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  • Erwerbsfähigkeit
    • Erwerbs|fähigkeit

    • Englischer Begriff: earning capacity

    in der gesetzlichen Unfallversicherung die Fähigkeit, seine Arbeitskraft wirtschaftlich zu verwerten; in der gesetzlichen Rentenversicherung die Fähigkeit, eine Erwerbstätigkeit in gewisser Regelmäßigkeit auszuüben. – Eine Minderung der E. (MdE) wird vom Arzt unter Berücksichtigung anerkannter Richtlinien (Tabellen) in % geschätzt (u. im Begutachtungsbefund fixiert) u. ist z.B. für die Anw. des Schwerbehindertengesetzes maßgeblich; die MdE entspricht dem Grad der Behinderung, abgeleitet nach WHO-Definition aus den Faktoren Schaden („impairment“), funktionelle Einschränkung („disability“) u. soziale Beeinträchtigung („handicap“); auch eine hohe MdE schließt (z.B. nach entsprechender Schulung) eine Berufstätigkeit nicht aus.

  • Erwerbsunfähigkeit
    • Erwerbs|unfähigkeit

    • Synonyme: EU (Abk.)

    • Englischer Begriff: disability

    in der gesetzlichen Rentenversicherung (§ 1247 RVO) die durch Gutachten bestätigte (s.a. Erwerbsfähigkeit) verminderte Leistungsfähigkeit des rentenberechtigten Versicherten in dem Sinne, dass er „infolge Krankheit (Gebrechen) oder Schwäche seiner körperlichen u. geistigen Kräfte auf nicht absehbare Zeit eine Erwerbstätigkeit in gewisser Regelmäßigkeit nicht mehr ausüben oder nur noch geringfügige Einkünfte durch Erwerbstätigkeit erzielen kann“. In der gesetzlichen Unfallversicherung (§ 24 AVG) die Unfähigkeit, seine Arbeitskraft wirtschaftlich zu verwerten, wobei der Verletzte aber nur auf Arbeiten verwiesen werden darf, die ihm unter Berücksichtigung seiner Ausbildung u. seines bisherigen Berufes zugemutet werden können. Im Versorgungsrecht die Minderung der Erwerbsfähigkeit eines Beschädigten um mehr als 90%.

  • Erwinia
    • Erwinia

    • Englischer Begriff: Erwinia

    Gattung gramnegativer, meist beweglicher, stäbchenförmiger Bakterien der Familie Enterobacteriaceae. Gilt als Pflanzen schädigend, für Menschen als opportunistisch krankheitserregend.

  • Erwürgen
    • Englischer Begriff: strangulation

    Töten durch ein- oder beidhändiges Zusammendrücken des Halses (Drosselung der Blutzufuhr zum Gehirn u. Kompression der Luftwege, evtl. auch Reizung des Glomus caroticum mit Sekundenherztod).

  • Ery
    • Englischer Begriff: RBC (red blood cell)

    • Fach: Hämatologie

    Abk. für Erythrozyt.

  • Erysipel
    • Ery|si|pel

    • Synonyme: Ery|si|pe|las; (Wund-)Rose; Streptodermia cutanea lymphatica

    • Englischer Begriff: erysipelas

    Abbildung

    akute Hautinfektion durch Streptokokken, die von einem Epitheldefekt (Wunde, Rhagade, Interdigitalmykose) ausgeht. Flächenhafte Ausbreitung des Erythems (s. Abb.). Klinik: hochrote, von der Umgebung stufenförmig abgesetzte, flammenförmig vordringende „heiße“ Haut- (oder Schleimhaut-)Infiltration, begleitet von mehr oder weniger schweren Allgemeinerscheinungen, v.a. mit hohem Fieber. Auftreten: meist im Gesicht (Gesichtsrose = E. faciale) mit erheblicher Ödembildung, oft auch an den Extremitäten oder als Nabelerysipel. Bei chronisch-rezidivierendem Verlauf auch symptomarmes (mitigiertes ) Erysipel möglich. S.a. Erysipelatoid, Erysipeloid.

  • Erysipelas bullosum
    Erysipel
    • E. bullosum

    • Englischer Begriff: bullous e.

    E. mit Blasenbildung.

  • Erysipelas ecchymatosum
    Erysipel
    • E. ecchymatosum

    E. mit Blutung in Form von Ekchymosen.

  • Erysipelas gangraenosum
    Erysipel
    • E. gangraenosum

    • Englischer Begriff: gangrenous e.

    E. mit örtlichem Gewebstod (Nekrose); bei herabgesetzter Abwehrkraft des Betroffenen (z.B. beim Säugling u. Diabetiker), aber auch nach Thrombose; die Prognose ist ernst, da der Verlauf evtl. septisch ist (= malignes E.).

  • Erysipelas glabrum
    Erysipel
    • E. gla|brum

    • Synonyme: E. laevigatum

    die Anfangsform des Erysipels mit noch glatter glänzender Haut.

  • Erysipelas haemorrhagicum
    Erysipel
    • E. haemorrhagicum

    eine mit Blutungen einhergehende Form des E.

  • Erysipelas migrans
    Erysipel
    • E. mi|grans

    • Synonyme: Wanderrose

    • Englischer Begriff: wandering e.

    E. mit Ausbreitung in verschiedenen Richtungen unter zentraler Abheilung.

  • Erysipelas phlegmonosum
    Erysipel
    • E. phlegmonosum

    • Synonyme: E. abscedens

    • Englischer Begriff: phlegmonous e.

    auf tiefere Hautschichten u. das Unterhautfettgewebe übergreifendes E. mit eitriger Einschmelzung.

  • Erysipelas suum
    Erysipel
    • E. suum

    • Synonyme: E. zoonoticum

    Erysipeloid.

  • Erysipelatoid
    • Erysipelatoid

    • Englischer Begriff: erysipelatoid

    • Fach: Dermatologie

    bei Staphylokokkensepsis vorkommendes Pyämid (als blaurotes makulöses Erythem, z.T. mit kleinsten Bläschen).

  • Erysipeloid
    • Erysipeloid

    • Synonyme: Pseudoerysipel; Schweinerotlauf

    • Englischer Begriff: erysipeloid

    Infektionskrankheit durch Erysipelothrix insidiosa, auch E. rhusiopathiae. Scharf abgesetztes, allmählich fortschreitendes, blaurotes Erythem (meist der Hände). Verläuft ohne Schwellung u. ohne Fieber (ausnahmsweise aber septikämisch); heilt nach etwa 3 Wo. vom Zentrum her ab. Die Infektion erfolgt durch Eindringen der Erreger bei Hautverletzungen im Umgang mit erregerhaltigem älterem Fleisch u. Fisch (s.a. Fischrose). Übertragungsgefahr von Mensch zu Mensch gering.

  • Erysipelothrix insidiosa
    • Erysipelo|thrix insidiosa

    • Synonyme: E. erysipeloides; E. rhusiopathiae; E. murisepticus; Bacillus erysipelatos suis

    die einzige selbstständige Art der Gattung E. Erreger des Erysipeloids des Menschen u. des Rotlaufs bei Schweinen, Schafen, Vögeln, Fischen. Unbewegliche Stäbchen, fakultativ anaerob, katalasenegativ. Sind grampositiv, in älteren Kulturen gramnegativ. Neigung zu fadenförmigem Wachstum; säure-, nicht aber gasbildend auf Glucose, Fructose, Mannose, Lactose, Galaktose (nicht auf Saccharose).

  • Erythem, aktives
    Erythem(a)
    • E., aktives

    s.u. Erythem (Einleitung).

  • Erythema
    • Ery|them(a)

    • Englischer Begriff: erythema

    flächenhafte Hautrötung infolge Erweiterung u. vermehrter Füllung der Blutgefäße (nach deren Ursache unterschieden als aktives u. passives, d.h. durch arterielle oder venöse Hyperämie bedingtes E.). Es verschwindet – im Gegensatz zur Purpura – unter Druck. Tritt meist als angioneurotischer Zustand oder aber als entzündliche Reaktion auf; s.a. Erythrodermie.

  • Erythema a frigore
    Erythem(a)
    • E. a frigore

    durch Kälte verursachtes E.; Erfrierung.

  • Erythema ab acribus
    Erythem(a)
    • E. ab acribus

    E. durch chemische Substanzen; als I. Grad einer „kaustischen“ Reaktion (s.a. Verbrennung) oder einer Kontaktdermatitis.

  • Erythema ab igne
    Erythem(a)
    • E. ab igne

    • Synonyme: Livedo reticularis e calore

    netzartige Rötung durch Wärmeentwicklung, die in Hyperpigmentierung (Buschke-Hitzemelanose) übergehen kann.

  • Erythema actinicum
    Erythem(a)
    • E. actinicum

    E. durch Einwirkung von Ultraviolett B oder von Röntgenstrahlen; evtl. als Vorstufe der Dermatitis actinica.

  • Erythema anulare centrifugum
    Erythem(a)
    • E. anulare centrifugum

    • Synonyme: Darier-Krankheit

    blaurotes E., das sich in z.T. girlandenförmigen Ringfiguren ausbreitet; besitzt einen papulösen, z.T. etwas schuppenden Randwall. Dauer 8–14 Tg., evtl. aber monatelang. Polyätiologische Hautreaktion, z.B. bei malignen Tumoren, Infektionen (u.a. Meningitis, Tuberkulose, Fokalinfektionen, Streptokokken-, Virusinfektionen), Wurmbefall. Provokation durch Salicylate, Chloroquin, Penicillin; Nahrungsmittelallergie (z.B. Fisch).

  • Erythema anulare familiale
    Erythem(a)  >  Erythema anulare centrifugum
    • E. a. familiare

    familiär gehäuftes, ringförmiges E.

  • Erythema anulare rheumaticum Lehndorff-Leiner
    Erythem(a)  >  Erythema anulare centrifugum
    • E. a. (rheumaticum) Lehndorff-Leiner

    kaum sichtbares, bläulich-blassrotes, kreis- oder kreissegmentförmiges E. nach Art eines Exanthems bei Kindern mit chronischem Gelenkrheumatismus (u. Endokardbeteiligung).

  • Erythema arthriticum epidemicum
    Erythem(a)
    • E. arthriticum epidemicum

    Haverhill-Fieber.

  • Erythema autumnale
    Erythem(a)
    • E. autum|nale

    Trombidiose.

  • Erythema bullosum
    Erythem(a)
    • E. bullosum

    E. mit Blasenbildung, E. exsudativum multiforme; als E. b. chronicum Gross das bullöse Pemphigoid; als E. b. Neisser die „Obsturtikaria“ mit Blasenbildung an bd. Handflächen; als E. b. vegetans Unna der Pemphigus vegetans.

  • Erythema caloricum
    Erythem(a)
    • E. caloricum

    als Hitze-E. vorübergehende Hautrötung durch Wärmeeinwirkung; s.a. Verbrennung.

  • Erythema centrifugum
    Erythem(a)
    • E. cen|trifugum

    E. anulare centrifugum.

  • Erythema centrifugum symmetricum
    Erythem(a)  >  Erythema centrifugum
    • E. c. symmetricum

    ein kaum schuppender Lupus erythematodes chronicus discoides.

  • Erythema chronicum migrans Afzelius-Lipschütz
    Erythem(a)
    • E. chronicum mi|grans Afzelius-Lipschütz

    Abbildung

    flächenhaftes, großbogig begrenztes E.; geht meist von einem Zeckenbiss aus und breitet sich unter zentraler Abblassung langsam über große Flächen aus („Ringerythem“, s. Abb.). Ist charakteristisch für die (v.a. durch Borrelia burgdorferi hervorgerufene) E.-migrans-Krankheit (Lyme-Krankheit).

  • Erythema circinatum
  • Erythema contusiforme
  • Erythema dyschronicum perstans
    Erythem(a)
    • E. dyschromicum perstans

    ashy dermatosis.

  • Erythema elevatum et diutinum
    Erythem(a)
    • E. elevatum (et) diutinum

    ein oft jahrelang fortbestehendes E. mit Bildung hell-, später lividroter, in Kreissegmenten oder Girlanden gruppierter glatter Papeln mit eingesunkenem Zentrum an Stamm u. Gliedmaßen.

  • Erythema exsudativum multiforme hebra
    Erythem(a)
    • E. exsudativum multiforme (Hebra)

    • Synonyme: E. m. Kaposi; Erythanthema exsudativum Auspitz

    Abbildung

    als „Scheibenrose“ ein E., das gehäuft im Frühjahr u. Herbst akut auftritt (s. Abb.). Klinik: mehr oder weniger starke Allgemeinerscheinungen (u.U. Gelenkbeschwerden) an Hand- u. Fußrücken, Gesicht, Nacken u. Halbschleimhäuten. Zeigt sich in Form bis zu fingernagelgroßer rundlicher Herden verschiedenster Anordnung (E. multiforme maculosum, papulatum, tuberculatum, vesiculosum, bullosum; E. anulatum, circinatum, gyratum, iridis, marginatum) und Ausbreitung (E. e. minus bzw. majus). S.a. als Majus-Syndrome: Baader-Dermatostomatitis, Stevens-Johnson-, Fuchs-Syndrom. Neigt stark zu Rückfällen, als E. m. rheumatoides der Rash beim Still-Syndrom.

  • Erythema faciale perstans
    Erythem(a)
    • E. faciale perstans

    konstitutionelle („Typus rusticanus“) Gesichtsröte.

  • Erythema fugax
    Erythem(a)
    • E. fugax

    flüchtige, unregelmäßig begrenzte Hautrötung.

  • Erythema glaciale
  • Erythema gluteale infantum
    Erythem(a)
    • E. gluteale (infantum)

    • Englischer Begriff: napkin e.

    Windelausschlag.

  • Erythema gyratum repens
    Erythem(a)
    • E. gyratum repens

    • Synonyme: E. g. serpens

    ein flüchtig kriechendes E. multiforme bei Kranken mit bösartigen Tumoren innerer Organe.

  • Erythema induratum Bazin
    Erythem(a)
    • E. induratum Bazin

    • Synonyme: Tuberculosis cutis indurativa

    v.a. bei jungen Frauen mit Tuberkulose der Eingeweide u. Erythrocyanosis crurum vorkommendes, als Tuberkulid aufgefasstes E. in Form plattenförmiger, zuweilen erweichender u. durchbrechender, blauroter derber Infiltrate in tiefen Hautschichten der Waden; heilt nach Monaten unter Pigmentierung u. Einziehungen ab. – Als E. i. atypicum Denecke die Erythrocyanosis frigida crurum puellarum.

  • Erythema infectiosum acutum
    Erythem(a)
    • E. infectiosum (acutum)

    • Synonyme: E. i. morbilliforme; E. infantum febrile; Exanthema variegatum; Megalerythema infectiosum; Ringelröteln; 5. Krankheit

    akutes E. v.a. bei ♀ Kindern u. Jugendlichen, das im Frühjahr u. Herbst oft epidemieartig auftritt. Ätiol.: Manifestation einer Infektion durch Parvovirus B19; Inkubationszeit 7–14 Tg. Klinik: greift vom Primärort, dem Gesicht (oft „Schmetterlingsfigur“), auf die Gliedmaßen (Streckseiten), den Stamm u. das Gesäß über. „Springende“, flächenhaft zusammenfließende, bläulich-rötliche Herde, die zentral abblassen u. ring- u. landkartenförmige Figuren bilden. Keine Schleimhaut- u. Lymphknotenbeteiligung.

  • Erythema iris
    Erythem(a)
    • E. iris

    E. exsudativum multiforme mit Iris-förmigen Herden.

  • Erythema marginatum
    Erythem(a)
    • E. marginatum

    E. exsudativum multiforme mit zentral abgeheilten Herden.

  • Erythema marginatum rheumaticum
  • Erythema migrans
    Erythem(a)
    • E. mi|grans

    • 1)
      Lyme-Krankheit... (mehr)
    • 2)
      E. anulare centrifugum... (mehr)
    • 3)
      (Rosenbach) Erysipeloid... (mehr)
  • Erythema migrans 1)
    Erythem(a)  >  Erythema migrans
    • 1)

    • Synonyme: E.-m.-Krankheit

    • Englischer Begriff: Lyme disease

    Lyme-Krankheit.

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