Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

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  • Elektrode, inaktive
    Elektrode
    • E., in|aktive

    • Synonyme: indifferente E.; passive E.

    • Englischer Begriff: indifferent e.; silent e.

    großflächige E., die den Stromkreis widerstandsarm schließt.

  • Elektrode, negative
    Elektrode
    • E., negative

    Kathode.

  • Elektrode, nicht polarisierbare
    Elektrode
    • E., nicht polarisierbare

    in der Elektrophysiologie benutzte E., bei deren Anw. Polarisationsvorgänge im Elektrodenbereich u. damit Störungen des Systems Elektrode – Elektrolyt – erregtes Gewebe (Haut, Nerven) vermieden werden; typisch z.B. als Silber-Silberchlorid-Elektrode (Ag/AgCl-Elektrode).

  • Elektrode, positive
    Elektrode
    • E., positive

    Anode.

  • Elektrodefibrillation
    • Elektro|de|fibrillation

    • Fach: Kardiologie

    • 1)
      Elektrokonversion zur Beseitigung eines Kammerflimmerns oder -flatterns... (mehr)
    • 2)
      E. intraoperativ durch direkt an das freigelegte Herz abgegebenen Stromstoß... (mehr)
  • Elektrodefibrillation, externe transthorakale 1)
    Elektrodefibrillation
    • 1)

    • Synonyme: externe, transthorakale E.

    Elektrokonversion zur Beseitigung eines Kammerflimmerns oder -flatterns durch einen über großflächige Elektroden auf die Thoraxwand applizierten Wechsel- oder Gleichstromstoß („Elektroschock“) bestimmter Spannung, Form u. Dauer („Elektrokardioversion“). Kurz dauernde Depolarisation aller Myokardfasern eliminiert die ektopische Reizbildung.

  • Elektrodefibrillation, interne 2)
    Elektrodefibrillation
    • 2)

    • Synonyme: interne E.

    • Englischer Begriff: internal electrocardioversion

    E. intraoperativ durch direkt an das freigelegte Herz abgegebenen Stromstoß oder dauerhaft mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator.

  • elektrodermale Phänomene
    • elektro|dermale Phänomene

    • Englischer Begriff: electrodermal phenomena

    elektrische Phänomene bzw. Prozesse im Bereich der Haut, z.B. die elektr. Hautleitfähigkeit u. der elektr. Hautwiderstand (bzw. deren Veränderungen; beide als exosomatische, d.h. nur unter Zufuhr äußerer Energie, also über eine angelegte Spannung, als Biosignal ableitbare Größen) sowie das elektr. Hautpotential (ein endosomatisches, d.h. vom Organismus, in diesem Falle von der Haut, selbst generiertes Biopotential bzw. Biosignal).

  • Elektrodermatographie
    • Elektro|dermato|graphie

    • Synonyme: EDG (Abk.)

    • 1)
      Registrierung bioelektrischer Potentiale der Haut, z.B... (mehr)
    • 2)
      diagnostische Messung (u. Aufzeichnung) des elektrischen Gleich- oder... (mehr)
  • Elektrodermatographie 1)
    Elektrodermatographie
    • 1)

    • Englischer Begriff: electrodermatography (EDG)

    Registrierung bioelektrischer Potentiale der Haut, z.B. des psychogalvanischen Hautreflexes, mittels unpolarisierbarer Elektroden.

  • Elektrodermatographie 2)
    Elektrodermatographie
    • 2)

    • Synonyme: Elektro|dermato|metrie

    • Englischer Begriff: electrodermatometry

    diagnostische Messung (u. Aufzeichnung) des elektrischen Gleich- oder Wechselstromwiderstands zwischen 2 Hautelektroden. Abhängig von der Leitfähigkeit u. von der Polarisierbarkeit der obersten Hautschichten (Beziehungen zur vegetativen Innervation, v.a. über die Schweißdrüsenaktivität).

  • Elektrodesikkation
    • Elektro|de|sikkation

    • Synonyme: -dehydratation

    • Englischer Begriff: electrodesiccation

    die „elektrochirurgische“ Zerstörung eng umschriebener oberflächlicher Gewebsbezirke durch Hochfrequenzstrom hoher Spannung u. geringer Stärke. Erfolgt mittels nadelförmiger, in Gewebsnähe gebrachter oder in das Gewebe eingestochener Elektrode. S.a. Hochfrequenzchirurgie, Elektrotomie.

  • Elektrodiagnostik
    • Elektro|diagnostik

    • Englischer Begriff: electrodiagnosis

    diagnostische Methoden, die a) bioelektrische (= im Körper entstandene) Spannungen abgreifen u. registrieren (z.B. EKG, EMG, EEG), b) mit Hilfe elektrischer Ströme Reize zur Erregbarkeitsprüfung setzen (z.B. zur Prüfung der sog. faradischen Erregbarkeit; s.a. Entartungsreaktion, Pflüger-Gesetz, Rheobase, Chronaxie, Reizzeit-Spannungs-Kurve u. Dreieck-Impuls-Charakteristik), c) elektr. Eigenschaften von Geweben messen (z.B. Elektrodermatographie).

  • Elektrodiaphakie
    • Elektro|dia|phakie

    Veraltetes Verfahren zur Augenlinsenentfernung mit Hilfe einer Diathermienadel.

  • Elektrodurogramm
    • Elektro|duro|gramm

    • Englischer Begriff: EEG recording from dura

    Ableitung von bioelektrischen Hirnströmen durch direkt der Dura mater anliegende Elektroden.

  • Elektroendosmose
    • Elektro|end|osmose

    • Englischer Begriff: electroendosmosis

    im elektrischen Spannungsfeld eine durch negative Festladungen des Trägers (z.B. Agar) hervorgerufene Flüssigkeitsbewegung von der Anode zur Kathode, die die – entgegengesetzt gerichtete – Wanderung der Proteine bei der Eiweißelektrophorese hemmt.

  • Elektroenzephalogramm
    • Elektro|enzephalo|gramm

    • Synonyme: EEG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electroencephalogram (EEG)

    das durch Elektroenzephalographie gewonnene Kurvenbild.

  • Elektroenzephalographie
    • Elektro|enzephalo|graphie

    • Synonyme: EEG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electroencephalography

    Abbildung   Abbildung   Tabelle

    das Registrieren bioelektrischer Potentialschwankungen im Gehirn („hirnelektrische Aktivität“) mit einem Elektroenzephalographen. Funktionsweise: Die Signale bestehen in Spontanaktivität (Ruhe-EEG), unter Provokationsmaßnahmen (meist Hyperventilation, Photostimulation) oder durch Sinnesreize „evozierter“ Aktivität (evozierte Potentiale). Die Routineableitung erfolgt mit Oberflächenelektroden, in bestimmten Fällen (bewusstlose Patienten, z.T. bei Abnahme evozierter Potentiale) mit feinen Nadelelektroden vom Skalp. Sie wird auf mindestens 12–16–20 Differentialverstärkern („Kanälen“) simultan registriert u. auf Papier u./oder Datenträger aufgezeichnet (s.a. Abb.). Die Elektroden werden in mehreren aufeinander folgenden Kombinationen („Montagen“) so zusammengeschaltet, dass entweder Potentialdifferenzen „bipolar“ zwischen je zwei Elektroden über bestimmten Hirnregionen sichtbar werden, oder es entsteht eine „Bezugsableitung“ (Referenzableitung) zwischen je einer Hirnregion u. über einer hirnelektrisch möglichst wenig aktiven Region (z.B. Ohrläppchen). Auf diese Weise können sowohl die normalen als auch die abnormen – i.d.R. unspezifischen – EEG-Wellenmuster nach Form u. räumlicher (spatialer) sowie zeitlicher (temporaler) Verteilung analysiert werden. Anw.: Eine Domäne des EEG ist die Epilepsiediagnostik. Die Quellen von Potentialschwankungen der Großhirnrinde sind Potentiale von Nervenzellkörpern, Axonen, Dendriten u. Synapsen sowie postsynaptische Potentiale. Grundlage der EEG-Wellen sind die in der Rindenoberschicht generierten exzitatorischen postsynaptischen (EPSP) u. inhibitorischen postsynaptischen Potentiale (IPSP). Ihre in Abhängigkeit vom Thalamus geregelte Synchronisation u. Desynchronisation rufen die EEG-Tätigkeit hervor. Wesentliche steuernde Einflüsse kommen auch von der Formatio reticularis.

  • Elektrofokussierung
    • Elektro|fokussierung

    • Englischer Begriff: electrofocussing

    isoelektrische Fokussierung.

  • Elektrogalvanismus
    • Elektro|galvanismus

    • Englischer Begriff: electrogalvanism

    das Auftreten elektrischer Ströme im Mund zwischen Zahnfüllungen aus unterschiedlichen Metallen; dadurch können – rezidivierende – oberflächliche Defekte (Erosionen) der Mund- u. Zungenschleimhaut ausgelöst werden.

  • Elektrogastrographie
    • Elektro|gastro|graphie

    • Englischer Begriff: electrogastrography

    Aufzeichnung der Aktionsströme der Magenmuskulatur, abgeleitet mit Hilfe einer differenten Elektrode im Mageninnern oder – bei sehr Mageren – an der Bauchwand.

  • Elektrogymnastik
    • Elektro|gymnastik

    • Synonyme: Elektromyostimulation

    • Englischer Begriff: electrogymnastics

    Stimulation funktionsgestörter Muskulatur durch Anw. elektrischer Muskelreizung in Form von Schwellstrom (tetanisierend) oder von Einzelimpulsen, deren Reizparameter (Intensität, Stromstärke, Anstieg, Impuls- u. Pausendauer) der Akkommodationsfähigkeit der paretischen Muskeln angepasst werden.

  • Elektroheilschlaf
    • Elektro|heilschlaf

    Elektroschlaftherapie.

  • Elektrohysterographie
    • Elektro|hystero|graphie

    • Englischer Begriff: electrohysterography

    die Ableitung u. Aufzeichnung der Aktionsströme der Uterusmuskulatur.

  • Elektroimmunodiffusion
    • Elektro|immuno|diffusion

    • 1)
      Elektrosynärese... (mehr)
    • 2)
      zweidimensionale Immunoelektrophorese (Laurell)... (mehr)
  • Elektroimmunodiffusion 1)
  • Elektroimmunodiffusion 2)
    Elektroimmunodiffusion
    • 2)

    • Englischer Begriff: electroimmunodiffusion

    zweidimensionale Immunoelektrophorese (Laurell).

  • Elektrokardiogramm
    • Elektro|kar|dio|gramm

    • Synonyme: Herzstromkurve; EKG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electrocardiogram; ECG (Abk.)

    Abbildung

    das vom Elektrokardiographen aufgezeichnete Kurvenbild (zeitlicher Verlauf) der bioelektrischen Potentiale bzw. Potentialdifferenzen, die bei der Erregungsausbreitung u. -rückbildung im Herzen entstehen. Die Ableitung (bi- oder unipolar; s.a. Extremitäten- u. Brustwandableitung; dort Abb.) erfolgt mit Hilfe von Elektroden von der Körperoberfläche oder direkt vom Herzen (z.B. bei Herzoperationen; ist auch mittels spezieller, in das Herz eingebrachter Elektroden möglich, s.a. His-Bündel-Elektrokardiogramm). Das gewonnene Kurvenbild (Elektrokardiogramm; Abb.) wird durch zahlreiche, diagnostisch auswertbare Faktoren beeinflusst (s.a. Erregungsdauer, Erregungsleitungs- und -rückbildungsstörung). – S.a. Vektorkardiogramm, Langzeit-EKG, Frank-Ableitung.

    • E., fetales
      von der Bauchwand u. vom Rücken der Mutter etwa ab der 17... (mehr)
  • Elektrokardiogramm, fetales
    Elektrokardiogramm
    • E., fetales

    • Englischer Begriff: fetal ECG

    von der Bauchwand u. vom Rücken der Mutter etwa ab der 17. Schwangerschaftswoche ableitbares EKG der Leibesfrucht; dient als Mittel zur Erkennung der Reife des Fetus u. möglicher Gefahrenzustände.

  • Elektrokardiograph
    • Elektro|kardio|graph

    • Englischer Begriff: electrocardiograph

    Gerät zur Aufzeichnung des Elektrokardiogramms; als Direktschreiber (z.B. Düsen-, Pigment- oder Thermoschreiber) oder aber als Magnetbandspeichergerät; ferner als Elektrokardioskop. Die Darstellung der – durch die Passage der Gewebe geschwächten – bioelektrischen Ströme bzw. Potentialdifferenzen erfolgt unter angemessener apparativer Verstärkung. Die Ableitung erfolgt als Extremitätenableitung oder als Brustwandableitung.

  • Elektrokardiographie
    • Elektro|kardio|graphie

    • Englischer Begriff: electrocardiography

    Durchführung (Ableitung) des Elektrokardiogramms.

  • Elektrokardiophonographie
    • Elektro|kardio|phono|graphie

    • Englischer Begriff: electrocardiophonography

    Phonokardiographie.

  • Elektrokardioskop
    • Elektro|kardio|skop

    • Synonyme: (Oszillo-)Kardioskop

    • Englischer Begriff: electrocardioscope

    ein Gerät zur direkten Darstellung der Herzstromkurve (Elektrokardiogramm) auf einem Sichtgerät (Kathodenstrahloszillograph).

  • Elektrokardioversion
    • Elektro|kardio|version

    • Fach: Kardiologie

    Elektrokonversion; s.a. Elektrodefibrillation.

  • Elektrokauter
  • Elektrokauterisation
    • Elektro|kauterisation

    • Englischer Begriff: electrocautery

    operative Gewebszerstörung durch Anw. elektrischen Stromes; als Elektrokoagulation u. -tomie; i.w.S. die Galvanokaustik.

  • Elektrokoagulation
    • Elektro|koagulation

    • Englischer Begriff: electrocoagulation

    sog. Kaltkaustik zur operativen Zerstörung umschriebener Gewebsbezirke durch Hochfrequenzstrom (bipolare Diathermie) hoher Stromstärke u. geringer Spannung, wobei durch Wasserdampfbildung (Gewebsaustrocknung) u. Eiweißkoagulation in der Folge örtlicher Wärmeentwicklung („Thermokoagulation“) ein tief greifender Schorfkegel = „Koagulationskegel“ entsteht. Anw. v.a. zur Blutstillung, Verschorfung u. Stichelung (von Geschwüren, Tumoren, Hämangiomen), ferner – als „gezielte Tiefenkoagulation“ – zur Organzerstörung (z.B. zur Hypophysenzerstörung), im Rahmen schmerztherapeutischer Maßnahmen (z.B. Chordotomie) sowie als endoskopische E. (bei Operationen unter Endoskopie; evtl. unter Einsatz einer Saug- oder Greifelektrode; z.B. bei Blasenpapillom, Prostataresektion) u. zur diaskleralen Netzhautfixierung (bei Ablatio, vor Magnetextraktion etc.).

  • Elektrokochleographie
    • Elektro|kochleo|graphie

    • Synonyme: ECochG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electrocochleography

    Methode zur Untersuchung der elektrischen Aktivität der Cochlea u. des primären afferenten Neurons hauptsächlich in der Otologie. Transtympanisch wird mittels einer durch das Trommelfell in die Nähe des runden Fensters eingebrachten Nadelelektrode, extratympanisch mittels Nadel- oder Oberflächenelektrode vom Gehörgang aus registriert. Registriert werden Mikrophonpotentiale, in der Genese ungeklärte Summationspotentiale u. das vom N. acusticus stammende Nervenaktionspotential. Letzteres erlaubt eine Funktionsbeurteilung des gesamten peripheren Hörorgans, die Ableitung der Mikrophonpotentiale ermöglicht eine Beurteilung der Funktion der Haarzellen (zumindest der basalen Anteile) der Cochlea z.B. zur objektiven Hörschwellenbestimmung bei akustischem Trauma u.a.

  • Elektrokonisation
    • Elektro|konisation

    • Englischer Begriff: electroconization

    • Fach: Gynäkologie

    s.u. Konisation.

  • Elektrokonversion
    • Elektro|konversion

    • Synonyme: Elektroversion; Elektroreduktion; Synchrondefibrillation; Kardioversion

    • Englischer Begriff: electroversion; electrocardioversion

    Behandlung tachykarder Herzrhythmusstörungen (z.B. Kammertachykardie, Vorhofflattern u. -flimmern) durch einen über eine großflächige Spezialelektrode durch die Brustkorbwand präkordial oder transthorakal (paravertebral) auf das Herz abgegebenen Gleichstromstoß, der – vom EKG gesteuert – ca. 20 ms nach der R-Zacke, d.h. außerhalb der „vulnerablen Phase“, verabfolgt wird. Einsatz in Kurznarkose möglich; anschließend – in der Aufwachphase – O2-Beatmung u. Monitoring. – Wird im Falle des Kammerflimmerns als Elektrodefibrillation bezeichnet. Bei therapierefraktären tachykarden Herzrhythmusstörungen werden implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren eingesetzt.

  • Elektrokonvulsion
    • Elektro|konvulsion

    Krampf bei Elektrokrampftherapie.

  • Elektrokortikogramm
    • Elektro|kortiko|gramm

    • Synonyme: ECG (Abk.)

    • Englischer Begriff: electrocorticogram

    intraoperativ durch Ableiten von der freigelegten Hirnrinde gewonnenes Hirnstrombild (s.a. Elektroenzephalogramm); s.a. Subkortikographie.

  • Elektrokrampftherapie
    • Elektro|krampf|therapie

    • Englischer Begriff: electroconvulsive therapy

    psychiatrische Behandlung durch Einsatz eines durch elektrischen Strom künstlich herbeigeführten generalisierten Krampfanfalls. Älteres Verfahren, wird in jüngerer Zeit wieder vermehrt angewendet. Durch den Schädel des – narkotisierten u. durch Muskelrelaxanzien entspannten – Patienten wird für 1–9 Sek. Strom (verschiedene Impulsformen) geleitet (Elektroden an einer Schädelhälfte oder beidseits angelegt). Ind.: schwerste, therapieresistente Depressionen u. perniziöse Katatonie.

  • Elektrokymographie
    • Elektro|kymo|graphie

    • Synonyme: Fluorokardiographie

    • Englischer Begriff: electrokymography

    • Fach: Radiologie

    Registrierung (Elektrokymogramm) der Randbewegungen des Herzens u. der großen Gefäße über die Zeit. Die Methode misst Intensitätsänderungen der durchtretenden Röntgenstrahlen an bestimmten Punkten des Herzschattens während der Durchleuchtung. Die Helligkeitswerte werden mittels Photozelle (u. Sekundärelektronenvervielfacher) erfasst. Das Verfahren ist veraltet.

  • Elektrolarynx
    • Elektro|larynx

    • Englischer Begriff: electronic voice

    künstlicher Kehlkopf, der – über dem Tracheostoma angebracht oder in den Mund eingeführt – Stimmgebung auf elektronischem Wege ermöglicht.

  • Elektrolunge
    • Elektro|lunge

    • Englischer Begriff: electrophrenic respiration

    Reizstromgerät zur atemsynchronen elektrischen Erregung der Atemhilfsmuskulatur, evtl. auch des Zwerchfells oder der Nervi phrenici („elektrophrenische Atmung“); Übertragung der Stromimpulse erfolgt über eine Ein- u. Ausatmungselektrode durch die Haut.

  • Elektrolyse
    • Elektro|lyse

    • Englischer Begriff: electrolysis

    • Fach: Chemie

    die durch elektrischen Strom bewirkte Umsetzung von Ionen eines – gelösten oder geschmolzenen – Elektrolyten, wobei im Allg. an der Kathode Reduktions- (z.B. Na+ + e → Na), an der Anode Oxidationsvorgänge (z.B. 2 Cl → Cl2 + 2e) stattfinden.

  • Elektrolyse, therapeutische
    Elektrolyse
    • E., therapeutische

    • Synonyme: Elektropunktur; Elektrostixis; Galvanopunktur

    • Fach: Dermatologie

    Entfernung von Haaren, kleinen Warzen oder ähnlichen Hautgebilden durch eine eingestochene Nadelelektrode als Kathode (verursacht Laugenverätzung, Koagulation).

  • Elektrolyte
    • Elektro|lyte

    • Englischer Begriff: electrolytes

    Substanzen, die in wässriger Lösung oder in geschmolzener Form der elektrolytischen Dissoziation unterliegen, d.h. zum Teil in positive Kationen u. in negativ geladene Anionen zerfallen. – biochem s.u. Elektrolythaushalt.

  • Elektrolythaushalt
    • Elektrolyt|haushalt

    • Englischer Begriff: electrolyte metabolism

    • Fach: Physiologie

    Gesamtheit der Vorgänge von Aufnahme, Ausscheidung, Bestandsicherung u. Verteilung der Körperelektrolyte (insbes. Na+, K+, Mg2+, Ca2+, Cl, SO42–) sowie deren Regulation; allgemein eng verknüpft mit dem Wasserhaushalt (s.u. Wasser-Elektrolyt-Haushalt). Die Mehrzahl der osmotisch wirksamen Substanzen sind kleinmolekulare anorganische Elektrolyte (im Blutplasma ca. 300 mosmol). Störungen des Elektrolytgleichgewichts kommen vor v.a. bei Elektrolytverlusten (z.B. durch Durchfall, Erbrechen; hierbei häufig kombiniert mit Störung im Säure-Basen-Gleichgewicht) oder bei Erkrankungen endokriner Drüsen (z.B. bei Hyperaldosteronismus, Addison-Krankheit). S.a. Hyponatriämie, Hyperosmolarämie, Salzmangel-, Magnesiummangel-, Salzstauungssyndrom, Hypokaliämie.

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