Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Handchirurgie
    • Hand|chirurgie

    medizinischer Bereich, der sich mit der Diagnostik, Indikationsstellung u. Behandlung u. Rekonstruktion (einschließlich mikrochirurgischer Techniken) bei Verletzungen, Fehlbildungen u. Tumoren der Hand befasst. Fachärzte für (Plastische) Chirurgie oder Orthopädie können diese Zusatzbezeichnung nach entsprechender Weiterbildung erwerben.

  • Händedesinfektion
    • Hände|des|infektion

    • Englischer Begriff: hand disinfection

    Desinfektion der Hände u. Unterarme, insbes. vor invasiven (operativen) Eingriffen (u. während einer Operation u.U. wiederholt: „Zwischendesinfektion“); als klassische H. (Fürbringer, Ahlfeld; s.a. Hautdesinfektion) mit abschließender Alkoholwaschung. Erfolgt derzeit meist unter Verwendung hautschonender Antiseptika.

  • Handekzem, dyshidrotisches
    • Hand|ekzem, dyshidrotisches

    • Englischer Begriff: eczema of the hands

    Auftreten von juckenden Rötungen u. Bläschen oder Hyperkeratosen (hyperkeratotisches H.) im Rahmen eines Kontaktekzems oder als Sonderform eines atopischen Ekzems.

  • Händezittern
    • Hände|zittern

    • Englischer Begriff: hand tremor

    Tremor der Hände.

  • Handfläche
    • Hand|fläche

    • Englischer Begriff: palm (of the hand)

    Palma manus = Handteller (als Vola manus einschließlich der Beugeseite der Finger).

  • Handfurchen
    • Hand|furchen

    • Englischer Begriff: palmar crease

    die Daumen-, Dreifinger-, Fünffingerfurche sowie die Vierfingerfurche als sog. Handlinien der Hohlhand.

  • Handgang
    • Hand|gang

    • Englischer Begriff: gait on four limbs

    Gang auf allen Gliedmaßen („auf allen Vieren“), z.B. bei schlaffer Lähmung der unteren Gliedmaßen.

  • Handgelenk
    • Hand|gelenk

    • Synonyme: Articulatio manus

    • Englischer Begriff: wrist

    s.u. Articulatio medio- u. Art. radiocarpalis; umgangssprachlich einschließlich der Handwurzel.

  • Handgelenkblock
    • Hand|gelenk|block

    • Englischer Begriff: wrist block

    Leitungsanästhesie der Hand durch Leitungsunterbrechung der Nervi ulnaris u. medianus sowie des oberflächlichen Astes des Nervus radialis im Bereich des Handgelenks.

  • Handgelenkreflex
    • Hand|gelenk|reflex

  • Handgelenkreflex 1)
    Handgelenkreflex
    • 1)

    • Englischer Begriff: radioperiostal reflex

    Radiusperiostreflex.

  • Handgelenkreflex 2)
    Handgelenkreflex
    • 2)

    • Englischer Begriff: hand flexor reflex

    Beugesehnenreflex.

  • Handgelenkreflex 3)
    Handgelenkreflex
    • 3)

    • Englischer Begriff: Léri's sign

    Léri-Zeichen.

  • Handgelenktest
    • Hand|gelenk|test

    • Englischer Begriff: wrist flexion test

    komplette Handbeugung für ca. 30 Min. als Provokationsmaßnahme zur Auslösung bzw. Verstärkung von Empfindungsstörungen der Hand (Parästhesien, Taubheitsgefühl) im Versorgungsgebiet des Nervus medianus bei Verdacht auf Karpaltunnel-Syndrom.

  • Handgriff
    • Hand|griff

    • Englischer Begriff: maneuver; technique

    definierter, zu Heil- oder Diagnostikzwecken ausgeführter Kunstgriff, z.B. in der Frauenheilkunde/Geburtshilfe (u.a. Handgriff nach Bracht, Credé, Fritsch, Leopold, Veit-Smellie), Chirurgie (zur Reposition von Knochenbrüchen, Verrenkungen, zur Desinvagination des Darmes, zur Blutstillung etc.), Neurologie (Jendrassik-H.), Anästhesiologie (z.B. Esmarch-Heiberg-H.), Chirotherapie (gezielter u. ungezielter H.).

  • Handhämatom, paroxysmales
    • Hand|hämatom, paroxysmales

    Achenbach-Syndrom.

  • Handicap

      nach WHO eine Behinderung körperlicher oder geistiger Art.

    • Händigkeit
      • Englischer Begriff: handedness

      die dauernde Überlegenheit einer Hand (= Rechts- bzw. Links-H.) bei Kraft- u. Geschicklichkeitserfordernis (angeboren infolge Dominanz der Großhirnhemisphäre der Gegenseite oder erworben infolge Umerziehung). – Als Beidhändigkeit die beidseit. Gleichwertigkeit.

    • Handklonus
      • Hand|klonus

      • Englischer Begriff: wrist clonus

      rhythmischer Krampf (Klonus) der Handgelenkbeuger nach ruckartiger u. anhaltender passiver Überstreckung (Dorsalflexion) der Hand als Zeichen gesteigerter Reflexerregbarkeit. – Ein nicht erschöpfbarer H. gilt als Pyramidenzeichen.

    • Handkrampf
    • Handlähmung
      • Hand|lähmung

      • Englischer Begriff: paralysis of hand

      Funktionsausfall von Handmuskeln infolge Nerven(system)- oder Muskelerkrankungen, -schädigungen; z.T. mit typischen, auf die Ursache hinweisenden Fehlhaltungen (z.B. Affen-, Fall-, Schwur-, Klauenhand).

    • Handley-Drainage
      • Handley-Drainage

      • Biogr.: William S. H., 1872–1962, Chirurg, London

      äußere subkutane oder -fasziale (Seiden-)Fadendrainage eines Lymphödems; veraltete Methode.

    • Handling
      • Etymol.: engl.

      Umgang mit Patienten nach einem Therapiekonzept, z.B. im Rahmen der Kinästhetik, der basalen Stimulation oder der Bobath-Methode. Wichtiger Teil des Bobath-Konzeptes für Kinder, der einen entwicklungsfördernden Umgang mit dem Kind beschreibt. Nach Beratung u. Anleitung der Bezugspersonen (Eltern) soll das H. in die tgl. Routine integriert werden, um seine therapeutische Wirkung entfalten zu können. Genaue Handlungsanweisungen für täglich notwendige Verrichtungen (z.B. An- u. Ausziehen, Wickeln, Tragen von Säuglingen) führen zu einem sicheren Umgang mit dem Kind, wobei ihm durch den Körperkontakt Nähe, Sicherheit u. Geborgenheit vermittelt werden.

    • Handlinien
      • Hand|linien

      Handfurchen.

    • Handlungsmotorik
      • Handlungs|motorik

      Willkürmotorik.

    • Handphlegmone
      • Hand|phlegmone

      • Englischer Begriff: hand phlegmone

      i.e.S. die Hohlhandphlegmone; i.w.S. das Panaritium, die Sehnenscheiden- oder Interdigitalphlegmone bis in Höhe des Parona-Raums.

    • Handprothese
      • Hand|prothese

      • Englischer Begriff: hand prosthesis

      künstlicher Ersatz für Finger u. Mittelhand (= Handteilprothese) oder – i.e.S. – für die ganze Hand (evtl. als Teil einer Armprothese). Als Handstumpfkappe (für Arbeitsklaue etc.), kosmetische Schmuckhand, Gebrauchsschmuckhand (meist mit Beweglichkeit nur des Daumens) oder als Kunsthand mit mehrgliedrigen, passiv oder aktiv beweglichen Fingern (Handschluss u. -öffnung erfolgen über Zugschnüre, Federn, Hebel, evtl. mittels pneumatischer, hydraulischer oder elektrischer Kraftquelle). S.a. Häfner-Hand, Elektroprothese.

    • Handrückenreflex
      • Hand|rücken|reflex

      • Englischer Begriff: Bekhterev-Jacobsohn reflex

      Bechterew-Jacobsohn-Reflex.

    • Handschluss
      • Hand|schluss

      • Englischer Begriff: hand shut

      Faustschluss. – Als automatischer H. der Greifreflex.

    • Handschuhanästhesie
      • Hand|schuh|an|ästhesie

      • Englischer Begriff: gauntlet-type anesthesia

      • Fach: Neurologie

      in handschuhförmiger Ausbreitung vorhandene Empfindungslosigkeit der Hand („Handschuhtyp“); bei Polyneuropathie oder psych als Konversionsreaktion.

    • Handsensibilität
      • Hand|sensibilität

      • Englischer Begriff: sensory supply of hand

      Abbildung

      die Oberflächensensibilität im Handbereich (s.a. Abb.).

    • Handtuchverband
      • Hand|tuch|verband

      den Rumpf bzw. einen Rumpfteil umfassender Notverband unter Verwendung eines Handtuchs (meist in ganzer Breite; mit Sicherheitsnadeln oder Bändern befestigt), z.B. bei Rippenserienfraktur oder Beckenringbruch.

    • Handwurzel
      • Hand|wurzel

      • Englischer Begriff: carpus; wrist

      Carpus; s.a. Handwurzelknochen (dort Abb.).

    • Handwurzelkanal
      • Hand|wurzel|kanal

      • Englischer Begriff: carpal canal

      Canalis carpi.

    • Handwurzelknochen
      • Hand|wurzel|knochen

      • Synonyme: carpal bones

      Abbildung

      Ossa carpi; zusätzliche (akzessorische) Knochen der Handwurzel: s. Abb.

    • Handwurzelverrenkung
      • Hand|wurzel|ver|renkung

      • Englischer Begriff: carpal dislocation

      Luxation der Hand als – allgemein v.a. handrückenwärts erfolgende – unfallbedingte Verlagerung der 1. Handwurzelreihe. Typisch z.B. die peri|lunäre H. (ohne Verschiebung des – an seinem Ort verbleibenden – Mondbeines, evtl. auch des Triquetrum = per|triquetro|lunäre H.; s.a. Lunatumluxation) u. die H. mit Kahnbeinbruch (wobei das proximale Kahnbeinbruchstück u. das Mondbein mit der Speiche fest verbunden bleiben = trans|skaphoideo|peri|lunäre H.).

    • HANE
      • Synonyme: Abk. für hereditary angioneurotic edema

      • Etymol.: engl.

      s.u. Angioödem durch C1-Inhibitor-Mangel.

    • Hanf
      • Englischer Begriff: hemp

      • Fach: Botanik

      Cannabis indica („Indischer H.“), Apocynum cannabinum („Amerikanischer oder Kanadischer H.“). S.a. Haschisch.

    • Hanffieber
      • Hanf|fieber

      • Synonyme: -lunge

      Cannabiosis.

    • hang-over
      • Etymol.: engl. = überhängen; übertragen: „Kater“

      die unerwünschten Nachwirkungen von zentral dämpfenden Arzneimitteln (v.a. Narkotika, Schlafmittel) oder ionisierenden Strahlen.

    • Hanganatziu-Deicher-Reaktion
      • Hanganatziu-Deicher-Reaktion

      • Englischer Begriff: Hanganatziu-Deicher reaction

      • Biogr.: Marius H., rumän. Immunbiologe; H. D., Arzt, Berlin

      (1924/26) Nachweis der heterophilen (L-)Antikörper gegen Hammel-Erythrozyten, wie sie nach Injektion des S-Antigen enthaltenden Pferdeserums u. bei Serumkrankheit auftreten (diese Agglutinine unterscheiden sich von den heterophilen Antikörpern vom M-Typ, die bei infektiöser Mononukleose auftreten u. die sich an Meerschweinchennierenzellen u. Rinder-Ery binden). Die Reaktion findet Anw. in der Serodiagnostik der infektiösen Mononukleose (s.a. die – mit ihr oft fälschlich identifizierte – Paul-Bunnell-Reaktion).

    • Hängebein
      • Hänge|bein

      • Englischer Begriff: vertical (leg-)suspension

      • Fach: Chirurgie

      Jargon-Kurzbezeichnung für die Behandlungsverfahren zur Streckung (Extension) des Beines durch Zug am vertikal aufgehängten Bein (z.B. bei der Schede-Suspension).

    • Hängebrust
      • Hänge|brust

      • Englischer Begriff: pendulous breasts

      Mastoptose.

    • Hanged-Man-Fraktur
      • Etymol.: engl.

      Fraktur des Axis-Bogens (2. Halswirbel), meist mit diskoligamentären Zerreißungen zwischen 2. und 3. Halswirbel.

    • Hängefuß
      • Hänge|fuß

      • Englischer Begriff: drop foot

      der schlaff herabhängende Spitzfuß bei Peroneuslähmung; bei gleichzeitiger Oberschenkel- u. Hüftmuskelschädigung als Dreschflegelfuß.

    • Hängegips
      • Hänge|gips

      • Englischer Begriff: hanging cast (therapy)

      (J. A. Caldwell) Oberarmgipsverband (in 90°-Beugung im Ellbogengelenk), befestigt an einer um den Hals geführten, in Handgelenkhöhe fixierten Schlinge. Erzielt durch Schwerkraftwirkung – v.a. bei Kindern – bei Oberarmbrüchen im rumpfnahen oder mittleren Drittel meist gute Retention der Bruchenden i.S. einer Extension (s.a. Poelchen-Methode).

    • Hängehand
      • Hänge|hand

      • Englischer Begriff: drop hand

      • Fach: Neurologie

      Fallhand.

    • Hängehüfte
      • Hänge|hüfte

      • Fach: Orthopädie

      s.u. Voss.

    • Hängematte
      • Hänge|matte

      • Englischer Begriff: hamac; hammock

      plastisch gebildetes hängemattenartige Gaze- oder Leinenstreifenzügel zur vorübergehenden Vorlagerung eines Organs bei Operationen oder der dauernden Aufhängung (Suspension) eines „gesenkten“ Organs (z.B. aus Faszienstreifen als Mittel zur Nephropexie).

    • hängender Tropfen
      • Englischer Begriff: hanging drop

      • Fach: Bakteriologie

      vom Deckgläschen in die Höhlung eines geschliffenen Objektträgers herabhängender Tropfen des Untersuchungsgutes zur mikroskopischen Untersuchung auf lebende Mikroorganismen.

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