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  • Erbgut
    • Erb|gut

    Genotyp.

  • Erbinformation
    • Erb|information

    genetische Information.

  • Erbium
    • Synonyme: Er (Abk.)

    • Fach: Chemie

    3-wertiges Element (Metall) der Lanthaniden-Gruppe; OZ 68, Atomgew. 167,26, spezifisches Gew. 4,7; 15 Isotope (158Er–172Er), davon neun radioaktiv (u.a. die β-Strahler 169Er u. 171Er; Halbwertszeit 9,4 bzw. 7,8 h).

  • Erbkrankheit
    • Erb|krankheit

    • Synonyme: Heredopathie

    • Englischer Begriff: hereditary disease; heredopathia

    • Fach: Genetik

    familiär gehäuft auftretende Krankheit, für deren Entstehung erbliche Anlagen die entscheidende Rolle spielen (s.a. Erbgang), wobei die wesentlichen Symptome entweder ohne erkennbaren Einfluss von Umweltfaktoren auftreten oder aber auf Reize hin, die normalerweise keine derartige Wirkung haben (z.B. bei Xeroderma pigmentosum); s.a. Enzymopathie, s.a. Prädisposition.

  • Erblehre
    • Erb|lehre

    • Englischer Begriff: genetics

    Genetik.

  • Erbleichungsherd
    • Er|bleichungs|herd

    • Fach: Pathologie

    Nekrose von Ganglienzellen der Hirnrinde (bei erhaltener Glia) als Folge einer vorübergehenden Durchblutungsstörung; stets mehrfach (disseminiert) vorhanden.

  • Erblichkeit
    • Synonyme: Heredität

    • Englischer Begriff: heredity

    die Beteiligung von Genen an der Ausbildung phänotypischer Eigenschaften (Merkmale), charakterisiert durch ihr statistisch gesetzmäßiges Wiedererscheinen in der Nachkommenschaft (Erbgang).

  • Erbrechen
    • Er|brechen

    • Synonyme: Emesis; Vomitus

    • Englischer Begriff: vomiting

    Tabelle

    die rückläufige Entleerung von Magen- oder Darminhalt (s.a. Galle-, Koterbrechen) als komplexes, vom Brechzentrum gesteuertes Reflexgeschehen mit Efferenzen in den Nervi vagus u. glossopharyngeus, den Nerven der Atemwege u. den Nerven für die Bauchdeckenmuskeln u. das Zwerchfell. Ätiol. u. Pathogen.: vieldeutiges Symptom, da die Auslösung sowohl durch Afferenzen erfolgt, die der Rachen- oder Magenschleimhaut, dem Geruchs- oder Geschmacksorgan oder dem Vestibularapparat entstammen (s.a. Kinetosen), wie auch direkt durch mechanische oder chemisch-toxische Reizung des Brechzentrums (zerebrales E.; z.B. bei Hirndruck, aber auch durch Enthemmung bulbärer Mechanismen) sowie psychogen oder als Nebenwirkung einer Zytostatikatherapie (s.a. ANE-Syndrom, Erwartungserbrechen). Als habituelles E. das aus organischen, funktionellen oder seelischen Ursachen auftretende gewohnheitsmäßige E., z.B. bei Magentorsion, Aerophagie, Kaskadenmagen, Kardiainsuffizienz, hypertonisch-atonischer Dysphagie, bei Esszwang, Schulangst. Weitere Formen: acetonämisches E. (ketonämisches E.), Hämatemesis (kaffeesatzartiges E.), Hyperemesis (unstillbares E.). Pathophysiol.: Anhaltendes E. führt zu Verlust von Körperflüssigkeit (Exsikkose) u. Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushalts mit metabolischer Alkalose. Weitere Komplikationen sind ein evtl. auftretendes Mallory-Weiss-Syndrom u. Mangelernährung. Ther.: Antiemetika. – Erbrochenes ist ein wichtiges Asservat für kriminalistische Spurensicherung (zuletzt aufgenommene Nahrung, Giftnachweis).

  • Erbrechen, epidemisches
    Erbrechen
    • E., epidemisches

    • Synonyme: Bradley-Krankheit

    • Englischer Begriff: epidemic v.

    akute, einige Stunden bis wenige Tage dauernde Infektionskrankheit (ECHO-Viren?) mit Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, meist auch Fieber u. evtl. Liquorpleozytose; Ausbreitung – v.a. im Winter – besonders in Betrieben, Schulen, Bädern („Bädergrippe“).

  • Erbrechen, hypochlorämisches
    Erbrechen
    • E., hypo|chlor|ämisches

    • Synonyme: hypo|natri|ämisches E.

    • Englischer Begriff: hypochloremic v.

    E., das durch Salzverlust bzw. durch die Hypochlorämie u. -natriämie durch Reizung des Brechzentrums unterhalten wird.

  • Erbschädigung
    • Erb|schädigung

    • Englischer Begriff: genetic damage

    Änderung des Genotyps mit pathogener oder letaler Wirkung auf die Nachkommen infolge Gen- oder (unbalancierter) Genommutation.

  • Erbsenbein
    • Erbsen|bein

    • Englischer Begriff: pisiform (bone)

    • Fach: Anatomie

    Os pisiforme.

  • Erbsenpflückerkrankheit
    • Erbsen|pflücker|krankheit

    Feldfieber A.

  • Erbveitstanz
    • Erb|veits|tanz

    • Fach: Neurologie

    Chorea Huntington.

  • ERC
    • Synonyme: Abk. für expiratory reserve capacity

    • Etymol.: engl.

    das exspiratorische Reservevolumen.

  • ERC-Viren
    • Synonyme: Abk. für ECHO-28-Rhino-Coryza-Viren

    alte Bez. für die Rhinoviren.

  • ERCP
    • Synonyme: ERCS

    • Englischer Begriff: ERCP

    Abk. für endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikographie (s.u. Pankreatographie) bzw. Cholangioskopie.

  • Erdalkalien
    • Erd|alkalien

    • Synonyme: alkalische Erden

    • Englischer Begriff: alkaline earth elements; alkaline earth metal oxides

    • Fach: Chemie

    die in Wasser mit alkalischer Reaktion löslichen Oxide der Erdalkalimetalle (Elemente der 2. Hauptgruppe des Periodensystems: Be, Mg, Ca, Sr, Ba).

  • Erdbeergallenblase
    • Erd|beer|gallen|blase

    • Englischer Begriff: strawberry gallbladder

    Cholesteatose der Gallenblase.

  • Erdbeergeleesputum
    • Erd|beer|gelee|sputum

    • Englischer Begriff: strawberry jelly type sputum

    durch Blutbeimengung rosa bis rötlich verfärbter schleimiger Auswurf bei bösartigen Lungen- bzw. Bronchialtumoren.

  • Erdbeerpocken
    • Erd|beer|pocken

    Frambösie.

  • Erdbeerzunge
    • Erd|beer|zunge

    • Synonyme: Himbeerzunge

    • Englischer Begriff: strawberry tongue

    Abbildung

    die für Scharlach charakteristische Zunge (nach Abstoßen des Belags am 2.–3. Tag). Mit geschwollenen Papillen auf hochroter Schleimhaut. Gelegentlich auch z.B. bei Hepatitis, Leberzirrhose, Zystopyelitis oder allergisch-toxischen Zuständen.

  • Erden
    • Englischer Begriff: earths

    meist farblose, schwer schmelzbare, „erdige“ Metalloxide wie Tonerde (Al2O3 = Aluminiumoxid), Titandioxid, Oxide der Seltenen Erden u. Erdsäuren („saure Erden“).

  • Erden, alkalische
    Erden
    • E., alkalische

    Erdalkalien.

  • Erdessen
    • Erd|essen

    • Fach: Psychologie

    Geophagie.

  • Erdheim
    • Erdheim

    • Biogr.: Jakob E., 1874–1937, Pathologe, Wien

    • E.-Chester-Krankheit
      Form der Lipogranulomatose, die durch multiple Lipoidgranulome mit cholesterinhaltigen... (mehr)
    • E.-Syndrom
      (mehr)
    • 1)
      hypophysäre Störungen (Zwergwuchs, Dystrophia genitalis) u. Hirndruck... (mehr)
    • 2)
      ätiologisch ungeklärte Größenzunahme der Schlüsselbeine u. einzelner Wirbel... (mehr)
    • 3)
      Gsell-E... (mehr)
  • Erdheim-Chester-Krankheit
    Erdheim
    • E.-Chester-Krankheit

    Form der Lipogranulomatose, die durch multiple Lipoidgranulome mit cholesterinhaltigen Schaumzellen in inneren Organen, Knochen, Orbita u. im Retroperitoneum charakterisiert ist.

  • Erdheim-Syndrom
    Erdheim
    • E.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Erdheim disease

    • 1)
      hypophysäre Störungen (Zwergwuchs, Dystrophia genitalis) u. Hirndruck... (mehr)
    • 2)
      ätiologisch ungeklärte Größenzunahme der Schlüsselbeine u. einzelner Wirbel... (mehr)
    • 3)
      Gsell-E... (mehr)
  • Erdheim-Syndrom 1)
    Erdheim  >  Erdheim-Syndrom
    • 1)

    hypophysäre Störungen (Zwergwuchs, Dystrophia genitalis) u. Hirndruck (Kopfschmerzen, Sehstörungen) bei langsam wachsendem Kraniopharyngiom (E.-Tumor).

  • Erdheim-Syndrom 2)
    Erdheim  >  Erdheim-Syndrom
    • 2)

    • Synonyme: akromegale Makrospondylie (Scaglietti-Dagnini)

    ätiologisch ungeklärte Größenzunahme der Schlüsselbeine u. einzelner Wirbel (E.-Wirbel) einschließlich der Bandscheiben. Klinik: Kyphosebildung, Bewegungseinschränkung, örtliche u. ausstrahlende Schmerzen.

  • Erdheim-Syndrom 3)
    Erdheim  >  Erdheim-Syndrom
    • 3)

    • Fach: Kardiologie

    Gsell-E.-Syndrom.

  • erdige Quellen

      natürliche „Calcium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Wässer“ mit Gesamtmineralisation von mindestens 1 g/kg Wasser, wobei unter den Kationen Ca u./oder Mg, unter den Anionen Hydrogencarbonat vorherrschen.

    • Erdmetalle
      • Erd|metalle

      • Englischer Begriff: earth metals

      die Metalle der 3. Gruppe des Periodensystems: Aluminium, Scandium, Yttrium, Lanthan u. die Lanthaniden (= Seltenerdmetalle).

    • Erdölasphaltkrebs
      • Erd|öl|asphalt|krebs

      Karzinom bei Arbeitern in Erd- oder Schieferölraffinerien, Braunkohlenretortenanlagen etc.; klinisch unter dem Bild einer chronischen Dermatitis mit Melanodermie, Hyperkeratosen, Warzen oder Papillomen; gilt ggf., u.U. auch bei Schleimhautbefall (Larynx, Lunge), als Berufskrankheit.

    • Erdphosphate, amorphe
      • Erd|phosphate, amorphe

      • Englischer Begriff: earthy phosphates

      Calcium- u. Magnesiumphosphat (Ca3[PO4]2 bzw. Mg3[PO4]2) im Harnsediment; von klinischer Bedeutung bei krankhafter Alkali- u. Phosphaturie.

    • Erdrauchkraut
    • Erdrosseln
      • Er|drosseln

      • Englischer Begriff: strangulation

      Zusammenschnüren des Halses mittels eines horizontal umgelegten Strangulierungswerkzeugs. Durch unvollständige Kompression der Halsarterien bei weitgehendem Verschluss der Venen treten zunächst Blutstauung im Kopfbereich, später Bewusstseinsverlust u. Tod infolge Sauerstoffmangels auf; bei Druckeinwirkung auf den Sinusknoten evtl. Reflextod.

    • Erdsporen
      • Erd|sporen

      • Fach: Bakteriologie

      in Gartenerde oder im getrockneten Sand-Lehm-Kulturgemisch gebildete Sporen; s.a. Sporenbildner.

    • Erectio
      • Erectio

      Aufrichtung (Erektion).

      • E. incompleta
        Schwäche der Erektion des männlichen Gliedes (psychogen oder organisch)... (mehr)
    • Erectio incompleta
      Erectio
      • E. incompleta

      • Englischer Begriff: incomplete erection

      Schwäche der Erektion des männlichen Gliedes (psychogen oder organisch); s.a. Impotentia coeundi.

    • Erector
      • Erector

      • Synonyme: Erektor

      • Etymol.: latein. = Aufrichter

      • Englischer Begriff: erector (muscle)

      • Fach: Anatomie

      Musculus erector; z.B. Erectores pilorum (Musculi arrectores pilorum), E. trunci (Musculus erector spinae).

    • ereigniskorrelierte Potentiale
      • Synonyme: EkP (Abk.)

      • Englischer Begriff: event-related potentials

      späte Komponenten von i.d.R. akustisch oder visuell, auch somatosensorisch mit spezieller Reizdarstellung ausgelösten evozierten Potentialen. Die EkP beruhen im Gegensatz zu den frühen „exogenen“ Potentialkomponenten als „endogene“ Komponenten auf spezifischen intrapsychischen Prozessen u. begleiten die kognitive Verarbeitung des Reizes.

    • ereismatisches System
      • ereismatisches System

      • Englischer Begriff: posture regulating system

      der von Elementen des pyramidalen u. extrapyramidalen Systems gebildete Funktionskomplex der Haltungs- u. Stellreflexe als Grundlage zielgerichteter motorischer Aktionen („Stützmotorik“).

    • erektil
      • erektil

      • Englischer Begriff: erectile

      zu Erektion fähig.

    • Erektion
      • Englischer Begriff: erection

      das mechanisch oder psychoreflektorisch ausgelöste Sichaufrichten des Penis, der Clitoris oder der Brustwarzen durch Anschwellen der Schwellkörper (d.h. durch arterielle Hyperämie bei behindertem Blutabfluss); s.a. Erectio incompleta, Priapismus, Erektionsreflex.

    • Erektionshilfen
      • Erektions|hilfen

      mechanische Hilfsmittel zur Erreichung einer Erektion bei erektiler Dysfunktion. Zur Anw. gelangen prinzipiell zwei Methoden: technische Mittel zur Behinderung des venösen Abflusses (z.B. elastischer Ringschlauch, der um die Penis-Basis gelegt wird) u. Vakuumapparate, mit deren Hilfe sich der Penis mit Blut füllt.

    • Erektionsreflex
      • Erektions|reflex

      • Englischer Begriff: erection reflex

      durch mechanische Reizung der Haut der Glans penis bzw. Clitoris u. der Schamlippen ausgelöste Erektion des männlichen Gliedes bzw. des Kitzlers. Die Afferenz erfolgt v.a. über den Nervus pudendus, die Efferenz über die Nervi splanchnici pelvini; das – parasympathische – Reflexzentrum (bei ♂ gleichzeitig für Ejakulationsreflex) liegt im Sakralmark (S II–V). Der Reflex ist durch psychische Faktoren hemmbar u. förderbar.

    • Erektionsstörung
      • Erektions|störung

      • Englischer Begriff: erectile dysfunction

      mangelhafte oder fehlende Versteifung des Penis, wobei die sexuelle Erregung vorhanden sein kann; der Vollzug des Geschlechtsverkehrs ist erschwert oder nicht möglich ohne spezielle therapeutische Maßnahmen; s.a. Erektionshilfen, Schwellkörperautoinjektionstherapie. Neben organischen Ursachen (z.B. Erkrankungen im Bereich des Genitalsystems, Gefäßerkrankungen, Operationen im Urogenitalbereich, diabetische Neuropathie) kommen v.a. psychische Störungen in Frage; s.a. Impotenz.

    • Eremophobie
      • Eremo|phobie

      • Englischer Begriff: eremophobia

      krankhafte Furcht vor dem Alleinsein bzw. auch vor einsamen Plätzen.

    • Erepsine
      • Erep|sine

      • Synonyme: Ereptasen

      • Englischer Begriff: erepsins

      historische Bez. für von der Darmschleimhaut abgesonderte Peptidasen.

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