Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Gln
    • Fach: Biochemie

    Abk. für Glutamin.

  • GLO
    • Synonyme: Abk. für Glyoxalase

    • Fach: Serologie

    s.u. GLO-System.

  • GLO-System
    • Englischer Begriff: glyoxalase system

    • Fach: Serologie

    die zwei etwa gleich häufig in der Bevölkerung auftretenden, biochemisch unterscheidbaren Varianten (Enzympolymorphismus) der Glyoxalase I; z.B. nutzbar für Vaterschaftsausschluss.

  • Globalinsuffizienz, pulmonale
    • Global|insuffizienz, pulmonale

    • Englischer Begriff: alveolar respiratory insufficiency

    s.u. respiratorische Insuffizienz.

  • Globaltest
    • Global|test

    labordiagnostisches Verfahren, das ein komplexes Geschehen erfasst; z.B. die Thrombelastographie, die Lee-White-Methode der Gerinnungszeitbestimmung.

  • Globin
    • Globin

    • Englischer Begriff: globin

    die Eiweißkomponente des Hämoglobins.

  • Globinhämochrome
    • Globin|hämo|chrome

    • Englischer Begriff: globin hemochromes

    Häm (mit Fe3+) + denaturiertes Globin als Produkte eines irreversiblen pathologischen Hämoglobinabbaus.

  • Globoidzelle
    • Globoid|zelle

    • Englischer Begriff: globoid cell

    Typ einer mehrkernigen Riesenzelle im Herdgebiet der infantilen familiären Hirnsklerose (Krabbe-Syndrom).

  • Globosid I
    • Globosid I

    • Englischer Begriff: globoside

    • Fach: Biochemie

    das dem Gangliosid ähnliche Hauptglykolipoid (aus Ceramid, Lactose, Galaktose u. N-Acetylgalaktosamin) aus Erythrozyten u. Niere des Menschen; Abbau über Ceramidtrihexosid (s.a. Fabry-Syndrom [= eine Globosidabbaustörung]).

  • globosus
    • globosus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: globose

    kugelig, sphärisch.

  • Globozoospermie
    • Globo|zoo|spermie

    Vorkommen rundköpfiger Spermien (im Spermatogramm).

  • Globuli
    • Globul1

    • Synonyme: Globulus (Sing.)

    • Etymol.: latein. = Kügelchen

    • Englischer Begriff: globules

    • Fach: Pharmazie

    kugelförmige Arzneizubereitungen.

  • Globuli vaginales
    Globuli
    • G. vaginales

    • Synonyme: Ovula; Vaginalkugeln

    • Englischer Begriff: vaginal suppositories

    Scheidenzäpfchen.

  • Globulin
    • Globulin

    • Englischer Begriff: globulin

    Gruppe von Proteinen, die in reinem Wasser unlöslich, aber in verdünnten Neutralsalzlösungen löslich sind (Einsalzung). Bei höheren Salzkonzentrationen fallen die Globuline aus (Aussalzung). Eigenschaften u. Stoffwechsel: Sie sind durch eine große Mannigfaltigkeit in Struktur u. Funktion gekennzeichnet. Im Blutplasma machen die Globuline etwa 40% des gesamten Proteins aus (Plasmaproteine). Nach der Beweglichkeit in der Eiweißelektrophorese unterscheidet man Alpha-1-, Alpha-2-, Beta- u. Gammaglobuline. Der hauptsächliche Bildungsort der Globuline ist die Leber. Eine wichtige Ausnahme sind die Immunglobuline, deren Synthese in Plasmazellen erfolgt. Globuline haben eine relative Molekülmasse von 1,5 · 105 – 1,3 · 106; Koagulation bei etwa 60 °C. Globuline sind durch Enzyme oder Hydrolyse abbaubar. Funktion: bei Tier u. Mensch mitverantwortlich für pH-Regelung, als Energielieferant, für den onkotischen Druck, für Transportfunktionen, für Hämostase. Gammaglobuline sind Teile der Globulinfraktion der Plasmaproteine, zu dem die Immunglobuline u. Komponenten des Komplementsystems (Komplement) gehören. Bei der Blutgerinnung spielen Globuline wie der Faktor XI (antihämophiles Globulin C), Faktor IX (antihämophiles Globulin B) sowie Faktor VIII (antihämophiles Globulin A) eine wichtige Rolle.

  • Globulin-Albumin-Quotient
  • Globulin, antihämophiles
    Globulin
    • G., antihämophiles

    Faktor VIII, IX, XI.

  • Globulin, Corticosteroid-bindendes
    Globulin
    • G., Corticosteroid-bindendes

    • Englischer Begriff: corticosteroid binding g.

    Transcortin.

  • Globulin, kälteunlösliches
    Globulin
    • G., kälteunlösliches

    • Englischer Begriff: cold insoluble g.

    Fibronectin.

  • Globulin, Sexualhormon-bindendes
    Globulin
    • G., Sexualhormon-bindendes

    • Englischer Begriff: sex-hormone binding g.

    SHBG.

  • Globulin, Thyroxin bindendes
    Globulin
    • G., Thyroxin bindendes

    • Englischer Begriff: thyroxine binding g.

    s.u. Thyroxin.

  • Globulomaxillarzyste
    • Globulo|maxillar|zyste

    eine ontogenetische Oberkieferzyste zwischen Schneide- u. Eckzahn.

  • Globulus
    • Globulus

    • Englischer Begriff: globulus

    Kügelchen; s.u. Globuli.

  • Globus
    • Globus

    • Etymol.: latein. = Kugel, Klumpen

    • Englischer Begriff: globus

    • Fach: Neurologie

    Kurzbezeichnung für Globussyndrom.

  • Globus abdominalis
    Globus
    • G. abdominalis

    • Englischer Begriff: g. abdominalis

    Völlegefühl im Leib.

  • Globus hystericus
    Globus
    • G. hystericus

    • Englischer Begriff: g. hystericus

    s.u. Globussyndrom.

  • Globus leprosus
    Globus
    • G. leprosus

    • Synonyme: Lepraglobi

    s.u. Leprazellen.

  • Globus pallidus
    Globus
    • G. pallidus

    • Synonyme: Pallidum

    • Englischer Begriff: globus pallidus

    der – wegen seines Reichtums an markhaltigen Nervenfasern blass erscheinende – Teilkern des Nucleus lentiformis, eines der Stammganglien des extrapyramidalmotorischen Systems; besteht aus großen Nervenzellen, deren Neuriten zu Thalamus, Nucleus subthalamicus, Nucleus ruber, Substantia nigra, Formatio reticularis u. zum limbischen System ziehen; s.a. Nucleus (dort Abb.).

  • Globussyndrom
    • Globus|syndrom

    • Englischer Begriff: globus syndrome

    intermittierendes Fremdkörper- u. Engegefühl im Schlund („Kloß“ im Hals) bei organischen Erkrankungen im Schlund-Kehlkopf-Speiseröhren-Bereich; aber auch als psychogenes Krankheitsbild. Oft kombiniert mit vasomotorischer Rhinitis, Migräne, Menière-Syndrom; auch Begleitsymptom bei einer endogenen Depression.

  • Glockenbilsenkraut
  • Glockenepiphyse
    • Glocken|epiphyse

    • Englischer Begriff: cupping of metaphysis

    glocken-, becher- oder pilzförmige Auftreibung der Epiphysen langer Röhrenknochen (mit Verbreiterung der kalkarmen Metaphyse) bei florider Rachitis.

  • Glockenthorax
    • Glocken|thorax

    • Englischer Begriff: barrel chest

    in seinen unteren Bereichen weit gestellter Brustkorb, z.B. bei rachitischem Froschbauch.

  • Glomangiom
    • Glom|angiom

    • Englischer Begriff: glomangioma

    Glomustumor.

  • Glomektomie
    • Glom|ektomie

    • Englischer Begriff: glomectomy

    operative Entfernung des Glomus caroticum.

  • glomeratus
    • glomeratus

    • Synonyme: glomeriformis

    • Etymol.: latein.

    knäuelförmig, geknäuelt.

  • Glomerula
    • Glomerula

    • Synonyme: Glomeruli

    Knäuel, Glomerulus.

    • G. olfactoria
      im Bulbus olfactorius gelegene knötchenförmige Auftreibungen sekundärer... (mehr)
  • Glomerula olfactoria
    Glomerula
    • G. olfactoria

    • Synonyme: G. olfactorii

    • Englischer Begriff: olfactory glomeruli

    im Bulbus olfactorius gelegene knötchenförmige Auftreibungen sekundärer Dendriten der Mitralzellen der Riechbahn (dort Abb.). Umschaltstelle (Synapse) afferenter Impulse aus zahlreichen Riechzellen auf jeweils 1 Mitralzelle u. auf Büschelzellen. Relaisstelle für modulierende rekurrente Impulse der, ebenfalls im Bulbus gelegenen, Körnerzellen. Die komplizierte Verschaltung garantiert die Unterscheidbarkeit der Gerüche.

  • glomeruläre Minimalveränderungen
    • Synonyme: Lipoidnephrose; Fußfortsatzerkrankung

    • Englischer Begriff: minimal lesions glomerulonephritis; minimal-changes nephritis

    Abbildung

    meist zur Glomerulonephritis gerechnete, nicht sicher entzündliche Glomerulopathie. Eine v.a. bei Kindern auftretende Krankheit. Klinik: Symptome des nephrotischen Syndroms infolge erhöhter Eiweißdurchlässigkeit der Basalmembran des Glomerulus. Dort sind im Gegensatz zur Glomerulonephritis jedoch keine Immunkomplexe nachweisbar. Diagn.: Histolog. zeigen sich außer einer Verschmelzung der Podozytenfortsätze keine Veränderungen der Glomeruli (s. Abb.); häufig Ablagerungen von Lipoid u. Eiweiß im proximalen Tubulusepithel. Sonderform: fokal-segmentale Glomerulosklerose.

  • Glomerulitis
    • Glomerulitis

    • Englischer Begriff: glomerulitis

    Abbildung

    Entzündung der Glomeruli bei Glomerulonephritis; charakterisiert durch Proliferation ortsständiger Zellen innerhalb der Nierenkörperchen, d.h. der Endothel-, Mesangium- u./oder Epithelzellen sowie durch Infiltration ortsfremder Zellen (Granulozyten, Makrophagen). S.a. Abb.

  • Glomerulonephritis
    • Glomerulo|nephritis

    • Synonyme: GN (Abk.)

    • Englischer Begriff: glomerulonephritis

    Abbildung   Abbildung Tabelle  

    beidseitige entzündliche Nierenerkrankung, die zunächst diffus oder herdförmig an den Nierenkörperchen (Glomeruli) abläuft. Sie führt dort zu einer Schädigung der Filtermembran mit Protein- u. Hämaturie. Eine G. kann kurz u. heftig (akute G.), rasch fortschreitend (rapid progressive G.) oder langsam bzw. schleichend (chronische G.) verlaufen und ist nach der Pyelonephritis zweithäufigste Ursache der chron. Niereninsuffizienz. Ätiol. u. Klassifik.: Die Vorgänge im Einzelnen sind bei den meisten G. nicht geklärt, bekannt sind jedoch verschiedene zugrunde liegende Mechanismen, bei denen immer das Immunsystem beteiligt ist. a) Die weitaus größte Gruppe ist dadurch gekennzeichnet, dass sich Immunkomplexe bilden, die an den Glomeruli Entzündungsreaktionen verursachen. Diese Antigen-Antikörper-Komplexe können als Folge anderer Krankheiten (z.B. Streptokokkeninfekt, Lupus erythematodes, Periarteriitis nodosa, Purpura rheumatica) durch gegen Bakterienantigene gebildete Antikörper entstehen, im Blut zirkulieren u. sich an den Nierenkörperchen ablagern. Dort setzen sie eine Reihe schädigender Mechanismen (s. Schema) in Gang. Sie können in Gewebsproben (nach Nierenbiopsie) durch Immunfluoreszenz an der Basalmembran als körnchenförmige Ablagerungen von Immunglobulinen u. Komplementfaktoren nachgewiesen werden (Immunkomplex-Typ der G. b) Seltener (ca. 5%) wird eine G. durch Autoantikörper gegen die Basalmembran des Glomerulus verursacht, die sich streng linear an die Membran binden u. zu deren Schädigung führen (Anti-Basalmembran-Antikörper-Nephritis sowie Anti-GBM-Nephritis; auch isoliert als rasch fortschreitende extrakapilläre Glomerulonephritis). c) Weitere Formen der Glomerulonephritis werden über aktivierte T-Zellen oder Komplement verursacht. Es existiert eine Vielzahl verschiedener G., die sich diesen Mechanismen unterordnen lassen, aber im Einzelnen sehr unterschiedlich verlaufen, unterschiedliche mikroskopisch sichtbare Veränderungen zeigen, verschieden behandelt werden u. sich hinsichtlich der Progn. unterscheiden (s. Tab., Abb.). Auf der anderen Seite kann eine G. vorwiegend als Nierenerkrankung (primäre G.) oder als sekundäre G. begleitend bei Systemerkrankungen (z.B. Kollagenose, Goodpasture-Syndrom, Alport-Syndrom) ablaufen, wobei wiederum das breite Spektrum der Verlaufsformen abgedeckt werden kann. Klinik: häufig keine subjektiven Beschwerden. Auftreten können Proteinurie, Hämaturie, Ausscheidung von Harnzylindern, Oligurie, Hypertonie, Ödeme, Nierenschmerzen, evtl. nephrotisches Syndrom. Ther.: abhängig vom Typ der G. Behandlung der Grunderkrankung, daneben evtl. Antihypertonika, Kortikoide, Immunsuppressiva. Bei Niereninsuffizienz Nierenersatzverfahren.

  • Glomerulonephritis, akute
    Glomerulonephritis
    • G., akute

    • Englischer Begriff: acute g.

    G. mit kurzer Anamnese u. heftigem Verlauf, meist als G., endokapilläre.

  • Glomerulonephritis, chronische
    Glomerulonephritis
    • G., chronische

    • Englischer Begriff: chronic g.

    Latenzstadium einer G. Führt langsam zu Niereninsuffizienz u. doppelseitiger Schrumpfniere.

  • Glomerulonephritis, diffuse endokapillär-proliferative
    Glomerulonephritis
    • G., diffuse endokapillär-proliferative

    • Synonyme: exsudative Glomerulonephritis

    histologisch definierte Glomerulonephritisform mit Mesangiumzellproliferation u. intrakapillärer Akkumulation von Leukozyten.

  • Glomerulonephritis, diffuse extrakapilläre
    Glomerulonephritis
    • G., diffuse extrakapilläre

    • Synonyme: mesangioproliferative Glomerulonephritis mit diffuser Halbmondbildung

    histologisch definierte Glomerulonephritisform, gekennzeichnet durch extrakapilläre Zellproliferation (Halbmonde) in mindestens 80% der Glomeruli. Charakteristisch für die rapid progressive Glomerulonephritis.

  • Glomerulonephritis, diffuse membranoproliferative
    Glomerulonephritis
    • G., diffuse membranoproliferative

    • Synonyme: membranöse proliferative G.; mesangiokapilläre G.

    histologisch definierte Glomerulonephritisform, gekennzeichnet durch Kapillarwandverdickung und Mesangiumzellproliferation. Sie ist Ausdruck einer schweren G.

  • Glomerulonephritis, diffuse sklerosierende
    Glomerulonephritis
    • G., diffuse sklerosierende

    • Synonyme: proliferativ-sklerosierende G.

    histologisch definierte Glomerulonephritisform, gekennzeichnet durch ausgedehnte Sklerosierungen der Glomeruli. Es handelt sich um ein Terminalstadium, zumeist bereits mit Niereninsuffizienz, wobei der genaue Typ der ursprünglichen Glomeruluserkrankung nicht mehr erkennbar ist.

  • Glomerulonephritis, endokapilläre
    Glomerulonephritis
    • G., endo|kapilläre

    • Synonyme: exsudativ-proliferative G.; Poststreptokokkenglomerulonephritis

    • Englischer Begriff: endocapillary g.

    Glomerulonephritis mit typischem Befund nach Streptokokkeninfektion. Ätiol.: 7–20 Tage nach Infektion (zumeist der oberen Luftwege, der Tonsillen) mit bestimmten hämolysierenden Streptokokkenstämmen (Gruppe A, Typ 1, 4, 12, 25, 41, 49, 51) Auftreten einer diffusen endokapillär-proliferativen Glomerulonephritis vom Typ der Immunkomplexnephritis. Klinik: Ödeme, Makrohämaturie, Proteinurie, Hypertonie; evtl. Einschränkung der Nierenfunktion. Ther.: Antibiotika, Diuretika, Bettruhe, Herdsanierung. Progn.: Ausheilung in über 60% der Fälle. Übergang in eine chron. G. ist mgl.

  • Glomerulonephritis, extrakapilläre
    Glomerulonephritis
    • G., extra|kapilläre

    • Englischer Begriff: extracapillary g.

    G., rapid progressive.

  • Glomerulonephritis, fokal-segmental sklerosierende
    Glomerulonephritis
    • G., fokal-segmental sklerosierende

    zur Glomerulosklerose führende Glomerulonephritis mit fokalem Befall einzelner Glomeruli. Häufige Begleiterkrankung ist ein nephrotisches Syndrom.

  • Glomerulonephritis, hämorrhagische
    Glomerulonephritis
    • G., hämor|rhagische

    • Englischer Begriff: hemorrhagic g.

    akute G. mit Hämaturie, meist ohne Proteinurie u. Hypertonie.

  • Glomerulonephritis, hypokomplementämische
    Glomerulonephritis
    • G., hypokomplementämische

    Form der G. ohne bestimmte morphologische Ausprägung, die sich durch besondere pathogen. Mechanismen auszeichnet. Vorkommen z.B. bei Lupus erythematodes disseminatus, Endocarditis lenta, Kryoglobulinämie, nach Streptokokkeninfekt. Bei der membranoproliferativen Glomerulonephritis (Typ II) führt ein humoraler Nephritisfaktor zur Komplementaktivierung (Erniedrigung des C3 bei normalem C1).

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