Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • gas-bloat syndrome
    • Etymol.: engl.

    das sog. Magenballonsyndrom; unangenehmes Völlegefühl im Oberbauch mit erschwertem Aufstoßen als typische Komplikation nach Fundoplicatio-Operation zur Therapie der Hiatushernie.

  • Gas, radioaktives
    Gas
    • G., radioaktives

    • Englischer Begriff: radioactive gas

    Emanation.

  • Gasabszess
    • Gas|abszess

    • Englischer Begriff: gas abscess

    • Fach: Pathologie

    Abszess, bei dem außer typischer Abszess-Symptomatik Gasbildung besteht als Folge einer Entzündung bei Mischinfektion durch Eitererreger (v.a. Coli u. Proteus) u. apathogene Anaerobier. Die Gasbildung erfolgt – im Gegensatz zum Gasbrand – nur im interstitiellen Gewebe, nicht in der Muskulatur.

  • Gasanalyse
    • Gas|analyse

    • Englischer Begriff: gas analysis

    • Fach: Physiologie

    s.u. Atemgas-, Blutgasanalyse.

  • Gasaustausch
    • Gas|austausch

    • Synonyme: Gaswechsel

    • Englischer Begriff: gas exchange

    • Fach: Physiologie

    der Austausch gasförmiger (evtl. gelöster) Stoffe zwischen Organismus u. Außenmedium, z.B. der G. in der Lunge (die äußere Atmung).

  • Gasbad
    • Gas|bad

    Begasung eines Körperteils oder des ganzen Körpers mit einem Gas (z.B. Kohlendioxid, Radon), i.w.S. auch mit Heißluft u. Dampf.

  • Gasbazillen
    • Gas|bazillen

    • Englischer Begriff: gas bacteria

    Gasödemerreger.

  • Gasbrand
    • Gas|brand

    • Englischer Begriff: gas gangrene

    Gasödem.

  • Gaschromatographie
    • Gas|chromato|graphie

    • Englischer Begriff: gas chromatography

    Chromatographie zur analytischen oder präparativen Trennung von Gas- oder vollständig verdampfbaren Flüssigkeitsgemischen, die bei erhöhter Temperatur mit Hilfe eines inerten Trägergases (z.B. H2, N2, He) als mobiler Phase in die Trennsäule geleitet werden, die eine Trennflüssigkeit (z.B. Siliconol, Paraffin; auf indifferentem, saugfähigem Trägermaterial) oder ein Adsorptionsmittel (z.B. Aktivkohle, Silikagel, Al2O3) als stationäre Phase enthält (= Gas-Flüssigkeits- bzw. Gas-Adsorptionschromatographie). Anzeige der Gaskomponenten erfolgt durch Detektoren (z.B. Wärmeleitfähigkeitsmesszelle, Ionisations-, Elektroneneinfang-, Flammendetektor) u. Registrierung als „peaks“ (die Fläche bzw. Höhe entspricht der Konzentration der durch ihre Verweildauer charakterisierten Substanzen). Vorteile sind geringer Substanzbedarf, kurze Trennzeiten, vielseitige Anw. (u.a. zur Bestimmung von Blutalkohol, Giften in Körperflüssigkeiten).

  • Gasendarteriektomie
    • Gas|end|arteri|ektomie

    • Englischer Begriff: gas endarteriectomy

    • Fach: Chirurgie

    s.u. Endarteriektomie.

  • Gasenzephalographie
    • Gas|enzephalo|graphie

    • Fach: Neurologie

    Pneumoenzephalographie.

  • Gasgangrän
    • Gas|gangrän

    • Englischer Begriff: gas gangrene

    Gasödem.

  • Gasgesetze
    • Gas|gesetze

    • Englischer Begriff: gas laws

    • Fach: Physik

    z.B. das Dalton-, Gay-Lussac-Gesetz.

  • Gaskell
    • Gaskell

    • Biogr.: Walter H. G., 1847–1914, Physiologe, Cambridge

  • Gaskell-Brücke
    Gaskell
    • G.-Brücke

    • Englischer Begriff: Gaskell's bridge

    Fasciculus atrioventricularis.

  • Gaskell-Effekt
    Gaskell
    • G.-Effekt

    • Englischer Begriff: G. effect

    Verzögerung bzw. Ausbleiben von Aktionspotentialen infolge Hyperpolarisation der Zellmembran, z.B. am Myokard nach lang dauernder Vagusreizung.

  • Gaskell-Munk-Phänomen
    Gaskell
    • G.-Munk-Phänomen

    • Englischer Begriff: G.-Munk phenomenon

    • Fach: Kardiologie

    gehäufte Extrasystolen mit zunehmendem Intervall als Ausdruck einer Allorrhythmie nach starken äußeren Reizen.

  • Gaskonstante
    • Gas|konstante

    • Englischer Begriff: universal gas constant

    • Fach: Physik

    in der „Zustandsgleichung idealer Gase“ die bei Bezug auf 1 Mol universell gültige u. von der Gasart unabhängige Konstante
    R = 8,3 J/grad · mol

  • Gasmyelographie
    • Gas|myelo|graphie

    • Fach: Röntgenologie

    Pneumomyelographie.

  • Gasnarkose
    • Gas|narkose

    Inhalationsnarkose.

  • Gasödem
    • Gas|ödem

    • Synonyme: Gasgangrän; Gasphlegmone; Gasbrand; Emphysema malignum sive septicum; malignes Ödem

    • Englischer Begriff: gas(eous) edema; gas gangrene; gas phlegmon

    nicht ansteckende, auf Kriegsschauplätzen epidemische, schwere Wundinfektion mit rasch fortschreitendem Gewebstod (Nekrose) der Muskulatur durch Gasödemclostridien (Gasödemerreger). Inkubationszeit 8–48 Std. Ätiol.: Infektionswege sind (starke) Wundverschmutzung, besonders Verkehrsverletzungen mit Weichteilquetschungen; Darmverletzung (gangränöse Appendicitis, Peritonitis); artifizieller Abort; Spritzengasbrand (nach unsteriler intraglutäaler Injektion); endogene Entstehung, z.B. in durchblutungsgestörten Extremitäten; Bissverletzungen. Klinik: Das ausgeprägte Krankheitsbild ist das einer Sepsis mit Bazillämie u. Toxinämie. Pathognomonisch sind plötzlich einsetzender starker Wundschmerz, Schockpuls mit kaltem Schweiß, sichtbarer Körperverfall; sich schnell entwickelnder Ikterus deutet auf tödlichen Ausgang. Diagn.: klinisch (Bakteriologie kommt zu spät; wichtig jedoch Primärpräparate des Wundsekrets): süßlich-stinkender Geruch des Wundsekrets, mit Gasblasen vermengt; Hautverfärbung über der Wunde oft zunächst weißgelblich, später gelbgrün bis kupferrot oder auch bläulich bis schmutzig grünlich. Starker Wundschmerz („zu enger Verband“). Hautemphysem mit luftkissenartigem Gefühl nicht beweisend (Phlegmone durch Mischinfektion mit Coli-Bakterien u. anaeroben Fäulniskeimen). Typisch ist die im Röntgenbild sichtbare „Fiederung“ der Muskulatur. Ther.: breite Eröffnung der Infektionsbereiche (evtl. Amputation) mit Gasödemserum, Antibiotika (z.B. Penicillin), hyperbare Oxygenation, evtl. ergänzt durch Hämodialyse. Progn.: sehr hohe Letalität.

  • Gasödemerreger
    • Gas|ödem|erreger

    • Englischer Begriff: gas edema agents

    Sporen bildende, anaerobe u. toxinbildende Bakterien, die – meist als Gemisch mehrerer Arten – die Gasödemkrankheit verursachen; v.a. Clostridium perfringens, Cl. novyi, Cl. septicum u. Cl. histolyticum.

  • Gasödemserum
    • Gas|ödem|serum

    • Englischer Begriff: polyvalent heterologous antiserum for gas gangrene

    polyvalentes, heterologes (von Pferd, evtl. Rind, Hammel gewonnenes) Immunserum mit den Antitoxinen gegen die 4 wichtigsten Gasödemerreger.

  • Gasperini-Syndrom
    • Gasperini-Syndrom

    • Synonyme: kaudales Brückenhauben-Syndrom

    • Englischer Begriff: caudal tegmentum syndrome

    • Fach: Neurologie

    bei Krankheitsprozessen tieferer Anteile des Tegmentums auftretende Lähmung: herdgleichseitige (= homolaterale) Abduzens-, Fazialis- u. Trigeminusparese, teilweise Taubheit sowie teilw. (= kontralaterale) Sensibilitätsstörungen der Gliedmaßen.

  • Gasphlegmone
    • Gas|phlegmone

    • Englischer Begriff: gas phlegmon

    Gasödem.

  • Gasping-Zentrum
    • Gasping-Zentrum

    • Etymol.: engl. gasp = schwer atmen

    Nervenzellenansammlung oberhalb des Hypoglossuskerns als hypothetisches Zentrum für die sog. Schnappatmung (die aber wahrscheinlich nur Ausdruck einer Teilfunktion bei gestörter Gesamtfunktion des komplexen Atemzentrums ist).

  • Gasser
    • Gasser

    • Biogr.: 1) Conrad G., 1912–1982, Kinderarzt, Zürich; 2) Johann Laurentius G., 1723–1765, Anatom, Wien

  • Gasser-Ganglion
    Gasser
    • G.-Ganglion

    • Englischer Begriff: gasserian ganglion

    • Biogr.: Johann Laurentius G.

    Ganglion trigeminale.

  • Gasser-Syndrom
    Gasser
    • G.-Syndrom

    • Biogr.: Conrad G.

    • 1)
      akute benigne Erythroblastopenie... (mehr)
    • 2)
      hämolytisch-urämisches Syndrom... (mehr)
    • 3)
      Vahlquist-G... (mehr)
  • Gasser-Syndrom 1)
    Gasser  >  Gasser-Syndrom
    • 1)

    akute benigne Erythroblastopenie.

  • Gasser-Syndrom 2)
  • Gasser-Syndrom 3)
    Gasser  >  Gasser-Syndrom
    • 3)

    • Englischer Begriff: Gasser's syndrome

    Vahlquist-G.-Syndrom.

  • Gasserektomie
    • Gasser|ektomie

    • Englischer Begriff: gasserian ganglionectomy

    • Fach: Neurochirurgie

    Entfernung (Exstirpation) des Ganglion trigeminale (Gasseri).

  • Gassner-Dreifach-Nährboden
    • Gassner-(Dreifach-)Nährboden

    • Englischer Begriff: Gassner (triple) culture medium

    Lactose-Agar mit Wasserblau u. Metachromgelb (als Indikator für Lactosespaltung) zur elektiven Salmonellendiagnostik (Proteus- und Ruhrbakterien werden gehemmt).

  • Gassterilisation
    • Gas|sterilisation

    • Englischer Begriff: gas sterilization

    Sterilisation durch Äthylenoxid (ÄO); verbunden mit Explosionsgefahr (geringer bei Anw. eines ÄO-CO2-Gemisches). Gummi-, Leder-, Kunststoff-Material nimmt hierbei reichlich ÄO auf, daher (Hauttoxizität!) nicht unmittelbar nach Sterilisation zu verwenden.

  • Gasstrommesser
    • Gas|strom|messer

    in den Ausatmungsschenkel des Gasleitsystems eines Narkoseapparates eingeschaltete „Gasuhr“ zur Bestimmung des Atemhubvolumens (evtl. auch – direkt – des Atemminutenvolumens). S.a. Durchströmungsmesser, Flowmeter, Rotameter.

  • Gaster
    • Gaster

    • Englischer Begriff: stomach

    der Magen; i.w.S. der Bauch. S.a. Gastr(o)...

  • Gasterophilus
    • Gastero|philus

    Gattung „Magenfliegen“ [Gasterophilidae]; darunter z.B. G. intestinalis s. equi, dessen Larven obligate Endoparasiten im Magen-Darm-Trakt (junge Larven im Unterhautgewebe) von Pferden u. anderen Einhufern sind u. beim Menschen Ursache einer Hautkrankheit (= Gasterophilosis cutis) sein können.

  • Gastr...

      Wortteil „Magen“, „Bauch“; s.a. Gastro...

    • Gastralgie
      • Gastr|algie

      • Englischer Begriff: gastralgia; stomach ache

      Magenschmerz; s.a. Gastrospasmus.

    • Gastrektasie
      • Gastr|ek|tasie

      • Englischer Begriff: gastrectasis; gastrectasia

      akute oder chronische Erweiterung des – meist gleichzeitig auch tiefer tretenden u. entleerungsgestörten – Magens (z.B. bei postoperativer Magenatonie, bei Überfüllung, Pylorusstenose).

    • Gastrektomie
      • Gastr|ek|tomie

      • Englischer Begriff: gastrectomy

      • Fach: Chirurgie

      als sog. totale Magenresektion die operative Entfernung des ganzen Magens (Magenexstirpation), z.B. bei Neoplasma, Linitis plastica. Erfordert zur Wiederherstellung der Kontinuität des Verdauungstraktes für die Ingestpassage Bildung eines Ersatzmagens. Bei bösartigen Magentumoren auch als erweiterte G., d.h. mit Resektion erkrankter Nachbarorgane (Resectio totalis extensa).

      • G., subtotale
        die ausgedehnte Magenresektion (etwa 75% u. mehr), u. zwar als distale... (mehr)
    • Gastrektomie, subtotale
      Gastrektomie
      • G., subtotale

      • Englischer Begriff: subtotal g.

      die ausgedehnte Magenresektion (etwa 75% u. mehr), u. zwar als distale Magenresektion (ab der Mayo-Linie u. einschließlich Pylorektomie) oder als proximale Resektion (als „antrumerhaltende Ektomie“ heute nicht mehr üblich). S.a. Gastroenterostomie.

    • gastric banding
      • Etymol.: engl.

      Magenband.

    • gastric cooling
      • gastric cooling

      • Etymol.: engl.

      Magenunterkühlung durch direkte Magenspülung mit Eiswasser oder durch entsprechenden Durchlauf einer intragastral liegenden Ballonsonde; als Maßnahme bei akuter Blutung.

    • gastric inhibitory polypeptide
      • Etymol.: engl.

      GIP.

    • Gastricin
      • Gast|ricin

      • Englischer Begriff: gastricsin

      pepsinähnliches Enzym (Protease) im Magensaft, das Peptide hydrolysiert (pH-Optimum bei 3 [3,5]). Wahrscheinlich ein Pepsin I (entsprechend den Gruppen I u. II der 7 Pepsinogene).

    • gastricus
      • gastricus

      • Etymol.: latein.

      den Magen betreffend. S.a. gastrisch.

    • Gastrika
      • Gastrika

      • 1)
        Magenmittel... (mehr)
      • 2)
        Kurzbezeichnung der Arteria bzw... (mehr)
    • Gastrika 1)
      Gastrika
      • 1)

      • Synonyme: Gastrica

      • Fach: Pharmazie

      Magenmittel. Dazu gehören z.B. Ulkustherapeutika, Prokinetika, magenwirksame Enzympräparate.

    1957