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  • Endophthalmitis, mykotische
    Endophthalmitis
    • E., mykotische

    E. durch Pilzbefall, v.a. Candida; dann Hinweis auf drohende Candida-Sepsis.

  • Endophyt
    • Endo|phyt

    • Englischer Begriff: endophyte

    pflanzlicher Endoparasit.

  • Endophytie
    • Endo|phytie

    • Englischer Begriff: inward growing

    in die Tiefe gerichtetes („endophytisches“) Wachstum von Gewebe, v.a. von – bösartigen – Tumoren. – Ggs. exophytisch.

  • Endoplasma
    • Endo|plasma

    • Synonyme: Endozytoplasma

    • Englischer Begriff: endoplasm

    die flüssige, nach Färbung meist körnchenhaltige (durch Zelleinschlüsse „granulierte“) innere Hauptmasse des Zellplasmas (Zytoplasma); enthält den Zellkern u. die Zellorganellen (Zentriol u. Zentroplasma ausgenommen); s.a. Ektoplasma.

  • endoplasmatisches Retikulum
    • endo|plas|ma|tisches Re|ti|ku|lum

    • Synonyme: Reticulum endoplasmicum

    • Englischer Begriff: endoplasmic reticulum

    ein im Zellplasma (Endoplasma) gelegenes Zellorganell. Als System kommunizierender, bläschen- oder schlauchförmiger Hohlräume (Sacculi, Tubuli u. Cisternae; begrenzt von einer Biomembran) u. konzentrischer Membran-Doppellamellen. Es ist mit dem kernnahen Raum (perinukleäre Zisterne) u. über den Golgi-Apparat mit dem Extrazellularraum verbunden. Nahe dem Zellkern gelegen, v.a. bei Zellproliferation sowie in Drüsen-, Nerven- u. Embryonalzellen reichlich ausgeprägt. Fehlt jedoch in reifen, kernlosen Erythrozyten, in Thrombozyten u. in Bakterien. Die aus Phospholipiden u. Proteinen bestehenden Wände (s.a. Zellmembran) enthalten RNS. Sie sind z.T. mit Ribosomen besetzt (raues e. R. = granuläre oder r[ough]-Form), z.T. auch ohne Ribosomenbesatz (glattes e. R. = glatte, agranuläre oder s[mooth]-Form). Die Rauform gelegentlich als dicht gelagerte parallele Zisternen (Ergastoplasma). Enthält als Retikuloplasma von den Ribosomen gebildete Polypeptide in Form von Granula, welche anschließend im Golgi-Apparat zur Endform der Proteine heranreifen. Ist im Übrigen elektronenoptisch kontrastarm. Funktionen: außer dem Polypeptid-Transport die Synthese von Glykogen, Potentialverteilung in der Zelle (Calcium-Ionen-Akkumulation), Entgiftung von Endo- u. Exotoxinen. Wird in seiner Glattform gebildet durch Knospung aus der Rauform, aus welcher auch die Kernmembran gebildet wird. S.a. sarkoplasmatisches Retikulum.

  • Endopolyploidie
    • Endo|poly|plo|idie

    • Englischer Begriff: endopolyploidy

    • Fach: Genetik

    s.u. Endomitose.

  • Endoprothese
    • Endo|prothese

    • Englischer Begriff: endoprosthesis

    alloplastische Prothese zur Einpflanzung in das Körperinnere, z.B. als Gefäß-, Gelenkprothese; als palliative Maßnahme bei Ösophaguskarzinom (Freihaltung der Passage, Abdichtung einer ösophagotrachealen Fistel) oder bei Magenkarzinom; Häring-Prothese.

  • Endoradiosonde
    • Endo|radio|sonde

    • Synonyme: Intestinalsender; Heidelberger Kapsel

    • Englischer Begriff: endoradiosonde; Heidelberg capsule

    verschluckbarer Miniatursender, der während der Magen-Darm-Passage laufend die aktuelle Wasserstoffionenkonzentration misst u. deren Werte in Funksignale umsetzt („schlauchlose pH-Messung“).

  • Endoreduplikation
    • Endo|re|du|plikation

    • Fach: Genetik

    s.u. Endomitose.

  • Endorgan
    • End|organ

    • Englischer Begriff: end organ (sensory; motor)

    • 1)
      die motorische Endplatte... (mehr)
    • 2)
      Corpusculum nervosum terminale... (mehr)
  • Endorgan, motorisches 1)
    Endorgan
    • 1)

    • Synonyme: motorisches E.

    die motorische Endplatte.

  • Endorgan, sensibles 2)
  • Endorphine
    • End|or|phine

    • Synonyme: endogene Morphine; opioide Peptide

    • Englischer Begriff: endorphins

    körpereigene Peptide des ZNS („Neuropeptide“) mit opiatartiger Wirkung durch ihre Bindung an die gleichen Membranrezeptoren wie das Morphin (Opiatrezeptoren). Nachgewiesen außer beim Menschen auch bei allen Wirbeltieren (im Hypophysenmittellappen, in Mandel- u. Schweifkern, in der Stirnhirnrinde). Bisher isoliert u. sequenziert α-, β-, γ-E. (Teilsequenzen des – als Vorstufe anzusehenden – β-Lipotropins; u. zwar eine 31-Aminosäuren-Sequenz, entsprechend dem C-terminalen Drittel des Letzteren, das seinerseits aus dem Proopiomelanocortin entsteht; die verwandten Enkephaline entstammen dagegen dem Proenkephalin A, die Dynorphine dem Proenkephalin B = Prodynorphin). Wirken analgetisch durch Blockade der Übertragung der Schmerzreize im Hinterhorn des Rückenmarks (an der 1. Umschaltungsstelle der Schmerzbahn) sowie – im Nebeneffekt – temperatursenkend oder -hebend. Gehören zur Gruppe der peptidergen Transmitter (wie auch das – ebenfalls als Ligand der genannten Rezeptoren fungierende – Enkephalin). Modulieren – wie auch die „Substanz P“ – im schmerzregulierenden System des Organismus durch Schmerzunterdrückung die Auseinandersetzung mit der Umwelt (dämpfen dadurch die schmerzbedingten Begleitreaktionen; wirken v.a. antagonistisch auf die von Catecholaminen dominierten Systeme der Stress-Reaktion). Ihre Plasmakonzentration nimmt im Alter signifikant ab, was bei der Therapie chronischer Schmerzen berücksichtigt werden muss. – Sind durch pharmakologische Antagonisten, z.B. Naloxon, aus der Rezeptorbindung verdrängbar. – Entsprechende Rezeptoren außer im ZNS auch in Magen-Darm-Trakt-Leitungsbahnen.

  • Endosalpingiose
    • Endo|salpingiose

    s.u. LMP-Tumoren.

  • Endosalpingitis
    • Endo|salpingitis

    • Englischer Begriff: endosalpingitis

    auf die Schleimhaut beschränkte Salpingitis.

  • Endosepsis
    • Endo|sepsis

    • Englischer Begriff: endosepsis

    Sepsis durch „körpereigene“ Keime als Folge einer Resistenzminderung des Wirtsorganismus.

  • Endoskop
    • Endo|skop

    • Englischer Begriff: endoscope

    Abbildung

    röhrenförmiges Instrument mit Lichtquelle u. optischem System (prograde bzw. Seitenblickoptik) für die Endoskopie. Formen: starr oder als flexibles E. mit Faseroptik; z.B. Arthro-, Broncho-, Gastro-, Duodeno-, Prokto-, Sigmoido-, Kolo-, Kuldo-, Mediastino-, Ösophago-, Rekto-, Thorako-, Urethro-, Ventrikulo-, Zystoskop sowie das Mother-Baby-Endoskop; ferner für Choledocho-, Laparoskopie etc.

  • Endoskop, elektronisches
    Endoskop
    • E., elektronisches

    Fiberendoskop mit Mikroprozessor (Chip als miniaturisierte Fernsehkamera) an der Spitze; der Chip liefert elektronische Signale zu einem Videoprozessor, der sie zu einem Monitorbild verarbeitet. Anw. für Ösophagus-, Darmtraktdiagnostik.

  • Endoskopie
    • Endo|skopie

    • Englischer Begriff: endoscopy

    diagnostische Betrachtung („Spiegelung“) von Körperhöhlen u. Hohlorganen mit einem Endoskop; z.T. kombiniert mit operativen Eingriffen (z.B. Meniskotomie, Gewebsentnahme [Biopsie], -durchtrennung, Appendektomie, Cholezystektomie) u. Röntgendiagnostik (z.B. endoskopische retrograde Cholangiographie). S.a. endoskopisch-sonographische Diagn.

  • endoskopisch
    • endo|skopisch

    • Englischer Begriff: endoscopic

    mittels Endoskopie.

  • endoskopisch-sonographische Diagnostik
    endoskopisch
    • e.-sonographische Diagnostik

    Endoskopie mittels Fiberendoskops mit Ultraschall-Transducer; für Magenwand- u. Ösophagusdiagnostik sowie zur Untersuchung angrenzender Strukturen (z.B. Lymphknoten, Gallenwege u. -gefäße, Pankreas usw.).

  • Endosmose
    • End|osmose

    • Englischer Begriff: endosmosis

    osmotische Flüssigkeitsdiffusion (Osmose) aus einem hypotonen Außenmedium in ein durch eine semipermeable Membran geschlossenes System; s.a. Exosmose.

  • endosomatisch
    • endo|somatisch

    im Organismus erfolgend, dem Organismusinnern entstammend (z.B. als im Organismus generiertes = e. Biosignal).

  • Endosonographie
    • Endo|sono|graphie

    • Englischer Begriff: endosonoscopy

    Abbildung

    Endoskopie u. Ultraschalldiagnostik des oberen Magen-Darm-Traktes mit dem Ultraschallgastroskop (Seitenblickgastroskop; an seiner Spitze eine rotierende Ultraschallsonde).

  • Endospore
    • Endo|spore

    • Englischer Begriff: endospore

    asexuelle oder sexuelle Pilzspore, die im Innern einer Zelle oder eines Fruktifikationsorgans gebildet wird, z.B. Askospore.

  • endostal
    • end|ostal

    • Englischer Begriff: endosteal

    im Knochen (intraossal).

  • Endostatin
    • Endo|statin

    ein Faktor, der die Angiogenese u. damit das Tumor- u. Metastasenwachstum hemmt.

  • Endosteum
    • End|ost(e|um)

    • Synonyme: Periosteum internum

    • Englischer Begriff: endosteum

    die dem Periost vergleichbare, aber dünnere u. lückenhafte Bindegewebshaut, die die Markhöhle des Knochens auskleidet.

  • Endostose
    • End|osto|se

    • Englischer Begriff: en(d)ostosis

    Knochenhypertrophie („Hyperostose“), bei der sich das überschießend gebildete, neue Knochengewebe nach innen, d.h. zur – dadurch enger werdenden – Markhöhle hin anlagert; s.a. Periostose.

  • Endostose, multiple chondrogene
    Endostose
    • E., multiple chon|drogene

    Osteopoikilie.

  • Endostose, solitäre
    Endostose
    • E., solitäre

    Enostom.

  • Endosympathose, genitale
    • Endo|sympathose, genitale

    veraltete Bezeichnung für Pelipathia vegetativa.

  • Endotenon
    • Endo|tenon

    • Fach: Histologie

    Mesotendineum.

  • Endothel
    • Endo|thel

    Endothelium.

  • Endothelialisierung

      Bildung neuer Gefäßinnenhaut (Endothelium).

    • Endotheline
      • Endo|theline

      • Synonyme: ET (Abk.)

      • Englischer Begriff: endothelins

      vasoaktive Peptide, die v.a. im Endothel der Gefäßwände (aber auch in vielen anderen Organen) gebildet werden u. zur Vasokonstriktion führen; spielen wahrscheinlich eine Rolle in der Pathogenese der Hypertonie. Aktive E. entstehen aus ihren Vorstufen unter Beteiligung des „endothelin converting enzyme“ (ECE) u. wirken auf Endothelinrezeptoren (sog. ET-A- u. ET-B-Rezeptoren). Die pharm Hemmung durch ECE-Blocker oder ET-Rezeptor-Antagonisten verspricht Fortschritte in der Hypertoniebehandlung.

    • Endothelioblastom
      • Endothe|lio|blastom

      Endotheliom.

    • Endotheliom, diffuses
    • Endotheliom, malignes
    • Endothelioma
      • Endo|theliom(a)

      • Synonyme: Endothelioblastom

      • Englischer Begriff: endothelioma

      Tumor mit Ursprung im Endothel; i.e.S. als – meist bösartiges – Neoplasma des Blut- u. Lymphgefäßendothels (= Hämangio- bzw. Lymphangio-E.). – Entsprechende Tumoren der serösen Häute (Pleura, Perikard u. Peritoneum) werden als Mesotheliom, als Hirnhauttumoren, als Meningiom bezeichnet.

    • Endothelioma capitis Kaposi
      Endotheliom(a)
      • E. capitis Kaposi

      Turbantumor.

    • Endotheliose
      • Endotheliose

      • Englischer Begriff: reticuloendotheliosis

      Retikuloendotheliose.

      • E., kapilläre
        degenerative u. proliferative Endothelveränderungen bei der nichtthrombopenischen... (mehr)
    • Endotheliose, kapilläre
      Endotheliose
      • E., kapilläre

      • Englischer Begriff: capillary r.

      degenerative u. proliferative Endothelveränderungen bei der nichtthrombopenischen Purpura.

    • Endothelium
      • Endo|thelium

      • Englischer Begriff: endothel(ium)

      das einschichtige Plattenepithel, das die Herzräume u. die Blut- u. Lymphgefäße auskleidet (als Epithel der serösen Häute der Körperhöhlen = Mesothel); besteht aus platten, wechselnd gestalteten Zellen, deren Ränder sich u.U. überlappen können (s.a. Endothelporen).

    • endothelium derived relaxing factor
      • Synonyme: EDRF (Abk.)

      • Etymol.: engl.

      ein endothelialer Faktor, der zur Vasodilatation führt (Stickstoffmonoxid).

    • Endothelporen
      • Endothel|poren

      • Englischer Begriff: endothelial pores

      50–70 nm große, meist von einer zentralen Membran (= Diaphragma) verschlossene, kreisrunde Öffnungen in dünnen Endothelflächen, gehäuft in Darm- u. Drüsenkapillaren.

    • Endothelseeding
      • Endothel|seeding

      Ausbringen von Endothelzellen in Kunststoff-Gefäßprothesen zur schnelleren Endothelialisierung u. Vermeidung überschießender Intimaproliferation.

    • endotherme Reaktion
      • endo|therme Reaktion

      • Englischer Begriff: endothermic reaction

      • Fach: Chemie

      Umsetzung von Stoffen, die – unter Zunahme der Enthalpie des Systems – nur bei Wärmezufuhr abläuft; s.a. endergonische u. exotherme Reaktion.

    • Endothermie
      • Endo|thermie

      die nichtchirurgische Diathermie.

    • Endothrix
      • Endo|thrix

      s.u. Trichophyton; s.a. endotrich.

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