Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

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  • Finger-Finger-Perkussion

      indirekte Perkussion, bei der ein Finger der einen Hand auf einen der Körperoberfläche aufgelegten der anderen Hand klopft.

    • Finger-Finger-Versuch
      • Englischer Begriff: finger-to-finger test

      • Fach: Neurologie

      Prüfung der Fähigkeit zur Koordination der Bewegungen durch Aneinander-führen-Lassen der Spitzen beider Zeigefinger in der Horizontalen (erst bei offenen, dann bei geschlossenen Augen); s.a. Finger-Nase-Versuch.

    • Finger-Nase-Versuch
      • Englischer Begriff: finger-nose test

      • Fach: Neurologie

      als Prüfung auf Bewegungskoordination u. Taxie das Herbeiführenlassen (zunächst bei offenen, dann bei geschlossenen Augen) einer raschen, zielsicheren Berührung der Nasenspitze durch eine Zeigefingerspitze (nach weit ausholender Armbewegung); s.a. Finger-Finger-Versuch.

    • Finger, schnellender
      Finger
      • F., schnellender

      • Synonyme: Digitus recellens

      • Englischer Begriff: trigger finger

      die Beuge- oder – meist – Streckhemmung eines Fingers, die sich – evtl. nur passiv – unter deutlichem, meist schmerzhaftem Schnappen überwinden lässt; Ursache ist eine meist spindelförmige Sehnenverdickung (Tendinitis hyperplastica) einer Beugesehne, die das glatte Durchgleiten durch die Sehnenscheide behindert u. meist rheumatisch oder durch Dauerüberlastung bedingt ist; ggf. eine anzeigepflichtige Berufskrankheit.

    • Fingerabdruck
      • Finger|abdruck

      • Englischer Begriff: fingerprint

      Daktylogramm.

    • Fingeragnosie
      • Finger|agno|sie

      • Englischer Begriff: finger agnosia

      • Fach: Neurologie

      die Unfähigkeit, bei offenen Augen die eigenen Finger zu unterscheiden, zu benennen u. vorzuzeigen. Eine Störung der Körperfühlsphäre (Autotopagnosie) bei Schädigung des Gyrus angularis der dominierenden Großhirnhälfte; Teil des Gerstmann-Syndroms.

    • Fingerapoplexie
      • Finger|apoplexie

      paroxysmales Fingerhämatom.

    • Fingerauswechslung
      • Finger|auswechslung

      • Englischer Begriff: change of fingers

      • Fach: Chirurgie

      Verpflanzung eines funktionell weniger wichtigen Fingers unter Erhaltung seiner Gefäße u. Nerven („neurovaskuläre Transplantation“) zum Ersatz eines fehlenden Fingers, meist als Daumenersatz.

    • Fingerbeere
      • Finger|beere

      • Synonyme: terminaler Tastballen; Torulus tactilis

      • Englischer Begriff: tactile elevation

      Abbildung

      die mit Fettpolster u. besonders zahlreichen Meissner-Tastkörperchen (Abb.) ausgestattete, kapillarenreiche beugeseitige Vorwölbung des Fingerendglieds; das Tastleistenbild ist geprägt durch – für die Daktyloskopie wichtige – individuell festgelegte Schlaufen, Wirbel u. Wellen.

    • Fingerdeformitäten
        Abbildung

        unterschiedliche Deformierungen der Finger, z.B. aufgrund einer Strecksehnenruptur über den Mittelgelenken bei Articulosynovitis (Knopflochdeformität); s.a. Schwanenhalsdeformität, Schusterdaumen; Abb.

      • Fingerersatz
        • Finger|ersatz

        • Englischer Begriff: finger reconstruction

        • Fach: Chirurgie

        Fingerauswechslung; auch als freie Zehentransplantation möglich.

      • Fingerhämatom, paroxysmales
        • Finger|hämatom, par|oxys|males

        • Synonyme: Achenbach-Syndrom; Fingerapoplexie

        • Englischer Begriff: digital paroxysmal aneurysm; Achenbach's syndrome

        v.a. bei Frauen anfallsweise (spontan oder nach mechanischer Belastung) u. unter heftigen Schmerzen auftretende kleine Hämatome (mit Begleitödem) der Fingergreifflächen; Blutgerinnung normal. Ätiologie unklar.

      • Fingerhut
        • Finger|hut

        • Englischer Begriff: foxglove; digitalis

        • Fach: Botanik

        die Gattung Digitalis.

      • Fingerknöchelpolster
        • Finger|knöchel|polster

        • Englischer Begriff: knuckle pads

        • Fach: Pathologie

        als echte F. die meist beidseits symmetrisch ausgebildeten, kirschkerngroßen, evtl. leicht zyanotischen („gestrichelten“) oder zentral eingesunkenen polsterart. Verdickungen seitlich der Mittelgelenke des Zeige- bis Kleinfingers, bedingt durch Durchblutungsstörungen mit nachfolgender Epidermisdegeneration u. vermehrter Verhornung; gelegentlich bei Dupuytren-Kontraktur, Induratio penis plastica. Als unechte F. einzeln stehende gelbliche Schwielen auf der Mittelgelenkstreckseite bei normaler Vasomotorik als Folge einer chronischen mechanischen (berufsbedingten) Irritation.

      • Fingerkontraktur
        • Finger|kon|trak|tur

        • Englischer Begriff: contraction of fingers

        Kontraktur der Finger als Beuge-, Streckkontraktur oder in Form einer seitlichen Abweichung; am Daumen auch als Adduktions-, Oppositionskontraktur; evtl. als angeborene (meist beidseit.) F. – Typisch u.a. als Pollex rigidus, Kampto- oder Klinodaktylie, komplette, rheumat. Abweichung zur Ellenseite (Ulnardeviation; als „Windmühlenflügelfinger“). S.a. Dupuytren-, Krukenberg-, Volkmann-Kontraktur.

      • Fingernagel
        • Finger|nagel

        • Englischer Begriff: fingernail

        Unguis; s.a. Nagel..., Onycho...

      • Fingerpumpe
        • Finger|pumpe

        • Englischer Begriff: finger pump

        ventilloses Pumpenmodell für die Herz-Lungen-Maschine; langausgezogene Metallzylinder („Finger“) pressen nach- u. nebeneinander alternierend die blutführenden Schläuche zusammen u. massieren so die Blutsäule vorwärts.

      • Fingerreflexe
        • Finger|reflexe

        • Englischer Begriff: pyramidal signs in the hand (finger) region

        • Fach: Neurologie

        diagnostisch genutzte Reflexe im Fingerbereich („Fingerzeichen“); v.a. der Bechterew-Jacobsohn-, Mayer-, Rosner-, Gordon-Reflex.

      • Fingerschiene
        • Finger|schiene

        • Englischer Begriff: finger splint

        • Fach: Chirurgie

        Schiene zur Ruhigstellung von Fingern; z.B. nach Böhler-, als schmale Cramer-Schiene, Gipslonguette, Aluminiumstab, Holzspatel; ferner – als Korrektivschienen – Modelle n. Seyfarth, Oppenheimer, Lewin, Mommsen, Bunnell (Beugeschiene) u. Kanavel (Handschuhquengel).

      • Fingersprache
        • Finger|sprache

        • Englischer Begriff: finger spelling; dactylology

        Gebärdensprache.

      • Fingerumlauf
        • Finger|umlauf

        • Englischer Begriff: whitlow; felon

        • Fach: Pathologie

        Panaritium.

      • Fingerversuch
        • Finger|versuch

        • Englischer Begriff: finger test

        Einwirkenlassen von Eis- u. von Warmwasser auf einen künstlich venös gestauten Finger als Test auf serogene hämolytische Anämie (bei positivem Test wird im anschließend entnommenen Blut Hämolyse bzw. Erythrophagozytose nachweisbar).

      • Finis
        • Finis

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: end; death

        Ende, Tod.

      • Finkelstein-Formel
        • Finkelstein-Formel

        • Englischer Begriff: Finkelstein's milk formula

        • Biogr.: Heinrich F., 1865–1942, Kinderarzt, Berlin

        • Fach: Pädiatrie

        Formel zur Errechnung der täglichen Trinkmenge (ml) in der Neugeborenenperiode: (Lebenstag –1) × 70–80.

      • Finne
        • Finne

        • 1)
          die Jugendform von Bandwürmern („Bandwurmfinne“), z.B... (mehr)
        • 2)
          das Knötchen der Akne (vulgaris), des „Finnenausschlags“... (mehr)
      • Finne 1)
        Finne
        • 1)

        • Synonyme: Hydatide; Blasenwurm

        • Englischer Begriff: hydatid

        die Jugendform von Bandwürmern („Bandwurmfinne“), z.B. der Gattungen Cysticercus, Echinococcus, Coenurus.

      • Finne 2)
        Finne
        • 2)

        • Englischer Begriff: pimple; acne papule

        • Fach: Dermatologie

        das Knötchen der Akne (vulgaris), des „Finnenausschlags“.

      • Finnenbalg
        • Finnen|balg

        die wirtseigene, die Finne der Bandwürmer umgebende fibröse Kapsel („Zystenmembran“).

      • Finochietto-Extensionsbügel
        • Finochietto-Extensionsbügel

        • Englischer Begriff: Finochietto's stirrup

        • Biogr.: Enrique F., 1881–1948, Chirurg, Buenos Aires

        Platte zur – verstellbaren – Fixierung aller dreigliedr. Finger für die Übertragung eines Längszuges, z.B. zur Reposition von Unterarm- u. Handgelenkfrakturen.

      • Finsen
        • Finsen

        • Biogr.: 1) Jon C. F., 1826–1885, Arzt, Nykøbing/Dänemark; 2) Niels Ryberg F., 1860–1904, Arzt, Kopenhagen

      • Finsen-Behandlung
        Finsen
        • F.-Behandlung

        • Englischer Begriff: Finsen treatment

        • Biogr.: Niels Ryberg F.

        • Fach: Dermatologie

        Ultraviolett-Bestrahlung mit der F.-Lampe (Bogenlampe); u. zwar des Lupus vulgaris u. bestimmter Erythematodes-Formen; i.w.S. die UV-Ganzkörperbestrahlung („Bogenlichtbad“).

      • Finsen-Krankheit
        Finsen
        • F.-Krankheit

        • Biogr.: Jon C. F.

        Bornholmer Krankheit.

      • Finsterer
        • Finsterer

        • Biogr.: Hans F., 1877–1955, Chirurg, Wien

        • F.-Drüner-Operation
          „Resektion zur Ausschaltung“ bei nicht resezierbarem peptischem Ulcus... (mehr)
        • F.-Operation
          (1914) Modifikation der Billroth-II-Magenresektion durch retrokolische... (mehr)
        • F.-Zeichen
          paradoxe Pulsverlangsamung bei schwerer intraperitonealer Blutung... (mehr)
      • Finsterer Zeichen
        Finsterer
        • F.-Zeichen

        paradoxe Pulsverlangsamung bei schwerer intraperitonealer Blutung.

      • Finsterer-Drüner-Operation
        Finsterer
        • F.-Drüner-Operation

        „Resektion zur Ausschaltung“ bei nicht resezierbarem peptischem Ulcus duodeni. Durchtrennung des Magens im Antrumbereich u. Aushülsung der Magenschleimhaut im präpylorischen Magenstumpf, wonach dessen verbleibende Seromuskularismanschette als blinder Stumpf verschlossen wird. Es folgt dann eine Magenresektion nach Billroth II.

      • Finsterer-Operation
        Finsterer
        • F.-Operation

        (1914) Modifikation der Billroth-II-Magenresektion durch retrokolische Anastomosierung des im oberen Schnittbereich zuvor verschlossenen Magenstumpfes End-zu-Seit mit dem Jejunum (= Gastrojejunostomia retrocolica terminolateralis partialis inferior). Zusätzlich Aufsteppung des zuführenden Jejunumschenkels auf die Verschlussnaht des oberen Magenquerschnitts.

      • FIO2

          in der Anästhesiologie die inspiratorische O2-Konzentration; gibt den prozentualen Anteil von Sauerstoff an. Ein FIO2 von 0,3 bedeutet 30 Vol.-% O2 im Inspirationsgas.

        • first pass effect
          • Etymol.: engl.

          • Fach: Pharmazie

          Dost-Gesetz.

        • First-set-Reaktion
          • Etymol.: engl.

          • Fach: Immunologie

          s.u. Transplantatabstoßung.

        • Fischaugen-Syndrom
          • Fisch|augen-Syndrom

          angeborener LCAT-Mangel.

        • Fischbandwurm
          • Fisch|band|wurm

          • Englischer Begriff: fish tape worm

          Diphyllobothrium latum.

        • Fischel-Ektopie
          • Fischel-Ektopie

          • Biogr.: Wilhelm F., 1852–1910, Frauenarzt, Prag

          • Fach: Gynäkologie

          Epithel aus dem Zervikalkanal, das unter physiologischem Östrogeneinfluss auf die Portiooberfläche ausgestülpt (ektropioniert) wird; kommt bei 30–50% der weibl. Neugeborenen vor, verschwindet in der Kindheit u. tritt in der Pubertät u. Geschlechtsreife bei vielen Frauen wieder auf. Kein krankhafter Befund! S.a. Ektopia portionis.

        • Fischer
          • Fischer

          • Biogr.: 1) Emil Hermann F., 1852–1919, Chemiker, Berlin; 1902 Nobelpreis für Chemie; 2) Hans F., 1881–1945, Chemiker, München; 1930 Nobelpreis für Chemie; 3) Heinrich F., 1857–1925, Arzt, Wiesbaden; 4) Heinrich F., 1884–1943, Hautarzt, Rostock, Köln; 5) H.O.L. F., Biochemiker, Sohn v. Emil. F.

        • Fischer-Baer-Ester
          Fischer
          • F.(-Baer)-Ester

          • Biogr.: H.O.L. F.

          • Fach: Biochemie

          Glycerinaldehyd-3-phosphat.

        • Fischer-Buschke-Syndrom
          Fischer
          • F.(-Buschke)-Syndrom

          • Biogr.: Heinrich F., 1884–1943

          eine autosomal-dominant erbliche, frühkindlich manifeste Systemerkrankung der Haut u. Hautanhangsgebilde (Ektodermaldysplasie); mit Palmoplantarkeratose, Hyperhidrose, Nagel- u. Haaranomalien (Onychogrypose u. -lyse bzw. Hypotrichose).

        • Fischer-Druckverband
          Fischer
          • F.-Druckverband

          • Englischer Begriff: Fischer's compression bandage

          • Biogr.: Heinrich F., 1857–1925

          bei oberflächl. Thrombophlebitis Druckverband (z.B. elastische Binde) des ganzen Beines ohne Drosselung der Arterien.

        • Fischer-Hemibilirubinreaktion
          Fischer
          • F.-Hemi|bili|rubin|reaktion

          • Biogr.: Hans F.

          der Nachweis von Urobilinogen (= Hemibilirubin) im Harn durch Ausschütteln des Chloroformextrakts mit 0,1n-Natronlauge u. Zusatz von 1–2 Tr. 10%iger Kupfersulfat-Lsg. u. 8–10 Tr. 33%iger Natronlauge; bei Violettfärbung positiv.

        • Fischer-Zuckerprobe
          Fischer
          • F.-Zuckerprobe

          • Englischer Begriff: F.'s test; Kiliani-F. reaction

          • Biogr.: Emil Hermann F.

          der Glucose-Nachweis im Harn durch Phenylglucosazonbildung (als gelbe Kristalle) beim Erwärmen mit wässriger Lösung von 10% Phenylhydrazinhydrochlorid u. 15% Natriumacetat.

        • Fischflossenstar
          • Fisch|flossen|star

          • Synonyme: Cataracta pisciformis

          • Englischer Begriff: pisciform cataract

          • Fach: Ophthalmologie

          ein erblicher grauer Star (Cataracta) mit fischflossenartigen Bändern an der Oberfläche des embryonalen Linsenkerns.

        • Fischgift
          • Fisch|gift

          • Englischer Begriff: fish poison

          s.u. Ichthyismus; s.a. Fugu-Vergiftung.

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