Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

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  • Forrester-Klassifikation
    • Forrester-Klassifikation

    Einteilung der Herzleistung nach hämodynamischen Kriterien in vier Klassen (I–IV), wobei als Hauptkriterium die Pumpleistung des linken Ventrikels dient. Letztere wird einer Funktionskurve entnommen, bei welcher der Füllungsdruck des linken Ventrikels (PCV) gegen die Auswurfleistung des linken Ventrikels (= Herzindex) aufgezeichnet ist; Klasse I: PCV < 18 mmHg, Herzindex > 2,2 l/min/m2, pulmonale Rasselgeräusche nicht nachweisbar, normale Hämodynamik; Klasse II: PCV > 18 mmHg, Herzindex > 2,2 l/min/m2, pulmonale Rasselgeräusche vorhanden, periphere Minderperfusion nicht nachweisbar, aber erhöhter Preload; Klasse III: PCV < 18 mmHg, Herzindex < 2,2 l/min/m2, keine pulmonalen Rasselgeräusche, aber periphere Minderperfusion bei ungenügendem Preload nachweisbar; Klasse IV: PCV > 18 mmHg, Herzindex < 2,2 l/min/m2, linksventrikuläres Pumpversagen (kardiogener Schock).

  • Forssel-Syndrom
    • Forssel-Syndrom

    • Englischer Begriff: nephrogenous polycythemia

    • Biogr.: Jarl F., 1912–1964, Internist, Helsinki

    eine sekundäre Erythrozytenzunahme bei Nierenerkrankungen (als „nephrogene Polyglobulie“).

  • Forssman-Antigen
    • Forssman-Antigen

    • Synonyme: F-Antigen (Abk.); heterogenetisches Antigen

    • Englischer Begriff: Forssman antigen

    • Biogr.: John F., 1868–1947, Patho-, Bakteriologe, Lund

    eine komplexe, hitzeresistente Substanz (ein Heteroantigen), deren Injektion z.B. bei Kaninchen die Bildung von F.-Antikörpern (Heterohämagglutinine) auslöst. Sie kommt in roten Blutkörperchen u. Geweben von Säugetieren sowie in Pflanzen u. Bakterien vor, aber nicht z.B. bei Menschen, Affen, Kaninchen, Ratten.

  • Forssmann-Cournand-Katheter
    • Forssmann-Cournand-Katheter

    • Englischer Begriff: Forssmann-Cournand catheter

    • Biogr.: Werner F., 1904–1979, Chirurg, Mainz, Düsseldorf; 1956 Nobelpreis für Medizin „für Entdeckungen zur Herzkatheterisierung“

    Herzkatheter; i.e.S. der Cournand-Katheter.

  • Fortner-Verfahren
    • Fortner-Verfahren

    • Synonyme: F.-Deckglaskultur

    • Biogr.: Josef F., 1893–1969, Veterinär, Berlin

    mikroskopisch kontrollierbare Bakterienkultur (auch als Ein-Zell-Kultur) als Mikrokultur auf einem durch Deckglas abzudeckenden Hohlschliff-Objektträger mit dünner Agarhaut, die in Kreuzform mit einem zugeschmolzenen Kapillarfaden beimpft wird; zur Anaerobierzüchtung erfolgt außerdem reichliches Aufimpfen von Sauerstoffzehrern (z.B. Serratia marcescens).

  • Fortpflanzung
    • Fort|pflanzung

    • Synonyme: Propagatio(n)

    • Englischer Begriff: reproduction

    Tabelle

    die Erzeugung von Nachkommen (s.a. Reproduktion) mittels spezieller Fortpflanzungszellen u. Befruchtung (u. mittels analoger Vorgänge, z.B. Automixis) bzw. die ungeschlechtliche Bildung undifferenzierter – embryoähnlicher – Verbreitungs- u. Dauerformen. Die Typen-Einteilung im Schema (n. Luckhaus 1965) berücksichtigt die geschlechtliche Differenzierung (= sexuelle F.; mit Gamogonie, Gamogenese) bzw. deren Fehlen (= asexuelle, apomiktische oder agame F.; Agamogonie, Agamogenese), die Zahl der unmittelbar beteiligten Zellen (dizytogene F. oder Amphigonie, monozytogene F. oder Zytogonie, polyzyto- oder polygene F.), den Typ der Fortpflanzungszellen (Gameten, Agameten) bzw. der ungeschlechtlichen somatischen Zellen (= somatogene = vegetative F.) u. deren Bildungsmechanismus (mito-, meio- bzw. agametische F.).

  • Fortpflanzungsorgane
    • Fort|pflanzungs|organe

    • Englischer Begriff: reproductive organs

    Genitalapparat.

  • forward failure
    • Etymol.: engl.

    Vorwärtsversagen, low-output failure, kardiogener Schock.

  • Forward-failure-Theorie
    • Forward-Failure-Theorie

    Die Herzinsuffizienz beruht auf „Vorwärtsversagen“, d.h. auf – myokardfunktionell bedingter – Schlagvolumenminderung als Hauptursache, die über Abnahme der Nierendurchblutung u. des Glomerulusfiltrats zur Wasser- u. Kochsalzverhaltung führt, gefolgt von Zunahme des Flüssigkeitsvolumens u. des zirkulierenden Blutvolumens, des Venen- u. Kapillardrucks u. von der Ausbildung von Ödemen u. Ergüssen. – Ggs. backward failure.

  • Forzeps
    • For|zeps

    • Englischer Begriff: forceps (delivery)

    Geburtshilfe Zange(nentbindung). Anatomie Forceps.

  • Foscarnet
    • Foscarnet

    • Synonyme: Trinatrium-Phosphonoformat

    • Englischer Begriff: foscarnet

    ein Virostatikum (Pyrophosphat-Analogon). Wirkung: hemmt die virale DNS-Polymerase sowie (in geringerem Maß) auch die reverse Transcriptase des HIV. Anw.: v.a. bei Zytomegalie, aber auch gegen andere Herpesviren wirksam; insbes. bei bedrohlichen Zytomegalie-Virus-Infektionen bei AIDS indiziert.

  • Fosfestrol
    • Fosfestrol

    • Synonyme: Diethylstilbestroldiphosphat

    ein synthetisches Östrogen, blockiert die androgene Stimulation. Anw. zur Tumorther. bei Prostatakarzinom.

  • Fosfomycin
    • Fosfomycin

    • Englischer Begriff: fosfomycin

    ein niedermolekulares (gut gewebegängiges) bakterizides Antibiotikum (Phosphonsäureepoxid) mit breitem Wirkungsspektrum. „Reserveantibiotikum“; die Wirksamkeit ist von der Glucose-6-Phosphat-Konzentration im Zielgewebe abhängig.

  • Fosinopril
    • Fosinopril

    ein ACE-Inhibitor; Anw. als Antihypertonikum.

  • Fossa
    • Fossa

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: fossa

    • Fach: Anatomie

    Graben, Grube. S.a. Fovea, Sulcus, Fissura, Cavitas, Excavatio.

  • Fossa acetabuli
    Fossa
    • F. acetabuli

    der raue, knorpelfreie Grund der Hüftgelenkspfanne.

  • Fossa axillaris
    Fossa
    • F. axillaris

    Achselhöhle (Axilla; z.T. synonym mit Regio axillaris = den Weichteilen dieses Bereichs).

  • Fossa cranii
    Fossa
    • F. cranii

    jede der 3 „Schädelgruben“ an der oberen Fläche der Schädelbasis (Basis cranii interna). Die vordere, F. c. anterior, ist paarig, wird gebildet vom Stirn- u. Siebbein u. vom kleinen Keilbeinflügel; in ihr lagern der gleichseitige Stirnlappen des Gehirns u. der Bulbus olfactorius; die mittlere, F. c. media, ist paarig, liegt zwischen dem kleinen Keilbeinflügel u. der Felsenbeinkante u. wird gebildet vom großen Keilbeinflügel, von der vorderen Felsenbeinfläche u. der Schläfenbeinschuppe; in ihr liegt der gleichseitige Schläfenlappen; zentral – zwischen den beiden Gruben – liegen das Chiasma opticum u. die Hypophyse; die hintere, F. c. posterior, ist unpaar u. liegt zwischen Felsenbeinkante u. Sulcus transversus, wird gebildet vom Hinterhauptsbein, von der hinteren Felsenbeinfläche u. dem Rücken des Türkensattels (Sella); sie enthält das Kleinhirn, die Brücke u. das verlängerte Mark.

  • Fossa epigastrica
    Fossa
    • F. epi|gast|rica

    die Herz- oder Magengrube der vorderen Bauchwand unterhalb des Brustbeins zwischen den Rippen (Regio epigastrica).

  • Fossa hypophysialis
    Fossa
    • F. hypo|physialis

    • Synonyme: F. pituitaria

    die Hypophysengrube, die Vertiefung des Türkensattels (Sella turcica), der Sitz der Hypophyse.

  • Fossa iliaca
    Fossa
    • F. iliaca

    die konkave Innenseite der Darmbeinschaufel.

  • Fossa infraspinata
    Fossa
    • F. infra|spinata

    der flachkonkave Abschnitt der Rückfläche des Schulterblatts unterhalb der Spina scapulae.

  • Fossa infratemporalis
    Fossa
    • F. infra|temporalis

    die Unterschläfengrube; enthält den Kronenfortsatz des Unterkiefers, die Mm. pterygoidei, Nerven des 3. Trigeminusastes, die A. maxillaris mit Ästen, setzt sich in die F. pterygopalatina fort.

  • Fossa ischio-analis
    Fossa
    • F. is|chio-analis

    • Synonyme: F. ischiorectalis

    tiefe, von Fettgewebe ausgefüllte Grube beidseits zwischen innerer Faszie des Musculus obturator internus u. der äußeren des M. levator ani (Diaphragma pelvis = Beckenzwerchfell). Wird von Schamgefäßen u. N. pudendus durchzogen.

  • Fossa lateralis cerebralis
    Fossa
    • F. lateralis cerebri

    die fetale „Sylvius-Grube“ an der seitlichen Fläche der Großhirnhemisphären zwischen Stirn-, Schläfen- u. Scheitellappen, in der die Insel liegt; wird durch Auswachsen dieser Lappen zum Sulcus lateralis eingeengt.

  • Fossa navicularis urethrae
    Fossa
    • F. navicularis urethrae

    der kahnförmig erweiterte Endabschnitt der Harnröhre innerhalb der Eichel (Glans penis).

  • Fossa olecrani
    Fossa
    • F. ole|crani

    Grube an der Streckseite des inneren Oberarmkondylus, in die bei Streckung des Unterarms das Olecranon eintritt.

  • Fossa ovalis
    Fossa
    • F. ovalis

    • 1)
      der Hiatus saphenus... (mehr)
    • 2)
      die flache, ovale Vertiefung in der rechten Seite der Vorhofscheidewand... (mehr)
  • Fossa ovalis 1)
  • Fossa ovalis 2)
    Fossa  >  Fossa ovalis
    • 2)

    die flache, ovale Vertiefung in der rechten Seite der Vorhofscheidewand des Herzens an der Stelle des fetalen Foramen ovale; versehen mit einem niedrigen Randwall (Limbus fossae ovalis), der beim transseptalen Herzkatheterismus zur Orientierung dient. S.a. Vorhofseptumdefekt.

  • Fossa poplitea
    Fossa
    • F. poplitea

    die rautenförmige Kniekehle. Begrenzt von den Sehnen der Unterschenkelbeuger u. den Köpfen des M. gastrocnemius. In ihr verlaufen die A. poplitea mit Begleitvene u. die Nervi peroneus communis (am Rand) u. tibialis.

  • Fossa pterygopalatina
    Fossa
    • F. pterygo|palatina

    Abbildung

    die tiefe, oben relativ breite „Flügelgaumengrube“. Wird begrenzt vom Flügelfortsatz des Keilbeins (Processus pterygoideus) hinten, von der vertikalen („perpendikularen“) Platte des Gaumenbeins medial u. dem Oberkiefer vorn. Eine der zentralen Verteilungsstellen für Gefäße u. Nerven (Arteria maxillaris, 2. Trigeminusast). S.a. Abb.

  • Fossa retromandibularis
    Fossa
    • F. retro|mandibularis

    Parotisloge.

  • Fossa rhomboidea
    Fossa
    • F. rhomboidea

    die Rautengrube, der rautenförmige Boden des IV. Hirnventrikels.

  • Fossa supraspinata
    Fossa
    • F. supraspinata

    der flachkonkave Raum oberhalb der Schulterblattgräte, Ursprung des Musculus supraspinatus.

  • Fossa supravesicalis
    Fossa
    • F. supra|vesicalis

    an der inneren Bauchoberfläche die paarige, dreieckige „Grube oberhalb des Harnblasenscheitels“. Begrenzt von den Nabelfalten (Plicae umbilicalis mediana u. medialis), Bruchpforte der supravesikalen Hernie.

  • Fossa temporalis
    Fossa
    • F. temporalis

    die flache, sich in die Fossa infratemporalis fortsetzende Schläfengrube an der Außenseite des Schädels zwischen Linea temporalis u. Jochbogen, Ursprung des M. temporalis.

  • Fossa tonsillaris
    Fossa
    • F. tonsillaris

    die „Mandelbucht“ zwischen den Gaumenbögen, der Sitz der Gaumenmandel.

  • Fossula
    • Fos|su|la

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: fossula

    kleine Grube. S.a. Foveola.

  • Foster Kennedy-Syndrom
    • (Foster)-Kennedy-Syndrom

    s.u. Kennedy.

  • Föt
    • Englischer Begriff: fetus

    Fetus; s.a. Feto..., Fetal...

  • Fothergill-Operation
    • Fothergill-Operation

    • Englischer Begriff: Fothergill operation

    • Biogr.: William Edward F., 1865–1926, Frauenarzt, Manchester

    Manchester-Operation.

  • foto...

      s.u. photo...; s.a. Licht...

    • foudroyant
      • foudroyant

      • Etymol.: franz. foudroyer = blitzen, niederschmettern

      • Englischer Begriff: fulminant

      „blitzartig“ einsetzend u. rapid verlaufend.

    • Fouineau-Zeichen
      • Fouineau-Zeichen

      „reflektorische Kehlkopfkrise“ als Zeichen eines drohenden akuten Lungenödems.

    • Fournier
      • Fournier

      • Biogr.: Jean Alfred F., 1832–1915, Hautarzt, Paris

      • F.-Krankheit
        (1883) Infektion der Weichteile des männl... (mehr)
      • F.-Narben
        Parrot-Furchen... (mehr)
      • F.-Prüfung
        Prüfung auf Ataxie durch Beobachtung des – auf Kommando auszuführenden... (mehr)
      • F.-Zähne
        erste Mahlzähne mit Schmelzmangel; treten bei angeborener Syphilis auf... (mehr)
      • F.-Zeichen
        ... (mehr)

      • Parrot-Furchen... (mehr)
      • 2)
        F.-Zähne... (mehr)
      • 3)
        Säbelscheidentibia bei angeborener Syphilis u. Frambösie... (mehr)
      • 4)
        scharfe Begrenzung eines Haut-, Schleimhautgeschwürs als Hinweis auf syphilitischen... (mehr)
    • Fournier-Krankheit
      Fournier
      • F.-Krankheit

      • Englischer Begriff: Fournier's gangrene

      (1883) Infektion der Weichteile des männl. Genitales mit Teilnekrose u. Gangrän des Hodensackes u. des Dammes. Diagn.: Im Abstrich nachweisbar sind eine bakterielle Mischflora u. Candida albicans. Klinik: Die scharf begrenzten Hautnekrosen breiten sich foudroyant in der Subkutis aus, u. es kommt zum septischen Schock. Ein ähnlicher Krankheitsverlauf wurde inzwischen auch bei Frauen beobachtet. Manchmal ist die Erkr. assoziiert mit Störungen der Immunabwehr.

    • Fournier-Narben
    • Fournier-Prüfung
      Fournier
      • F.-Prüfung

      • Fach: Neurologie

      Prüfung auf Ataxie durch Beobachtung des – auf Kommando auszuführenden – Sicherhebens vom Sitz, des plötzlichen Stehenbleibens (aus dem Gehen) u. des Sichumdrehens.

    • Fournier-Zähne
      Fournier
      • F.-Zähne

      erste Mahlzähne mit Schmelzmangel; treten bei angeborener Syphilis auf.

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