Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Gedächtnis
    • Englischer Begriff: memory

    die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen oder seelische Vorgänge im Gehirn zu speichern, so dass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können; s.a. Engramm, Lernen. Unterschieden v.a. als Neu- oder Kurzzeitgedächtnis, Alt- oder Langzeitgedächtnis sowie Wissens-, Verhaltens-, auditives, motorisches, visuelles etc. Gedächtnis. S.a. Gedächtnisstörung.

  • Gedächtnisillusion
    • Gedächtnis|illusion

    • Synonyme: Allomnesie

    • Englischer Begriff: falsification of memory

    Gedächtnisstörung mit Veränderung, Entstellung u. Verfälschung von Gedächtnisinhalten, jedoch – im Ggs. zur Halluzination – ohne spontanes Erfinden von Erinnerungen. S.a. Déjà-vu...

  • Gedächtnisstörung
    • Gedächtnis|störung

    • Synonyme: Dysmnesie

    • Englischer Begriff: memory disturbance; dysmnesia

    Störungen von Gedächtnis u. Lernleistungen. Vorkommen besonders bei Demenz, Psychosen, aber auch bei Schizophrenien u. Depressionen (3) möglich. Unterschieden nach Art der betroffenen Leistungen. Störungen des deklarativen Gedächtnisses betreffen die willkürliche Erinnerung an Daten u. Fakten (semantisches Gedächtnis) bzw. Lebensereignisse (episodisches Gedächtnis). Diese werden auch als explizite G. zusammengefasst. Vorkommen insbesondere bei Läsionen im Temporallappen. Prozedurale Gedächtnisstörungen betreffen v.a. die unwillkürliche Aneignung motorischer oder kognitiver Handlungsabläufe (z.B. Spielen eines Musikinstruments, Binden eines Knotens oder Erlernen eines Tastenschlüssels am PC). Vorkommen z.B. bei Erkrankungen der Basalganglien wie Chorea Huntington oder Parkinson-Syndrom. Störungen des Arbeitsgedächtnisses referieren auf die Fähigkeit, Wahrnehmungs- u. Gedächtnisinhalte momentan bewusst und damit einer kognitiven Verarbeitung verfügbar zu machen. Vorkommen insbesondere bei Veränderungen des Frontallappens oder bei Schizophrenien.

  • Gedächtniszelle
    • Gedächtnis|zelle

    • Fach: Immunologie

    Memory-Zelle.

  • Gedankeneingebung
    • Gedanken|eingebung

    • Englischer Begriff: forced thinking

    eine Form der Ich-Störungen; wahnhafte Überzeugung, dass einem fremde Gedanken eingegeben werden. Gehört zu den charakteristischen Symptomen der Schizophrenie („Symptom 1. Ranges“ nach K. Schneider).

  • Gedankenentzug
    • Gedanken|entzug

    Überzeugung, dass einem die eigenen Gedanken von außen her „entzogen“ werden; Form der Ich-Störungen bei Schizophrenie („Symptom 1. Ranges“ nach K. Schneider).

  • Gedeihkurve
    • Gedeih|kurve

    • Fach: Pädiatrie

    Gewichtskurve.

  • Gedeihstörung
    • Gedeih|störung

    • Englischer Begriff: failure to thrive

    • Fach: Pädiatrie

    Ernährungsstörung.

  • Gee-Heubner-Herter-Thaysen-Krankheit
    • Gee-Heubner-Herter(-Thaysen)-Krankheit

    • Englischer Begriff: Gee's disease; celiac disease

    Zöliakie.

  • Gefahrstoffverordnung
    • Synonyme: Gefahrstoff-VO (Abk.)

    Gesetzesrichtlinie über den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen. Die Fassung vom 15.11.1999 (BGBl. I, S. 2233; 2000 I, S. 739), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. 7. 2000 (BGBl. I, S. 1045), enthält verschärfte Bestimmungen. Danach müssen alle in den Handel gebrachten Gefahrstoffe mit der genauen Bezeichnung der Substanz sowie mit einer Gefahrenbezeichnung (z.B. „sehr giftig“, „kann Krebs erzeugen“ etc.) versehen sein. Nach der G. sind auch bestimmte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit solchen Substanzen vorgeschrieben. Die maximal zulässige Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) darf nicht überschritten werden.

  • Gefangenenkoller
    • Gefangenen|koller

    Haftreaktion.

  • Gefängnispsychose
    • Gefängnis|psychose

    • Englischer Begriff: prison psychosis

    Haftreaktion, Ganser-Syndrom.

  • Gefäß
    • Englischer Begriff: vessel; vas

    Sammelbezeichnung für Blutgefäße (s.u. Arteria, Arteriola, Vena, Venula, Vas capillare) u. Lymphgefäße (Vas lymphaticum); s.a. Gefäßsystem, Angio..., Vaso..., Lymphangio..., Vaskulo...

  • Gefäß, aberrierendes
    Gefäß
    • G., aberrierendes

    • Englischer Begriff: vas aberrans

    vom normalen Verlauf abweichendes G., v.a. als Blutgefäß; z.B. als „unteres Polgefäß“ der Niere, das den Harnleiter kreuzt u. (Teil-)Ursache einer Harnleiterenge, v.a. einer Ureterabgangsstenose, sein kann; s.a. Arteria lusoria.

  • Gefäßarrosion
    • Gefäß|arrosion

    „Gefäßannagung“, s.u. Arrosion.

  • Gefäßband
    • Gefäß|band

    • Englischer Begriff: vascular bundle

    auf der Röntgen-Thoraxaufnahme das gemeinsame Schattenband aus Arteria pulmonalis, Aorta ascendens, oberer Hohlvene u. – als Fortsetzung nach oben – Truncus brachiocephalicus.

  • Gefäßbändchenkeratitis
    • Gefäß|bändchen(keratitis)

    Keratitis fascicularis.

  • Gefäßbank
    • Gefäß|bank

    • Englischer Begriff: vessel bank

    • Fach: Chirurgie

    Gewebebank, die in Nährflüssigkeit konservierte oder gefriergetrocknete („lyophilisierte“), v.a. allogene Arterien- u. Venentransplantate, daneben aber auch entsprechende Gefäßprothesen bereithält; historischer Begriff.

  • Gefäßchirurgie
    • Gefäß|chirurgie

    • 1)
      operative Behandlung von Gefäßkrankheiten, -verletzungen durch plastische... (mehr)
    • 2)
      Teilgebiet der Chirurgie, das sich mit der Erkennung u. operativen Behandlung... (mehr)
  • Gefäßchirurgie 1)
    Gefäßchirurgie
    • 1)

    • Englischer Begriff: vascular surgery

    operative Behandlung von Gefäßkrankheiten, -verletzungen durch plastische Verfahren (Plastik); v.a. als chirurgische Therapie koronarer, peripherer u. zerebraler Durchblutungsstörungen. S.a. Gefäßersatz, -naht, -prothese, Patch-Graft, Angioplastie, Desobliteration.

  • Gefäßchirurgie 2)
    Gefäßchirurgie
    • 2)

    Teilgebiet der Chirurgie, das sich mit der Erkennung u. operativen Behandlung sowie der Nachsorge u. Rehabilitation von Erkrankungen des Gefäßsystems einschließlich der Verletzungen u. Fehlbildungen befasst. Die Weiterbildungszeit beträgt 3 Jahre.

  • Gefäßdehnungston
    • Gefäß|dehnungs|ton

    • Englischer Begriff: ejection sound

    • Fach: Kardiologie

    Austreibungston.

  • Gefäßentzündung
    • Gefäß|ent|zündung

    • Englischer Begriff: vascular inflammation

    Angiitis.

  • Gefäßersatz
    • Gefäß|ersatz

    • Englischer Begriff: vascular substitute (or prosthesis or graft)

    der Ersatz eines geschädigten Blutgefäßes (oder einer Gefäßstrecke) oder von Teilen der Gefäßwand durch ein – auto-, allo- oder xenogenes – Transplantat (Gefäßtransplantation) oder durch eine alloplastische Gefäßprothese, u. zwar als Umleitungs- (Bypass) oder Interpositionsplastik; ferner der Wanddefektersatz durch Aufsteppen eines Patch.

  • Gefäßerweiterung
    • Gefäß|erweiterung

    • Synonyme: -ektasie

    • Fach: Pathologie

  • Gefäßerweiterung, -ektasie 1)
    Gefäßerweiterung
    • 1)

    • Englischer Begriff: vascular dilatation; v. ectasia

    s.u. Vasodilatation, Angi-, Arteri-, Phlebektasie, Varize.

  • Gefäßerweiterung, -ektasie 2)
  • Gefäßfehlbildungen
    • Gefäß|fehlbildungen

    Angiodysplasie.

  • Gefäßgeräusch
    • Gefäß|geräusch

    • Englischer Begriff: vascular murmur

    bei Auskultation über einem Blutgefäß wahrnehmbares Geräusch, z.B. als Klopfen der Pulswelle bei der Blutdruckmessung, als Strömungsgeräusch bei Gefäßenge (Stenose) bzw. -kompression, als Schwirren über Gefäßerweiterungen (Ektasien) oder bei übermäßigem Gefäßreichtum (Vaskularisation; z.B. bei Tumor), als „Maschinen-“ oder „Lokomotivgeräusch“ über einer arteriovenösen Fistel.

  • Gefäßgeschwulst
    • Gefäß|geschwulst

    • Englischer Begriff: vascular tumor

    Angiom, Häm-, Lymphangiom.

  • Gefäßinjektion
    • Gefäß|injektion

    • Englischer Begriff: injection (e.g. circumcorneal)

    Sichtbarwerden feiner Blutgefäße als Folge von – entzündlicher – Blutfülle (Hyperämie); v.a. als konjunktivale G. (bei Konjunktivitis; fein verzweigte hellrote Äderchen auf hellem Grund in der Bindehaut des Auges, zur Hornhaut hin abnehmend u. mit der Bindehaut verschieblich) oder – nur ophthalmoskopisch erkennbar – als perikorneale oder ziliare G. (bei Keratitis u. Iridozyklitis; Erweiterung der tiefen Kapillaren der Lederhaut des Auges [Sclera] u. des oberflächlichen Randschlingennetzes des Ziliarkörpers als diffuser bläulich-roter Kreis um den Limbus corneae; nicht mit der Konjunktiva verschieblich); gemischte Form u.a. bei akutem Glaukom, Contusio bulbi.

  • Gefäßkatheterismus
    • Gefäß|katheterismus

    • Synonyme: -katheterisierung

    • Englischer Begriff: blood vessel catheterization

    Einführung einer Röhre (evtl. eines speziellen Katheters, s.a. Gefäßsonde) in ein Blutgefäß a) zur vorübergehenden oder bleibenden Anastomosierung mittelgroßer u. kleiner Gefäße, b) zum vorübergehenden Anschluss an eine Herz-Lungen-Maschine, c) für länger dauernde Infusionstherapie (mittels Venae sectio), für Angiokardiographie u. intrakardiale Druckmessung (Herzkatheter), zentrale Venendruckmessung. S.a. Katheter, Seldinger-Methode, Sones-Technik, Kavakatheter.

  • Gefäßklemme
    • Gefäß|klemme

    • Englischer Begriff: blood vessel clamp; hemostat

    • Fach: Chirurgie

    Klemme zum Fassen blutender Gefäße oder Gefäßstümpfe (ohne Schädigung der Gefäßwand) für die anschließende Naht, Durchstechung oder Unterbindung (Gefäßligatur), z.B. Modelle n. Péan, Halsted sowie atypische Ausführungen zum vorübergehenden kompletten Ab- oder tangentialen Ausklemmen der Arterien(wand) bei Gefäß-, Herzoperationen, für Gefäßnaht oder -Rekonstruktion z.B. als Satinski-, Potts-, DeBakey-, Bulldogg-, Ligatur- oder Mikrogefäßklemme; evtl. als Aorten-, Pulmonalisklemme etc. bezeichnet.

  • Gefäßknäuel
    • Gefäß|knäuel

    Glomerulus; s.a. Glomus.

  • Gefäßkompression
    • Gefäß|kompression

    • Englischer Begriff: vascular compression; angiopressure

    Zusammendrücken von Gefäßen, i.e.S. zur Blutstillung; s.a. Vasokonstriktion.

  • Gefäßkrampf
    • Gefäß|krampf

    • Englischer Begriff: angiospasm

    Angiospasmus.

  • Gefäßkrankheit
    • Gefäß|krankheit

    • Englischer Begriff: angiopathy

    Angiopathie, u. zwar als Mikro- oder als Makroangiopathie.

  • Gefäßligatur
    • Gefäß|ligatur

    • Englischer Begriff: vascular ligation

    das am Ort der Wahl bzw. einer (auch operativen) Verletzung erfolgende Unter- bzw. Abbinden eines Blutgefäß(stumpf)es, evtl. als Durchstechungs-, Umstechungsligatur; s.a. Clip, Gefäßnaht.

  • Gefäßmal
    • Gefäß|mal

    Naevus flammeus; s.a. Gefäßschwamm.

  • Gefäßmittel

      gefäßerweiternde (Vasodilatanzien) bzw. gefäßverengende ( Vasokonstringenzien) Mittel.

    • Gefäßmuskulatur
      • Gefäß|muskulatur

      s.u. Tunica media.

    • Gefäßnaht
      • Gefäß|naht

      • Englischer Begriff: angiorrhaphy; vascular suture

      Naht zur Vereinigung von Blutgefäßstümpfen sowie bei Streifenplastik, Defektverschluss; erfolgt in atraumatischer Technik u. unter adaptierender beidendiger Ausstülpung der Intima (evertierende Naht), evtl. mit abschließender fortlaufender Naht der evertierten Ränder; oder aber als maschinelle G. mittels Nähapparat.

    • Gefäßnebenschluss
      • Gefäß|neben|schluss

      • Fach: Pathologie

      Shunt; s.a. Bypass.

    • Gefäßneurose
      • Gefäß|neurose

      • Englischer Begriff: angioneurosis

      Angioneurose.

    • Gefäßpol
      • Gefäß|pol

      • Englischer Begriff: vascular pole

      die Eintritts- u. Austrittsstelle des Vas (= Arteriola glomerularis) afferens bzw. efferens am Nierenkörperchen.

    • Gefäßprothese
      • Gefäß|prothese

      • Englischer Begriff: vascular prosthesis

      • Fach: Chirurgie

      nahtloses Kunststoffrohr (angemessener Länge u. Lichtung, evtl. mit vorgefertigten Abgangsstellen für größere Äste) als Gefäßersatz z.B. aus Polytetrafluorethylen (PTFE), v.a. zur Überbrückung von Gefäßdefekten u. für Bypass-Operationen (Prothesenshunt). – Ferner das – sterile – allogenetische Gefäßtransplantat (Arterie oder Vene; im Allg. einem – gesunden – Unfalltoten spätestens 6–8 Std. nach dem Tod entnommen u. durch Lyophilisierung haltbar gemacht; s.a. Gefäßbank).

    • Gefäßring
      • Gefäß|ring

      • Englischer Begriff: vascular ring

      krankhafte Ringbildung durch atypische Arterien bei Aortenbogenanomalie; s.a. Arteria lusoria, Circulus arteriosus.

    • Gefäßruptur
      • Gefäß|ruptur

      • Englischer Begriff: vascular rupture

      Einriss oder Zerreißung eines Gefäßes, i.e.S. als Blutgefäßriss als Folge eines Missverhältnisses zwischen Gefäßwand(elastizität) u. Innendruck (z.B. bei Aneurysma, Angio-, Arteriosklerose) oder als Folge einer Gefäßarrosion bzw. -verletzung.

    • Gefäßschattenfigur
      • Gefäß|schatten|figur

      • Fach: Ophthalmologie

      Purkinje-Aderfigur.

    • Gefäßscheide
      • Gefäß|scheide

      • Fach: Anatomie

      Adventitia.

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