Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

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  • Flecainid
    • Englischer Begriff: flecainide

    ein Antiarrhythmikum der Klasse IC ohne erkennbare Wirkung auf die Aktionspotentialdauer; hat Ähnlichkeit mit den lidocainartig wirkenden Substanzen. Anw. v.a. bei supraventrikulären u. ventrikulären Arrhythmien.

  • Flèche
    • Etymol.: franz. = Pfeil

    • Fach: Orthopädie

    der nach Forestier zur Bestimmung der Lordosierbarkeit der Halswirbelsäule bei Spondylarthritis gemessene Abstand des Hinterkopfs von einer senkrechten Wand bei wandanliegendem Gesäß u. Rücken.

  • Flechsig-Bündel
    • Flechsig-Bündel

    • Englischer Begriff: Flechsig's fasciculus; F.'s tract

    • Biogr.: Paul Emil F., 1847–1929, Neurologe, Leipzig

    der Tractus spinocerebellaris posterior des Rückenmarks.

  • Flechte
    • Flechte 1)
      Flechte
      • 1)

      • Fach: Botanik

      Lichenes.

    • Flechte 2)
      Flechte
      • 2)

      • Englischer Begriff: lichen

      • Fach: Dermatologie

      volkstümliche Bez. für verschiedene chron. Hautkrankheiten, z.B. Ekzem, Psoriasis, Pityriasis, Lichen, Tinea.

    • Flechte, fressende
      Flechte  >  Flechte 2)
      • F., fressende

      Lupus vulgaris (aber auch andere verstümmelnde Hautkrankheiten).

    • Flechte, nagende
      Flechte  >  Flechte 2)
      • F., nagende

      Lupus erythematodes chronicus discoides.

    • Fleck
      • Englischer Begriff: spot

      • Fach: Dermatologie

      Macula.

    • Fleck, blauer
      Fleck
      • F., blauer

      • Englischer Begriff: black and blue mark

      blutungsbedingte Haut-Weichteil-Veränderungen wie Sugillation, Suffusion, Hämatom, Macula caerulea (Taches bleues).

    • Fleck, blinder, des Auges
      Fleck
      • F., blinder, des Auges

      • Englischer Begriff: blind spot

      • Fach: Anatomie

      s.u. blind.

    • Fleck, gelber, des Auges
      Fleck
      • F., gelber, des Auges

      • Englischer Begriff: yellow spot

      Macula lutea, Stelle des schärfsten Sehens (Fovea).

    • Fleck, roter
      Fleck
      • F., roter

      die Erythroplakie.

    • Fleckenmal
      • Flecken|mal

      • Englischer Begriff: pigmented lesion

      • Fach: Dermatologie

      Lentigo, Café-au-Lait-Fleck, Naevus spilus bzw. pigmentosus, Chloasma.

    • Fleckensyphilid
      • Flecken|syphilid

      • Fach: Dermatologie

      Roseola syphilitica.

    • Fleckfieber
      • Fleck|fieber

      • Synonyme: -typhus; Febris petechialis

      • Englischer Begriff: spotted fever; epidemic typhus

      Oberbegriff für die mit kontinuierlichem Fieber (Febris) u. einem fleckigen Hautausschlag („Exanthem“) einhergehenden Rickettsiosen; i.e.S. für das epidemische F.

    • Fleckfieber, endemisches
      Fleckfieber
      • F., en|demisches

      • Englischer Begriff: endemic t.

      das murine F.

    • Fleckfieber, epidemisches
      Fleckfieber
      • F., epi|demisches

      • Synonyme: Typhus exanthematicus; Läusefleckfieber

      • Englischer Begriff: louse-borne t.; epidemic t.

      das klassische, auch als Hunger- oder Kriegstyphus bezeichnete F. Epidem. u. Ätiol.: weltweit, v.a. unter schlechten hygien. Bedingungen (insbes. starker Verlausung) auftretende akute epidemische Infektionskrankheit mit hoher Sterblichkeit. Sie wird hervorgerufen durch Rickettsia prowazeki (Überträger: Läuse, v.a. Kleiderläuse; Reservoir: Menschen). Klinik: beginnt – nach einer 10- bis 14-tägigen Inkubationszeit – mit raschem Fieberanstieg, bohrenden Kopf- u. Gliederschmerzen mit Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Atemwegs- u. Herzerkrankung (Tracheobronchitis, Myokarditis), Kreislaufschwäche, typischer Aufgedunsenheit u. Rötung des Gesichts u. Bindehautentzündung. Nach 2–4 Tagen tritt ein 8–10 Tage dauerndes anhaltendes Fieber um 40 °C (Continua) auf, ab dem 4.–7. Krankheitstag ein charakteristischer fleckiger Hautausschlag (makulopapulöses petechiales Exanthem), die Fleckfieberroseolen (zuerst am Rumpf, dann an Extremitäten), begleitet von Zeichen der Schädigung des Gehirns (Panenzephalitis; mit Bewusstseinstrübung, deliranter Erregung, Unruhe in Form extrapyramidaler Hyperkinesen, bulbärer Lähmung; evtl. auch Sinusthrombose, Koma, Kreislaufversagen. Progn.: Inkomplette Heilung kann z.B. eine zentrale Schwerhörigkeit, spastische Lähmungen, eine symptomat. Epilepsie oder Narkolepsie zur Folge haben. Das Spätrezidiv wird als Brill-Krankheit bezeichnet. Diagn.: Der Nachweis erfolgt durch Komplementbindungsreaktion, Weil-Felix-Reaktion, Rickettsien-Agglutination. Ther.: Breitband-Antibiotika. Prophyl.: Verbesserung der hygien. Bedingungen mit Bekämpfen der Kleiderlaus; Schutzimpfung (mit Lebend- oder – meist – Totimpfstoff, z.B. nach Weigl aus Därmen infizierter Läuse).

    • Fleckfieber, murines
      Fleckfieber
      • F., murines

      • Synonyme: Rattenfleckfieber; Flohfleckfieber

      • Englischer Begriff: murine t.; flea-borne t.

      das weltweit verbreitete „endemische F.“, hervorgerufen durch Rickettsia typhi s. mooseri (Überträger: Flöhe u. Läuse; Reservoir: v.a. Ratten). Nach einer Inkubationszeit von 9–14 Tagen treten Symptome wie beim epidemischen F. auf, jedoch schwächer (mit Roseolen, v.a. am Stamm), wie auch der Verlauf milder ist u. meist spontane Heilung eintritt.

    • Fleckfieber, Südamerikanisches
      Fleckfieber
      • F., Südamerikanisches

      • Englischer Begriff: Rocky Mountain spotted fever

      das Felsengebirgs(fleck)fieber.

    • Fleisch, wildes
      • Englischer Begriff: proudflesh

      Caro luxurians.

    • Fleischbeschau
      • Fleisch|beschau

      • Englischer Begriff: examination of meat

      gesetzlich geregelte Untersuchung von Schlachttieren. Nach dem Fleischhygiene-Gesetz müssen Schlachttiere vor u. nach der Schlachtung auf ihre Tauglichkeit für den Genuss hin untersucht werden. Die Untersuchung geschieht durch einen amtlich bestellten Tierarzt oder einen speziell ausgebildeten Fleischkontrolleur, der die Erlaubnis zur Schlachtung erteilt u. danach das Fleisch zum Verkauf freigibt. Fleisch fressende Tiere (z.B. Schweine) sind nach den gesetzlichen Bestimmungen zusätzlich auf Trichinen zu untersuchen.

    • Fleischer-Hornhautentartung
      • Fleischer-Hornhautentartung

      • Englischer Begriff: Fleischer's vortex; Groenouw's corneal dystrophy

      • Biogr.: Bruno F., 1874–1965, Augenarzt, Erlangen

      als Typ I die Fehr-Hambresin-, als Typ II die Groenouw-(Hornhaut-)Dystrophie. S.a. Kayser-Fleischer-Ring.

    • Fleischmann-Divertikel
      • Fleischmann-Divertikel

      • Biogr.: Gottfried F., 1777–1850, Anatom, Erlangen

      • Fach: Anatomie

      eine Ausbuchtung des Zwölffingerdarms unterhalb der Vater-Papille.

    • Fleischmole
      • Fleisch|mole

      • Englischer Begriff: fleshy mole

      • Fach: Pathologie

      das durch Auslaugung des Hämoglobins lehm- bis lachsfarbene Endprodukt einer Blutmole bzw. Breus-Mole.

    • Fleischner-Atelektase
      • Fleischner-Atelektase

      • Englischer Begriff: Fleischner lines (indicating platelike atelectasis)

      • Fach: Pulmologie

      Plattenatelektase.

    • Fleischvergiftung
      • Fleisch|vergiftung

      • Englischer Begriff: meat poisoning

      Lebensmittelvergiftung durch Verzehr verdorbenen – rohen (insbes. Hackfleisch) oder zubereiteten – Fleisches, das bei Fäulnis giftige Eiweißzersetzungsprodukte, bei bakteriellem Befall (z.B. durch Staphylokokken, Salmonellen, Clostridium botulinum) Bakterientoxine enthält (s.a. Botulismus). Allgemein als akuter Brechdurchfall.

    • Fleischverpacker-Asthma
      • Fleisch|verpacker-Asthma

      • Englischer Begriff: meat-packer asthma

      • Fach: Pulmologie

      Bronchialasthma durch Einatmen der beim Verschweißen der PVC-Verpackungsfolien entstehenden Dämpfe (Salzsäure? Phosgen?).

    • Fleischwasser
      • Fleisch|wasser

      • Englischer Begriff: meat infusion; beef extract

      • Fach: Bakteriologie

      durch Ansetzen mageren Fleisches mit kaltem Wasser entweder in der Kälte oder im Kochprozess gewonnene Flüssigkeit; dient – sterilisiert – als Nährsubstrat für Bakterienkultur.

    • Fleischwasserharn
      • Fleisch|wasser|harn

      • Fach: Urologie

      der infolge Blutung aus dem Harntrakt (als Makrohämaturie) rosafarbene Harn.

    • Fleroxacin

        ein Gyrasehemmer (Chinolon-Antibiotikum).

      • Fletcher
        • Fletcher

        • Biogr.: Sir William F., 1872–1938, britischer Arzt, London, Malaya

        • F.-Faktor
          bisher nicht näher definierter Faktor, der gemeinsam mit dem Fitzgerald-... (mehr)
        • F.-Probe
          Untersuchung auf Störung des Abflusses des Chylus im Ductus thoracicus... (mehr)
      • Fletcher-Faktor
        Fletcher
        • F.-Faktor

        • Synonyme: Präkallikrein; Kallikreinogen

        • Englischer Begriff: Fletcher factor; prekallikrein

        bisher nicht näher definierter Faktor, der gemeinsam mit dem Fitzgerald-, Williams- u. Flaujeac-Faktor bei der Aktivierung des Hageman-Faktors (Faktor XII) beteiligt ist, von diesem aktiviert wird und den Beginn des Intrinsic-Systems der Blutgerinnung beeinflusst. Diejenigen Pat. mit Störungen der Kontaktphase der Blutgerinnung bei normalem Faktor-XII-Gehalt des Blutplasmas weisen keine oder nur wenig ausgeprägte hämorrhagische Diathese auf. S.a. Kallikrein.

      • Fletcher-Probe
        Fletcher
        • F.-Probe

        Untersuchung auf Störung des Abflusses des Chylus im Ductus thoracicus; im positiven Test wird der Übertritt geschluckten Sudanfarbstoffes in einem vorhandenen Pleuraerguss (Chylothorax) nachweisbar.

      • Flexibilitas cerea
        Flexibilität
        • F. cerea

        • Englischer Begriff: waxy flexibility

        • Fach: Psychologie

        eigenartig wächserner Spannungszustand (Tonus) der Muskulatur mit passivem reglosem Verharren in jeder – noch so unbequemen, oft bizarren – gegebenen Stellung. Wird gefunden v.a. bei katatoner Schizophrenie, seltener in Hypnose u. bei organischen Hirnerkrankungen.

      • Flexibilität
        • Synonyme: Flexibilitas

        • Englischer Begriff: flexibility

        Biegsamkeit; psych die differenzierte seel. (u. körperl.) Reaktionsfähigkeit auf wechselnde Umweltbedingungen; hämat s.u. Erythrozytenflexibilität.

        • F. cerea
          eigenartig wächserner Spannungszustand (Tonus) der Muskulatur mit passivem... (mehr)
      • Flexio
        • Flexio

        • Synonyme: Flexion

        • Englischer Begriff: flexion

        Beugung; die aktive oder passive Bewegung einer Gliedmaße, eines Gliedmaßenteils oder der Wirbelsäule aus der Streck- bzw. Mittelstellung (s.a. Neutral-Null-Methode) in die Beugestellung; i.w.S. auch die so erreichte Beugestellung (jedoch als sog. Dorsalflexion die Streckung = Extension!); s.a. Anteversion.

        • F. uteri
          Abwinkelung des Gebärmutterkörpers gegen den Gebärmutterhals (Anteflexio... (mehr)
      • Flexio uteri
        Flexio
        • F. uteri

        • Englischer Begriff: -flection (e.g. retroflection)

        • Fach: Gynäkologie

        Abwinkelung des Gebärmutterkörpers gegen den Gebärmutterhals (Anteflexio, Retroflexio u. Lateroflexion).

      • Flexionsfraktur
        • Flexions|fraktur

        • Synonyme: Beugefraktur

        • Englischer Begriff: bending fracture

        ein Knochenbruch (Fraktur), bei dem die bruchauslösende Gewalt entweder auf die gebeugte Gliedmaße einwirkt (u.a. als Typ der Radiusfraktur) oder aber eine die maximale Beugungsfähigkeit überschreitende Beugung erzwingt (z.B. bei Wirbelsäulenbruch durch Schleuderverletzung; Peitschenhieb-Syndrom).

      • Flexionshaltung
        • Flexions|haltung

        • Englischer Begriff: flexion attitude; vertex presentation

        Beugehaltung des kindl. Kopfes unter der Geburt; sie stellt sich normalerweise aus einer indifferenten Mittelstellung ein beim Tiefertreten in den Geburtskanal durch Einpassen des Kopfellipsoids in die Führungslinie des Beckens u. wird erst beim Austreten des Kopfes aus den Geburtswegen aufgegeben. – Als max. F. die Roederer-Einstellung.

      • Flexionskontraktur
        • Flexions|kontraktur

        • Englischer Begriff: flexion contracture

        Beugekontraktur.

      • Flexner
        • Flexner

        • Biogr.: Simon F., 1863–1946, amerikan. Pathologe

      • Flexner-Bakterium
        Flexner
        • F.-Bakterium

        • Englischer Begriff: Flexner's bacillus

        Shigella flexneri.

      • Flexner-Wintersteiner-Rosetten
        Flexner
        • F.-Wintersteiner-Rosetten

        histologisch sichtbare typische Rosetten-artige Anordnung von Tumorzellen beim Retinoblastom.

      • Flexor
        • Englischer Begriff: flexor

        • Fach: Anatomie

        Kurzform für Musculus flexor (= Beugemuskel, Beuger).

      • Flexortonus
        • Flexor|tonus

        • Englischer Begriff: flexor tone

        die Muskelspannung der Beugemuskeln; sie wird reflektorisch z.B. durch Erregungen der „Flexorreflexafferenzen“ (Impulse aus Haut- u. Muskelnerven) unterhalten, ist bei Schädigungen des Rückenmarks häufig gesteigert (Spastik).

      • Flexura
        • Fle|xura

        • Synonyme: Flexur

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: flexure

        • Fach: Anatomie

        Biegung, Krümmung.

      • Flexura coli dextra
        Flexura
        • F. coli dextra u. sinis|tra

        • Englischer Begriff: right/left colic f.

        die rechte bzw. linke Krümmung des Dickdarms (Colon), u. zwar – lebernah – im rechten bzw. – nahe dem unteren Milzpol – im linken Oberbauch re. bzw. li. an den Enden des Colon transversum.

      • Flexura duodeni inferior
        Flexura
        • F. duodeni inferior u. superior

        • Englischer Begriff: inferior/superior duodenal f.

        Krümmung des Zwölffingerdarms unten (am Übergang der Pars descendens in die Pars horizontalis) bzw. oben (am Übergang des 1. Abschnitts = Pars superior in den absteigenden Teil = Pars descendens).

      • Flexura duodenojejunalis
        Flexura
        • F. duodeno|jejunalis

        • Englischer Begriff: duodenojejunal f.

        Darmkrümmung am Übergang des Zwölffingerdarms (dessen Pars ascendens) in den Leerdarm (Jejunum).

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