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  • Fibulafraktur
    • Fibula|fraktur

    • Englischer Begriff: fracture of fibula

    der Wadenbeinbruch. Meist als indirekt entstandener Bruch im Rahmen einer Unterschenkel- oder Knöchelfraktur (häufig kombiniert mit Sprunggelenkverletzung), seltener als direkt entstandene Fraktur, z.B. als isolierter Quer-, Trümmer- oder Stückbruch des mittleren Drittels oder als Abrissfraktur des Köpfchens (häufig mit Fibularislähmung).

  • Fibulareflex
    • Fibula|reflex

    • Englischer Begriff: idiomuscular biceps femoris reflex

    die auf Beklopfen des Wadenbeinköpfchens als Muskeleigenreflex erfolgende Kontraktion des Musculus biceps femoris; s.a. Fibularisphänomen.

  • Fibularis
    • Fi|bu|la|ris

    • Fach: Anatomie

    Kurzbezeichnung des Nervus peroneus u. der Arteria peronea.

  • fibularis
    • fibularis

    • Englischer Begriff: fibular; peroneal

    das Wadenbein (Fibula) betreffend (s.a. Peroneal...), an der Außenseite (= lateral) des Beines.

  • Fibularislähmung
    • Fibularis|lähmung

    • Synonyme: Peroneuslähmung

    • Englischer Begriff: peroneal nerve paralysis

    Funktionsausfall der vom Nervus peroneus = N. fibularis (insbes. N. p. profundus) nervös versorgten Fuß- u. Zehenstreckmuskeln als Folge einer Erkrankung oder Schädigung des Nervs; u.a. als Berufsschaden (gemäß der 7. BKVO) z.B. bei Bodenlegern, Dachdeckern infolge Kompression durch die Sehne des Musculus biceps femoris. Klinik: fehlende Fußhebung (Dorsalflexion), Lähmungsspitzfuß, Steppergang.

  • Fibularisphänomen
    • Fibularis|phänomen

    • Synonyme: Lust-Phänomen

    • Englischer Begriff: Lust's phenomenon

    • Fach: Neurologie

    kurze Hebung u. Pronation des Fußes auf Beklopfen des Nervus fibularis hinter dem Wadenbeinköpfchen als Zeichen für Tetanie u. Spasmophilie.

  • Fichtennadelöl
    • Synonyme: Piceae aetheroleum

    Abbildung

    ätherisches Öl; in spezieller Aufbereitung (Bad, Dampf) nachweislich wirksam bei Katarrhen der Luftwege u. rheumatischen Beschwerden. Kontraind.: Asthma bronchiale, Keuchhusten.

  • Ficin
    • Ficin

    • Englischer Begriff: ficin

    • Fach: Enzymologie

    eine Endopeptidase mit Papain-ähnlicher Spezifität im Milchsaft von Feigen (Ficus); Anw. z.B. serol beim Enzymtest.

  • Fick
    • Fick

    • Biogr.: 1) Adolf F., 1829–1901, Physiologe, Zürich, Würzburg; 2) Rudolf F., 1866–1939, Anatom, Berlin

  • Fick-Diffusionsgesetz
    Fick
    • F.-Diffusionsgesetz

    • Englischer Begriff: Fick's law of diffusion

    • Biogr.: Adolf F.

    Die pro Zeiteinheit durch eine Schicht (z.B. Membran, Alveolarwandung) diffundierende Stoffmenge (z.B. O2) ist der Differenz der Stoffkonzentrationen zwischen beiden Schichtseiten u. der Schichtfläche proportional sowie umgekehrt proportional der Schichtdicke.

  • Fick-Gleichung
    Fick
    • F.-Gleichung

    • Englischer Begriff: Fick formula

    • Biogr.: Adolf F.

    Abbildung

    Formel zur Bestimmung des Herzminutenvolumens (HMV) durch Sauerstoffmessungen. S.a. F.-Prinzip.

  • Fick-Prinzip
    Fick
    • F.-Prinzip

    • Englischer Begriff: Fick principle

    • Biogr.: Adolf F.

    • Fach: Physiologie

    Prinzip, wonach die pro Zeiteinheit von einem Organ aufgenommene Menge einer Substanz gleich dem Produkt aus arteriovenöser Konzentrationsdifferenz dieses Stoffes u. Volumendurchfluss (pro Zeiteinheit) des Lösungsmittels (meist Blut) ist. Aus der aufgenommenen Substanzmenge u. a.-v. Differenz kann so der Blutdurchfluss eines Organs bestimmt werden (z.B. als Herzminutenvolumen, F.-Gleichung).

  • Fick-Zeichen
    Fick
    • F.-Zeichen

    • Englischer Begriff: vacuum phenomenon

    • Biogr.: Rudolf F.

    • Fach: Röntgenologie

    Vakuumphänomen.

  • Fieber
    • Synonyme: Febris; Pyrexie

    • Englischer Begriff: fever

    Abbildung

    Überschreitung der Körperkerntemperatur von 38,3 °C als Folge einer zentralen Verstellung des Sollwerts in den Wärmeregulationszentren. Die Körpererwärmung wird entweder durch Verminderung der Wärmeabgabe (Verengung der Hautgefäße und dadurch Verminderung der Hautdurchblutung) u./oder Steigerung der Wärmebildung (sog. Schüttelfrost, d.h. gesteigerte Muskelaktivität bei starkem Fieberanstieg) veranlasst. Die normale Körperkerntemperatur liegt bei 37 ± 1 °C; eine Temperatur von 41,4 °C wird fast nie überschritten. Die Körperkerntemperatur wird am genauesten rektal gemessen. Ätiol.: physiologisch durch normale Einflüsse auf das Regulationszentrum, z.B. bei allgemeiner Anspannung (Lampenfieber) oder bei körperlicher Arbeit; meist pathophysiologische Einflüsse: entweder direkt ausgelöst durch Krankheitsprozesse im Gehirn (zentrales Fieber; z.B. bei Hirntumor, Ventrikelblutung, Liquordruckerhöhung) oder aber indirekt durch herangeführte Pyrogene wie Bakterien u. deren Zerfallsprodukte (dann häufig mit Schüttelfrost), körpereigene (z.B. postinfarzielle, postkombustionelle, neoplasmogene) Abbauprodukte, evtl. auch bestimmte Steroide (fraglich). Im Alter setzt die Fieberreaktion häufig erst verspätet ein, ist abgeschwächt oder fehlt ganz. F. ist abends im Allg. höher als morgens u. zeigt oft einen krankheitsspezifischen Verlauf (Fiebertyp, Abb.). Dieser wird allerdings durch den Einsatz von Medikamenten unterdrückt. Vom Fieber zu unterscheiden ist die Hyperthermie, die eine dem Körper aufgezwungene Überwärmung bei normalem Sollwert darstellt, z.B. bei zu hoher Umgebungstemperatur.

  • Fieber unbekannter Ursache
    Fieber
    • F. unbekannter Ursache

    • Synonyme: f. of unknown origin

    • Englischer Begriff: FUO

    Temperaturerhöhung auf über 37,5 °C (bei jüngeren Patienten über 38,3 °C), die mindestens drei Wochen besteht u. nach einwöchiger stationärer Diagnostik noch ungeklärt ist.

  • Fieber, alimentäres
    Fieber
    • F., alimentäres

    • Englischer Begriff: alimentary f.

    Durstfieber des Säuglings unter eiweißreicher, flüssigkeitsarmer Nahrung.

  • Fieber, aseptisches
    Fieber
    • F., aseptisches

    • Englischer Begriff: aseptic f.

    F. ohne Zeichen einer Infektion nach Verletzung, Operation; wahrscheinlich ausgelöst durch Resorption von Stoffen aus Nekrosen.

  • Fieber, biliäres
    Fieber
    • F., biliäres

    • Englischer Begriff: biliary f.

    intermittierendes oder remittierendes F. bei Cholangitis.

  • Fieber, ephemeres
    Fieber
    • F., ephemeres

    • Englischer Begriff: ephemeral f.

    Eintagsfieber.

  • Fieber, hämorrhagisches
    Fieber
    • F., hämorrhagisches

    • Englischer Begriff: hemorrhagic f.

    F. mit charakteristischer Blutungsneigung (= hämorrhagische Diathese).

  • Fieber, künstliches
    Fieber
    • F., künstliches

    • Englischer Begriff: artificial f.

    F. als Ergebnis der Fiebertherapie.

  • Fieber, rheumatisches
    Fieber
    • F., rheumatisches

    • Englischer Begriff: rheumatic f.

    s.u. rheumatisch.

  • Fieber, typhoides
    Fieber
    • F., typhoides

    • Englischer Begriff: typhoid f.

    Typhus abdominalis.

  • Fieber, zentrales
    Fieber
    • F., zentrales

    • Synonyme: zerebrales F.

    • Englischer Begriff: central f.; cerebral f.

    s.u. Fieber (Einleitung).

  • Fieberbläschen
    • Fieber|bläs|chen

    • Englischer Begriff: fever blister

    Herpes simplex (febrilis).

  • Fieberdelir
    • Fieber|delir

    • Englischer Begriff: febrile delirium

    ein im Verlauf hochfieberhafter Zustände auftretendes Delirium.

  • Fiebererythem
    • Fieber|erythem

    • Englischer Begriff: fever rash; hectic flush

    Fieberröte; die meist großfleckige Hautrötung (v.a. der Wangen) bei fieberhaften Erkrankungen als Ausdruck der Weitstellung peripherer Blutgefäße (Vasodilatation).

  • Fieberkrämpfe
    • Fieber|krämpfe

    • Englischer Begriff: febrile convulsions

    zerebrale, tonisch-klonische Krampfanfälle im Säuglings- u. Kleinkindalter, verursacht durch schnellen Fieberanstieg bei akuten Erkrankungen. Meist harmlos; falls rezidivierend, evtl. Erstmanifestation einer Epilepsie.

  • Fieberkrise
    • Fieber|krise

    • Englischer Begriff: febrile crisis

    ein im Verlauf einer fieberhaften Erkr. – meist nach max. Temperaturanstieg mit Verwirrtheit (= Perturbatio critica) – erfolgender rascher Fieberabfall; entweder mit fortschreitender Besserung oder aber mit Kreislaufzusammenbruch (u. Exitus letalis).

  • Fieberkurve
    • Fieber|kurve

    • Englischer Begriff: fever curve; fever chart

    Abbildung

    graphische Darstellung der meist 2-mal tgl. ermittelten Körpertemperaturwerte. Wichtig als Hilfsmittel der Diagnostik u. Prognostik (s. Abb.). Im Kurvenverlauf werden unterschieden: Anstiegsstadium (Stadium incrementi), Gipfelstadium (St. fastigium) u. Abfallstadium (Stadium decrementi = Deferveszenz; mit Lyse oder Fieberkrise). – Im allg. Sprachgebrauch das hierfür zur Verfügung stehende, genormte Blatt, das auch für die Eintragung weiterer Beobachtungsdaten (Puls, Stuhlgang, Blutbild, Urinstatus etc.) u. therapeutische u. diagnostische Vermerke genutzt wird.

  • Fiebermittel
    • Englischer Begriff: antipyretic agents

    • Fach: Pharmazie

    fiebersenkende (Antipyretika, Antifebrilia), i.w.S. auch Fieber erzeugende Mittel (Pyretika, Pyrogene).

  • Fiebertherapie
    • Fieber|therapie

    • Englischer Begriff: pyretotherapy

    Fieberprovokation als Maßnahme i.S. der Umstimmungstherapie; durch Pyretika als künstliche Infektion; auch falsche Bez. für künstliche Hyperthermie durch physikal. Maßnahmen (Überwärmungsbad, Diathermie).

  • Fiebertyp
    • Fieber|typ

    s.u. Fieber (dort Abb.); s.a. Fieberkurve.

  • Fiedler-Myokarditis
    • Fiedler-Myokarditis

    • Englischer Begriff: Fiedler's myocarditis

    • Biogr.: Carl L. A. F., 1835–1921, Arzt, Dresden

    eine frühkindlich auftretende idiopathische, akute oder subakute interstitielle Myokarditis. Symptome dieser Herzkrankheit, die evtl. mit einem kurzen fieberhaften Vorstadium mit Katarrh der oberen Atemwege u. Diarrhö beginnt, sind schwere Atemnot mit Zyanose, Tachykardie, Galopprhythmus, Herz- u. Lebervergrößerung, Ödeme; der Verlauf ist meist tödlich. Der Herzmuskel weist Infiltrate u. sekundäre degenerative Veränderungen, evtl. auch eine starke Bindegewebsreaktion (fibröse Proliferation) auf.

  • Fiessinger-Rendu-Syndrom
    • Fiessinger-Rendu-Syndrom

    • Synonyme: Ektodermosis erosiva; Epidermosis pluriorificialis

    • Englischer Begriff: Fiessinger-Rendu syndrome; Stevens-Johnson syndrome

    • Biogr.: Noël F., 1881–1946, Anatom, Paris; Henri Jules L. M. R.

    (1917) fieberhafte Allgemeinerkrankung mit pseudomembranöser Entzündung der Halbschleimhäute an Mund („Cheilostomatitis“), Nase, Geschlechtsorganen u. After, kombiniert mit Erythema exsudativum multiforme (v.a. an den Gliedmaßen, an Vorhaut u. Hodensack).

  • fièvre boutonneuse
    • fièvre boutonneuse

    • Etymol.: franz.

    Boutonneuse-Fieber.

  • FIGLU-Test
    • Synonyme: Abk. für Formiminoglutaminsäuretest; Histidinbelastungstest

    • Englischer Begriff: formiminoglutamic acid excretion test

    • Fach: Hämatologie

    orale Gabe von Histidin (15–20 g) u. anschließende Kontrolle der Ausscheidung seines Stoffwechselprodukts Formiminoglutaminsäure (= FIGLU oder FIGS) durch die Niere (Normalausscheidung 1,25 mg/24 Std.; bei Folsäuremangel u./oder Leberfunktionsstörung stark, weniger bei Vitamin-B12-Mangel vermehrt).

  • FIGO

      Abk. für Fédération Internationale de Gynécologie et d'Obstétrique.

      • FIGO-Stadien
        klinische Stadieneinteilung (Lokalisation, Ausdehnung) gynäkologischer... (mehr)
    • FIGO-Stadien
      FIGO

        klinische Stadieneinteilung (Lokalisation, Ausdehnung) gynäkologischer Tumoren.

      • figuratus
        • figuratus

        • Synonyme: figuriert

        • Englischer Begriff: figured

        durch mehr oder weniger deutliche geometrische Formen (eines Ausschlags), d.h. durch Bogen, Ringe, Kokarden, Schlangenlinien, „Landkarten“ gekennzeichnet.

      • Fila
        • Fila

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: fila

        Fäden. S.u. Filum.

      • Fila olfactoria
        Filum
        • Fila olfactoria

        • Englischer Begriff: olfactory fila

        Nervi olfactorii.

      • Fila radicularia
        Filum
        • Fila radicularia

        • Englischer Begriff: radicular fila

        die Wurzelfasern der Spinalnerven.

      • Filament
        • Fi|la|ment(um)

        • Englischer Begriff: filament

        fadenförmiges Gebilde; z.B. histol das Muskelfilament (Myofilament; s.a. Actin), die Protofibrille der kollagenen Bindegewebsfaser, die Einzelfaser der Spinalnerven u. Nervenäste; urol Harnfilament.

      • Filament-Gleit-Theorie

          Theorie der Muskelkontraktion. Danach gleiten Actin- u. Myosinfilamente ineinander, ohne ihre eigene Länge zu verändern.

        • Filamente
          Filament
          • Filamente, inter|mediäre

          • Englischer Begriff: intermediate f.s

          zytoplasmatische Faserstruktur als Bestandteil des Zellskeletts.

        • Filaria
          • Fi|laria

          • Synonyme: Filarie

          • Englischer Begriff: Filaria

          fadenförmige, meist außerhalb des Verdauungstraktes parasitierende Würmer, u. zwar Nematoden der Ordnung Spirurida, v.a. der Überfamilie Filarioidea. S.a. Microfilaria. Der Befall führt zu Filariose.

        • Filaria bancrofti
        • Filaria conjunctivae
          Filaria
          • F. conjunc|tivae

          s.u. Dirofilaria.

        • Filaria dracunculus
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