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  • Freiberg-Köhler-Syndrom
    • Freiberg-Köhler-Syndrom

    • Synonyme: Köhler-S. II

    • Englischer Begriff: Freiberg's infraction

    • Biogr.: Albert Henry F., 1869–1940, Chirurg, Cincinnati; Alban K.

    spontane aseptische Epiphysennekrose des Köpfchens des 2., seltener des 3. oder 4. Mittelfußknochens (v.a. rechts bei ♀ im Jugendalter), häufig kombiniert mit Spreizfuß. Klinik: Schwellung, örtlicher Druck- u. Belastungsschmerz, später evtl. Deformierung des betroffenen Grundgelenkes.

  • freier Körper
    • Englischer Begriff: loose body

    Corpus liberum, freier Gelenkkörper.

  • Freiluftbehandlung
    • Freiluft|behandlung

    • Englischer Begriff: open-air treatment

    • Fach: Pädiatrie

    unterstützende Therapie von Atemwegserkrankungen bei Säuglingen u. Kleinkindern durch Aufenthalt in Frischluft. Mindert infolge rel. Kühle, Feuchte u. Staubarmut sowie großer Fluktuation den Hustenreiz, fördert die Expektoration u. wirkt beruhigend.

  • Freiname
    • Frei|name

    • Fach: Pharmazie

    generic name.

  • Frejka-Spreizkissen
    • Frejka-Spreizkissen

    • Englischer Begriff: Frejka pillow splint

    breites, zwischen die Beine einzulegendes, mit Bändern über Beckengürtel u. Schultern fixierbares Kissen zur Spreizbehandlung der sog. angeborenen Hüftluxation.

  • Fremdanamnese
    • Fremd|ana|mnese

    • Englischer Begriff: indirect anamnesis

    aus den Angaben der Patienten-Umgebung ermittelte Anamnese.

  • Fremdantigen
    • Fremd|anti|gen

    • Englischer Begriff: alloantigen; xenoantigen

    ein Antigen, das von Lebewesen einer anderen Art oder von einem anderen Individuum der gleichen Spezies stammt (= xeno- = hetero- bzw. allogenes Antigen).

  • Fremdkörper
    • Fremd|körper

    • Synonyme: FK (Abk.); Corpus alienum

    • Englischer Begriff: foreign body

    unbelebtes oder belebtes Gebilde, das auf unnatürlichem Wege in den Organismus gelangt ist bzw. künstlich eingebracht worden ist, so z.B. Stäube, Aspirate bzw. ein Transplantat, Implantat (u.a. als Schrittmacher, Nahtmaterial). Löst aufgrund seiner physikalischen oder auch chemischen Eigenschaften bei Verträglichkeit (Toleranz) wie auch bei Unverträglichkeit eine charakteristische Entzündung (= Fremdkörperreaktion) aus, die die Bildung eines Fremdkörpergranuloms, evtl. – bei Infektion – eines Abszesses, bei Immunintoleranz eine Abstoßungsreaktion zur Folge hat; kann aber auch mechanische Schäden setzen, z.B. Drucknekrose, Perforation, Lichtungsverlegung (z.B. als Fremdkörperileus durch Askariden). – Entsprechende Wirkungen auch durch körpereigene FK, z.B. Sequester, Emboli, Gallen-, z.B. Tonnensteine. Ist als metallischer FK mit Hilfe von Suchgeräten genau ortbar, z.B. für die op. Entfernung.

  • Fremdkörperaspiration
    • Fremd|körper|aspi|ration

    • Englischer Begriff: aspiration of foreign body

    das Eindringen eines Fremdkörpers in die Atemwege, insbes. aber in die Luftröhre oder die Bronchien als Effekt einer ungewollten Aspiration, d.h. eines plötzlichen Sogeffektes bei ungewollter, unter Durchbrechen des reflektorischen Glottisschlusses erfolgender Einatmung (Inspiration), z.B. oft bei Kleinkindern, Bewusstlosen. Führt zu Husten, Atemerschwernis (Dyspnoe), abnormen Atemgeräuschen, bei längerer Dauer evtl. zu Lungenentzündung (Aspirationspneumonie).

  • Fremdkörperembolie
    • Fremd|körper|em|bolie

    • Englischer Begriff: foreign-body embolism

    Embolie durch Verschleppung von z.B. Herzkatheter-, Gefäßkatheter-, Kanülenbruchstücken, Geschossen, Granatsplittern, aber auch von Tumorgewebe (nach Einwachsen von Geschwülsten in die Blutgefäße) in die Herzhöhlen oder die Blutbahn; s.a. Fett-, Luft-, Thrombembolie.

  • Fremdkörpergranulom
    • Fremd|körper|granulom

    • Englischer Begriff: foreign-body granuloma

    Abbildung

    das an Riesenzellen u. Plasmazellen reiche Granulationsgewebe um einen Fremdkörper (s. Abb.) als Gebilde i.S. einer den Fremdkörper abkapselnden oder aber ihn letztendlich auflösenden, evtl. abszedierenden Entzündung. – Als Fremdkörpertuberkel ein zentral nekrotisches, scheinbar verkästes Gebilde („Pseudotuberkel“), z.B. in der Lunge u. deren Lymphknoten bei Silikose.

  • Fremdkörpermeningitis
    • Fremd|körper|meningitis

    • Englischer Begriff: foreign body-induced meningitis

    Meningitis als Folge der Verabfolgung von Sera, Arznei- u. Kontrastmitteln in die Liquorräume sowie durch in den Liquor eingedrungene Tumorteilchen oder Blut.

  • Fremdkörperriesenzelle
    • Fremd|körper|riesen|zelle

    • Englischer Begriff: foreign-body giant cell

    die zu Phagozytose befähigte, durch den örtlichen Reiz eines Fremdkörpers aus Histiozyten u. aus Endothelzellen der – entzündlich bedingten – Gefäßsprossen entstandene vielkernige Riesenzelle (mit Kern stets in der dem Fremdkörper abgewandten Protoplasmazone); ein typischer Makrophage im Fremdkörpergranulom.

  • Fremdreflex
    • Fremd|re|flex

    • Englischer Begriff: multisynaptic reflex

    Abbildung

    ein Reflex, bei dem im Gegensatz zum Eigenreflex Reizempfänger (Rezeptor) u. Reizbeantworter (Effektor) verschiedenen Organen zugehören (z.B. Haut u. Muskel). Er läuft stets über mehrere Schaltstellen (ist „polysynaptisch“), evtl. – mit Reizstärkenzunahme – unter Ausbreitung über mehrere Rückenmarksegmente; mit langer Reflexzeit u. ausgeprägter Ermüdbarkeit; Beisp.: als Kremasterreflex u. als schmerzausgelöster = „nozizeptiver“ Beugereflex. S.a. Fluchtreflex.

  • Fremdserum
    • Fremd|serum

    • Englischer Begriff: xenogenic serum

    artfremdes (xenogenes) Serum.

  • Fremdstoff
    • Fremd|stoff

    • Englischer Begriff: xenobiotic

    körperfremde Substanz mit schädlicher oder nützlicher Wirkung auf den Organismus (Gift, Arzneimittel); s.a. Xenobiotika.

  • Frémissement
    • Fré|mis|se|ment

    • Etymol.: franz.

    Fremitus, Schwirren.

  • Fremitus
    • Fre|mi|tus

    • Englischer Begriff: fremitus

    das tast- u./oder abhörbare Vibrieren der Leibes- oder Brustwand.

    • F. bronchialis
      tastbare Brustwandvibration als Fortleitung grober u. dunkler Rasselgeräusche... (mehr)
  • Fremitus bronchialis
    Fremitus
    • F. bronchialis

    • Englischer Begriff: bronchial f.

    tastbare Brustwandvibration als Fortleitung grober u. dunkler Rasselgeräusche. – Die Bezeichnung dient – inkorrekt – auch als Synonym für Stimmfremitus (= F. pectoralis) u. Bronchophonie. S.a. Perikardreiben, Pleuralfremitus.

  • Frenkel-Syndrom
    • Frenkel-Syndrom

    • Englischer Begriff: Frenkel's anterior ocular traumatic syndrome

    • Biogr.: Henri F., 1864–1934, Augenarzt, Paris

    als Spätfolgen einer Augapfelprellung Schädigungen u. Funktionsstörungen der Regenbogenhaut, der Linse u. der Netzhaut; als Mydriasis infolge von Rissen des Musculus sphincter pupillae, Schwäche der Pupillenreflexe, Linsenverlagerung (Subluxation) u. retrolentaler Pigmentierung.

  • frenosekretorisch
    • freno|sekretorisch

    sekretionszügelnd.

  • Frenulotomie
    • Fren(ul)o|tomie

    • Englischer Begriff: frenotomy

    Durchtrennung eines Frenulums; z.B. als Einschnitt in das Zungenbändchen zu dessen Verlängerung (bei Ankyloglossie).

  • Frenulum
    • Fre|nu|lum

    • Etymol.: latein. = kleiner Zügel

    Haut- oder Schleimhautlängsfalte zwischen zwei Organ(teil)en; z.B. zwischen den kleinen Schamlippen u. dem Kitzler, zwischen Lippe u. Ober- bzw. Unterkiefer.

    • F. linguae
      das Zungenbändchen; mediane Schleimhautlängsfalte zwischen Zungenunterfläche... (mehr)
    • F. praeputii
      das Hautbändchen zwischen Unterseite der Eichel des männl... (mehr)
  • Frenulum linguae
    Frenulum
    • F. linguae

    das Zungenbändchen; mediane Schleimhautlängsfalte zwischen Zungenunterfläche u. Unterkiefer.

  • Frenulum praeputii
    Frenulum
    • F. praeputii

    • Englischer Begriff: frenulum (e.g. of prepuce)

    das Hautbändchen zwischen Unterseite der Eichel des männl. Gliedes u. der Vorhaut.

  • Frenzel-Brille
    • Frenzel-Brille

    • Synonyme: Nystagmus-Brille

    • Englischer Begriff: Frenzel goggles

    • Biogr.: Hermann F., 1895–1967, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Göttingen

    eine Brille mit kleinen Glühbirnen bds. am Brillenrahmen; wird zur Nystagmusprüfung verwendet.

  • frequent
    • Englischer Begriff: frequent

    beschleunigt.

  • Frequenz
    • Synonyme: ν (Abk.)

    • Englischer Begriff: frequency

    die Häufigkeit eines wiederkehrenden Ereignisses je Zeiteinheit; z.B. physik die Schwingungszahl (f) je Zeiteinheit (Reziprokwert der Schwingungsdauer), mit der Einheit „Hertz“ (Hz = 1 Schwingung/Sek.).

  • Frequenzdissoziation, atrioventrikuläre
    • Frequenz|dis|soziation, atrio|ventrikuläre

    • Englischer Begriff: atrioventricular frequency dissociation

    Dissoziation (3).

  • Frequenzhochdruck
    • Frequenz|hoch|druck

    • Englischer Begriff: neurogenic hypertension with tachycardia

    Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) infolge erhöhter Herzfrequenz bei mangelnder Regulation des Gefäßsystems.

  • fresh frozen plasma
    • Etymol.: engl.

    FFP.

  • Fressreflex
    • Fress|reflex

    • Englischer Begriff: oral feeding reflex

    Saug-, Kau- u. Schluckbewegungen nach Bestreichen der Lippen oder Zunge; beim Säugling als Einstellmechanismus; beim Erwachsenen Enthemmungsphänomen nach Schädigung der zu motorischen Hirnnerven verlaufenden zentralen Hirnbahnen.

  • Fresszelle
    • Fress|zelle

    • Englischer Begriff: scavenger cell

    Phagozyt; s.a. Osteoklast.

  • Fretum Halleri
    • Fretum Halleri

    • Englischer Begriff: isthmus Halleri

    embryonale Engstelle (Isthmus) des Herzens zwischen Ventrikel u. Bulbus arteriosus, d.h. im Bereich der späteren Semilunarklappen.

  • Freud-Lehre
    • Freud-Lehre

    • Englischer Begriff: freudian theory

    • Biogr.: Sigmund F., 1856–1939, Psychiater, Neurologe, Wien

    die von F. u. J. Breuer begründete Psychoanalyse.

  • Freund
    • Freund

    • Biogr.: 1) Jules Th. F., geb. 1892, Pathologe, New York; 2) Walther F., Kinderarzt, Breslau

    • F.-Adjuvans
      öliges Adjuvans, das im Tierexperiment als Zusatz zum Antigen dessen Immunisierungseffekt... (mehr)
    • F.-Haarschopf
      beim älteren Säugling das kammartige Hochstehen der – während des physiologischen... (mehr)
  • Freund-Adjuvans
    Freund
    • F.-Adjuvans

    • Englischer Begriff: Freund's adjuvant

    • Biogr.: Jules Th. F.

    öliges Adjuvans, das im Tierexperiment als Zusatz zum Antigen dessen Immunisierungseffekt steigert. Besteht als inkomplettes Adjuvans aus einer Wasser-in-Öl-Emulsion (leichtes Paraffinöl u. ein Emulgator), als komplettes A. zusätzlich aus abgetöteten Mykobakterien (meist Mycobact. butyricum).

  • Freund-Haarschopf
    Freund
    • F.-Haarschopf

    • Biogr.: Walther F.

    beim älteren Säugling das kammartige Hochstehen der – während des physiologischen Haarwechsels nicht ausgefallenen – Scheitelhaare (sowie „Geheimratsecken“); v.a. bei Neuropathie.

  • Frey
    • Frey

    • Biogr.: 1) Lucie F., 1852–1932, franz. Ärztin; 2) Max von F., 1852–1932, Physiologe, Würzburg

  • Frey-Reizhaare
    Frey
    • F.-Reizhaare

    • Englischer Begriff: Frey's hairs

    • Biogr.: Max von F.

    ein Satz von Haaren u. Borsten abgestufter Dicke zum Aufsuchen der Druckpunkte der Haut u. zur Bestimmung der Reizschwellen der Punkte. Modifiziert – als kleiner Pinsel – zur klinischen Untersuchung der Berührungsempfindlichkeit.

  • Frey-Syndrom
    Frey
    • F.-Syndrom

    • Englischer Begriff: F.'s syndrome

    • Biogr.: Lucie F.

    aurikulotemporales Syndrom.

  • Freyer-Operation
    • Freyer-Operation

    • Englischer Begriff: Freyer's operation

    • Biogr.: Sir Peter J. F., 1852–1921, engl. Chirurg

    Prostata-Entfernung als Ausschälung aus der „Loge“ mit dem Finger (Enukleation) nach Harnblaseneröffnung oberhalb der Symphyse (suprapubische transvesikale Prostatektomie), gefolgt von Drainage durch „Steigrohr“.

  • Friderichsen-Waterhouse-Bamatter-Syndrom
    • Friderichsen-Waterhouse(-Bamatter)-Syndrom

    s.u. Waterhouse.

  • Friedenreich-Bakterien
    • Friedenreich-Bakterien

    gramnegative, den Corynebakterien ähnliche Stäbchen, die zum Hübener-F.-Thomsen-Phänomen führen.

  • Friedewald-Formel
    • Friedewald-Formel

    Formel zur annähernden Berechnung des LDL-Cholesterins im Nüchternserum: Vom Gesamtcholesterin werden 1/5 der gemessenen Triglyceridkonzentration (~ VLDL-Cholesterin) u. das – durch Präzipitation bestimmte – HDL-Cholesterin abgezogen.

  • Friedländer-Bazillus
    • Friedländer-Bazillus

    • Englischer Begriff: Friedländer's bacillus

    • Biogr.: Carl F., 1847–1887, Pathologe, Berlin

    die Klebsiella pneumoniae; gramnegativer Erreger der F.-Pneumonie, einer häufig bei älteren u. abwehrgeschwächten Menschen als Zweiterkrankung vorkommenden Lungenentzündung, die der Pneumokokkenpneumonie ähnelt.

  • Friedman-Lapham-Reaktion
    • Friedman(-Lapham)-Reaktion

    • Englischer Begriff: Friedman's test

    biologischer Schwangerschaftsnachweis am Kaninchen; heute nicht mehr gebräuchlich.

  • Friedmann-Syndrom
    • Friedmann-Syndrom

    • Biogr.: Max F., 1858–1925, Neurologe, Mannheim

    • 1)
      unfallbedingte, fortschreitende Hirnerkrankung (Enzephalopathie) auf der... (mehr)
    • 2)
      Pyknolepsie... (mehr)
  • Friedmann-Syndrom 1)
    Friedmann-Syndrom
    • 1)

    • Englischer Begriff: posttraumatic encephalopathy

    unfallbedingte, fortschreitende Hirnerkrankung (Enzephalopathie) auf der Grundlage einer Kreislaufregulationsstörung (Vasoneurose); Schwindel, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, vorzeitige Ermüdbarkeit, Schlafstörungen, Nachlassen der sprachlichen Leistungen, Herz- u. Kreislaufschwäche.

  • Friedmann-Syndrom 2)
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