Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

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  • Fluchtreflex
    • Flucht|reflex

    • Englischer Begriff: shortening reaction

    ein über mehrere Synapsen ablaufender, durch Schädigungsreize (Schmerzreize) ausgelöster Reflex i.S. einer Beugung in Hüfte u. Knie u. einer Streckung (Dorsalflexion) des Fußes u. der Großzehe sowie Spreizung der übrigen Zehen; führt durch Verkürzung der gereizten Gliedmaße zur Entfernung vom Schädigungsreiz („Verkürzungsreaktion“). Kommt vor bei Unreife oder Schädigung der Pyramidenbahn. – Als Teilreflex z.B. der Babinski-Reflex.

  • Flucloxacillin
    • Englischer Begriff: flucloxacillin

    ein Penicillinase-festes Penicillin.

  • Fluconazol
    • Englischer Begriff: fluconazole

    ein Antimykotikum (Triazol). Anw. bei oberflächlichen u. systemischen Mykosen; gute Resorbierbarkeit.

  • Fluctuatio vibratoria
    • Fluc|tua|tio vibra|toria

    • Englischer Begriff: fluctuation

    das durch die bei der Perkussion auszuführende Beklopfung ausgelöste Hin-und-her-Wogen („Undulieren“) eines frei beweglichen Hohlraumergusses. S.a. Fluktuation.

  • Flucytosin
    • Englischer Begriff: flucytosine

    ein Antimykotikum (fluoriertes Pyrimidinderivat) zur i.v.-Verabreichung.

  • Fludarabinphosphat
    • Fludarabin|phosphat

    • Englischer Begriff: fludarabin phosphate

    ein zu den Antimetaboliten zählendes Zytostatikum (Purin-Analogon); Anw. bei chronischer lymphatischer Leukämie; NW: u.a. Myelosuppression, Fieber, Infekte.

  • Fludrocortison
    • Englischer Begriff: fludrocortisone

    ein Mineralocorticoid; NW: bei hoher Dosierung Hypokaliämie, metabolische Alkalose, Wasserretention (Ödeme), Blutdrucksteigerung.

  • Flufenaminsäure

      ein nichtsteroidales Antiphlogistikum zur topischen Anw.

    • Flügelbein
      • Flügel|bein

      • Englischer Begriff: sphenoid bone

      das je einen großen u. kleinen Flügel (Ala major u. minor) tragende Os sphenoidale.

    • Flügelfell
      • Flügel|fell

      • Fach: Pathologie

      Pterygium.

    • Flügelgaumengrube
      • Flügel|gaumengrube

      Fossa pterygopalatina.

    • Flügelkanüle
      • Flügel|kanüle

      • Englischer Begriff: butterfly cannula

      als Typ der Verweilkanüle (z.B. für Infusionen, Daueranästhesie etc.) eine Injektionskanüle mit einer flügelartig abstehenden Griff- bzw. Fixierungsplatte vor dem Konus. Als gerade F. z.B. die Strauss-, Beck-Kanüle.

    • Flügelschlagen
      • Flügel|schlagen

      • Synonyme: Flügelschlagtremor

      • Englischer Begriff: wing beating

      • Fach: Neurologie

      ausfahrende Bewegungen der Arme, ausgelöst z.B. durch Armhalteversuch, u.a. bei Wilson-Krankheit, Erkrankung des Nucleus dentatus des Kleinhirns u. im Leberkoma.

    • Flügelstellung des Schulterblattes
      • Flügel|stellung des Schulterblattes

      • Englischer Begriff: winged scapula

      winging.

    • Flügelzellen
      • Flügel|zellen

      • Englischer Begriff: wing cells

      von Sehnenfasern gepresste u. diesen flügelartig angeschmiegte Fibrozyten einer Sehne.

    • Fluggastthrombose
      • Flug|gast|thrombose

      • Englischer Begriff: air-passenger thrombosis

      Thrombose im Bereich der Beine bei langen Flugreisen; als pathogenetische Faktoren gelten – außer Prädisposition u. Barotrauma – das stundenlange nahezu unbewegliche Sitzen u. die häufigen Mahlzeiten.

    • Flugkrankheit
      • Flug|krankheit

      • Englischer Begriff: air sickness

      Luftkrankheit; s.a. Fliegerkrankheit.

    • Flugmedizin
      • Flug|medizin

      • Synonyme: Luft- u. Raumfahrtmedizin

      medizinischer Bereich, der sich mit Problemen bei Vordringen in höhere Schichten der Atmosphäre u. in den Weltraum einschließlich der physikalischen u. medizinischen Besonderheiten des Aufenthaltes in Luft- u. Weltraum (insbes. Reaktionen des Organismus bei Bewegungen im Raum, Einwirkung von Beschleunigungen bis zur Schwerelosigkeit, Strahlenbelastung, Sauerstoffmangel etc.) sowie des Wohlergehens des Flugpersonals u. der Passagiere befasst und in dem Ärzte nach entsprechender Weiterbildung eine Zusatzbezeichnung erwerben können.

    • fluid lung
      • Etymol.: engl. = feuchte Lunge

      Abbildung

      das subakute Lungenödem als Folge einer massiven u. zu schnellen Infusion oder Transfusion (passagere Linksherzinsuffizienz). – Ferner Bez. für die urämische Lunge (die Lunge bei Urämie). S. Abb.

    • Fluidität
      • Fluidität

      • Englischer Begriff: fluidity

      die Fließeigenschaften (s.a. Viskosität). S.a. Membranfluidität.

    • Fluidometrie
      • Fluido|metrie

      Messung der Fließeigenschaften des Blutes.

    • Fluidopneumothorax
      • Fluido|pneumo|thorax

      • Fach: Pathologie

      die gleichzeitige Anwesenheit von Luft u. Flüssigkeit im Pleuraraum, z.B. als Hydro-, Sero-, Pyo-, Hämo-, Chylopneumothorax; ergibt im Röntgenbild Flüssigkeitsspiegel.

    • fluidus
      • flui|dus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: fluid

      fließend, flüssig.

    • Fluktuation
      • Fluktuation

      • Englischer Begriff: fluctuation

      Wellenbewegung, Schwankung.

      • 1)
        die tastbare wellenförm... (mehr)
      • 2)
        das Wandern der Nulllinie im EKG... (mehr)
      • 3)
        die sich kurzfristig wiederholenden Abweichungen der Herzfrequenz des... (mehr)
    • Fluktuation 1)
      Fluktuation
      • 1)

      die tastbare wellenförm. Flüssigkeitsbewegung in einer Körperhöhle, z.B. bei Aszites oder Abszess; s.a. Fluctuatio.

    • Fluktuation 2)
      Fluktuation
      • 2)

      das Wandern der Nulllinie im EKG.

    • Fluktuation 3)
      Fluktuation
      • 3)

      • Fach: Geburtshilfe

      die sich kurzfristig wiederholenden Abweichungen der Herzfrequenz des Fetus von der Basisfrequenz („baseline“) bei der Kardiotokographie. Sie werden erfasst durch „Schlag-zu-Schlag“-Registrierung; je nach Bandbreite der Schwankungsamplituden werden 4 „Oszillationstypen“ (Hammacher) unterschieden: saltatorisch (Differenz = Δ > 25), undulatorisch (normal), eingeengt undulatorisch, silent (Δ HF < 5).

    • Flumazenil
      • Englischer Begriff: flumazenil

      ein kompetitiver Antagonist der Benzodiazepine an den spezifischen Rezeptoren; Anw. bei schweren Benzodiazepin-Vergiftungen.

    • Flumetason
      • Flumetason

      • Englischer Begriff: flumethasone

      ein hautspezifisches Fluorcorticoid.

    • Flumina pilorum
      • Flu|mina pilo|rum

      • Englischer Begriff: hair streams

      die durch jeweils gleiche Anordnung u. gleich gerichteten Verlauf der Körperhaare entstehenden kon- oder divergierenden (evtl. kreuzenden) „Haarströme“.

    • Flunarizin
      • Flunarizin

      • Englischer Begriff: flunarizine

      ein Calciumantagonist (sog. Calciumüberladungsblocker; difluoriertes Cinnarizin-Analogon). Anw. bei vestibulärem Schwindel u. zur Migräneprophylaxe.

    • Flunisolid
      • Englischer Begriff: flunisolide

      ein halogeniertes Glucocorticoid zur inhalativen Applikation; Anw. bei Asthma bronchiale.

    • Flunitrazepam
      • Englischer Begriff: flunitrazepam

      ein Hypnotikum u. Sedativum (Benzodiazepin); Anw. bei Schlafstörungen, in der Anästhesiologie v.a. zur Prämedikation u. Narkoseeinleitung.

    • Fluocinolonacetonid
      • Fluocinolon|acetonid

      • Englischer Begriff: fluocinolone acetonide

      ein halogeniertes Glucocorticoid zur topischen Anw.

    • Fluocinonid
      • Englischer Begriff: fluocinonide

      ein halogeniertes Glucocorticoid zur topischen Anw.

    • Fluocortinbutyl
      • Englischer Begriff: fluocortin butyl

      ein halogeniertes Glucocorticoid zur topischen Anw.

    • Fluocortolon
      • Fluocortolon

      • Englischer Begriff: fluocortolone

      ein Fluorcorticoid (Glucocorticoid) zur oralen oder lokalen Anw.

    • Fluor
      • Synonyme: F (Abk.)

      • 1)
        (sprich: flu-or... (mehr)
      • 2)
        der dünn- bis dickflüssige Scheidenausfluss als Fluor vaginalis = F. genitalis... (mehr)
    • Fluor 1)
      Fluor
      • 1)

      • Englischer Begriff: fluorine (F)

      • Fach: Chemie

      (sprich: flu-or) 1-wertiges Element der Halogen-Gruppe, Atomgew. 18,9984, OZ 9. Ein schwach gelbgrünes, „erstickendes“, giftiges Gas (s.a. Fluorvergiftung), das sich – als reaktionsfähigstes Element – oft explosionsartig mit zahlreichen Elementen zu Fluoriden umsetzt; es steigert bei synthetischem Einbau in organische Verbindungen deren Beständigkeit u. Wirksamkeit (Fluorcorticoide). Es kommt als Spurenelement bei Tier u. Mensch vor (Fluoride; s.a. Fluorprophylaxe). Seine 6 Isotope (16F–21F) sind mit Ausnahme von 19F radioaktiv (β-Strahler).

    • Fluor 2)
      Fluor
      • 2)

      • Englischer Begriff: vaginal discharge

      der dünn- bis dickflüssige Scheidenausfluss als Fluor vaginalis = F. genitalis, u. zwar i.e.S. der bei vermehrter Bildung von Sekret in der weibl. Scheide, z.B. infolge mechanischer (z.B. Pessar, Prolaps) oder chemischer Reizung (Scheidenspülung), bei Infektion (Bakterien, Trichomonaden, Soor), Scheidenkarzinom. Häufig kombiniert mit Juckreiz, bei gleichzeitiger Kolpitis auch mit örtlichen Schmerzen. Als F. albus (= Leukorrhö, Weißfluss) das vermehrte, nichtentzündliche, weißl. Scheidensekret, v.a. bei jungen Mädchen u. in der 1. Zyklushälfte, bes. vor dem Eisprung (ohne Krankheitswert). Als F. a. posterior der eitrige Schleimausfluss aus dem After bei Proktitis; als funktioneller oder nervöser F. die vasomotorisch bedingte vermehrte Sekretzunahme z.B. bei Ovarialinsuffizienz, seel. Störungen/Aufregung etc.; tritt oft nur schubweise auf, meist als primärer F. aus dem Gebärmutterhals u. den Bartholin-Drüsen als glasklare, Epithelien u. Döderlein-Stäbchen enthaltende Absonderung; als F. neonatorum der milchähnlich-schleimige Ausfluss bei Neugeborenen am 3.–5. Tg. als Reaktion auf den Ausfall der plazentaren Östrogene, u. als solcher ohne Krankheitswert. Der korporale, tubare u. zervikale F. sind dagegen durch die Scheide abgehende Absonderungen aus dem inneren Genitale, z.B. bei Entzündung, Tumor.

    • Fluorapatit
      • Fluor|apatit

      • Englischer Begriff: fluorapatite

      3 Ca3(PO4)2 + CaF2; aus Hydroxylapatit durch Austausch der OH-Gruppen gegen Fluorionen entstehender Apatit; Folge ständiger Aufnahme kleiner Fluormengen z.B. aus fluoriertem Trinkwasser; Dentalfluorose, Fluorosteopathie.

    • Fluorcorticoide
      • Englischer Begriff: fluorocorticoids

      • Fach: Pharmazie

      Abbildung

      synthetische Corticosteroide (meist als Glucocorticoide) mit antiallergischer u. entzündungshemmender (antiphlogistischer) Wirkung. Strukturell abgeleitet vom 1,4-Pregnandien-3,20-dion (Formel I; R1 bis R5 = H, R6 = CH3) bzw. vom 4-Pregnen-3,20-dion (Formel II) u. an R1 u./oder R2 fluoriert.

    • Fluorescein
      • Fluorescein

      • Synonyme: Fluoreszein; Resorcinphthalein

      • Englischer Begriff: fluorescein

      • Fach: Chemie

      Abbildung

      Xanthenfarbstoff (Formel); gelbe oder rote Kristalle, die in heißem Alkohol, in Aceton oder Alkalilaugen löslich sind u. dann eine intensiv gelbgrüne Fluoreszenz geben. Wird v.a. als wasserlösliches Kalium- oder Natriumsalz verwendet, diagn für Fluoresceinversuche, den Pankreolauryltest u. zur Fluoreszenz-Angiographie, therap gegen Erytheme u. ophth zur Entgiftung von Methylviolett im Auge (0,5%ige Lsg.), histol, immun zur Vitalfärbung u. zur Differenzierung von Fuchsinfärbungen, zur Fluorochromierung (v.a. Fluorescein|isocyanat bzw. -isothiocyanat zur Kupplung mit Antikörpern; s.a. Immunofluoreszenz), analyt als Fluoreszenzindikator (pH 4,0–4,5, farblos/grün). – Derivate mit medizinischer Bedeutung sind u.a. Erythrosin, Rose bengale, Fluoresceindifettester (Ester mit geradkettigen C8–C16-Fettsäuren; nicht resorbierbar, durch Lipase verseifbar; dienen zur Bestg. der Serumlipase u. Diagnostik der exokrinen Pankreasfunktion anhand des freigesetzten Fluoresceins in Harn u. Serum).

    • Fluoresceinversuch
      • Fluorescein|versuch

      • 1)
        Prüfung der Intaktheit der Hornhautoberfläche durch Einträufeln von Fluorescein... (mehr)
      • 2)
        die Elschnig-Permeabilitätsprüfung der Blut-Kammerwasser-Schranke anhand... (mehr)
      • 3)
        Fluoreszenz-Angiographie... (mehr)
      • 4)
        eine Vitalitätsprobe bei Darmischämie... (mehr)
    • Fluoresceinversuch 1)
      Fluoresceinversuch
      • 1)

      • Synonyme: Fluorescein-Augenprobe

      • Englischer Begriff: fluorescein dye test

      Prüfung der Intaktheit der Hornhautoberfläche durch Einträufeln von Fluorescein in den Bindehautsack; Epitheldefekte zeigen Fluoreszenz.

    • Fluoresceinversuch 2)
      Fluoresceinversuch
      • 2)

      die Elschnig-Permeabilitätsprüfung der Blut-Kammerwasser-Schranke anhand des zeitlichen Auftretens u. der Intensität einer – mit dem Biomikroskop beobachteten – Grünfärbung des Kammerwassers in der vorderen Augenkammer nach i.v. Injektion von Fluoresceinnatrium-Lsg.

    • Fluoresceinversuch 3)
    • Fluoresceinversuch 4)
      Fluoresceinversuch
      • 4)

      eine Vitalitätsprobe bei Darmischämie. Bei erhaltener Mikrozirkulation kommt es zum Aufleuchten der vitalen Darmabschnitte im UV-Licht (Wood-Licht) nach i.v. Injektion von Fluorescein (Na-Salz-Lösung, 10–15 mg/kg KG).

    • Fluoreszenz
      • Fluo|res|zenz

      • Englischer Begriff: fluorescence

      • Fach: Physik

      die relativ rasch abklingende Lichtemission durch Atome oder Moleküle, die durch Absorption energiereicher Strahlen angeregt wurden. Als primäre F. die Eigenfluoreszenz; als sekundäre F. das – in der Fluoreszenzmikroskopie genutzte – farbige Aufleuchten der mit einem Fluorochrom angefärbten Substanzen u. Gewebebausteine im Ultraviolettlicht.

    • Fluoreszenz-Angiographie
      • Fluoreszenz-Angiographie

      • Englischer Begriff: fluorescein angiography; fluorescence a.

      • Fach: Ophthalmologie

      Abbildung

      die Angiographie als Intravitalfärbung des Augenhintergrundes durch i.v. Injektion einer Fluoresceinnatrium-Lsg.; dient der Erkennung von Störungen der Hämodynamik, Läsionen des Kapillarbetts u. vaskulär bedingten Netzhautschädigungen mittels Ophthalmoskopie.

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