Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Herztöne, kindliche
    Herzton
      • 1)
        die Besonderheiten der Herztöne im Kindesalter (s.a... (mehr)
      • 2)
        die Herztöne der in der Gebärmutter befindlichen Leibesfrucht, feststellbar... (mehr)
    • Herztöne, kindliche 1)
      Herzton  >  Herztöne, kindliche
      • 1)

      • Englischer Begriff: infantile h. s.'s

      die Besonderheiten der Herztöne im Kindesalter (s.a. Herzton, dritter; Herzton, vierter).

    • Herztöne, kindliche 2)
      Herzton  >  Herztöne, kindliche
      • 2)

      • Englischer Begriff: fetal h. s.

      die Herztöne der in der Gebärmutter befindlichen Leibesfrucht, feststellbar mittels geburtshilflichen Hörrohres ab dem 6. Monat, mittels Ultraschallempfängers bereits ab der 8. Wo. Sind nahezu gleich lang u. gleich laut u. mit gleichen Abständen („Pendelrhythmus“), zum mütterlichen Puls asynchron (Frequenz 120–140/Min.), am lautesten hörbar über kindlichem Rücken (außer bei Gesichtslagen; bei Schädellagen am lautesten unterhalb, bei Beckenendlagen oberhalb des Nabels der Schwangeren). Ihre Frequenz kann sich in Abhängigkeit von der Wehe ändern (Dezeleration); s.a. Fluktuation.

    • Herztonschreibung
      • Herz|ton|schreibung

      Phonokardiographie.

    • Herztransplantation
      • Herz|trans|plantation

      • Englischer Begriff: heart transplantation

      Abbildung

      der operative Ersatz eines geschädigten Herzens durch das Herz eines verstorbenen Spenders. Mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von 75% (1999) ist die H. inzwischen aus dem Versuchsstadium herausgetreten u. gilt bei entsprechender Indikation als etabliertes Therapieverfahren. Geschichte: Erfolgreiche Versuche der H. beim Tier wurden bereits Anfang dieses Jahrhunderts durch Carrel (Frankreich) u. Guthrie (USA) durchgeführt, später durch Mann (USA) u. Mitarbeiter, der auch als Erster die Abstoßungsreaktion beschrieb (s.u.). Diese Experimente galten weniger einer Anw. beim Menschen als der Erprobung bestimmter Gefäßnahttechniken bzw. der Wirkung von Hormonen am isolierten Herzen. Bahnbrechende Versuche erfolgten später durch Shumway u. Lower 1960 (Stanford, USA). Ohne immunsuppressive Therapie erreichten sie beim Hund nach H. Überlebenszeiten von 21 Tagen. 1967 nahm Ch. Barnard (Kapstadt, Südafrika) die erste H. beim Menschen vor. Barnards erster Patient überlebte den Eingriff 18 Tage, der zweite 21/2 Jahre. Nach Weiterentwicklung der immunsuppressiven Therapie, vor allem nach Einführung des Antilymphozytenserums (ALS) u. später des Ciclosporins stiegen die Überlebenszeiten, die Zahl der Transplantationen nahm sprunghaft zu. Weltweit wurden zwischen 1967 u. 1995 35 956 Herztransplantationen durchgeführt. In der BRD werden jährlich ca. 500–600 Herzen transplantiert. Die erste H. in der BRD nahmen 1968 Klinner u. Sebening vor. Ind. u. Kontraind.: Hauptindikation der H. ist das Finalstadium der dilatativen Kardiomyopathie, an zweiter Stelle steht die koronare Herzkrankheit mit arteriosklerotischen Wandveränderungen aller drei Koronargefäßstämme, aber auch bei schweren, operativ nicht korrigierbaren Herzfehlern kommt eine H. in Frage. Kontraindikationen sind neben schweren Allgemeinerkrankungen (auch Infektionskrankheiten) u. malignen Tumoren im Endstadium die kardiale Kachexie u. ein fixierter pulmonaler Hochdruck. Ein Alter von über 60 Jahren gilt heute nicht mehr als absolute Grenze, erhebliche psychosoziale Probleme können, müssen aber kein Hindernis für eine H. sein. Spenderauswahl: In Frage kommen v.a. Verletzte mit tödlichem Schädel-Hirn-Trauma ohne schwere Schädigung eines oder mehrerer Organsysteme. Die Kreislaufverhältnisse sollten ohne medikamentöse Unterstützung stabil sein, das Alter möglichst nicht über 40 Jahren liegen. Blutgruppengleichheit u. negativer Zytotoxizitätstest sind zwingend. Explantation: Kriterium für die Entnahme eines Spenderherzens ist zuallererst die sichere Todesfeststellung des Spenders. Voraussetzung für eine solche Untersuchung ist in der BRD das Vorliegen eines Organspenderausweises bzw. das Einverständnis der Angehörigen des Verstorbenen. Die Todesfeststellung erfolgt durch zwei Ärzte, die in keinerlei Abhängigkeitsverhältnis zum transplantierenden Herzchirurgen(team) stehen dürfen. Einer der beiden Ärzte muss über eine mehrjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Intensivmedizin verfügen. Der Tod des Patienten gilt als sicher, wenn der Hirntod mit objektiven Mitteln (EEG etc.) festgestellt ist. I.d.R. wird noch unter maschineller Beatmung des Hirntoten das Spenderherz entnommen. Bei der Explantation ist besonders auf die Mitnahme des Sinusknotens als erregungsbildendem Zentrum zu achten. Anschließend wird das Spenderherz mit kalter, kardioplegischer („herzlähmender“) Lösung (4 °C) durchgespült u. in kalter steriler Lösung konserviert.

    • Herztumoren
      • Herz|tumoren

      • Englischer Begriff: cardiac tumors

      primär im Herzen entstandene oder aus Metastasen hervorgegangene Tumoren der Herzwand, insbesondere des Herzmuskels (als Rhabdomyom, Kordomyom; knotig wanddurchsetzend, nur langsam wachsend, evtl. angeboren; gelegentlich sarkomatös entartend); ferner als Vorhofmyxom (meist im linken Vorhof gelegen, evtl. in die Herzhöhle ragend; u.U. ventilartig den Einstrom hemmend, zu Synkopen führend), Fibrom, Angiom (evtl. maligne entartend), Lipom (gelegentlich gemeinsam mit Rhabdomyom), Sarkom.

    • Herzverfettung
      • Herz|verfettung

      • Englischer Begriff: fatty disease of the heart

      Lipomatosis cordis, Fettherz.

    • Herzversagen
      • Herz|versagen

      • Englischer Begriff: heart failure

      Herzinsuffizienz.

      • H., akutes
        die plötzliche Verminderung der Herzauswurfleistung (Schlag- u. Minutenvolumen)... (mehr)
    • Herzversagen, akutes
      Herzversagen
      • H., akutes

      • Englischer Begriff: acute h. f.

      die plötzliche Verminderung der Herzauswurfleistung (Schlag- u. Minutenvolumen), verbunden mit Anstieg des Venendrucks u. mit Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe; z.B. bei Herzrhythmusstörung, Flimmern, Asystolie, extremer Brady- oder Tachykardie, bei Herzmuskelversagen (= myogenes H.; z.B. bei Blutdruckkrise, Lungenembolie, Myokardinfarkt, Myokarditis), bei Störung des Bluteinstromes (z.B. bei Herz[beutel]tamponade). Klinische Zeichen: kardiogener Schock, Tachy-Hyperpnoe, Lungenstauung oder -ödem, periphere Zyanose, Oligurie, evtl. Krämpfe.

    • Herzvitium
      • Herz|vitium

      Herzfehler.

    • Herzvolumen
      • Herz|volumen

      • Englischer Begriff: volume of heart

      Tabelle

      der von Funktionszustand, Alter, Geschlecht, Körperoberfläche, -gewicht u. -größe abhängige Rauminhalt des Herzens (Normwerte Tab.); ermittelt am Lebenden durch Orthodiagraphie, Röntgenfernaufnahmen, ferner rechnerisch.

    • Herzvorhof
      • Herz|vorhof

      • Englischer Begriff: atrium of heart

      Vorhof.

    • Herzwandaneurysma
      • Herz|wand|aneurysma

      • Synonyme: Aneurysma cordis

      • Englischer Begriff: aneurysm of the heart wall; cardiac a.

      Abbildung

      flache bis sackförmige Ausbuchtung der Herzwandung, meist des linken Ventrikels im Herzspitzenbereich als Komplikation eines transmuralen Myokardinfarkts. Seltener in Form einer weniger umschriebenen, sich nach außen nicht oder kaum vorwölbenden Ausweitung der Ventrikellichtung. S.a. Abb.

    • Herzwandruptur
      • Herz|wand|ruptur

      die spontane Zerreißung aller Schichten eines nekrotischen Myokardbezirks; meist tödliche Komplikation (Perikardtamponade) des Myokardinfarkts. I.d.R. ist der linke Ventrikel betroffen; typisch ist das Auftreten einer H. in der Zeit zwischen dem 8. u. 12. Tag nach dem Infarkt.

    • Herzwiederbelebung
      • Herz|wieder|belebung

      • Synonyme: kardiale Reanimation

      • Englischer Begriff: cardiac resuscitation

      bei Herzstillstand die Maßnahmen zum Wiederingangsetzen der Herztätigkeit u. der Blutzirkulation: Herzmassage in Kombination mit künstlicher Beatmung (Mund-zu-Mund-Beatmung oder endotracheale Intubation) als Sofortmaßnahme; endotracheale oder intravenöse (ZVK) Injektion von Adrenalin, Calcium etc.; bei Kammerflimmern frühzeitige Elektrodefibrillation, ggf. temporäre Schrittmachersonde; Ausgleich der nach Kreislaufstillstand immer vorhandenen metabolischen Azidose möglichst unter Blutgasanalyse; ursächliche Therapie der auslösenden Faktoren des Kreislaufstillstandes.

    • Herzzeitvolumen
      • Herz|zeit|volumen

      • Synonyme: HZV (Abk.)

      • Englischer Begriff: cardiac output

      die bei der Indikatorverdünnungsmethode während der Konzentrationszeit am Beobachtungsort vorbeiströmende Blutmenge; Herzminutenvolumen; s.a. Herzschlagvolumen. Kann auch berechnet werden aus dem Flächenintegral der extrapolierten Zeit-Aktivitäts-Kurve bei der Radionuclid-Angiokardiographie.

    • Herzzeitvolumenindex
      • Herz|zeit|volumen|index

      der Quotient aus Herzzeitvolumen u. Körperoberfläche.

    • Herzzentrum
      • Herz|zentrum

      • 1)
        s.u... (mehr)
      • 2)
        Spezialklinik für Diagnostik, evtl... (mehr)
    • Herzzentrum 1)
    • Herzzentrum 2)
      Herzzentrum
      • 2)

      Spezialklinik für Diagnostik, evtl. auch konservative u. chirurgische Behandlung von Herzkrankheiten.

    • Herzzirrhose
      • Herz|zirrhose

      • 1)
        Leberzirrhose bei chronischer Herzinsuffizienz mit Stauung („Stauungsinsuffizienz“)... (mehr)
      • 2)
        Myokardfibrose bzw... (mehr)
    • Herzzirrhose 1)
      Herzzirrhose
      • 1)

      • Englischer Begriff: cardiac cirrhosis

      Leberzirrhose bei chronischer Herzinsuffizienz mit Stauung („Stauungsinsuffizienz“); „Cirrhose cardiaque“.

    • Herzzirrhose 2)
      Herzzirrhose
      • 2)

      • Englischer Begriff: myocardial fibrosis

      Myokardfibrose bzw. Fibroelastosis endocardica.

    • Herzzyklus
      • Herz|zyklus

      • Synonyme: Herzaktion; -revolution; -periode

      • Englischer Begriff: cardiac cycle

      Abbildung

      die sich rhythmisch wiederholende, in bd. Herzhälften annähernd zeitgleich ablaufende Tätigkeit des Herzens vom Beginn der Muskelzusammenziehung (Systole) bis zum Ende der Muskelerschlaffung (Diastole), in deren Verlauf unkontinuierlich Blut in die großen Herzschlagadern gepumpt wird (Herzschlagvolumen). Sie geht einher mit zeitlich abgrenzbaren Druck- u. Volumenänderungen sowie mit bioelektrischen (EKG), akustischen (Herzton, Phonokardiogramm) u. mechanischen Phänomenen (Ballistokardiogramm, Herzspitzenstoß). Die elektrische Erregung geht der Herzmuskelkontraktion voran, die etwa bei der Spitze der R-Zacke im EKG einsetzt („elektropressorische Latenz“). Die Systole wird unterteilt in die Anspannungszeit („Druckanstiegsphase“; Abb.; verläuft ohne Änderung des Volumens = isovolumetrisch u. mit steilem Druckanstieg, wobei die AV-Klappen schließen u. der 1. Herzton zu hören ist) u. in die Austreibungszeit (beginnt mit Öffnung der Semilunarklappen beim Erreichen des diastol. Aortendrucks, zeigt weiteren, sog. auxotonen Druckanstieg u. zunehmende Blutströmungsgeschwindigkeit u. endet mit dem Schließen der Semilunarklappen [2. Herzton]). Die Diastole wird unterteilt in die Entspannungszeit (starker Druckabfall in den Kammern) u. – ab Öffnung der AV-Klappen – in die Füllungszeit. Die Erregbarkeit des Herzmuskels ist während der Systole aufgehoben (absolute Refraktärität), mit Beginn der Diastole gering erhöht (relative Refraktärität) u. erst im letzten Drittel der Diastole wieder voll vorhanden.

    • HES
    • Heschl-Hirnwindungen
      • Heschl-Hirnwindungen

      • Englischer Begriff: Heschl's gyri

      • Biogr.: Richard L. H., 1824–1881, Pathologe, Wien

      • Fach: Anatomie

      die Gyri temporales transversi; Sitz des primären Hörzentrums.

    • Hesperidin
      • Hesperidin

      • Synonyme: Hesperetin-7-rutinosid

      • Englischer Begriff: hesperidin

      v.a. in Zitrusfrüchten vorkommendes Glykosid (Flavonoide) mit kapillarabdichtender (Vitamin P) u. Hyaluronidase-hemmender Wirkung.

    • Hess
      • Hess

      • Biogr.: Carl von H., 1863–1923, Augenarzt, Würzburg

    • Hess-Nachbild
      Hess
      • H.-Nachbild

      das 3., positive Nachbild (in der Farbe des Primärbildes), das dem 2., negativen nach einem Dunkelintervall folgt.

    • Hess-Sehprobe
      Hess
      • H.-Sehprobe

      • Englischer Begriff: Hess screen test

      Sehschärfenprüfung mit den „internationalen Sehprobetafeln“ (Landolt-Ringe oder Zweierkombination der Zahlen 0, 1, 4 u. 7).

    • Hesselbach
      • Hesselbach

      • Biogr.: Franz K. H., 1759–1816, Anatom, Chirurg, Würzburg

      • H.-Band
        Ligamentum interfoveolare... (mehr)
      • H.-Hernie
        laterale Schenkelhernie; sie tritt durch die Lacuna musculorum aus u... (mehr)
    • Hesselbach-Band
    • Hesselbach-Hernie
      Hesselbach
      • H.-Hernie

      • Englischer Begriff: Hesselbach's hernia

      laterale Schenkelhernie; sie tritt durch die Lacuna musculorum aus u. erfährt durch die Fascia cribrosa eine Divertikelbildung (wird bilokulär).

    • Hessing-Korsett
      • Hessing-Korsett

      • Biogr.: Friedrich v. H., 1838–1918, Orthopädiemechaniker, Augsburg/Göggingen

      ein auf einem anmodellierten Beckenkammbügel aufgebautes (Stahlschienen-)Rumpfkorsett mit verstellbaren Arm-, evtl. auch Kinn- u. Hinterhauptstützen; zur Entlastung der Brust- u. Lendenwirbelsäule.

    • HET-CAM
      • Synonyme: Abk. für Hühnereitest an der Chorionallantoismembran

      empfindliches Testsystem für Pharmaka, Kosmetika u. Haushaltsprodukte an befruchteten Hühnereiern; s.a. Eikultur.

    • HETE
      • Synonyme: Abk. für Hydroxyeicosatetraensäuren

      Lipoxygenaseprodukte der Arachidonsäure (neben Leukotrienen).

    • Heterästhesie
      • Heter|ästhesie

      • Englischer Begriff: heteresthesia

      quantitativ unterschiedliche Empfindung in benachbarten Hautbezirken.

    • Heteroagglutination
      • Hetero|agglutination

      • Englischer Begriff: heteroagglutination

      Verklumpung (Agglutination) roter Blutkörperchen durch artfremde Antikörper (Heterohämagglutinin); s.a. Heteroantigen.

    • Heteroantigen
      • Hetero|anti|gen

      • Synonyme: heterogenes Antigen

      • Englischer Begriff: heteroantigen

      ein Antigen mit teilweiser chemischer Strukturverwandtschaft mit einem spezies- = artfremden (= „xenogenen“) Antigen u. – aufgrund dieser partiellen Antigengemeinschaft – mit der Fähigkeit, die Bildung gleicher („korrespondierender“) Antikörper anzuregen. Diese Antikörper sind durch Kreuzreaktion nachweisbar (aufgrund der Ähnlichkeit bis Identität der determinanten Gruppe). – I.e.S. das „heterophile“ Forssman-Antigen; s.a. H-Substanz.

    • Heteroantikörper
      • Hetero|anti|körper

      • Englischer Begriff: heteroantibody

      ein durch artfremdes Antigen (s.a. Heteroantigen) hervorgerufener u. gegen dieses gerichteter „xenogener“ Antikörper; s.a. Forssman-Antikörper, Hanganatziu-Deicher-Reaktion.

    • Heteroantiserum
      • Hetero|anti|serum

      • Englischer Begriff: heteroantiserum

      Immunserum gegen ein artfremdes Antigen.

    • Heterochromasie
      • Hetero|chromasie

      • Fach: Hämatologie

      das gleichzeitige Vorkommen eosino- u. basophiler Körnchen („Granula“) in einer Zelle; s.a. Polychromasie.

    • Heterochromatin
      • Hetero|chromatin

      • Englischer Begriff: heterochromatin

      Chromatin, das im Gegensatz zum Euchromatin sowohl in der Inter- als auch in der Metaphase des Zellzyklus lichtmikroskopisch den gleichen Verdichtungs- oder Kondensationsgrad aufweist. H. ist hoch spiralisiert, elektronenoptisch fibrillendicht, oft genarm und am besten in der Prophase der Mitose darstellbar. Es sind dies u.a. die Zentromerregionen, die Barr-Körper (= inaktivierte X-Chromosomen weiblicher Körperzellen) sowie fast alle B-Chromosomen.

    • Heterochromatose
      • Hetero|chromatose

      • 1)
        Heterochromie... (mehr)
      • 2)
        Hautverfärbung durch Ablagerung körperfremder Substanzen (z.B... (mehr)
    • Heterochromatose 1)
    • Heterochromatose 2)
      Heterochromatose
      • 2)

      • Englischer Begriff: heterochromatosis

      Hautverfärbung durch Ablagerung körperfremder Substanzen (z.B. als Argyrie).

    • Heterochromie
      • Hetero|chromie

      • Englischer Begriff: heterochromia

      unterschiedliche Färbung normalerweise gleichfarbiger Gewebe(strukturen), z.B. ophth der beiden Regenbogenhäute (Herrenschwand-, Fuchs-Heterochromie) oder derm umschriebener behaarter Körperbereiche bei Erkrankung des Haarbodens oder des Gesamtorganismus, z.B. Typhus, Kwashiorkor, Pellagra; Heterotrichose.

    • Heterochromosom
      • Hetero|chromosom

      Gonosomen.

    • Heterochromozyklitis Fuchs
      • Hetero|chromo|zyklitis (Fuchs)

      Fuchs-Heterochromie.

    • Heterochronie
      • Hetero|chronie

      • Englischer Begriff: heterochronia

      die zeitliche Verschiebung eines Geschehens gegenüber der Norm; z.B. – patho – als Heterogenese – die Entstehung von Zellen oder der Beginn einer bestimmten (evtl. endokrinen) Gewebsfunktion zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt (z.B. bei Pubertas praecox).

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