoplasms of the small intestine

    • Fach: Pathologie

    Tumoren im Dünndarmbereich. Primärtumoren (sehr selten): Karzinom (meist als Adenokarzinom; s.a. Darmkarzinom), Sarkom (z.B. als Fibro-, Rhabdo- u. Leiomyo-, Lipo-, Angio-, Lympho- u. neurogenes Sarkom; zu Perforation neigend), Karzinoid (meist klein, häufig als „malignes“ K. auf dem Lymphweg metastasierend; s.a. Karzinoidsyndrom), Adenom (adenomatöser Polyp; s.a. Lentigopolypose); Angiome (Hämangiom, Lymphangiom, Glomustumor), Lipome, Leiomyome. – Ferner Sekundärabsiedlungen (Metastasen).

  • Dünndarmresektion
    • Dünndarm|resektion

    • Englischer Begriff: small intestinal resection

    operative Teilentfernung eines Dünndarmabschnittes, z.B. wegen eines Tumors, einer Darmwandnekrose; erfolgt unter Festlegung der Grenzen des erkrankten Darmanteils, Skelettierung des dazugehörigen Mesenterialabschnitts, Resektion des Darmstückes mit dem Mesenterium u. Anlegen einer End-zu-End-Anastomose. Die Toleranzgrenze liegt bei etwa 3 m Resektionslänge (darüber tritt Malabsorption auf).

  • Dünndarmsaft
    • Dünndarm|saft

    • Englischer Begriff: small intestinal juice

    die Absonderungen der Brunner-Drüsen; i.w.S. auch der Galle u. Bauchspeichel enthaltende Duodenalsaft u. das Sekret der Lieberkühn-Drüsen.

  • Dünndarmspiegel
    • Dünndarm|spiegel

    • Englischer Begriff: small intestinal air fluid levels

    auf der Röntgenleeraufnahme (v.a. am Stehenden) nachweisbare Flüssigkeitsspiegel im Dünndarm als typisches Ileuszeichen. Lage, Größe u. Zahl weisen auf die Art u. Höhe des Darmverschlusses hin (Leitregel: Das Hindernis liegt bei Dünndarmileus unterhalb des letzten Spiegels, bei „hochgestellter Schlinge“ an deren Basis).

  • Dünndarmtumor
    • Dünndarm|tumor

    Dünndarmneoplasmen.

  • Dünndarmzotten
    • Dünndarm|zotten

    Villi intestinales.

  • Dünndarmzwischenschaltung
    • Dünndarm|zwischen|schaltung

    • Englischer Begriff: small bowel interposition

    die Verpflanzung eines operativ isolierten Dünndarmsegmentes zwischen Stümpfe des Verdauungs- oder Harntraktes (Interposition) zur Wiederherstellung der Kontinuität; z.B. bei Ösophagusplastik, Bildung eines Ersatzmagens, zum Harnleiter(teil)ersatz, Blasenersatz (Dünndarmblase).

  • Dünndarmzyste
    • Dünndarm|zyste

    • Englischer Begriff: small intestinal cyst

    Enterozyste.

  • Dünnschichtchromatographie
    • Dünnschicht|chromato|graphie

    • Englischer Begriff: thin-layer chromatography

    Chromatographie als Austausch- u. Verteilungschromatographie unter Verwendung dünner, auf Glas- oder Kunststoffplatten fest haftender Sorptionsschichten (als Sorbens dient z.B. Al2O3, Kieselgur, Cellulosepulver); als Gradientenelution unter Einsatz verschiedener Lösungsmittel(systeme).

  • Dünnschichtelektrophorese
    • Dünnschicht|elektro|phorese

    • Englischer Begriff: thin-layer electrophoresis

    Elektrophorese mit Cellulosepulver, Polyamid, Stärke etc. als Trägermedium in dünner Schicht; s.a. Dünnschichtchromatographie.

  • Dunstbad
    • Dunst|bad

    • Englischer Begriff: vapor bath

    die Anw. von Wasserdunst oder von Quellgasen einer Mineralquelle als Heilmittel.

  • duodenal
    • duo|denal

    • Synonyme: duodenalis

    • Englischer Begriff: duodenal

    den Zwölffingerdarm (Duodenum) betreffend; s.a. Duodenal...

  • Duodenalatresie
    • Duo|denal|atresie

    • Englischer Begriff: duodenal atresia

    durch Aplasie bedingte Undurchgängigkeit (Atresie) des Zwölffingerdarms; zumeist abschnittsbegrenzt (klappen- oder membranförmig) oder seltener total (strangförmig). Auftreten rel. häufig bei Frühgeburten u. Down-Syndrom u. kombiniert mit weiteren Fehlbildungen. Klinik: (s.a. Dünndarmatresie) Ausweitung des Magens u. des oberen Duodenums, eingefallener Unterbauch u. fehlende Peristaltikgeräusche, „Erbrechen im Strahl“ nach der Nahrungsaufnahme (meist schon am 1. Tag auftretend, wobei das Erbrochene gallehaltig oder gallefrei = „weiß“ ist, je nach Lage der Atresie unter- oder oberhalb der Papilla duodeni). Mekoniumabgang ist häufig vorhanden; ferner weitere Zeichen des Duodenalileus. Diagn.: röntgenol. Doppelspiegel im Oberbauch; negativer Farber-Test. Ther.: Duodenoduodenostomie, Duodenojejunostomie nach Resektion des entsprech. Darmabschnittes.

  • Duodenaldivertikel
    • Duodenal|divertikel

    • Englischer Begriff: duodenal diverticulum

    ein – meist konkavseitiges – Divertikel des Zwölffingerdarms; ist oft asymptomatisch; oder aber es bestehen in den Rücken ausstrahlende Schmerzen des Oberbauchs oder im Nabelgebiet ein sog. Pankreaslinksschmerz sowie Aufstoßen. Ist u.U. von Divertikulitis (u. deren Komplikationen) gefolgt.

  • Duodenalfistel
    • Duodenal|fistel

    • Englischer Begriff: duodenal fistula

    innere oder äußere Darmfistel mit Ursprung im Zwölffingerdarm; u.a. bei Geschwürs-, Tumordurchbruch bzw. infolge postoperativer Nahtinsuffizienz am Duodenalstumpf; ferner als operative D., z.B. als Katheterfistel an einem nicht verschließbaren Duodenalstumpf anlässlich einer Magenresektion (Duodenostomie). – Die pathologische innere D. z.B. als Gallenwegsfistel (evtl. symptomarm, larviert; meist aber mit Dyspepsie, Refluxcholangitis, Diarrhöen, evtl. Ikterus) oder als Kolon-, Nierenfistel; ferner als nicht drainierende F., d.h. mit Darminhaltsentleerung in die Peritonealhöhle (stets mit Schock, Peritonitis, „akutem Bauch“). – Das Sekret äußerer Fisteln ist alkalisch riechend u. gallig. Unbehandelt führt die D. rasch zu Inanition, Exsikkose, Anurie. – Nachweis erfolgt durch Darstellung mittels Röntgenkontrastmittel, aber auch durch orale Farbstoffgabe.

  • Duodenalgeschwür
    • Duodenal|geschwür

    • Englischer Begriff: duodenal ulcer

    Ulcus duodeni.

  • Duodenalileus
    • Duodenal|ileus

    • Englischer Begriff: duodenal ileus

    Darmverschluss (Ileus) mit Passagestörung im Zwölffingerdarm, z.B. bei Duodenalatresie, Duodenalstenose, arteriomesenterialem Darmverschluss, primärem Megaduodenum. Als mechanischer Ileus typisch mit explosionsartigem Erbrechen (das Erbrochene ist bei suprapapillärem Verschluss [sog. Magenileus] ein gallefreier weißer, saurer Schleim, bei infrapapillärem Verschluss profus gallig). Führt infolge der Wasser-, Elektrolyt- u. Enzymverluste schnell zu allgemeiner Austrocknung (Exsikkose) u. Verfall (Inanition, Kachexie), chloropriver Azotämie (später Alkalose).

  • duodenalis
    • duo|denalis

    • Etymol.: latein.

    duodenal.

  • Duodenalkarzinom
    • Duo|denal|karzinom

    • Englischer Begriff: duodenal cancer

    Karzinom des Zwölffingerdarms (s.a. Darmkarzinom); selten als Primärtumor (meist ein Adenokarzinom). Typisch mit Symptomen der Duodenalstenose u. mit rasch eintretender Kachexie.

  • Duodenalmobilisierung
    • Duodenal|mobilisierung

    • Englischer Begriff: mobilization of duodenum

    die Isolierung des Zwölffingerdarms aus seiner physiologischen Fixierung an der Bauchwand, z.B. bei Duodenotomie, Duodenalresektion oder -anastomosierung.

  • Duodenalpapille
    • Duodenal|papille

    Papilla duodeni.

  • Duodenalperforation

      Durchbruch des Zwölffingerdarms, meist als Komplikation eines Geschwürs (Ulcus duodeni), sehr selten auch bei Karzinom des Zwölffingerdarms; zunächst stechende Schmerzen im Oberbauch, zunehmende Zeichen des akuten Abdomens als Ausdruck einer Peritonitis.

    • Duodenalreflex
      • Duodenal|reflex

      • Englischer Begriff: enterogastric reflex

      • Fach: Physiologie

      die über den Nervus vagus erfolgende Hemmung der Magenperistaltik als Folge der Aufdehnung des Zwölffingerdarms durch den Speisebrei u. wahrscheinlich auch durch die im Speisebrei (Chymus) enthaltene Salzsäure u. Produkte der Eiweißverdauung; s.a. Enterogastron.

    15059