Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Gingivostomatitis
    • Gingivo|stomatitis

    • Englischer Begriff: gingivostomatitis

    auf die gesamte Mundschleimhaut übergreifende Gingivitis; i.e.S. die Stomatitis herpetica.

  • Ginglymus
    • Gin|glymus

    • Synonyme: Scharniergelenk

    • Englischer Begriff: ginglymus

    Articulatio cylindroidea (dort Abb.).

  • Ginkgo biloba
    • Synonyme: Ginkgobaum; Silberbaum

    Abbildung

    Heilpflanze, der seit alters her vielfältige Wirkungen zugesprochen werden. Diese Effekte konnten teilweise mit tierexperimentellen u. klinischen Studien bestätigt werden. Angewandter Pflanzenteil: Ginkgoblätter (Ginkgo bilobae folium); Inhaltsstoffe u.a. Flavonoide, Procianidine, Diterpenoide, Terpenlactone (Ginkgolide, Bilobalid). Anw. (in Form von Extrakten mit standardisiertem Wirkstoffgehalt) v.a. bei peripheren u. zentralen arteriellen Durchblutungsstörungen. Die Wirkung bei „Hirnleistungsstörungen“ wird kontrovers diskutiert.

  • Ginseng
    • Englischer Begriff: ginseng

    • Fach: Pharmazie

    Panax ginseng.

  • Giongo-Spirale
    • Giongo-Spirale

    • Englischer Begriff: Giongo spiral

    Sonde mit spiraligem Ende für die Lösung von Harnleitersteinen.

  • Giovannini-Krankheit
    • Giovannini-Krankheit

    • Englischer Begriff: Giovannini's disease

    Beigel-Krankheit.

  • GIP
    • Synonyme: Abk. für gastrisches inhibitorisches Polypeptid

    • Englischer Begriff: gastric inhibitory polypeptide

    ein aus dem oberen Dünndarm stammendes Polypeptid (Gewebshormon), das die Absonderung der Magensäure u. des Pepsins sowie die Magenperistaltik hemmt u. die – durch Glucose angeregte – Insulinsekretion verstärkt. S.a. Gipom.

  • Gipfelblase
    • Gipfel|blase

    • Synonyme: Kuppelblase

    • Fach: Röntgenologie

    Luftblase im oberen Bereich des Zwölffingerdarms.

  • Gipfelbucht
  • Gipfelindex
    • Gipfel|index

    • Fach: Kardiologie

    der Abstand der beiden Gipfel einer 2-gipfligen P-Zacke; Intervall > 40 Millisekunden spricht für Wahrscheinlichkeit einer linksatrialen Überlastung.

  • Gipfelsekretion
    • Gipfel|sekretion

    die Spitze der Säureabsonderung im Magen (= „peak acid output“, PAO).

  • Gipfelzeit
    • Gipfel|zeit

    • Fach: Kardiologie

    Farbstoffverdünnungskurve (dort Abb.).

  • Gipom
    • Gipom

    • Englischer Begriff: GIPoma

    ein GIP produzierendes Apudom, ausgehend von den K-Zellen des Dünndarms.

  • Gips
      • 1)
        Calciumsulfat (CaSO4 · 2H2O); techn... (mehr)
      • 2)
        Klinikjargon für einen Gipsverband... (mehr)
    • Gips 1)
      Gips
      • 1)

      • Englischer Begriff: gypsum

      • Fach: Chemie

      Calciumsulfat (CaSO4 · 2H2O); techn durch Erhitzen entsteht der wasserärmere „gebrannte G.“ (CaSO4 · 1/2H2O; Calcium sulfuricum ustum), der mit Zusatz von ca. 50% Wasser (s.a. Gipsverband) rasch zu einer festen Masse erhärtet (Abbindezeit u. Härte von Brenntemp. u. Zusätzen abhängig).

    • Gips 2)
      Gips
      • 2)

      • Englischer Begriff: plaster (of Paris)

      Klinikjargon für einen Gipsverband.

    • Gipsbett
      • Gips|bett

      • Englischer Begriff: plaster bed

      in Bauchlage über den gesamten Rumpf (evtl. auch über Hinterhaupt u. die Oberschenkel) anmodellierte „Gipsliegeschale“ zur Ruhigstellung der Wirbelsäule; z.B. bei Wirbelfraktur, Tumoren, nach Spondylodese; zur Kyphosekorrektur meist als Lorenz-Reklinationsbett oder als Bauchliegeschale; ferner zur Skoliosekorrektur.

    • Gipsbinde
      • Gips|binde

      • Englischer Begriff: plaster bandage; plaster dressing

      mit gebranntem Gips beschickte Mullbinde (meist mit Klebstoffzusatz als fixierte, nicht streuende G.) für den Gipsverband.

    • Gipshöschen
      • Gips|höschen

      • Englischer Begriff: Whitman's plaster

      in Lorenz-Stellung anmodellierter Gipsverband für den Beckengürtel, i.e.S. als etwa von den Brustwarzen bis an die Knöchel reichender Verband zur Behandlung der angeborenen Hüftluxation; geeignet auch bei einer Oberschenkelfraktur des Kindes; s.a. Gipshose.

    • Gipshose
      • Gips|hose

      das Hüftgelenk fixierender Gipsverband, der das Becken u. einen Oberschenkel einschließt; s.a. Gipshöschen.

    • Gipshülse
      • Gips|hülse

      zylinderförmiger Gipsverband, v.a. zur Ruhigstellung nur eines Gliedmaßengelenkes (als „Tutor“), v.a. des Kniegelenkes (als von der Hüfte bis zum oberen Sprunggelenk reichende G.).

    • Gipskorsett
      • Gips|korsett

      • Englischer Begriff: body cast

      • Fach: Orthopädie

      Böhler-Mieder.

    • Gipskrawatte
      • Gips|krawatte

      • Englischer Begriff: plaster collar

      als „kleiner Minervagips“ den Hals umfassender Gipsverband (s.a. Halskrawatte), der den unteren Unterkieferrand einbezieht u. bis an den Hinterhauptshöcker bzw. unten bis an das Brustbein, die Schlüsselbeine, die Akromien u. die Schulterblattgräten reicht; als „großer Minervagips“ mit Gipssteg über der Stirn. Zur Entlastung der Halswirbelsäule nach Verletzungen und bei Spondylitis.

    • Gipsliegeschale
      • Gips|liege|schale

      Gipsbett.

    • Gipslonguette
      • Gips|longuette

      Gipsverbandmaterial in Form langer streifenförmiger Platten aus übereinander gefalteten, gleich langen u. gleich breiten Gipsbinden(stücken). – Auch der daraus gefertigte Gipsverband als Gipsschale oder in Steigbügelform; ferner als Grundlage eines zirkulären Gipsverbandes.

    • Gipsschale
      • Gips|schale

      in der Regel ein aus Gipslonguetten gefertigter, muldenförmig anmodellierter Gipsverband, aber auch eine nach Teilentfernung eines zirkulären Gipsverbandes belassene Liegeschale, allgemein als Gliedmaßenverband (Gipsschiene); erlaubt Funktionstherapie, Haut- u. Wundpflege sowie Ruhigstellung durch „Wiederanwickeln“ (v.a. zur Nacht).

    • Gipsschiene
      • Gips|schiene

      • Englischer Begriff: plaster splint

      aus Gipsbinden bzw. -longuetten gefertigte Schiene; s.a. Gipsschale.

    • Gipsverband
      • Gips|verband

      • Englischer Begriff: plaster bandage or cast

      fester Stützverband aus Gipsbinden u./oder -longuetten und Polstermaterial zur Ruhigstellung von Körperteilen nach Frakturen, Operationen oder bei Entzündungen. Die Gebrauchseigenschaften der Gipsbinde wurden durch Zusätze verbessert; als Alternative werden auch wasserunempfindliche Kunststoffe genutzt. Häufigste Methode zur Aufrechterhaltung (Retention) des Repositionsergebnisses in der konservativen Knochenbruchbehandlung. Anlagetechnik: Abpolsterung oberflächlicher Knochen u. Nerven, lockeres Abrollen der wasserdurchtränkten Gipsbinden, Gelenkfixierung in Funktionsstellung, Vermeidung von Dellen im Gipsverband. Stabilität ist nach ca. 30 Min. erreicht, endgültige Härte nach 1–3 Tagen. Entfernung mit Gipsschere oder oszillierender Gipssäge. Formen: geschlossener G. (Rundgips, zirkulärer G.): umschließt den gesamten Umfang der Extremität; dient fast immer der Ruhigstellung mindestens zweier Gelenke. Gespaltener G. (Spaltgips): geschlossener G., der nachträglich durchgehend längs gespalten und mit elastischen Binden überwickelt wird, v.a. bei frischen Frakturen mit Weichteilschwellung. Gipsschiene oder -schale: umfasst nur einen Teil des Extremitätenumfangs, v.a. bei noch zu erwartender Weichteilschwellung. Gipstutor (Gipshülse): umgibt die Extremität wie eine Hülse u. kann leicht abgenommen werden; dient der Ruhigstellung eines Gelenks. Rumpfliegeschale (Rückenschale): zur Ruhigstellung der Wirbelsäule, z.B. bei entzündlichen Prozessen; nach Fertigstellung der Rückenschale können der Pat. gedreht u. ein Bauchdeckel angefertigt werden (Sandwich-Gips) Gehgips: geschlossener Gips mit einer Gehfläche, wenn die Extremität belastet werden darf. Gipskorsett (Rumpfgips): kann vom Becken bis zum unteren Thorax reichen und ist meist abnehmbar, z.B. bei stabilen Wirbelkörperfrakturen. Sonderformen: redressierende G. zur schrittweisen Korrektur von Deformitäten (z.B. bei Klumpfüßen), Quengelgipse zum Dehnen von Kontrakturen. Kompl.: Zirkulationsstörungen (deshalb Längsspaltung des Gipsverbandes bei allen frischen Verletzungen), Druckschäden an Nerven, Drucknekrosen der Haut, allergische Hautreaktionen, Immobilisierungsschäden an Gelenken, Knochen, Weichteilen, Thrombose; Sudeck-Dystrophie. Häufige Kontrollen u.a. auf Drucknekrosen, Gefäß-Nerven-Kompression (s.a. Cast-Syndrom) sowie Aufklärung des Patienten über Möglichkeiten der Verhinderung solcher Schäden sind notwendig.

    • Girard-Hernienoperation
      • Girard-Hernienoperation

      • Englischer Begriff: Girard's method

      • Biogr.: Charles G., 1855–1916, Chirurg, Genf

      modifizierte Bassini-Operation als Radikaloperation einer indirekten Leistenhernie, u. zwar als 3-schichtiger Bruchpfortenverschluss unter Verzicht auf eine Spaltung der Fascia transversalis u. eine Samenstrangverlagerung: Naht des M. obliquus internus abdominis, Fixierung der medialen = oberen Lefze der gespaltenen Externusaponeurose vor dem Samenstrang an das Leistenband u. Aufsteppen des lateralen (unteren) Aponeurosenlappens über den beiden Nahtreihen auf die mediale Lefze („Fasziendopplung“).

    • Girdlestone-Operation
      • Girdlestone-Operation

      • Englischer Begriff: Girdlestone procedure

      • Biogr.: Gathorne R. G., 1881–1950, Orthopäde, Oxford

      radikale Hüftgelenkresektion (Schenkelhals u. -kopf u. Hüftpfanne) zur Behandlung schwerer Hüftgelenkserkrankungen (v.a. Entzündungen, z.B. Coxitis tuberculosa) mit Zerstörung von Kopf u. Pfanne.

    • Girgolaff-Operation
      • Girgolaff-Operation

      • Englischer Begriff: Girgolaff's operation

      eine Faszienstreifen-Fesselung des Humeruskopfes bei habitueller Schulterluxation.

    • Girlandenbypass

        aortokoronarer Venenbypass, der durch eine oder auch mehrere Seit-zu-Seit- u. eine End-zu-Seit-Anastomose mehrere Koronargefäßabschnitte versorgt.

      • Gitaloxigenin
        • Gitaloxigenin

        s.u. Digitalisglykoside (dort Tab.).

      • Gitelmann-Syndrom
        • Gitelmann-Syndrom

        (H.J. Gitelmann 1966) autosomal-rezessiv erbliche Krankheit der Niere; Transportdefekt im distalen Tubulus, der dem Effekt von Thiazid-Diuretika ähnelt u. mit dem Verlust von Magnesium u. Kalium über den Urin einhergeht. Die Calcium-Ausscheidung ist normal. Typisch sind Muskelschwäche, tetanische Anfälle mit Erbrechen, Bauchschmerzen u. Fieber.

      • Githagin
        • Gi|thagin

        • Englischer Begriff: githagin

        • Fach: Toxikologie

        ein Saponin der Kornrade (Agrostemma githago). – Die Vergiftung (Githagismus; durch mit Kornradesamen verunreinigte Getreideprodukte) ist gekennzeichnet durch Brechdurchfall, später Schwindel, Kopfschmerzen, evtl. Kreislaufstörungen, Krämpfe, Atemlähmung.

      • Gitoxigenin
        • Gitoxigenin

        • Englischer Begriff: gitoxigenin

        s.u. Digitalisglykoside (dort Tab.).

      • GITS
        • Synonyme: Abk. für gastrointestinales therapeutisches System

        • Fach: Pharmazie

        Arzneimittelbehälter in Tablettenform, aus dem das Medikament im Magen-Darm-Trakt durch langsames Eindringen von Wasser (durch eine semipermeable Membran) aus einer kleinen Öffnung kontinuierlich freigesetzt wird.

      • Gitter
          • 1)
            periodische Anordnung von Materialteilchen (Atome, Moleküle; z.B... (mehr)
          • 2)
            in der Elektronenröhre die gitterförmige Elektrode zwischen Kathode u... (mehr)
        • Gitter 1)
          Gitter
          • 1)

          • Englischer Begriff: grating

          • Fach: Optik

          periodische Anordnung von Materialteilchen (Atome, Moleküle; z.B. als Kristallgitter) oder von makroskopischen Gebilden (s.u. Gittermonochromator).

        • Gitter 2)
          Gitter
          • 2)

          • Englischer Begriff: screen

          • Fach: Physik

          in der Elektronenröhre die gitterförmige Elektrode zwischen Kathode u. Anode zur Steuerung des Röhrenstroms.

        • Gitterblende
          • Gitter|blende

          • Englischer Begriff: bucky diaphragm

          • Fach: Röntgenologie

          Rasterblende.

        • Gitterbruch
          • Gitter|bruch

          • Englischer Begriff: abdominal hernia

          • Fach: Chirurgie

          Bauchwandhernie (v.a. Narben-, epigastrische Hernie) mit mehreren bis zahlreichen schlitzartigen oder runden Bruchlücken in der äußeren Aponeurosenplatte.

        • Gitterfasern, retikuläre
          • Gitter|fasern, retikuläre

          • Synonyme: Reticulinfasern

          • Englischer Begriff: reticular fibers

          • Fach: Histologie

          Abbildung

          zug- u. biegungsfeste argyrophile Fasern aus dem Gerüsteiweiß „Reticulin“, die in submikroskopische Mikrofibrillen unterteilt u. periodisch gebändert sind; s. Abb. Bestandteil des retikulären Bindegewebes, lymphatischer Organe, der Basalmembranen (im Grenzgebiet von Stroma u. Parenchym; z.B. als Gitterfaserhülle von Kapillaren, Muskel- u. Nervenfasern, Nierenkanälchen, Drüsensträngen des Hypophysenvorderlappens); bilden das Gitterfasernetz des Leberläppchens (das den Leberzellplatten aufliegende Gitterfaserhäutchen [„Plattenbeläge“]), durch das sich die Mikrovilli der Leberzelle in den Disse-Raum erstrecken.

        • Gitterkeratitis
          • Gitter|keratitis

          • Englischer Begriff: reticular keratitis; herpetic k.

          Keratoconjunctivitis herpetica.

        • Gitterlunge
          • Gitter|lunge

          • Englischer Begriff: shaped lung

          von gefäßführenden Strängen u. Septen durchzogenes Resthöhlensystem nach Lungenabszess oder -gangrän.

        • Gittermonochromator
          • Gitter|monochromator

          • Englischer Begriff: diffractometer

          Gerät, in dem die spektrale Zerlegung des Lichtes (Bildung eines Gitterspektrums) durch Beugung an einem – z.B. aus vielen parallelen Strichen oder Spalten bestehenden – optischen Gitter erfolgt; ermöglicht die genaue Einstellung eines schmalen Wellenbereichs des Lichtes, z.B. im Spektrophotometer oder Fluoreszenzmikroskop.

        • Gitterspektrum
          • Gitter|spektrum

          • Englischer Begriff: diffraction spectrum

          • Fach: Optik

          s.u. Gittermonochromator.

        • Gittertheorie
          • Gitter|theorie

          • Synonyme: Einphasen-Th.; Netzwerk-Th.; Framework-Th.

          • Englischer Begriff: frame-work theory

          • Fach: Immunologie

          (Marrack u. Heidelberger) Bei der Antigen(AG)-Antikörper(AK)-Reaktion legen sich in einem einphasischen Vorgang bi- bzw. multivalente AK in einem Netz- oder Gittersystem dem multivalenten AG an. S.a. Bordet-Theorie (Zweiphasentheorie).

        • Gitterzellen
          • Gitter|zellen

          • Englischer Begriff: gitter cells

          bindegewebige Zellelemente des Endoneuriums bzw. Perineuriums, die nach chem. Herauslösung des Fettes gitterartig imponieren.

        • GK

            Abk. für 1) Glycerin-kinase; 2) Gewebekultur; 3) Ganzkörper(...).

          13157