Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Hämocuprein
    • Hämo|cuprein

    • Synonyme: Erythrocuprein; Superoxiddismutase

    • Englischer Begriff: hemocuprein

    kupferhaltiges Glykoprotein in Erythrozyten (u. Plasma); Enzym für die Entfernung des Superoxid- = Wasserstoffperoxid-Radikalanions „O2“ (Bildung von molekularem Sauerstoff + Wasser).

  • Hämodiafiltration
    • Synonyme: HDF (Abk.)

    extrakorporales Nierenersatzverfahren, das die Vorteile von Hämodialyse u. Hämofiltration kombiniert.

  • Hämodialysator
    • Hämo|dialysator

    • Englischer Begriff: hemodialyzer

    s.u. Hämodialyse.

  • Hämodialyse
    • Hämo|dialyse

    • Englischer Begriff: hemodialysis

    Abbildung

    extrakorporales Nierenersatzverfahren bei akuter oder chronischer Niereninsuffizienz, bei dem die mangelnde oder fehlende Entgiftungsfunktion durch eine direkt an den Blutkreislauf angeschlossene „künstliche Niere“ (Hämodialysator) ersetzt wird. Durchführung: Zur längerfristigen H. wird fast immer ein Brescia-Cimino-Shunt (Cimino-Fistel) angelegt. Das Blut wird außerhalb des Körpers heparinisiert und mittels einer Pumpe an einem System von Kunststoffmembranen vorbeigeführt, an deren anderer Seite gegenläufig eine Salzlösung (Dialyseflüssigkeit) vorbeifließt. Durch den Konzentrationsunterschied diffundieren die auszuscheidenden Körpergifte in das Dialysat, zusätzlich wird aktiv Wasser abgepresst (Ultrafiltration). Das gereinigte Blut wird über einen zweiten Zugang in den Kreislauf zurückgeleitet. Das Dialysegerät dient als Kontrolleinrichtung, die den arteriellen u. venösen Druck, die Funktion der Blutpumpe, den Dialysatfluss u. die Temperatur überprüft und die H. sofort beendet, wenn Blut im Dialysat oder Luft im Blut als Zeichen eines Lecks entdeckt wird. Für eine H. sind große Mengen an Wasser nötig: Bei einem durchschnittlichen Blutfluss von 500 ml/min ist mit mindestens 120 l Flüssigkeit pro H. zu rechnen. Es sind ca. drei Dialysebehandlungen pro Woche über 3–5 Stunden erforderlich, evtl. auch als Heimdialyse. Kompl.: Kreislaufstörungen mit Hypotonie u. Übelkeit (infolge des Flüssigkeitsentzugs; vermeidbar bei Einhalten der Diätvorgaben); Muskelkrämpfe u. Herzrhythmusstörungen (schneller Abfall der Elektrolytkonzentration); Infektion des Shunts (evtl. mit Abszess oder Sepsis); Thrombosierung des Shunts. Selten sind Unverträglichkeitsreaktionen gegen Substanzen in der verwendeten Membran. Weitere Kompl. sind weniger durch die H. als durch die zugrunde liegende Nierenerkrankung bedingt, z.B. häufig starker Juckreiz; Gelenk- u. Knochenbeschwerden (Dialyseosteopathie); Hyperkalziämie (sek. Hyperparathyreoidismus); Anämie; Obstipation.

  • Hämodialyse-Dysäquilibrium
    • Hämo|dialyse-Dys|äquilibrium

    • Englischer Begriff: disequilibrium syndrome; cerebral postdialysis syndrome

    Hirnsymptome als Folge der Hämodialyse bei Urämie mit sehr hohen Blutharnstoffwerten vor der Behandlung. Tritt nur bei exzessiver Hämodialyse auf.

  • Hämodilution
    • Hämo|dilution

    • Englischer Begriff: hemodilution

    Blutverdünnung i.S. der relativen Verminderung des Erythrozytenvolumens in Relation zum Plasmavolumen. Erfolgt physiologisch-reaktiv nach schwerem Blutverlust (Wiederherstellung der Normovolämie), ferner bei Nierenversagen, infusionsbedingter Überwässerung (Hyperhydratation). – ther zur Verbesserung der Mikrozirkulation (s.a. Hämodynamik) durch Plasmaexpander (hypervolämische H.) oder Aderlass (isovolämische H.) oder beides gleichzeitig (normovolämische H.).

  • Hämodynamik
    • Hämo|dynamik

    • Englischer Begriff: hemodynamics

    • Fach: Physiologie

    die Lehre von der Bewegung des Blutes im Gefäßsystem. Die H. befasst sich mit den Beziehungen zwischen Druck u. Druckgradienten, Stromstärke, Widerstand u. Schubspannung. Es finden die Gesetze der Hydrodynamik unter besonderer Berücksichtigung des Aufbaus der Blutgefäße u. der Fließeigenschaften (Hämorrheologie) des Blutes Anwendung. I.w.S. die mathematisch-strömungsphysikalische Betrachtung d. Herz-Kreislauf-Funktionen.

  • Hämoembolisierung, arterielle
    • Hämo|embolisierung, arterielle

    künstliche, über Arterien erfolgende Embolisierung, z.B. als organselektive Infusion krebswirksamer Substanzen in Form von Mikrokapseln (Mikroembolisierung), s.a. Embolisation.

  • Hämofiltration
    • Hämo|filtration

    • Englischer Begriff: hemofiltration

    extrakorporales Nierenersatzverfahren zur Blutentgiftung, v.a. bei akuter u. chron. Niereninsuffizienz und bei akuten Intoxikationen. Prinzip: Nachahmung der glomerulären Vorgänge durch aktives Abpressen gelöster harnpflichtiger u. anderer kleinmolekularer Stoffe durch feinporige Filtermembran. Das dabei gewonnene Filtrat wird entfernt und durch eine Infusionslösung (Flüssigkeit, Elektrolyte) ersetzt.

  • Hämofuscin
    • Hämo|fuscin

    • Englischer Begriff: hemofuscin

    ein eisenfreies „lipogenes“ Pigment; entsteht aus Hämoglobin bei Störungen des Eiweiß- u. Lipidstoffwechsels.

  • Hämoglobin
    • Hämo|globin

    • Synonyme: Hb (Abk.)

    • Englischer Begriff: hemoglobin

    Abbildung

    Eisen(II)-haltiges Chromoproteid der Erythrozyten, das ihnen die rotbraune Farbe verleiht. I.e.S. das normale, in den roten Blutkörperchen enthaltene, v.a. in Normoblasten u. Retikulozyten gebildete HbA1 (bis 98% des Gesamt-Hb), HbA2 (<3%) u. das fetale Hb (HBF). Eigenschaften: Hb ist wasser- u. alkalilöslich, optisch aktiv (rechtsdrehend), hat ein Molekulargewicht von ca. 68 000, einen isoelektrischen Punkt bei pH 6,8, ein Absorptionsmaximum (λmax) bei 554 nm und wird u.a. als Nährbodenzusatz u. für Enzymbestimmungen verwendet. Aufbau u. Struktur: Hb besteht aus Häm als prosthetischer Gruppe u. aus Globin (ca. 94% des Hb) als immunspezifischem, die Hb-Antigenität bedingendem Eiweiß. Die Bildung erfolgt aus je 4 (Proto-)Häm-Molekülen u. – normalerweise – 4 paarweise identischen, über Kreuz aneinandergelagerten, bezüglich der Aminosäurensequenz u. Kombination unterschiedlichen Globinketten (z.B. HbA1 aus je 2 α- u. β-Ketten = α2β2; A2 = α2δ2; F = α2γ2). Die Ketten bestehen aus 141 (α-Kette) bzw. je 146 (β, γ, δ) Aminosäurer-Resten (s. Abb.) und liegen paarweise als Dimer (z.B. α2β2), seltener vierfach als Tetramer (z.B. β4) oder achtfach als Oktomer (z.B. Hb Allegre) vor. Nach der bei Abbau u. Zerfall der roten Blutkörperchen stattfindenden Freisetzung des Hb erfolgt dessen Abbau zu Gallenfarbstoffen, Eisen u. Globin. Hb-Konzentration: Der Normalwert der Hb-Konzentration beträgt im Blut 134–173 g/l (♂ 153, ♀ 145), in Ery 299–357 g/l (s.a. Färbekoeffizient); die Gesamtmenge beträgt beim Erwachsenen ~750 g (pro Erythrozyt 27–32 pg). Im Blutplasma ist Hb normalerweise in geringer Menge vorhanden und an Haptoglobin gebunden. Die Bestimmung der Hb-Konzentration erfolgt durch Hämoglobinometrie (z.B. mit Hämiglobincyanid), sein Nachweis u.a. mit Wasserstoffperoxid-haltiger alkoholischer Benzidin-Lösung (s.a. Blutnachweis). Biologische Funktionen: a) Transport molekularen Sauerstoffs (O2) durch umkehrbare Bildung von Oxyhämoglobin (stufenweise Bindung von 4 O2 an die 4 Häme ohne Änderung der Wertigkeit des Eisens = Oxygenierung); die spezifische, von O2-Partialdruck, Temperatur u. Wasserstoffionenkonzentration bzw. CO2-Spannung abhängige Sauerstoff- = O2-Kapazität beträgt 1,34 ml O2/g Hb (Hüfner-Zahl; gemäß IUPAC 1,36 ml); bei normalem Hb-Gehalt u. normaler O2-Sättigung werden ca. 21 ml O2/100 ml Blut befördert; b) Transport von Kohlendioxid (CO2), u. zwar ca. 20% des Blut-CO2 in Carbamino-Hb (Hb-NHCOO); c) Puffersubstanz, u. zwar durch freie –COOH- u. –NH2-Gruppen (30% der Gesamtpufferkapazität des Blutes) sowie in Verbindung mit der Bildung von Oxy-Hb (Hb bindet als schwächere Säure aus Kohlensäure freigesetzte Wasserstoffionen, die in der Lunge, bei Bildung der stärkeren Säure Oxyhämoglobin = HbO2, frei werden). Durch Einwirkung von Kohlenmonoxid (dessen Affinität zu Hb > 100-mal größer ist als die des O2) erfolgt Umwandlung in Kohlenmonoxidhämoglobin, durch Oxidation erfolgt Bildung von Hämiglobin (Methämoglobin), durch H2S die Bildung von Sulfhämoglobin (s.a. Blutgifte).

    • Hb, anomales
      erbliche Hb-Varianten durch Austausch einer Aminosäure der α- oder... (mehr)
    • Hb A
      das normale „adulte“ Hb des Erwachsenen; Hauptkomponente ist das HbA1... (mehr)
    • Hb C
      ein anomales Hb... (mehr)
    • Hb D
      anomales Hb mit zahlreichen β-Ketten-Varianten... (mehr)
    • Hb E
      ein anomales Hb... (mehr)
    • Hb, embryonales
      das frühfetale Hämoglobin... (mehr)
    • Hb F
      Hämoglobin mit der Globin-Variante γ2; es macht nach... (mehr)
    • Hb, frühfetales
      das „Hb Gower“ früher Entwicklungswochen; beim 35-mm-Embryo erfolgt... (mehr)
    • Hb, glykosyliertes
      Hb mit kovalent (u. nicht Enzym-katalytisch) gebundener Glucose = HbA1a–c... (mehr)
    • Hb H
      ein anomales Hb (β4-Tetramer), nachweisbar bei der Hb-H-Krankheit... (mehr)
    • Hb, instabiles
      anomales Hb, das bereits bei Heterozygotie zur Hämoglobinopathie führt... (mehr)
    • Hb-Lepore-Syndrom
      eine der β-Thalassämie ähnliche Anämie; das Hb weist Teilersatz der... (mehr)
    • Hb M
      anomales Hämoglobin durch β-Ketten-Abweichungen; z.B... (mehr)
    • Hb, reduziertes
      mit Natriumdithionit-Lsg... (mehr)
    • Hb S
      das Sichelzell-Hb; ein anomales Hb (mit β-Ketten-Variante)... (mehr)
  • Hämoglobin A
    Hämoglobin
    • Hb A

    das normale „adulte“ Hb des Erwachsenen; Hauptkomponente ist das HbA1 (s.a. glykosyliertes Hämoglobin) oder Hb0 (sein Globin: α2β2); seine „Minorkomponente“ ist das HbA2 (macht etwa 1,5–2,5% aus; Globin: α2δ2), das erst Wochen nach der Geburt auftritt u. bei β-Thalassämie vermehrt ist. – Aus HbA1 entsteht, wahrscheinlich während der Ery-Alterung, HbA3 (mit Bindung von Glutathion).

  • Hämoglobin C
    Hämoglobin
    • Hb C

    ein anomales Hb. Kommt vor bei der Hb-C-Krankheit (v.a. in Westafrika), die sich bei Homozygotie durch Anämie, viele Targetzellen u. Milzvergrößerung auszeichnet (bei Heterozygotie nur durch Targetzellen); s.a. Hb-S.

  • Hämoglobin D
    Hämoglobin
    • Hb D

    anomales Hb mit zahlreichen β-Ketten-Varianten. Die Hb-D-Krankheit zeichnet sich bei Homozygotie durch Anämie aus. Die Hb-D-Sichelzellkrankheit (bei doppelter Heterozygotie, d.h. für Hb S u. D) ist eine milde Sichelzellanämie.

  • Hämoglobin E
    Hämoglobin
    • Hb E

    ein anomales Hb. Die Hb-E-Krankheit (bei Homozygotie) ist eine Anämie mit Targetzellen u. Splenomegalie; die Hb-E-Thalassämie (bei Kombination einer Heterozygotie für Hb E mit β-Thalassämie) ist eine schwere Anämie, ähnlich der Cooley-Anämie.

  • Hämoglobin F
    Hämoglobin
    • Hb F

    • Synonyme: fetales Hb

    Hämoglobin mit der Globin-Variante γ2; es macht nach der Geburt bis 80%, im 3. Lj. nur noch 1–3% des normalen Hb aus (da die fetalen γ-Ketten durch β-Ketten ersetzt werden); ist aber vermehrt bei Thalassämie u. bei erblicher Hb-F-Persistenz.

  • Hämoglobin H
    Hämoglobin
    • Hb H

    ein anomales Hb (β4-Tetramer), nachweisbar bei der Hb-H-Krankheit = α-Thalassämie (eine mikrozytäre Anämie infolge Hemmung der α-Ketten-Synthese).

  • Hämoglobin M
    Hämoglobin
    • Hb M

    anomales Hämoglobin durch β-Ketten-Abweichungen; z.B. bei angeborener Methämoglobinämie.

  • Hämoglobin S
    Hämoglobin
    • Hb S

    das Sichelzell-Hb; ein anomales Hb (mit β-Ketten-Variante). Die Hb-S-C-Krankheit (bei Trägern von Hb S u. Hb C) ist eine – meist gutartige – Sichelzellanämie mit Milztumor.

  • Hämoglobin-Lepore-Syndrom
    Hämoglobin
    • Hb-Lepore-Syndrom

    • Englischer Begriff: h.-Lepore syndrome

    eine der β-Thalassämie ähnliche Anämie; das Hb weist Teilersatz der α- durch β-, δ-Teile auf.

  • Hämoglobin-S-C-Krankheit
    • Hämo|globin-S-C-Krankheit

    s.u. Hämoglobin S.

  • Hämoglobin-Sauerstoff-Pumpe
    • Hämo|globin-Sauerstoff-Pumpe

    • Englischer Begriff: oxy-hemoglobin pump

    das Prinzip der Diffusionsatmung bei Atemstillstand. Die Volumendifferenz, die sich aus der Sauerstoffaufnahme u. Kohlendioxidabgabe durch das Hämoglobin des noch kreisenden Blutes ergibt, führt zu einem Abfall des alveolären Gesamtgasdrucks, der ein Ansaugen des durch Insufflation zugeführten Sauerstoffs aus den Atemwegen in den Alveolarbereich bewirkt.

  • Hämoglobin, anomales
    Hämoglobin
    • Hb, anomales

    • Synonyme: pathologisches Hb

    erbliche Hb-Varianten durch Austausch einer Aminosäure der α- oder β-Kette gegen eine andere (wird nomenklatorisch angegeben durch Aminosäuresymbol u. Sequenzort) oder durch Zusammentreten von 4 gleichartigen Polypeptidketten (Tetramer); s.a. Hb, glykosyliertes. Der Krankheitswert ist verschieden (Hämoglobinopathien); α-Varianten sind sofort, β-Varianten erst einige Wochen nach der Geburt, d.h. mit Ende der β-Ketten-Synthese, festzustellen.

  • Hämoglobin, embryonales
    Hämoglobin
    • Hb, embryonales

    das frühfetale Hämoglobin.

  • Hämoglobin, frühfetales
    Hämoglobin
    • Hb, frühfetales

    das „Hb Gower“ früher Entwicklungswochen; beim 35-mm-Embryo erfolgt der Ersatz seiner ε- durch γ-Ketten.

  • Hämoglobin, glykosyliertes
    Hämoglobin
    • Hb, glykosyliertes

    • Synonyme: glykiertes Hb

    • Englischer Begriff: glycosylated h.

    Hb mit kovalent (u. nicht Enzym-katalytisch) gebundener Glucose = HbA1a–c. Kommt in kleinen Mengen in normalen Erythrozyten vor. Ist in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel vermehrt beim Diabetiker u. eignet sich daher (entsprechend der Lebensdauer der Ery ) zu rückwirkender Beurteilung dessen Kohlenhydrathaushalts.

  • Hämoglobin, instabiles
    Hämoglobin
    • Hb, instabiles

    • Englischer Begriff: unstable h.

    anomales Hb, das bereits bei Heterozygotie zur Hämoglobinopathie führt (hämolytische Anämie mit Bildung von Heinz-Körpern spontan oder erst nach Splenektomie).

  • Hämoglobin, reduziertes
    Hämoglobin
    • Hb, reduziertes

    • Englischer Begriff: reduced h.

    mit Natriumdithionit-Lsg. behandeltes Hb; i.e.S. das sauerstoffarme („desoxygenierte“) Hb im venösen Blut.

  • Hämoglobinämie
    • Hämo|globin|ämie

    • Englischer Begriff: hemoglobinemia

    Auftreten freien Hämoglobins im Blut bei schwerster Hämolyse (z.B. bei Marchiafava-Anämie, Schwarzwasserfieber, Kältehämoglobinurie); Folge unzureichender Bindung durch das Haptoglobin (vor dem Umbau zu Gallenfarbstoffen); evtl. mit Hämoglobinurie.

  • Hämoglobinanomalien
    • Hämo|globin|anomalien

    • Englischer Begriff: abnormal hemoglobins

    s.u. Hämoglobin.

  • Hämoglobingehalt
    • Hämo|globin|gehalt

    • 1)
      der Hb-Gehalt des Einzelerythrozyten („HbE“ = „MCH“... (mehr)
    • 2)
      unzutreffende Bez... (mehr)
  • Hämoglobingehalt 1)
    Hämoglobingehalt
    • 1)

    • Englischer Begriff: mean corpuscular hemoglobin (MCH)

    der Hb-Gehalt des Einzelerythrozyten („HbE“ = „MCH“, Färbekoeffizient).

  • Hämoglobingehalt 2)
    Hämoglobingehalt
    • 2)

    unzutreffende Bez. (da Mengenangabe) für die Hämoglobinkonzentration.

  • Hämoglobinkonzentration
    • Hämo|globin|konzentration

    • Synonyme: Hb-Konzentration

    • 1)
      der Hämoglobingehalt pro Volumeneinheit im Blut (s.u... (mehr)
    • 2)
      als „freies Hb“ im Plasma (normal < 0,1 g/dl) oder Urin (< 0,02 mg/dl)... (mehr)
    • 3) mittlere korpuskuläre H.
      die H. (in mmol/l oder g/l bzw... (mehr)
  • Hämoglobinkonzentration 1)
    Hämoglobinkonzentration
    • 1)

    der Hämoglobingehalt pro Volumeneinheit im Blut (s.u. Hämoglobin; in mmol/l oder g/l bzw. g/dl).

  • Hämoglobinkonzentration 2)
    Hämoglobinkonzentration
    • 2)

    • Englischer Begriff: hemoglobin concentration

    als „freies Hb“ im Plasma (normal < 0,1 g/dl) oder Urin (< 0,02 mg/dl).

  • Hämoglobinkonzentration mittlere korpuskuläre 3)
    Hämoglobinkonzentration
    • 3) mittlere korpuskuläre H.

    • Synonyme: Sättigungsindex

    • Englischer Begriff: MCHC (Abk.); mean corpuscular h. c.

    die H. (in mmol/l oder g/l bzw. g/dl) der Erythrozyten (ohne Blutplasma!), meist berechnet aus H. im Blut, geteilt durch den Hämatokrit.

  • Hämoglobinometer
    • Hämo|globino|meter

    • Englischer Begriff: hemoglobinometer

    lichtoptisches oder photoelektrisches Kolorimeter für die Hämoglobinometrie nach Überführen des Hämoglobins z.B. in salzsaures Hämatin (Hämometer; s.a. Sahli-H.), in alkalisches u. Cyanhämatin, Carboxy- u. Oxyhämoglobin, reduziertes Hb oder Hämiglobincyanid (King-Gilchrist, Betke-Savelsberger).

  • Hämoglobinometrie
    • Hämo|globino|metrie

    quantitative Bestimmung des Hämoglobingehalts des Blutes (oder einer anderen Flüssigkeit), z.B. mittels eines Hämoglobinometers oder refraktometrisch (Stoddard-Adair), fluorometrisch (als Protoporphyrin), gasometrisch.

  • Hämoglobinopathie
    • Hämo|globino|pathie

    • Englischer Begriff: hemoglobinopathy

    Sammelbegriff für erbliche Erkrankungen durch Hämoglobinanomalien infolge Störung der Globinsynthese; Hämoglobin C, D, E, H, M, S; s.a. Sichelzellanämie.

  • Hämoglobinorrhö
    • Hämo|globinor|rhö

    • Englischer Begriff: hemoglobinorrhea

    Austritt von Hämoglobin bzw. – i.w.S. – von Blut aus den Gefäßen, z.B. in die Haut infolge venöser Stauung beim Taucher, bei Brustkorbquetschung.

  • Hämoglobinpräzipitation
    • Hämo|globin|präzipitation

    • Englischer Begriff: hemoglobin precipitation

    die Ausfällung von Hämoglobin bei Hämolyse innerhalb des Blutgefäßsystems u. der Nierentubuli (s.a. Crush-Niere, Hämoglobinurie). – Als diagnostische H. eine Immunodiffusionsmethode.

  • Hämoglobinquotient
    • Hämo|globin|quotient

    • Englischer Begriff: color index

    Färbeindex.

  • Hämoglobinsättigungsindex
    • Hämo|globin|sättigungs|index

    Quotient aus gefundenem u. normalem Färbekoeffizienten; Normwert 0,9–1,1.

  • Hämoglobinurie
    • Hämo|globin|urie

    • Synonyme: Haemoglobinuria

    • Englischer Begriff: hemoglobinuria

    Hämoglobinausscheidung im Urin als Folge einer intravasalen Hämolyse. – H. tritt auf nach Transfusion gruppenfremden Blutes, bei hämolytischen Anämien, als Autoantikörperkrankheit (z.B. Kälte-H., Wärme-H.), ferner als all|ergische H. (z.B. bei Arznei- oder Nahrungsmittelallergie), epidemische H. (bei Neugeborenen; Winckel-Krankheit), intermittierende H. („Dressler-Harley-Krankheit“, mit symptomfreien Intervallen; i.e.S. die paroxysmale Kältehämoglobinurie), H. malarica (Schwarzwasserfieber), paralytische H. (s.u. Myoglobinurie), paroxysmale H. (anfallsartig; z.B. als Kältehämoglobinurie), postglomeruläre H. (eine H. ohne Hämoglobinämie, z.B. bei Blutung nach Ureterenkatheterismus), H. recurrens cum anaemia haemolytica (paroxysmale nächtliche H. = Marchiafava-Anämie), toxische H. (z.B. durch Arsen, Schwefelwasserstoff, Schlangengift, Toxine; auch bei Malaria, Gelbfieber).

  • Hämoglobinzylinder
    • Hämo|globin|zylinder

    • Englischer Begriff: hemoglobin cast

    aus Hämoglobin bestehende Harnzylinder, z.B. bei massiver Hämoglobinurie. Führen u.U. zu Verlegung der Nierenkanälchen.

  • Hämogramm
    • Hämo|gramm

    • Englischer Begriff: hemogram

    das periphere Blutbild; i.e.S. das Differentialblutbild.

  • Hämoklasie
    • Hämo|klasie

    • 1)
      das Geschehen der hämoklasischen Krise... (mehr)
    • 2)
      Erythroklasie... (mehr)
  • Hämoklasie 1)
  • Hämoklasie 2)
    Hämoklasie
    • 2)

    • Englischer Begriff: hemoclasis

    Erythroklasie.

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