Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Gastromyiasis
    • Gastro|myiasis

    Befall des Magens mit Fliegenlarven, meist im Rahmen einer Darmmyiasis.

  • Gastrone
    • Gast|rone

    • Englischer Begriff: gastrones

    die Magensekretion hemmende Substanzen im Magensaft; Enterogastron.

  • gastroösophagealer Reflux
    • gastro|ösophagealer Reflux

    • Synonyme: GER (Abk.)

    • Englischer Begriff: gastroesophageal reflux

    s.u. Reflux.

  • Gastropagus
    • Gastro|pagus

    • Englischer Begriff: gastropagus

    symmetrische, im Bereich der Bauchwand vereinigte Doppelfehlbildung (Duplicitas).

  • Gastroparese
    • Gastro|parese

    • Englischer Begriff: gastroparesis

    Magenatonie.

  • Gastropathia
    • Gastro|pathia

    • Synonyme: -pathie

    • Englischer Begriff: gastropathy

    organische u./oder funktionelle Magenerkrankung; z.B. die G. allergica (allergische Gastritis), die G. nervosa (funktionelle Magenbeschwerden ohne organischen Befund).

  • Gastropathia hypertrophica gigantea
    Gastropathia
    • G. hyper|trophica gigantea

    • Synonyme: Polyadenomatose des Magens; Ménétrier-Syndrom

    • Englischer Begriff: giant hypertrophic gastritis

    diffuse „foveoläre“ Hyperplasie der Magenschleimhaut mit polypoider Verbreiterung (z.T. auch Ödem) der Schleimhautfalten, Ersatz der Beleg- durch Schleimzellen; häufig als Gastroenteropathia exsudativa; im Alter oft fortschreitend, evtl. kombiniert mit Adenomen verschiedener endokriner Drüsen (multiple Adenomatose). Ist eine fakultative Präkanzerose eines Magenkarzinoms. Klinik: Eiweißverlust mit Ödemen, Hypo- bzw. Anazidität, Oberbauchbeschwerden, Erbrechen, Diarrhö.

  • Gastropexie
    • Gastro|pexie

    • Englischer Begriff: gastropexy

    die operative Anheftung des Magens zur Lage- u. Formkorrektur bei Magensenkung (= Gastroptose), u. zwar an die Bauchdecke u. Ligamente unter Raffung des großen Netzes, v.a. aber bei Kaskadenmagen, Refluxösophagitis u. Hiatushernie (hierbei unter Korrektur auch des His-Winkels; s.a. Fundoplicatio).

  • gastrophrenisches Syndrom
    • gastro|phrenisches Syndrom

    • Englischer Begriff: gastrophrenic syndrome

    nach Operationen an Magen (Kardia) u. Speiseröhre auftretende Nacken- u. Schulterschmerzen nach Nahrungsaufnahme; als Folge der Magendehnung erfolgt verwachsungsbedingte Reizung des Zwerchfellnervs (N. phrenicus) mit Ausstrahlung der Irritation in den Halsteil des Sympathikus.

  • Gastroplastik
    • Gastro|plastik

    • Englischer Begriff: gastroplasty

    Form- u./oder Funktionsplastik des Magens, z.B. als Kardia-, Pyloroplastik, Ersatzmagen; ferner bei Speiseröhrenersatz.

  • Gastroplegie
    • Gastro|plegie

    Magenlähmung, Magenatonie.

  • Gastroplicatio
    • Gastro|plicatio

    • Englischer Begriff: gastroplication

    Magenlichtungseinengung bei organischer Magendilatation; erfolgt durch seromuskuläre Raffnähte ohne Lichtungseröffnung; s.a. Fundoplicatio, Magenbypass.

  • Gastroptose
    • Gastro|ptose

    • Englischer Begriff: gastroptosis

    angeborener oder erworbener (v.a. abmagerungsbedingter) Tiefstand des Magens (unterer Pol reicht im Extremfall in das kleine Becken); oft mit Enteroptose verbunden (= Gastroenteroptose). Evtl. besteht eine Entleerungsstörung.

  • Gastrorrhagie
    • Gastror|rhagie

    • Englischer Begriff: gastrorrhagia

    Magenblutung.

  • Gastrorrhaphie
    • Gastror|rhaphie

    • Englischer Begriff: gastrorrhaphy

    1) Naht der Magenwand, i.e.S. als Übernähung einer freien Perforation eines peptischen Geschwürs (Ulcus) u. evtl. kombiniert mit Deckung durch das Netz u. durch Vagotomie. – 2) Behebung einer Gastroschisis.

  • Gastrorrhexis
    • Gastror|rhexis

    • Englischer Begriff: gastrorrhexis

    Magenruptur.

  • Gastroschisis
    • Gastro|schisis

    • Englischer Begriff: gastroschisis

    Bauchspalte; s.a. Paromphalozele.

  • Gastroskop
    • Gastro|skop

    • Englischer Begriff: gastroscope

    Endoskop zur Betrachtung des Mageninneren; ursprünglich als starres (Kussmaul), heute als biegsames (voll- oder terminalflexibel; Wolf-Schindler-Henning 1932), durch Faseroptik (Gastrofibroskop) u. Kaltlicht weiterentwickeltes Instrument für die Gastroduodenoskopie; mit Möglichkeit zu Gewebsentnahme (Magenbiopsie) u. zur Durchführung versch. Eingriffe, z.B. Laser-/Elektrokoagulation, Unterspritzung blutender Gefäße, Polypektomien, PEG-Anlagen etc.

  • Gastrospasmus
    • Gastro|spasmus

    • Englischer Begriff: gastrospasm

    schmerzhafter Dauerkrampf des Magens mit tonischer Kontraktion der Magenmuskulatur; oft mit Erbrechen, z.B. bei Ulcus, Karzinom, akuter Gastritis oder psychogen.

  • Gastrostaxis
    • Gastro|staxis

    • Englischer Begriff: gastrostaxis

    • Fach: Pathologie

    Sickerblutung aus der Magenschleimhaut.

  • Gastrostomie
    • Gastro|stomie

    • Englischer Begriff: gastrostomy

    das operative Anlegen einer äußeren Magenfistel („Gastrostoma“) zur künstlichen Ernährung unter Umgehung der Speiseröhre (seltener zur retrograden Ösophagusbougierung); die Ernährungsfistel z.B. unter Verwendung eines Schlauches, Katheters (= Kathetergastrostomie), um den der Fistelkanal aus der an die Bauchwand herangezogenen vorderen Magenwand gebildet wird (u. der gerade oder schräg verläuft, z.B. als Kader-Fistel bzw. Witzel-Fistel [dort Abb.]) bzw. aus einem gestielten Magenwand- oder Magenschleimhautzipfel („Mukosafistel“), der zu einem Rohr modelliert wird (evtl. unter Bildung einer als Ventil wirksamen Klappe = „tubovalvuläre Fistel“; z.B. nach Depage-Janeway-Spirack); evtl. auch Zwischenschaltung eines Dünndarmsegments (Jejunuminterposition [Tavel]).

  • Gastrostomie, kontinente
    Gastrostomie
    • G., kontinente

    • Englischer Begriff: Frank's operation

    G. mit ventilartiger Wirkung der Bauchwandmuskulatur am Fistelkanal (z.B. nach Frank).

  • Gastrostomie, perkutane endoskopische
    Gastrostomie
    • G., perkutane endoskopische

    endoskopisch angelegte äußere Magenfistel als minimal invasiver Eingriff, gegenüber dem operativen Verfahren heute bevorzugt.

  • Gastrotomie
    • Gastro|tomie

    • Englischer Begriff: gastrotomy

    operative Schnitteröffnung (Inzision) des Magens; z.B. zur Fremdkörperentfernung, zur Untersuchung (Inspektion, Exploration) der Lichtung, zur retrograden Dehnung der Kardia/Speiseröhre, Blutstillung, Probeexzision. Ferner bei Magenresektion u. – schleimhautverschonend, auf Serosa u. Muskularis begrenzt – bei der Kardiomyotomie.

  • Gastrozele
    • Gastro|zele

    • Englischer Begriff: gastrocele

    Magendivertikel. – Auch Bezeichnung für Hernie mit Magen als Inhalt („Magenhernie“).

  • Gastrula
    • Gastrula

    • Englischer Begriff: gastrula

    • Fach: Embryologie

    s.u. Gastrulation.

  • Gastrulation
    • Englischer Begriff: gastrulation

    die während der Embryogenese nach der Blastulation eintretende Einstülpung u. Faltung des Keimes, bei der die Gastrula = Becherkeim entsteht, bestehend aus einem äußeren (Ektoderm) u. inneren (Entoderm), später auch mittleren (Mesoderm) Keimblatt. – Ferner jede Form der Keimblätterbildung.

  • Gasuhr
    • Gas|uhr

    • Englischer Begriff: gasometer

    • Fach: Anästhesiologie

    Gasstrommesser.

  • Gasvergiftung
    • Gas|vergiftung

    • Englischer Begriff: carbon monoxide poisoning

    Vergiftung durch Einwirkung von Gasen; i.e.S. die Kohlenmonoxidvergiftung v.a. durch Auspuffgase, früher als Leuchtgasvergiftung.

  • Gaszeichen
    • Gas|zeichen

    spontaner negativer Röntgenkontrast der Pfortaderaufzweigung infolge Gasbildung durch eingewanderte Darmbakterien; Hinweis auf ungünstige Prognose einer Darmkrankheit, v.a. eines Ileus.

  • Gate-Theorie
    • Synonyme: Gate-Control-Theorie

    • Etymol.: engl.

    • Englischer Begriff: gate-control theory

    (R. Melzac, P. D. Wall, 1965) Theorie zur Erklärung des Zustandekommens verschiedener Schmerzerscheinungen, welche anatomische, physiologische u. psychische Gesichtspunkte berücksichtigt. Geht von der Annahme aus, dass ein besonderer Nervenmechanismus im Hinterhorn des Rückenmarks vorhanden ist, der wie ein Tor funktioniert. Dieses kann den Strom der von den peripheren Fasern zum Zentralnervensystem gehenden Nervenimpulse verstärken oder abschwächen. Trifft dort ein Schmerzimpuls aus dem Körper ein, wird er zunächst einer schmerzmodulierenden, d.h. verstärkenden oder schwächenden Beeinflussung ausgesetzt, ehe er als Schmerzwahrnehmung ins Bewusstsein gelangt. Der „Tormechanismus“ kann auch durch absteigende Nervenimpulse vom Gehirn beeinflusst werden.

  • Gatifloxacin
    • Englischer Begriff: gatifloxacin

    ein Breitspektrum-Gyrasehemmer.

  • Gattung
    • Synonyme: Genus

    • Englischer Begriff: genus

    • Fach: Biologie

    der Art über-, der Familie nachgeordnetes Taxon der Systematik (dort Tab.).

  • Gaucher-Krankheit
    • Gaucher-Krankheit

    • Synonyme: G.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Gaucher's disease

    • Biogr.: Philippe Ch. E. G., 1854–1918, Hautarzt, Paris

    Abbildung

    meist autosomal-rezessiv erbliche Sphingolipidose als eine auf Mangel an Glucocerebrosidase beruhende Speicherkrankheit mit Speicherung von Cerebrosiden in den Zellen (G.-Zellen) des retikulohistiozytären Systems (v.a. in Milz, markhaltigen Knochen). Klinik: großer Bauch infolge Milz- u. – weniger – Lebervergrößerung, Lymphknotenschwellungen, fleckige Pigmentierung der Haut u. evtl. der Mundschleimhaut, Verdickung der Bindehaut, Osteoporose mit spontanen Knochenbrüchen, Minderwuchs, evtl. Infantilismus, hypochrome Anämie, Leuko- u. Thrombozytopenie, Hyperkalzämie; seltener auch Lungenveränderungen (netzartige bis miliare interstitielle Infiltration). Einteilung: Nach dem Verlauf werden 3 Formen unterschieden: 1) chronisch, ohne neurologische Symptome; Beginn meist vor dem 20. Lebensjahr (adulte Form); 2) subakut, mit Beginn im Kleinkindalter u. neurologischen Ausfällen (juvenile Form); 3) akut, mit massiven neurologischen Ausfällen u. Beginn im Säuglingsalter (infantile oder zerebrale Form).

  • Gauer-Henry-Mechanismus
    • Gauer-Henry-Mechanismus

    • Englischer Begriff: Gauer-Henry mechanism

    • Biogr.: Otto G., 1909–1979, Physiologe, Berlin; James H., amerik. Arzt

    „Diuresereflex“ zur Aufrechterhaltung eines der Herzfunktion angemessenen Blutvorrats im Brustkorbraum; ein Reflexgeschehen mit von den Volumenrezeptoren ausgehenden zentralwärts gerichteten Impulsen (Afferenzen) u. mit Efferenzeffekt i.S. der Veränderung der Wasserausscheidung der Niere, wobei dem Zusammenspiel von Adiuretinmechanismus u. natriuretischem Peptid eine entscheidende Rolle zukommt.

  • Gaugele-Schiene
    • Gaugele-Schiene

    • Biogr.: Karl G., geb. 1878, Orthopäde, Zwickau

    abnehmbare Lagerungsschiene zur – variablen – Retention einer reponierten angeborenen Hüftluxation (Luxationshüfte) in leicht ausgeprägter Lorenz-Stellung, die Funktionstherapie ermöglicht.

  • Gault-Reflex
    • Gault-Reflex

    • Englischer Begriff: Gault's reflex

    bei Simulationsprobe auf Hörstörung ausgelöster kochleopalpebraler Reflex (als Lidzwinkern) als Reaktion auf ein Geräusch.

  • Gaumen
    • Englischer Begriff: palate

    Palatum.

    • G., hoher
      hochgewölbter Gaumen bei gleichzeitiger Schmalform des Oberkiefers, sowohl... (mehr)
  • Gaumen, hoher
    Gaumen
    • G., hoher

    • Synonyme: gotischer G.; Hypsistaphylia

    • Englischer Begriff: high p.; gothic p.

    hochgewölbter Gaumen bei gleichzeitiger Schmalform des Oberkiefers, sowohl rassisch bedingt als auch bei verschiedenen Krankheiten/Entwicklungsstörungen (z.B. bei angeborener hämolytischer Anämie bzw. Dysostosen).

  • Gaumenbein
    • Gaumen|bein

    Os palatinum.

  • Gaumenbogen
    • Gaumen|bogen

    • Englischer Begriff: palatal arch

    Arcus palatopharyngeus u. palatoglossus (= hinterer bzw. vorderer G.).

  • Gaumendefekt, angeborener
    • Gaumen|defekt, angeborener

    • Englischer Begriff: congenital palatal defect

    die Gaumenspalte.

  • Gaumeneckengeschwüre
    • Gaumen|ecken|geschwüre

    Bednar-Aphthen.

  • Gaumenlappenplastik
    • Gaumen|lappen|plastik

    s.u. Gaumenspalte.

  • Gaumenmandel
    • Gaumen|mandel

    • Englischer Begriff: palatine tonsil

    Tonsilla palatina; s.a. Tonsill...

  • Gaumenmandelhyperplasie
    • Gaumen|mandel|hyper|plasie

    • Englischer Begriff: hyperplasia of the palatine tonsil

    meist gegen Ende des 3.–4. Lj. auftretende Vergrößerung der – zerklüfteten u. Pfröpfe enthaltenden – Tonsillae palatinae. Klinik: kloßige Sprache, evtl. Lymphknotenvergrößerung am Kieferwinkel (u.U. mit Schluckstörung), allgemeine Abgeschlagenheit.

  • Gaumenobturator
    • Gaumen|obturator

    • Synonyme: Gaumenprothese

    • Englischer Begriff: cleft palate prosthesis or obturator

    Obturator für Gaumendefekte bei Lippen-Kiefer-Spalte, Cheilognathoschisis und nach Tumoroperationen.

  • Gaumenplastik
    • Gaumen|plastik

    • Synonyme: Palatoplastik

    • Englischer Begriff: palatoplasty; uranostaphyloplasty

    • Fach: Chirurgie

    plastische Korrektur der Gaumenspalte (dort Methoden).

  • Gaumenreflex
    • Gaumen|reflex

    • Fach: Neurologie

    • 1)
      Hebung des Gaumensegels u. -zäpfchens bei Berührung des weichen Gaumens... (mehr)
    • 2)
      Kontraktion des ringförmigen Muskels der Mundöffnung (M. orbicularis oris)... (mehr)
  • Gaumenreflex 1)
    Gaumenreflex
    • 1)

    • Englischer Begriff: palatal reflex

    Hebung des Gaumensegels u. -zäpfchens bei Berührung des weichen Gaumens. Fremdreflex mit Afferenzen in den Nn. trigeminus u. glossopharyngeus u. – motorischen – Efferenzen im N. vagus; ist nur bei einseitigem Fehlen diagnostisch verwertbar i.S. eines Verdachtes auf Erkrankung im Kerngebiet der genannten Nerven.

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