Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Häussler-Zeichen
    • Häussler-Zeichen

    • Englischer Begriff: Häussler's sign

    • Biogr.: Georg H., Neurochirurg, Hamburg

    segmentale Schmerzausstrahlung vom Ort eines Bandscheibenprolaps beim Sich-fallen-Lassen vom Zehen- in den Sohlenstand (Beine gestreckt).

  • Hausstaubmilbenallergie
    • Haus|staub|milben|allergie

    • Englischer Begriff: house-dust mite allergy

    Allergie gegen die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe (Dermatophagoides pteronyssinus, Dermatophagoides farinae); häufige Auslöser einer Rhinoconjunctivitis allergica, eines Asthma bronchiale oder atopischen Ekzems. Nach Allergentestungen kann eine Hausstaubmilbensanierung erfolgen oder eine Hyposensibilisierung versucht werden.

  • Haustra
    • Haustra

    • Synonyme: Haustren

    • Etymol.: latein. = Schöpfeimer

    • Englischer Begriff: haustra

    • Fach: Anatomie

    interaktive Abbildung

    segmentale Ausbuchtungen. Die H. coli sind die durch raffende Kontraktionen der Längsmuskulatur hervorgerufenen H. der Dickdarmwand im Zäkum- u. Kolonbereich; deren Grenzen entsprechen innen die Plicae semilunares coli. Sind beim Lebenden einem ständigen Wechsel unterworfen.

  • Hauswanze
    • Haus|wanze

    • Fach: Zoologie

    Cimex lectularius.

  • Haut
    • Synonyme: Cutis

    • Englischer Begriff: skin

    Abbildung

    Organ, das aus Oberhaut (Epidermis) u. Lederhaut (Dermis), den beiden oberen Schichten der Körperdecke (Integumentum commune) u. deren Anhangsgebilden (Haare, Nägel, Glandulae cutis) besteht u. der Tela subcutanea (Subkutis, Unterhaut) aufliegt. Auch klinische Bezeichnung für die Dermis. I.w.S. wird auch die Tela subcutanea (mit Panniculus adiposus, z.T. auch mit Hautmuskeln) zur H. gezählt. Versorg.: Die Farbtönung (Kolorit, Teint) wird bestimmt v.a. durch die Eigenfarbe des Gewebes, den Gehalt an ortsständigem endogenem Pigment (Melanin) u. an exogenen Pigmenten sowie durch die Durchblutung. Die Blutversorgung erfolgt von der Unterhaut her durch je ein an der Unterhaut-Lederhaut-Grenze u. unter dem Papillarkörper der Lederhaut gelegenes Gefäßnetz (mit Kurzschlussanastomosen zur Umgehung der Kapillarbereiche). Die Lymphdrainage erfolgt über handschuhförmige Blindsäcke im oberen Corium sowie subpapilläre u. basalkoriale (klappenreich) Plexus in die Lymphgefäße der Unterhaut. Innerv.: Die Innervation erfolgt durch markhaltige sensible u. marklose autonome Äste der peripheren Nerven, die einen subpapillären Plexus bilden u. als freie Nervenendigungen oder an besonderen Körperchen (Corpuscula nervosa terminalia) bzw. an Gefäß- u. Haarmuskeln u. Drüsen enden (s. Abb.). Formen: Unterscheidung in Leistenhaut an Hohlhand u. Fußsohle mit Papillarleisten (Cristae cutis) u. Felderhaut an der gesamten übrigen Körperoberfläche mit Furchen (Hautspaltlinien), die rhombische Felder (Areae cutis) begrenzen. Funkt.: Die Haut (Oberfläche ca. 1,6 qm) ist wirksam als gegen die Umwelt abgrenzendes mechanisches Schutzorgan, als Wärmeschutzorgan (das durch seine Überschussdurchblutung im Dienste der Blutverteilung u. der Temperaturregelung wirksam ist, v.a. durch die Variabilität der Durchblutung der Papillarschicht; aber auch durch Isolatorwirkung des Haarkleides u. des Fettpolsters sowie durch Verdunstung von Schweiß, womit sie gleichzeitig an der Regulation des Wasserhaushaltes beteiligt ist), als Schutzorgan gegen Bakterien (durch Säureschutzmantel) u. Strahlen (Pigmentbildung) u. als Energiespeicher (Fettdepot). Ferner ist die Haut – durch Nervenendorgane – ein wichtiges Sinnesorgan (Oberflächensensibilität) sowie ein Immunorgan (mit differenzierter Abwehrfunktion).

  • Haut-pH
    • Haut-pH

    • Englischer Begriff: cutaneous pH

    Zustand der Hautoberfläche in Bezug auf die Konzentration von Wasserstoffionen. Die Angabe stellt einen Durchschnittswert dar, resultierend aus der Menge aller löslichen (bzw. nur der wasserlöslichen) Stoffe in der Hornschicht. Der H. ist abhängig von Schweißsekretion, Bakterienflora u. Talgzusammensetzung und beträgt im Mittel 5,5–6,5. S.a. pH, Säureschutzmantel.

  • Haut-Schleimhaut-Leishmaniase Südamerikanische
    • Haut-Schleimhaut-Leishmaniase (Südamerikanische)

    • Englischer Begriff: mucocutaneous leishmaniasis

    in Mittel- u. Südamerika endemische Infektionskrankheit der Haut u. Schleimhäute (Mund, Nase, Gaumen, Kehlkopf); verstümmelnd u. mit Tendenz zu allgemeiner Ausbreitung durch Leishmania brasiliensis. Nach einer Inkubationszeit von 2–16 Wochen treten Papeln, Knötchen u. blutende Geschwüre (feucht glänzend als Espuñdia) mit Schwellung der regionären Lymphbahnen u. -knoten auf; s.a. Uta. Der Verlauf ist sehr chronisch (mit Tod durch Lungenkomplikation, Kräfteverfall).

  • Haut, seröse
    Haut
    • H., seröse

    Tunica serosa.

  • Hautablederung
    • Haut|ablederung

    • Englischer Begriff: degloving

    flächenhafter Abriss der Haut von ihrer Unterlage, z.B. Skalpierung, Schindung, Décollement.

  • Hautamyloidose
    • Haut|amyloidose

    Amyloidose.

  • Hautanästhesie
    • Haut|anästhesie

    • 1)
      Empfindungslosigkeit der Haut infolge Ausfalls sensibler Nerven(bahnen)... (mehr)
    • 2)
      Lokalanästhesie der Haut; v.a... (mehr)
  • Hautanästhesie 1)
    Hautanästhesie
    • 1)

    • Englischer Begriff: anesthesia of skin

    • Fach: Neurologie

    Empfindungslosigkeit der Haut infolge Ausfalls sensibler Nerven(bahnen).

  • Hautanästhesie 2)
    Hautanästhesie
    • 2)

    • Englischer Begriff: regional anesthesia

    • Fach: Anästhesiologie

    Lokalanästhesie der Haut; v.a. als Infiltrationsanästhesie, Leitungsanästhesie (peripherer Nerv), durch Bier-Venenanästhesie, Vereisung (z.B. Chloräthylspray), Hypothermie-Anw.

  • Hautatmung
    • Haut|atmung

    • Englischer Begriff: incentive respiration

    Perspiration.

  • Hautatrophie
    • Haut|atrophie

    • Englischer Begriff: dermatrophy

    Gewebeschwund der Haut unter Verschmälerung aller Schichten. Angeboren (Aplasia cutis congenita) oder erworben, z.B. als Akrodermatitis chronica atrophicans, neurogen (bei Nervenschädigung; bei zentralnervösen Schäden segmental; z.B. als Hemiatrophia faciei progressiva), degenerativ (z.B. als senile H. [Altershaut]; s.a. Akrogerie, Progerie, Rothmund-Syndrom). S.a. Cutis laxa, Chalodermie, Anetodermie.

  • Hautausschlag
    • Haut|ausschlag

    • Englischer Begriff: (skin) eruption

    Exanthem. S.a. Effloreszenz, Ekzem.

  • Hautbakterien
    • Haut|bakterien

    s.u. Hautflora.

  • Hautbelastung
    • Haut|belastung

    • Englischer Begriff: skin dose

    die Strahlen-, Energiedosis, die die Keimschicht der mitbestrahlten Haut insgesamt bei einer Strahlentherapie erhält. – Im Strahlenschutz die Körperdosis, die die Haut insgesamt von außen oder innen erhält.

  • Hautbeobachtung

      Pflegeintervention zur Vorbeugung oder rechtzeitigen Erkennung von Hautschädigungen oder Beeinträchtigungen der Hautintegrität. Die Hautbeobachtung umfasst Hautfarbe, Hautzustand und deren Veränderungen. Anwendung von Einschätzungsinstrumenten (z.B. Norton-Skala) insbesondere zur Dekubitusprophylaxe.

    • Hautblastomykose
      • Haut|blasto|mykose

      • Englischer Begriff: cutaneous blastomycosis

      Hauterkrankung infolge Befalls mit Spross- bzw. hefeartigen Pilzen (i.w.S. auch mit Candida); als Blastomycosis epidermica oberflächlich, als tiefe, eitrige H. die Kryptokokkose.

    • Hautblutung
      • Haut|blutung

      • Englischer Begriff: cutaneous hemorrhage

      Petechie, Vibex, Ekchymose, Suffusion, Hämatom, Purpura.

    • Hautdesinfektion
      • Haut|des|infektion

      • Englischer Begriff: skin disinfection

      die Desinfektion als Maßnahme zur Beseitigung der auf der Haut befindlichen Erreger (Hautflora); z.B. als Händedesinfektion oder analoge D. des vorgesehenen Operationsgebietes.

    • Hautdosis
      • Haut|dosis

      • Englischer Begriff: skin dose

      • Fach: Radiologie

      s.u. Hautbelastung, Hauterythemdosis, Oberflächendosis.

    • Hautdrainage
      • Haut|drainage

      • Englischer Begriff: lymphatic drainage of skin

      Drainage der Haut durch ihre Lymphbahnen; i.e.S. die äußere Drainage der Unterhaut als Heilmaßnahme, z.B. als Streifen-, Röhrendrainage bei Phlegmone, als Fadendrainage bei Elephantiasis, Kanülendrainage (durch Curschmann-, Southey-Kanüle) bei Wassersucht (generalisiertem Hydrops).

    • Hautemphysem
      • Haut|emphysem

      • Synonyme: Emphysema cutis et subcutaneum

      • Englischer Begriff: subcutaneous emphysema

      die – sich aufsteigend ausbreitende – Luft- oder Gasansammlung in der Unterhaut. Ätiol.: nach spontaner oder verletzungsbedingter Eröffnung lufthaltiger Organe (v.a. Atemtrakt), als Komplikation nach – zu Behandlungs- oder Diagnostikzwecken ausgeführter – Luftfüllung von Körperhöhlen, -räumen (z.B. Pneumoretroperitoneum) bzw. nach Körperhöhleneröffnung (z.B. nach Laparotomie, Pneumothorax, Thorakokaustik), infolge einer Infektion durch Gas bildende Erreger. Klinik: schmerzlose, unter „Schneeballknirschen“ wegdrückbare Schwellung, örtlicher tympanitischer Klopfschall.

    • Hautentzündung
      • Haut|entzündung

      Dermatitis.

    • Hautersatz
      • Haut|ersatz

      Hauttransplantation, -lappenplastik.

      • H., temporärer
        zeitweiliges, der Verminderung von Flüssigkeits- u. Eiweißverlusten u... (mehr)
    • Hautersatz, temporärer
      Hautersatz
      • H., temporärer

      • Englischer Begriff: temporary replacement of skin

      zeitweiliges, der Verminderung von Flüssigkeits- u. Eiweißverlusten u. zur Prophylaxe von Infektion u. Narbenschrumpfung dienendes Abdecken unfallbedingter Hautdefekte bis zum Zeitpunkt einer möglichen definitiven Beseitigung; erfolgt mittels eines „lebenden“ Verbandes (z.B. durch ein frisches oder konserviertes, allo- oder xenogenes Transplantat) oder – i.w.S. – mittels alloplastischen Materials (als granulationsfördernder, ablösbarer „Erstverband“).

    • Hauterythemdosis
      • Haut|erythem|dosis

      • Englischer Begriff: erythema dose

      • Fach: Radiologie

      diejenige Strahlendosis, die Hautrötung (Erythem) erzeugt, ohne einen Dauerschaden zu setzen.

    • Hautfarbe
      • Haut|farbe

      • Synonyme: Hautkolorit

      • Englischer Begriff: skin color

      Farbtönung der Haut. Sie wird z.B. beeinflusst durch Pigmente u. Durchblutung. S.a. Blässe, Anämie, Zyanose.

    • Hautfett
      • Haut|fett

      • 1)
        Oberflächenfett der Haut (Lipide der Epidermis, Talgdrüsenfett)... (mehr)
      • 2)
        das Fettpolster des Unterhautgewebes = Panniculus adiposus (i.w... (mehr)
    • Hautfett 1)
      Hautfett
      • 1)

      Oberflächenfett der Haut (Lipide der Epidermis, Talgdrüsenfett). Freie (Mikrobenwachstum hemmende?) u. veresterte Fettsäuren, Wachse, Glycerin u. unverseifbare Fette (z.B. Cholesterin, ungesättigte Alkohole); als Schutzmantel wirkend. S.a. Seborrhö, Sebostase.

    • Hautfett 2)
      Hautfett
      • 2)

      • Englischer Begriff: 1) cutaneous fat; sebum. 2) subcutaneous fat

      das Fettpolster des Unterhautgewebes = Panniculus adiposus (i.w.S. dessen gespeichertes Fett; ca. 10–15 kg; zu 2/3 Neutralfette).

    • Hautfinne
      • Haut|finne

      • 1)
        Akneknötchen... (mehr)
      • 2)
        Bandwurmfinne in der Haut... (mehr)
    • Hautfinne 1)
      Hautfinne
      • 1)

      • Englischer Begriff: pimple

      • Fach: Dermatologie

      Akneknötchen.

    • Hautfinne 2)
      Hautfinne
      • 2)

      • Fach: Parasitologie

      Bandwurmfinne in der Haut.

    • Hautflora
      • Haut|flora

      • Englischer Begriff: skin flora

      • Fach: Bakteriologie

      die aus zufällig anwesenden oder dauerbesiedelnden (transitorischen bzw. residenten) Keimen bestehende Bakterienflora der Haut. Neben apathogenen grampositiven Kokken, Sarzinen u. Sporenbildnern sind dies normalerweise auch Strepto- u. Staphylokokken.

    • Hautfriesel
      • Haut|friesel

    • Hautfriesel 1)
    • Hautfriesel 2)
    • Hautgicht
      • Haut|gicht

      • 1)
        Einlagerung von Uraten in die Haut bei der Harnsäuregicht... (mehr)
      • 2)
        Rötung der Haut mit Schuppung über akut entzündeten Gelenken... (mehr)
    • Hautgicht 1)
      Hautgicht
      • 1)

      Einlagerung von Uraten in die Haut bei der Harnsäuregicht.

    • Hautgicht 2): Arthrophlysis vulgaris
      Hautgicht
      • 2)

      • Synonyme: Arthrophlysis vulgaris

      Rötung der Haut mit Schuppung über akut entzündeten Gelenken.

    • Hautgrieß
      • Haut|grieß

      Milium.

    • Hauthorn
      • Haut|horn

      • Synonyme: Cornu cutaneum

      • Englischer Begriff: cutaneous horn

      hornförmige, bis 15 cm lange, verhornende Wucherungen des Epithels der Haut; meist im Gesicht u. bei Altershaut. Ist eine Präkanzerose (kann in ein Plattenepithelkarzinom übergehen). Ther.: Exzision, histol. Untersuchung; ggf. Nachexzision, Röntgenbestrahlung.

    • Hauthyperästhesie
      • Haut|hyper|ästhesie

      • Englischer Begriff: hyperesthesia of skin

      Überempfindlichkeit der Haut gegen Berührungsreize; bei Reizung bzw. Schädigung peripherer oder zentralnervöser Strukturen des Hautsinnessystems (aber auch bei Psychopathien, Neurosen).

    • Hautinfiltrat
      • Haut|infiltrat

      s.u. Infiltrat.

    • Hautjucken
      • Haut|jucken

      Pruritus.

    • Hautkarzinoid, multiples
      • Haut|karzinoid, multiples

      ungebräuchliche Bezeichnung für Xeroderma pigmentosum.

    • Hautkarzinom
      • Haut|karzinom

      • Englischer Begriff: cutaneous carcinoma

      als primäres H. ein maligner Tumor mit Ursprung in ektodermalen Anteilen der Haut u. in den Anhangsgebilden, u. zwar als Plattenepithelkarzinom (Carcinoma spinocellulare), i.w.S. das Basaliom u. „intraepitheliale Epitheliome“ (Bowen, Paget, Erythroplasie). Entsteht oft aus einer Vorkrebserkrankung (Präkanzerose, z.B. Keratosis senilis) oder aus chronischen Reizschäden (z.B. Licht-, Röntgen-, Teer-, Arsen-, Lupus-, Narben-, Geschwürs-, Fistelkrebs). S.a. Hauttumoren, Melanom. – Ferner Hautmetastasen eines Organkarzinoms.

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