Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

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  • Enteramin
    • En|ter|amin

    • Englischer Begriff: enteramine

    • Fach: Biochemie

    Serotonin.

  • enteric cytopathic human orphan viruses
    • Etymol.: engl.

    ECHO-Viren.

  • entericus
    • en|te|ri|cus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: enteric

    die Eingeweide, i.e.S. den Darm (v.a. den Dünndarm) betreffend.

  • Enteritis
    • En|te|ri|tis

    • Englischer Begriff: enteritis

    Entzündung der Darmwand, i.e.S. der des Dünndarms; s.a. Colitis. Oft kombiniert mit einer Magenschleimhautentzündung (Gastroenteritis) oder einer Dickdarmschleimhautentzündung (Enterokolitis); s.a. Säuglingsenteritis. Geht einher mit – oft wässrigen u. übel riechenden – Durchfällen, evtl. auch Erbrechen, Fieber. Wird verursacht durch Allergene, durch Giftsubstanzen (Enterotoxine oder Chemikalien), radioaktive Strahlung (= E. actinica), Infektion, z.B. durch Shigellen (Bakterienruhr), Salmonellen (Salmonellenenteritis), Strepto-, Staphylokokken, Campylobacter, Viren (Enteroviren; Rotaviren, Adenoviren; s.a. Virusenteritis), Vibrionen (Cholera), Clostridium-Arten, Tuberkulose-, Coli-Bakterien (Coli-E.; v.a. durch Dyspepsie-Coli [„dyspeptische E.“; führt beim Säugling dann evtl. durch Flüssigkeitsverluste rasch zu gefährlicher Dehydratation mit Störungen des Elektrolythaushaltes]).

  • Enteritis allergica
    Enteritis
    • E. all|ergica

    Entzündung des ganzen Darms mit Schleimhautödem u. hochgradiger Gewebseosinophilie infolge Allergie gegen Nahrungsmittelallergene (z.B. Milch, Ei, Schokolade, Hefe, Nüsse, Käse, Fisch, Früchte, Gemüse), aber auch gegen Medikamente (z.B. Breitbandantibiotika). Verläuft akut oder chronisch, meist unter dem Bild der Colica mucosa (evtl. mit Abgang von Blut, als hämorrhagische E.).

  • Enteritis catarrhalis
    Enteritis
    • E. catar|rhalis

    E. mit Schleimhautschwellung u. reichlicher Darmschleimabsonderung.

  • Enteritis chronica
    Enteritis
    • E. chronica

    E. mit schleichendem, lang dauerndem u. rezidivierendem Verlauf; führt meist zu Abmagerung, starkem Flüssigkeitsverlust (Exsikkose) u. Vitaminmangelerscheinungen. Kommt vor v.a. bei Protozoeninfekt, bei Vergiftung durch Chemikalien (z.B. Blei, Quecksilber), bei Enzymschwäche, bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse u. Leber, seltener nach akuter E.

  • Enteritis diphtherica
    Enteritis
    • E. diph|therica

    • Synonyme: E. pseudomembranacea necroticans

    akute E. mit Bildung von Pseudomembranen (s.a. Diphtherie), oberflächlichen (Erosion) bis tiefen, geschwürigen („ulzerösen“) Darmwandschäden; wird verursacht bakteriell, toxisch (z.B. durch Quecksilber; aber auch bei Urämie), mechanisch (durch Kotstauung: „sterkorale Diphtherie“).

  • Enteritis follicularis
    Enteritis
    • E. follicularis

    v.a. bei Jugendlichen vorkommende E. mit Schleimhauthypertrophie u. Schwellung der Lymphfollikel.

  • Enteritis haemorrhagica
    Enteritis
    • E. haemor|rhagica

    E. mit Blutabgang; i.e.S. E. necroticans.

  • Enteritis necroticans
    Enteritis
    • E. ne|croticans

    • Synonyme: akuter Darmbrand

    akute E. mit fleckförmigem Schleimhautuntergang (Nekrose) durch Gasödemerreger (Lebensmittelvergiftung); mit schwersten, blutigen Durchfällen, Erbrechen, Darmkrämpfen, Kreislaufschwäche, Abgang nekrotischer Schleimhautfetzen; führt evtl. zu – mechanischem oder paralytischem – Ileus, geschwürigem Durchbruch (Perforation), Peritonitis. – Als pseudomembranöse E. n. die E. diphtherica.

  • Enteritis regionalis Crohn
    Enteritis
    • E. regionalis Crohn

    • Englischer Begriff: regional enteritis; Crohn's disease

    Abbildung

    chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die alle Abschnitte des Magen-Darm-Traktes betreffen kann, am häufigsten das terminale Ileum (80%), in ca. 50% Kolon u. terminales Ileum. Klinik: v.a. Abdominalschmerzen, Diarrhö, Gewichtsverlust u. Fieber. Der Schweregrad der Erkrankung wird mit Hilfe von Aktivitätsindizes beschrieben, am gebräuchlichsten ist der Aktivitätsindex nach Best (CDAI). Verlaufsformen: chronische Aktivität bei ca. 20%, intermittierende Aktivität bei ca. 35%, 5–10 Jahre nach Diagnosestellung sind ca. 45% klinisch inaktiv. Histol.: diskontinuierliche transmurale Entzündung mit ulzerösen Läsionen (Aphthen, Ulcera, Fissuren), entzündliches Infiltrat (Lymphozyten, Plasmazellen, Makrophagen, Granulozyten usw.), lymphoidzellige Herde, Granulome, Läsionen an Muskeln, Nerven, Gefäßen u. Bindegewebe. Extraintestinale Manifestationen wie bei Colitis ulcerosa. Kompl.: toxisches Megakolon, Perforation, Ileus, Blutung, Fisteln, Abszesse, Strikturen, Stenosen sowie erhöhtes Karzinomrisiko bei Crohn-Kolitis. Ther.: Formuladiät, parenterale Ernährung, medikamentös mit 5-Aminosalicylsäure, Kortikosteroiden, Metronidazol. Chirurgische Therapie ist bei ca. 90% der Patienten im Verlauf der Erkrankung notwendig, z.B. Ileozäkalresektion, Kolon- oder Rektumresektion. DD: Colitis ulcerosa, infektiöse Enteritiden, antibiotikaassoziierte pseudomembranöse Enterokolitis, Strahlenenteritis, ischämische Kolitis etc.

  • Enteritis, dyspeptische
    Enteritis
    • E., dys|peptische

    s.u. Enteritis (Einleitung).

  • Enteritis, ischämische
    Enteritis
    • E., isch|ämische

    ischämische Enteropathie.

  • Enteritisbakterien
    • Enteritis|bakterien

    • Englischer Begriff: enteritis-causing bacteria

    Salmonellen (i.w.S. auch andere bakterielle Enteritiserreger, die Diarrhö erzeugen).

  • Enteritisrheumatoid
    • Enteritis|rheumato|id

    enteroartikuläres Syndrom.

  • Entero...
    • En|te|ro...

    Wortteil „Darm“, „Darmtrakt“.

  • Enteroanastomose
    • Entero|ana|stomose

    • Englischer Begriff: enteroanastomosis; enteroenterostomy

    • Fach: Chirurgie

    Darmanastomose.

  • enteroartikuläres Syndrom
    • entero|artikuläres Syndrom

    • Synonyme: Enteritisrheumatoid

    • Englischer Begriff: enteropathic arthritis

    symptomatische (toxisch-allergische) Arthritis im Verlauf oder im Gefolge einer Enterokolitis; s.a. Reiter-Krankheit.

  • Enterobacter
    • Entero|bacter

    aerobe, bewegliche, gramnegative Bakterien der Familie Enterobacteriaceae (E. cloacae, E. aerogenes u. E. liquefaciens), die v.a. Harnwegsinfektionen hervorrufen.

  • Enterobacteriaceae
    • Entero|bacteriaceae

    Bakterienfamilie der Ordnung Enterobacteriales; u.a. mit den Gattungen Escherichia, Edwardsiella, Citrobacter, Salmonella, Shigella, Klebsiella, Enterobacter, Hafnia, Serratia, Proteus, Yersinia, Morganella u. Erwinia. Aerobe oder fakultativ anaerobe, gramnegative, gerade, z.T. peritrich begeißelte Stäbchen, die z.T. normale Darmbewohner (Darmflora) des Menschen, z.T. aber auch humanpathogen sind. Sie sind durch ihre biochemischen Leistungen (bunte Reihe) u. ihr Kolonienwachstum auf Elektivnährböden sowie durch ihre Antigene unterscheidbar (s.a. TPE-Diagnostik).

  • Enterobiasis
    • Entero|biasis

    • Synonyme: Oxyuriasis

    • Englischer Begriff: enterobiasis

    Befall u. Erkrankung durch Enterobius vermicularis. Klinik: Afterjucken, Durchfall, nervöse Störungen.

  • Enterobius vermicularis
    • Entero|bi|us vermicularis

    • Synonyme: Oxyuris s. Fusaria vermicularis; Madenwurm; Pfriemenschwanz

    Abbildung

    sehr verbreiteter darmparasitärer Fadenwurm [Nematoden; Oxyuridae] des Menschen (wirtsspezifisch; selten aber auch bei Zoo-Affen). Erreger der Enterobiasis u. der Appendicopathia oxyurica. Die geschlechtsreifen Würmer sind 9–12 (♀, hinten verschmälert) bzw. 2–5 mm (♂, hinten eingerollt; s. Abb.) groß, die Eier ca. 55 : 30 μm (abgeflacht; s.a. Wurmeier). Die Entwicklung geschluckter (seltener durch Retrofektion in den Darm gelangter) Larven zu reifen Würmern erfolgt in 37–101 Tg. an der Schleimhaut des Dünn- u. oberen Dickdarms („intramurale“ Entwicklung ist umstritten). Die reifen Männchen sterben bald nach der Kopulation, die Weibchen erst nach Abwanderung in tiefere Darmabschnitte u. nach Eiablage im Afterbereich.

  • Enterocele
    • Entero|cele

    • Englischer Begriff: enterocele

    • Fach: Chirurgie

    Enterozele.

  • enterochromaffine Zellen
    • entero|chrom|affine Zellen

    • Synonyme: Ciaccio-Z.; Kultschitzky-Z.; Schmidt-Z.

    • Englischer Begriff: enterochromaffin cells

    die chrom- u. argentaffinen, „basalgekörnten“ oder „gelben“ Zellen, die verstreut in der Speiseröhren- u. Magen-Darm-Schleimhaut sowie in Gallengängen liegen u. als APUD-Zellen ein diffuses endokrines System darstellen, dem auch die Inselzellen des Pankreas zugehören. Bilden Polypeptidhormone, z.B. Gastrin, Sekretin, Somatostatin, VIP, Enteroglucagon, Cholezystokinin.

  • Enterococcus
    • Entero|coccus

    • Fach: Bakteriologie

    Enterokokken.

  • Enteroenterostomie
    • Entero|entero|stomie

    • Fach: Chirurgie

    Darmanastomose.

  • Enteroepiplozele
    • Enter(o)epi|plo|zele

    • Synonyme: Darmnetzbruch

    • Englischer Begriff: enteroepiplocele

    • Fach: Chirurgie

    obsolete Bez. für Enterozele mit Darmschlingen u. Netz im Bruchsack.

  • Enterogastrone
    • Entero|gast|ro|ne

    • Synonyme: Anthelone

    • Englischer Begriff: enterogastrones

    Gewebshormone enterochromaffiner Zellen des Duodenums, welche die Magensekretion u. -beweglichkeit hemmen.

  • enterogen
    • entero|gen

    • Englischer Begriff: enterogenous

    im Darm (Dünndarm) entstanden.

  • Enteroglucagon
    • Entero|gluc|agon

    • Englischer Begriff: enteroglucagon

    Polypeptid des enterochromaffinen Systems; unterscheidet sich in Struktur, Molekulargewicht u. biologischen Eigenschaften vom Glucagon, wirkt aber ebenfalls als funktioneller Partner des Insulins.

  • enterohämorrhagisch
    • entero|hämorrhagisch

    • Englischer Begriff: enterohemorrhagic

    im Magen-Darm-Trakt zu Blutungen (Hämorrhagien) führend, z.B. e. Escherichia coli (EHEC).

  • enterohepatischer Kreislauf
    • entero|hepatischer Kreislauf

    • Englischer Begriff: enterohepatic circulation

    Abbildung

    Transportweg für die mit der Galle ausgeschiedenen u. in tieferen Darmabschnitten wieder rückresorbierbaren u. in die Leber gelangenden Substanzen; z.B. e. Kr. des Bilirubins (wird nach Umwandlung z.B. zu Urobilinogen z.T. rückresorbiert u. gelangt mit dem Pfortaderblut wieder zur Leber). I.e.S. der entsprechende Kreislauf der Gallensäuren, die – v.a. als Desoxycholsäure in die Leber zurücktransportiert – in den Leberparenchymzellen rekonjugiert u. danach erneut in die Galle ausgeschieden werden (Abb.). Darüber hinaus wird die Lithocholsäure z.T. zu Sulfolithochol-Glycin oder -Taurin umgesetzt und – da weniger gut rückresorbierbar – der schnelleren Ausscheidung mit dem Stuhl zugeführt.

  • enterohepatisches Syndrom
    • entero|hepatisches Syndrom

    aszendierende chronische Cholangitis.

  • Enterohydrozele
    • Entero|hydro|zele

    • Englischer Begriff: enterohydrocele

    Kombination von Entero- u. Hydrozele (z.B. Hernia encystica, Hydrocele hernialis).

  • Enterokarenz
    • Entero|karenz

    Nährstoffmangel infolge unzureichender Resorption bei ausreichender Zufuhr; v.a. bei zu schneller Darmpassage nach ungünstiger Darmanastomosierung (absichtlich z.B. als jejunoilealer Bypass), nach ausgedehnter Dünndarmresektion, bei zu geringer Speicherkapazität eines Ersatzmagens mit resultierendem Dumpingsyndrom. S.a. Endokarenz, Exokarenz, Maldigestion, Malresorption.

  • Enterokinase
    • Entero|kinase

    • Englischer Begriff: enterokinase

    Enteropeptidase.

  • Enterokleisis
    • Entero|klei|sis

    • Englischer Begriff: enterocleisis

    • Fach: Chirurgie

    Deckung einer Darmperforation, z.B. mit Netz.

  • Enteroklyse

      röntgenologische Kontrastmitteldarstellung des Dünndarms mittels einer in diesen Darmabschnitt vorgeschobenen Sonde.

    • Enterokokken
      • Entero|kokken

      • Englischer Begriff: enterococci

      zur normalen Darmflora gehörende Streptokokken der serologischen Gruppe D (nach Lancefield); s.a. Streptokokken...

    • Enterokolitis
      • Entero|kolitis

      • Synonyme: Enterocolitis

      • Englischer Begriff: enterocolitis

      Schleimhautentzündung des Dünn- u. Dickdarms (s.u. Enteritis, Colitis).

    • Enterokolitis necroticans neonatorum
      Enterokolitis
      • E. ne|croticans neo|natorum

      v.a. auf Intensivstationen für Neugeborene beobachtete E., die v.a. im Zusammenhang mit der Besiedlung des Darmes durch die normale Bakterienflora hochaseptischen Milieus beobachtet wird; hierbei vermehren sich fakultativ pathogene Erreger in Abwesenheit ihrer natürlichen Gegenspieler schnell, u. ihre toxischen Produkte, die v.a. im unteren Ileum resorbiert werden, zerstören am Ort der Resorption die Mukosa.

    • Enterokolitis, eosinophile
      Enterokolitis
      • E., eosino|phile

      Eosinophileninfiltration in Ileum u. Kolon, führt zu krampfartigen Bauchschmerzen u. Diarrhö.

    • Enterokolitis, pseudomembranöse
      Enterokolitis
      • E., pseudo|membranöse

      • Englischer Begriff: pseudomembranous e.

      Abbildung

      nach ischämischer Enteropathie sowie als Nebenwirkung lang dauernder Antibiotikatherapie (z.B. mit Tetracyclin) auftretende, lebensgefährl. E. (Letztere durch Überwucherung mit Clostridium difficile).

    • Enterokolostomie
      • Entero|kolo|stomie

      • Englischer Begriff: enterocolostomy

      • Fach: Chirurgie

      die operative Vereinigung („Anastomosierung“) des Dünndarms mit dem Dickdarm.

    • Enterokoniose
      • Entero|koniose

      • Fach: Pathologie

      Staubablagerungen in den Lymphknoten des Darms; ohne Krankheitswert.

    • Enterokystom
      • Entero|kystom

      • Englischer Begriff: enterocystoma

      Enterozyste.

    • Enterolith
      • Entero|lith

      • Englischer Begriff: enterolith

      Kotstein.

    • Enteromonas hominis
      • Entero|monas hominis

      1-kerniges, ovales (4–10 μm) Geißeltierchen (Flagellat [Polymastigida]) ohne Axostyl, undulierende Membran u. Zytostom. Als Trophozoit ein harmloser Darmbewohner des Menschen u. einiger Tiere; Zyste oval, reif 4-kernig.

    • Enteromphalus
      • Enter|omphalus

      Nabelbruch.

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