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  • Harnstrang
    • Harn|strang

    • Fach: Embryologie

    Urachus.

  • Harnträufeln
    • Harn|träufeln

    • Englischer Begriff: dribbling

    der ständige oder zeitweise unwillkürliche tropfenweise Harnabgang bei echter Inkontinenz (infolge Schädigung des Blasenschließmuskels) oder als Ischuria paradoxa.

  • harntreibende Mittel
  • Harnvergiftung
    • Harn|vergiftung

    Urämie.

  • Harnverhaltung
    • Harn|verhaltung

    • Englischer Begriff: retention of urine

    Harnsperre.

  • Harnwege, ableitende
    • Harn|wege, ableitende

    • Englischer Begriff: urinary tract collection system

    Nierenkelche u. -becken, Harnleiter, -blase u. -röhre als „Harnhohlsystem“.

  • Harnwegsantiseptika
    • Harnwegs|antiseptika

    Harnantiseptika.

  • Harnwegsdyskinesie
    • Harn|wegs|dys|kinesie

    Funktionsstörung der ableitenden Harnwege, z.B. als Hyperperistaltik, Hypo-, Atonie.

  • Harnwegsinfektion
    • Harn|wegs|infektion

    • Synonyme: HWI (Abk.)

    • Englischer Begriff: urinary tract infection

    Abbildung

    Erkrankung der Harnwege durch Krankheitserreger, v.a. durch Bakterien. Erfolgt durch Keimeinschleppung auf dem Blut- oder Lymphweg oder als auf- oder absteigende (aszendierende bzw. deszendierende) intrakanalikuläre H. durch Erregerverschleppung mit dem Harn nach deren Einschleppung (z.B. bei Katheterismus) bzw. Ausscheidung durch die Niere. Wird durch Harnstauung begünstigt. – Pyelitis (Pyelonephritis), Ureteritis, Zystitis, Urethritis; s.a. Schema.

  • Harnwegstherapeutica
    • Harnwegstherapeuti|ca

    • Synonyme: -ka

    s.u. Urologica.

  • Harnzeitvolumen

      das in der Zeiteinheit (z.B. Stunde, Tag) gelassene Harnvolumen. Wichtig z.B. zur Beurteilung von Nierenerkrankungen.

    • Harnzucker
      • Harn|zucker

      • Englischer Begriff: urinary sugars; glycosuria

      die im Harn nachweisbaren Zucker bzw. reduzierenden Substanzen (s.a. Melliturie); i.e.S. die Glucosurie. S.a. Harn (dort Tab.).

    • Harnzwang
      • Harn|zwang

      • Englischer Begriff: urgency

      heftiger, meist schmerzhafter Harndrang; Strangurie, Tenesmus.

    • Harnzylinder
      • Harn|zylinder

      • Englischer Begriff: urinary casts

      Abbildung

      im Harnsediment vorkommende walzenförmige Ausgüsse der unteren Abschnitte der Nierenkanälchen; s.a. Zylindroid. Formen: unterschieden als amorphe H., Wachszylinder sowie Zylinder mit zellulärer Strukturierung, d.h. als granulierte, Erythro-, Leukozyten- u. Epithel-, Fettkörnchen-, Pigment- oder Hämoglobinzylinder sowie als „breite“ Zylinder; s.a. Komazylinder; meist als hyaline H. (aus homogen durchscheinender Grundsubstanz, evtl. bedeckt mit Harnsalzniederschlägen, s.a. Abb.;) Vork.: physiologisch nach starker körperl. Anstrengung, krankhaft bei Nierenerkrankungen, Fieber, Herzinsuffizienz; evtl. als gemischte, mit Erythrozyten durchsetzte Zylinder.

    • Harongarinde
      • Haronga|rinde

      • Synonyme: Harunganae madagascariensis cortex; Harunganarinde

      Abbildung

      Rinde des Harongabaums, der zu den Johanniskrautgewächsen zählt. Anw.: Spezielle Aufbereitungen sind wirksam bei dyspeptischen Beschwerden, leichter exokriner Pankreasinsuffizienz u. funktionellen Störungen des Verdauungstrakts. Kontraind.: akute Pankreatitis, schwere Leberfunktionsstörungen, Gallensteinleiden, Gallenblasenempyem u. Ileus. NW: Photosensibilisierung.

    • Harpagophyti radix
      • Synonyme: Teufelskrallenwurzel

      Abbildung

      Heilpflanzenbestandteil mit nachweislicher Wirkung bei Appetitlosigkeit, dyspeptischen Beschwerden, chronisch-entzündlich bedingten Gelenkschmerzen, Weichteilrheumatismus, Kopfschmerz u. Neuralgien; kontraindiziert bei Ulcus duodeni u. Ulcus ventriculi.

    • Harpyrhynchiasis
      • Harpy|rhynchiasis

      • Fach: Dermatologie

      kleine, bis linsengroße, nichteitrige Beulen durch Kolonien der „Beulenmilbe“ Harpyrhynchus tabescentium (bei Verwahrlosung).

    • Harrington-Operation
      • Harrington-Operation

      operatives Verfahren zur Korrektur der Skoliose. Dabei wird der skoliotische Wirbelsäulenabschnitt freigelegt, gestreckt u. mit Hilfe besonderer Fixationsinstrumente stabilisiert. Die exstirpierten Dornfortsätze dienen der osteoplastischen Fusionierung der Wirbelkörper.

    • Harrington-Virus

        das ECHO-Virus Typ 16; Erreger von Meningitis u. Boston-Exanthem.

      • Harris
        • Harris

        • Biogr.: 1) Franklin J. H., geb. 1895, Chirurg, San Francisco; 2) Leonhard C. H., amerik. Kinderarzt, Galveston/Tex.; 3) Samuel Henry H., 1880–1937, austral. Chirurg; 4) Wilfred H., 1869–1960, Arzt, London

      • Harris-Archer-Augentest
        • Harris(-Archer)-Augentest

        Konjunktivalprobe auf Jodallergie vor i.v. Anw. eines jodhaltigen Röntgenkontrastmittels. Im positiven Fall starke mehrminütige Bindehautrötung.

      • Harris-Hryntschak-Operation
        Harris
        • H.-Hryntschak-Operation

        • Biogr.: Samuel Henry H.

        (1929 bzw. 1940) suprapubische, transvesikale Prostatektomie mit Ausschälung des Adenoms aus der „Kapsel“ (intrakapsuläre bimanuelle Enukleation), gefolgt von H.-Logennaht (Steppen der Logenränder u. tief greifende Quernähte über einem transurethral eingeführten Harnblasenkatheter; ursprünglich auch trichterförmige Rekonstruktion des Blasenausgangs des Trigonums), beendet durch primären Harnblasenverschluss.

      • Harris-Migräne
        Harris
        • H.-Migräne

        • Biogr.: Wilfred H.

        Horton-Syndrom (1).

      • Harris-Osborne-Syndrom
        Harris
        • H.-Osborne-Syndrom

        • Englischer Begriff: Harris-Osborne syndrome

        • Biogr.: Leonhard C. H.; William P. O., amerik. Kinderarzt

        (1966) erbliche, ein- oder beidseitige Hypo- oder Aplasie des Radius, unter Beteiligung von Handwurzelknochen u. des Daumenskeletts, in Kombination mit Ventrikelseptumdefekt.

      • Harris-Sonde
        Harris
        • H.-Sonde

        • Englischer Begriff: Harris tube

        • Biogr.: Franklin J. H.

        (1954) einläufige graduierte Darmsonde (Duodenal-Jejunal-Sonde) mit Metallkörbchen über den endnahen Sauglöchern zur Verhinderung einer Schleimhautaspiration. Zur Dauerabsaugung bei Ileus. S.a. Miller-Abbott-Sonde.

      • Harrison-Furche
        • Harrison-Furche

        • Englischer Begriff: Harrison's groove

        • Biogr.: Edward H., 1766–1838, Arzt, Horncastle

        seitliche Brustkorbeinziehung entlang der Zwerchfellansatzlinie bei Rachitis u. Osteomalazie; führt zusammen mit der Rippenbogenauftreibung (u. Froschbauch-Bildung) zum Glockenthorax.

      • Harrison-Test
        • Harrison-Test

        • Englischer Begriff: Harrison's test

        qualitativer Nachweis konjugierten Bilirubins im Harn; das Probegut wird mit Bariumchlorid versetzt u. filtriert; dann Aufträufeln von Fouchet-Reagens (aus Trichloressigsäure, Eisenchlorid, Wasser).

      • Hart-Park-Virus
        • Etymol.: engl.

        ein Rhabdovirus, übertragen durch Culex pipiens u. Vögel. Ein potentieller Enzephalitis-Erreger.

      • Härte
          • 1)
            der Widerstand eines festen Körpers gegen das Eindringen eines anderen... (mehr)
          • 2)
            Gehalt des Wassers an „Härtebildnern“ wie Calcium-, Magnesiumcarbonat... (mehr)
          • 3)
            die Qualität einer Protonenstrahlung, definiert anhand ihres Durchdringungsvermögens... (mehr)
          • 4)
            s.u... (mehr)
        • Härte 1)
          Härte
          • 1)

          • Fach: Physik

          der Widerstand eines festen Körpers gegen das Eindringen eines anderen. Messbar z.B. als Brinell-Rockwell-Kugeldruck-H., Vickers-Pyramidendruck-H., als Ritz-H. (Mohs-Härte).

        • Härte 3): Strahlenhärte
          Härte
          • 3)

          • Synonyme: Strahlenhärte

          die Qualität einer Protonenstrahlung, definiert anhand ihres Durchdringungsvermögens bzw. der sie erzeugenden Röhrenspannung oder Grenzenergie; sie ist umgekehrt proportional der Wellenlänge.

        • Härte des Pulses 4)
          Härte
          • 4)

          • Synonyme: H. des Pulses

          • Englischer Begriff: hardness

          s.u. Pulsus durus bzw. mollis.

        • Härte des Wassers 2)
          Härte
          • 2)

          • Synonyme: H. des Wassers

          • Fach: Chemie

          Gehalt des Wassers an „Härtebildnern“ wie Calcium-, Magnesiumcarbonat (Carbonat- oder transitorische H.) bzw. an Sulfat, Chlorid oder Nitrat von Ca2+ oder N Mg2+ (Nichtcarbonat- oder bleibende H. = die Differenz aus Gesamt- u. Carbonat-H.). Die Angabe erfolgt in Deutschen Härtegraden (°dH) oder mval/l.

        • Härtel-Methode
          • Härtel-Methode

          • Biogr.: Friedr. Ferd. H., geb. 1877, Chirurg, Osaka, Berlin

          Lokalanästhesie für die Leistenbruch-Operation; nach Einstich über dem vorderen oberen Darmbeinstachel in Richtung Rücken erfolgt tiefe Infiltration der Bauchmuskeln am Darmbeinkamm sowie – fächerförmig – medial- u. kaudalwärts des Unterhautfettgewebes.

        • Härten
          • Englischer Begriff: hardening

          • Fach: Histologie

          das Schnittfestmachen frischen oder Colloidin-eingebetteten Untersuchungsgutes durch Wasser entziehende Mittel.

        • Hartert-Methode
          • Hartert-Methode

          • 1)
            (mit G. Leube 1970) Kapillarblut-Schnellmethode zur Quick-Wert-Bestimmung... (mehr)
          • 2)
            Thrombelastographie... (mehr)
        • Hartert-Methode 1)
          Hartert-Methode
          • 1)

          (mit G. Leube 1970) Kapillarblut-Schnellmethode zur Quick-Wert-Bestimmung.

        • Hartert-Methode 2)
        • Hartlot
          • Hart|lot

        • Hartlot 1)
          Hartlot
          • 1)

          • Englischer Begriff: hard solder

          • Fach: Zahnmedizin

          Lötmetall (z.B. Ag, Cu, Au) mit einem Schmelzbereich > 450 °C.

        • Hartlot 2)
          Hartlot
          • 2)

          • Biogr.: E. Payr

          • Fach: Orthopädie

          s.u. Lötsteife.

        • Hartmann
          • Hartmann

          • Biogr.: 1) Arthur H., 1849–1931, HNO-Arzt, Berlin; 2) Henri H., 1860–1952, Chirurg, Paris

          • H.-Besteck
            Stimmgabelbesteck in kontinuierlicher Tonreihe; die Gabeln mit aufsetzbarem... (mehr)
          • H.-Methode
            (1883) Punktion der Oberkieferhöhle zur Kieferhöhlenspülung vom mittleren... (mehr)
          • H.-Operation
            Rekto(sigmoid)-Resektion mit Blindverschluss des distalen Rektums u. mit... (mehr)
          • H.-Sack
            kleine Ausstülpung am Gallenblasenhals... (mehr)
          • H.-Spekulum
            spreizbares zweiblättriges Nasenspekulum mit zu Trichterform schließbaren... (mehr)
        • Hartmann-Besteck
          Hartmann
          • H.-Besteck

          • Biogr.: Arthur H.

          Stimmgabelbesteck in kontinuierlicher Tonreihe; die Gabeln mit aufsetzbarem Dämpfer.

        • Hartmann-Methode
          Hartmann
          • H.-Methode

          • Englischer Begriff: Hartmann procedure

          • Biogr.: Arthur H.

          (1883) Punktion der Oberkieferhöhle zur Kieferhöhlenspülung vom mittleren Nasengang aus (evtl. unter Wanddurchstoßung).

        • Hartmann-Operation
          Hartmann
          • H.-Operation

          • Englischer Begriff: Hartmann's operation

          • Biogr.: Henri H.

          Rekto(sigmoid)-Resektion mit Blindverschluss des distalen Rektums u. mit Sigma-Anus; v.a. bei Dickdarmperforation infolge Divertikulitis oder Tumor.

        • Hartmann-Sack
          Hartmann
          • H.-Sack

          • Englischer Begriff: H.'s pouch

          • Biogr.: Henri H.

          kleine Ausstülpung am Gallenblasenhals.

        • Hartmann-Spekulum
          Hartmann
          • H.-Spekulum

          • Englischer Begriff: H.'s speculum

          • Biogr.: Arthur H.

          spreizbares zweiblättriges Nasenspekulum mit zu Trichterform schließbaren Branchen.

        • Hartmannella hyalina
          • Hartmannella hyalina

          eine koprophile (häufig im Erdboden vorkommende) Amöbe; Erreger primärer Amöben-Meningoenzephalitis.

        • Hartmetallunge
          • Hart|metalllunge

          • Englischer Begriff: welder's lung

          eine – meist gutartige – zu rel. geringgradiger Lungenfibrose führende Pneumokoniose infolge langzeitigen (berufsbedingten) Einatmens von Mischstäuben (Abrieb) bei der Herstellung von Hartmetallen (umstritten). Beginnt mit Bronchitis; später treten Lungenfunktionsstörungen (bis schwere Ateminsuffizienz mit Cor pulmonale) auf. Entschädigungspflichtige Berufskrankheit.

        • Hartnup-Syndrom
          • Englischer Begriff: Hartnup syndrome

          (C. E. Dent 1951) erstmals bei Kindern einer Familie H. beobachteter, autosomal-rezessiv erblicher Transportdefekt für Monoaminomonocarboxyl-Säuren in Nieren u. Dünndarm. Es resultiert eine vermehrte Ausscheidung u.a. von Histidin, Tyrosin, Alanin, Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, auch für Indikan etc. Klinik: Viele Träger des Gen-Defekts bleiben unauffällig, bei anderen entwickeln sich im 2. Lebensjahrzehnt pellagraartige Lichtdermatosen (Photodermatitis) durch Tryptophan-Malabsorption. Weitere Symptome: rezidivierende Ketoazidose, motor. und mentale Entwicklungsverzögerung, zerebellare Ataxie und intermittierende Lähmungen.

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