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  • Embryonalkreislauf
    • Embryonal|kreislauf

    • Englischer Begriff: embryonic circulation

    s.u. Dottersack-, Allantoiskreislauf.

  • Embryonalmole
    • Embryonal|mole

    • Fach: Gynäkologie

    Abortivei mit fehlgebildeter oder verkümmerter Embryonalanlage.

  • Embryonalperiode
    • Embryonal|periode

    die Phase der Embryogenese.

  • Embryonenschutzgesetz
    • Synonyme: ESchG (Abk.)

    Gesetz vom 13. Dezember 1990, das den Ablauf der In-vitro-Fertilisation (Embryotransfer) sowie den Umgang und die Forschung mit den dabei erzeugten Embryonen regelt; im Besonderen befasst sich das ESchG mit 1) der missbräuchlichen Anwendung von Fortpflanzungstechniken, 2) der missbräuchlichen Verwendung menschlicher Embryonen, 3) der heute möglichen Geschlechterauswahl (verboten), 4) der eigenmächtigen Befruchtung, eigenmächtigen Embryoübertragung u. künstlichen Befruchtung mit Samenzellen eines verstorbenen Mannes, 5) der künstlichen Veränderung menschlicher Keimbahnzellen, 6) dem Klonen (Kerntransfer), sowie 7) der Chimären- u. Hybridbildung. Nach dem ESchG sind das Forschen an Embryonen, Eingriffe in die Keimbahn sowie die Eizellspende (Leihmutter) grundsätzlich verboten; untersagt sind außerdem die Implantation von mehr als 3 befruchteten Eizellen bei der In-vitro-Fertilisation (Ausnahme: bestimmte Erbkrankheiten), das Klonen von Menschen sowie die Erzeugung von Chimären zwischen Mensch u. Tier.

  • Embryopathia
    • Embryo|pathia

    Embryopathie; z.B. die E. diabetica bei Diabetes mellitus der Mutter (s.a. Fetopathia diabetica) oder die E. rubeolica, die Rötelnembryopathie als typische Virusembryopathie.

  • Embryopathie
    • Embryo|pathie

    • Englischer Begriff: embryopathy

    Abbildung

    die Schädigung des Embryos während des 1. Trimenons bzw. deren krankhafte Auswirkungen als Folge einer Schädigung des mütterlichen Organismus. Ätiol.: Auslöser von Fehlbildungen sind „teratogene Noxen“ (Infektion, körpereigene oder -fremde Giftstoffe [darunter Alkohol; Alkoholembryopathie], physikalische Einwirkungen). Bedeutsam ist die Einwirkung solcher Noxen während der Organentwicklungsphase der Embryogenese, d.h. in der schädigungsempfindlichen („sensitiven“) Entwicklungsphase der Frucht („teratogene Terminations-“ bzw. „Determinationsphase“). Beim Menschen reicht diese Phase vom 18. bis 85. Tag nach der Befruchtung; s.a. Fetopathia, Kyematopathie. Formen: Die Fehlbildungen (u.U. eine Fehl-, Totgeburt) zeigen Abhängigkeit sowohl von der Art der Wirkung bzw. des schädigenden Faktors wie auch v.a. vom Zeitpunkt des Einwirkens, da die „kritische Phase“ für die einzelnen Körperteile u. Organanlagen zeitlich verschieden liegt (s.a. Abb.). – S.a. Strahlen-, Thalidomid-, Sauerstoffmangel-, Virus-, Röteln-Embryopathie).

  • Embryotomia
    • Embryo|tomia

    • Synonyme: -tomie; Dissectio fetus

    • Englischer Begriff: embryotomy

    • Fach: Geburtshilfe

    Zerstückelung der Leibesfrucht in der Gebärmutter bei Geburtshindernis mit Lebensgefahr für die Mutter oder bei Fruchttod. Methoden: Basiotripsie, Dekapitation (E. cervicalis) oder i.e.S. die E. thoracalis (mit Wirbelsäulendurchtrennung im Brustbereich u. Exenteratio fetus).

  • embryotoxisch
    • embryo|toxisch

    • Englischer Begriff: embryotoxic

    den Embryo schädigend, zu Embryopathie führend.

  • Embryotoxon
    • Embryo|toxon

    • Englischer Begriff: embryotoxon

    hornhautnaher heller Trübungsring am Auge des Neugeborenen; oft gekoppelt mit blauen Skleren. Entsteht durch intrazelluläre Fettablagerungen. I.w.S. auch der Arcus lipoides juvenilis (u.a. als Begleiterscheinung bei Osteogenesis imperfecta) u. das Rieger-Syndrom (E. anterius bzw. posterius).

  • Embryotransfer
    • Embryo|transfer

    • Synonyme: ET (Abk.)

    • Englischer Begriff: embryo transfer

    Übertragung (Verbringen) des oder der nach extrakorporaler Befruchtung (= In-vitro-Fertilisation) in einem speziellen, für die „Brutpflege“ geeigneten Medium für ca. 48–72 Std. inkubierten „Embryos“ (frühembryonaler Zellverband bis Blastozyste) in die physiologisch zur Aufnahme des Eies (s.a. Nidation) bereite bzw. hierfür künstlich (hormonal synchron) stimulierte Gebärmutterhöhle oder den Eileiter; u. zwar in die Gebärmutter oder den Eileiter der genetischen Mutter (= die Frau, der das Ei entnommen wurde) oder aber einer nichtgenetischen Mutter (die Eizelle entstammt einer der sterilen Frau gegenüber als Spenderin fungierenden Frau [„Eizellspende“]; oder es handelt sich um eine die Austragung des Retortenbabys übernehmende „Leih-“ oder „Mietmutter“). – Die benötigte Eizelle wird nach Anregung der Follikelreifung unter Ultraschallkontrolle mittels Punktionsnadel (durch Vakuumpumpensog) entnommen u. anschließend mit Sperma des Ehemannes oder Fremdsperma zusammengebracht (Frisch- oder tiefgekühltes Sperma). – Meist werden mehrere Eizellen gewonnen u. befruchtet (die nicht ad hoc zum Transfer gelangenden können konserviert werden). Die gesetzlichen Richtlinien sind im Embryonenschutzgesetz (ESchG) festgelegt. S.a. Sterilität.

  • Embryotrophe
    • Embryo|trophe

    • Englischer Begriff: embryotroph

    die Nahrung (als Histio- u. Hämotrophe), die der Trophoblast, das Nährblatt des Keimlings, dem befruchteten Ei (s.a. Embryoblast) während der Wanderung durch den Eileiter u. der Frucht während der ersten intrauterinen Entwicklung zuleitet.

  • Embryozyste
    • Embryo|zyste

    • Englischer Begriff: embryocyst

    das bläschenförmige Folgestadium des Embryonalknotens; beim Menschen die Blastozyste (s.u. Embryoblast).

  • EMC
    • EMC

    • Synonyme: Abk. für Encephalomyocarditis

    Enzephalomyokarditis.

  • EMD
    • EMD

    • Fach: Pharmazie

    Abk. für Einzelmaximaldosis.

  • Emedastin
    • Englischer Begriff: emedastine

    ein Antihistaminikum.

  • Emeiozytose
    • Eme(i)o|zytose

    • Englischer Begriff: emeiocytosis

    „Zellerbrechen“; d.h. die Entleerung von großmolekularem Zellinhalt durch die Zellmembran in Umkehr des Vorgangs der Pinozytose.

  • Emepronium

      ein obsoletes Anticholinergikum zur Behandlung der Dranginkontinenz.

    • Emesis
      • Emesis

      Erbrechen.

    • Emesis gravidarum
      Emesis
      • E. gravidarum

      • Englischer Begriff: emesis

      Schwangerschaftserbrechen; s.a. Frühgestose.

    • Emetica
      • Emetica

      • Synonyme: -tika

      • Englischer Begriff: emetics

      Brechmittel.

    • Emetin
      • Emetin

      • Synonyme: Cephaelin-3-methyläther

      • Englischer Begriff: emetine

      • Fach: Pharmazie

      Alkaloid aus der Wurzel von Uragoga ipecacuanha; ein Protoplasma- u. Kapillargift. Anw. früher als Brechmittel, Expektorans, Amöbenmittel sowie als Adjuvans v. Amöbenmitteln. Heute z.B. als Testsubstanz in der Parasitologie gebräuchlich. Vergiftungssymptome: Chronische Einnahme von Ipecacuanha-Sirup kann zur Emetin(kardio)myopathie führen.

    • EMG
      • EMG

      • 1)
        Abk... (mehr)
      • 2)
        Leittriade des Wiedemann-Beckwith-Syndroms... (mehr)
    • EMG 1)
      EMG
      • 1)

      • Englischer Begriff: EMG

      Abk. für Elektromyographie, -gramm.

    • EMG 2)
      EMG
      • 2)

      • Synonyme: Abk. für Exomphalos-Makroglossie-Gigantismus

      Leittriade des Wiedemann-Beckwith-Syndroms.

    • Emigration
      • E|mi|gra|ti|on

      • Englischer Begriff: emigration

      „Auswanderung“; z.B. von Blutzellen durch die Gefäßwand (Diapedese) bzw. gyn als Überwanderung.

    • Eminentia
      • Emi|nen|tia

      • Englischer Begriff: eminence

      • Fach: Anatomie

      Erhöhung, Vorsprung, Wulst.

      • E. iliopubica
        Knochenerhebung an der Nahtstelle des oberen Schambeinastes mit dem Darmbein... (mehr)
      • E. intercondylaris
        Vorsprung auf der Gelenkfläche des Plateaus des Schienbeinkopfes zwischen... (mehr)
    • Eminentia iliopubica
      Eminentia
      • E. ilio|pubica

      • Englischer Begriff: iliopubic e.

      Knochenerhebung an der Nahtstelle des oberen Schambeinastes mit dem Darmbein.

    • Eminentia intercondylaris
      Eminentia
      • E. inter|condylaris

      • Englischer Begriff: intercondylar e.

      Vorsprung auf der Gelenkfläche des Plateaus des Schienbeinkopfes zwischen den beiden Kondylen.

    • Emissarium
      • E|mis|sa|ri|um

      • Englischer Begriff: emissarium

      • Fach: Anatomie

      den Schädelknochen durchbrechender Gefäßkanal.

    • Emissio
      • E|missio

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: emission

      Entleerung (z.B. von Harn, Sekret), Ausfluss. S.a. Emission.

    • Emissio nocturna
      Emissio
      • E. nocturna

      • Englischer Begriff: nocturnal e.

      Pollution.

    • Emissio seminis
      Emissio
      • E. seminis

      • Englischer Begriff: seminal e.

      Ejaculatio.

    • Emission
      • Englischer Begriff: emission

      • 1)
        Abgabe fester, flüssiger u. gasförm... (mehr)
      • 2)
        Aussendung elektromagnetischer Wellen oder von Elementarteilchen... (mehr)
      • 3)
        s.a... (mehr)
    • Emission 1)
      Emission
      • 1)

      • Fach: Hygiene

      Abgabe fester, flüssiger u. gasförm. Stoffe in die freie Luft (z.B. als Schwebstoffe über Industrieanlagen, Abgase von Verkehrsmitteln, Asphalt- u. Teerstaub). S.a. Immission.

    • Emission 2)
      Emission
      • 2)

      • Fach: Physik

      Aussendung elektromagnetischer Wellen oder von Elementarteilchen.

    • Emission 3)
    • Emissionsanalyse
      • Emissions|analyse

      • Englischer Begriff: emission analysis

      Spektralanalyse.

    • Emissionscomputertomographie
      • Emissions|computer|tomo|graphie

      • Synonyme: ECT (Abk.)

      • Englischer Begriff: emission computer-assisted tomography; ECAT

      Abbildung

      ein Schichtaufnahmeverfahren (Tomographie) in der Szintigraphie. Die Aktivitätsverteilung in transaxialer Schicht des untersuchten Organs wird durch schrittweises Erfassen der austretenden Strahlung ermittelt. Dazu dienen zwei rotierende Szintillationskameras (s. Abb.), deren registrierte Signale anschließend in einem elektronischen Datenverarbeitungsgerät zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Erfolgt unter Anw. von Gamma- oder Positronenstrahlern als Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT) bzw. Positronen-Emissions-Tomographie (PET).

    • Emissionsmikroskop
      • Emissions|mikroskop

      s.u. Elektronenmikroskop.

    • Emissionsspektrum
      • Emissions|spektrum

      • Englischer Begriff: emission spectrum

      das elektromagnetische Wellenspektrum, das abgestrahlt wird von angeregter Materie infolge Elektronenübergangs von einem höher- in einen niederenergetischen Zustand; ein Linien- oder ein Bandenspektrum mit einer für das Atom bzw. das Molekül spezifischen Charakteristik.

    • EMIT
      • Synonyme: Abk. für enzyme-multiplied immunoassay technique

      • Etymol.: engl.

      ein Enzym-Immunoassay, in dem das Testreagens ein (Enzym-AG-)AK-Komplex ist, wobei das Enzym durch die AK-Bindung inaktiviert ist. Das AG als die zu messende Substanz des Untersuchungsgutes verdrängt entsprechend seiner Konzentration einen Teil des gebundenen Enzym-AG vom AK, wobei das Enzym aktiviert u. somit messbar wird. Die Enzymaktivität ist dabei proportional der AG-Konzentration der Probe. Eine Trennung von löslicher u. AG-gebundener Phase ist nicht notwendig.

    • EMK
      • EMK 1)
        EMK
        • 1)

        • Fach: Physik

        Abk. für elektromotorische Kraft.

      • EMK 2)
        EMK
        • 2)

        Abk. für Erythema-migrans-Krankheit.

      • Emmert
        • Emmert

        • Biogr.: 1) Carl E., Chirurg, Bern; 2) Emil E., 1844–1911, Augenarzt, Bern

        • E.-Nagelplastik
          (1884) Korrektur des eingewachsenen Nagels durch paramediane Keilresektion... (mehr)
        • E.-Phänomen
          die proportional zum scheinbaren Objektabstand wechselnde Wahrnehmungsgröße... (mehr)
      • Emmert-Nagelplastik
        Emmert
        • E.-Nagel|plastik

        • Biogr.: Carl E.

        (1884) Korrektur des eingewachsenen Nagels durch paramediane Keilresektion einschließlich des Nagelwalls u. der Nagelmatrix.

      • Emmert-Phänomen
        Emmert
        • E.-Phänomen

        • Biogr.: Emil E.

        die proportional zum scheinbaren Objektabstand wechselnde Wahrnehmungsgröße des Nachbildes.

      • Emmet
        • Emmet

        • Biogr.: Thomas A. E., 1828–1919, Frauenarzt, New York

        • E.-Operation
          plastische Korrektur eines Emmet-Risses durch keilförmige Anfrischung... (mehr)
        • E.-Riss
          durch Überdehnung bedingter, geburtstraumatischer Riss des Muttermundes... (mehr)
      • Emmet-Operation
        Emmet
        • E.-Operation

        • Englischer Begriff: Emmet's trachelorrhaphy

        plastische Korrektur eines Emmet-Risses durch keilförmige Anfrischung der – vernarbten – Wundränder u. Schleimhautmobilisierung in den Wundwinkel.

      • Emmet-Riss
        Emmet
        • E.-Riss

        durch Überdehnung bedingter, geburtstraumatischer Riss des Muttermundes u. der Portio, der oft bis in das Scheidengewölbe reicht. Meist mit nachfolgendem Zervikalektropium, Fluor, Narbenbeschwerden, spastischen Reizzuständen, Menstruationsstörungen, erschwerter Konzeption.

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