Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Herpesenzephalitis
    • Herpes|enzephalitis

    s.u. Encephalitis.

  • Herpeshepatitis
    • Herpes|hepatitis

    Begleithepatitis bei Herpes simplex mit Befall der Leber (als viszeraler Herpes).

  • Herpessepsis
    • Herpes|sepsis

    • Synonyme: generalisierter Herpes simplex

    • Englischer Begriff: herpes sepsis; h. septicemia

    s.u. Herpes simplex.

  • Herpesviren
    • Herpes|viren

    • Synonyme: Herpes-Gruppe

    • Englischer Begriff: herpesviruses

    Tabelle

    Gruppe von ca. 40 DNS-haltigen, 100 nm großen Viren mit ikosaedrischen Kapsomeren (162); das Nucleocapsid ist von einer Doppelmembran mit Pseudospikes umgeben. In der Familie Herpesviridae mit den Subfamilien Alpha-, Beta- u. Gammaherpesviridae zusammengefasst. Die humanpathogenen Arten werden als HHV bezeichnet (s. Tab). Außerdem kann in seltenen Fällen das affenpathogene B-Virus (= Herpesvirus simiae) bei Menschen eine Enzephalitis auslösen.

  • herpeticus
    • herpeticus

    • Synonyme: herpetisch

    • Englischer Begriff: herpetic

    Herpes (simplex) betreffend, mit Herpes einhergehend.

  • herpetiformis
    • herpeti|form(is)

    herpesartig, -ähnlich.

  • Herrenschwand-Heterochromie
    • (v.-)Herrenschwand-Hetero|chromie

    • Fach: Ophthalmologie

    Iridocyclitis heterochromica mit Katarakt.

  • Herrick-Syndrom
    • Herrick-Syndrom

    Sichelzellenanämie.

  • Herring-Körper
    • Herring-Körper

    • Englischer Begriff: Herring bodies

    spindelförmige Anschwellung der Fasern des Tractus hypothalamohypophysialis im Hypophysenhinterlappen durch Neurosekretanhäufung.

  • Hers-Krankheit
    • Hers-Krankheit

    • Englischer Begriff: Hers' disease

    Glykogenose vom Typ Cori 6a oder 6b. Erstere (= hepatische G.) infolge autosomal-rezessiv erblichen Mangels an α-Glucan-phosphorylase ist gutartig, geht mit Glykogenablagerung in der vergrößerten Leber, leichtem Minderwuchs, Stammfettsucht, „Puppengesicht“, krisenhafter Azidose, Adrenalin-resistenter Hypoglykämie u. Hyperlipämie einher. Letztere beruht auf generalisiertem Phosphorylase-Mangel und ähnelt der Ersteren u. dem McArdle-Syndrom.

  • Herter-Heubner-Krankheit
    • Herter(-Heubner)-Krankheit

    • Englischer Begriff: Herter-Heubner disease

    Zöliakie.

  • Herthoge-Zeichen
    • Herthoge-Zeichen

    Ausdünnen des peripheren Anteils der Augenbrauen bei Neurodermitis (Ekzem, atopisches).

  • Hertone
    • Hertone

    Nichthistonproteine; chromosomale Proteine, die – als Antagonisten der Histone – wirksam sind i.S. von Regulatorproteinen („Derepressoren“); ferner im Chromatin lokalisierte Enzyme u. einige Strukturproteine.

  • Hertoux-Raum
    • Hertoux-Raum

    Raum in der Bauch-Mittellinie zwischen Nabel u. Blasenscheitel; Ort von Abszessen bei Urachusfistel oder -zyste.

  • Hertwig-Magendie-Phänomen
    • Hertwig-Magendie-Phänomen

    • Englischer Begriff: Hertwig-Magendie syndrome

    • Biogr.: Richard H.; François M.

    erworbenes Schielen infolge Schädigung der Kreuzung des Nervus trochlearis (im vorderen Kleinhirnsegel); mit Augapfelabweichung herdseitig nach innen-unten, gegenseitig nach außen-oben; keine Doppelbilder, oft rotatorischer Nystagmus.

  • Hertwig-Weyers-Syndrom
    • Hertwig-Weyers-Syndrom

    • Biogr.: Paula H.; Helmut W.

    Oligodaktylie-Syndrom bei Aplasie der Elle.

  • Hertz
    • Synonyme: Hz (Abk.)

    • Englischer Begriff: hertz

    nach dem Physiker Heinr. Rudolf H. (1857–1894) benannte SI-Einheit der Frequenz (eines periodischen Vorganges mit Periodendauer 1 Sekunde).

  • Herxheimer
    • Herxheimer

    • Biogr.: 1) Adolf J. H., 1850–1902, Hautarzt, Innsbruck; 2) Karl H., 1861–1944, Hautarzt, Frankfurt/Main

  • Herxheimer-Atrophie
    Herxheimer
    • H.-Atrophie

    • Biogr.: Karl H.

    • 1)
      Anetodermie... (mehr)
    • 2)
      Akrodermatitis chronica atrophicans... (mehr)
  • Herxheimer-Atrophie 1)
  • Herxheimer-Atrophie 2)
  • Herxheimer-Jarisch-Reaktion
    Herxheimer
    • H.-Jarisch-Reaktion

    • Englischer Begriff: Jarisch-Herxheimer reaction

    • Biogr.: Adolf J.

    Verstärkung, evtl. erste Manifestation früher syphilitischer Hauterscheinungen (mit Fieber u. allgemeinem Krankheitsgefühl) wenige Std. nach Injektion eines gegen Syphiliserreger wirksamen Mittels; Reaktion auf die durch vermehrten Spirochätenzerfall frei werdenden Toxine.

  • Herz
    • Synonyme: Cor

    • Englischer Begriff: heart

    Abbildung   Abbildung   Abbildung   interaktive Abbildung

    kegelförmiges muskulöse Hohlorgan, das als zentrale Kreislaufpumpe die Transportvorgänge in allen Blutgefäßen antreibt. Größe u. Lage: Das gesunde Herz ist etwa so groß wie die Faust des betreffenden Menschen u. wiegt beim Erwachsenen ca. 300 g. Es liegt im Mediastinalraum und wird vorn vom Brustbein, hinten von der Speiseröhre, an den Seiten von den Lungen umgeben. Etwa zu zwei Drittel liegt das Herz links vom Brustbein, zu einem Drittel rechts davon. Die Längsachse des Herzens (Herzachse) ist geneigt, sie geht von rechts oben hinten nach links unten vorn. Die Herzspitze (Apex cordis) ist bei der Kontraktion des Herzmuskels durch die Brustwand zu tasten (beim Erwachsenen innerhalb der Schlüsselbeinmittellinie). Aufbau: Durch die Herzscheidewand u. ein als Herzskelett bezeichnetes Gerüst aus Bindegewebe ist das Herz in vier Herzhöhlen unterteilt, deren Ein- u. Ausgänge durch die Herzklappen verschließbar sind. Dazu zählen der rechte u. linke Herzvorhof (Atrium cordis dextrum u. sinistrum) sowie die rechte u. linke Herzkammer (Ventriculus cordis dexter u. sinister). In den rechten Herzvorhof münden die aus dem Körper kommende untere u. obere Hohlvene (V. cava sup. u. inf.) sowie der Stamm der Herzvenen. Aus der rechten Herzkammer geht der Gefäßstamm der Lungenarterien (Truncus pulmonalis) hervor, der der Lunge sauerstoffarmes Blut zuführt. Dieses wird in der Lunge mit Sauerstoff angereichert und gelangt aus den vier Lungenvenen in den linken Vorhof. Die rechte Herzkammer treibt das Blut über die Aorta in den Körper. Die Herzhöhlen werden von der Herzwand umschlossen, die aus drei Schichten besteht. Die Herzinnenhaut (Endokard) ist eine weniger als 1 mm dünne u. glatte Haut. Sie liegt einem elastischen Bindegewebe auf, kleidet die Vorhöfe u. Kammern aus und bildet durch Verdopplung die Herzklappen. Der Herzmuskel (Myokard) hat drei miteinander verflochtene Schichten, deren Fasern z.T. spiralförmig angeordnet sind. Im Bereich der Herzkammern verlaufen die Muskelfasern in der äußeren Schicht schräg, in der mittleren ringförmig, in der inneren Schicht längs. An der linken Herzkammer, die die größte Pumpleistung erbringen muss, ist der Herzmuskel ca. 8–11 mm dick, an der rechten Herzkammer ca. 2–4 mm. Die Vorhofmuskulatur ist weniger als 1 mm dick u. besteht aus nur zwei Schichten. Das Herzmuskelgewebe ist wie die Skelettmuskulatur quer gestreift, nimmt jedoch eine Zwischenstellung zwischen Skelettmuskulatur u. glatter Muskulatur ein: Die flechtwerkartig verzweigten Herzmuskelzellen haben meist nur einen zentral liegenden Zellkern und sind durch Glanzstreifen untereinander verbunden. Diese gewährleisten die Erregungsausbreitung in den Herzmuskelzellen. Die Herzaußenhaut (Epikard) stellt die äußerste Schicht der Herzwand dar und ist am Herzmuskel fixiert. Sie bildet gleichzeitig das innere Blatt des Herzbeutels (Perikard), dessen beide Blätter an den Eintrittspforten der großen Gefäße ineinander übergehen. Zwischen den beiden Blättern befindet sich eine klare Flüssigkeit, die vom inneren Blatt, der Herzaußenhaut, abgesondert wird und die Reibung zwischen beiden Blättern reduziert. Das äußere, bindegewebige Blatt ist mit Zwerchfell u. Brustfell (Pleura) verwachsen und fixiert das Herz im Mittelfellraum. Versorgung: Die arterielle Blutversorgung des Herzmuskels u. der Innenauskleidung erfolgt durch die anastomosenreichen Koronararterien; an der Endokardschicht findet auch Stoffaustausch mit dem Blut der Herzbinnenräume statt. Das Perikard wird durch die Arteria pericardiacophrenica versorgt. Das venöse Blut fließt über Herzvenen (Venae cordis) u. über Herzbeutelzwerchfellvenen ab. Der Lymphabfluss erfolgt über zwei Lymphgefäßstämme in Richtung Lymphknoten des Mittelfells. Funktion: Das Herz wirkt – zwischen großem u. kleinem Kreislauf gelegen – mittels seiner Muskelkraft sowie seiner bds. zwischen Vorhof u. Kammer gelegenen ventilartigen Klappen (Valvae atrioventriculares) und unter Beteiligung der Aorten- u. Pulmonalklappe sowie Leisten an den Hohlvenenmündungen als Druck- u. Saugpumpe, die gemäß dem automatischen Wechsel von Muskelzusammenziehung u. -erschlaffung (Systole bzw. Diastole) für die Bewegung des Blutes in dessen Kreislaufsystem sorgt (Herzzyklus). Nach dem Blutausstoß bleibt aber in den Kammern eine etwa dem Schlagvolumen entsprechende Restblutmenge zurück (s. Abb.). Bei seiner (ab der achten Embryonalwoche nachweisbaren) Aktion stößt das Herz an die Brustwand (Herzspitzenstoß). Die Herz(schlag)frequenz nimmt zwischen Neugeborenen- u. Erwachsenenalter ab (beim Neugeborenen 120, 2.–6. Lebensjahr 105–90, 7.–10. Lebensjahr 90–80, ab 11.–14. Lebensjahr 80–75 Schläge pro Min.). Die Regulierung der Herztätigkeit erfolgt durch im u. außerhalb des Herzens lokalisierte Mechanismen (s.a. Herzregulation, Erregungsleitungssystem). Herzerkrankungen, v.a. Herzklappenfehler, gehen mit z.T. charakteristischen Veränderungen der Herzfigur einher (z.B. als Aortenherz, Mitralherz, Herzdilatation); ferner kommen atypische Lagen vor (z.B. Situs inversus).

  • Herz-Hand-Syndrom

      autosomal-dominant bedingte Fehlbildungen der oberen Extremitäten und Herzfehler mit hoher Penetranz u. variabler Expressivität (Harris-Osborne-Syndrom, Holt-Oram-Syndrom). Gelegentlich als Herzfehlbildung auch Koronararterienanomalien, Transposition der großen Gefäße.

    • Herz-Kreislauf-Mittel
    • Herz-Kreislauf-Training

        zur Förderung der allg. Leistungsfähigkeit u. der dynamischen Ausdauer regelmäßig durchgeführte, geeignete sportliche Betätigung wie Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Skilanglauf. Speziell für herzkranke Pat. (z.B. nach Myokardinfarkt) gibt es Koronarsportgruppen unter Anleitung eigens dafür ausgebildeter Therapeuten u. ärztlicher Aufsicht. Zur Teilnahme ist eine Belastbarkeit von mind. 1 Watt/kg Körpergewicht erforderlich. Eine optimale Trainingsintensität ist gegeben bei 80% der Ausbelastungs-Herzfrequenz der symptomlimitierten Fahrrad-Ergometrie (d.h. Abbruch der Belastung nach Erreichen eines Abbruchkriteriums wie Angina pectoris oder Rhythmusstörungen). Übungsinhalte einer Herzsportgruppe sind Atem- u. Entspannungsübungen, Ausdauerübungen, Koordinationsübungen, Gruppengespräche, Wahrnehmungsschulung, Spiele.

      • Herz-Lungen-Maschine
        • Englischer Begriff: heart-lung machine

        Abbildung

        (Lillehei, Gibbon) ein v.a. in der offenen Herzchirurgie gebräuchliches Gerät, das als apparativer extrakorporaler Kreislauf vorübergehend die Herz- u. Lungenfunktion zu übernehmen vermag (die Umgehung dieser Organe durch das kreisende Körperblut ermöglicht = „kardiopulmonaler Bypass“). Pumpen sorgen als künstliches Herz für einen konstant-gleichgerichteten Transport des – heparinisierten – Blutes im Kreislaufsystem, ein Oxygenator als künstliche Lunge für die Sauerstoffbeladung = Arterialisation des Blutes. Angeschlossen sind eine Blutentschäumungsvorrichtung u. ein Wärmeaustauscher (für Blutkühlung u. -wiedererwärmung bei Anw. von Hypothermie; eine hypotherme, bei Ganzkörperunterkühlung anwendbare Koronarperfusion ermöglicht eine mehrstündige Herzausschaltung). Der Kreislaufanschluss des Systems erfolgt durch Kanülement beider Hohlvenen vom Vorhof aus sowie – für Rückleitung des sauerstoffbeladenen Blutes – durch Kanülierung großer Schlagadern (meist A. femoralis, beim Säugling u. Kleinkind Aorta). Nach Anlaufen der Blut(ersatzmittel)-gefüllten Maschine erfolgen die Blutumleitung (beginnt mit Hohlvenendrosselung = „Bändelung“) über die eingelegten Drainageschläuche u. Abklemmen der Aorta (es tritt anoxischer Herzstillstand ein). – S.a. Links-Bypass.

      • Herz-Lungen-Quotient
        • Englischer Begriff: cardiothoracic ratio

        • Fach: Röntgenologie

        (Groedel) Quotient aus transversalem Herz- u. basalem Thoraxdurchmesser; Normwert beider Größen etwa 1:2.

      • Herz-Lungen-Transplantation

          die kombinierte („en bloc“) Implantation von Herz u. Lunge eines Spenders in den Körper eines Empfängers. Erstmals wurde dieser Eingriff 1981 von B. A. Reitz (Stanford, USA) durchgeführt. Voraussetzung ist der Erhalt der links u. rechts vom Herzen verlaufenden Nn. phrenici des Empfängers, wodurch die Zwerchfellatmung garantiert wird. Ind.: schwerer pulmonaler (fixierter) Hypertonus, sekundäre Schädigung des Herzmuskels, zystische Pankreasfibrose. Nach negativen Erfahrungen mit der isolierten Lungentransplantation (Lecks im Bereich der Bronchusstümpfe, Nahtinsuffizienzen etc.) wurde in den letzten Jahren der kombinierten Herz-Lungen-Transplantation der Vorzug gegeben. Die Ergebnisse sind deutlich besser als bei einfacher Lungentransplantation. Limitierende Faktoren u. Komplikationen entsprechen denen der Herztransplantation. Die H. ist ebenso wie die Herztransplantation heute aus dem Versuchsstadium herausgetreten u. stellt bei entsprechender Indikation die Therapie der Wahl dar.

        • Herz, künstliches
          Herz
          • H., künstliches

          • Englischer Begriff: artificial h.

          eine ein- bis vierkammerige, pneumatisch, hydraulisch, elektrisch etc. betriebene Blutpumpe zur vorübergehenden oder dauernden Herz-Kreislauf-Unterstützung oder als teilweiser bis totaler Herzersatz; i.w.S. auch der durch ein Pumpensystem unterhaltene extra- oder intrakorporale Bypass (z.B. als Herz-Lungen-Maschine).

        • Herz, nervöses
          Herz
          • H., nervöses

          • Synonyme: reizbares H.

          • Englischer Begriff: irritable h.

          funktionelle Herzstörungen ohne organischen Befund, z.B. Herzneurose, Hyperventilationssyndrom, neurozirkulatorische Dystonie, Da-Costa-Syndrom.

        • Herzachse
          • Herz|achse

          • Englischer Begriff: axis of heart

          die Längsachse von Herzbasismitte zur Herzspitze; verläuft im Körper von rechts-oben-hinten nach links-unten-vorn; dabei liegt die linke Herzhälfte größtenteils hinten, die rechte vorn.

          • H., elektrische
            die aus dem Vektorkardiogramm konstruierbare Verbindungslinie der Punkte... (mehr)
        • Herzachse, elektrische
          Herzachse
          • H., elektrische

          • Englischer Begriff: electrical axis of heart

          die aus dem Vektorkardiogramm konstruierbare Verbindungslinie der Punkte maximaler Spannungsdifferenz während Erregungsausbreitung u. -rückbildung (stimmt im Zeitpunkt der R-Zacke des EKG mit der anatom. H. etwa überein); s.a. Positionstypen.

        • Herzaktion
          • Herz|aktion

          Herzzyklus.

        • Herzaneurysma
          • Herz|an|eurysma

          • Englischer Begriff: cardiac aneurysm

          Aneurysma der Herzstrukturen, z.B. Herzwand-, Herzklappenaneurysma.

        • Herzangst
          • Herz|angst

          • Englischer Begriff: cardiophobia

          seelisch bedingte elementare Todesangst mit belastungsunabhängiger Kardialgie u. Atmungserschwernisgefühl bei unauffälliger Herzfunktion (auch im EKG), z.B. bei Herzneurose, endogener Depression. Weitgehend identisch mit Da-Costa-Syndrom.

        • Herzarbeit
          • Herz|arbeit

          • Englischer Begriff: cardiac work

          die Arbeitsleistung des Herzens; setzt sich zusammen aus Druck-Volumen-Arbeit u. Beschleunigungsarbeit, die nötig ist, die träge Masse m des Blutes auf die Geschwindigkeit v zu beschleunigen; AB = 1/2(m · v2); die Beschleunigungsarbeit ist beim gesunden jungen Menschen vernachlässigbar im Vergleich zur Druck-Volumen-Arbeit; s.a. Druck-Volumen-Diagramm der Herzdynamik, Frank-Starling-Gesetz.

        • Herzasthma
          • Herz|asthma

          • Englischer Begriff: cardiasthma

          Asthma cardiale.

        • Herzattacke
          • Herz|attacke

          • Englischer Begriff: heart attack

          Anfall von Herzklopfen, beängstigender Stenokardie, Atemnot, Blutdruckanstieg oder -abfall etc.; z.B. bei Sauerstoffnot des Herzmuskels (s.a. Angina pectoris), Myokardinfarkt, Reizleitungs-, Reizbildungsstörung, Vergiftungen (u.a. als Nicotin-, Coffeineinwirkung).

        • Herzauskultation
          • Herz|aus|kul|tation

          • Englischer Begriff: cardiac auscultation

          das Abhören der Schallphänomene des Herzens (Herztöne, -geräusche). Erfolgt allgemein an den 5 klassischen Auskultationsstellen im Brustwandbereich: für Mitralklappe über der Herzspitze, Trikuspidalklappe im 4.–5. Zwischenrippenraum (ICR) rechts neben dem Brustbein („parasternal“), Pulmonalklappe 2. ICR links parasternal, Aortenklappe 1.–2. ICR rechts parasternal; ferner am Erb-Punkt; Abb. S.a. Phonokardiographie, Punctum maximum.

        • Herzautomatie
          • Herz|automatie

          • Englischer Begriff: cardiac autonomy; automatic cardiac activity

          Automatie des Herzens, Erregungsbildung.

        • Herzbälkchen
          • Herz|bälkchen

          • Englischer Begriff: cardiac trabeculae

          Trabeculae carneae.

        • Herzbeschwerden

            Missempfindungen in der Herzgegend. Ätiol.: meist Folge einer vegetativen Fehlsteuerung, abhängig vom seelischen Befinden. Besonders häufig im Jugendalter, mit Beginn der Wechseljahre sowie bei Überforderung. Organische Ursachen müssen ausgeschlossen werden. Klinik: allg. Mattigkeit, Gefühl der Leistungsminderung, „Organgefühl“, erhöhtes Ruhebedürfnis.

          • Herzbeschwerden, funktionelle
            Herzbeschwerden
            • H., funktionelle

            • Englischer Begriff: functional heart trouble

            meist anfallsartig auftretende H. ohne organische Ursache. Ätiol.: beruhen überwiegend auf einer veränderten Ausgangs- u. Reaktionslage des vegetativen Nervensystems, entstanden durch vermehrte körperliche u. seelische Belastungen (Stress), Verlusterlebnisse (z.B. Tod des Partners) oder neurotische Angstverarbeitung (Herzneurose). Gehäuftes Auftreten im 4. Ljz. Klinik: Schmerzen in der Brust, Herzstolpern u. -jagen (Tachykardie) sowie Angst. Die Beschwerden können in eine immer wieder plötzlich, ohne Auslöser auftretende Herzphobie münden. Bei dieser Form der Panikstörung sind die Symptome ins Unerträgliche gesteigert, verbunden mit Atembeschwerden, Schweißausbrüchen u. Todesangst. Evtl. zusätzlich depressive u. psychosomatische Störungen, gekoppelt mit der Furcht vor erneuten Anfällen (Phobophobie). Ther.: Nach Ausschluss einer organischen Erkrankung sind Entspannungsmethoden (z.B. autogenes Training) u. psychotherapeutische Maßnahmen (z.B. Verhaltenstherapie) empfehlenswert.

          • Herzbett
            • Herz|bett

            Spezialbett zur Lagerung Herzkranker (Oberkörper in aufrechter Position). S.a. Krankenbett.

          • Herzbeutel
            • Herz|beutel

            • Englischer Begriff: heart sac

            Pericardium.

          • Herzbeutelentzündung
            • Herz|beutel|entzündung

            Pericarditis.

          • Herzbeutelpunktion
            • Herz|beutel|punktion

            • Englischer Begriff: pericardial tapping; pericardial paracentesis

            das Einführen einer Punktionskanüle in den Herzbeutel; erfolgt z.B. (am Halbsitzenden) vom Larrey-Winkel aus oder unterhalb des Schwertfortsatzes vom Bauch her.

          • Herzbeuteltamponade
            • Herz|beutel|tamponade

            • Englischer Begriff: pericardial tamponade

            Herztamponade.

          • Herzbinnenraumszintigraphie
            • Herz|binnenraum|szintigraphie

            Ventrikelszintigraphie.

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